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Dienstag, 1. Oktober 2013

Sss-ich

Morgen werde ich in der SprechLichtung erneut einen Beitrag um aber auch in ein Essay von David Gelernter (http://de.wikipedia.org/wiki/David_Gelernter) schreiben und dichten. Aus dem Grund "hebe" ich nun einen schon vor einem Jahr veröffentlichten Beitrag um einen Text von Ihm, hier in das Verantworten-Blog hinein.

Noch kurz, bevor es los geht: ich weiss, Oliver-August Lützenich reite hier unablässig auf etwas herum, nämlich auf der Benutzung von Wörtern und Bildern, die - so vermute ich mal - wichtig für Unser Selbst-Verständnis sind.
Tut Ihnen das gut?

Tut Uns der, von *mir angenommene, Miss-Brauch von Wörtern und Bildern gut, oder verführt es Uns noch stets in die falsche Richtung: zurück?, oder hält es Uns in einem zu engen, zu kleinen Bereich gefangen?
Sie werden diese Fragen später auch noch in meinen Kommentaren wiederfinden, ich habe sie hier vorangestellt, weil Sie als Hintergrund für meine Arbeit hier in diesen Blogs wichtig sind.
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Seit Monaten geht es auch in diesen Blogs immer wieder um eine auch von *mir bemerkte Selbst-Verweigerung des Menschen und die Folge davon, also den Übertrag eines nur gedachten Ich auf Maschinen oder ins "Netz", in den Gedanken von David Gelernter und Anderen wird aus der Maschine sogar bloss eine Festplatte oder ein Chip.

Wobei ich gleich anmerken möchte, dass *ich das Selbst wesentlich weiter fasse, als es viele ander-Es tun, die "bloss" das Bewusst-Sein, oder lediglich einen kleinen Neuronen-Cluster darumherum, als das eigentliche Selbst eines daSein, das "ich", begreifen können. Für mich ist das Selbst - somit auch jed-Es von Ihnen - das gesamte Organismus innerhalb einer fassbaren Aussen-Haut, somit das ganze Körper, und nicht bloss dessen Gedanken, wo auch immer diese in dem jeweiligen Körper ge-form[ulier]t werden.

Diese Ansicht vermisse *ich bei so viel-Es, die etwas zu diesem Thema äussern, deren "ich" ist so klein, so beschränkt, so eng und klein innerhalb der Haut, die jed-Es "ich" für mich als Ganzes ausmacht.
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Bergmann Ecke Zossener, in der Dämmerung
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Aus Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 19.10.2012, von David Gelernter

Titel: Das religiöse Ich Seelen-Sharing geht nur analog
Untertitel: Verschiedene Theorien wollen uns einreden, man könne uns klonen oder auf eine Festplatte laden - mitsamt unserem Bewusstsein. Das ist Unsinn. Ein Plädoyer für mehr Spiritualität.

Die Bedeutung des Ich steht derzeit im Mittelpunkt von drei verwandten, meiner Ansicht nach irrigen futuristischen Ideen. Manche Theoretiker glauben, der Mensch könne ewig leben, wenn sein „Gehirn-“ beziehungsweise „Bewusstseinsstatus“ oder eine Art umfassender digitaler Schnappschuss ins Internet hochgeladen und anschließend, wie jede beliebige Software, in Betrieb genommen würde. Andere glauben, wir könnten als Klone, als exakte biologische Kopien unserer selbst, nach dem Tod weiterleben.

{Bin ja mal gespannt, wann Wir einander als GANZE Personen anerkennen, statt stets nur das "Gehirn" als "eigentliches" Selbst herauszunehmen, das Selbst somit auf eine kleine Fähigkeit und eine Struktur, die diese Fähigkeit erregt, zu verengen. Ja, Wir sind in Masse noch sehr sehr Engstirnig, das Vernunft (Geist, Seele, Bewusst-Sein, ...) ist noch stark beschränkt - fast nur im Gehirn, statt dass Es den gesamten Körper als Verursachendes, Versorgendes und Schützenswertes erfühlt und erspürt, also begreift. Ohne dass ich verkennen würde, dass das Selbst (Jedes einzelne "ich") sterblich ist, aber die Ideen, Erkenntnisse, Erlebnisse und Vorstellungen (dabei auch die Phantasien) dieses Selbst in einer anderen Form (z.B. der Sprache, als Bilder, als Gegenstand (Maschine) oder auch als Skulptur) darüber-hinaus bestehen bleiben können; wenn sie es denn Wert sind? Was jeweils Wir Alle entscheiden. Und da Wir, somit auch Jedes ich sterblich ist, besteht auch daraus eine Un-Lust, das ich un-sterblich zu machen, zu machen, zu machen, und wenn es als Maschine ist, was kein ich mehr ist, aber das ist noch egal, weil kaum ein ich bisher anscheinend begreift, was ich ist: nämlich Einmal-ich und Sterbl-ich. Für mich kann daraus nicht folgen, dies einmalige körperliche ich in oder auf Maschinen zu übertragen, sondern dieses "Einmal-ich" und "Sterbl-ich" so Erkenntnis-weit und so Erlebnis-reich und so Gefühl-voll, wie es diese Einmal-ich-keit und Sterbl-ich-keit zulässt.}

Die dritte Idee ist komplizierter. Einige Physiker vermuten, dass es in unendlich vielen anderen Universen (oder besser „Multiversen“) unendlich viele exakte Kopien unserer Welt gibt, in denen jeweils eine exakte Kopie von uns existiert. Wenn es, wie manche Physiker sagen, viele Kopien von uns in vielen unterschiedlichen Universen gibt, so ist das „Ich“ mehr als nur eine Person. Diese Kopien sind ebenfalls Ich. Sie sind alle gleichermaßen authentisch und identisch.

All diesen Diskussionen liegt eine grundsätzliche Annahme über das Wesen des Ich zugrunde. Für viele Wissenschaftler ist das Ich etwas Beobachtbares und Messbares. Indem ich über meine Beobachtungen nachdenke, erfahre ich etwas über das Ich anderer Personen. Das ist das „objektive Ich“. Für viele Nichtwissenschaftler (und auch einige Forscher) steht fest, dass das Ich nur von innen heraus und auch nur von einer einzigen Person erkannt werden kann. Nur ich selbst weiß, was in meinem Inneren vorgeht - was ich denke, mir vorstelle, woran ich mich erinnere, was ich noch einmal durchlebe. Jeder von uns ist in seinem eigenen Ich eingeschlossen, jeder beobachtet das Universum aus seinem eigenen Ich heraus. Das ist das „subjektive Ich“.

{"... in seinem eigenen Ich eingeschlossen, ..." Die Schloss-Metapher, Schloss, Schlüssel, oder als Homonym auch das Schloss (Palast) in das Eines eingesperrt ist, oder wie Manch-Es es wohl eher empfinden "eingekerkert" ist, dann ist das Schloss nicht eines an der Aussen-Tür, sondern das Schloss ist ein Kerker im Keller im Dunkel der Verliesse ... Dann wird es aber mal RaumZeit, die Verliesse und Kerker, in die das Ich wegggesperrt ist, an die AussenWände des "ICH" heranzuführen und auch den noch Klein-Geistern und Kerker-Meistern zu fühlen und zu spüren zu erlauben, wieviel Wind durch die Haut kommt, also wie [Ergebnis]Offen und Weit[reichend] das Schloss ..., ach Schluss mit dieser öden, ängstlichen und egozentrischen Metapher des Schlosses!
Ja, Jedes Ich ist einmalig und davon gab und gibt es schon SEHR Viele und beständig wird nach"produziert", weil das DaSein aus den Ich besteht, ohne Ich kein DaSein, ohne Selbst kein DaSein. So empfinde ich das. DaSein ist Selbst-Sein. Selbst-Sein ist ich. Wie Sie vielleicht gelesen haben (in "Willkommen bei einem fremden Selbst") habe ich, weil so Viele ich existieren, für-m ich, in [*mir], einen einmaligen Namen gewählt, einfach um die Tatsache an zu erkennen, dass ich zwar ALLE sind, aber Jed-Es ich auch einmalig also besonders ist, da verdient Es doch auch eine kleine Einmal-ich-keit in-s ich, oder?
Und behalten Sie das "Subjekt-Sein" im HinterGedanken, dazu komme ich gleich noch.}

Das große Schweigen

Ich glaube an das subjektive Ich. Das subjektive Ich ist gewissermaßen ein Strahl in der Raumzeit, der bei der Geburt beginnt und mit dem Tod endet, der sich so lange ausdehnt, wie man ununterbrochen durch die Zeit fällt, bis man am Ende stirbt. Das Ich befindet sich im Innern dieses Strahls, es existiert nur, weil es diesen Innenraum gibt - wie der Raum einer hohlen Kugel, der nur existiert, weil die Kugel existiert. Man kommt nie heraus, und andere kommen nie hinein. Daher die oft beschriebene existentielle Einsamkeit des Menschen. Die meisten Menschen sprechen nie und können vielleicht auch nie über das sprechen, was für sie am wichtigsten ist. Diese Dinge, Fakten und Gedanken verlassen nie das große Schweigen des Ich.

{"Ich glaube an das subjektive Ich." Was Oliver-August Lützenich vom "g/Glauben" halte, habe ich schon öfter hier erschrieben (vor kurzem etwas ausführlicher in diesem Beitrag: http://sprechlichtung.blogspot.de/2012/10/vom-glauben-die-eindeutigkeit.html ), so könnte Mensch auch formulieren: ich weiss vom subjektiven Ich; aber dann bliebe noch das "subjektiv" und viele von den Leses werden wahrscheinlich noch wissen, was "sub-jektiv" vom Ursprung her bedeutet: lat. 'sub' = "unter", lat. 'i[a]cere' = (die Grundform des Verbs (Infinitiv)) "werfen", ist somit das [Dar]unter-geworfene, oder als sprachlicher Term ein "Grundbegriff, Satzgegenstand".
Da ich damit grosse Schwierigkeiten bin (nicht: habe, weil kein Ding, sondern ein Gefühl), Sie oder auch mich als "Unterworfenes" oder "Satzgegenstand", wenn auch für die Meisten unkenntlich gemacht: als "Subjekt", zu bezeichnen, bleibt nach diesem Satz ein schlechter Geschmack hängen.

Ich weiss, dass Oliver-August Lützenich bin, dazu fehlt mir jeglicher Glaube.
Und das auch Sie sind, weiss ich ebenso, dazu brauche ich nicht das g/Glauben bemühen.

Obschon ich sehr wohl weiss, dass ich g/Glaube, dass ich noch wesentlich mehr glaube, als ich je wissen werde, denn, was weiss ich schon, von dem, was zu Wissen ist? 
Sehr sehr wenig, weiss ich, im Vergleich zum Beispiel mit einem so grossen Wisser, wie Umberto Eco, aber auch dieser Mensch ist Einer des Glaubens, denn auch Er weiss wenig im Vergleich mit dem, was zu Wissen ist: ALLES.
Und ALLES können Wir nicht Wissen, denn dann wäre: EINES = ALLES; und das geht wohl nicht, oder? Nein. 
Klar bin ich voller g/Glauben, denn Alles UnWissen ist g/Glauben; also g/Glaube auch ich überwiegend, aber eben nicht: dass Oliver-August Lützenich bin, oder dass Sie sind, das weiss ich. Punkt.
So einfach ist das. Und vom Strahl und der Kugel als Metaphern für die einzelne Lebendigkeit in/und der RaumZeit halte ich wenig, vergessen Sie's.
Wenn überhaupt bebildert, dann ist die Lebendigkeit ein mit-wandernder, beweglicher Bereich innerhalb der RaumZeit, ein Ort, aber auch diese Analogie finde ich problematisch, weil zu eng. Wir sind viel weiter und vernetzter, als es so ein Bild kenntlich machte.}

Der Blick auf die Außenwelt wird immer durch die eigene Persönlichkeit verzerrt. Aber viele Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Wände des Ich grundsätzlich durchsichtig sind. Das ist ein elementarer, fundamentaler Irrtum in unserem Bild vom Menschen. Wer so denkt, verkennt die Dynamik des Ich.

{"verzerrt"? Ja, aber die Verzerrungen werden immer weniger, genau dazu betreiben Wir Wissenschaft in alle Richtungen des DaSein im SEIN, um die Verzerrungen des kleinen Lebewesens Mensch und mit Uns der Lebendigkeit zu entzerren, aufzuklären.
Verkenne Oliver-August Lützenich die "Dynamik des Ich", indem ich die AussenHaut eines Lebewesens für sehr durchlässig achte, die Strahlen des Lichts durch die Augen, die Töne der Lebendigkeit durch die Ohren, die Düfte z.B. der Verbindlichkeit durch die Nase und dann erst die AussenHaut von jedes Selbst, Wow!, so voller Gespür, verkenne ich?}

Die Einzigartigkeit des Ich

Jedes Kind weiß, dass die kristallklaren Wände des Ich im Laufe des Tages - man wird müde, man geht bald schlafen - allmählich trüber werden. Und wenn man schließlich eingeschlafen ist, kann man überhaupt nicht mehr durch die Wände sehen. Man ist sich der Außenwelt nur vage bewusst. Wenn man träumt, bewohnt man eine halluzinatorische Welt, die nur aus Erinnerungen besteht. Wer schläft und träumt, bewohnt nicht die Welt, sondern das eigene Ich.

{Da haben Sie das Beispiel für die »Verengung« des Selbst und damit des "ich", auf das Bewusst-Sein, auf den Bereich der Aufmerksamkeit und Achtsamkeit in eines Jedes Selbst. Als sei das "ich" nur im "wachen Zustand" wesenhaft und im Schlaf unwesentlich, oder was bedeutet: "... bewohnt nicht die Welt"? Empfinde ich das zu str-eng?
Dazu sage Oliver-August Lützenich ganz deutlich: "ich" ist auch im Schlaf, oder im Rausch "ich" UND in der Welt, so lange und so da, wie auch das Körper, welches "ich" ist, da ist. Was ist das für ein "ver-/entrückter" Glaube, das Selbst, das "ich-Sein" auf das "Wach-sein" zu beschränken oder auch nur auf die Fertigkeit des Bewusst-Sein? Als gälte die Körperlichkeit nichts, als gälte das TrägerMaterie des ich als WeggwerfArtikel (als Objekt, von lat 'ob' = "gegen, entgegen, nach, hin-" und s.o., also dt. "entgegen-werfen, hin-werfen" oder substantiviert: Hingeworfenes. Betrachten Wir einander so?).
Aber, Sie werden vielleicht Jetzt weinen, doch genau so gehen Wir miteinander um. So gehen Wir ineinander um, das Selbst zählt nur als und in Gedanken, das Trägermaterie, das Körper zählt wenig. Das zeigt auch dieser Artikel von Herrn Gelernter, denn die Körperlichkeit ist wohl kaum in einen Chip zu pressen oder auf eine Festplatte zu "verBITten", oder doch? Aber vielleicht tue ich da den Bemühungen von David Gelernter, um eine Erhöhung der Bedeutung des Ich, auch unrecht?}

Im Zusammenhang mit Energie und Aufmerksamkeit sprechen wir wie selbstverständlich von „Konzentration“. Wenn wir müde sind, lässt unsere Konzentrationsfähigkeit nach. So ergibt sich ein treffendes Bild: Der scharf fokussierte Strahl eines kraftvollen, wachen Geistes dringt durch die Wände des Ich und beleuchtet die Außenwelt. Je unschärfer dieser Lichtstrahl wird, desto weniger ist er in der Lage, die Wände zu durchdringen; und wenn wir schlafen, beleuchtet das unfokussierte Licht nur die Innenwelt.

Was im Außen passiert, ändert nichts an der Existenz und Einzigartigkeit des Ich. Man weiß, wer man ist, wo man sich im Raum-Zeit-Kontinuum befindet. Ein anderer Mensch oder ein anderes Ding kann sich für mich ausgeben. Ein Schauspieler kann behaupten, er wäre ich. Aber noch so viele Schauspieler, die vorgeben, ich zu sein, ändern nichts daran: Man weiß, wer man ist und wo man ist, selbst wenn sich alle anderen von einem Schauspieler täuschen lassen.

{"man ist" solange "man isst", ich darf doch wohl auch mal etwas Spass haben, so mittendrinnn;-); aber ernsthaft, könnte ein Schauspieler Sie->"ich" auch nur im Ansatz ersetzen? Ersitzen? Die Erkenntnis vom "ich" ist die, dass Jedes "ich" ein eindeutiges Ort, ein klar erkenntliches Bereich in der RaumZeit ist, eben ein Selbst.
Und diese Selbst "h a b e n" zwar viele Gleiche[n], aber es ist stets nur EIN Selbst. Aber ich entnehme den Worten und der Dringlichkeit darin, dass es noch an Uns ist, an Jed-Es von Uns ist, das persönliche Selbst ganz klar zu erkennen und zu verorten, Was (Er + Sie = Was) und Wo ein-Es ist. Überlassen Wir das Bitte nicht Maschinen! Das ist Aufgabe von und Arbeit in Jed-Es von Uns Selbst.}

“Simulant“ ist kein Lob

Kehren wir jetzt zu den eingangs erwähnten Theorien zurück. Die Sache mit der Unsterblichkeit per Internet ist ganz besonders dürftig, aber hochintelligente Leute glauben daran. Warum? Angenommen, John Piffl muss sich einer Operation unterziehen. Er wird in Narkose versetzt und liegt, sagen wir, eine Stunde bewusstlos da. Nach der Operation wacht er auf. Eine Stunde ist aus seinem Leben verschwunden. Aber er ist derselbe, der er vor der Operation war. Wir machen nun eine exakte digitale Kopie von Piffls Gehirn. Unmittelbar, nachdem wir dieses „Gehirnbild“ angefertigt haben, stirbt er. Wir laden das Foto auf einen Computer, auf dem bereits Gehirnsimulator-Software installiert ist. Der Simulator nimmt das Foto als Input und entwickelt daraus immer neue Gehirnaktivitäten.

{"Eine Stunde ist aus seinem Leben verschwunden." Wohin? Wenn das wache Bewusst-Sein das "Leben" ist und die Bewusstlosigkeit "verschwundenes Leben" ist, was ist dann mit den vielen Stunden und Tagen und Jahren des Schlafes und des Rausches? Wie alt ist dann ein-Es, wenn Es mit 80 stirbt und davon vielleicht 30 oder mehr Jahre geschlafen hat und zwei oder auch drei Jahre im Rausch verbracht hat, mehr oder weniger bewusst-los? Hmm, mal rechnen?
Bitte! Selbstverständlich ist mir klar, was Herr Gelernter aussagen möchte, aber warum in so verschrobenen Worten und Bildern? Warum wird die Wesenheit eines Wesens, von Vielen von Uns, bloss auf eine Wahrnehmungs-Leistung reduziert? Warum ist ein Schlafendes, ein Träumendes, ein Unbewusstes (ein Selbst) in den Worten von so Viel-Es un-wesen-tlich? Wir haben wahrscheinlich echte und tiefe Probleme mit der Körperlichkeit der An-Wesen-heit, der materiellen Form des DaSein. Also mit dessen Verletzlich- und der Sterblichkeit. Denn, sind Ideen, sind Gedanken, - ist also das Stoff das im Bewusst-Sein entsteht -, verletzlich und sterblich?}

Zu Piffls Gehirnbild gehört jede seiner Erinnerungen, die Gesamtheit des Lebens, wie er es erfahren hat. Wird der heraufgeladene Gehirnstatus nicht in dem Moment „aufwachen“, in dem wir den Gehirnsimulator einschalten? Und das Gehirn wird sich, kaum erwacht, für Piffls Gehirn halten (so wie Piffl wusste, wer er war, als er aus der Narkose erwachte). Unser neuer „Cyber-Piffl“ wird feststellen, dass er keinen Körper mehr hat, wird aber als körperloser Geist weiterleben, die Außenwelt beobachten, kommunizieren und denken, genau wie der reale Piffl, wenn der noch am Leben wäre.

Ist Piffl also nicht unsterblich geworden? Was unterscheidet den realen, lebenden Piffl von dem Cyber-Piffl? Der erste Unterschied liegt auf der Hand. Unser Cyber-Piffl wacht nie auf. Forscher behaupten, Software könne menschliches Denken simulieren. Bislang ist aber noch nicht schlüssig belegt worden, dass Software Bewusstsein entwickelt. Das kann, soweit uns bekannt, nur ein organisches menschliches Gehirn in einem menschlichen Körper. Simuliertes Bewusstsein erzeugt genauso wenig Bewusstsein, wie eine simulierte Explosion eine Explosion erzeugt.

{Ich leiste Abbitte, denn das Körper kommt ins Spiel.}

Klonen ohne Lohn

Kommen wir nun zur zweiten Idee, der mit dem identischen Klon. Nehmen wir einmal an, dieser Klon ist genauso alt wie man selbst und hat genau dieselben Erinnerungen. Kurz nachdem man gestorben ist, wird dieser Klon lebendig gemacht, und er führt dann das Leben weiter, das man selbst bis dahin geführt hat. Niemand weiß, dass man gestorben ist. Für alle anderen ist man der, der man schon immer war.

Aber die wichtigste Person in dieser Geschichte sind wir selbst. Jeder von uns weiß, wer er ist, und wenn jemand etwas anderes sagt, irrt er sich, und man weiß es. Die Wahrheit ist ja nicht weniger wahr, nur weil andere Menschen sie für unwahr halten (nicht einmal, wenn alle sie für unwahr halten). Wenn man stirbt, verschwindet der Bewusstseinsstrahl des Ich wie ein Loch im Wasser, die Leere der Raumzeit schließt sich, und das ist das Ende. Beziehungsweise, falls es tatsächlich weitergeht, dann in Form eines Lebens im Jenseits, wie es das Christentum in Aussicht stellt oder, nicht ganz so eindeutig, das Judentum.

{"die Leere der Raumzeit schliesst sich, und das ist das Ende." Die RaumZeit leer? Sind Wir hier alle Leere, wie Wir ja ALLE auch RaumZeit sind? Mir ist von Anfang an klar, worauf Herr Gelernter hinaus will, aber die Worte und Bilder, die Er verwendet, führen wenigstens mOliver-August Lützenich hier eher in die Irre.}

Gleiches gilt für die dritte Idee. Vielleicht gibt es in anderen Universen unendlich viele exakte Kopien von uns allen, die genauso leben wie wir. Das ändert aber nichts an der Realität des einen Bewusstseinsstrahls, der nur einem selbst gehört - und der allein das Ich ist. Wenn unendlich viele andere Personen in anderen Universen behaupten, sie seien man selbst, ist das nichts anderes, als wenn viele Schauspieler sich als unser Ich ausgeben. Die wachsende Neigung von Wissenschaftlern, sich auf das objektive Ich zu konzentrieren und dem fühlenden inneren Ich nur eine untergeordnete Bedeutung beizumessen, ist für viele Menschen irritierend.

{"... des einen Bewusstseinsstrahls, der nur einem selbst gehört - und der allein das Ich ist."  Ich weiss, ich reite hier unablässig auf etwas herum, auf der Benutzung von Wörtern und Bildern, die - vermute ich - wichtig für Unser Selbst-Verständnis sind.
Tut Ihnen das gut?
Tut Uns der von mir angenommene Miss-Brauch von Wörtern und Bilder gut, oder verführt es Uns noch stets in die falsche Richtung, oder hält es Uns in einem zu engen, zu kleinen Bereich gefangen? Vermutlich werden Wir erst das Ganze ansprechen und bebildern, wenn Wir das Ganze fühlen und spüren.
Das Ganze Selbst ist jeweils sehr viel mehr, als die Meisten glauben und Glauben, als die Meisten annehmen: an-nehmen.
Zumindest mir ist bewusst, dass die Zehen, die Oliver-August Lützenich auch bin, an jedem Handeln und somit auch Denken mit-beteiligt sind, und das ich, egal was ich gerade tue oder lasse, anwesend bin, wach oder versunken, und das ich kein Strahl bin und kein nur Bewusst-Sein bin, das alleine Ich ist.
Da taucht die Frage auf - da auch Wir Menschen ja noch weitgehend von den Prägungen, den  Geschehnissen, Gesetzlichkeiten und Bedürfnissen des DaSein bestimmt sind -, ob dem DaSein die Körperlichkeit unwichtig ist, das Körper ein WeggwerfArtikel ist und nur die Ideen zählen, wie Plato schon formulierte, oder auch erkannte oderob auch die einzelnen zufälligen Verbindungen, die Jed-Es einzelne von Uns ist, zählen? Und wertvoll sind. Was ist wichtig für das DaSein im SEIN: das Wort oder DAS, was es spricht?}

Nichts schafft die menschliche Verantwortung ab

Wie falsch eine intellektualisierte, szientistische Auffassung vom Ich und seinem Innenleben ist, zeigt Cynthia Ozick in ihrem jüngsten Roman „Foreign Bodies“: „Wenn Introspektion Nachdenken ist, dann war Marvin kein introspektiver Mensch.“ Nachdenken in einem analytischen, rationalen Sinn war nicht seine Sache. „Die Verachtung, die ihm entgegenschlug, erlebte er als unmittelbare Empfindung, als Hitze - Hitze in den Ohren, hinter den Augen . . .“ Unmittelbare Empfindung: Ein Bewusstseinszustand kann nur von innen heraus erfahren werden.

Wir können nicht wissen, wie ein anderer empfindet. Anderswo arbeitet eine Figur an einem „Wörterbuch der Empfindungen. Stimmungen. Gerüche. Gefühle, die jeder einmal registriert hat, für die es aber keine Bezeichnung gibt.“ Das Empfinden - Bewusstsein, Wahrnehmung - ist der Angelpunkt des Ich. Aber viele Wissenschaftler und Neurophilosophen haben die zentrale, unhintergehbare Realität von Empfinden und Erleben nicht verstanden.

Dass ich diese Ideen für falsch halte, hängt natürlich mit meinem Glauben an ein nichtobjektives Ich zusammen. Diese subjektive Sehweise ist letztlich religiös. Aus Sicht der jüdischen und der christlichen Religion ist jeder Mensch einzigartig, das unverwechselbare Geschöpf Gottes. Was immer irgendwo passieren mag, es ändert nichts an der Verantwortung des Menschen gegenüber seinen Mitmenschen und Gott. „Wähle das Leben“, heißt es in der Bibel (5. Mose 30,19), also: Ehre und schütze den fragilen kristallinen Bewusstseinsstrahl, den die Seele ex nihilo erschafft.

{Verantwortung ist ein wichtiges Thema in und von mir, hier im Verantworten-Blog habe ich dazu bereits einiges für mich grundlegendes verfasst.
"Wir können nicht wissen, wie ein anderer empfindet." Wissen können Wir es, indem das Ander-Es davon spricht, davon künden Milliarden Erzählungen und Berichte, aber erspüren können Wir es nur schwerlich. Zur RaumZeit bin Oliver-August Lützenich Schmerzen in der linken Schulter, ziemlich heftig manchmal, aber wenn ich so an den Mit-Menschen vorbei laufe oder auch ganz in der Nähe von Ander-Es sitze, spüren Die meine Schmerzen nicht, wenigstens mir geht es so, dass ich die Schmerzen von Ander-Es erst "spüre", wenn Sie mir davon berichten und dann auch nur in einem gedämpften Ausmass.
Wenn Wir das Ganze begreifen möchten, dann ist auch diese Fertigkeit wichtig, das ErFühlen des Ganzen, als Auszug daraus vielleicht erst mal das Erfühlen nur Eines Ander-Es im DaSein,  - so oft schon angedacht und in Worte gefasst, aber bisher nur von sehr Wenigen ansatzweise geschafft. Wann kann ich die Schmerzen der Gicht einer Nachbarin fühlen und wann spüren Sie meinen Schulterschmerz? Was das für schöne Folgen hätte, wäre Stoff für ein dickes oder mehrere dicke Bücher. Ja!: "schöne Folgen", denn, würden Wir noch weiterhin so grob miteinander umgehen, wenn Wir das Ander-Es im Selbst er-fühlten? Können tun Wir es.
Zur Bibelstelle: "Wenn du aber dein Herz abwendest und nicht hörst, wenn du dich verführen lässt, dich vor anderen Göttern niederwirfst und ihnen dienst - heute erkläre ich euch: Dann werdet ihr ausgetilgt werden; ihr werdet nicht lange in dem Land leben, in das du jetzt über den Jordan hinüberziehst, um hineinzuziehen und es in Besitz zu nehmen. Den Himmel und die Erde rufe ich heute als Zeugen gegen euch an. Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen. Liebe den Herrn, deinen Gott, hör auf seine Stimme und halte dich an ihm fest; denn er ist dein Leben" AT, 5. Mose, 30,17 ff.
Kann ich da von: "aus dem Zusammenhang gerissen", schreiben? Sind BibelZitate für dieses Thema noch RaumZeit-gemäss? Ist es nicht genau das Festhalten am g/Glauben, das solche seltsamen Ideen hervorbringt, wie die, dass das Mensch den Menschen oder das, was Es dafür hält, auf Maschinen oder gar nur Maschinenteile übertragen könnte? Ist es das "Neid-Gefühl", das Wünsche, Ideen, und Vorstellungen noch Jedes Erfind-Es oder Entdeck-Es weit überlebt haben, das Uns zu solchen Blüten treibt?}

Der Glaube ans Leben

Viele Menschen, die weder an die Seele noch an Gott glauben, akzeptieren trotzdem die subjektive Vorstellung vom Ich. Heutzutage spielen die Naturwissenschaften eine überragende Rolle, und mangels Alternative scharen sich die meisten denkenden Menschen im Westen (in Europa mehr als in Amerika) um sie. Sie können nicht das Banner der Religion hochhalten, weil sie keine Gläubigen sind.

{"Du liebst alles, was ist, und verabscheust nichts von allem, was du gemacht hast, denn hättest du etwas gehasst, so hättest du es nicht geschaffen." AT, Weisheit, 11,24.
Dieser Satz bedeutet nicht, dass keine Veränderung möglich oder gewünscht ist, es bedeutet zu [be]achten, was ist. Und daraus etwas zu machen, was möglicherweise besser ist. Und ist das Maschine besser als "ich", nur weil Es haltbarer ist?}

Und so kommen sie zu einem Weltbild, in dessen Mittelpunkt die menschliche Maschine steht und nicht die menschliche Kreatur, die Maschine und nicht der Mensch mit absoluten moralischen Verpflichtungen gegenüber dem Mitmenschen. Die Vertreter dieser Anschauung tun die Größe und Tragik der menschlichen Existenz mit einem Schulterzucken ab. In den vergangenen Jahren hat die Wissenschaft eine Verachtung gegenüber den Religionen gezeigt, die sich deutlich unterscheidet von dem Respekt und der Aufgeschlossenheit älterer Generationen.

{Dem stimme ich fast vollkommen zu.}

Aber die meisten Menschen, auch wenn sie an die Wissenschaft glauben und von wissenschaftlichem Denken überzeugt sind, verachten die Religion keineswegs. Sie akzeptieren durchaus das Prophetenwort: „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott“ (Micha 6,8). Vor allem glauben sie an das Leben, an die Heiligkeit und spirituelle Bedeutung des subjektiven Ichs, des eigenen und desjenigen der Mitmenschen. Und an die Notwendigkeit, um fast jeden Preis den fragilen Strahl von Raumzeit zu schützen, der das menschliche Leben ist.

{Sie wissen inzwischen, was mir an den Religionen missfällt - auch wenn ich deren Wert und deren Wichtigkeit für Uns und unsere Entwicklung hoch achte -: die Unterwerfung.
Die Religionen, besonders die monotheistischen Religionen, verlangen die Unterwerfung unter. Daher auch das "Sub-jekt". Alles eine Folge der Hierarchien des DaSein (Natur). Wir unter-werfen gerne, das steckt im DaSein drinn, aber die Heterarchie ist im Kommen, es ist die Ablösung der Unter-Ordnungen.} 

Wie bezeichnen wir solche Menschen? Sie glauben nicht an Gott und sind keine praktizierenden Christen oder Juden. Aber das spirituelle Licht der Religion begleitet sie auf ihrem (unvollkommenen) Weg durch gefährliche moralische Leere und Gleichgültigkeit. Statt solche Menschen mangels Alternative in das szientistische Lager zu zwingen, brauchen wir ein neues Banner auf dem intellektuellen Feld, die Fahne der atheistischen Gläubigen, die mit ihrer Skepsis und ihrem spirituellen Ernst von großer Bedeutung für die Zukunft der westlichen Gesellschaften sind.

{Eine weitere Bibelstelle: "Töricht waren von Natur alle Menschen, denen die Gotteserkenntnis fehlte. Sie hatten die Welt in ihrer Vollkommenheit vor Augen, ohne den wahrhaft Seienden erkennen zu können. Beim Anblick der Werke erkannten sie den Meister nicht, sondern hielten das Feuer, den Wind, die flüchtige Luft oder die Himmelsleuchten (also Götzen) für die weltbeherrschenden Götter ..., denn von der Grösse und Schönheit der Geschöpfe lässt sich auf ihren Schöpfer schliessen." AT, Weisheit, 13,1 ff.
Wir haben die Vollkommenheit nicht bloss "vor Augen", Wir sind jeweils ein Bereich dieser Vollkommenheit, mit Aller FREUDE und Allem LEID (Jedem Spass/Glück und Jedem Schmerz/Grausamkeit), einer raumzeitlichen Jetzt-Vollkommenheit, Jetzt gerade in diesem Augenblick sind Wir Vollkommen, das gilt jedoch nur für Jetzt, nicht für das nächste Jetzt, das nächste Jetzt ist Veränderung und damit eine neue Vollkommenheit. Das Schönheit dieser Erkenntnis ist vollkommen und ist wahr. Wenn mir nach Ironie oder Witz zumute ist, mache Oliver-August Lützenich das deutlich.}

Warum überdauert religiöses Denken die Begründung, der sie entspringt, den Gottesglauben, der an stürmischen Tagen unser Briefbeschwerer war, der verhinderte, dass unsere Moral und unsere spirituellen Anschauungen durcheinanderwirbelten, wenn wir das Fenster öffneten? Wenn Gott tot ist, wie kann die Religion noch immer so viel Licht und Energie ausstrahlen? Sind das die letzten Momente eines verlöschenden Sterns? Oder ist es die leuchtende Korona einer kurzzeitig verdeckten Sonne? So oder so - wenn atheistische Gläubige sich ihrer Existenz bewusst werden, muss das zu einem Wandel in der westlichen Welt führen.

{Religiöses Denken überdauert - vermute ich - deshalb, weil die meisten Sprachen voll von alltäglichen Sätzen sind, die aus den jeweiligen religiösen Schriften stammen, und die die meisten Menschen wenig oder sogar unhinterfragt nutzen. Worte und ganze Wortkaskaden, die früh eingeübt, stets leicht aus dem Sprachbereich purzeln, allseits bekannt und immer gerne genommen, weil es leicht und unkompliziert verfügbar ist. Wahr oder Falsch ist kein Nutzungskriterium, Inhalt und Bedeutung kaum wichtig. Meist.
Sokrates war es wichtig, Kafka war es wichtig, Proust auch, Nietzsche auch, und ... auch.
Mir n-ich-t?}

Ende FAZ-Essay

Oben schrieb ich, dass zur Vollkommenheit [je]des Jetzt (also jedes einzelnen Augenblicks) im DaSein Alle Gefühlsbereiche zählen, hier zur Grundierung ein kleiner Erkenntnis-Artikel aus der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, vom 07.10.2012, Beilage "Wissenschaft", Seite 71.

Titel: Insekten-Theodizee
Ein kleines Detail zu der grossen Frage, warum die Welt ihre unschönen Seiten hat, liefern Biologen um Anurag Agrawal von der Cornell University in der neuesten Ausgabe von Science. Die Präsenz lästiger Insekten kann demnach unabdingbar sein, damit Pflanzen Stoffe produzieren, die für Kerbtiere schädlich, aber für Menschen nützlich sind. In entsprechenden Experimenten verloren Nachtkerzen deren Umgebung insektenfrei gehalten wurde, innerhalb von nur drei bis vier Generationen die Fähigkeit, Verbindungen ihres medizinisch wirksamen Öls zu produzieren.
Ende FAZ-Artikel.

Es scheint fast so zu sein, als sei all das LEID, das im DaSein enthalten ist, das dem DaSein mitgegeben wurde, ein wichtiges Treibmittel zur Entwicklung der FREUDE ist.
Nicht nur, dass das LEID ein Verschiedenheits-Merkmal ist, eine blosse gegenüber-Stellung ist, nötig, um überhaupt erst Distanz zu schaffen, sondern auch noch ein "Treib"-Mittel ist, notwendig zur vollen Entfaltung der FREUDE.
Schmerz als unabdingbare Grundlage zur Heilung?
Hier im Verantworten-Blog habe ich auch Beiträge mit dem HauptThema "das Böse" eingestellt, darin sind Aussagen von Peter-André Alt, dem Rektor der Freien Universität Berlin, der sich intensiv mit dem Bösen, dessen Herkunft und Wirkung auseinandergesetzt hat. Aber am besten lesen Sie bei Interesse am Bösen dessen Buch, denn meine Zitate von Ihm sind nur sehr oberflächlich. Tieferes finden Sie z.B. in der Bibel, und genaueres, wenn Sie nur kurz zurückgreifen wollen von Baruch de Spinoza (Ethik), J.W. von Goethe (Faust I,II), Friedrich Nietzsche (Jenseits von Gut und Böse), Robert Louis Stevenson (Dr. Jekyll und Mr. Hyde), Adolf Hitler (Mein Kampf) und vielen vielen ..., na, Sie wissen schon.

Sonntag, 22. September 2013

Das Wesen das Haut

Da haut Eines ein Anderes auf das Haut und sagt hintennach: war doch nix, den blauen Fleck, bist Du selbst schuld, hast das Haut am Stuhl angehaut, oder so?
Das Haut, eine DaSeins-Voraussetzung und kaum durchsc-haut das Haut, aber so was von beachtet, fast alles ist auf Haut aufgeb-haut, <-- is' ja gut, war ned so gut, aber das Haut, ist auf jeden Fall wichtig, mehr vielleicht und auch insgesamt bedeutender, als uns Menschen bisher bewusst ist, vielleicht, weil genau dort das Bewusst-ist!?

In das Haut "sitzt" das Bewusst-Sein, das wussten Sie nicht? Was glaubten :-) Sie denn, wo das ich bewusst ist, im Herzen? Auch das Herz ist in eines Haut; eingehäutet in Haut, wie das Leber und das Magen und das Hirn und das ganze Selbst in Haut eingeht und auch ausgeht.

Mensch haut so umher in das Haut von Ander-Es und dabei ist noch unerwähnt, das Haut auch um Jedes kleinste und GRÖSSTE drummherum ist, was ist; also auch um jedes Elektron ist eine Haut; auch wenn das Elektron ebenfalls eine Haut ist, von einem Atom zum Beispiel.

Mir ist vor Jahren klar und klarer geworden, wie wichtig das Haut ist, also habe ich davon angefangen, in mein Tagebuch zu schreiben (da war allerdings das Haut noch die Haut, also eher altdeutsch, als passend; denn: ist das Haut ein Geschlecht?

Aber dieses unbekümmerte und teils verächtliche AltDeutsch ändere ich nun schon seit ein paar Jahren nach und nach, hin zu mehr Wirklichkeit, Achtung und Respekt fürEinander, auch in das Sprache. Aber vor ein paar Jahren fühlte, dachte und schrieb *ich noch anders) und das sieht dann so aus:
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Schon mal aus der Haut gefahren?
Seien Sie froh, wäre nicht so doll, obwohl, ich weiss ja nun, dass, wenn Mensch aus der einen Haut fährt, fährt Es auf jeden Fall in eine andere hinein, denn ohne Haut ist ALLES, mit Haut ist wenigstens Nichts, wenigstens ein wenig Nichts, gerade soviel, damit ein DaSein ist. Denn ALLES ist, wie ich schon erwähnte, ohne etwas bestimmtes, dazu braucht es ein wenig Nichts, als Gewürz, damit etwas Bestimmtes ist. Und Wir Alle hier sind doch wohl etwas Bestimmtes, stimmt es, oder stimmt es Nicht? Nicht. Oder sind Sie etwas ver-stimmtes, na, dann sind Sie zumindest auch Etwas, wenn auch nichts Bestimmtes. ALLES ist einfach nichts Bestimmtes und das ist zuViel, da sind Wir doch einfach mal besser nichts Bestimmtes, als ALLES zu sein, oder?, stimmt es?
ALLES ist ohne so 'was. Und Wir sind Etwas. Sie sind Etwas und ich bin zumindest auch etwas, das wars.

Sonntag, 15. September 2013

Wissens-Mangel

VorWorte:

Warum schreibe Oliver-August Lützenich stets RaumZeit, statt nur Raum und nur Zeit?

Na, ich habe den Albert Einstein gelesen und den Werner Heisenberg und den Ernst Schrödinger und den Richard P. Feynman und den Stephen Hawking und den Roger Penrose und den Brian Green und den ... 

... und Alle haben *mir be- und geschrieben, dass ohne Raum[keine]Zeit UND ohne Zeit[kein]Raum, also habe ich beschlossen, die "zwei" Grössen nur noch zusammen zu schreiben und zu erwähnen, denn jedes Ich ist Raum, in der Haut - und auch drummherum - UND Zeit, durch die stete Veränderung.
Sind Sie auch ein Ich?

Eigentlich müsste *ich auch noch die dritte Grösse hinzuerwähnen, besser: hinein- oder hinzuziehen, zur RaumZeit, also die Substanz, die durch die RaumZeit erst zur Wirkung kommt - die Materie -.
Aber da bin *ich mit der Zusammensetzung, der Form und der Herkunft noch nicht so sicher, wie es auch die oben Genannten noch sind, so weit Sie noch lebendig sind.

Raue Sitten, dieses DaSein.
Was wegg muss, muss wegg, wenn es "schwach" ist. $chwach ist!
Was ist schwach?

Das Vernunft ist (noch) schwach. Kann gar nicht gegen die übermässige Kraft der Gefühle, der Triebe (Vorteil, Macht, Sex), der Gewohnheiten und Traditionen (Kultur) gewinnen, wird fast beständig unterminiert, unterschlagen.
Ja, *ich weiss, Sie kennen inzwischen meine Suaden, von der unterschätzten Kraft der Logik, also der Folgerichtigkeit, und den UnterSCHLAGungen der Vorteile der Vernunft.
Aber! Sie wissen ...

Da kämpfen die Gefühle (aktuelles daSein) und die Triebe (vergangenes daSein) mit aller Macht und Beharrlichkeit gegen die Folgerichtigkeit, aber die Vernunft, die Logik, die Aufmerksamkeit und Umsicht im Jetzt <-fürEinander wächst und wächst, obwohl so viel Trotz und Gewalt dagegen->gestellt wird.

Trotz all dieses Wissens macht das LEID in *mir weiter unerbittlich Schmerzen.
Obschon der ganzen Erkenntnisse, bleibt die FREUDE in *mir in engen Grenzen. Trotz, eben.
Können Sie es noch lesen, oder ist es schon zuviel?
Gut, anderes Thema.
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James Ensor, "De Intocht van Christus te Brussel" (1888)
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Hauptteil:

Das mit der Scheinbarkeit des Mangels, habe ich ja schon erwähnt.
Mensch mag es nicht glauben, aber es "herrschtkein Mangel, es herrscht der Glaube an den Mangel. Und Sie wissen, das ist etwas ganz anderes.
Aber geben Sie mal so einfach die alten Jahrtausende und aber Jahrtausende "bewährten" Stufen und Treppen der Selbst-Ermächtigung auf. Das ist wahrlich nicht einfach, obwohl die Selbst-Ermächtigung einfach ist, einfach ist. Oder?
Ja, die Selbst-ErMACHTigung braucht den Mangel.

Das Selbst bräuchte den Mangel nicht, aber die Macht braucht den Mangel, also erschafft die Macht den Mangel. Macht braucht ein Oben und ein Unten.
Pyramiden sind die einfachen natürliche Formen und das Streben nach Oben ist auch natürlich, Mensch erLebt es am Wachstum der Pflanzen und der Tiere, also auch Uns. Zur Sonne hin.

Vielleicht - weil Wir ja auch Nachts wachsen -, auch zum Universum hin, also auf jeden Fall, wegg vom Mittelpunkt der Gravitation. Wir sind Gravitations-flücht-Es. Wir wollen All-Es raus aus der Mitte, hinein in die WEITE der RaumZeit, möglichst hoch und möglichst lang. Das ist unser Grundsatz, Grundgesetz vielleicht, Was (Sie wissen: Er + Sie + @ls Was auch immer ein-Es daSein möchte = Was) weiss das schon?

Oder, wollen Wir doch Alle, in der Mitte stehen / daSein?
Hmm, wenn ich an das Wachstum der Städte denke und an manche Einkaufsstrasse oder an den Strand, dann kommen mir schon Zweifel, ob *ich da richtig liege, mit der -flüchterei? Aber vielleicht gelingt die "Flucht" auch jeweils nur der Spitze? Während die Masse zusammenrückt?

Aber eine kleine Tendenz zum Abstand von-Einander ist erkennbar, auch wenn Wir gleichzeitig auch immer mehr zusammenrücken. Bleibt Uns ja auch kaum etwas übrig, der Platz innerhalb des Erde-Mond ist schliesslich begrenzt und Wir werden immer mehr, also "herrscht" ein Zwang zum zusammenrücken, während gleichzeitig das Selbst mehr Abstand fordert.

Die Spitze strebt in die WEITE, die Masse drängt in die Enge.
Ist das eine KurzBeschreibung der Wirklichkeit?

Und das schreibt ein-Es, das weiss - nicht glaubt! -, dass jedes Selbst Beides ist, also Spitze und Masse, zumindest von den Voraussetzungen her, aber meist nur jeweils eine der Richtungen ausleben darf, weil ...?

ZwischenFrage

Das Selbst?
Was ist das Selbst? Für mich?
Das Selbst ist für mich der kleine "Funke" Besonderheit in jedes Einzelheit im DaSein.
Also auch jedes ich.
Aber auch ein Wir, eine Vielheit.

Normalerweise (!), davon gehe *ich aus, ist das einzel-Es im DaSein erst mal ohne Selbst, weitestgehend ohne Selbst, schon mit diesem Funken, also mit einer Fähigkeit dazu ausgestattet, wobei diese Fähigkeit eben meist nur vorhanden ist. Einfach so.

Glimmt vielleicht ein wenig, ansonsten ist die Einzelheit ein Masse-Wesen, schwimmt so mit, ist ja auch gut so. Selbst mit aus/fgebautem Selbst wird ein-Es mit der allgemeinen Richtung der Masse mitschwimmen, aber ...

Selbst ist für mich also ein Funke, ... Nein, jetzt wird das Bild vom Funken unstimmig, da das Selbst nicht nur aufblitzt und verglüht, wie es das noch Heute meist tut, sondern eine vorhandene Anlage in jed-Es ist, das bei Entdeckung und Pflege und Hege ganz schön wachsen kann, in jedes einzeln-Es (auch mehrteiliges zusammen-gehöriges -> z.B. ein Mensch) daSein. Das bisher jedoch nur glimmt.

Noch lodert da wenig, es scheint nur so.
Die Sonne, wenn sie scheint, aber wenig Selbst.
Na gut, Sie können sagen: Was will der denn, ICH lodere doch, so vor dem Spiegel; wenn ICH die Zähne putze, strahle ICH sogar und erst richtig, wenn ICH gewonnen habe, - vielleicht beim Kreuzworträtsel, beim Skat, Schach, oder einen Auftrag eingeholt habe, oder ... (setzen Sie einen ICH-Erfolg ein) -, dann strahle ICH heller als der Vollmond. Also? Was hat der denn?

Na gut, Sie Glücklich-Es, Sie strahlen also. Schön. Ich nich. Und *ich kenne und spüre (incl. sehen und hören) auch kein-Es sonst, das besonders mehr als glimmt.
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James Ensor (1860 - 1949), aus Ostende, Belgien.
Titel: "The Untrigue"
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Aber zurück zum Mangel.
Bitte, Bitte, Bitte, tun Sie mir den Gefallen und teilen Sie mir mit, woran es mangelt im DaSein. Und schreiben Sie bitte nicht an Erdöl, oder Gold, oder sonst einem "RohStoff", bitte nicht, denn die sind alle ersetzbar oder auch aus "Altem", aus verbrauchtem Material wiedergewinnbar. Diese Techniken sind längst vorhanden und werden auch schon eingesetzt.

Gefühle vielleicht, insbesondere wohlige freundliche Gefühle?

Gut, Sie brauchen nichts zu schreiben, ist klar, Sie wissen auch, dass Mangel ein Gefühl ist, das Wir ganz natürlich mitbekommen haben. So, wie das Misstrauen oder die Angst (von der FREUDE - neben dem LEID -, schweige ich hier erst einmal).

Schliesslich sollen Wir ja auch etwas tun und nicht bloss aufsaugen und platzen, aufsaugen und platzen, aufsaugen und platzen, aufsaugen und platzen, aufsau...

Mangel muss sein, auch wenn es in Wirklichkeit keinen gibt, sonst gäbe es keinen Wandel, sonst entstünde keine Weiterentwicklung, um das also zu Gewährleisten, hat das SEIN einem Bereich im SEIN den vollen Zugriff auf ALLES entzogen und somit den Mangel erschaffen: das DaSein.

Glauben Sie nicht?
Ich auch nicht.
Aber weiss Mensch es?

Irgendwo da, hinter dieser Mauer ist die Fülle. Spüren Sie es?
Das volle Programm!
Aber gut, bleiben Wir eben im Mangel.
Macht ja nix, herrscht halt Mangel, was solls.
Ist vielleicht Recht. Recht? Ist Recht Mangel?
Recht ist Mangelverwaltung.
Wussten Sie nicht?

Baruch de Spinoza wusste es, deswegen wurde Er mehrmals vertrieben. Hegel wusste es auch, hat es aber nicht verraten wollen, weil einen Vorteil vor Feuerbach wollte Er behalten, für-s ich behalten, ansonsten war Feuerbach besser. Aber gut, nur meine Meinung.

Beim Thema Mangel geht es auch um die Versorgung der einzelnen Körperbereiche mit Nahrung und Information. Und beim Thema Mangel geht es auch um die VERNUNFT, darum, wie bauen Wir Menschen eine den aktuellen oder auch jeweiligen Umständen und unseren Fähigkeiten und Erkenntnissen gerecht werdende Selbsthandlungs- und Gesellschafts-Handlungsweise auf? Und bei der Vernunft geht es überwiegend um das Gehirn. Und, da das Gehirn sehr viel Nahrung und Informationen braucht und verarbeitet, proportional mehr, als alle anderen einzelnen Körperstrukturen (Organe, Muskeln, Knochen, Sehnen, Häute), geht es beim Thema Mangel auch um die Versorgung der Vernunft, des Bewusst-Seins drummherum; aber besonders der Vernunft (Geist, Verstand, Logik ... wie Sie wünschen). In erster Linie um die Versorgung mit Nahrung und Information, und im weiteren auch um die Einbindung in ... und Nutzung für das gesamte Selbst, denn, die sind nötig um das Potential der Vernunft aufzu-/auszubauen und zu nutzen, pathetisch: zu erschaffen. Zuerst die Erinnerung an sich, dann die Verbindung der Erinnerungen, den Vergleich, die Bewertung und die Projektion(en), also den Ausblick. Aber noch werden Menschen mit Visionen (von lat. 'visio, visionis' = "das Sehen, der Anblick, die (äussere) Erscheinung") meist verlacht oder von den sogenannten (fremd-gesteuerten?) Pragmatikern verachtet.
Warum nur?

À propos: Mangel.
Kratzen Sie bloss nicht daran, sonst sinkt noch die Macht zu Boden und das Selbst steigt auf und das will die Natur nicht, das will das SEIN noch nicht, Wir sind noch nicht so weit, Wir sind noch nicht so WEIT. Erst wenn Wir sooooooo WEIT sind, können Wir mit dem Mangel umgehen, können Wir den Mangel umgehen und Uns der Fülle widmen.

Aber he!, behalten Sie das Bitte im ich, psst, nicht weitersagen, sonst fällt die Masse gnadenlos über Sie her, weil Sie ein Verräter der Haut sind und die Masse Haut Sie, die Masse die Haut sie in die Fülle hinein und Sie platzen.

Blödsinn sagen Sie. Ja, wird wohl so sein, blosse Phantasie, schmunzeln Sie.
Na, wenigstens habe ich Sie zum Schmunzeln angeregt.
Ist doch auch schon was.

Was für ein Ritt war denn dieser Text?
Du liebes bisschen, *ich kann es kaum fassen, was *ich da schon wieder zusammen-geschrie[b]en habe, Wahnsinn!
Wie soll *ich das nur einigermassen gemässigt und normal beenden?
Hhmm!?

Guten Tag. 

Mittwoch, 14. August 2013

Ernst-lichkeit

Knips die Nachrichten an. Und schon geht es los.
Wenn *ich auf den Strassen herumgehe. Lachen, rempeln, pöbeln, hetzen, ...
Unbewusstes tun.

Die Vernunft ist ein Drohpotential?
Oder ist es die Vergangenheit, die Biologie, die ganze lange Herkunfts- und Wachstums-Geschichte der Spezies und die Traditionen der Heimatregionen?
Steckt die Furcht und die Befürchtung in der Logik oder im Gefühl, was hebt den Zeigefinger fuchtelt bei jeder "falschen" Bewegung?

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Weihnachts- oder Jahresend-
Deko in der Brezel Bar
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Ein subrealer Dialog:

A: Wollen Wir mal ernsthaft sein?
B: Sind Wir das nicht immer?
A: Ständig.
B: Gut, also ständig. Anständig?
A: Nein.
B: Was gefällt Ihnen daran nicht?

A: Stehen Sie gerne irgendwo an, so wie früher, um ein paar Kartoffeln, einen Günstig-Computer, oder ein Teuer-HandPCTelefon, ich nicht. Und ich mag auch die Vorstellung von anständig nicht, auch andächtig ist sehr unbeliebt in mir. Anständig hat etwas unterwürfiges, etwas demütig abwartendes. Das ist einfach überholt in einem Selbst, das bewusst ist, was für eines Selbst und für andere Selbst notwendig, friedlich, aufmerksam, mit-empfindend und fair ist. Die Anständigkeit wartet auf Anweisungen und braucht sie auch, das ist etwas für Kinder oder für in Anführungsstrichen Erwachsene. War das ernst genug?

B: Grandios, wie Sie bei manchen Themen auf die Pauke hauen. Grandios, wirklich. Ihre Ernsthaftigkeit ist dabei unerbittlich, mir ist fast so als stünde ein Lehrer der Vergangenheit mit Rohrstock vor mir, den Rohrstock langsam und dadurch umso bedrohlicher durch die Hand gezogen. Ja. Wenn Sie mal loslegen, sind Sie unerbittlich, aber ich vermisse dann ein wenig Verständnis für all die Unzulänglichkeiten, der Unsicherheit dem Misstrauen und dem Chaos, in denen Wir ebenso baden, wie in der Vernunft und der Folgerichtigkeit.

A: Und wie lange tun Wir das noch?
B: Wie lange Wir noch baden?
A: Wenn Sie es so bebildern wollen, ja.
B: Ich ahne es noch nicht, aber so, wie es jetzt ist, noch etwas länger.
A: Baden in Unzulänglichkeiten, Misstrauen und ohne viel Vernunft. Was für ein Bild?

B: Haben Sie den Verdacht, dass Wir dabei in den Spass abgleiten, in die Wollust und das reine Vergnügen?
A: In den Spass, ja, aber das Vergnügen und die Wollust halte ich für sehr ernsthaft. Das Vergnügen und die Wollust sind keine Unzulänglichkeiten oder gar ein Spass, diese Unterscheidung ist mir wichtig.
B: Also ernst?

A: Es bereitet Ihnen Vergnügen, oder?
B: Dass es Ihnen Ernst ist? Ja, dass Ihnen die Wollust ernst ist bereitet mir etwas Vergnügen, das gebe ich gerne zu, aber ich empfinde keinen Spass dabei.
A: Sie sind ein Scherzkeks.
B: Aber auf hohem Niveau.
A: Zugegeben. Ich habe schon weit schlechter gelacht.
B: Ernsthaft?
A: Mit Ihnen macht es Spass ernst zu sein, oder besser, es ist ein Vergnügen mit Ihnen Ernst zu sein.
B: Das mit dem Spass, nehme ich Ihnen aber Ernst, dass Sie es wissen! Beinahe wäre es Ihnen gelungen, mich zu demütigen und das ist unanständig, ohne Spass.
A: Gut, wollen Wir also nun ernsthaft sein?
B: Schlecht. Ich meine, ich kann Ihnen schlecht etwas abschlagen, wenn Sie es Ernst meinen. Also seien Wir ernst. Mit was möchten Sie beginnen?

A: Mit einem Rätsel.
B: Ohh, spannend! Und wie lautet es?
A: Es ist eine Suche nach der Frage.
B: Ach!? Naja, das klingt wieder weniger spannend, klingt eher ernsthaft. Es ist Ihnen also ernst?
A: Ganz und gar, weil es die Frage ist, weil es die Frage verlangt.
B: Und wie lautet die Frage?
A: Sie Scherzkeks, das ist doch das Rätsel ... ach, ich falle noch immer auf Sie rein.
B: Na, solange Sie nicht über mich fallen, oder gar über mich herfallen, ist es mir ein Vergnügen. Also, Sie geben mir eine Antwort und ich soll dann die Frage dazu stellen, wie in einem Kinderspiel?
A: Vielleicht ist es ja ein Kinderspiel, aber die Frage ist trotzdem ernst.
B: Bei Ihnen nehme ich das auch an, aber Scherz beiseite, wie ist die Antwort?

A: Die Antwort ist: «Triebhaft, Schmerzvoll, UnAchtsam, Beschränkend, Selbst-Kritik-los». Wie lautet also die Frage?
B: Keine besonders vorteilhafte Reihung. Ist wohl eine wirklich ernste Frage?

A: Eine Frage der angenommenen Position in der RaumZeit, zu Anderen MitGliedern in der RaumZeit, eine Frage der Ursache und Freiheit der Handlungsweise, eine des aufgenommenen und begriffenen Wissens, also der Bildung, eine Frage der Sicherheit im Umgang mit der RaumZeit, sowie eine Frage der Aufmerksamkeit und der Achtung im persönlichen Selbst, für das jeweilige Selbst und die UmWelt, also eine der Klarheit und Selbst-Entschiedenheit in der Richtung des persönlichen Tuns und Lassens.
B: Das ist ja ziemlich harter Stoff, den Sie hier auffahren! Wen wollen Sie denn damit erschrecken?

A: Erschrecken?
B: Lassen Sie es mich so sagen: das versteht doch kaum Ein-Es. Das mögen ja alles gute, vielleicht sogar passende Worte und Einschätzungen sein, aber was hilft's, wenn es K[aum]ein-Es versteht und es somit abgewehrt wird oder einfach durchrauscht?
A: Wenig.
B: Na, übertreiben Sie da mal nicht so.
A: Sie sind einfach ein Witzbold.
B: Danke, aber: "Eine Frage der Ursache und Freiheit der Handlungsweise ..." und so weiter. Und dann diese Antwort!? Wenn das mal kein Grund ist, sofort dicht zu machen, kehrt zu machen, und Ihnen noch nicht mal einen guten Abend zu wünschen. Was lässt-s ich denn schon solche grossgeschriebenen Eigenschaftswörter in die Ohren stopfen und dann auch noch gerne? Na, mir brauchen Sie damit auf jeden Fall nicht kommen, da stehe ich ja selbst beim Therapeuten auf und such mir einen, der mir ein paar weniger vorhält.

A: Und wenn die Antwort stimmt?
B: Na, Sie werden doch wohl auch ein paar nette Sachen anbringen können, oder? Dann stellen Sie die Frage eben etwas anders, dass dabei nicht nur solche Klöppse rausrutschen. Du bist blöd, ist ja gerade noch erträglich, aber, du bist blöd, öd, unwichtig und überflüssig, ist in einem Satz einfach mehr als Zuviel des Schlechten, selbst wenn es im Einzelfall stimmen mag.

A: Stimmt.
B: Bringen Sie es ein bisschen weniger eng auf den Punkt. und wir kommen vielleicht zusammen. Ich mag ja zugeben, dass einiges nicht gerade zu Besten bestellt ist, aber sooo schlecht ist es nun auch nicht und die vielen schönen Facetten, die es unzweifelhaft auch gibt, sollten Sie dann auch mit einflechten, sonst gibt es ein sehr schiefes Bild und das mag auch die Kunst nur seltenst.

A: Aber die Frage gibt davon nun mal wenig her, so wenig, dass das Bild schief wäre, die Antwort also unstimmig, wenn ich auch noch die paar wirklich anderen Facetten hineinquetschen würde. Ich kann ja wohl schlecht auf die Frage nach den Farben eines Stoffes, auch noch die Menge aller anderen Farben, die nicht oder kaum enthalten sind, in die Antwort füllen, das wäre dann doch Beliebigkeit und dem Frager wäre nicht geholfen, aber das ist doch wohl der Sinn einer Frage: die Hilfe, also ein Bedürfnis befriedigen, einen Mangel beseitigen. Wenn das DaSein auf jede Frage mit allem antwortet, das nur entfernt mit der Frage zu tun hat, wäre noch kein DaSein, dann wäre alles blosses Allerlei, also blosses SEIN, aber kein konkretes Etwas, also kein DaSein, keine Lebendigkeit, denn die braucht Bestimmung, braucht Eingrenzung, braucht also eine fühl- und sichtbare Haut, sonst wäre da nur Nichtigkeit.
B: Aha, so ist das, ohne Einschränkung keine Lebendigkeit?
A: Ja.
B: Und ohne Einschränkung keine Frage, sondern nur Antworten.

A: Eine Antwort.
B: Nur Eine?
A: Ja.
B: Wieso?
A: Erst die Frage verlangt eine Verengung und Verdeutlichung auf eine Antwort. Die Frage ist gleichsam die Spitze eines Zeigestocks, der auf einen Punkt, in der ansonsten punktlosen Masse deutet und diesen damit erst zu etwas besonderen macht.
B: Dazu braucht es aber Zwei, eine Masse und einen Stock mit Träger, also ein Gegenüber.
A: Sie sagen es, erst durch eine Trennung wird es möglich aus dem SEIN ein DaSein zu lösen, oder wahrscheinlich besser: Im SEIN ein DaSein zu schaffen, denn ich vermute, dass das DaSein ein Prozess ist, der im SEIN stattfindet.
B: Aha, das ist aber jetzt pure Philosophie, ein wenig Science Fiction, mit einer grossen Prise Phantasie und ein bisschen Wunschdenken, aber, was hat das mit der Wirklichkeit zu tun?

A: Das ist die Wirklichkeit.
B: Halt mal, das nehmen Sie an, Sie sprechen ja auch von "wahrscheinlich", denn Niemand weiss, wie die die ganze Sache wirklich aufgebaut ist, woher das kommt und was das alles soll? Alles nur Vermutungen, also bleiben Sie mal ruhig im Konjunktiv.
A: Warum?
B: Weil nichts klar ist, weil, "nichts genaues weiss man nicht".

A: Sie sind und ich bin.
B: Ja, gut und schön, aber Sie sprachen vom SEIN und vom DaSein und von den Beziehungen miteinander und zueinander, das ist wesentlich weniger konkret, als wir Beide, und was sind wir Beide denn, sind wir wirklich so konkret, wie es uns scheint, oder sind wir für Etwas anderes kaum unterscheidbare Masse? Ich vermute, nichts ist so klar, wie es Ihnen scheint, und ausserdem kommen wir mit dem Schein ganz gut zurecht. Wir haben Städte, das Internet, wir fliegen zum Mars, in den Labors wird geschuftet und probiert, dass wir bald 140 Jahre leben und, wer weiss, was wir noch so alles auskochen und ausbrüten? Vielleicht haben wir ja bald alle menschlichen Probleme gelöst und dann können wir uns den Fragen widmen, die Sie da so eifrig stellen, nach dem grossen Ganzen und so?

A: Die menschlichen Probleme?
B: Ja.
A: Welche wären das?
B: Na, die drei Ks.
A: Die drei Ks? Klären Sie mich bitte auf.
B: Kriege, Krisen, Klima.
A: Und da ist alles enthalten, was zwischen und um Uns so schief läuft?
B: Ja. Oder fällt Ihnen sonst noch etwas ein?

A: Die vier As.
B: Die vier As?
A: Amerika, Australien, Asien und Afrika.
B: Was ist daran problematisch?
A: Sind Sie schon mal geflogen?
B: Ach, jetzt hören Sie aber mal auf, klar sind das menschliche, von mir aus auch künstliche Grenzen und Benennungen, aber das ist doch kein Problem, wenigstens keines das wirklich auf den Nägeln brennt. Die UnGleichverteilungen und Nöte der Menschheit sind doch nicht gelöst, nur weil wir die Grenzen auflösen. Dann nennen Wir halt alles WeltStaat oder nur Welt, deshalb bleiben doch die KlimaUnterschiede, die KulturUnterschiede, die InfrastrukturUnterschiede, die BildungsUnterschiede, die WirtschaftsUnterschiede und und und. Die lösen Sie doch nicht, indem sie einfach die gewachsenen Grenzen auslöschen.

A: Wenn Sie mehrere Flüssigkeiten durch Dämme trennen und diese Dämme dann auflösen, was passiert dann?
B: Dann fliessen die Flüssigkeiten ineinander, aber wenn sie das mit Menschen machen, herrscht ruckzuck Chaos und Gewalt. Die ärmeren Menschen werden in die reicheren Länder kommen wollen, und dann wir hier alles den Bach runter gehen, was hier aufgebaut wurde. Nein, das ist nicht hilfreich, wir kommen hier bei menschlichen Problemen nicht mit Physik oder reiner Mathematik weiter. Dazu sind die menschlichen Gegebenheiten und Probleme zu komplex. Wir sind keine verschiedenfarbigen Flüssigkeiten, die man nur ein wenig zu vermischen braucht und schon sind die UnGerechtigkeiten, Unachtsamkeiten und sonstigen Probleme ausgeglichen, das klappt so nicht.

A: Ich fände es schon hilfreich, wenn Wir Alle klar darüber sind, dass diese Grenzen künstlich sind und Wir somit auch die einzigen Grenzen anerkennen, die es wirklich zu achten und zu schützen gilt.
B: Sie meinen die jeweilige Haut?
A: Ja, die jeweils persönliche Haut eines Lebewesens. Sie ist eine wirkliche Grenze, sie ist spürbar und fühlbar und verletzlich. Länder- oder KontinentGrenzen sind es nicht.
B: Sagen Sie.
A: Wieso?

B: Ich denke da erstmal nur an die 60 oder mehr Millionen Toten des letzten Weltkrieges. Der wurde auch oder hauptsächlich um, in Anführungsstrichen, künstliche Grenzen geführt. Also sind auch künstliche Grenzen verletzlich und bluten, wenn Mensch sie einfach so mit Gewalt überschreitet.
A: Ja, Sie liegen richtig, der Unterschied ist eben, das diese künstlichen Grenzen veränderlich sind und zwar jederzeit und ohne Blutvergiessen, während die persönliche Haut weder jedesRaumZeit noch ohne Blutvergiessen veränderlich ist. Die Haut ist eine wirkliche, fassbare Grenze, die Grenzen von Gemeinden, Ländern und Kontinenten sind unfassbar, sie sind mitten in die Landschaft gemalt oder auch an einem Meeressaum, einem Flussrand, einer Sprache entlang gezogen. Jederzeit variabel, jederzeit aufhebbar und oft genug geschehen.
B: Gut und was soll das bringen, dass wir die künstlichen Grenzen abschaffen und nur noch die persönlichen, die fassbaren Grenzen anerkennen?

A: Nähe. Wirkliche ungekünstelte Nähe, Verständnis für die persönliche Verletzlichkeit und Position in der RaumZeit UND die der Anderen, der GleichWertigen darin.
B: Ist das nicht ein bisschen zuviel verlangt, ist das nicht eine ziemliche Überforderung des Einzeln-Es, so allein auf-s ich und das Andere Ich zu achten?
A: Das kommt doch wohl auf einen Versuch an, oder? Ausserdem passiert und geht das sowieso nicht von Heute auf Morgen, das braucht einiges an Vorbereitung, Arbeit und Mit-Arbeit Aller, bis es soweit ist.
B: Und Sie meinen, das braucht's, das ist sogar nötig?
A: Ja, denken Sie an die Frage.
B: Ach, ja, die Frage auf die Antwort.
A: Stellen Sie sie mir?
B: Gerne: Wie gehen Wir Menschen miteinander um?
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BlütenPracht in Berlin-TierGarten
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Ist das Einzelne friedlich? 

st die Entwicklung, die Wir gerade erkennen, also die fortschreitende Individualisierung des DaSein, die Vereinzelung der Lebendigkeit, ein Entwicklung hin zu mehr Vertrauen, Bewusst-heit und Friedlichkeit?

Gruppe-Sein braucht fürchterliche Abgrenzung, braucht Drohung nach Aussen, wie nach Innen (Nestbeschmutzer, Whistleblower, Verräter) und die auch gewalttätige Verteidung oder sogar aggressive Vergrösserung des Gruppe-Sein.


Selbst-Sein ist Einzelheit, nicht verdoppelbar, braucht auch Schutz und Verteidigung, aber nur dann, solange Gruppe-Sein existiert, wenn Alle Selbst Gruppen-Frei sind, Zu-Gehörigkeits-los sind, dann ist das Selbst-Sein friedlich, weil anerkannt und allgemein.
Ist das so?


Ist das Einzelne von Grund auf friedlich und konkurrenzlos glücklich?
Oliver-August Lützenich fühle: Ja.