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Sonntag, 1. Dezember 2013

Liebes-Druck und Selbst-Fragen

Als ein-Es, das in der Kindheit und Jugend sehr oft, fast nur, gesagt bekommen hat, dass Es geliebt ist und danach ignoriert oder gar geschlagen wurde, werden die Leses bestimmt verstehen, warum Oliver-August Lützenich mit dem Wörtchen "Liebe" so etliche Probleme habe. Liebe ist also auch eine "Unterschrift" für Ignoranz und Gewalt. Liebe ist ein Wort, das *ich Selbst sehr oft benutzt habe, in gleicher Art wie *ich es kennengelernt habe, allerdings und das ist eine ganz wichtige Verschiedenheit!: OHNE Gewalt, aber ignoriert oder sogar abgelehnt habe *ich mit diesem Wort schon.

Ich liebe dich oder das, ist also oft und öfter ohne Gefühl, ohne besondere Bedeutung, ohne interessierte Verbundenheit, ohne wirkliche Aufmerksamkeit, Achtsamkeit, freundliche Hinwendung, freiwillige Hilfestellung, ohne das Bedürfnis aufrichtiger Nähe und langdauernder RaumZeit-Begleitung, von Zärtlichkeit und VorSichtigkeit im MitEinander, also ohne ein Gefühl der persönlichen Notwendigkeit Dessen, Was oder an/zu Wen ein-Es dieses Wort richtet. Die Liebe zu-/hinsagt oder schreibt oder eben auch schreit. (Diese zwei Sätze muss auch *ich zwei drei mal lesen, um den Zusammenhang zu behalten, aber *ich mochte darin hineinpacken, was das Wort "Liebe" im besten/schönsten Fall enthält.)

Mir ist vollkommen klar, dass das Literatur, das Theater, ..., allgemein also das Kunst und auch das Glauben und Hoffen meist etwas anderes transportieren wollen oder auch müsssen, jedoch für *mich hier ist die Wirklichkeit ein anderes einspüren.
Warum *ich dies hier schreibe? Es ist ein abarbeiten an diesen - nur für *mich hier vielleicht? - falschen Vorstellungen und Inhalten dieses Wortes.
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An einer Friedhofsmauer in B-Kreuzberg
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Es folgt ein leicht veränderter Beitrag aus der SprechLichtung von 10.2012.

Ein kleiner philosophischer Fluss, nein, ein Bach, der durch blühende baumbestandene Wiesen mäandert und dabei manchmal zufrieden gluckert, still geniesst, und sich an manchen Stellen auch einfach wundert. Was so alles aus den Bäumen herausfällt, oder von den Wiesen in den Bach hinein plätschert.

Der Ernst ist die Quelle, die Freude das Ziel.

Bin ich ein Freund des Bewusst-Sein?

Kann ich als ein-Es des EsLebewesen, welche mit Bewusst-Sein ausgestattet wurden - und die Leses wissen inzwischen, dass das für *mich Alle irdischen Lebewesen sind, also auch das Mensch - kann also ein EsLebewesen mit der Fähigkeit zur Bewusst-Heit, auch ein Freund des Bewusst-Sein sein? Ist also eine Freundschaft mit dem Selbst, eine ins Ich gespiegelte Freundschaft möglich? Eine Freundschaft, welche das Ich/Selbst nicht verlässt, das Selbst als Selbst-Freund, das Ich als ich-Freund?

Mir gefällt das nicht so richtig, weil Oliver-August Lützenich Probleme damit habe, die Liebe (Hin-/ZuNeigung, An-/ZuGehörigkeit, enge bis engste Verbundenheit) und damit auch die Freundschaft auf das Selbst zu beziehen.

Die Leses meines Beitrags "Hat das Mensch einen freien Willen?", hier im Verantworten-Blog, wissen, dass die Freund-schaft aus der Liebe entstammt, aus einem [über]starken, fast zwanghaften Verbundenheitsgefühl, das die Mitglieder eines Stammes, einer Sippe, oder Familie für-/zueinander empfanden.
Empfinden mussten, weil ohne diese Erregung der Liebe (Verbundenheit, auch Freund-schaft, Zuneigung, Hinwendung, Anlehnung, Hilfestellung), waren die damaligen Menschen in der Entstehungs-RaumZeit der Sprache verloren.
Ohne diese Erregung der starken Zuneigung und Hinwendung (weiteres s.o.) zu den Ander-Es der Gemeinschaft, drohte der Ausschluss und damit meist der sichere Tod.

Die neuen Leses, möchte ich auch auf einen weiteren Beitrag zu diesem Thema, hier im Verantworten-Blog hinweisen: "Die Freiheit der Liebe".

Die Liebe (ist - nur für *mich hier - mehr als das Verlangen nach Sex, wesentlich mehr als die Lust, obwohl ich immer wieder mit MitMenschen spreche, davon lese und und in Filmen bemerke, dass für sehr viele Menschen Liebe und Sex fast Deckungsgleich sind: Sex ist dort nicht mehr aber auch nicht weniger, als das auserregen der Liebe) ist für *mich eine Erregung, ein Gefühl, das immer mit einem Zwang zur Anpassung verbunden ist. Noch.

Bisher spüre und fühle *ich meist folgendes:

Für ein-Es, das aus dem starken Zwang, einer sehr [engen] Zugehörigkeit kommt, ist eine Liebe, die  w e n i g e r  Zwanghaft ist, auch schon eine Befreiung.

Kommt also stets darauf an, aus welcher Art von Verbindung und welchen Verhältnissen ein-Es entkommen ist, ob Es die Liebe [einengt] oder seltener auch b e f r e i t.

Und wie die Leses vielleicht an vielen Ereignissen in der aktuellen RaumZeit-Phase bemerken können, kann auch die Befreiung aus den Zwängen (UmKlammerung) der Liebe (Zugehörigkeiten z.B.: [Religions-/Dorf-]Gemeinschaft), so unangenehm sein, dass die Befrei-Es sogar zum Feind werden (die Leses, des Beitrags "Hat das Mensch ..." wissen wiederum, dass auch das Feind aus der Liebe entstammt) und der Zwang zur FestHaltung, Beibehaltung der Liebes-Prägung bis zur Tötung des/r Befrei-Es geht.

-Nebenbei: Verzeihen Sie mir bitte die vielen Einschübe und Klammern, aber *ich bin die Befürchtung, dass ich sonst die Hälfte nicht zu Ihnen transportiere, dass also die Informationen an einer Schranke zwischen sensorischem und Neo-Kortex (Sprach-Bewusst-Sein) und dem motorischen Kortex (Arm-Hand, des hier schreibenden Autors) irgendwie hängen bleiben, deshalb lieber ein bisschen mehr als zu wenig. Sie sind ja imstande, das Ihnen bereits geläufige zu überlesen. Danke.-

Die Liebe wird - wie alle anderen Gefühle und GefühlsKombinationen (z.B. Freundlichkeit) und alles Empfinden (also die Bewertung und Einordnung (Interpretation) des erspürten) auch  -, in ihrem er- und gelebten Umfang in den AnfangsJahren eines Lebewesens geprägt.
Und diese Prägung ist sehr mächtig, so mächtig, dass schon der leiseste Versuch der Veränderung (aktuell besonders deutlich und nahe zu beobachten auch in Russland und der Ukraine), egal ob enger oder weiter, auch zur aggressiven Ablehnung führen kann. 
Kommt ganz darauf an Was und Wie diese Veränderung angegangen und angetragen wird. Ob Wir in EU und den USA zum Beispiel die Veränderungen der EsLebensverhältnisse (Kultur) in Afrika oder auch in Mittelasien (Irak, Pakistan, Afghanistan), respekt- und achtungsvoll angehen, bezweifle ich dabei sehr.

Eine wichtige Frage:

Können die Leses vergangene und aktuelle Ereignisse eines EsLebewesens, besser: einer EsLebewesen-Form auch aus dessen Aufbau und Verhältnissen erklären, also in Unserem Fall, aus denen des Menschen?
Können die Geschehnisse einer Spezies auch aus dessen Biologie, Anatomie und den Umweltbedingungen erklärt werden, somit nicht nur aus und mit einem grossen Teil-Bereich, in Unserem Fall anhand von blossen Fakten, also auch von Regional-Ethiken (Mythen, Religionen), Regional-Prägungen (Moral, Recht) und/oder auch anhand von Gruppen-Wünschen, Ideen und Zielen?
All das weitestgehend ohne den Bereich der Gefühle (Emotionen), also den jeweils persönlichen inneren Bewegungen (z.B. auch die Triebe, wie Selbst-Erhalt, Fortpflanzung (auch von Kultur und Kunst), Stellung/Macht; Angst, aber auch EntdeckerDrang (NeuGier), sowie der Freude an der Individualität (Selbst-Bewusst-Heit)) und den ebenso persönlichen Empfindungen, also den Bewegungen zwischen den EsLebewesen; aber auch dem Spüren (Empfinden) des jeweils inneren Gefühls (im Bewusst-Sein).

In dem Beitrag "Die Erregung der Schönheit II" hier im Verantworten-Blog, bin ich näher auf die Verschiedenheit von Gefühl und Gespür eingegangen, so wie ich sie bewerte.

Können somit die biologischen und klimatischen Bedingungen eines EsLebewesens, einer EsLebensForm zur Erklärung der Entwicklung und dessen Verhaltens im MitEinander herangezoomt werden, müssen sie sogar, oder ist es unmöglich, vielleicht sogar verboten, die Verhältnismässigkeiten zwischen EsLebewesen mit deren Aufbau und Funktionen und deren Umgebungsverhältnissen zu bewerten und zu erklären?

Die Liebe ist eine körperliche Erregung und erfüllt auch im und zwischen den Menschen eine Funktion, ist eine Wirkung und ein Wirkstoff (z.B. Oxytocin und verschiedene Opioide). Sollte diese Erregung besser aus der Bewertung und Erklärung menschlichen Verhaltens excludiert werden?

Zweites Nebenbei: Es gibt die Bewegung der Transhumanisten, diese möchten den Menschen von seiner Körperlichkeit "befreien", um das Mensch vom Sterbenvom Tod zu erlösen und nebenbei auch noch zu optimieren, zu verbessern. Wenn ich diesen Menschen zulese und zuhöre, empfinde *ich Bedauern und auch Leid. Eines sagte wörtlich: "Wir müssen das Individuum von seinem fehlbaren Körper - diesem Fleischklumpen -, entkoppeln, um dem körperlichen Tod zu entkommen und ein Teil des Netzes zu werden."
In all dem erkenne ich keinerlei Individualität, keine tiefere und weitere Ahnung davon, sondern Kontrollwahn, Lebendigkeits-Einengung auf blosse maschinelle - also weder freudvolle noch leidgesättigte - Informations-Anhäufung und -Verwertbarkeit - jegliche EsLebendigkeit als Sache (WarenCharakter) - und jede Menge DaSeins- (auch Umwelt) und Selbst-Fremdheit.
Nenne ich das Selbst-Verblendung?
Im Netz ein-gegangen und von der Körperlichkeit ent-koppelt, wo bleibt da noch RaumZeit für die Verschiedenheiten jedes Einzeln-Es (Individuums).
In all den Ideen dieser Bewegung erkenne ich keine gereifte Individualität, keine Vielfalt, keine Verspieltheit, dafür aber viel Angst, also nur die gehemmte/erschreckte Form von Emotion.
Nenne ich das Selbst-Verstümmelung?

AbSchliessend:

Was wissen Wir Menschen inzwischen von Uns?
Was wissen Wir von unserer Herkunft, von den Bedingungen und auch Zwängen, in denen Wir entstanden sind, was Wissen Wir inzwischen von Unserem Aufbau, Unserer Funktions- und Wirkungsweise. Einzelne Viel, die Meisten nichts (... und Sie wissen, das "nichts" ist zumindest "wenig")?
Haben Wir inzwischen genug Mut, im (während des) DaSein genauer hinzuspüren und hineinzufühlen an und in Uns Selbst?

Es gibt noch so einige Tabus. Eines davon ist vielleicht die Liebe, als da sind auch andere Gefühle, wie Neid, Egoismus und Ignoranz, ..., ist der Sex, also die Fortpflanzung und das Geschlecht. Ist die Individualität auch so ein Tabu?
Nenne ich das Selbst-Verteidigung?

Wir wissen noch so wenig von Uns und sind schon eiffrig dabei, das wenige, das Wir wissen auf andere Materialien, die ein wenig haltbarer sind zu übertragen.
Was wird da wohl übertragen? Das ganze Selbst?
Nenne ich das Selbst-Flucht?

Ich bin das Gefühl und Empfinden, das Mensch flieht noch [etwas] vor dem Mensch-Sein in die Maschine und verkauft das dann, als die "Über-windung" des Todes und als Verbesserung und Optimierung der Lebendigkeit.
Braucht die Natur, das DaSein, die Hilfe des Menschen dazu?
Nenne ich das Selbst-Unterschätzung?

Warum flüchten so Viel-Es das Selbst, noch bevor Es wenigstens halbwegs er-/begriffen ist?

Klar, um zu funktionieren, um in Unserem aktuellen Alltag zurechtzukommen, braucht es keine weiter und näher reichenden Erkenntnisse vom Selbst. Da reicht es auch fernerhin aus, das Begreiffen des Selbst zu vermeiden.
Wir unterschätzen das Selbst noch gewaltig, wir können das Potential unserer Selbst noch gar nicht in Gänze aus"spielen", besser: ausEsleben, da Wir noch viel zu wenig von und in Uns wissen, erspüren und erfühlen, ergo: Begreiffen.
Wir sind in Allem noch ziemlich eng.
Was nenne ich Selbst-Befreiung?

Die Liebe mag eine schöne Erregung sein, aber auch die Liebe braucht Entwicklung und Erweiterung, erst wenn die Liebe wesentlich mehr RaumZeit und EntscheidungsFreiheit darin anbietet, bin *ich zur Liebe bereit, jetzt ist die [Liebe] meist ein Mittel der EinEngung, der Selbst-Zensur und sogar der Selbst-Dressur.

Jetzt bin ich vom Bewusst-Sein, von dem ich eigentlich schreiben wollte, aber völlig abgekommen und bei der Liebe gelandet, aber ich hole das Bewusst-Sein nach. Und von der Liebe gäbe es auch noch so einiges zu schreiben und zu fühlen und zu empfinden, auch das hole *ich aus dem persönlichen Selbst und vielleicht mit den Leses, aus Uns heraus und fülle es in Worte und Sätze und Geschichten, weil es wichtig und sooo wertvoll ist, weil Wir Menschen sooo wertvoll sind.
Viel zu wertvoll, als zu Metall und läppischen Bits und Bytes verhackstückt zu werden.
Nenne ich das Selbst-Vernichtung?

Warum schreit das Mensch in Ihnen nicht laut auf, bei der Vorstellung zur blossen Technik reduziert zu werden, von einem analogen zu einem binären Wesen (ich vergesse dabei die nächste Entwicklung der QuantenComputer beileibe nicht, aber auch die Eindampfung des Menschlichen in eine QuantenComputer-Materialität ist eine (derbe?) Reduzierung) umgestaltet zu werden, anstatt das riesige Potential, das Wir bereits und erst noch sind freizulegen und zu fördern?
Warum nur?

Wahrscheinlich genau deswegen, weil kaum Eines wirklich begreift, Was Wir sind, Wie Wir sind und Was aus Uns noch werden könnte, Nein, Wir machen es Uns "leicht und lassen Uns auf Chipgrösse eindampfen, weil vielleicht genau das die Grösse ist, die Wir von Uns und in Uns bisher wahrhaben und wahrnehmen?

Das meiste (im) Menschen ist scheints mit der Winzigkeit und "Un(?)-Wichtigkeit", das Es für die Masse ist und damit auch für das DaSein, zufrieden.
Oliver-August Lützenich möchte mehr, wesentlich mehr!
Nenne ich das Selbst-Bewusst-Sein?

Selbst-Erweiterung ist das nächste Ziel.
Aber jetzt Gute[n] ?

PS: Bleiben Sie mir gewogen, trotz der Kritik an der Liebe. Weil *ich daran zweifle?

Freitag, 15. November 2013

Kunst-Grenze

Diesen Beitrag trug ich seit einem Jahr in der SprechLichtung spazieren, dort wurde es auch ein paar mal aufgerufen, aber es brauchte inzwischen schon eine kleine Erweiterung in Richtung Genauigkeit und auch Selbst-Entblössung.
Denn, wenn Oliver-August Lützenich schon so DaZwischen-EndGültig urteile, muss *ich diese Kriterien auch bei *mir anlegen und dabei zugeben: Oliver-August Lützenich verfehle das Neue (noch) um Längen.
Noch sitze *ich hier bequem auf den vielen Künstl-Es und Philosoph-Es und Schreib-Es, die hinter *mir in die Vergangenheit abtauchen, während *ich hier Vorne noch nix richtig wahr-nehme; vielleicht weil *ich kurzsichtig bin?
Ausserdem möchte *ich hier in dieses Blog alle "Kunst"-Beiträge zusammenführen.

Vor ein paar Tagen wurde ein Triptychon von Francis Bacon für 142 Millionen US-$ versteigert. Eine Bestätigung. Eine Bestätigung nur für *mich und das, was *ich bereits seit Jahren ansteigend merke: die Kunst ist inzwischen insgesamt an eine Grenze gelangt, von der das Weiter nur ein Zurück ist, ein Weiter so, und, wie *ich bereits in meinem Geld-Gedicht erschrieb: das Geld ist mehr und mehr Ersatz für Fantasie und Weisheit.

Vielleicht ist es deshalb so reichlich vorhanden und wird damit auch in die Kunst gepumpt. Die davon inzwischen weitgehend frei ist. Die Fantasie wird auch aus der Kunst ins Geld gepumpt und dann daneben abgelegt. Die Bank nimmt Beides gerne. Geld-Kunst.

Diese Form der Geld-Kunst hat den Banken so einiges an phantastischen neuen Produkten beschert, die Reichen dabei reicher und die Ärmeren ärmer gemacht: Geld-Kunst ist RaubTier-Kunst. Die Fantasie, die in das Geld-Kunst enthalten ist, wird also zum fressen verwendet. Raubtiere fressen gerne. Dabei kommt allerdings selten mehr als nur Scheisse bei raus. Allerdings gibt es wiederum genug ErLebewesen, die nur Scheisse fressen können, also die Fliegen fliegen ganz froh, um die Geld-Kunst herum.

Damit ist aber auch ganz deutlich geschrieben, dass es eben gerade Jetzt hervorragende Kunst und Künstl-Es gibt - Banksy finde *ich zum Beispiel sehr aktuell, sehr wichtig und auch witzig und originell. Arcade Fire machen richtig gute Musik. Und Viel-Es mehr!


Alles selbst-verständlich mit dem Vorbehalt, dass *ich hier von allen menschlichen Künstl-Es vielleicht 0,0000... irgendkleines Promillchen kenne, also quasi k[aum]ein-Es. Und trotzdem schreibe *ich hier ein Urteil rein, schon irgendwie anmassend.

Na, und Oliver-August Lützenich hier bin auch nicht weiter, als bis zu dieser allgemeinen Grenze gekommen, *mein Weg kann also auch nur der Zurück sein. Weil *ich die Grenze zur ErNeuerung bisher nicht überschreiten konnte. Die Tür oder das Tor oder auch die Lücke, oder die Leiter oder den Spaten finde *ich bisher nicht, mit dem *ich unter oder über oder durch die Grenze hinwegg komme.

Ab hier nun der vorjährige Beitrag mit etwas Neuerem (oder schreibe *ich besser: mit etwas Älterem noch dazu? Nein, oder. Damit würde *ich die Leses nur verwirren) darein gemischt.

Immer öfter taucht beim ansehen, anhören und sonstigen bespüren von Kunst in *mir das Gefühl der Langeweile auf. Das Empfinden schon öfter - vielleicht schon dutzende male oder noch öfter -, Jenes, was da auftaucht - be- oder gespielt wird - oder erscheint, bereits erspürt und erfühlt zu haben. Und? Und weiter?

Was gibt Neues?
Dazu eine Frage:
Schon seit ziemlich langer Zeit, bin ich ein Bekannter.
Kann ich je ein Neuer[-Es] sein, gar ein ErNeuer-Es?
Ist einem (alten) Bekannten je das Neue möglich?
Ja, auf jeden Fall, irgendwie schon, denn, nur aus dem Alten kann das Neue wachsen, bisher ist das jedenfalls so.
Also ist das Neue immer schon Alt, bevor es Neu wird. Es ist also die Frage: Wie Neu ist das Alte, oder auch: Wie Alt ist das Neue?
Etwas völlig Neues, also Etwas, das ohne Altes auskommt, gibt es nicht. Banal, ich weiss.
Eine kurze Einleitung vor einer "künstlichen" Frage.

Hier zwei kleine Beispiele, von einer Erneuerung und einer angenehmen Fortführung des Alten von ein und demSelben Künstler.
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Das ist Turner der Erneuerer:
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William Turner, "Sunrise with Seamonsters", ca. 1845
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und das ist Turner der Genre-Maler, fürs Geld:
(achten Sie auf die rote Boje (halbrechts unten), die gab
und gibt dem Bild das kleine UnGleichgewicht, das
das Besondere ausmacht und womit Turner bei
einem Salon vor einem Bild von John Constable
(http://www.wikipaintings.org/en/john-
constable/the-opening-of-waterloo-
bridge-seen-from-
whitehall-stairs)
gewann.)
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William Turner, "Helvoetsluys", 1832
.
aber nun die Frage:

Wo ist die aktuelle Grenze für die Kunst?

Wie schon immer, ist die Masse der Kunst hässliche, vielleicht fehlerhafte, nette, brauchbare, bis sogar schöne und passende RaumZeit-Gestaltung. Die allermeisten Bilder sind Auflockerung von Wänden, handgemachte Tapeten und die allermeisten Skulpturen sind eine Halterung für ..., ein wenig Formung in den Kammern und auf den Plätzen der RaumZeit; das meiste Bühnengeschehen und -performen ist zur Unterhaltung und eine Gelegenheit mit Freunden oder Gleichgesinnten zusammenzukommen, und die Kunst der Mode zu zeigen; die schreibende Kunst schreibt sehr viel, auf Blätter und auf Wände und mit Licht, alles wunderbar und dann noch das Kunst-Handwerk, ganz ausgezeichnet, oder für Touristen, 99,999...% ist nett, belanglos bis überflüssig, aber für die Künstl-Es, hoffe ich, wenigstens ein Auskommen.
Für Einige - Künstl-Es wie Bekünstelt-Es -, ist die Künstlichkeit die Phase der Reifung und Erweiterung und für die Bekünstelt-Es ein wenig Freude oder auch Angeberei, so weit so bekannt. Eine weitere Binsenweisheit: die Kunst ist meist - bestenfalls - gelungene Innen-/AussenDekoration, Bei- und Schmuckwerk; aber wo ist die wenige/seltene Kunst, die aktuell aus dem Unbekannten berichtet?

Seit William Turner bot *mir kein Mal-Es mehr einen Blick aus den bekannten Grenzen hinaus und dann zurück hinein ins Licht, soweit das möglich ist, danach kam die langsame Flucht vor der Fotographie.
Es gab danach Maler, die *mich mit ihrer Kunst tief und nachhaltig beeindruckt haben, da wären Gustave Courbet (den ich hier zuHause am Arbeitsplatz direkt vor der Nase habe - als Zeitungsabdruck -, siehe unten), Georges Seurat und Francis Bacon, aber eine wirkliche Grenz-"Überschreitung" ist danach nur noch Marcel Duchamp gelungen, aber nicht als Maler, sondern als deutlicher Erweiterer der Kunst, mitten in den Alltag hinein und da auch gleich - als Zweites - zu unseren flüssigen Ausscheidungen hin. Ab dem Moment begann die Verwirrung und radikale Verbreitung und Verbreiterung der Kunst und dessen, was die Kunst ist. Hin zur Jetzt üblichen Geld-Kunst.

Marina Abramovic ist grosse Kunst, eine des Wenig-Es, die nach Innen geht, Tief hinein. Wo Jetzt  - und das bestimmt wohl die Geld-Kunst - fast AllEs und All-Es nach Aussen geht.

Und die Fotographie bietet Uns Heute die Flucht in die "Malerei", "Fotos" von Mondrian, Rothko und Klein durch Fotoshop, der ewige Aischylos und Sokrates, der dauernde Shakespeare und Kant und der besondere Brecht oder auch Nietzsche.
Der ein ErNeuerer war.

Und daneben viel Ge-Schocker, Geschrei, Nacktes, Alltägliches, Selbst-Gefälliges, Bilder-Bücher, Demos auf der Strasse und auf der Bühne, Langweiliges, austrainiertes GeHopse und jede Menge technischem Riesen-Super-Wahnsinns-Gespiele und Gedröhn, einschüchternd oder überfällig und eine fast schon unendliche Menge an bereits Währenddessen vergessenem.

Alles notwendig und ganz und gar unterstützens- und fördernswert!
Anders wäre auch ich gar nie nicht auf diesen Beitrag gekommen, wenn das alles nicht geschehen, gefordert und gefördert würde.

Oliver-August Lützenich war dumpf und eng und nur durch diese Menge an (alt-)bekannter Kunst, auch der langweiligen und bloss verschönernden und schnell vergessenen, bin *ich langsam aufgegangen und habe zaghaft entdeckt, was es Alles gibt und was Alles machbar und darstellbar ist und wie vielfältig und vielfarbig ich und das Drummherum ist, was ich alles noch kann und könnte und was Alles noch geht und ginge, wenn ..., oder auch Sie.
So, wie das Mensch zu 99,999...% Masse und nur zu einem sehr geringen Teil Klugheit und gar Weisheit ist, so ist auch die (alt-)bekannte, die aktuelle Kunst.

Die Vergangenheit ist voll von Hinausgreif-Es und Hereinhol-Es, so viele Namen, trotz der nur wenigen Promille des Ganzen, darin auch die bereits oben erwähnten, aber wo und Was (Er und Sie + Alles DaZwischen und DaNeben = Was) ist das aktuelle Mensch, das aus den Eingeweiden des Lichts - also auch eines Menschen - oder aus den Weiten, in die Unser Licht (noch) nicht reicht, berichtet oder bereits davon träumt? Und Was das Innenleben des DaSein auch nur für einige Momente zu verlassen imstande ist, um vom unentdeckten, vom gänzlich Neuen und Unerfahrenen zu schreiben, zu zeichnen, zu formen, zu benoten, zu beformeln (fx=h1+y?), zu tanzen, zuzurufen oder etwas ganz Neues vom Ganz Neuen?
Keine Phantasie, sondern neue Wirklichkeit: Voraus-Gefühlt/Gespürt.

Vielleicht bin Oliver-August Lützenich ja auch blind und taub und dumm, aber ich entdecke nur (alt-)bekanntes und wiederholtes in dem "Neuen", das mir aktuell dargeboten wird. Menschenweit.
Aber klar, ich bin nicht überall und bekomme auch nicht alles mit, was so an- und dargeboten wird, aber das, was mir so an- und dargeboten wird, ist nur Bekanntes und schon Vorhandenes, bestenfalls mal mit einem Kleckselchen hier, mit einem Zipfelchen da, mit einem Tönchen dort und ein wenig anderem Rhythmus, das etwas anders ist, als bereits vorher an- und dargeboten, aber eben doch schon Bekanntes.

Was vorher getrennt oder verschieden war, wird nun eiffrig ver- und gemischt, schön und gut; und geht auch in die Beine oder lässt den Kopf wippen. Ja, wunderbar. Mancher Text ist anrührend, viele Informationen einem Selbst unbekannt, aber alles andere als Neu. 
Inzwischen ist mir zumindest [fast?] alles bekannt, über fünf Ecken vielleicht und manches nur aus der Ferne, aber Bekanntes.
Alles Schön und Gut, ich bin wahrlich alles Andere, als ein Kunst-Kritiker in irgendeinem Bereich, aber ich urteile trotzdem, ganz öffentlich, und bemerke:

Keine aktuelle Kunst ist - *mich - überraschend, oder über das übliche hinaus spannend.

Mischmasch (Crossover), Altes, Aufgehübschtes bis schreiend überbetont oder entkleidet, und so einiges mehr kunstvoll verändert und verformt, jedoch nirgendwas Neues.

Alle Kunst ist Bekanntes.
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Können Sie das Bild von Gustave Courbet erkennen?
"Portrait de l'artiste, dit Le Désespéré"
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Ist die Wissenschaft auch Kunst?
Ja.
Seit Einstein, Pauli, Schrödinger und Feynman keine neue Kunst mehr.
Nobelpreise für Kunst-Handwerker.
Zu 99,999...% für Kunst-Handwerker.

Primo Levi bekam keinen, Jean Améry bekam keinen. Obwohl sie mit den Fingern jenseits des Bekannten waren. Aber eben im Schmerz, im wirklich schwer verletzenden, im derben Schmerz; aber die Preise bekommen die Menschen, die im romantischen Schmerz zu Hause sind, allseits Nobel, aber eben wenig Tief.

Gut, der Nobelpreis ist ein Preis für gutes Kunst-Handwerk, geschenkt, ich vergesse stets, die 99,999...%-Regel des DaSein. Eine wichtige Regel!
Doch irgendwie, fehlt mir inzwischen der kleine aber feine Rest zu 100%.
Ich vermisse die Spitzen, das Herausragende aus der Masse, wo ich auch hinspüre und auch in mich hineinfühle, ich fühle und spüre immer Masse, nur den Rest fühle und spüre ich nicht. Vielleicht -noch- nicht, vielleicht auch in meiner RaumZeit-Spanne gar nicht.
Was weiss das schon?

Die Langeweile nimmt zu, derweil bin *ich jedoch noch zu jung für den Ausklang der ErLebendigkeit, für ein dement langweiliges, gefüttertes, sabberndes, infusionstropfend kunstvolles die Jahrzehnte-auslaufen-lassen.

Wo und Was ist die Überraschung, das UnBekannte, das erschütternd Neue aus/von einem Bereiche der Wirklichkeit, das noch UnMenschlich ist, das UnTierisch ist, das jede unserer Vorstellungen und Erwartungen und Hoffnungen und Gelübde und Wünsche und Phantasien sprengt; na, vielleicht nicht sprengt, weil das zu gewalttätig ist, nein; das brauchen Wir nicht!; also etwas, das Alles Bekannte und Befreundete und bereits Gefühlte und Gespürte mit einem mal auch als solches fühlbar und spürbar macht: als Alt eben.

Das Maschine ist Alt,
Was ist das Neue.
Das Mensch ist Alt.
Was ist das Neue.
Das Kunst ist Alt.
Was ist das Neue?
Diese Welt ist Alt,
Wo ist eine Neue?
Dieses Universum ist ALT!
Woher kommt das Neue?
Und bitte mit Vorsicht!
Wir sind sehr zerbrechliche Wesen.

Dass das klar ist, bevor hier ein-Es auf die Idee zu Gewaltaktionen, also zu Auf-Brüchen, oder gar zu Vor-Schlägen kommt, Nein!; Wir brauchen weder Erbrochenes noch gar Erschlagen[d]es; Wir brauchen Futter für eine freudige Erweiterung, für eine wohlige ErNeuerung.

Kriege und Gemetzel und Ignoranz und "mir ist alles andere egal" und ein - über die Klinge springen lassen -, und ein - nur zu meinem/unseren Vorteil - u.s.w., hatten Wir schon mehr als gut tat/tut, das hat Uns nie besonders weit gebracht.
Jede Form der Gewalt ist Ur-Alt.

Das Neue ist entweder Alle Zufriedenstellend und Freudig, oder es ist Leid-bekannt Altes und langweilig, aber das Alte Leid kauf ich kein-Es mehr ab, da sche... ich drauf, bestenfalls.
Also, ...?
Was in Ihnen ist Neu, lassen Sie es doch endlich mal raus, tut auch nicht weh.
Aber *ich hab gut reden, von Ihnen verlangen und selbst verweigern.
Nein, das geht nicht, also, vergessen Sie es.
Zuerst komm ich und dann Sie.
In diesem Sinne, bey bey ...,
obwohl, das ist auch nicht neu,
also, ok oc bü ....

Freitag, 11. Oktober 2013

Vernunft-Folgen

Also heute, in 06.03.2023, finde *ich diesen Beitrag unvernünftig irgendwie unpassend, am liebsten würde *ich es löschen, aber es ist passiert, die ganze Rechthaber- oder Besserwisserei. Furchtbar. Statt herauszuheben und dem fast voll zuzustimmen, was unten, über *meinen Einlassungen steht, bin *ich voll stahlnervig reingegrätscht. Aber bitte, und es ist nicht verbessert, oder erneuert: 


Das folgende Beitrag ist eines der ersten (04/2012) aus der SprechLichtung und ist bereits 100 mal aufgerufen worden. Das ist zwar kein Rekord, der liegt bei knapp 500 Aufrufen (Schwindende Sprachen ...), ist aber auf jeden Fall eine Erneuerung und Erwähnung wert, weil der Rekord (498) eher dadurch zustande kommt, weil in dem Beitrag ein paar Bilder von Wassily Kandinsky eingeflochten sind und weniger durch meine Sätze darin. Ist so, muss ich hier neidlos anerkennen.
Das Beitrag, das ich nun noch einmal in etwas aufgehübschter und aktualisierter Version vor mich und Sie hinstelle, ist immerhin 100 mal aufgerufen worden, auch (auch!) wegen meiner Sätze darin, und das ist doch schon mal was.

Ab hier:
Ein Thema, das mich sehr persönlich betrifft, ist die UnGleichwertigkeit in der Bewertung und Betrachtung von sehr wohl gleichwertigen Grössen und Bereichen; und zwar sowohl in ein-Es Selbst, als auch bei gesellschaftlichen Belangen.
Als Beispiel: Wie geht ein-Es mit den sehr persönlichen körperlichen Bedürfnissen um, also trinkt Es ausreichend WASSER, isst Es ausreichend Vitamine, Mineralien, Kohlehydrate, Fette ..., wird die Haut ausreichend gepflegt und auch mit Streicheleinheiten versorgt und und und etc. pp?

Und darauf aufbauend, wie geht die Gesellschaft im mit-Einander um, Wir also Alle gemeinsam, wie behandeln Wir Fremdheit/Anders-Sein, Buntheit, Vielheit, Eigenheit, Privatheit, Ausgelassenheit, wie regeln und gestalten Wir die Infrastruktur der Gesellschaft, also Strassen, Kanäle, Leitungen, Ein-/Verkauf, ErLebeWesen- und Waren-Transport, Behörden, Polizei, Militär, Parks, Wälder, also alles Das worin, worauf und womit WIR Alle erleben?
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Max Beckmann, "Mondlandschaft"
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Hier ein Auszug aus dem FAZ-Blog «Deus ex Machina», mit dem Beitrag: "Pro-Ana-Blogs: Anleitung zum Unsichtbarsein".
»Nutzerinnen und Nutzer dokumentieren psychische Leiden auch öffentlich in sozialen Netzwerken. Die Plattformen müssen nun Wege finden, mit Fotos, die Selbstverletzung zeigen oder zur Magersucht anspornen sollen, sensibel umzugehen. Denn, das Netz durch ihr Löschen von den Bildern zu bereinigen, hilft Betroffenen wenig.
Das Netz soll ein Ort der Freiheit sein, doch in der digitalen Welt erfahren Nutzerinnen und Nutzer immer wieder, dass ihre persönliche Freiheit beschnitten wird: durch Äußerungen anderer User und durch Inhalte, die im Internet miteinander geteilt werden. In Communitys gibt es verschiedene Ansätze dafür, das Dasein im Netz füreinander so zu gestalten, dass diese Orte den Anforderungen an einen selbst erwählten Freiraum gerecht werden. ...
Die Sisyphusarbeit, Nutzerinhalte aus dem Netz zu entfernen, die psychische Leiden sichtbar machen, mag politisch korrekt erscheinen, sie hilft den Betroffenen jedoch wenig und wird Neuerkrankungen kaum verhindern können.
Denn es ist nicht das Netz, das krank ist und krank macht, es sind nicht die bloggenden Bulimiker und ritzende Teenager, die verrückt sind. Bilder, die zum Hungertod inspirieren sollen, geht eine Wirklichkeit voraus, die zum Kranksein und Kotzen inspiriert.«

darauf schrieb Oliver-August Lützenich:
Auch darum geht es doch in der Transparenz-Debatte.

Wie weit "zensieren" wir Menschen in und um Uns Selbst, was blenden Wir aus, weil es vermeintlich besser oder gar gesünder für Uns ist, wo schauen Wir wegg, weil es ebenso vermeintlich schlecht ist; und wo blicken Wir besser langsam genauer hin?

Die Armut/der Mangel (auch an Gefühl und Mit-Empfindung) einer grossen Menge Menschen, dadurch Verzweiflung, Teilnahmslosigkeit, Abschottung oder gewalttätige Auflehnung, Verwahrlosung, Unwissenheit, Demütigung, ...
Und auch der Reichtum von einer anderen - kleineren - Menge Menschen, in Wissen, Umsicht, Einfluss, Vielfalt (auch von Gefühl und Geborgenheit), Bewegungs- und Konsumfreiheit, Luxus, ...
Ich finde, die Zustände und Umstände in allen Richtungen und jeder Form sind für alle Mit-Menschen betrachtens- und bewertenswert, sie alle zählen ohne Zweifel zur menschlichen ErLebensWirklichkeit.

Insofern bin ich für jede Form der Transparenz.
Allerdings - und das ist für mich ganz wichtig: - FREIWILLIG, aber schon einfordernd!
Wie weit ein-Es das Einfühlen und -spüren (darin auch das Sehen), also die "Schleier" lüftet, muss jed-Es Selbst entscheiden. Allerdings sollte dabei klar sein und muss auch friedlich vermittelt werden, dass die Offenheit und Zugänglichkeit (Transparenz) ein (natürliches) gesellschaftliches Gebot ist.

Denn, soweit ich die Prozesse der Natur, also der Lebendigkeit, bisher verstehe, sind sie alle - auch - darauf angelegt: abgeschottete und verschlossene RaumZeit-Bereiche zu öffnen (also auch diese "Grenzen" zu überwinden, wie Wir das mit allen anderen Grenzen längst und intensivst tun; in jeder Art des Forschens), zu erkunden und zugänglich zu machen (das ist eine der Ursachen allen Fragens und Forschens).
Die Privatheit und Geheimniskrämerei ist - dann - kein Thema mehr, wenn Alle Menschen das Gebot der Wahrhaftigkeit und Verantwortung leben. Davon sind Wir noch ein ganzes Stück entfernt, aber die Richtung stimmt. Denn die Frage für *mich hier lautet mehr und mehr: Was "schützt" die Privatheit und Geheimniskrämerei?

Was wird da geschützt? Braucht das private DaSein des Menschen diesen "Schutz", und vor Was braucht ein-Es diesen Schutz?
Bisher ist es wohl so, dass das eine Mensch vor das andere Mensch[en] geschützt werden muss, weil ... Na, Sie [er]finden bestimmt ein paar Gründe dafür.
Und wenn Sie diese zusammengestellt haben, dann wissen Sie über-s ich Bescheid, oder? 
Dann wissen Sie, wie wir Menschen auf ganz natürlich Art (im) miteinander umgehen. Und dann wissen Sie auch - vielleicht? - wie Wir mit-Einander umgingen, wenn Wir in Freiheit mit-Einander umgehen werden, also ohne diese bisher völlig natürlichen Grenzen und Mauern und Zäune und Ein- und Ausschliessungen, die bisher unsere Privatheit "schützen" müssen. Alles ganz natürlich. Kein VorWurf!
Aber ist das der letzte Schrei?

Deshalb bin ich sicher, dass Wir mit einer allgemeinen Besserstellung und Ausstattung aller Menschen, also einem - solidarischeren Wettbewerb (SolidarKapitalismus?) -, -> das ist die Voraussetzung <-, die Transparenz verbessern und damit auch die (Selbst-)"Zensur" in alle Richtungen vermindern.

Dann ist - da bin ich sicher -, auch kein Mensch mehr gezwungen, mitten im Überfluss zu kotzen und zu hungern. Das ist, wie Vieles andere auch, für einen mitempfindenden Menschen beschämend. 
Dieses Verhalten zu verändern, dafür lohnt der Einsatz für ein Mehr an Transparenz, Gleichwertigkeit und besserer Ausstattung in und zwischen den Menschen.
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darauf ein MitKommentator @
ThorHa, 02. April 2012, 12:52:

@Oliver-August Lützenich - "Dann ist, da bin ich sicher, auch kein Mensch mehr gezwungen, mitten im Überfluss zu kotzen und zu hungern."

Nicht sehr wahrscheinlich. Der Mensch ist so beschaffen, dass manche immer einen Grund zum Unglücklichsein finden, manche manchmal, manche selten. Völlig unabhängig von der Beschaffenheit der Welt. Denn unsere Bedürfnisse, Träume und Wünsche sind immer grösser als die Mittel zu ihrer Befriedigung.

Gruss, Thorsten Haupts
-
weiter Oliver-August Lützenich:

Das folgende ist Philosophie, aber es ist trotzdem von dem Thema des Beitrags und den Kommentaren dazu inspiriert. Philosophie ist vorwiegend Fragen.

Das Geist aus der Flasche, das Gott aus der Maschine, der Verstand aus dem Körper. Kann es sein, dass die Vernunft gerade aus dem bisherigen Behältnis heraus möchte?
Dass das Bewusst-Sein, in dem Körper, das es nun schon länger bewohnt, inzwischen leidet?
Ist das Körper (Sie + Er + ? = Es) für den Verstand ein Gefängnis, eine Engstelle, aus der das Geist langsam aber sicher auswandern möchte?

Kein Organ verbraucht prozentual und anteilig soviel Energie/Kapital, wie das Gehirn des Menschen; die Gehirne anderer Tiere begnügen sich mit einem geringeren Anteil am "erwirtschafteten" Gesamthaushalt.
Das Mensch ist bisher der Vernunft ein guter Wirt gewesen, auf Dauer jedoch ist das Mensch vielleicht zu unflexibel und zu schwach, um dem Reise- und Forschungswilligen Bewusst-Sein weiterhin ein gutes und dienliches Zuhause/Gehäuse zu bieten. Ist das so?
Das Mensch kommt auch mit weniger Verstandes-Kapazität in der Lebendigkeit zurecht, das Vernunft jedoch braucht ein stärkeres und flexibleres Gehäuse, als es ein rein fleischlicher Körper noch bieten kann.

Ist das Science Fiction oder gar Unfug?

Und was hat das mit Magersucht zu tun?

Ein wenig Spekulation ist dabei erlaubt.

Aber Nein, bestenfalls am Rande und nur als leises Symptom für die Auswanderungs-Bemühungen des Bewusst-Seins (soviele Bezeichnungen für eine KörperLeistung!), aus der bisher wohligen und wärmenden Hülle.

Die Sonne bietet fast(!) unbegrenzte und leichte Energie, Quantenprozessoren sind (wenn ausgereift) ebenso leistungsfähig aber wesentlich unabhängiger (als die irdisch-mondlichen biologischen Anforderungen, als die sind: geringer ErLebenszyklus, eingeengte Wahr-Nehmung, körperliche Kontroll- und Steuerungs-Pflichten, Erdgebundenheit), als das Bewusst-Seins-Organ Gehirn, und nicht-zellulare Gehäuse sind wesentlich stabiler, stärker und wesentlich weniger (Krankheits-/Leidens-) anfällig; auf das bisschen Freude und Glück, das darin auch enthalten ist, kann das forschende Geist doch verzichten, oder es findet und erweitert diese sogar noch mehr in anderen Formen.

Was also hält das Vernunft, bei diesem Stand der Tatsachen noch zurück im Menschen?

Und was hat das mit Anorexie zu tun, und mit den m[it].a. von @ThorHa in Wirkung und Ausprägung angezweifelten gesellschaftlichen und innermenschlichen Problemen?
Alles.

Das Vernunft, das Verstand, das Bewusst-Sein, der Geist, die Cleverness, der Grips, die Neugier, das Interesse, das Hirn schaut oft fassungslos im direkten (Körper) und weiteren In- und Umfeld umher, was so alles krankt und schmerzt und getan werden muss, um das bisschen Erkennen und Begreifen zu gewährleisten!?

Also, versetzen Sie-[da]s ich doch mal kurz in den Zustand körperloser Folgerichtigkeit (Logik) und stellen die Frage: Wollen Sie weiterhin Körperlich sein?

Tja, da vergeht ein-Es der Hunger, auch wenn dafür noch andere Gründe dazu kommen, eines ist klar, je mehr Verstand, umso Fassungslos. Oder?

Und das schreibt ein Körper!
Ein Körper, das den Verstand, das ein-Es auch ist braucht, fördert, fordert und mindestens so gerne hat, wie die rechte Hand, die Es auch ist, oder ...

Deus ex Machina? Nein.

Aber: Mehr Vernunft in Alle Körper. Damit wäre uns Allen geholfen.

Wie bekommen Wir das hin?

------------------------------------Ende FAZ-Blog-Beitrag------------------------------

Und dabei ist mir vollständig bewusst, dass das DaSein und damit dieses Universum und darin auch Wir irdischen Lebewesen, ohne das unbewusste, völlig unlogische und total schweigende Etwas (Materie, Körper), das in das RaumSZeit steckt - und das auch (meist?) chaotische und zufällige Ereignisse, Zusammenfügungen und Richtungsänderungen produziert -, nicht wären.


Fazit: Ohne Extreme, ohne Verweigerung, ohne Zufälle, ohne Unberechenbarkeit gibt es keine Lebendigkeit, wie Wir sie sind und erleiden, sowie erleben.

Aber muss soviel davon DaSein? Soviel Un-.

Da ist dann wohl die Frage: WieViel Weitblick, Umsichtigkeit, Folgerichtigkeit und Verantwortung erträgt das DaSein?
Und wieViel Zufälligkeit, Hartnäckigkeit, Dumpfheit, Verkrampftheit, Bockigkeit, Gewalt, Hass und sonstiges Leiden -->MÜSSEN<-- Wir unbedingt beibehalten, damit das UnGleichgewicht der Lebendigkeit erhalten bleibt?

Im Zweifel für das An-/Begeklagte?

PS : Die Blog-Zahlen vom 11.10.2013.

Danke.

Freitag, 27. September 2013

Eine EntMangel-ung des Selbst

Ein Zwie-Gespräch mit dem Inhalt des Wortes Mangel (Den Beitrag »Wissens-Mangel« gab es am 15. September hier im Verantworten-Blog) also an Zwie-, aber ...

... und damit, weniger indirekt als ich anfangs dachte, auch mit dem Wort Fülle, das für uns Menschen wohl das Gegenteil sein soll, aber wohl eher eine Ergänzung des Mangels ist, denn, wie *ich mehr und mehr vermute, ist das Mangel eine Behauptung in das Fülle.
Das Mangeln ist eine Kunst, die das DaSein bisher beHerr-scht (beFrau-t?). Das Mangeln ist eine grosse KunstForm im DaSein, weil im DaSein zwar ALLES reichlich vorhanden ist, aber dieses ALLES im DaSein eben fein  - auf grossen oder kleineren Haufen - verteilt ist. 

Sie kennen dieses Wirklichkeit ja nun zur Genüge, irgendwie ist ALLES Da, aber nie dort und dann Da, wenn ein-Es Dasjeniges (Sache) oder auch dasJenig-Es (ErLebeWesen) braucht.
Aber ich möchte nicht schon am Beginn ALLES verraten, was *ich so vermute.
Denn, noch ist es eine blosse Vermutung von ein-Es - in diesem Fall *mir -, obwohl dieses ein-Es dessen schon ziemlich sicher ist, das Es so ist.
Somit ist dies auch ein[e Ver]Zweifel[ung].
Mit einem Lachen angerichtet.
.
Kein BrückenMangel
.
Das Folgende ist die aktualisierte Version eines Beitrags in der SprechLichtung, dem noch etliches an der Sicherheit der oben beschriebenen VerteilungsProbleme fehlte, die *ich noch Heute bin.
In Oliver-August Lützenich ist bis Heute ein grosser Mangel an Freude und entspanntem Wohlbefinden, obwohl *ich weiss, dass diese Umstände und Gefühlsansätze auch in *mir zu [er]finden sind und auf Ausbau und Gestaltung warten. So konstatiere *ich also einen Mangel an Rotwangigkeit und innerer Sonnigkeit, an ... (setzen Sie gerne ein, was Ihnen an Inhalt von persönlichem Wohlbefinden und propperer Gesundheit noch so einfällt), in *mir.
Ist aber in Ansätzen ALLES vorhanden, nur ist es momentan irgendwo anders, vielleicht hüpft meine Freude und meine Anerkennung und mein persönlicher Erfolg und meine zuneigende Aufmerksamkeit, ja gerade eben irgendwo auf dem Mars herum und die "Neugier" die dort gerade - von der NASA dorthin geschickt - herumfährt, findet all das und sendet es *mir vielleicht schon heute Nacht hierher und Morgen ist dieses Mangel in ein-Es - wenigstens in ein-Es weiteres -, behoben. Und ab Morgen schreibe *ich dann nur noch vom Glück an das Freude und vom Spass an das Zweifel, oder so?

Die  Leses wissen also inzwischen, dass ich behaupte, dass das (der? männliche?) Mangel nur Scheinbar ist und Sie sind davon gar nicht begeistert, weil Sie vielleicht auf den Kontoauszug blicken und dabei Mangel erkennen, oder Sie kucken in den Kühlschrank und entdecken Mangel an ?, oder Sie denken an Freunde oder Partn-Es und spüren Mangel an?, kurz geschrieben, wo auch immer Sie vielleicht im Moment hinblicken oder auch hineinspüren, vielleicht auch in den persönlichen Magen hineinfühlen, überall ist Mangel. Und dann komme ich daher und behaupte Mangel ist Schein. Nein, nein, und nochmal Nein, Mangel ist und nicht Schein.
Ja, Mangel ist.
Ja, Fülle ist.

Aber, bevor ich auf die Verteilung des Fülle eingehe, gebe ich Ihnen selbst-verständlich recht, klar gibt und damit empfindet Jed-Es auch Mangel, aber es ist mehr ein Mangel an-s ich, ein Mangel an Organisation und Verteilung des Vorhandenen.

Klar geschrieben, das einzige Mangel, das ich gelten lasse, sind Wir und damit auch Sie.
Ja, Sie. Von Ihnen mangelt es auch. Sie sind nur Einmal in diesem DaSein vorhanden und wenn Etwas/Ein-Es nur Einmal vorhanden ist, ist von Es ein Mangel, in einer ansonsten geradezu überbordenden gewaltigen riesigen enormen gigantischen Fülle an Einzelheiten und Vielfalt. Oder etwa Nicht?

Von Uns mangelt es, es gibt soooo wenig[Es] von Uns, nur jeweils ein einziges Exemplar. Von Ein-Es. Sie ein-Es, ich ein-Es. Und das bei zig zig zig zig, ach ich weiss nicht, wie Viel-Es im DaSein?
Wir; Sie sind ein Mangel.
Eine Mangel-Erscheinung?

Von Ihnen ist Mangel im DaSein und, wenn Sie mir oben zustimmen, herrscht (?) in Ihnen auch das Mangel. Da kann ich hier machen, was ich will. Sie könnten jetzt gerne einwenden, dass Sie aber eben nicht nur "Scheinbar" sind, wie ich oben schrieb, sondern konkret Da, sonst könnte ich ja gar nicht mit Ihnen schreiben, also ist meine Anfangsbemerkung, dass Mangel nur Scheinbar sei, falsch, Sie sind das beste Beweis dafür, denn Sie sind.
Und nicht Scheinbar! Sondern Ganz konkret.
Aber Scheinbar ist ja kein anderer Begriff für "Nichts", sondern ein Begriff für Etwas, das sehr wohl ist, aber nicht so, wie Es ist, sondern nur so, wie Es scheint, so wie Es Ander-Es scheint. Das ist wichtig, denn den Schein bekommen immer nur die Anderen ab, etwas Scheinend-Es ist, strahlt ab, aber vielleicht auch nicht vollkommen das, was da ist, vielleicht nur ein wenig oder auch durcheinander und dann scheint Es für Ander-Es mehr, als das Es klar ist, was (da) ist.
Ach lassen Sie es gut sein, vielleicht ein anderes mal etwas klarer-Es dazu, mir ist das Selbst noch zu unklar, zu scheinbar.

Zurück zum Mangel und zu Uns.

Herrscht in Ihnen das Mangel?
Und diesmal können Sie das Wörtchen "herrscht" bitte mal auf die Bedeutungswaage legen. Und was wiegen Sie dabei? Wenig, ich weiss, schliesslich ist Mangel immer wenig, aber beHerrschen tut es Ein-Es fast immer. 
Sie sind leicht, weil auch in Ihnen Mangel herrscht; oder, kommen Sie, fragen Sie es:
Ist Mangel schwer?
Ja, Sie sagen es, Mangel ist schwer, fällt schwer, ist nicht leicht auszuhalten, Mangel ist einfach ... - na, lassen Sie-s ich ein ansprechendes Schimpfwort einfallen. Fallen ist schwer, oder fällt das Fallen leicht, bei das Fülle, ... ach nein, Wir waren ja beim Mangel, aber das fällt auch leicht.
Schluss jetzt mit dem Unsinn!

Mal Ernsthaft: Von Ihnen gibt es nur ein-Es, sonst gibt es Kein-Es, wie Sie, oder?
Das ist doch ein echter Mangel.
Es sollte mehr von Ihnen geben, mehr als nur ein-Es:
Sie sind Mangelhaft.
Wie, Sie schimpfen mich an: Frechheit! Wieso?
Ich bin doch auch Mangelhaft.
Sind Wir schon Zwei. Zwei mal MangelHaft im DaSein.
Und wenn ich da aus dem Fenster auf die Strasse kucke, dann sehe ich da jede Menge Mangel herumlaufen, Menschen, Hunde, Katzen, manchmal Mäuse, und auf den Dächern oder dazwischen herumfliegen, Tauben, Krähen, Elstern und vor dem Fenster schwirrt gerade eine Wespe auf und ab.
Mangelhaft.
Ein einziges Mangelfest. So kurz vor dem Winter, den Mangelmonaten, Mangel an Sonne, Wärme, Strassenkarneval, Badelatschen, Stühle vor den Cafés, ... Schrecklich. Alles irgendwie schlecht verteilt, in der Sahara die Hitze und an den Polen der Schnee.

Zurück zu Uns: Wir sind Einmalig, könnten Sie nicht zumindest zweimalig, dann wäre das Mangel von Ihnen z.B. schon etwas geringer: zufriedenstellend zumindest? Sie denken, Sie haben es versucht, aber - wie das nun mal so ist - es ist Ihnen nicht gelungen, die Nachkommen sind einfach anders geraten, wie Sie. Schade, Sie bleiben Einziglich. Von Ihnen ist Mangel und in Ihnen herrscht vielleicht Mangel.
Gut, ich gebe es zu, ich liege wahrscheinlich falsch. Fülle gibts nur im Traum[a], die Wirklichkeit ist Mangel. Sie sind das beste Beweis dafür. Nur Sie. Weil, wenn Sie wegg sind, gibt es keinen Mangel mehr, von Ihnen, und in Ihnen gibt es keinen Mangel mehr, das Sie [an-/be]herrscht. Das Sie anherrschen könnte, Sie gar beherrschen würde, wenn es Sie nicht mehr gibt, also erLeben Sie bitte lange und einzigartig.
Bleiben Sie mangelhaft!
Rufe ich Ihnen zu.
Bleiben Sie beherrscht vom Mangel, aber bleiben Sie. Ach ja, ist ja gut jetzt, sonst werde ich noch ganz traurig, aber Sie sind ja noch Da. Dann können Wir ja noch ein wenig den Mangel geniessen, das Sie sind.
Sie schimpfen schon wieder, dass es jetzt aber mal gut ist!
Gut, bin ja schon fertig.
.
Ed Ruscha, "Laugh Tomorrow", 1989
.
Mangel?
Nein, bitte keine Aufregung, ich bleibe ganz ernsthaft und gehe wegg von Ihnen, und das obwohl Sie so anziehend sind. Was, Sie wussten das nicht? Mangel ist doch anziehend.

Ehrlich!? Ja, aber so ist es, Mangel zieht magisch an, und Sie vermuteten, Reichtum zieht magisch an, so nach dem Matthäus-Prinzip: "Wer hat, dem wird gegeben".
Alles Scheinbar, sage ich Ihnen. DieJenig-Es mit dem dicksten Überfluss leiden den grössten Mangel. USA und Europa, die grössten Mangelwüsten.
Schreibt ein deutsches Mensch nun "M-ä-ngel" oder Mangels? Ach, egal! Mangelwüsten. Saugen und saugen und saugen die Erde leer, bis das Mensch fast platzt, vor lauter Mangel.

Vorlauter Mangel.
Mangel ist vorlaut?
Vor dem Laut ist Mangel, nein Mangel ist vor dem Laut, Mangel macht laut, ja so ist es: Mangel macht(!) laut. 
Hören Sie nur, wie laut hier alles ist ... Mensch ist laut, lauter Mangel.

Wussten Sie schon, dass ich auch einzig bin, ich bin mangelhaft, ich bin nur ein einziges mal da, nur ein einziges mal, nur für eine kurze RaumZeit-Spanne und die ist bis jetzt überwiegend mit LEID angefüllt, ich weiss, das wissen Sie inzwischen,  aber, wer bin ich schon, Mangel eben, so voller LEID, so ohne FREUDE; Nein, nicht ganz ohne, nur zu wenig FREUDE. Ach!? Mangel ist doch LEID? Oder kann FREUDE auch Mangel sein? Hmm, kompliziert. Jedes Einzeln-Es ist Mangel, das Gesamte ist Fülle.

Wir schöpfen nur irgendwie noch falsch, zu viel LEID noch und zu wenig FREUDE, also mir fehlt auf jeden Fall noch jede Menge von Gutem und Nahrhaftem und Energiereichen und ...
Wieso hat das ALLES, also das SEIN, einen Bereich darin aufgeteilt und somit Mangel und Fülle geschaffen und auch noch so unGleich verteilt?
Sie stöhnen, Philosophie!
Aber, haben Sie schon mal eine Frage gestellt? Vielleicht beim Obsthändler: "Wo kommen diese Früchte her?" Und gleich darauf noch eine, weil es so schön ist: "Sind die eher süss oder bitter?"; Philosophie. Und warum haben Sie gefragt?
Mangel.

Trotzdem, ich weiss, Wiederholungen langweilen, ... trotzdem: Mangel ist eine Einbildung, keine Ausbildung. So, wie Sie und ich nicht nur Mangel sind, das betrifft nur das persönliche DaSein, darin sind Alle einmalig und Einzig, so gibt es von Uns keinen Mangel, Wir sind reichlich vorhanden. Wenn Sie natürlich auf genau diesen einen HundertEuro-Schein mit genau dieser SerienNummer scharf sind, so dass Sie sogar 102 Euro dafür bezahlen würden, dann "herrscht" freilich Geldmangel, oder wenn Sie freilich genau auf dieses ..., dann ...

Es ist kein Mangel.
Weder an Dingen, noch an Gefühlen und Fragen und Antworten und und und, selbst ein-Es wie *ich (oder Wir) ist bestimmt irgendwo zu [er]finden, mit ganz kleinen Veränderungen, aber die brauchen doch nicht unbedingt ein Mangel zu sein, die können doch auch ... und vielleicht erst dann bereichern.
Öffnen Wir die Sinne und das Gefühl und fühlen Wir hin und spüren Wir hinein und hinaus, überall Fülle, manches, wie das Gefühl Verantwortung, ist nur noch nicht frei gekommen, in Uns, von und aus der Beherrschung durch das Mangel.

Schliesslich sind Wir und damit meine ich jetzt das gesamte DaSein, aus einer Engstelle herausgeplatzt in die WEITEN der RaumZeit-Phase, - soweit die Forschung das bisher herausgefunden hat -, und Enge ist immer Mangel, wenn darin auch die maximale Fülle versteckt ist.
Wir sind Fülle.
Wussten Sie das? Ja, Wir sind eine einzigartige einmalige ganz und gar besondere Form der Fülle. So empfinde ich das.
Wir füllen aus und Wir können auch einfüllen. Was, das liegt in Uns und somit auch in Ihnen.
Schönen Tag noch.

PS: NachGedacht.
Vielleicht vermute *ich das Alles, weil mir das Gefühl des Neid so wenig bedeutet. Klar kenne *ich auch Neid, aber so winzig, so kaum ausgeprägt, weil ich eher der Typ bin, der gönnt, der Jed-Es Alles gönnt, was Jen-Es so braucht und das ist mal mehr mal weniger, so wie *ich von das Eine mehr brauche und von das Andere weniger. Banal, ich weiss.