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Dienstag, 12. November 2013

Integrations-Losung

Zwei Daten haben mich zu diesem Beitrag bewegt. Zwei Daten, die eigentlich unvereinbar scheinen, aber eben sehr sehr nah beieinanderliegen. Einmal der 09. November. Und da besonders das Ereignis im Jahr 1938. Und ein Ereignis das seit zumindest ein paar Jahrzehnten, wenn nicht sogar schon länger gefeiert wird, der 11. November, der Beginn der Karnevals-Saison.
Die "ReichsSynagogeninBrandsteckenNacht" und alles was darum herum an Plünderungen und Verfolgungen und Morden an den jüdischen Deutschen passierte; und eine Gelegenheit mit anhaltenden fast winterlangen Feiern die Düsterkeit ein wenig auf zu hellen, und damit die winterliche MissStimmung (Depression) nicht allzu tief sinken zu lassen.

Kann ein-Es es wagen, diese beiden Ereignisse, das eine einmalig, das andere immer wieder kehrend, in einen Beitrag zu packen? - Wobei der 09. November und das Geschehen darum herum, nur unterschwellig in diesem Beitrag mitschwingt, und auch nur in diesen VorSätzen direkt erwähnt wird, von *mir. - Die Leses urteilen Selbst.

Aber nun erst mal zu etwas gaaanz anderem:

Erkennen Sie in dem folgenden Bild die Komik, oder auch die Schrägheit, vielleicht sogar Zynismus, vielleicht auch Ignoranz und Tappsigkeit, erkennen Sie darin sogar die Schwierigkeiten soziale und in[t/n]ermenschliche Probleme zu lösen; ohne darin auch zu erkennen, dass Wir sie lösen möchten, nur eben noch nicht wissen, wie?

Oder erkennen Sie darin, die Grossartigkeit und Weitsicht der Berliner Behörden-Architektur?

Na, Sie werden gleich die Zwiespältigkeit (Ambivalenz) erkennen und, wie ich, vielleicht, ganz neue Einsichten in Uns und unsere insgeheime (natürliche) Klugheit und Zukunftsfähigkeit gewinnen.
Also, gewinnen Sie:
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Berlin-Kreuzberg, Oranienstrasse
und der Autor
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Das Integral entstammt aus dem lat. 'in' = "nicht, nein" ('in' hat selbstverständlich auch die Bedeutung "hinein" und "innen", aber in diesem Fall ist es das 'In-' von InTransparenz) und dem lat. 'tangere' = "berühren" (davon abgeleitet die Tangente: das ist eine Gerade, die eine gekrümmte Linie in einem Punkt berührt, NUR in einem!), daraus wurde im weiteren Sprachverlauf lat. 'integer' und daraus wiederum lat. 'integrare' ="heil, unversehrt machen, wiederherstellen; ergänzen", und es geht noch weiter, die mittel-lat. machten daraus auch 'integralis' = "ein Ganzes ausmachend" oder auch 'integratio' = Wiederherstellung eines Ganzen".

Die Integration ist also das Heil machen (Ohh deutsche Geschichte!?) und wenn Mensch noch tiefer hineinspürt in das Wörtchen "Integration", dann hört Mensch die Worte: "nicht, nein" und "berühren", die Integration ist also als die Kunst des »nicht-berührens«, oder auch der NUR einmaligen kurzen Annäherung und dann nichts wie wegg.
Das haben wir deutschen Menschen hier 12 Jahre in-tensivst versucht und ...? Vergeblich? Berührt wird also inzwischen, oder? Aber jeweils nur einmal! Ganz kurz nur.

So bemerken die Leses, dass Oliver-August Lützenich mit diesem Begriff und in diesem Zusammenhang, so meine Schwierigkeiten habe und fast mutmasse, dass unsere Gefühle darin schon die passenden Begriffe suchen. Die Integration und dessen Inhalt geleiten uns Menschen nicht zu einer Gleich-Wertigkeit und einem Abbau der Selbst-Fremdheit im DaSein. Das tun andere Begriffe und andere Erfordernisse.
Die Annahme jedes Menschen von jedes andere Mensch als Gleich-Bedürftiges und vielfarbiges Ebenbild ist eine Folge unserer starken Vermehrung und der allseits steigenden Bewusstheit, dass Wir Alle (ErLebeWesen) gemeinsam in einem geradezu winzigsten "RaumZeit-Schiff" in der noch unermesslichen Kälte, Dunkelheit und Grösse des DaSein erLeben.

Aber zurück zum Heil[e] machen: Was haben die "nicht-deutschen" damit zu tun, die 'in-tedeschi'? Sollen die auch Heil machen, brauchen denn die nicht-deutschen eine Wiederherstellung? In Deutschland? (Ohne überhaupt ein Antwort auf die Frage [an]zu[er]kennen: Was ist so besonders in/am deutschen-DaSein?) Sind die "Fremden" versehrt und werden durch eine Integration in ein Land, eine Nation, in ein Volk, ein ... wiederhergestellt?
Das Innen ist Heil, das Aussen ist Fremd?
Denn die Integration betrifft ja alle Länder, Nationen, Staaten, Völker, ..., alles Innen, die etwas von Aussen einnehmen, hineinnehmen. Wenn Sie so in die Sprache hineinleuchten entdecken Sie wahrhaft seltene und auch seltsame Blüten.
Die Integration ist also vom Ursprung her das Heilemachen, das Wiederherstellen eines Ganzen. Dabei möchte ich "nicht" unerwähnt lassen, wie *ich oben bereits anklingen liess, dass dieses lat. 'in' auch "hinein, aufnehmen" bedeuten kann, so wie auch das deutsche 'in' zugleich »hinein« ist: "inwendig, innig, intim", und »falsch« ist: "inkorrekt, indirekt, indifferent". Aber zurück zum Heil[e]machen.

Ahh, jetzt verstehe ich, es ist also eher so, dass die Integration genau anders herum gemeint ist: ein separater Bereich, z.B. ein "Volk" (Gross-, Sprach-Familie?), eine Gruppe, also eine selbst-erklärte abgegrenzte Besonderheit wird durch die Integration, also die Aufnahme von "Fremdem/n" für die Gesamtheit und Vielheit der Menschheit geöffnet.
Es ist also mehr ein Prozess der Binnenöffnung, als einer der Akzeptanz, des Respekts und der Hereinnahme von Fremdem, von Anderem.
Na, das ist doch was!, so schafft die Natur ganz klammheimlich und tief in der Sprache versteckt die AnGleichung von Zerfallendem, von allzu viel Verschiedenheit (horizontal) und Unterschied (vertikal), innerhalb eines grossen Ganzen.
Das Ganze wird somit Heil gemacht, nicht bloss ein kleiner Bereich darin, kein Wunder also, dass diese ganze Heil[ruf]erei weder bei den Lateinern, noch bei den Tedeschi geklappt hat, das war die falsche Richtung, nach Innen, statt nach Aussen.

Aber was haben die Frauen damit zu tun?

Das mit der Arbeit in diesem Zusammenhang, verstehe ich ja einigermassen, denn die Integration ist mit einiger Arbeit verbunden, nach Innen, wie nach Aussen und im Aussen drumm herum, aber die Frauen? Sind die Frauen nicht schon integriert?

Ahh, ich verstehe erneut, es ist wieder anders herum: die Männer brauchen die Integration, die Männer brauchen die Wiedereingliederung in das Ganze. Du liebes bisschen ist das kompliziert, ich rauf mir hier schon die frischgewaschenen Haare, aber langsam kapiere ich die grossartige Zusammenstellung des Berliner Senats.
Phantastisch und so zukünftig zünftig.

Berlin, Berlin, Wir fahren nach Berlin, juchei.
Kein Wunder also auch, dass diese beiden Bereiche in einem Haus zusammen sind:
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Hoffentlich können Sie es lesen.
Stark, oder?
Wenn ich noch mal ganz kurz auf die Tangente verweisen darf, die in nur einem Punkt eine gekrümmte Linie berührt, was sind dann Wir: die Gerade oder die Gekrümmte?

Heil?

Und in diesem Satz hier steckt nun die Verbindung zwischen 09. und 11. November drinn.

Da fällt mir noch eine ebenfalls ambivalente kleine Episode ein.
Sie Alle kennen vielleicht die SchlussLosung von Versammlungen im Dritten Reich, auf die ich ja oben anspiele:

Parole des Redners: Sieg!
Losung der Anwesenden: Heil!

Ein besonders pfiffiger Karnevalist, - leider fällt mir der Name nicht mehr ein, vielleicht weiss ihn ja ein-Es von den Leses -, wollte Anfang der 1970er bei einer Karnevalssitzung in Köln wissen, wie tief die Versammelten noch im Dritten Reich steckten. Während einer BüttenRede, - das Publikum schweifte bereits etwas vom Redner ab, trank und schwatzte -, wollte Er die Menschen wieder einbeziehen, indem er, wie damals üblich, begann Parolen ins Publikum zu rufen, also legte Er los:

Parole: Zicke Zacke, Zicke Zacke!
Antwort [Losung]: Hoi, hoi, hoi!
Parole: Zicke Zacke, Zicke Zacke!
Antwort: Hoi, hoi, hoi!
Parole: Hipp, hipp!
Antwort: Hurra!
Parole: Hipp, hipp!
Losung: Hurra!
Parole: Sieg!
Losung: Heil!

Uh!
Betretenes Schweigen.
Vereinzeltes verlegenes Lachen.

Hier ein Link: https://www.youtube.com/watch?v=46QYGsf9IGs
Ist Heute am FaschingsDienstag, 04.03.2014, in fb eingestellt worden, als Reaktion auf die Nachricht, dass die Rektorin einer Mittelschule, die Kinder bei einer Sportveranstaltung mit dem "Ansporn": Sieg Heil, auf den Wettbewerb einstellte.
Dabei habe *ich entdeckt, dass meine Wiedergabe oben nicht ganz stimmt, macht aber nichts, aber: knapp daneben ist auch vorbei.

Damals antworteten noch fast Alle Anwesenden mit der "richtigen" Losung.
Oliver-August Lützenich wäre neugierig, wie Vielen noch Heute diese Losung (wenn Sie jetzt die zweite Bedeutung dieses Wortes kennen, garantiere ich für einen Lachanfall) auf diese Parole herausfällt, in diesem Sinne: Sieg!

Montag, 7. Oktober 2013

RaumZeit-Entsorgung und Frauen in Teams

Ohne Angst vor Weiss.

Titel: Ein kleines weisses Fleck.
Da war wieder ein weisses Fleck, das mich anrief, es zu bespielen.
Es rief: Hallo Du - es wusste meinen Namen noch nicht - Hallo Du, ich bin frei, mach was mit mir! Ich war erstmal ziemlich verwirrt!? Ein Fleck, das mich rief? Ich stellte mich vor und fragte, wie ist dein Name? Es sagte: Fleck. Ich sagte: Dacht ich's mir doch fast. Es wiederholte: bespiel mich, ich bin so frei. Es war so klein, das Fleck, dass ein Mensch auf keinen Fall darauf tanzen konnte, ohne Es zu zerstören, aber gross genug, um Es zu beschreiben, was ich hiermit fast getan habe. Über dem Fleck sind zwei noch kleinere Flecken, die mit "Name" und "Ihre Webseite" vorgeschrieben sind und unter dem Fleck rechts war ein DrückFleck auf dem "Hinzufügen" stand. Und mitten drinn das Fleck, ohne besonderen Namen, das mich anrief, es zu beschreiben. Nun gut. Aber was?

Sie sehen, Wir Alle könnten diese Anrufung zwar hören, aber nur die wenigsten können damit etwas anfangen. Viele kucken hinein und denken ? oder ! oder auch "       " und klicken dann in das DrückFleck "Nach oben ^". Aber das unbesondere "Fleck" ruft! Mich.

Also gut "Fleck", dachte ich und fing an etwas hinein zu schreiben:
Ich habe noch vergessen zu erwähnen, dass das Fleck eine ziemlich ungewöhnliche Form für einen Fleck hat, es ist nämlich ein absolut flächiges Rechteck, sonst sind Flecken doch eigentlich immer etwas unförmiger, aber dieses; aber nun komme ich zu dem, was ich eigentlich hineinschreiben wollte:

Das Titel lautet: "Zukunft"

Ein banaler Grundsatz zur Zukunft lautet: Zukunft braucht Vergangenheit. Die Umkehrung ist ebenso gültig: Vergangenheit braucht Zukunft.
Ist logisch, aber wie ist es auch praktisch beweisbar, weil aus der Logik her, war am Anfang von ALLEM nur und gänzlich "Zukunft".
Das Wissenschaft mochte Uns weismachen, dass vor dem "Urknall" keine RaumZeit war, das Urgeknalle somit eine reine Angelegenheit das Zukunft war: Das "UrKnall" war NUR Zukunft, völlig ohne ein Vorher, ohne jegliche Vergangenheit. Ja, gibts denn das?
Naja!? Sagt das Wissenschaft inzwischen und zuckt mit den Schultern.

Hier eine Tatsachen-Beobachtung aus der Vergangenheit:

Erst ab dem Alter von etwa 5 ErLebens-Jahren begreifen Kinder den Inhalt von "Zukunft", also von eines RaumZeit-Grösse, das mehr ist, als "nur" die nächsten paar Stunden. Ich spreche von "Begreifen", also von mehr als nur reinem Nachplappern von Abgehörtem oder Vorgesagtem.
Bei MRT-Aufnahmen des Gehirns wurde festgestellt, dass die Regionen, die bei einer Erinnerung tätig sind, fast (FAST!) vollkommen übereinstimmen mit den Regionen, die bei einer Idee / Vorstellung von Zukunft tätig sind. Das meint, die "Idee" Zukunft basiert auf den Ereignissen und Erlebnissen der Vergangenheit.
Das ist doch zumindest erstaunlich!

Bedeutet das - da die Gefühle ja stets zu einem Erlebnis mitgespeichert werden, vielleicht sogar das Erlebnis sind? -, dass eine Person, oder auch eine ganze Gesellschaft (D, EU, ...), das Durchschnitts-Gefühl der Vergangenheit oder auch das Hauptgefühl der Vergangenheit, dann auch auf das "Zukunft" überträgt?
Ist wohl so, was ich so mitbekomme.

Wenn ein-Es also " ? " erlebt hat, wird -Es ähnliches auch von / in das Zukunft voraus-Fühlen / erwarten. Die Ergebnisse der Tomographien und die Erfahrungen der Vergangenheit lassen diesen Schluss ohne weiteres zu.

Und jetzt kommt das "FAST" zum tragen, denn das DaSein ist eben nicht NUR ein öder Wiederholungs-Kreislauf, sondern auch mit einer Prise Chaos, Unordnung, oder auch Vergesslichkeit gesegnet, ja, gesegnet.

Wenn Wir die Zukunft mit der Vergangenheit heute messen, ist die Zukunft bestenfalls noch etwa 13,8 Milliarden Jahre, was schon ziemlich erklecklich ist, aber falsch. Wenn ich das Erinnerungsvermögen mancher Mit-Menschen abteste, ist die Zukunft auch nur ein paar Tage oder sogar nur ein paar Stunden lang, und sie ist oft genug voller mieser Laune, ziemlich Krisenhaft. Oft. Nicht immer.

Aufräumen ist gut. Wie wäre es also, die Zukunft mit der Vergangenheit zu entsorgen und nur das bisschen UnOrdnung und Chaos und Vergesslichkeit zu behalten; und damit eine immerwährende gleiche RaumZeit zu geniessen?
Dann bräuchten Wir uns um Morgen oder gar Übermorgen, das sowieso fast wie Gestern und Vorgestern ist, keine "SORGE" mehr zu machen.
Die RaumZeit entsorgen.
Sorgen ade?
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DaZwischen etwas Entspannung
Nähe Oranienplatz in Berlin Kreuzberg


Titel: Kollektive Intelligenz
Untertitel: Die Besten sind nicht die Richtigen

Aus der Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 23.08.2012, von Melanie Mühl
Titel: Gemischt siegt über homogen:
Die psychologische Forschung hat klare Hinweise darauf, dass erfolgreiche Teams aus Frauen und Männern bestehen sollten.

Frauen erhöhen die kollektive Intelligenz einer Gruppe. Das ist der Stand der Forschung. Je mehr Frauen sich in einem Team befinden, desto besser also. Allerdings gibt es ein paar wesentliche Einschränkungen: Besteht eine Gruppe ausschließlich aus Frauen, verhalten sich diese weniger kooperativ, man könnte auch sagen, die Wahrscheinlichkeit, dass sie einander anzicken, steigt. Integriert man nur einen einzigen Mann in die Gruppe, ändert sich das Verhalten schlagartig, und die Frauen agieren wieder stereotyper, also einfühlsamer, freundlicher, ergebnisorientierter, als hätte jemand einen Schalter in ihrem Gehirn umgelegt. Kontraproduktiv für die Intelligenz einer Gruppe können außerdem besonders gut aussehende Frauen sein. Anders formuliert: Sobald das Gesicht der einen deutlich schöner ist als das der anderen, beflügelt das die Konkurrenz untereinander. „Die Forschung zeigt, dass Attraktivität Frauen zum Wetteifern verleitet“, sagt Anita Woolley von der Carnegie-Mellon-Universität in Pittsburgh. „Das kann die kollektive Intelligenz einer Gruppe vermindern.“

Gemeinsam mit Thomas Malone von der MIT Sloan School of Management in Cambridge (Mass.) veröffentlichte Anita Woolley Ende vergangenen Jahres im Magazin „Science“ eine aufsehenerregende Studie über die kollektive Intelligenz von Arbeitsgruppen. Die Probanden im Alter von achtzehn bis sechzig mussten standardisierte Intelligenztests absolvieren und wurden danach per Zufallsprinzip in Gruppen aufgeteilt, die sich in Brainstorming, Entscheidungsfindung sowie der Lösung eines komplexen Problems üben sollten. Am Ende wurden je nach Leistung Punkte für die jeweilige kollektive Intelligenz vergeben. Das Ergebnis: Ein hoher Frauenanteil erhöht die Intelligenz einer Gruppe signifikant. Gemischte Gruppen schneiden deutlich besser ab als reine Frauen- oder Männerteams.

Die Leistung des Einzelnen steht im Vordergrund

Und: Es gibt nur einen schwachen Zusammenhang zwischen individueller und Gruppenintelligenz. Der Anteil der Frauen ist auch hier ausschlaggebend. Die Intelligenz einer Gruppe, sagt Woolley, lasse sich viel leichter steigern als die individuelle Intelligenz: Man müsse nur die optimale Gruppenzusammensetzung herausfinden, indem man Teams so lange neu zusammenstelle, bis man das Gefühl habe, die Leistungsfähigkeit lasse sich nicht weiter optimieren. Woolley nennt es „dynamische DNA“. Das heißt, dass viele kluge Menschen mit hohem Intelligenzquotienten eine Gruppe nicht automatisch klüger machen, im Gegenteil. Die ideale Gruppe funktioniert ähnlich wie ein Ameisenstaat, der sich erfolgreich selbst organisiert. Sie ist ein Superorganismus, dessen Organisationsstruktur dazu führt, dass der Einzelne in der Interaktion mit anderen intelligenter handelt, als er es allein tun würde.

Wer sich nun fragt, ob diese Erkenntnis nicht schon uralt ist, muss sich nur vor Augen führen, nach welchen Kriterien im Geschäftsleben eine Arbeitsgruppe zusammengestellt wird. Im Vordergrund steht die Leistung des Einzelnen. Zuerst schaut man auf ihn, dann auf die Gruppe. Man nimmt die Besten. Aber die Besten sind nicht automatisch die Richtigen. In diesem Sinn ist der Gedanke, sich erst auf die Gruppe zu fokussieren und danach auf ihre einzelnen Mitglieder, tatsächlich revolutionär.

Chamäleonhafte Anpassung

Damit wären wir bei den Geschlechterstereotypen angelangt, den Etiketten „weiblich“ und „männlich“ Es besteht kein Zweifel, dass wir Eigenschaften wie einfühlsam, fürsorglich oder kooperativ mit Weiblichkeit assoziieren und aggressiv, machthungrig, analytisch oder dominant dem männlichen Geschlecht zuordnen. Frauen, sagt Anita Woolley, seien eher als Männer bereit, ihren Standpunkt kritisch zu hinterfragen und nachzugeben, wenn sie falschlägen. Ihr Sensorium für Zwischentöne sei stärker ausgeprägt. Die Gestik, die Mimik der anderen Gruppenmitglieder bleibt ihnen nicht unbemerkt und beeinflusst ihr Kommunikationsvorgehen. Das Verbale und Nonverbale sind im Einklang. Frauen haben, so eine beliebte Phrase, „einen anderen Zugang zur Welt“. Das alles seien wichtige Parameter für eine hohe kollektive Intelligenz.

Es wäre naiv zu glauben, hier habe die Biologie ihre Hand im Spiel gehabt. Wir alle sind soziale Wesen - und wahrscheinlich sogar in einem viel größeren Ausmaß, als uns lieb ist. Eingezwängt in ein Erwartungskorsett, passen wir unser Verhalten der jeweiligen Situation, in der wir uns befinden, chamäleonhaft an. Cordelia Fine hat über diese Mechanismen ein hervorragendes Buch geschrieben, „Die Geschlechterlüge“. Darin heißt es: „Die Art, wie eine Person auf die Welt zugeht, hängt davon ab, welche soziale Identität sie mitbringt oder welche sozialen Erwartungen jeweils formuliert werden. Das Gehirn eines Mädchens prägt weniger einen weiblichen als vielmehr einen flexiblen, kontextabhängigen Zugang zur Welt.“

Gemeinsam ein optimales Ergebnis erzielen

Fine zitiert eine Studie, in der die Wissenschaftler Nancy Eisenberg und Randy Lennon feststellten, „dass der Vorsprung der Frauen bezüglich Empathie in dem Maße schrumpft, wie die Offensichtlichkeit zurückgeht, dass das, was getestet werden soll, etwas mit Empathie zu tun hat“. Frauen und Männer unterschieden sich weniger hinsichtlich ihrer faktischen Empathiefähigkeit, sondern mehr darin, wie empathisch sie anderen gegenüber (und möglicherweise auch sich selbst gegenüber) erscheinen wollen. Ihr Ruf eilt ihnen voraus. Deshalb lässt sich das Verhalten des Einzelnen ja auch durch eine geschickte Gruppenzusammensetzung so gut steuern. Die Frage lautet also nicht: Sind Frauen die moralischeren Menschen? oder: Können Frauen besser mit Geld umgehen als Männer? Sie lautet: Wie viele Frauen und Männer benötige ich in einem Team, damit diese gemeinsam ein optimales Ergebnis erzielen?

Christian Böhmer arbeitet als Sektionschef bei der Deutschen Flugsicherung in Langen. Er ist für die Sicherheit eines bestimmten Flugraums verantwortlich; außerdem wacht er über den operativen Personaleinsatz von etwa fünfhundert Fluglotsen, unter denen ein Drittel Frauen sind. Ihre Arbeit findet auf engem Raum statt und erfordert ein Höchstmaß an Konzentration, weil bereits der kleinste Fehler Menschenleben kosten kann. Die Teams bestehen jeweils aus fünfundzwanzig bis sechzig Lotsen, je nachdem, wie stark der Luftraum durchflogen wird, für den sie zuständig sind.

Vorurteile enttarnen

In manchen Teams, sagt Böhmer, liege der Frauenanteil bei zehn Prozent, in anderen bei fünfundvierzig; bisweilen bestünden Teams auch ausschließlich aus Männern. Da Flugsicherung ein Vierundzwanzig-Stunden-Betrieb sei und immer irgendwo eine Personallücke auftauche, die geschlossen werden müsse, sei es planerisch schlicht unmöglich, bei der Teamzusammenstellung auf das Geschlechterverhältnis zu achten. Wozu auch? Jeder Einzelne habe ein anspruchsvolles Auswahlverfahren durchlaufen und sich für den Job qualifiziert. Reine Männerteams würden genauso gut „performen“ wie gemischte Teams oder Frauenteams. Für Christian Böhmer besteht in dieser Hinsicht zwischen Männern und Frauen kein Unterschied.

Karen Morley ist anderer Meinung. Ginge es nach ihr, läge der Frauenanteil innerhalb der Teams, die den Verkehr im Luftraum koordinieren, bei mindestens dreißig Prozent. „Ideal“, sagt sie, „sind vierzig.“ Karen Morley ist Mitbegründerin von „Gender Worx“, einem Beratungsunternehmen mit Sitz in Australien, dessen Ziel es ist, das vor sich hin schlummernde Frauenpotential in den unterschiedlichsten Organisationen zum Leben zu erwecken, hauptsächlich im Finanzsektor. Im Geschäftsleben nennt man das Profitsteigerung. Karen Morley sagt: „Die Dominanz der Männer, die sich meist am wohlsten in der Rolle des Alphatiers fühlen, verhindert sehr oft den Erfolg einer Gruppe.“ Die Frauen zögen sich reflexartig zurück, verfielen in Schweigen, distanzierten sich. Fühlten sie sich hingegen willkommen, blühten sie regelrecht auf. „Creating value from difference“, sagt Morley in typischer Beratersprache - einen Wert erzeugen, indem man die Unterschiede in Vorteile verwandelt.

Jeder, den Karen Morley berät, muss zuallererst einen „impliziten Assoziationstest“ zum Thema „Geschlecht und Karriere“ absolvieren, der die Unterschiede zwischen Bewusstem und Unbewusstem offenlegen und damit Vorurteile enttarnen soll, von denen wir oft selbst nicht wussten, wie fest sie in unseren Köpfen sitzen. Nicht selten, sagt Morley, seien ihre Probanden erstaunt über das Ergebnis der Testauswertung. Übrigens kann jeder diesen Harvard-Test im Internet abrufen. Über das Ergebnis sollte man sich dabei, wie gesagt, nicht wundern.
Ende FAZ-Artikel

Und da wir Menschen ganz ganz ganz langsam dabei sind, die eindeutige und nur zweifache Geschlechtlichkeit des Spezies Mensch etwas aufzulockern und auch ein wenig DaZwischen oder auch DaNeben zu entwickeln und auch zuzulassen - Sie wissen, das geht nur in kleinen Regionen und Bereichen des Menschen bisher - möchte ich dem Artikel hinzufügen: das Beste wird wohl dasein, dass Wir die Geschlechtlichkeit weniger als Kriterium nutzen, als Wir das Heute noch tun. Vielleicht sollte ich ja formulieren: ..., dass Wir das Geschlecht eines Menschen nicht mehr missbrauchen, für irgendwas, als nur für das, was es ist: eine langsam überflüssige Art der Ein[Auf-]Teilung von Spezies.
Aber das wird sich mit neuen Methoden der FortSetzungs-Sicherung (wir Menschen sind doch keine Pflanzen!) sowieso bei-RaumZeit-en ergeben. Na gut, *ich bin hier wieder mal Tage und Wochen voraus, weil im Moment wird menschenweit noch ein monströses Gewese um das Geschlecht gemacht (ge-Macht!?). Und das, obschon KEIN-Es bei der Entscheidung welches Geschlecht ein-Es ist (Zeugung und Meiose), mit-stimmen konnte. Jed-Es ist "zufällig" das, was Es ist. Aber das Gewese darum ist RIESIG.
Hat eine Wichtigkeit, die das Entscheidung nicht entspricht.

Ihnen Allen einen wunderbaren und entspannten Oktober.

PS: Noch ein paar Blog-Zahlen vom 07.10.13.

Danke.

Montag, 8. Juli 2013

Ein Lied von der Verschiedenheit

These: Die Verschiedenheit im DaSein ist gering.

Ganz klar, dass der blosse Augeneindruck etwas ganz anderes behauptet, berichtet. Das Auge berichtet von fast nur Verschiedenheit. Schaue ich aus *mir heraus, erblicke *ich von ein klein wenig Verschiedenheit, was sehr selten scheint, bis absolut vollkommener Verschiedenheit, denn, was habe ich mit einem Pulsar gemein, oder einem Strange-Quark. Oder auch mit Ihnen, werden Sie vielleicht denken?

Aber ist das eine den wirklichen Verhältnissen angemessene Bewertung, oder blosser Augen-Eindruck?
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Fensterblick aus der BrezelBar hinaus
auf den Anfang der Friesenstrasse
und den Marheinekenebenplatz
.
Wie hoch ist das Verhältnis der Verschiedenheit der Füllung des DaSein zu einander und mit-einander, im VerGleich mit dem, was Aller Füllung gemeinsam ist? Wie hoch ist die Gleichheit Allen DaSein, wie hoch ist die Verschiedenheit Allen DaSein?

Oliver-August Lützenmir geht es so, dass, je mehr ich fühle und spüre, erlebt und erlernt habe, also auch weiss, umso weniger Verschiedenheit (Horizontal) oder auch Unterschiede (Vertikal / Hierarchisch) erscheinen mir.

Der Kreis wird langsam geschlossen, denn der Beginn der Lebendigkeit, die Zeugung, ist ein Akt der Vereinigung von Gleichen/m, zum Beispiel von zwei Menschen, die zusammen (sehr oft leider mit Gewalt, denn, dass die Zeugung mit beiderseitiger Überein- und Zustimmung, mit Aufmerksamkeit (Bewusst-Heit) und auch Zärtlichkeit passiert, ist eine neue und alles andere als häufige Form) ein weiteres ErLeben (zu) erschaffen.

Ich schreibe: "erLeben" und nicht nur "Leben", weil ich den Tod und das Leben als Grund"Substanzen" aller Lebendigkeit erachte und das damit Geschaffene nicht nur mit einem der Gründe in Eins setzen möchte. Leben und Tod sind die Voraussetzung der Lebendigkeit, so bewerte ich das, deshalb kann ich nicht mehr der üblichen Sprachsetzung folgen, die allzu ängstlich noch den ebenso wichtigen Beitrag des Todes zur Lebendigkeit ausklammert. Die Lebendigkeit ist LebenTod oder TodLeben, wie Sie möchten, das bedeutet nicht, das ich hier gerne sterbe, aber anerkennen tue ich es, dass es ohne das Sterben keine Zeugung gibt.

Zurück zur Verschiedenheit.

Der Anfang ist die Vereinigung von Gleichem, also zum Beispiel einer Biene, Schnecke, Blattlaus (nur als Beispiele für die un-geschlechtliche Fortpflanzung oder Parthenogenese) oder auch zweier gleicher Lebewesen zur geschlechtlichen Fortpflanzung, also der meisten Säugetiere, wie auch des Menschen.

Im Mittelteil des erLebens erfolgt dann die Distanzierung vom Gleichen, das Erscheinen als ein Selbst. Da jedes Selbst einzig ist, braucht Es natürlich den Abstand zu den mit-Selbst, aber wie gross ist der Abstand oder die Verschiedenheit der vielen Selbst im DaSein, von den vielen anderen Selbst im DaSein wirklich? Prozente, Promille oder weniger?

Eins braucht eine Haut, um Eins zu sein und ein DaZwischen, damit auch Andere Eins sind. 
Eins Haut Dazwischen Haut Eins, sind Zwei.

Zwei braucht es für Verschiedenheit. - Ach, *ich mag diese Einfachheit, deswegen mag *ich wahrscheinlich auch die Mathematik, weil sie so einfach ist. Lachen Sie jetzt etwa? Ist die Mathematik etwa kompliziert? Eins und Eins ist Zwei. Kompliziert?

Na gut, Sie sprechen wahrscheinlich auf die etwas längeren Gleichungen an, mit den vielen, für die meisten Aussenstehenden unbekannten Zeichen, aber bevor Wir lesen konnten, waren das auch die hier geschriebenen und für die meisten von Uns, werden auch die nicht-lateinischen Schriften kompliziert sein, für DieJenig-Es, die sie schreiben, sind sie wiederum einfach.

Mathematik ist da, auch für mich, noch die einfachste Form der Erkenntnis-Beschreibung, vielleicht, weil die Einfachheit die Grundlage des DaSein ist.
Betonen Sie bitte bei dem folgenden Satz, das "ist": Das DaSein ist einfach. Ist einfach. Ist ist einfach. Mensch muss es nicht komplizierter machen, als ES ist, das spüre ich inzwischen. Wenn Mensch Es kennt, ist Es einfach. Dass Wir es kompliziert finden, ist einfache Unkenntnis.

Wir wollen stete Verbesserung, wenn Wir also Unsere eigenen Sprüche ernst nehmen und der mit der Selbst-Erkenntnis ist einer, dann: "auf gehts!", mit einem mehr an Selbst-Erkenntnis: Auch wenn die ersten Selbst-Erkenntnisse erst mal eine erschreckende Unkenntnis offenbaren: *ich stand vor Jahren vor dem Spiegel, und ich sah: m*ich; und ich fragte: Wer bin ich?; und *ich bekam keine Antwort, aus mir heraus, nur noch mehr Fragen, es war einfach erschreckend, und *ich wollte (einfach) von dem Spiegel davonlaufen: Scheiss drauf!, was soll diese blöde Fragerei auch, läuft doch auch so ganz gut, ohne dass ich weiss.

Aber irgendwie habe *ich dann sogar langsam noch mehr Spiegel aufgestellt und inzwischen steht bei *mir in fast jedem Raum ein menschhoher Spiegel, in einem sogar drei, *ich kann mich dort von allen Seiten sehen, es ist manchmal noch erschreckend, puhh!

Da *ich schreiben konnte und die Sprache das Haupt-Medium des Bewusst-Seins ist, habe *ich zu schreiben angefangen. Einiges kennen Sie ja nun schon, einiges wiederholt-s *ich auch, weil nur so funktioniert ja das lernen; also habe *ich manches, was schwer fiel, obwohl es einfach ist, also eigentlich leicht ist, ziemlich oft wiederholt.

Um eine erkennbare Eins in einer Menge von so vielen ein-Es zu sein, braucht es Verschiedenheit. Nun, die mag ja äusserlich schon gegeben sein, aber erkennt das auch das Bewusst-Sein? Ich war da nicht sicher. Ob *ich ein-Es bin und, wie viel ich verschieden bin, oder gar Kein-Es (Nicht-Es?) bin und einfach in der Menge aufgehe?

Deshalb habe ich mit Nachdruck folgendes geschrieben:
.
.
.
Ist.
Wenn ein-Es verschieden ist, ist ander-Es auch verschieden.
Ist.
Genug der Verschiedenheit. Der Übertreibung der Verschiedenheit.
Also der Selbst-Findung.
Die Selbst-Erkenntnis braucht Verschiedenheit, sonst verschwimmt -Es in Gleichheit, aber ...
Wie hoch ist die Verschiedenheit im VerGleich mit dem, was Allem und All-Es im DaSein Gleich ist?
Gering.
Und doch ist All-Es im DaSein auch ein klares Selbst.
Zufall?
Chaos?
Zweifel?
Nichts.

Dienstag, 5. Februar 2013

My Inning for a' Outing

Titelüberschrift könnte auch sein: Selbst-Erkenntnis.
Mehr dazu finden Sie in zahlreichen Beiträgen dieser Blogs, zum Beispiel auch in dem Beitrag: "Willkommen bei einem fremden Selbst", den Sie gleich links aufrufen könnten.
.
Eingangstor zum Sowjetischen Ehrenmal
im Treptower Park in Berlin,
mit Fotografierendem
.
Isn't it me either or isn't I mieser, that's the question feeser? Was ist ich, oder n-ich-t; ein W-ich-t wer-s ich d-ich-t macht, wenn die S-ich-t mal klar ist; wer zust-ich-t damit Andere und-ich-t sind, weil Die Eines gle-ich-gült-ich sind, n-ich-t?
Ohh, ich mag den hintersinnigen Humor dieses "stümpernden" Briten: Isch fühl misch da erkannt und aufg'scheuscht und des is gut so. Danke.
.
David Shrigley,
"The Human body"
.
Wobei ich dazu ganz klar erwähnen möchte, dass in obiger Zeichnung nur knapp eine Hälfte of "The Human body"s abgebildet ist, darIn (in dieser nur knapp einen Hälfte) bin eben auch Oliver-August Lützenich zu [er]finden, aber das nur zu dem einen Wort und dessen Verallgemeinerung, aber das soll Uns den Spass nicht verderben, also weiter ...
.
David Shrigley, "is an Explorer", isn't it?
.
Besser könnte vielleicht nur noch ich *Selbst es bebildern und erst recht es so formulieren, oder;-) auch nicht?

Sonntag, 8. Juli 2012

Zitate 01 «komma 5 ohne Sex»

Heute möchte ich eine beliebte Serie in diesen Blogs fortsetzen, die Zitate.
Ein paar davon hätten auch in den Beitrag: "Veränderungs-Poesie" in der SprechLichtung gepasst, aber ich habe sie für diesen hier aufgehoben.

Aber Zitate sind nicht das einzige hier, ich möchte zu all dem Fremden auch ein wenig Oliver-August LützenSelbst hinzugeben, auch ein wenig Einblick in einen ganz privaten, ja fast intimen Bereich dieses, Ihnen fremden, Selbst.

Aber zuerst die Fremd-Zitate, gewürzt und verschönert mit einem *mir sehr angenehmem und sympathischen Künstler.
.
Ed Ruscha, "Who I am?", 1988
.
Friedrich Nietzsche:
"Von der Stärke verlangen, dass sie sich nicht als Stärke äussere, dass sie nicht ein Durst nach Feinden und Widerständen und Triumphen sei, ist widersinnig."
Ein wahrer Nietzsche, Prost!

Mahatma Gandhi:
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Das, zum Thema: Neuerung, Veränderung und Erweiterung des Gefühls und Wissens.
.

Ed Ruscha, "The Question", 1989
.
Francis Bacon (der Philosoph und Staatsmann, 1561-1626, nicht der Maler):
"Nichts macht den Mensch argwöhnischer, als wenig zu wissen."
Aber, wie schon Mahatma Ghandi bemerkte, das Mensch verbleibt lange RaumZeit lieber in Unwissenheit und Argwohn, bevor es etwas Neues, Anderes, etwas Fremdes annimmt.
Verstehen Sie das BITTE nicht falsch, so ein Verhalten ist völlig natürlich und ebenso normal, also habe ich mit Vorwürfen NICHTS zu tun, aber für ein-Es das einen Vorsprung erfühlt, erspürt oder auch erkämpft hat, ist es oft nervig bis entsetzlich, bis die ander-Es dieses Neue anzu nehmen bereit sind oder es gar als gegeben akzeptieren.

Stanislaw Jerzy Lec (Polnischer Schriftsteller):
"Die Art der Beleuchtung einer Sache ändert nichts an ihrem Wesen."
Naja? Das Wesen mag es nicht ändern, aber die Beleuchtung entscheidet ja doch oft, ob das Wesen angenommen wird und wie es aufgenommen wird: Die im Schatten sieht Mensch nicht, obwohl die auch da sind (DaSein), die in angenehmem Licht sieht Mensch gerne, oder?
.
Ed Ruscha, "The Major and the Minor", 1982
.
Platon:
Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg, aber einen sicheren Weg zum Misserfolg: es allen Recht machen zu wollen.
Tja, Herr Platon? Welchen Erfolg meinen Sie?
Denn es gibt doch wohl sehr viele, sehr erfolgreiche (wenn Sie z.B. auch den Reichtum meinen, oder auch politische Macht) Menschen, die genau mit dieser Methode grosse Erfolge erreicht haben, nämlich damit, es Allen Recht zu machen.
Ein wenig mehr Präzision stünde Uns Allen besser, auch den Besten.

Aldous Huxley:
"Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert."
Aber manchmal lebt Mensch gesünder damit - zumindest vorübergehend - zu verdrängen, aber auf Dauer gebe ich Herrn Huxley einfach nur Recht.

Maurice Merleau-Ponty:
"La vision seule nous apprend que des être différence, «extérieurs», étranger l'un à l'autre, sont pourtant absolutment ensemble, dans la «simultanéité» - mystère que les psychologues manient comme un enfant des explosives."
Zitiert nach Maurice Laudouar.
Übersetzung: „Nur das wahre Sehen zeigt uns, das «äusserlich» verschiedene Menschen, die einander völlig Fremd sind, im Ganzen  zusammengenommen alle Gleich sind (in «Gleicher-RaumZeit» vereint). - Ein Geheimnis, mit dem Psychologen genauso vorsichtig umgehen, wie ein Kind mit Sprengstoff.
Dem ersten Satz stimme ich zu. Dem Bild von dem Kind und dem Sprengstoff nicht. Das ist, verzeihen Sie, Blödsinn, denn (auch ältere) Kinder gehen eher unvorsichtig mit allem um, weil ihnen die Erfahrung damit fehlt, also wenn da von Vorsicht die Rede ist, dann ist es eher die Vorsicht des Sprengmeisters, des Feuerwehrmannes, denn die wissen um die Gefahr.

Aber vielleicht offenbart der Satz auch eine Erkenntnis, nämlich die, das Psychologen mit Nicht-Psychologen, resp. Patienten, wie Kinder mit Sprengstoff umgehen, also unerfahren, wenig zartfühlend und selbst- wie fremd-gefährdend, wie Kinder eben. Die meisten jedenfalls. Insofern gibt der Satz die Wirklichkeit wieder: Die Menschen sind einander gleich (jaja, sowohl im Aufbau und der Ausstattung, als auch wurscht!) und sie gehen miteinander wie unerfahrene Kinder um.
Schade das; aber noch Alltag.
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Ed Ruscha, "Untitled", 1988
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Und jetzt ein wenig Selbst-Erkenntnis.
Ein kleiner Blick in die Eingeweide unter die Haut:
Da schreibe *ich dem Sex quasi hinterher, schreibe hier zwei oder auch mehr Abschiedsbriefe (z.B.: "Die Individualisierung des DaSein" und: "IntelligentenSex"), ohne selbst davon lassen zu können?
Was ist nur los mit diesem Menschen, *mir, der ständig im Eingemachten herumwühlt, ständig vor der Zukunft herläuft und den ganzen Menschen im Munde führt?
Hat der sie noch alle, oder ist der einfach unzufrieden mit ganz und gar persönlichen Umständen, betreibt also Gross- und Kleinforschung und Philosofisterei nur, um vom unausgelasteten Selbst abzulenken?
Da ist was drann. Auf jeden Fall.

Diese Kritik erkenne *ich an, brauche aber auch noch ein wenig Verteidigung.

Denn, warum hat Beethoven Musik gemacht, warum Einstein Physik, warum Cantor Mathematik, warum Sartre Politik und Philosophie, warum Lévi-Strauss Ethnologie und Philosophie, warum Michelangelo Buonarroti Kunst ... ?

Waren Sie mit dem, was ist unzufrieden, wollten Sie mehr aus dem Selbst holen, als die Anderen?

Da höre ich vom Küchentisch die Stimme, Du willst dich ausgerechnet mit diesen Menschen vergleichen!?, komm mal wieder runter.
Nö.
Ich will auch mehr rausholen.
Mehr, als die Meisten, aus dem Leben machen, warum auch immer, ist egal. In Jedes Mensch steckt auch ein Beethoven, das ging mir vor 20 Jahren auf. Und es dauert bis Heute, dass *ich noch längst nicht erreicht habe, was in eines Mensch steckt, dass Andere immer noch Meter voraus sind, in allen Künsten.
In denen, der Alltagsbewältigung genauso, wie in denen der Wissenschaft und denen der Kunst. Mich wurmt das und spornt das an. Und da kann Mensch am Küchentisch noch so sehr zur Mässigung aufrufen, *ich bleibe drann, und hole auf, bis auch *ich Vorne bin.

Freie Sicht in ein unbetretenes, besser wohl: unbewusstes Gebiet.
Und was hat das mit den Trieben, insbesondere mit dem Sex zu tun?
Nun, *ich bin immer mehr das Gefühl, dass die Triebe an der Oberfläche hängenbleiben, dass sie irgendetwas mit den Augen zu tun haben, die ja auch an der Oberfläche hängenbleiben, und *ich möchte diese Art der Selbst-BeGrenzung nicht mehr esLeben.

Sex ist noch grossartig, aber was an Einfühlung und Ausspürung, an Weitblick und Nachsicht behindert das Sex?
Was verhindert die ganze Anzahl an Trieben?

Bin *ich gerne Mensch?
Und WIE! Kein anderes EsLebewesen möchte *ich sein! Aber da ist viel mehr drinn und drann, als *ich bisher esLebe, und wenn ich haus[ein]gemachte Behinderungen fühle und gezeigt/gesagt bekomme, diese mehr auszuleben, dann kümmert *mich das, und ich möchte diese Behinderung/Hemmung, genetisch oder sozial, aus dem Weg schaffen, sie ausheilen.
So fühle *ich das.

Aber es gibt auch ein vergebliches bemühen.
Es gibt Grenzen, die erst eine spätere Generation überwinden kann. Bin *ich schon an diese Grenze gestossen?
Das wenn ich wüsste.

Donnerstag, 3. Mai 2012

IntelligentenSex

Was ist nur los, wenn zwei Menschen die Gefühle und Empfindungen aus der "Selbst"-Bestimmung hinaus öffnen und der Bestimmung überdrüssig werden, also einfach nur Selbst-Sein möchten;
ohne diese unbewusste, ohne diese so natürliche, weil ursprüngliche, Bestimmung, die zu so vielem einfach drängt und zu so vielem einfach zwängt und dadurch auch so vieles be- oder sogar verhindert?
Was ist also los, wenn das Körper (das Körper, weil Es sowohl weiblich, als auch männlich ist, oder?) das Vernunft (sic!) mehr benutzt, als es üblich ist, wenn das Körper das Verstand ausweitet und somit dem Geist mehr Platz im Selbst einräumt, als den Trieben?
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Was passiert dann mit dem Sex?
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David Hockney, "Baum"
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Das vielleicht?:

A: Schatz, was ist, wenn ich keine Lust mehr bin?
B: Ganz allgemein keine Lust mehr?
A: Keine Lust auf Sex.
B: Hast Du gerade daran gedacht?
A: Ja. Und der Gedanke kam mir so bizarr vor. Irgendwie fast ekelhaft. Der ganze Zauber von Gestern und vorGestern ist verflogen.
B: Nur vorübergehend?
A: Kann sein? Aber Anflüge davon hatte ich nun schon öfter.
B: Seit wann?
A: An das erste mal, habe ich keine Erinnerung, aber ich denke, dass es etwa vor einem Jahr begann.
B: Während dem Sex?
A: Nein, irgendwo dazwischen.
B: Witzig, teilst Du die Zeit in einen Sex-Rhythmus ein. Verzeih, aber in mir klang das so. Zwischen zweimal Sex, war mir ekelhaft. Vielleicht entwickelst Du ja ganz neue Erlebnishöhen und -tiefen? Das Leben ist ja irgendwie auch eine Welle und Deine Gefühle, Dein Frequenzspektrum, erfährt vielleicht gerade neue Höhen und Tiefen. Der Orgasmus erklimmt noch ungefühlte Höhen und dazwischen erreicht die Amplitude dafür ungeahnte Tiefen. Tiefen der Ablehnung und der Abscheu.
A: Das ist nicht witzig.
B: War auch nicht so gemeint, nur das Bild, das nach Deinem "irgendwo dazwischen" in mir aufschien war witzig, aber die Idee von den neuen Höhen und Tiefen ist ernstgemeint.
A: Du möchtest jetzt also wissen, ob das Sex im letzten Jahr intensiver geworden ist?
B: Wenn meine Idee an die Wirklichkeit heranreicht, sollte es so sein, oder?
A: Nein, ist es nicht. Es ist die normale Abfolge, mal schöner, mal weniger, mal länger, mal kürzer, aber keine besonderen neuen Höhen, eher nimmt die Befriedigung insgesamt langsam aber sicher ab.
B: Ohh, dann sinkt das Spektrum also ab, auf ein niedrigeres Frequenzband sozusagen?
A: Wenn Du so willst. Und es liegt nicht an Dir.
B: Ist klar. Jetzt sind Wir noch weit von einer Mittelalters-Krise entfernt, was könnte also die Ursache sein? Eine noch versteckte Depression?
A: Nein.
B: Wie kannst Du da so sicher sein?
A: Was spürst Du? Wie geht es mir, wie geht es Uns?
B: Gut. Wir lieben einander. Für mich bist Du das Schönste. Ich berühre Dich gerne und möchte Deine Nähe nur wenige Stunden missen. Und auch sonst haben Wir alles, was Wir brauchen.
A: Uns geht es gut.
B: Ja.
A: Was fühlst Du beim und zwischen dem Sex?
B: Zärtlichkeit, Hitze, nur Dich, volle Intensität für Unser Tun, Glück, Rhythmus, Kraft, heftiges Atmen, Schweisstropfen, Glühen, Wellen voller Zufriedenheit, Lachen, Schreien, Stöhnen, Lecken, Schmecken, Saugen, Küssen, Beissen, Riechen, Pumpen, Erlösung von den Schmerzen der Umgebung, nur Uns, Zärtlichkeit, Erschöpfung, Befriedigung, Übereinstimmung, wenig Ich, fast nur Wir Beide.
A: Schön.
B: Besser.
A: Ja.
B: Und Du empfindest nun Lustlosigkeit?
A: DaZwischen.
B: Bis jetzt.
A: Ja.
B: Das seltsame ist, dass es mir ähnlich geht. Dazwischen.
A: Und das sagst Du jetzt erst!?
B: Ja, ich habe für das Eingeständnis, erst Dein Verständnis gebraucht. Bei mir ist diese Unlust bei dem Gedanken an Sex, allerdings noch jünger.
A: Wie lange schon?
B: Das erste mal ist wohl so etwa 3, 4 Monate her. Beim Zwiebelschneiden.
A: Das weisst Du noch?
B: Ja. Aber das Zwiebelschneiden ist nicht die Ursache, Du weisst, ich meditiere bei den Kochvorbereitungen immer etwas und schweife dabei ab. Routine gewährt die Freiheit der Gedanken. Da flog auch einmal das Sex vorbei, und ich wollte es schnell wieder los sein. Ich spürte, dass es nichts mit dem unsexuellen Umstand der Essensvorbereitung zu tun hatte, sondern vom Sex, - von der Handlung, Nicht vom Trieb -, ausging. Es war seltsam. Du sagtest bizarr, das ist mir zu hart, es war einfach etwas unangenehm. Seltsam?
A: Routine gewährt die Freiheit der Gedanken. Schön gesagt.
B: Kann es sein, dass ich diese Unlust von Dir übernommen habe? Schliesslich leben Wir sehr intensiv zusammen.
A: Könnte sein? Vielleicht ist sie auch von Dir abgenommen, und Du spürst sie jetzt durch mich, Du weisst, versteckt! Vielleicht bin ich ja der Türöffner, für eine verborgene Empfindung in Dir?
B: Kann sein, kann aber auch sein, dass Du phantasierst, oder Dich über mich lustig machst?
A: Nein, ich bin einfach verunsichert, weil ich keine Ursache dafür finde. Wie Du, habe ich während dem Sex kein einziges schlechtes Gefühl, und ich möchte mit niemand Anderes zusammen sein, als mit Dir, und ich dürste nach Deinen Berührungen, Heute und Morgen.
B: Du dürstest. Das ist sehr schön.
A: Ja.
B: Was also passiert da mit Uns?
A: Ja, was geht da in und mit Uns vor?
B: Wenn Mensch drinn steckt, hat Es nicht die Draufsicht.
A: Du sagst es. Wir sind mitten in einer Veränderungsphase und können nicht erkennen, wohin die Reise geht. Das geht nur von Aussen.
A: Vielleicht sollten Wir eine Therapie machen, oder zum Psychologen gehen?
B: Ich habe kein schlechtes Gefühl neben und zwischen dieser Unlust, und ich empfinde es nicht als Kränkung oder Störung, weder von mir als Person, noch für unsere Beziehung, es ist, als würde mir Spinat nicht mehr schmecken, aber deshalb gehe ich nicht zum Arzt, sondern esse eben keinen Spinat mehr, wenigstens vorübergehend.
A: Gutes Beispiel. Es ist eine Unsicherheit, eine ungewöhnliche Neuigkeit, aber keine Gefahr. Weder für das Selbst, noch für die Beziehung, vor Allem, da wir es Beide ähnlich empfinden.
B: Vielleicht erreichen Wir gemeinsam eine weitere Stufe, eine noch engere Beziehung?
A: Eine, in der Sex unwichtig ist, ja sogar überflüssig?
B: Ich vermute, das Bizarre ist ein Gefühl, das nur in der Zeit des Übergangs aufkommt. Es soll wohl den Abstand vom Sex erregen und erreichen, wenn der dann gross genug ist, ist das Gefühl vorbei.
A: Du sprichst davon, als sei Dir das schon alles klar, als würde es genau so passieren. Soweit bin ich längst nicht. Es könnte auch eine vorübergehende Erscheinung sein, vielleicht altersbedingt, vielleicht hormonell, vielleicht?; ... ach ich weiss es nicht. Ich weiss nicht, ob ich es wieder weggwünschen soll, oder ob ich, wie Du meinst, mich auf eine Phase ohne Sex freuen soll?
B: Ich doch auch nicht. Es ist noch so neu und nur DaZwischen, nicht dabei. Noch nicht.
A: Wie ist es jetzt?
B: Wenn ich dich so anschaue, etwas länger ... spüre ich ... Du bist überaus schön und ich fühle ... Du bist aufregend begehrenswert ...
A: Aber?
B: ... im Moment habe ich keine Lust. Ist das so ein Moment dazwischen?
A: Nein, weil ich keinen Abscheu bei der Idee empfinde, nur keine Lust. Wenn mir das Sex bizarr vorkam, war ich frei von jeglicher anderer Lust. Es gab keinen Durst, keinen Hunger, kein Spiel, keinen Film, kein Buch, kein 'wasauchimmer', es gab nur das Aufblitzen des Wörtchens Sex und gleich darauf dieses schlechte Gefühl, so als sei irgendetwas faul, so wie ein schlechter Geruch, der Eines beim Spazierengehen in die Nase gelangt.
B:  Seltsam, dass ich dieses Gefühl das erste mal beim Zwiebelschneiden empfand? Kein schlechter Geruch, aber ein sehr scharfer, ein brennender Geruch, mit tränenden Augen, den ich jedes mal gerne vermeiden würde, der sich aber kaum vermeiden lässt, zumindest, wenn es frische und gute Zwiebeln sind.
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A: Was für eine Analogie zu meinem Gefühl. Dass mir das nicht schon vorhin aufgefallen ist?
B: Was für Bilder? Sex als schlechter Geruch, als brennender Geruch und das in zwei Menschen, die einander lieben. Wo doch immer die Rede davon ist, dass Sex die Erfüllung von Liebe ist?
A: Das höchste Gut der Liebe, der Beweis der Liebe.
B: Ja. Ist das also alles Unsinn?
A: Ich weiss nicht, es ist ja bisher nur DaZwischen und nicht währenddessen.
B: Nicht davor und nicht danach.
A: Nein. Ausserdem ist es ein neues Gefühl. Bisher war es vielleicht die höchste Erfüllung von Liebe?
B: Und jetzt geht das zuEnde?
A: Und was kommt dann?
B: Keine Ahnung. Irgendwie ist das Sex so unpersönlich.
A: Was soll das heissen?
B: Vor dem Sex, bin ich ganz bei Dir, nach dem Sex, bin ich ganz bei Dir, aber während dem Sex, bin ich Allein.
A: Ganz allein, ja.
B: Du kennst das auch?
A: Ja. Unpersönlich. Es ist sogar noch weniger, es ist so, als sei ich gar nicht da, als würde es einfach mit mir geschehen, ohne das es mich braucht.
B: Als würde es stören, sei ich oder Du persönlich anwesend.
A: Ja, es passiert, wenn Wir es einmal zugelassen haben, wie von selbst.
B: Zugelassen?
A: Zugelassen, ja, es ist wie etwas, das in Eines wartet, bis es von der Kette gelassen wird und wenn Es in Übereinstimmung geschieht, kann es ganz wundervoll sein, wenn nicht, dann ist es einfach nur schmerzhaft.
B: Genau. Ein Hund, das freundlich wedelt und bellt und wenn Es dann losgelassen wird, springt Es Eines an und leckt Eines ab und tollt dann springend und hüpfend herum.
A: Oder Eines, das die Zähne fletscht, knurrt, sabbert, das wütend an der Kette zerrt, und wenn die Kette reisst Eines dann anfällt und zerfleischt.
B: Genug, genug, es ist seltsam genug, dass Sex plötzlich so beunruhigend ist, ich möchte nicht auch noch den letzten Hauch an Schönheit zerstören.
A: Wir trennen gerade die Liebe vom Sex, merkst Du das? Bisher war das für mich fast Deckungsgleich, nicht vollkommen, weil es Menschen gibt, die ich liebe, ohne Sex, aber doch annähernd Gleich.
B: Es war so, dass der schönste Sex mit der stärksten Liebe in Eins ging, dass nur in diesen Momenten die Liebe ein vollkommenes Gefühl und das Sex eine notwendige Handlung ist.
A: War?
B: Sind Wir schon so weit?
A: Ich bin traurig. Ich bin sehr traurig!
... 
B: Und wenn Wir Kinder zeugen wollen?
A: Ich fürchte, dann wird das Sex zum technischen Akt werden.
B: Die Natur wird es hoffentlich noch eine Zeit lang versüssen, das Sex, zumindest bei Zwei, die einander lieben.
A: Und wenn nicht, dann gibt es andere Techniken, die Wir nutzen können.
B: So sei es.
-
Nachklang:
Da könnte Mensch den Autor einfach fragen: Schreiben Sie mal!, haben Sie vielleicht 'was gegen Sex? Und der Autor schreibt: Nein, ich treibs gerne, aber bin ich deshalb behindert, die Hintergründe zu befragen, den Antrieb zu erforschen.
Zu fordern, den Sex zu verbessern, auch diese Handlungsweise weiter zu entwickeln und vielleicht die FortSexung davon zu trennen, vielleicht?
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Was geht, wenn das Vernunft die Handlungen als Selbst-Entschieden bewertet?