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Samstag, 21. Dezember 2013

Un-Markt-lich

Vor ein paar Wochen habe ich den folgenden Beitrag, noch ein wenig roh, in die SprechLichtung eingestellt, mit der Ankündigung, ihn noch etwas zu erweitern und mit neuem Titel wieder einzustellen, was hiermit geschieht.

Wie schaffe ich es nur, das Handeln, das zwischen den einzelnen Individuen stattfindet, also auch das gesamte Markt-Geschehen, das wir Menschen in einem grossen Teil-Bereich auch Kapitalismus nennen, mit dem in jedem Einzel-Wesen stattfindenden internen Handeln zu verbinden? Mir ist einleuchtend bis fast gewiss, dass DaZwischen eine starke Verbindung besteht. Warum?
Weil auch das [Markt-]Handeln keine bewusste oder gar geplante Entwicklung ist, sondern ein Geschehen ist, das vor JahrZehntausenden aus Uns heraus entstand.
Ein-Es hatte Etwas, was ein ander-Es gebrauchen konnte, z.B. einen zugespitzten Ast, oder einen angeschärften Stein, oder auch eine grössere Menge farbigen Pulvers. Und k[aum]ein-Es verschenkte Das, was -Es da hatte.
Dieses Aus- und Ver-Handeln ist in Uns. Auch Geschenke sind immer - gut, wenn die Leses wünschen, fast immer - an eine Vor-Leistung geknüpft oder mit einer Hoffnung oder gar einer gefühlten Erwartung verbunden.
Wie geht ein Spruch: "Auch das Tod ist nicht umsonst, es "kostet" das erLeben". Den habe *ich jetzt in meiner Schreibweise etwas umgeformt.
Jedes Geben ist mit einem Nehmen verknüpft, auch wenn beide Handlungen in das RaumZeit weiter auseinanderliegen mögen. So weit, so klar.

Das Kapitalismus ist kein Geschehen, das erst ausgedacht worden ist, sondern eines, das aus Uns herausgewachsen ist.
So bemerke Oliver-August Lützenich das.
Also keine HandlungsArt, die uns Menschen von anderen MitMenschen übergestülpt worden ist. Alle Modelle und Interpretationen des Marktes sind weit weit nachträglich nach-gedacht; z.B. die von Julius von Soden und von David Ricardo, über Adam Smith, Karl Marx, Werner Sombart, Ludwig von Mises, von Hayek, Max Weber und Vielen mehr, bis zu den unten im eingestellten F.A.Z.-Essay von Emanuel Derman erwähnten aktuellen Nobelpreisträgern. Mir wird das jetzt erst langsam alles klar, denn *ich nahm auch an, das Kapitalismus sei eine von Menschen erst vor kurzer RaumZeit erfundene WirtschaftsArt.

Das Kapitalismus ist wahrscheinlich gerade deshalb auch am erfolgreichsten, weil Es dem inneren {natürlichen (tierischen)} Handeln am nächsten kommt, und all die gut gemeinten Modelle, wie das Sozialismus, das Solidarismus und Kommunismus und andere Ideen und Visionen, eben nicht. Das Kapitalismus ist somit eine körperliche HandlungsArt, die anderen Modelle sind eher vernünftige, also nach-, ausgedachte Handlungsweisen, die dem allgemeinen inneren Treiben fast - oder auch etwas - widersprechen, zumindest nicht entsprechen und daher wohl auch verschwinden oder eben nur, wie auch das Vernunft, eine untergeordnete Rolle im zwischen-menschlichen Handeln spielen. Und eins ist auch klar, das Tarnen und Täuschen ist ebenso eine ganzkörperliche HandlungsArt.

Ein kleines Loblied:
Das Kapitalismus entspricht uns Menschen noch am Meisten, es fordert und fördert die Entwicklung, die Weiter-Entwicklung des Organismus und auch der Organismen (auch Menschen) bis Jetzt noch am Besten (erinnern die Leses noch meinen Beitrag "Kapitafixmus", in der SprechLichtung?). Alle anderen Vorstellungen und Ideen dienen wohl eher einem gepflegten Phlegma. Sozialismus führte zu Stillstand. Zu besichtigen war das in der UDSSR, der DDR, genauso, wie heute noch in Kuba, in ... ?; oder auf Kuba, was ist richtig? Wie das mit dem "gut gemeint" eben so ist.

Das Kapitalismus entspricht wohl am ehesten der Kombination Magen-Darm: Hunger, Verdauen und den Abfall etwas anreichern und rausscheissen. Oder? Von mir aus auch der Kombination Lunge-Herz-Niere-Leber-Blase: Hineinsaugen oder auch Pressen und dann in Umlauf bringen und etwas angereichert mit Abfallstoffen wieder hinausatmen oder -pissen. Das Kapitalismus macht noch gewaltig Dreck, nach ebenso gewaltigem Hunger.
.
SchauFenster.
Keine Ahnung, wo ich das
aufgenommen habe? Irgendwo
in Berlin.
.
Aus Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 06. November 2013, von Emanuel Derman, aus dem Englischen von Michael Bischoff.

Titel: Sie wollen alles vorhersagen 

Untertitel: Ist Ökonomie eine Wissenschaft? Selbstverständlich. Nur hat sie weniger mit den Naturwissenschaften gemein als mit der Philosophie und den Geisteswissenschaften. Zutreffender ist die Bezeichnung Protowissenschaft. 

Eugene Fama, Robert Shiller und Lars Hansen sind mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet worden. Um ihre Beiträge zu verstehen, habe ich einige ihrer Arbeiten nochmals gelesen.

Fama, Professor der Finanzwissenschaft, eines Teilgebiets der Wirtschaftswissenschaften, ist durch seine Effizienzmarkthypothese (EMH) aus den sechziger Jahren berühmt geworden. Diese Hypothese besagt, dass sich unmöglich voraussagen lässt, ob der Kurs einer Aktie im nächsten Augenblick steigen oder sinken wird. Famas Veröffentlichung aus dem Jahr 1965 war eine sorgfältige Untersuchung historischer Daten und eine Analyse der Voraussetzungen, die zu der These berechtigen, Aktienkurse seien nicht vorhersagbar. Aktienkurse, so behauptete er, bewegen sich so, dass „der zukünftige Weg des Kurses eines Wertpapiers ebenso wenig vorhersagbar ist wie der Weg einer Reihe kumulierter Zufallszahlen, das heisst, wie eine sogenannte Irrfahrt oder ein Random-Walk.“ Die Effizienzmarkthypothese war eine listige Antwort auf einen Teil der Wirtschaftswissenschaftler, eine Antwort, die eine Schwäche in eine Stärke zu verwandeln versuchte: Ich bin bei Vorhersagen erfolglos, also erhebe ich das zu einem Prinzip.

Der Aktienkurs ist eine Primadonna

Zweifellos lässt sich nur unglaublich schwer voraussagen, ob ein Kurs in einem bestimmten Zeitraum steigen oder fallen wird, und in diesem Sinne zerstören Märkte effizient unsere Fähigkeit, ihre Entwicklung vorauszusagen. Man könnte Famas Hypothese mit der Theorie der Evolution durch natürliche Selektion vergleichen, da sie eine prinzipielle Aussage trifft. Man könnte sie auch mit den Kepplerschen Gesetzen der Planetenbewegung vergleichen, da sie versucht, Bewegungsmuster zu erkennen. Aber diese Vergleiche wären allzu schmeichelhaft, denn Mendels Kreuzungsversuche und die Entdeckung der Bedeutung der DNA als Erbmaterial bieten eine Fülle von Bestätigungen und Mechanismen, und Keplers präzise mathematische Beschreibung der Planetenumlaufbahnen hält der Beobachtung sehr viel strenger stand, als das für die von Fama behaupteten Regelmässigkeiten gilt.


{Das ist doch zuckersüss, da wird also das Nicht-Wissen zum Prinzip (Grundlage, Grundsatz) erhoben, mehr noch, das Nicht-Wissen wird geadelt und dadurch auch All-Es, die zu bequem sind, nach wirklichen Gründen und Ursachen (Prinzipien) zu fahnden.

Denn eins ist *mir hier klar, es hat Gründe für das Auf und Ab und die allgemeine Entwicklung von Kursen und sonstigen Börsen- und Handels-Entwicklungen. Und diese Gründe liegen im Menschen, das dieses zwischenmenschliche Handeln gestaltet (Psychologie und Soziologie und verwandte Gebiete der Menschen-Forschung) und in den aktuellen erdmondlichen Umgebungs-Entwicklungen.
Also sowohl in der Entwicklung der MarktTeilnehm-Es (Menschen-Anzahl und deren Bildungs- und zwischenmenschlicher VerhaltensStand), als auch in der technischen Entwicklung (Robotik, Nanotechnologie, BioTechnik, ... Ganz allgemein, welche Industriezweige werden wachsen, welche werden verschwinden, welche Rohstoffe werden gebraucht, wieviel menschliche Arbeitskraft ist nötig u.s.w.), in der Menge der vorhandenen Ressourcen und auch der allgemeinen erdmondlichen Befindlichkeit (Klima!).
Aber klar, auch das - die Hände in den Schoss legen und einfach alles geschehen lassen -, ist ein häufig angewandtes erLebens-Stil. Und, *ich weiss, wovon *ich da schreibe, *ich tue es noch.}


Famas Mitpreisträger Shiller ist ein Wirtschaftswissenschaftler, der sich auf die Finanzwissenschaft spezialisiert hat. Sein Beitrag bestand darin, dass er gut fünfzehn Jahre nach der Formulierung der Effizienzmarkthypothese ein Loch in dieses Gebilde bohrte. Für Fama bildete die Effizienz die Garantie für die Nichtvorhersagbarkeit der Kursbewegungen. Shillers Publikationen aus den achtziger Jahren zeigten, dass Märkte in einem anderen Sinne ineffizient sind. Er demonstrierte, dass Kurse zwar unvorhersehbar fluktuieren, aber weitaus dramatischer nach oben und unten ausschlagen als die zukünftigen Dividenden, die sie den Aktienbesitzern am Ende einbringen. Das ist sonderbar, weil in einer rationalen Welt gerade die zukünftigen Dividenden die Belohnung für den Kauf der Aktie darstellen. Man könnte sagen, Aktienkurse sind Primadonnen, während Dividenden – um die Metaphern zu vermischen – lediglich Corps de ballet sind. Aktienkurse sind im Vergleich zu Dividenden bipolar, und es zeigt sich, dass sie am Ende fallen, falls sie zu hoch sind, und steigen, falls sie zu niedrig sind. Es gibt kaum Zweifel, dass Shiller gleichfalls ein zutreffendes Muster erkannte.


{Wäre es vortrefflich, wenn die ErLebeWesen fast nur von der Logik bestimmt wären? Die Frage ist ja: Was ist Logik? Was ist eine Folgerichtigkeit von Handlungen oder auch Bewegungen?

Ist das genau zu bestimmen, was eine folge richtige Bewegung ist, welche Handlung ganz logisch einer zuvor getanen Handlung folgen muss? Mir scheint immer mehr die Logik ein Wunschbild zu sein, fast schon eine Mär; je mehr *ich davon weiss, was wirklich passiert und wie auch wir in der Vergangenheit und aktuell handeln.
Aus was besteht das DaSein? Wieviel Prozent des DaSein ist Folgerichtigkeit und wieviel ist Chaos, oder Zufall, oder UnSinn, oder Unvorhersagbar; wie die Leses wollen?
Eines ist mir klar, das DaSein ist ein geräumiger Platz für jede Menge Unsinn und Zufälligkeit. Das ist sogar ein Muss. Vielleicht ist ja sogar das DaSein der einzige Platz in den unfassbaren WEITEn des SEIN, in dem auch das Un- sein Wesen aus-erLeben darf.
Dass es immer noch Menschen gibt, die "GLAUBEN"!, dass das Mensch in irgendeinem Bereich fast ganz rational handelt und darauf sogar Modelle und Erwartungen ausrichten, erzeugt in *mir Fassungslosigkeit. Was wissen diese Menschen und Menschen-Gruppen vom persönlichen Selbst? Wenig? Und wahrscheinlich noch weniger vom umgebenden DaSein.
Es ist ja bis Jetzt noch so, dass in allen Ökonomien und deren Schulen,  und fast allen Märkten, die Umwelt (also vielleicht auch das einzelne Mensch-Selbst?) als blosse Externalität (etwas Äusseres [Nebensächlichkeit?]) bezeichnet und ebenso behandelt - oder sollte ich schreiben "misshandelt" - wird. Derweil weiss und ist jedes nur halbwegs aufrichtiges Mensch klar, dass das Mensch ohne diese UmWelt Nichts ist. Die UmWelt und deren Mit-LebeWesen und Materialien, darin auch unser AtemGas, das Wasser, all unsere Nahrung und die Grundstoffe all unserer Produkte, sind absolute und vollkommene Notwendigkeit. Wieso müssen Ökonom-Es das noch lernen?
Gestern schrieb ich einen Beitrag mit dem Titel "Blasen-Wesen", *mir kommt es fast so vor, als würde uns All-Es ein wenig mehr Öffnung der Blasenhaut (Permeabilität) gut tun. Ein gesunder Egoismus ist für uns Menschen auf jeden Fall noch nicht erreicht.}


Ökonomie entzieht sich naturwissenschaftlicher Kausalität

Manche Kommentatoren vergleichen Fama und Shiller mit Newton und Einstein, aber das ist nicht gerechtfertigt. Newtons Bewegungs- und Gravitationsgesetze erklärten letztlich Keplers Muster; und Einstein verfeinerte später Newtons Begriffe der Zeit, des Raums, der Bewegung und der Gravitation, so dass sie besser funktionierten, mit Folgen wie Atombomben und iPhones, die von der Korrektheit dieser Begriffe abhängen.

Dagegen hat noch kein Finanzwissenschaftler – und Fama oder Shiller bilden da keine Ausnahme – ein Modell vorgelegt, das eine tatsächliche Erklärung des Verhaltens von Kursbewegungen böte. Damit möchte ich Famas und Shillers Leistung keineswegs schmälern; aber es ist einfach eine Tatsache, dass die Finanzwissenschaft viel schwieriger ist als die Physik.

{D'accord. Der Markt hat so viele "Teilnehmer", da kommt die Mathematik noch nicht mit. Die Mathematik schafft bis Jetzt gerade einmal die Berechnung des weiteren Verhaltens in "komplexen" Systemen mit 3 (in Worten: Drei) "Teilnehmern". Bei mehr Teilnehmern liefern die Berechnungen nur ungültige Ergebnisse (mehr dazu hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Mehrkörperproblem). Die Physik kommt damit bis Jetzt einigermassen aus, wie wir an unseren technischen Geräten und den ausserirdischen Flügen merken. In Vielteilchen-Systemen bleiben nur Wahrscheinlichkeiten übrig (aber auch damit arbeiten die ForschEs bis Jetzt grossartig). Auch das wohl ein Grund für die "Un-Berechenbarkeit" des Marktes.}

Andere Kommentatoren haben sich über diesen Nobelpreis lustig gemacht, weil er zwei gegensätzliche Beschreibungen zu ehren scheint. Und da das in den Naturwissenschaften nicht vorkommen kann, ziehen sie daraus den Schluss, dass die Wirtschaftswissenschaft keine Wissenschaft sei. Aber das ist nicht richtig. Fama und Shiller versuchen, das empirische Verhalten von Märkten zu beschreiben, und es ist durchaus möglich, dass beide in grosser Annäherung Regelmässigkeiten entdeckt haben.

{Herr Derman ist überaus freundlich und wahrscheinlich näher an der Realität der Märkte, als *ich, mit meiner Einschätzung? Wie weit bin *ich Idealist oder gar Träumer?}

Untrennbare Verbindung mit Philosophie und Politik

Fama und Shiller haben Beiträge auf dem Gebiet der Finanzwissenschaft geleistet, einem Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaften, das sich auf das Management und die Bewertung von Vermögenswerten konzentriert. Das heisst, dass die Mathematik hier selbstverständlich eine grosse Rolle spielt. Ich bin deshalb bereit, die Finanzwissenschaft als Wissenschaft zu bezeichnen, auch wenn ich glaube, dass Thomas Kuhns Begriff der Protowissenschaft hier wahrscheinlich angemessener wäre: Eine Protowissenschaft ist keine Pseudowissenschaft wie die Astrologie, ähnelt aber dennoch „in ihren Entwicklungsmustern eher der Philosophie und den Geisteswissenschaften als den etablierten Naturwissenschaften, etwa in der Weise wie die Chemie und die Elektrizitätslehre vor der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts“. Das ist wahrscheinlich eine zutreffende Einordnung der Finanzwissenschaft, die zwar umfangreichen Gebrauch von der mathematischen Syntax der Naturwissenschaften macht, aber eine deutlich geringere Effizienz aufweist.

Bei den Wirtschaftswissenschaften stehen die Dinge etwas anders. Der verstorbene Professor Lionel Robbins hat sie so definiert: „Die Ökonomie ist die Wissenschaft, die menschliches Verhalten als Verhältnis zwischen Zielen und knappen Mitteln mit alternativen Verwendungsweisen untersucht.“ Ich zöge es vor, den Ausdruck „Wissenschaft“ in diesem Satz durch einen Ausdruck wie „Gebiet“ oder „Feld“ zu ersetzen. Ziele und Zwecke werden von Menschen gewählt – das ist eines der letzten Rechte, die uns als Individuen vorbehalten bleiben. Obwohl die Finanzwissenschaft eng mit der Mathematik verbunden ist, sind Ziele und Ökonomie doch untrennbar mit Philosophie und Politik verknüpft. Der traditionelle PPE-Studiengang an britischen Universitäten (Philosophy, Politics, Economics) ist die angemessene Zusammenstellung. Die Ökonomie vermag sich nur als Wissenschaft zu verkleiden, indem sie entweder vorgibt, dass die Ziele offenkundig und universell seien, oder indem sie deren Rolle gänzlich ignoriert.

Keine Scheinwissenschaft

Naturwissenschaft verfährt reduktiv. Sie sucht nach Prinzipien, die das Verhalten beobachteter Systeme kausal erklären. Die auf diesen Prinzipien basierende Technik ist konstruktiv. Sie versucht Geräte und Vorrichtungen zu bauen, die so funktionieren, wie man es beabsichtigt hat. Die mechanische Technik basiert auf den Newtonschen Gesetzen, die Elektrotechnik auf den Maxwellschen Gleichungen u.s.w. Die Naturwissenschaft bietet die Autorität, auf deren Grundlage die Technik vorzugehen vermag.

Im Blick auf den Nobelpreis für Fama und Shiller hat Ray Chetty, Professor für Ökonomie in Harvard, kürzlich in der „New York Times“ einen Artikel mit dem Titel „Ja, die Ökonomie ist eine Wissenschaft“ veröffentlicht. In Chettys Biographie findet sich der Hinweis, er verbinde „empirische Forschung mit Wirtschaftstheorie, um eine effizientere staatliche Politik zu ermöglichen“. Zu Beginn seines Artikels äussert er die Sorge, die Menschen könnten meinen, die Ökonomie sei „ein wirres Fachgebiet, eine Scheinwissenschaft, deren Ergebnisse keine brauchbare Grundlage für politische Entscheidungen“ bieten könnten. Es bekümmert ihn, dass die Menschen die Fähigkeit der Ökonomie anzweifeln könnten, „politische Entscheidungen durch empirische Befunde statt durch Ideologie“ zu untermauern.

Manipulation durch politische Technologen

Warum legt Chetty solchen Wert darauf, dass die Ökonomie als Wissenschaft gilt? Weil er wie alle, die politische Technologie betreiben, darauf angewiesen ist, dass die Ökonomie als Wissenschaft gilt, um die Illusion aufrechtzuerhalten, dass politische Technologie auf einem gesunden und unwiderleglichen Fundament ruhe. Politische Technologen wie die „Nudgers“ brauchen die Illusion einer geistigen Verbindung zur echten Wissenschaft Newtons, Maxwells, Darwins und Einsteins, um den Universalitätsanspruch der von „ihnen“ für „andere“ entworfenen Politik zu untermauern, obwohl diese Politik keineswegs ideologiefrei ist.

Ich fürchte, viele Ökonomen wissen nicht sonderlich viel über echte Wissenschaft und deren Effizienz. Ich habe den Verdacht, dass einige von ihnen zu viel Zeit auf das inzestuöse Spiel mit ökonomischen Modellen verwenden, die sämtlich von zweifelhafter Zuverlässigkeit sind. Ich fürchte, wenn ihre Modelle überhaupt funktionieren, dann nur an einem bestimmten Ort, in einer bestimmten Gemeinschaft und zu einer bestimmten Zeit. Viele Ökonomen haben gar keinen Sinn für die Effizienz von Modellen, weil sie nie ein wirklich erfolgreiches Modell gesehen haben. Ich fände es gut, wenn alle Ökonomen verpflichtet würden, einen Kurs in Newtonscher Mechanik zu belegen, damit sie wissen, was ein wirklich gutes Modell zu leisten vermag, und sich danach Modellen menschlichen Verhaltens mit grösster Demut nähern.

Ziele und Zwecke sind nicht universell. Die Menschen sind nicht dazu da, ihr Verhalten von politischen Technologen manipulieren zu lassen. Auden hat einmal in einem etwas anderen Kontext geschrieben: „Wie alle Behavioristen wendet er seine Dogmen nicht auf sich selbst an.“
Ende FAZ-Essay.

Da habe *ich oben in meinen Zwischenkommentaren schon fast von Herrn Derman abgeschrieben. Oder bin zumindest ähnlicher Meinung.
Fakt ist, dass die Märkte bisher einigermassen gut funktionieren, nur für Wen und Was?

Denn die GrundFrage lautet doch: Was kann das zwischen-menschliche Handeln - also auch alles Dienstleisten, Produzieren (Nahrung und Waren), alles Forschen und alle Kunst - sicherstellen, gewährleisten und bewirken?
Und was davon leistet die aktuelle zwischen-menschliche Handlungsart?

Die Spanne reicht dabei wie in jedem Handlungsbereich von 0 bis 100 Prozent.
Vom verdursten, verhungern, von völliger Unbildung, persönlicher Entwicklungs- und allgemeiner Fortschritts-Behinderung, von der Verweigerung der Geborgenheit und Anerkennung als vollwertiges Mitglied der erdmondlichen EsLebens-Gemeinschaft, bis hin zu: "mir fehlt nur Eins, die Antwort auf die Frage: Was können Wir noch verbessern?".

Bisher sind viel zu viele MitMenschen weit unter 50% der bestmöglichen Versorgung mit Gefühlen, Waren und Kunst; viele unserer Mit-EsLebeWesen ebenso, manche vegetieren sogar nahe 0, sind also kurz vor dem Aussterben, oder nur noch "Fabrikware", zum Fressen gern.

Die längeren Leses wissen, dass in *meinen Sätzen kein Vorwurf enthalten ist, sondern ernstliches Interesse an einer Steigerung unseres erdmondlichen Wohlergehens.
Wie ich schon öfter hier geschrieben habe, ist mir klar, dass an kaum einer Ware, Ressource, Energie und Emotion ein Mangel ist. Allerdings gibt es bis Jetzt einen Mangel an Organisation und passender Bewertung des Geschehens und der Möglichkeiten im und vom DaSein.
Oder ist das falsch? Keine Ahnung.
Schönen Sonntag.

Samstag, 30. November 2013

Hierarchien-Bildung

Erstveröffentlichung im Oktober 2012 in der SprechLichtung.

Bevor es los geht hier eine kleine WortKunde (geliehen von Wikipedia. Danke!):
Als Hierarchie, - altgr. ἱεραρχίαhierarchia, zusammengesetzt aus ἱερόςhierós: „heilig“ und ἀρχήarché[in]: „Anfang, Führung, Herrschaft“, daraus ab dem 17. Jahrhundert kirchenlateinisch hierarchia: „Rangordnung der Weihen“ - bezeichnet man ein System von Elementen, die einander über- bzw. untergeordnet sind. Im Sinne der Monohierarchie ist dabei jedem Element höchstens ein anderes Element unmittelbar übergeordnet, während bei einer Polyhierarchie auch mehrere über- und untergeordnete Elemente möglich sind.
Mathematisch betrachtet bedarf eine Hierarchie einer Ordnungsrelation, die einen Baum (Monohierarchie) oder gerichteten azyklischen Graphen (Polyhierarchie) definiert.
Das Komplement ist die Heterarchie.
Ende Wikipedia.

Die Hierarchie ist also ein System zur Strukturierung einer Menge von Etwas, nach dem Zugriff oder dem Erhalt von Mehr und Weniger von Etwas Anderes. Zum Beispiel Macht, also Einfluss auf/in ..., oder Wissen, das Eine mehr, das Andere weniger, oder Sex, das Eine mehr, das Andere weniger, oder ...?

Alles Bewegliche ist hierarchisierbar, verteilbar, aufteilbar und sowohl Gefühle, wie Wissen und Dinge sind zuteilbar, also hierarchsierbar. 
Das "nur" als Vorwort zum Thema: Bildung.
.
Ed Ruscha, "This was then, this is now. #1", 1989
.
Alle Bildungsinteressierten (v.a. Menschen) und viele "Aufgeklärt-Es", werden vielleicht schon die Frage gestellt haben, warum aus den Mündern so Vieler (auch Politiker) die Bildung als unser wertvollstes Gut ausgesprochen (könnte ich auch gepredigt sagen, s.o.?) wird, aber danach so wenig dazu getan wird?

Nun könnte freilich Jedes von Ihnen denken, was will das Autor denn, in EU ist es doch wunderbar, die Hälfte macht einen Hochschulabschluss, und die andere Hälfte brauchen Wir zum arbeiten und zum putzen, mindestens.
Dann haben Sie schon den einen oder anderen Punkt berührt, warum mehr und bessere Bildung so oft gefordert, aber genau so oft auch genau dort gekürzt wird.

Und eines möchte Oliver-August Lützenich ganz klar einflechten, *mir geht es hier um kein Urteil, erst recht nicht um eine Verurteilung von Unseren Handlungen - ich beziehe mich da auf jeden Fall mit ein -, *mir geht es hier um eine klare Sicht auf Unsere Handlungsweise und eine ebenso klare Sicht auf die Gründe dieses Handelns, mehr noch, *mir geht es hier um die Einfühlung in Unser Handeln.

Mir ist nun mal schon seit Jahren aufgefallen, dass Politiker, Lehrer, Wissenschaftler und Verbände beständig die Erhöhung der Wertschätzung und der Aufwendungen für die Wissensvermittlung und weitere befriedende Gesellschaftstechniken fordern und sogar ankündigen:
Die Wirklichkeit an den Schulen und Hochschulen aber einen anderen Trend anzeigt. Dort wird bestenfalls ein Zustand beibehalten, aber verbessert wird nur selten. Nur dort, wo darum gekämpft wird, und wo etwas dringend, im allgemeinen Konkurrenzkampf der Gesellschaften, Nationen oder Religionen oder sonstwas, gebraucht wird, dort wird wirklich verbessert und manchmal auch geklotzt. Wenn es um den Ellenbogen geht, und um die Rangordnung innerhalb z.B. der Nationen-Hierarchie, da wird dann gegeben, aber dann ist es auch schon wieder gut.

Lange Rede, kurze Vision: Die Vergleichslatte, die *ich dabei an den heutigen Zustand anlege, ist eine Gefühls- und Wissensübertragung an Alle Menschen. An wirklich ALLE Menschen. Der Vergleichsmassstab zu Heute ist, dass Jedes Kind, Jedes Mensch von all dem Gefühl und Wissen vermittelt bekommt, das aktueller Stand ist und nicht die Einen mehr und Viele Viele Andere viel weniger, eigentlich die Meisten weniger, oder sogar nichts, wenn ich in manche Regionen Afrikas, Asiens, Südamerikas und Ost- und Südosteuropas blicke, oder auch auf die Situation von Sinti und Roma und den Einwanderern in die EU.

Dabei behalte *ich im Wissens-Hintergrund, dass sowohl die Gefühle variabel und ausbaubar sind, wie auch das Wissen wenig und ALLES ist, wobei in beiden Bereichen der geringste, wie der höchste Zustand für Lebewesen, wie Wir es sind, nicht zu erreichen ist, so empfinde ich das.
Lebewesen sind (schwingen) in einem Bereich DaZwischen.

Jede Verbindung --> und EsLebendigkeit ist doch eine Form der Verbindung? <-- braucht eine Grundmenge an Gefühl und Wissen und kann sehr viel davon aufnehmen, bis auch auf diese Weise die Verbindungen wieder gelöst werden (Da das DaSein eventuell so etwas wie ein Frequenzbereich im SEIN ist - eine Wellenfront -, verläuft diese Welle wohl bei wenig und zerbröselt bei zuViel. Und das EsLebendigkeit ist im DaZwischen? Die Physik und die Mathematik deuten so etwas an).

Wir EsLebewesen haben den Zustand der höchst-möglichen Beweglichkeit in den Gefühlen und der weitest-möglichen Füllung an Wissen noch längst nicht erreicht.
Die Frage ist somit: wollen und können Wir das überhaupt? So wie Wir jetzt aufgebaut sind und handeln?

Ein Verdacht:
Bildung ist deshalb kein gesellschaftlicher (menschlicher) Schwerpunkt, weil alle Gesellschaften - weil die gesamte EsLebendigkeit (darIn das Menschheit) -, bisher unterteilend und verschieden versorgend organisiert ist und daher auch im Bildungswesen eine Hierarchie gesellschaftlich gefördert und sogar gefordert wird.
Bildung darf bisher nicht an AllEs und All-Es in derSelben Art und Weise ausgegeben, also zur Verfügung gestellt werden.
Bildung muss in Bereichen gefördert und stark sein und in weiten Bereichen be-, ja sogar verhindert werden, sonst würde die DaSein-Hierarchie aufgelöst.

Kinder, die auf britische Internate dürfen; und wesentlich mehr Kinder, die auf Schulen müssen, die ..., na, sie wissen schon: schlechte Schulbücher, kein Sportunterricht, schimmelige Klassenräume, überforderte LehrKräfte ...
Ja, ist klar, es gibt stets auch die breite RaumZeit im DaZwischen, also mit Schulen, die einigermassen gepflegt sind, mit schönen Klassenräumen und motivierten Lehrkräften und mit guten und neuen Ansätzen in der Gefühls- und Wissensvermittlung: kein Trichterunterricht mehr, sondern die Verlockung der Vielfalt und Weite des Gefühls und der Vielheit und Nutzbarkeit des Wissens, ...
Ja, hier und dort gibt es das - Hierarchie auch dort -, die Realität ist jedoch zumeist eine der Banalität und der Ignoranz bei der WeiterVermittlung von Gefühl und Wissen.

Wie in jeder Hierarchie üblich, ist die beste Ausstattung und der schönste Ausblick nur für Wenige und der Rest wird gebraucht. Verbraucht vielleicht. So ist das bisher in der Natur geregelt. Jetzt bitte, machen sie Schluss damit, zu glauben, dass ich das schlecht finde oder verurteile, noch gar auf Uns kleine Wesen, also auch auf Oliver-August Lützemich, mit dem Finger zeige und ungeduldig fuchtle: Nein.

Es geht mir, wie oben angedeutet, in allem erforschen darum, zu verstehen; und *ich möchte dabei jede Anklage vermeiden, auch wenn das, was ich verstehen möchte und [er?]finde, weh tut; - oder es auch zu Überhöhen, wenn es gut tut.
Naja, ein wenig ungeduldig bin *ich schon, wenn ein-Es mal einen Fortschritt erkennt, möchte Es ihn am besten sogleich erfahren, auch wenn das Erkennen erst der erste Schritt ist. Von vielleicht etlichen, die noch zu tun sind (Schrittchen), bevor dieser Fortschritt erreicht ist und dann ist dieser erreichte Fortschritt möglicherweise schon wieder nicht genug und es geht weiter, immer weiter, aber genug, hier geht es um die aktuelle Bildungs-Hierarchie.

Es geht *mir um die Erkenntnis der Ein- und Aufteilungen in Hierarchien innerhalb der Natur, von der wir Menschen nur Eine sind.
Schon die Körper, die Wir sind, sind hierarchisch aufgebaut. Jeder Anatom und Physiologe wird den Leses das bestätigen, genauso die Neurologie.
Lebendigkeit ist ein hierarchisches Geschehen, ein Geschehen, das auf UnGleichheiten aufgebaut ist, auf einem Hier mehr und Dort weniger und DaZwischen genug, wobei das DaZwischen der grösste Bereich ist.

Die Meisten haben genug, deshalb ist dort so wenig Bewegung, dort - und mit diesem "genug" begründet -, ist die Beharrlichkeit des DaSein zu finden.
Was genug hat und is[s]t, braucht keine grössere Veränderung, will gar keine, jeweils nur ein bisschen, weil das die Entropie des DaSein fordert, aber mehr bitte nicht, sonst macht die Mitte (Masse?) im DaZwischen, die genug is[s]t und hat, Revolution.
Keine Evolution oder gar Provolution, sondern nur Revolution: -> da wird dann intern ein wenig umgebaut und umgestellt, und dann ist aber auch schon wieder gut und die "Propheten" des Fortschritts sind vertrieben oder ruhig gestellt. Die Hierarchie ist wieder eingesetzt. So war und ist das bis Jetzt. Siehe die aktuellen Revolutionen.
Also Alles normal und richtig.

Die Schluss-Fragen sind:
Mal angenommen, die Gefühls-, Wahrnehmungs- und Wissens-Bildung erreicht und belebt Alle Menschen, Was (Frau und Mann und was immer ein-Es DaZwischen oder auch DaNeben sein möchte oder ist: Was) macht dann die Schmutzarbeit, Was putzt dann und teert die Strassen und Was verlegt Schienen und gräbt Kanäle und wäscht Schmutzwäsche und genehmigt Anträge und fährt die Menschen nach ... und überwacht die Maschinen und programmiert und sät und erntet und hegt und pflegt und ist Prostituiert und hält zu und ist Kapitän und ist Bonze und ist Star und ist Genie und ist Berühmt und ist Präsident?
Wenn All-Es das machen könnten und vielleicht kein-Es das mehr machen möchte, weil All-Es nur noch hinaus wollen, hinüber zur nächsten Galaxie (Andromeda) oder mitten hinein in das Zentrum der "Milchstrasse" und das Schwarze Loch (aus-)lutschen - oder ist das gefährlich?

Was machen wir Menschen, ohne unsere angeborenen Hierarchien, also ohne die teils gewaltigen Verschiedenheiten in der Menge und die enormen Unterschiede, in Ausstattung und Weitblick?

Ist das Mensch dann noch Mensch, oder doch eher Maschine, oder einfach gar nicht mehr Da, weil das im DaSein, also in das Natur einfach unmöglich ist?

Ist doch mal ne Frage wert, oder?

Schönen ersten Advent.

Donnerstag, 13. Dezember 2012

ZuKunst und die Strenge der Bewertung

In *mir ist ein-Es unterwegs, das ziemlich str-eng in der Bewertung ist, das dabei wenig Spiel-RaumZeit für abweichende Meinungen lässt, das genau auf den Punkt deuten möchte und nur wenig daneben, aber ist das im Folgenden überhaupt möglich?

[M]eine These: Das Kunst hält im besten Fall der Aktualität den Spiegel vor. Den Spiegel hält Mensch Etwas oder ein-Es von Vorne vor; von Aussen Vorne vor. So auch der Aktualität. Das Kunst, der Aktualität den Spiegel vorzuhalten, heisst also, in der Zukunft zu sein. Bereits Zukunft zu Sein. Einen Schritt weiter zu Sein, als Jetzt. Nur einen.
.
Tja, so isses. Was ist Kunst Uns wert?
.
Die These zur Kunst baut auf der Erkenntnis auf, dass Etwas nur entweder Etwas ist, oder Etwas ein anderes Etwas erkennt, aus der Distanz. Entweder Etwas ist eine Skulptur, oder Etwas beurteilt die Skulptur. Beides zusammen in Eins, geht nicht. Ging nicht.
Wie ist das als Mensch?

Ist das Mensch zu beidem imstande?
Nicht, etwas Anderes zu sein, als das Mensch, das ein-Es ist, aber in das Gleiche=RaumZeit Etwas (Mensch) zu sein - u n d - das Mensch, das ein-Es ist, zu beurteilen.
Ist ein ein-Es/Etwas zur Selbst-Bewertung in der Lage und zwar so, wie Es ein anderes ein-Es - k ö n n t e -, also frei von Es Selbst, frei von Falschheit und Wunsch?

Überzogen, Überspannt? Warum nicht?

Da taucht selbst-verständlich sofort die Frage auf, ob überhaupt ein-Es zur wirklich freien und selbst-losen Bewertung, von Etwas (anderem) fähig oder gar in der Lage, also fertig ist.
Ist ein-Es fähig zur unabhängigen, vollkommen freien Einschätzung eines anderen Etwas, gleichgültig, ob Lebewesen, Artefakt oder Material?

Und schon geht die Frage weiter:
Was ist die vollkommen unabhängige Freiheit?

Ist das in diesem Universum, in dieser Form des DaSein überhaupt möglich? Denn, soweit Wir das inzwischen erkannt und erfahren haben, hängt über kurz oder lang, Alles mit Allem zusammen. Selbst mit den entferntesten Bereichen des Universums, sind Wir über Strahlung und den Ursprung miteinander verbunden, also kann die grösstmögliche Freiheit nicht bedeuten ohne jede Verbindung zu sein, frei von jeglicher Abhängigkeit zu sein, sondern ist bestenfalls eine Unabhängigkeit von VorUrteilen, von Auslieferung und Wünschen, (also) von Das, was bewertet wird. Freiheit ist unbeschwerte und weitestgehend richtungsfreie Abhängigkeit, in einem Mit-Einander aus mehr oder weniger Beziehungen und der gesunden Bedürftigkeit Von-Einander.

Ist das Mensch zur einigermassen stimmigen Selbst-Einschätzung fähig, so ohne Selbst-Distanz?

Und nun kommt die str-enge Bewertung endgültig ins Spiel (Spiel? Ist das DaSein ein Spiel und wie lange noch?). Denn ...

Dazu braucht Es auf jeden Fall eine Menge Geduld, Disziplin und klare Kriterien in der Selbst-Beobachtung und der Bewertung des Beobachteten, dazu noch eine umfangreiche Basis an Wissen, vom Aufbau, von der Funktion und den Beweggründen des menschlichen Körpers und der zumindest nächsten Anverwandten, dazu noch ein fundiertes Wissen von allen wichtigen Vorgängen im Umfeld und der Lebendigkeit, als Ganzem.

Um also ein gültige, eine stimmige Selbst-Einschätzung vornehmen zu können, der andere Selbst voll zustimmen, braucht ein-Es ziemlich viel Wissen, Selbst-Erfahrung, Fremd-Erfahrung und klare Gefühle Innen, sowie klare Sicht (Wahrnehmung) im Umfeld und in die Ferne.
Das ist noch keinem Mensch bisher gegeben.

Bisher verurteilen Wir Einander; und das mehr schlecht, als annähernd stimmig. Sind Wir vom Beurteilen noch etwas entfernt, auch wenn Wir ständig davon sprechen, aber sprechen tun Wir ja gerne und viel, aber wieviel ist davon wahr?
Mei, so is Es halt.