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Samstag, 30. November 2013

Hierarchien-Bildung

Erstveröffentlichung im Oktober 2012 in der SprechLichtung.

Bevor es los geht hier eine kleine WortKunde (geliehen von Wikipedia. Danke!):
Als Hierarchie, - altgr. ἱεραρχίαhierarchia, zusammengesetzt aus ἱερόςhierós: „heilig“ und ἀρχήarché[in]: „Anfang, Führung, Herrschaft“, daraus ab dem 17. Jahrhundert kirchenlateinisch hierarchia: „Rangordnung der Weihen“ - bezeichnet man ein System von Elementen, die einander über- bzw. untergeordnet sind. Im Sinne der Monohierarchie ist dabei jedem Element höchstens ein anderes Element unmittelbar übergeordnet, während bei einer Polyhierarchie auch mehrere über- und untergeordnete Elemente möglich sind.
Mathematisch betrachtet bedarf eine Hierarchie einer Ordnungsrelation, die einen Baum (Monohierarchie) oder gerichteten azyklischen Graphen (Polyhierarchie) definiert.
Das Komplement ist die Heterarchie.
Ende Wikipedia.

Die Hierarchie ist also ein System zur Strukturierung einer Menge von Etwas, nach dem Zugriff oder dem Erhalt von Mehr und Weniger von Etwas Anderes. Zum Beispiel Macht, also Einfluss auf/in ..., oder Wissen, das Eine mehr, das Andere weniger, oder Sex, das Eine mehr, das Andere weniger, oder ...?

Alles Bewegliche ist hierarchisierbar, verteilbar, aufteilbar und sowohl Gefühle, wie Wissen und Dinge sind zuteilbar, also hierarchsierbar. 
Das "nur" als Vorwort zum Thema: Bildung.
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Ed Ruscha, "This was then, this is now. #1", 1989
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Alle Bildungsinteressierten (v.a. Menschen) und viele "Aufgeklärt-Es", werden vielleicht schon die Frage gestellt haben, warum aus den Mündern so Vieler (auch Politiker) die Bildung als unser wertvollstes Gut ausgesprochen (könnte ich auch gepredigt sagen, s.o.?) wird, aber danach so wenig dazu getan wird?

Nun könnte freilich Jedes von Ihnen denken, was will das Autor denn, in EU ist es doch wunderbar, die Hälfte macht einen Hochschulabschluss, und die andere Hälfte brauchen Wir zum arbeiten und zum putzen, mindestens.
Dann haben Sie schon den einen oder anderen Punkt berührt, warum mehr und bessere Bildung so oft gefordert, aber genau so oft auch genau dort gekürzt wird.

Und eines möchte Oliver-August Lützenich ganz klar einflechten, *mir geht es hier um kein Urteil, erst recht nicht um eine Verurteilung von Unseren Handlungen - ich beziehe mich da auf jeden Fall mit ein -, *mir geht es hier um eine klare Sicht auf Unsere Handlungsweise und eine ebenso klare Sicht auf die Gründe dieses Handelns, mehr noch, *mir geht es hier um die Einfühlung in Unser Handeln.

Mir ist nun mal schon seit Jahren aufgefallen, dass Politiker, Lehrer, Wissenschaftler und Verbände beständig die Erhöhung der Wertschätzung und der Aufwendungen für die Wissensvermittlung und weitere befriedende Gesellschaftstechniken fordern und sogar ankündigen:
Die Wirklichkeit an den Schulen und Hochschulen aber einen anderen Trend anzeigt. Dort wird bestenfalls ein Zustand beibehalten, aber verbessert wird nur selten. Nur dort, wo darum gekämpft wird, und wo etwas dringend, im allgemeinen Konkurrenzkampf der Gesellschaften, Nationen oder Religionen oder sonstwas, gebraucht wird, dort wird wirklich verbessert und manchmal auch geklotzt. Wenn es um den Ellenbogen geht, und um die Rangordnung innerhalb z.B. der Nationen-Hierarchie, da wird dann gegeben, aber dann ist es auch schon wieder gut.

Lange Rede, kurze Vision: Die Vergleichslatte, die *ich dabei an den heutigen Zustand anlege, ist eine Gefühls- und Wissensübertragung an Alle Menschen. An wirklich ALLE Menschen. Der Vergleichsmassstab zu Heute ist, dass Jedes Kind, Jedes Mensch von all dem Gefühl und Wissen vermittelt bekommt, das aktueller Stand ist und nicht die Einen mehr und Viele Viele Andere viel weniger, eigentlich die Meisten weniger, oder sogar nichts, wenn ich in manche Regionen Afrikas, Asiens, Südamerikas und Ost- und Südosteuropas blicke, oder auch auf die Situation von Sinti und Roma und den Einwanderern in die EU.

Dabei behalte *ich im Wissens-Hintergrund, dass sowohl die Gefühle variabel und ausbaubar sind, wie auch das Wissen wenig und ALLES ist, wobei in beiden Bereichen der geringste, wie der höchste Zustand für Lebewesen, wie Wir es sind, nicht zu erreichen ist, so empfinde ich das.
Lebewesen sind (schwingen) in einem Bereich DaZwischen.

Jede Verbindung --> und EsLebendigkeit ist doch eine Form der Verbindung? <-- braucht eine Grundmenge an Gefühl und Wissen und kann sehr viel davon aufnehmen, bis auch auf diese Weise die Verbindungen wieder gelöst werden (Da das DaSein eventuell so etwas wie ein Frequenzbereich im SEIN ist - eine Wellenfront -, verläuft diese Welle wohl bei wenig und zerbröselt bei zuViel. Und das EsLebendigkeit ist im DaZwischen? Die Physik und die Mathematik deuten so etwas an).

Wir EsLebewesen haben den Zustand der höchst-möglichen Beweglichkeit in den Gefühlen und der weitest-möglichen Füllung an Wissen noch längst nicht erreicht.
Die Frage ist somit: wollen und können Wir das überhaupt? So wie Wir jetzt aufgebaut sind und handeln?

Ein Verdacht:
Bildung ist deshalb kein gesellschaftlicher (menschlicher) Schwerpunkt, weil alle Gesellschaften - weil die gesamte EsLebendigkeit (darIn das Menschheit) -, bisher unterteilend und verschieden versorgend organisiert ist und daher auch im Bildungswesen eine Hierarchie gesellschaftlich gefördert und sogar gefordert wird.
Bildung darf bisher nicht an AllEs und All-Es in derSelben Art und Weise ausgegeben, also zur Verfügung gestellt werden.
Bildung muss in Bereichen gefördert und stark sein und in weiten Bereichen be-, ja sogar verhindert werden, sonst würde die DaSein-Hierarchie aufgelöst.

Kinder, die auf britische Internate dürfen; und wesentlich mehr Kinder, die auf Schulen müssen, die ..., na, sie wissen schon: schlechte Schulbücher, kein Sportunterricht, schimmelige Klassenräume, überforderte LehrKräfte ...
Ja, ist klar, es gibt stets auch die breite RaumZeit im DaZwischen, also mit Schulen, die einigermassen gepflegt sind, mit schönen Klassenräumen und motivierten Lehrkräften und mit guten und neuen Ansätzen in der Gefühls- und Wissensvermittlung: kein Trichterunterricht mehr, sondern die Verlockung der Vielfalt und Weite des Gefühls und der Vielheit und Nutzbarkeit des Wissens, ...
Ja, hier und dort gibt es das - Hierarchie auch dort -, die Realität ist jedoch zumeist eine der Banalität und der Ignoranz bei der WeiterVermittlung von Gefühl und Wissen.

Wie in jeder Hierarchie üblich, ist die beste Ausstattung und der schönste Ausblick nur für Wenige und der Rest wird gebraucht. Verbraucht vielleicht. So ist das bisher in der Natur geregelt. Jetzt bitte, machen sie Schluss damit, zu glauben, dass ich das schlecht finde oder verurteile, noch gar auf Uns kleine Wesen, also auch auf Oliver-August Lützemich, mit dem Finger zeige und ungeduldig fuchtle: Nein.

Es geht mir, wie oben angedeutet, in allem erforschen darum, zu verstehen; und *ich möchte dabei jede Anklage vermeiden, auch wenn das, was ich verstehen möchte und [er?]finde, weh tut; - oder es auch zu Überhöhen, wenn es gut tut.
Naja, ein wenig ungeduldig bin *ich schon, wenn ein-Es mal einen Fortschritt erkennt, möchte Es ihn am besten sogleich erfahren, auch wenn das Erkennen erst der erste Schritt ist. Von vielleicht etlichen, die noch zu tun sind (Schrittchen), bevor dieser Fortschritt erreicht ist und dann ist dieser erreichte Fortschritt möglicherweise schon wieder nicht genug und es geht weiter, immer weiter, aber genug, hier geht es um die aktuelle Bildungs-Hierarchie.

Es geht *mir um die Erkenntnis der Ein- und Aufteilungen in Hierarchien innerhalb der Natur, von der wir Menschen nur Eine sind.
Schon die Körper, die Wir sind, sind hierarchisch aufgebaut. Jeder Anatom und Physiologe wird den Leses das bestätigen, genauso die Neurologie.
Lebendigkeit ist ein hierarchisches Geschehen, ein Geschehen, das auf UnGleichheiten aufgebaut ist, auf einem Hier mehr und Dort weniger und DaZwischen genug, wobei das DaZwischen der grösste Bereich ist.

Die Meisten haben genug, deshalb ist dort so wenig Bewegung, dort - und mit diesem "genug" begründet -, ist die Beharrlichkeit des DaSein zu finden.
Was genug hat und is[s]t, braucht keine grössere Veränderung, will gar keine, jeweils nur ein bisschen, weil das die Entropie des DaSein fordert, aber mehr bitte nicht, sonst macht die Mitte (Masse?) im DaZwischen, die genug is[s]t und hat, Revolution.
Keine Evolution oder gar Provolution, sondern nur Revolution: -> da wird dann intern ein wenig umgebaut und umgestellt, und dann ist aber auch schon wieder gut und die "Propheten" des Fortschritts sind vertrieben oder ruhig gestellt. Die Hierarchie ist wieder eingesetzt. So war und ist das bis Jetzt. Siehe die aktuellen Revolutionen.
Also Alles normal und richtig.

Die Schluss-Fragen sind:
Mal angenommen, die Gefühls-, Wahrnehmungs- und Wissens-Bildung erreicht und belebt Alle Menschen, Was (Frau und Mann und was immer ein-Es DaZwischen oder auch DaNeben sein möchte oder ist: Was) macht dann die Schmutzarbeit, Was putzt dann und teert die Strassen und Was verlegt Schienen und gräbt Kanäle und wäscht Schmutzwäsche und genehmigt Anträge und fährt die Menschen nach ... und überwacht die Maschinen und programmiert und sät und erntet und hegt und pflegt und ist Prostituiert und hält zu und ist Kapitän und ist Bonze und ist Star und ist Genie und ist Berühmt und ist Präsident?
Wenn All-Es das machen könnten und vielleicht kein-Es das mehr machen möchte, weil All-Es nur noch hinaus wollen, hinüber zur nächsten Galaxie (Andromeda) oder mitten hinein in das Zentrum der "Milchstrasse" und das Schwarze Loch (aus-)lutschen - oder ist das gefährlich?

Was machen wir Menschen, ohne unsere angeborenen Hierarchien, also ohne die teils gewaltigen Verschiedenheiten in der Menge und die enormen Unterschiede, in Ausstattung und Weitblick?

Ist das Mensch dann noch Mensch, oder doch eher Maschine, oder einfach gar nicht mehr Da, weil das im DaSein, also in das Natur einfach unmöglich ist?

Ist doch mal ne Frage wert, oder?

Schönen ersten Advent.

Freitag, 11. Oktober 2013

Vernunft-Folgen

Also heute, in 06.03.2023, finde *ich diesen Beitrag unvernünftig irgendwie unpassend, am liebsten würde *ich es löschen, aber es ist passiert, die ganze Rechthaber- oder Besserwisserei. Furchtbar. Statt herauszuheben und dem fast voll zuzustimmen, was unten, über *meinen Einlassungen steht, bin *ich voll stahlnervig reingegrätscht. Aber bitte, und es ist nicht verbessert, oder erneuert: 


Das folgende Beitrag ist eines der ersten (04/2012) aus der SprechLichtung und ist bereits 100 mal aufgerufen worden. Das ist zwar kein Rekord, der liegt bei knapp 500 Aufrufen (Schwindende Sprachen ...), ist aber auf jeden Fall eine Erneuerung und Erwähnung wert, weil der Rekord (498) eher dadurch zustande kommt, weil in dem Beitrag ein paar Bilder von Wassily Kandinsky eingeflochten sind und weniger durch meine Sätze darin. Ist so, muss ich hier neidlos anerkennen.
Das Beitrag, das ich nun noch einmal in etwas aufgehübschter und aktualisierter Version vor mich und Sie hinstelle, ist immerhin 100 mal aufgerufen worden, auch (auch!) wegen meiner Sätze darin, und das ist doch schon mal was.

Ab hier:
Ein Thema, das mich sehr persönlich betrifft, ist die UnGleichwertigkeit in der Bewertung und Betrachtung von sehr wohl gleichwertigen Grössen und Bereichen; und zwar sowohl in ein-Es Selbst, als auch bei gesellschaftlichen Belangen.
Als Beispiel: Wie geht ein-Es mit den sehr persönlichen körperlichen Bedürfnissen um, also trinkt Es ausreichend WASSER, isst Es ausreichend Vitamine, Mineralien, Kohlehydrate, Fette ..., wird die Haut ausreichend gepflegt und auch mit Streicheleinheiten versorgt und und und etc. pp?

Und darauf aufbauend, wie geht die Gesellschaft im mit-Einander um, Wir also Alle gemeinsam, wie behandeln Wir Fremdheit/Anders-Sein, Buntheit, Vielheit, Eigenheit, Privatheit, Ausgelassenheit, wie regeln und gestalten Wir die Infrastruktur der Gesellschaft, also Strassen, Kanäle, Leitungen, Ein-/Verkauf, ErLebeWesen- und Waren-Transport, Behörden, Polizei, Militär, Parks, Wälder, also alles Das worin, worauf und womit WIR Alle erleben?
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Max Beckmann, "Mondlandschaft"
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Hier ein Auszug aus dem FAZ-Blog «Deus ex Machina», mit dem Beitrag: "Pro-Ana-Blogs: Anleitung zum Unsichtbarsein".
»Nutzerinnen und Nutzer dokumentieren psychische Leiden auch öffentlich in sozialen Netzwerken. Die Plattformen müssen nun Wege finden, mit Fotos, die Selbstverletzung zeigen oder zur Magersucht anspornen sollen, sensibel umzugehen. Denn, das Netz durch ihr Löschen von den Bildern zu bereinigen, hilft Betroffenen wenig.
Das Netz soll ein Ort der Freiheit sein, doch in der digitalen Welt erfahren Nutzerinnen und Nutzer immer wieder, dass ihre persönliche Freiheit beschnitten wird: durch Äußerungen anderer User und durch Inhalte, die im Internet miteinander geteilt werden. In Communitys gibt es verschiedene Ansätze dafür, das Dasein im Netz füreinander so zu gestalten, dass diese Orte den Anforderungen an einen selbst erwählten Freiraum gerecht werden. ...
Die Sisyphusarbeit, Nutzerinhalte aus dem Netz zu entfernen, die psychische Leiden sichtbar machen, mag politisch korrekt erscheinen, sie hilft den Betroffenen jedoch wenig und wird Neuerkrankungen kaum verhindern können.
Denn es ist nicht das Netz, das krank ist und krank macht, es sind nicht die bloggenden Bulimiker und ritzende Teenager, die verrückt sind. Bilder, die zum Hungertod inspirieren sollen, geht eine Wirklichkeit voraus, die zum Kranksein und Kotzen inspiriert.«

darauf schrieb Oliver-August Lützenich:
Auch darum geht es doch in der Transparenz-Debatte.

Wie weit "zensieren" wir Menschen in und um Uns Selbst, was blenden Wir aus, weil es vermeintlich besser oder gar gesünder für Uns ist, wo schauen Wir wegg, weil es ebenso vermeintlich schlecht ist; und wo blicken Wir besser langsam genauer hin?

Die Armut/der Mangel (auch an Gefühl und Mit-Empfindung) einer grossen Menge Menschen, dadurch Verzweiflung, Teilnahmslosigkeit, Abschottung oder gewalttätige Auflehnung, Verwahrlosung, Unwissenheit, Demütigung, ...
Und auch der Reichtum von einer anderen - kleineren - Menge Menschen, in Wissen, Umsicht, Einfluss, Vielfalt (auch von Gefühl und Geborgenheit), Bewegungs- und Konsumfreiheit, Luxus, ...
Ich finde, die Zustände und Umstände in allen Richtungen und jeder Form sind für alle Mit-Menschen betrachtens- und bewertenswert, sie alle zählen ohne Zweifel zur menschlichen ErLebensWirklichkeit.

Insofern bin ich für jede Form der Transparenz.
Allerdings - und das ist für mich ganz wichtig: - FREIWILLIG, aber schon einfordernd!
Wie weit ein-Es das Einfühlen und -spüren (darin auch das Sehen), also die "Schleier" lüftet, muss jed-Es Selbst entscheiden. Allerdings sollte dabei klar sein und muss auch friedlich vermittelt werden, dass die Offenheit und Zugänglichkeit (Transparenz) ein (natürliches) gesellschaftliches Gebot ist.

Denn, soweit ich die Prozesse der Natur, also der Lebendigkeit, bisher verstehe, sind sie alle - auch - darauf angelegt: abgeschottete und verschlossene RaumZeit-Bereiche zu öffnen (also auch diese "Grenzen" zu überwinden, wie Wir das mit allen anderen Grenzen längst und intensivst tun; in jeder Art des Forschens), zu erkunden und zugänglich zu machen (das ist eine der Ursachen allen Fragens und Forschens).
Die Privatheit und Geheimniskrämerei ist - dann - kein Thema mehr, wenn Alle Menschen das Gebot der Wahrhaftigkeit und Verantwortung leben. Davon sind Wir noch ein ganzes Stück entfernt, aber die Richtung stimmt. Denn die Frage für *mich hier lautet mehr und mehr: Was "schützt" die Privatheit und Geheimniskrämerei?

Was wird da geschützt? Braucht das private DaSein des Menschen diesen "Schutz", und vor Was braucht ein-Es diesen Schutz?
Bisher ist es wohl so, dass das eine Mensch vor das andere Mensch[en] geschützt werden muss, weil ... Na, Sie [er]finden bestimmt ein paar Gründe dafür.
Und wenn Sie diese zusammengestellt haben, dann wissen Sie über-s ich Bescheid, oder? 
Dann wissen Sie, wie wir Menschen auf ganz natürlich Art (im) miteinander umgehen. Und dann wissen Sie auch - vielleicht? - wie Wir mit-Einander umgingen, wenn Wir in Freiheit mit-Einander umgehen werden, also ohne diese bisher völlig natürlichen Grenzen und Mauern und Zäune und Ein- und Ausschliessungen, die bisher unsere Privatheit "schützen" müssen. Alles ganz natürlich. Kein VorWurf!
Aber ist das der letzte Schrei?

Deshalb bin ich sicher, dass Wir mit einer allgemeinen Besserstellung und Ausstattung aller Menschen, also einem - solidarischeren Wettbewerb (SolidarKapitalismus?) -, -> das ist die Voraussetzung <-, die Transparenz verbessern und damit auch die (Selbst-)"Zensur" in alle Richtungen vermindern.

Dann ist - da bin ich sicher -, auch kein Mensch mehr gezwungen, mitten im Überfluss zu kotzen und zu hungern. Das ist, wie Vieles andere auch, für einen mitempfindenden Menschen beschämend. 
Dieses Verhalten zu verändern, dafür lohnt der Einsatz für ein Mehr an Transparenz, Gleichwertigkeit und besserer Ausstattung in und zwischen den Menschen.
-
darauf ein MitKommentator @
ThorHa, 02. April 2012, 12:52:

@Oliver-August Lützenich - "Dann ist, da bin ich sicher, auch kein Mensch mehr gezwungen, mitten im Überfluss zu kotzen und zu hungern."

Nicht sehr wahrscheinlich. Der Mensch ist so beschaffen, dass manche immer einen Grund zum Unglücklichsein finden, manche manchmal, manche selten. Völlig unabhängig von der Beschaffenheit der Welt. Denn unsere Bedürfnisse, Träume und Wünsche sind immer grösser als die Mittel zu ihrer Befriedigung.

Gruss, Thorsten Haupts
-
weiter Oliver-August Lützenich:

Das folgende ist Philosophie, aber es ist trotzdem von dem Thema des Beitrags und den Kommentaren dazu inspiriert. Philosophie ist vorwiegend Fragen.

Das Geist aus der Flasche, das Gott aus der Maschine, der Verstand aus dem Körper. Kann es sein, dass die Vernunft gerade aus dem bisherigen Behältnis heraus möchte?
Dass das Bewusst-Sein, in dem Körper, das es nun schon länger bewohnt, inzwischen leidet?
Ist das Körper (Sie + Er + ? = Es) für den Verstand ein Gefängnis, eine Engstelle, aus der das Geist langsam aber sicher auswandern möchte?

Kein Organ verbraucht prozentual und anteilig soviel Energie/Kapital, wie das Gehirn des Menschen; die Gehirne anderer Tiere begnügen sich mit einem geringeren Anteil am "erwirtschafteten" Gesamthaushalt.
Das Mensch ist bisher der Vernunft ein guter Wirt gewesen, auf Dauer jedoch ist das Mensch vielleicht zu unflexibel und zu schwach, um dem Reise- und Forschungswilligen Bewusst-Sein weiterhin ein gutes und dienliches Zuhause/Gehäuse zu bieten. Ist das so?
Das Mensch kommt auch mit weniger Verstandes-Kapazität in der Lebendigkeit zurecht, das Vernunft jedoch braucht ein stärkeres und flexibleres Gehäuse, als es ein rein fleischlicher Körper noch bieten kann.

Ist das Science Fiction oder gar Unfug?

Und was hat das mit Magersucht zu tun?

Ein wenig Spekulation ist dabei erlaubt.

Aber Nein, bestenfalls am Rande und nur als leises Symptom für die Auswanderungs-Bemühungen des Bewusst-Seins (soviele Bezeichnungen für eine KörperLeistung!), aus der bisher wohligen und wärmenden Hülle.

Die Sonne bietet fast(!) unbegrenzte und leichte Energie, Quantenprozessoren sind (wenn ausgereift) ebenso leistungsfähig aber wesentlich unabhängiger (als die irdisch-mondlichen biologischen Anforderungen, als die sind: geringer ErLebenszyklus, eingeengte Wahr-Nehmung, körperliche Kontroll- und Steuerungs-Pflichten, Erdgebundenheit), als das Bewusst-Seins-Organ Gehirn, und nicht-zellulare Gehäuse sind wesentlich stabiler, stärker und wesentlich weniger (Krankheits-/Leidens-) anfällig; auf das bisschen Freude und Glück, das darin auch enthalten ist, kann das forschende Geist doch verzichten, oder es findet und erweitert diese sogar noch mehr in anderen Formen.

Was also hält das Vernunft, bei diesem Stand der Tatsachen noch zurück im Menschen?

Und was hat das mit Anorexie zu tun, und mit den m[it].a. von @ThorHa in Wirkung und Ausprägung angezweifelten gesellschaftlichen und innermenschlichen Problemen?
Alles.

Das Vernunft, das Verstand, das Bewusst-Sein, der Geist, die Cleverness, der Grips, die Neugier, das Interesse, das Hirn schaut oft fassungslos im direkten (Körper) und weiteren In- und Umfeld umher, was so alles krankt und schmerzt und getan werden muss, um das bisschen Erkennen und Begreifen zu gewährleisten!?

Also, versetzen Sie-[da]s ich doch mal kurz in den Zustand körperloser Folgerichtigkeit (Logik) und stellen die Frage: Wollen Sie weiterhin Körperlich sein?

Tja, da vergeht ein-Es der Hunger, auch wenn dafür noch andere Gründe dazu kommen, eines ist klar, je mehr Verstand, umso Fassungslos. Oder?

Und das schreibt ein Körper!
Ein Körper, das den Verstand, das ein-Es auch ist braucht, fördert, fordert und mindestens so gerne hat, wie die rechte Hand, die Es auch ist, oder ...

Deus ex Machina? Nein.

Aber: Mehr Vernunft in Alle Körper. Damit wäre uns Allen geholfen.

Wie bekommen Wir das hin?

------------------------------------Ende FAZ-Blog-Beitrag------------------------------

Und dabei ist mir vollständig bewusst, dass das DaSein und damit dieses Universum und darin auch Wir irdischen Lebewesen, ohne das unbewusste, völlig unlogische und total schweigende Etwas (Materie, Körper), das in das RaumSZeit steckt - und das auch (meist?) chaotische und zufällige Ereignisse, Zusammenfügungen und Richtungsänderungen produziert -, nicht wären.


Fazit: Ohne Extreme, ohne Verweigerung, ohne Zufälle, ohne Unberechenbarkeit gibt es keine Lebendigkeit, wie Wir sie sind und erleiden, sowie erleben.

Aber muss soviel davon DaSein? Soviel Un-.

Da ist dann wohl die Frage: WieViel Weitblick, Umsichtigkeit, Folgerichtigkeit und Verantwortung erträgt das DaSein?
Und wieViel Zufälligkeit, Hartnäckigkeit, Dumpfheit, Verkrampftheit, Bockigkeit, Gewalt, Hass und sonstiges Leiden -->MÜSSEN<-- Wir unbedingt beibehalten, damit das UnGleichgewicht der Lebendigkeit erhalten bleibt?

Im Zweifel für das An-/Begeklagte?

PS : Die Blog-Zahlen vom 11.10.2013.

Danke.

Montag, 3. Juni 2013

Vor-Ver-ant-Wort-ung

Das einzelne Selbst ist eine Schöpfung.
Das DaSein ist eine Schöpfung des (SEIN)?
Die Verantwortung ist eine Möglichkeit des Verhaltens im DaSein.
Eine bisher weitgehend ungenutzte Möglichkeit des irdischen DaSein.
Die Verantwortung ist ein Wort. Mit guten Ideen drinn, fast ohne Konkretes.
Was bisher von Verantwortung spricht, meint meist Schuldzuweisungen im Nachhinein.

Wo doch die Haupt-Idee der Verantwortung vom VorHinein spricht, vom VorHandeln, vom Wissen der Wirkung einer Handlung, von der Ahnung der Konsequenz einer Handlung, die dadurch erst zur Handlungs-Weise wird.

Wo doch die Haupt-Idee der Verantwortung nicht nur davon spricht einen Schuldigen zu benennen, einen "Verantwortlichen", der dann den "Hut" nehmen muss, wenn die Geschädigten, die Verletzten und die Toten bereits passiert sind.

Wenn doch die Haupt-Idee der Verantwortung davon kündet, dass ein-Es oder eine Gruppe vorher genauestens, nach aktuellem Erkenntnisstand prüft / prüfen, was eine Handlung bewirkt, ohne das Risiko von Fehlern und falschen Schätzungen dabei auszuschalten, denn der Zufall ist nicht auszuschalten, aber weitgehend. Oder eben so weitgehend, wie ein-Es möchte, ohne Ander-Es Schmerzen zu bereiten.

Was aber wohl die Haupt-Ursache für das Fehlen der Vorprüfungen und der Wissens-Verwendung als Standard für das Verantwortung ist, sind die fehlenden Ziele, Pläne und Wünsche für das persönliche oder das Gruppen-Handeln.

So lange einfach nur situativ, spontan, von den persönlichen Grund-Bedürfnissen gefordert und gelenkt oder von den aktuellen Verhältnissen und Umständen erzwungen, also mehr oder weniger triebhaft gehandelt wird, bleibt das Verantwortung eine blosse Idee und die "Verantwortung" das Wort für eine blosse nachträgliche Schuldzuweisung in Folge von MissHandlungen aller Art.

Das einzelne Selbst ist eine Schöpfung.
Das einzelne mit Selbst-Verantwortung ist eine Neu-Schöpfung.
Zu dem Selbst gesellt-s ich als Vor-Wort die Verantwortung hinzu.
Die Zukunft ist ein verantwortliches Selbst?
.
Francis Bacon,
"Portrait of George Dyer, riding a bicycle", 1966
.
Da dieser Blog die Verantwortung im Namen trägt, werde ich Selbst dem auch in den Beiträgen gerecht, hier also mein Beitrag zur Entstehung, zum Werden einer Selbst-Verantwortung:

Die LeitIdee meiner Arbeit ist die weitestgehende Übernahme der Selbst-Verantwortung. 
Soweit diese Verantwortung für das ganz persönliche Fleisch, Blut, Knochen, Sehnen und mehr, als einzelnes Mensch zu er-tragen ist, es also für jedes Einzeln-Es / mich gesund ist.
Denn, als soziales Lebewesen, ist stets auch ein nicht geringer Teil der Selbst-Verantwortung für jedes einzelne Mitglied einer Gemeinschaft, innerhalb dieser Gemeinschaft beheimatet; Selbst-Verantwortung ist also auch eine soziale Aufgabe und Verpflichtung.
Selbst-Verantwortung schuldet die Solidarität ALLER Jedem Einzelnen.
So wird das bisher auch gelebt, allerdings auf sehr verzerrte, ungleichwertige Art und Weise, wie die vielen Armen und Obdachlosen zeigen, wie überhaupt die teils gewaltigen Bewertungsunterschiede innerhalb der menschlichen Gemeinschaft[en] beweisen.
Die Selbst-Verantwortung ist bisher den tierischen Trieben unterworfen und einer hierarchischen (einer natürlichen!) Prägung ausgeliefert. Das führt dazu, dass die (Selbst-) Verantwortung an die Gesellschaft ausgegliedert wird und dort auf jeweils wenige übertragen ist, an die sogenannte Führung, die "Verantwortlichen", womit diese, bis auf sehr sehr wenige Ausnahmen, überfordert sind.
Und das Selbst (ohne -Verantwortung) wird im Einzelnen festgehalten, was wiederum - ohne die '-Verantwortung' -, dieses einzelne 'Selbst-' - wieder bis auf sehr sehr wenige - unterfordert, Jedes Selbst ist ohne die Verantwortung, für das Selbst, unterfordert. Die Unterforderten - was wohl die Allermeisten, wenn nicht gar ALLE sind? - handeln also überwiegend verantwortungslos, dafür aber übermässig selbstgefällig, was weder für das Einzelne, noch für die Gemeinschaft besonders förderlich ist.
Die Verantwortung wird abgeschoben, weil die Natur das so geprägt hat. Es war bisher ein erfolgreiches Modell, eine in allen sozialen Verbänden so gehandhabte Vorprägung, eine Aufsplittung aller Verbände in unterschiedliche Klassen der Arbeiten, der Aufzucht und Fortpflanzung, der Versorgung, der Pflege, der Freiheiten und der Macht.
Das Mensch, als natürliches Lebewesen, ist dieser Prägung selbstverständlich ebenfalls unterworfen. Auch Wir gestalten Unsere Gemeinschaften nach diesem Programm, das, wie geschrieben, bisher sehr erfolgreich ist (war?), für fast alle sozialen Lebewesen.
Doch, irgendwie bin ich das Gefühl, dass diese VorEinstellung Uns nun anfängt zu behindern. Die Technik nimmt immer breiteren Raum ein, Wir sind von vielen Tätigkeiten und Abhängigkeiten mehr und mehr, durch die Weiterentwicklung der Technik befreit. Wir könn[t]en also daran gehen diese natürliche Prägung zu verändern.
Und zwar zu Unseren Gunsten, zu den Gunsten aller irdischen Lebewesen, denn Wir sind eingewebt in eine irdische LebensGemeinschaft - wenn auch diese Überbetonung des Selbst (ohne die -Verantwortung) die meisten Menschen noch dazu verführt, das Mensch solipsistisch (also Einzig-artig, ja, mehr noch: als Zentrum des DaSeins) zu fühlen, also als quasi ausserhalb der Natur zu behaupten, fast als übernatürlich -.
So meint die Veränderung zu Unseren Gunsten, zur Verbesserung der Umstände des irdischen ErLebens allgemein, also zu menschlichen und zu mit-menschlichen Gunsten, zum Nutzen Aller Mit-Lebewesen.

Das ist nicht nur machbar, wie alle neueren Forschungsergebnisse zeigen, es ist sogar geboten. Und, *ich denke, die irdischen erLebens-Verhältnisse sind relativ einfach zum Nutzen von All-Es zu verbessern, weil Wir einfache Bedürfnisse sind: so lange und dabei so gut versorgt, verpflegt, anerkannt, unabhängig und Einzigartig DaSein, wie es die Lebendigkeit gerade hergibt. Der momentane Stand des Wissens und der Technik erlauben für Menschen eine erLebens-Dauer von bestimmt 100 bis zu 120 Sonnenumkreisungen. Und das ist noch steigerbar.

Also, ich hole die Selbst-Verantwortung in vollem gesunden Umfang in m*ich zurück, oder baue sie dort in gesundem Masse auf, je nachdem, welchen Aspekt es betrifft.

Auf eine gesündere, längere, eine wunderbare, eine leichte, gut versorgte, unabhängige aber solidarische, weil selbst-verantwortete Zukunft!

Samstag, 13. April 2013

Dem Leid ist die Freude ausgegangen.

Wissen Sie was auch bedeutend ist?
Einen kurzen Moment aus dem gleichgültigen Ablauf des DaSein zu nehmen und zu geniessen, einfach so.
Es könnte natürlich ein wohliger Moment sein, könnte aber auch ein ganz und gar schrecklicher Moment sein, einer der Qual und des Terrors, des LEIDens und des Todes, aber es könnte doch wohl besser einer des Genusses, der Glückseligkeit und des Versprechens für ein Me[e / h]r an FREUDE sein, aber das entscheidet jedes Selbst ganz allein für-s ich.

Und weil Wir Alle zusammen mit-entscheiden, wie Unser Aller (menschliches) DaSein-s ich anfühlt, kann *ich nur bemerken, dass die Mehrzahl des Menschen dem LEID zuneigt; weil, wenn *ich so herumspüre und dabei eben auch weiter sehe und höre, mit Hilfe der Medien, dann bemerke *ich ein UnGleich≠Gewicht. 
.
Das ist eine Nachbar-Galaxie aus dem Galaxien-Haufen, den
wir die 'Lokale Gruppe' nennen und in den auch unsere
Heimat die "Milchstrasse" benannte Sternenstadt
eingebettet ist. Diese schöne Spiral-Galaxie ist
Messier 74 oder auch NGC 628 benannt
und etwa 35 Millionen LichtJahre
entfernt. Ein Hubble-Foto.
.
Die FREUDE kommt noch viel zu kurz, weil sie viel zu sehr noch der Herkunft und Vergangenheit des DaSein (Gene, Triebe, Umweltbedingungen) ausgeliefert ist, und Auslieferung und Abhängigkeit bergen wenig wirkliche FREUDE, es ist eher die "Freude" die ein-Es inzwischen als "Stockholm-Syndrom" bekannt ist.

Wenn ein-Es das LEID "schön" ausgestaltet wird und ausser dessen nichts übrig bleibt, dann empfindet ein-Es sogar das LEID als "Freude".

Ein Beweis dessen, dass ALLES mit ALLEM verbunden ist und zusammen hängt, ist, dass auch im LEID Freude enthalten ist und in das FREUDE auch das Leid. GefühlsBereiche die einander überlappen und somit auch beeinflussen.

Es wäre also nötig, die grosse Mehrheit des Menschen aus der Auslieferung und den Abhängigkeiten, in die Wir aus (vielleicht?) Unwissenheit und Unerfahrenheit des DaSein hineingezeugt wurden - und in diesen Umständen noch Heute weitestgehend erLeben  und [miss-?]handeln - zu befreien.

Denn, wenn die Stimmung des Menschheit hauptsächlich menschen-gemacht wäre, also von Mensch zu Mensch weiter- und übertragen wird, dann ist das eine der wahrscheinlichsten Möglichkeiten Uns aus der Krisen- und LeidensFalle zu befreien?

Aber noch fühlt und spürt (darin auch das Denken) das Mensch wenig Solidarisch und somit Gemeinschaftlich, noch ist das Mensch - wie vielleicht das DaSein als Ganzes - eine ziemliche EgoZentrik-Veranstaltung: ein an-s ICH erLeiden mit Tupfern des Freude, statt einem an-s ich erLeben, mit dem AusGleich der beiden GrundNeigungen.
Aber dazu sind wir Menschen wohl noch zu zerstreut, zu unaufmerksam, zu einsam und vor allem zu wenig bewusst und willensstark?

"Die Fähigkeit, eine wandernde Aufmerksamkeit freiwillig zu einer Sache zurückzuführen, immer und immer wieder, ist die eigentliche Wurzel von Urteilsfähigkeit, Charakter und Willen."
William James, in «Prinzipien der Psychologie», 1890.

Sobald ein-Es bemerkt: Was [Da]ist und was darin so alles geht, drängt Es zur Veränderung. Aber:
.
.
Doch, doch, *ich bin schon für einen Wandel, nicht dass anderMensch mich da falsch versteht, aber wohin?
Dahin wo Wir getrieben werden, durch Unsere vorgegebene Natur, den riesigen Schwall der Vergangenheit (Prägung? Siehe dazu auch die vielen Artikel zur Prägung (Kennwort: Prägung), vor allem in der SprechLichtung.) und irgendwelche Bedingungen, auf die Wir gar keinen oder nur wenigst Einfluss haben (Macht)?
Oder wohlverstanden und wissend, vergangenheitsberuhigt - weil passend bewertet und eingeordnet-, gemeinsam abgestimmt, in eine Richtung, die Uns und den MitBewohnern mehr RaumZeit und insgesamt mehr Freude gewährt.
Und vor allem Selbst-Entschieden, statt von irgendwelchen Gesetzen und Prozessen des Uns bis Heute eigentlich überwältigenden DaSein Fremd-Bestimmt, oder?

Erlaubte das DaSein uns Menschen mehr Un-Abhängigkeit und damit mehr Freude und Wohlgefühl? Mein Gefühl und meine Vernunft bieten ein Ja an.
Das meint: Oliver-August Lützenich biete mehr Gefühl und mehr Vernunft an.
Sie können das gerne annehmen, aber auch ungerne ablehnen.
Aber zweifeln Sie wenigstens daran.

Donnerstag, 11. April 2013

Spiegel-Prägung

Ist ganz klar, dass Oliver-August Lützenich ab und an vor dem Spiegel stehe und ganz ernsthaft die Fragen abwäge: Was bin ich, wie bin ich und wodurch bin ich geworden, was und wie *ich bin?

Ganz klar, weil Sie, als Leses dieser Blogs, bereits den Hintergrund dieses Schreibens und dieses Schreibers kennen: eine ausge[-sprochene]schriebene Umwelt- und Selbst-Befragung; es ist ja vielleicht in Wirklichkeit so, dass hier ein Spiegel diese Blogs füllt, ein Spiegel-Sein, kein eigentliches DaSein, sondern eine Spiegel-Erkenntnis.

Was ich Heute, Jetzt, genau in diesem Augenblick bin, bin *ich geworden.
Mensch, ist das banal! Ja, gut, ist klar. Aber wie und wodurch? Das sind doch auch Fragen? Um diese auch zu klären, beachte *ich auch Literatur und Texte, die von der Prägung künden, und *ich erschreibe auch selbst welche, um m*ich davon zu befreien.
Warum? Weil *ich es einfach nötig habe, weil *ich, damit (mit der persönlichen Prägung) unzufrieden bin, wie *ich bin. Nicht Ganz - auch nicht mehrheitlich -, aber genug, um den starken Wunsch zu fühlen, dass *ich Veränderung von den mir - von der Vergangenheit und da insbesondere von der/n Familie/n und dem mitteleuropäischen Umfeld - mitgegebenen Gefühlen, Zwängen, Wünschen, DaSein-An- und Einsichten ... und damit dem persönlichen Verhalten brauche.
Nur ein wenig. Aber dieses Wenige, das *ich ändern möchte, ist dermassen zäh, dermassen anhänglich und Selbst-Bestimmend, dass *ich daran manchmal fast verzweifeln tue, möchte *ich aber nicht.

Um zu erkennen und zu begreiffen, wie es mit *mir so weit gekommen ist, lese ich also auch gerne Sätze, die von der "Erziehung" und somit von den ersten ErLebens-Jahren eines Menschen erzählen und von deren Wirkung und Folgen für das "Erzogene".
Ich mag ja den Begriff "Erziehung" gar nicht leiden, aber das ist jetzt auch egal, es ist noch der allgemein übliche Ausdruck für die "Arbeit", die von Älteren und auch Gleichaltrigen auf ein-Es aus- und eingeübt wird. Besonders am Beginn der Lebendigkeit, aber auch ErLebens-begleitend; Wir "erziehen" einander ja beiläufig dauernd. Was wird da er- / gezogen?
Aber genug zur "Erziehung", *ich lasse das jetzt so stehen.

Selbst-Befassung.
Braucht auch den eigenen Ursprung; um meinen geht es hier aber nur sehr zweitrangig, hier in diesen Blogs, werde ich gerne Allgemein, jedoch stets auch mit - nie ohne - dem Rückverweis auf den Autor, aber das nur so banalerseits.

Sie werden es vielleicht nicht glauben (siehe dazu auch den aktuellen Beitrag in der SprechLichtung), aber ich fand Gestern an meiner Küchenwand einen - schon bräunlichen - älteren Artikel, der von diesem Thema spricht: von der Haupt-Präge-RaumZeit von uns Menschen. Und da ich zur RaumZeit - mags der nicht enden wollende Winter sein -, ein wenig zur Rückschau neige, habe *ich vielleicht genau dorthin geschaut, wo dieser Artikel hängt. Und begann zu lesen und fand sehr schnell, an den möchte *ich ein paar Gedanken hinhängen. Oder auch DaZwischen schieben, wie es hier so meine Art ist.
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Winterlicher Blick von der OberbaumBrücke
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Aus der Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 02.03.2005, von Gabriele Dietrich.


Das Original finden Sie hier: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/familien-sie-leben-von-uns-1211478.html

Titel: Sie leben von uns
Untertitel: Nichtstoffliche Ernährung: Kinder sind keine Küchenmaschinen

Ein altes Foto zeigt ein Kind auf einer Wippe. Verwandte sagen: Das bist du. Niemand kennt sich noch aus seinen ersten Jahren, niemand weiß, wie er laufen und sprechen gelernt hat. Die eigene frühe Kindheit findet man im Bauch, in der Brust, man spürt ihr mit den Sinnen nach.

Im Kopf jedenfalls ist sie nicht. Schichten verschwommener Eindrücke aus Erzählungen, Fotografien und alten Super-8-Filmen überlagern sich. Was davon sind Erinnerungen? Alle Sinne waren damals offen für Geräusche, Gerüche, Bilder, Berührungen, Seligkeit, Angsteinflößendes.

Mach mal die Augen zu und halte die Hände auf, sagt jemand, und dann spürst du plötzlich wieder das warme Fell des jungen Kaninchens auf der Haut und das Pochen seines flatternden Herzens. Unwillkürlich öffnet das Nachspüren größere Räume. Oben am Hang ein grauer Schuppen mit hohen Brennesseln am Tor, zwei Mädchen stehen wartend daneben. Angst steigt den Nacken hoch. Warum? Das nagelnde Prasseln von Regen auf ein Blechdach und man selbst geschützt darunter. Die roten Flecken der heimlich gepflückten Erdbeeren auf dem hellen Kleid, die alles verrieten. Das triumphale Glücksgefühl auf den Schultern des Vaters beim Nachhauseweg durch eine Sternennacht. Die Mutter fröhlich plaudernd an seinem Arm.

Grenzenloses Vertrauen

Kleine Kinder nehmen in grenzenlosem Vertrauen alles unterschiedslos an, denn sie wissen nicht, was ihnen schadet oder nützt. Ein ähnlich grenzenloses Vertrauen scheinen immer mehr Eltern in das wechselnde Personal von Kinderkrippen zu haben. Das ist verwunderlich, denn Kinderärzte und -psychologen predigen seit mehr als hundert Jahren, daß Kleinkinder eine feste, kontinuierliche Bindung mit viel Liebe und Geborgenheit brauchen und bei der Trennung von der Mutter seelische Schmerzen erleiden, die ihr Innenleben nachhaltig verstören können.

Als überholtes Gedöns kann man das kaum abtun, denn die neuen Erkenntnisse der Hirnforschung bestätigen nicht nur diese alte Lebenserfahrung, sie gehen noch darüber hinaus. „Sozioemotionale und intellektuelle Fähigkeiten“, so ist das Fazit einer neurobiologischen Untersuchung der Universität Magdeburg an Säugetieren, hingen ab von der Qualität der Eltern-Kind-Beziehung im frühen Lebensalter. Eine Unterbrechung dieses Kontaktes führe zu synaptischen Veränderungen im Gehirn und spiele bei „emotionalem Verhalten, Lernen und Gedächtnisbildung“ eine grundlegende Rolle.

{Zitat: "Kinder nehmen in grenzenlosem ..." Nö. "... alles unterschiedslos an ..." Nö. Das ist eine Überaufgeregtheit die meist ziemlich weit an der Wirklichkeit vorbei argumentiert.
Bis zu diesem Punkt und auch noch im weiteren, stimme *ich der Autorin zu, aber bei Begriffen wie "grenzenlos" und "unterschiedslos", gebraucht im Zusammenhang mit Lebewesen, insbesondere Menschen, hake *ich ein, hakt ein sprach-kritischer Sinn in mir ein, weil es weder das eine noch das andere im DaSein gibt. Auch bei "..., denn sie wissen nicht, was ... (sie tun ... hihihi, ein kleiner Spass von mir, Nein:) ... ihnen schadet oder nützt.", bin ich beim Adverb "nicht" sofort hängengeblieben, denn das würde doch wohl bedeuten, dass MenschenKinder - mithin auch das DaSein - irgendwie total hohl wären, oder aus Selbst-loser Knetmasse bestünden, das trifft aber nur zu einem kleinen Teil zu, oder?

Ansonsten kenne ich nur Kinder, die schon ziemlich bald nach der Zeugung, also eigentlich schon im Uterus, einen zielgerichteten Willen und auch Abwehrmassnahmen entwickelt haben Kenne ich nur Kinder, die beileibe auch im Kleinstkindalter nicht unterschiedslos oder gar grenzenlos alles hingenommen hätten, was anderes Mensch mit ihnen tun oder ihnen vorsetzen wollten. Kinder fühlen und spüren sehr wohl Was (Er + Sie + als Was ein-Es auch immer daSein möchte = Was) es mit ihnen gut meint und Was mit Vorsicht oder gar mit Abstand zu geniessen ist, wenn Anderes sie denn lässt und sie nicht permanent mit Fremd-Bedürfnissen und -Wünschen überwältigt, oder?

Was *mir an diesen Sätzen, bis jetzt, etwas missfällt ist die Überbetonung der Wichtigkeit der Fremd-Betreuung, also die UnterBetonung der Eltern oder Älteren, also der Menschen, die die Haupt-Sorge und Verantwortung für die Kinder übernommen haben, aber vielleicht kommt das ja noch?

Von den engsten Bindungen der Kinder spricht, denke ich, auch die Forschung und die Forschungsergebnisse, u.a. der Hirnforschung, die die Autorin erwähnt und nicht so sehr von den schwachen Verbindungen zu wechselnden Betreuungs-Personen. Solange die Bindung zu einem oder auch mehreren Menschen dauerhaft, zuneigend (bis liebevoll), ausreichend versorgend, schützend und aufrichtig ist, kann ein Kind auch mit wechselnden BetreuerInnen gleichmütig umgehen. Ist aber nur meine Erfahrung.
Aber die ersten drei Abschnitte sind schön geschrieben, vielleicht geht es ja so weiter?}

Die nichtstoffliche Ernährung

Bei den Kleinsten haben die Wege der Verständigung zunächst mit Sprache wenig zu tun, eher mit Lauten und Satzmelodien, welche die Tätigkeiten im ganz normalen Alltag begleiten. Stimmungen, Spannungen, Aufgeregtheiten, Fröhlichkeit sind die Hauptseminare der Kinder. Diese nichtstoffliche Ernährung ist für Kleinkinder so wichtig wie Essen und Trinken.

So wie sich Pflanzen für ihr Gedeihen Mineralstoffe aus dem Boden holen, ziehen sich die Kinder sie aus ihrer unmittelbaren Umgebung. Da kann nur die beste Nahrung gut genug sein, denn sie muß für ein ganzes Leben reichen. Alles, wirklich alles, was im Umfeld kleiner Kinder auf ihre Sinne einwirkt, durchströmt sie bis in die Fingerspitzen, formt sie bis in die Gehirnstrukturen hinein, beeinflußt ihre Intelligenz, ihr Temperament und mischt sich mit all den Veranlagungen, die sie schon in die Welt mitgebracht haben.

{D'accord, d'accord und noch mal Zustimmung.}

Ihre Chiffren für die Welt

Die etwas älteren Kinder beobachten, wie die Erwachsenen um sie herum auf andere Menschen zugehen, wie sie Tiere oder Pflanzen behandeln, wie sie ihr Fahrrad reparieren, wie sie Gemüse schneiden, ob sie andere ausreden lassen oder ihnen ins Wort fallen, ob sie abfällige Bemerkungen über Besucher machen, sobald diese das Haus wieder verlassen haben, wie ihre Eltern streiten und wie sie reagieren, wenn etwas mißlingt - das sind ihre negativ oder positiv besetzten Chiffren für die Welt.

{Ohh, wie wichtig ist es, genau das den handelnden Personen zu vermitteln! Und wenn ein-Es das begreift - also erkennt und auch in HandlungsWeisen umsetzt - und somit auch entsprechend handelt, gelingen die Handlungen, die einen aufrichtigen, gesunden und erfolgreichen Menschen prägen ganz leicht, dann ist der Umgang, die Versorgung und die ErLebens-Einführung eines jungen LebeWesens - fast - ein Kinderspiel.

Nur, die Meisten ahnen es bestenfalls, aus persönlicher Erfahrung, dass sie mit ihren Handlungen, also ihrem Tun und Lassen, das Umfeld und da insbesondere die "Abhängigen" (meist die Kinder) prägen.
Aber so, wie auch sie - die Älteren - meist überfordert wurden, überfordern sie weiter; was habe Oliver-August Lützenich gelitten, mit und neben einer Mutter, die zwar bereits ahnte, aber schon von der Ahnung so überfordert war - bis in die Haarspitzen -, dass Sie neben und ein bisschen auch mit / in mir zusammenbrach!}

Es gibt Halbwahrheiten, die fast widerspruchslos gegen alles bessere Wissen verbreitet werden und vermutlich unzählige junge Eltern unsicher werden lassen. Die Statistik zeige, daß Hausmütter oder -väter mit ihren Kindern nicht länger spielten als Berufstätige. Das mag sogar sein. Sie zeigen ihnen nicht, wie man Bauklötzchentürme baut, sie zeigen ihnen die Vielfalt des Lebens. Spielend ahmen die Kinder alle Eindrücke nach, begreifen sie mit den Händen und bilden so lebendige Begriffe.

Kinder sind meist anders

Wer seinen Kindern beim Spielen zuschaut, schaut sich selbst zu, und manchem werden gewisse Gewohnheiten überhaupt erst bewußt, wenn er sie in dieser karikierten Form gespiegelt sieht. Wem es gelingt, das eigene Verhalten so zu ändern, daß es des Nachahmens wert ist, hat für sich selbst etwas dazubekommen. Kinder erziehen einen schon allein dadurch, daß sie selten so sind, wie man gedacht hat, daß sie seien. Das kann eine sehr heilsame Erfahrung sein, die sich in Selbsterkenntnis verwandeln läßt.Vermutlich ist ein Kind erst dann wirklich zu verstehen, wenn man sich selbst verstanden hat.

{Wie oft höre und lese *ich vom "Wunschkonzert", meist in der Verbindung mit dem Indefinitpronomen: "kein"? Oft. Das ... ist kein Wunschkonzert. Das DaSein ist es sehr sehr sehr, ..., sehr, sehr selten; und das auch noch für sehr, sehr, u.s.w.u.s.f. wenige Lebewesen. Ist banal, wenn ein-Es - wie *ich hier - es erwähne, sagen sofort Alle: völlig klar.
Nur, Was beachtet es und handelt entsprechend, ... entsprechend un-Egoistisch, entsprechend mit-empfindend, entsprechend zwang-los; und noch so einiges mehr, was eben nicht bedeutet Andere und Anderes zu einem AbziehBildchen des Selbst zu "erziehen", oder Anderes und Andere so zu steuern und zu manipulieren, dass nur das "erziehende" Selbst zufrieden ist, also keine Angst mehr zu haben braucht?
Ohh, Angst ist ein schlechter Ratgeber, aber genug der Platitüden.}

1933 mußte Alfred Kerr mit Frau und zwei Kindern ins Ausland fliehen. Man kann nur ahnen, was es für den angesehenen Theaterkritiker bedeutet haben muß, alles hinter sich zu lassen und weitgehend mittellos seine Familie als Flüchtling durchzubringen. Kerr war unübersetzbar und verlor mit seiner Sprache die berufliche Existenz. Dennoch war den Eltern Kerr das Land der Kindheit so heilig, daß sie selbst unter diesen Umständen ihren Kindern ein positives Weltbild vermitteln konnten. Ihre Tochter Judith erzählte später, sie und ihr Bruder waren überzeugt, es sei „wunderbar, ein Flüchtling zu sein“.

Die Haltung eines mutlosen Menschen

Für ein vielleicht sechsjähriges Mädchen aus dem Magdeburg unserer Zeit gab es längst nichts Wunderbares mehr in dieser Welt. In einer Fernsehreportage wurde es befragt, was es sich am allermeisten wünsche. Mit tiefbekümmertem Gesicht, mit hängenden Armen und der typischen Haltung eines mutlosen Menschen sagte es, es wünsche sich, „daß meine Mutti nicht mehr arbeitslos ist“.

Wenn bei uns ein Kind auf die Welt kommt, scheint es nur noch Probleme zu geben. Verpaßte Chancen im Beruf, Speckrollen an den Hüften, das ewige Windelwaschen, das einen nun wirklich nicht ausfüllt, und männliche Versagergefühle beim Kinderwagenschieben. Es wird kokett erwogen, ob der Wunsch nach Kindern nicht eigentlich „soziopathisch“ sei. Beim Kreisen um den eigenen Bauchnabel geraten die Bedürfnisse der Kinder in Vergessenheit.

Die Kleinsten verstehen nichts

Sie tauchen dann auf, wenn es darum geht, wo sie am besten untergebracht werden könnten. Als geeignete Orte gelten neuerdings Krippen ebenso selbstverständlich wie Kindergarten oder Schule. Die in den verschiedenen Altersstufen gänzlich unterschiedlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten fallen dabei unter den Tisch. Einem Schulkind kann man erklären, daß man Freude an einem interessanten Beruf hat oder daß das Geld vorne und hinten nicht reicht. Auch stabile Kindergartenkinder, für die noch eine verläßliche Zusatzhilfe bereitsteht, verkraften länger werdende Perioden der Abwesenheit. Die Kleinsten aber, die nur fühlen und nichts verstehen, werden einem großen Risiko ausgesetzt.

Kann es sein, daß uns Kinder immer fremder werden, weil wir von Jahr zu Jahr seltener mit ihnen zu tun haben? Immer häufiger werden sie zu Gegenständen, die angeschafft werden und dann funktionstüchtig erhalten werden müssen wie eine Küchenmaschine: Oben kommt etwas rein, unten kommt etwas raus, und zwischendurch sollten sie etwas eingeölt werden. Diese einfachen Handreichungen könne jemand anders für einen erledigen, heißt es. Man selbst habe Anspruchsvolleres zu tun. Was ist anspruchsvoller, als Kinder zu erziehen?

{"... erziehen?" Dieses Wort!? Schrecklich, *ich möchte doch kurz darauf eingehen, hat so was verkrampftes, als wenn Mensch die kleinen Menschen - oder auch alle Anderen - ziehen müsste, sonst wüchsen sie nicht, oder wüchsen schlecht? Was für eine verkrampfte Haltung zur Fremdheit und Jugendlichkeit kommt da zum AusDruck?

Erdrücken vielleicht, oder auch Eindrücken, oder Ausziehen, nein, das war schon vergeben und das mit dem Erdrücken wurde sehr bald verworfen, weil, das war zu offensichtlich, also landete deutschsprachiges Mensch bei: erziehen.
Wussten Sie, dass das Präfix 'er' eine abgeschwächte Abwandlung des alten Präfix 'ur, Ur' ist und wie dieses "heraus, hervor" bedeutet? Dass somit also die "Erziehung" als Inhalt und voll ausgeschrieben eine "Herausziehung" ist. Der Geburtsvorgang findet seine Fortsetzung also auch ausserhalb; das Ziehen hört nicht auf, als würde die Lebendigkeit nicht von Selbst (!) wachsen wollen, aber das braucht Vertrauen und Was hat das schon, oder "sehe" ich das jetzt alles nur zu eng?

Mag ja sein. Ja bestimmt.
Noch ein Wort zum "... ist anspruchsvoller, als ...": klingt wieder sehr nach Überforderung und Überaufgeregtheit, ich mag diese [Über]Steigerungen nicht besonders, sie werden der Wirklichkeit seltenst gerecht, eben weil sie über und äusserst sind und das ist kaum etwas oder auch Eines, wenigstens für mich.

Anspruchsvoller als Kinder zu zeugen und Sie neben-s ich aufwachsen zu lassen ist viel, sehr viel, fast alles andere, denn das mit dem Kinder zeugen und betreuen ist Uns fast der wichtigste Auftrag der Natur, des DaSein, das ist Uns "in die Wiege gelegt worden", ist in den Genen eingewoben und zwar zentral, zentraler geht kaum mehr.

Aber jetzt kommt Uns die zunehmende Selbst-Wichtigkeit immer mehr in die Quere, die vermaledeite (?) Individualisierung und die bringt so manche Distanzierungen und Verunsicherungen in die engsten (einengenden?) Beziehungen ein und dann auch noch die stets und immer weiter zunehmenden Entwicklungs->Richtungen des menschlichen DaSein; ich möchte [nicht?] wissen, wieviel davon, also von den Veränderungen der gesellschaftlichen und auch technischen Realität, zu den "modernen" Überforderungen und Verunsicherungen beiträgt?}

Die Kunst der Erziehung

Die Beziehung zu einem Kind wächst langsam in einem beiderseitigen Annäherungsprozeß. Der kleine Mensch ist überaus sensibel, fordernd und egozentrisch - jemand, mit dem man sich vertraut machen, auf den man sich einlassen muß. Welches Gepäck dieses Kind mitbringt, steht ihm nicht auf der Stirn geschrieben, es kann nur im Zusammenleben erfahren werden, denn jedes Kind ist anders. Gerade weil der kleine Mensch so offen und formbar ist, besteht die Kunst der Erziehung darin, ihn nicht zu verformen, sondern ihm dabei zu helfen, der zu werden, der er im Keim schon ist.

Wer sagt denn, Kinder zu erziehen sei leicht? Es gibt Momente, da fühlt man sich eingeengt, weil liebe Gewohnheiten aufgegeben werden müssen, weil man zuwenig Geduld aufbringt, weil der Druck zu groß ist, ständig verfügbar sein zu sollen, weil weniger Geld da ist, weil das Berufsleben oft viel einfacher und abwechslungsreicher ist. Aber Kinder fordern uns heraus, das Beste von uns zu geben. Alles muß glaubwürdig vorgelebt werden, da gibt es kein Entrinnen.

Vorträge sind sinnlos

Schon die Kleinen spüren genau, ob Erzieher aus innerer Überzeugung handeln oder ob sie nur so tun als ob. Auch wenn die Kinder so weit sind, daß sie eigene Sätze bilden und den Verstand zu gebrauchen lernen, hat es keinen Sinn, ihnen Vorträge zu halten. Dann heißt es, einfache Bilder für abstrakte Inhalte finden, den eigenen Glauben abtasten, sich in kindliche Gedankengänge hineinversetzen.

Je kleiner Kinder sind, desto weniger können sie mit Erklärungen anfangen. Aber sie nehmen Berührungen auf, Wärme, Zärtlichkeit, Bewegung, Rhythmus, Melodien. Lange bevor sie sprechen können, sind sie emotional erreichbar mit einer unendlichen Fülle von Möglichkeiten. Die Stimmen, die sie schon als Ungeborene gehört haben, bekommen Gesichter. Es gibt Nähe und Distanz, das gegenseitige Imitieren der Mimik, Gurren und Lachen und Weinen, laut und leise, Greifen, Sich-Wehren, Sich-Aneinanderschmiegen.

Der überflüssige Erzieher

Man spürt das langsam wachsende Gefühl von Identität im Kind an den ersten Wortbildungen und den lustvoll und herausfordernd immer wieder abgefragten Wiederholungen der Spiele, denn nur das Vertraute schenkt ihm Sicherheit. Irgendwann fühlt es sich sicher genug. Dann wendet es sich fremden Menschen zu, um das Gelernte an ihnen auszuprobieren. Im Heranwachsen eines Kindes gibt es immer wieder diese Momente, wo es loslassen will und weitergehen. Die gilt es zu erkennen, denn dann brauchen sie jemanden, der sie ermutigt. Der beste Erzieher ist der, der sich nach und nach überflüssig macht.

Wir alle sehnen uns nach diesen inneren Landschaften des Friedens, die man gern das Paradies der Kindheit nennt und die das filigrane Gerüst der Seele stützen. Wer von ihnen erfüllt ist, wird auch den weniger friedvollen und weniger paradiesischen Umständen späterer Jahre gewachsen sein.
Ende Artikel

Als wenn nur das Kind-Sein den Garten Eden bereithalten würde. Unsinn!¡

Wie würde ein Freundin es ausdrücken: Geschwurbel.
Aber so was von kopfnickend zustimmiges Geschwurbel, dass es schon wieder normal und akzeptiert ist, dass es so sein muss! Ja, nur die Kindheit ist paradisisch, weil dumm, weil abhängig, weil niedlich, weil unerfahren, weil verantwortungslos. Als sei das nicht auch in der ausgewachsenen Version normal.

Bitte, schlagen Sie m*ich jetzt nicht, aber wenn *ich so umherschweife mit den Ohren und den anderen Sinnen, erkenn *ich kaum anderes als das ewige Kind-Sein. Das un-ernst sein, das Heute so Morgen so, das ist MEINS!!!, und ich bins nicht gewesen, das Andere da wars! Was könnte die Gesellschaft des Menschen aus der Fülle, die die Natur, das DaSein ist, alles machen!; aber was machen Wir daraus: Mangel.

Wir kommen mit dem Reichlich einfach noch nicht zurecht, alles wird beschränkt, von den einfachsten Dingen, wie dem Gas, in dem Wir erLeben (Luft), dem Wasser, aus dem Wir grösstenteils bestehen (beschränkt auch durch Verschmutzung, nicht nur durch Profit), bis zu den komplexeren Handlungen wie Zuneigung oder gar so komplexen Handlungs-Folge-Abschätzungen und -Vor-Abwägungen, wie der Verantwortung. Alles Reichlich vorhanden, aber in und mit Uns beschränkt.

Das beschränkte RaumZeit-Alter jedoch nähert-s ich dem Ende zu, aber das ist wieder ein anderer Beitrag.
Bleiben Sie mir trotzdem gewogen.
Tsch mit ö.