Posts mit dem Label Beckmann werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Beckmann werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 11. Oktober 2013

Vernunft-Folgen

Also heute, in 06.03.2023, finde *ich diesen Beitrag unvernünftig irgendwie unpassend, am liebsten würde *ich es löschen, aber es ist passiert, die ganze Rechthaber- oder Besserwisserei. Furchtbar. Statt herauszuheben und dem fast voll zuzustimmen, was unten, über *meinen Einlassungen steht, bin *ich voll stahlnervig reingegrätscht. Aber bitte, und es ist nicht verbessert, oder erneuert: 


Das folgende Beitrag ist eines der ersten (04/2012) aus der SprechLichtung und ist bereits 100 mal aufgerufen worden. Das ist zwar kein Rekord, der liegt bei knapp 500 Aufrufen (Schwindende Sprachen ...), ist aber auf jeden Fall eine Erneuerung und Erwähnung wert, weil der Rekord (498) eher dadurch zustande kommt, weil in dem Beitrag ein paar Bilder von Wassily Kandinsky eingeflochten sind und weniger durch meine Sätze darin. Ist so, muss ich hier neidlos anerkennen.
Das Beitrag, das ich nun noch einmal in etwas aufgehübschter und aktualisierter Version vor mich und Sie hinstelle, ist immerhin 100 mal aufgerufen worden, auch (auch!) wegen meiner Sätze darin, und das ist doch schon mal was.

Ab hier:
Ein Thema, das mich sehr persönlich betrifft, ist die UnGleichwertigkeit in der Bewertung und Betrachtung von sehr wohl gleichwertigen Grössen und Bereichen; und zwar sowohl in ein-Es Selbst, als auch bei gesellschaftlichen Belangen.
Als Beispiel: Wie geht ein-Es mit den sehr persönlichen körperlichen Bedürfnissen um, also trinkt Es ausreichend WASSER, isst Es ausreichend Vitamine, Mineralien, Kohlehydrate, Fette ..., wird die Haut ausreichend gepflegt und auch mit Streicheleinheiten versorgt und und und etc. pp?

Und darauf aufbauend, wie geht die Gesellschaft im mit-Einander um, Wir also Alle gemeinsam, wie behandeln Wir Fremdheit/Anders-Sein, Buntheit, Vielheit, Eigenheit, Privatheit, Ausgelassenheit, wie regeln und gestalten Wir die Infrastruktur der Gesellschaft, also Strassen, Kanäle, Leitungen, Ein-/Verkauf, ErLebeWesen- und Waren-Transport, Behörden, Polizei, Militär, Parks, Wälder, also alles Das worin, worauf und womit WIR Alle erleben?
.
Max Beckmann, "Mondlandschaft"
.
Hier ein Auszug aus dem FAZ-Blog «Deus ex Machina», mit dem Beitrag: "Pro-Ana-Blogs: Anleitung zum Unsichtbarsein".
»Nutzerinnen und Nutzer dokumentieren psychische Leiden auch öffentlich in sozialen Netzwerken. Die Plattformen müssen nun Wege finden, mit Fotos, die Selbstverletzung zeigen oder zur Magersucht anspornen sollen, sensibel umzugehen. Denn, das Netz durch ihr Löschen von den Bildern zu bereinigen, hilft Betroffenen wenig.
Das Netz soll ein Ort der Freiheit sein, doch in der digitalen Welt erfahren Nutzerinnen und Nutzer immer wieder, dass ihre persönliche Freiheit beschnitten wird: durch Äußerungen anderer User und durch Inhalte, die im Internet miteinander geteilt werden. In Communitys gibt es verschiedene Ansätze dafür, das Dasein im Netz füreinander so zu gestalten, dass diese Orte den Anforderungen an einen selbst erwählten Freiraum gerecht werden. ...
Die Sisyphusarbeit, Nutzerinhalte aus dem Netz zu entfernen, die psychische Leiden sichtbar machen, mag politisch korrekt erscheinen, sie hilft den Betroffenen jedoch wenig und wird Neuerkrankungen kaum verhindern können.
Denn es ist nicht das Netz, das krank ist und krank macht, es sind nicht die bloggenden Bulimiker und ritzende Teenager, die verrückt sind. Bilder, die zum Hungertod inspirieren sollen, geht eine Wirklichkeit voraus, die zum Kranksein und Kotzen inspiriert.«

darauf schrieb Oliver-August Lützenich:
Auch darum geht es doch in der Transparenz-Debatte.

Wie weit "zensieren" wir Menschen in und um Uns Selbst, was blenden Wir aus, weil es vermeintlich besser oder gar gesünder für Uns ist, wo schauen Wir wegg, weil es ebenso vermeintlich schlecht ist; und wo blicken Wir besser langsam genauer hin?

Die Armut/der Mangel (auch an Gefühl und Mit-Empfindung) einer grossen Menge Menschen, dadurch Verzweiflung, Teilnahmslosigkeit, Abschottung oder gewalttätige Auflehnung, Verwahrlosung, Unwissenheit, Demütigung, ...
Und auch der Reichtum von einer anderen - kleineren - Menge Menschen, in Wissen, Umsicht, Einfluss, Vielfalt (auch von Gefühl und Geborgenheit), Bewegungs- und Konsumfreiheit, Luxus, ...
Ich finde, die Zustände und Umstände in allen Richtungen und jeder Form sind für alle Mit-Menschen betrachtens- und bewertenswert, sie alle zählen ohne Zweifel zur menschlichen ErLebensWirklichkeit.

Insofern bin ich für jede Form der Transparenz.
Allerdings - und das ist für mich ganz wichtig: - FREIWILLIG, aber schon einfordernd!
Wie weit ein-Es das Einfühlen und -spüren (darin auch das Sehen), also die "Schleier" lüftet, muss jed-Es Selbst entscheiden. Allerdings sollte dabei klar sein und muss auch friedlich vermittelt werden, dass die Offenheit und Zugänglichkeit (Transparenz) ein (natürliches) gesellschaftliches Gebot ist.

Denn, soweit ich die Prozesse der Natur, also der Lebendigkeit, bisher verstehe, sind sie alle - auch - darauf angelegt: abgeschottete und verschlossene RaumZeit-Bereiche zu öffnen (also auch diese "Grenzen" zu überwinden, wie Wir das mit allen anderen Grenzen längst und intensivst tun; in jeder Art des Forschens), zu erkunden und zugänglich zu machen (das ist eine der Ursachen allen Fragens und Forschens).
Die Privatheit und Geheimniskrämerei ist - dann - kein Thema mehr, wenn Alle Menschen das Gebot der Wahrhaftigkeit und Verantwortung leben. Davon sind Wir noch ein ganzes Stück entfernt, aber die Richtung stimmt. Denn die Frage für *mich hier lautet mehr und mehr: Was "schützt" die Privatheit und Geheimniskrämerei?

Was wird da geschützt? Braucht das private DaSein des Menschen diesen "Schutz", und vor Was braucht ein-Es diesen Schutz?
Bisher ist es wohl so, dass das eine Mensch vor das andere Mensch[en] geschützt werden muss, weil ... Na, Sie [er]finden bestimmt ein paar Gründe dafür.
Und wenn Sie diese zusammengestellt haben, dann wissen Sie über-s ich Bescheid, oder? 
Dann wissen Sie, wie wir Menschen auf ganz natürlich Art (im) miteinander umgehen. Und dann wissen Sie auch - vielleicht? - wie Wir mit-Einander umgingen, wenn Wir in Freiheit mit-Einander umgehen werden, also ohne diese bisher völlig natürlichen Grenzen und Mauern und Zäune und Ein- und Ausschliessungen, die bisher unsere Privatheit "schützen" müssen. Alles ganz natürlich. Kein VorWurf!
Aber ist das der letzte Schrei?

Deshalb bin ich sicher, dass Wir mit einer allgemeinen Besserstellung und Ausstattung aller Menschen, also einem - solidarischeren Wettbewerb (SolidarKapitalismus?) -, -> das ist die Voraussetzung <-, die Transparenz verbessern und damit auch die (Selbst-)"Zensur" in alle Richtungen vermindern.

Dann ist - da bin ich sicher -, auch kein Mensch mehr gezwungen, mitten im Überfluss zu kotzen und zu hungern. Das ist, wie Vieles andere auch, für einen mitempfindenden Menschen beschämend. 
Dieses Verhalten zu verändern, dafür lohnt der Einsatz für ein Mehr an Transparenz, Gleichwertigkeit und besserer Ausstattung in und zwischen den Menschen.
-
darauf ein MitKommentator @
ThorHa, 02. April 2012, 12:52:

@Oliver-August Lützenich - "Dann ist, da bin ich sicher, auch kein Mensch mehr gezwungen, mitten im Überfluss zu kotzen und zu hungern."

Nicht sehr wahrscheinlich. Der Mensch ist so beschaffen, dass manche immer einen Grund zum Unglücklichsein finden, manche manchmal, manche selten. Völlig unabhängig von der Beschaffenheit der Welt. Denn unsere Bedürfnisse, Träume und Wünsche sind immer grösser als die Mittel zu ihrer Befriedigung.

Gruss, Thorsten Haupts
-
weiter Oliver-August Lützenich:

Das folgende ist Philosophie, aber es ist trotzdem von dem Thema des Beitrags und den Kommentaren dazu inspiriert. Philosophie ist vorwiegend Fragen.

Das Geist aus der Flasche, das Gott aus der Maschine, der Verstand aus dem Körper. Kann es sein, dass die Vernunft gerade aus dem bisherigen Behältnis heraus möchte?
Dass das Bewusst-Sein, in dem Körper, das es nun schon länger bewohnt, inzwischen leidet?
Ist das Körper (Sie + Er + ? = Es) für den Verstand ein Gefängnis, eine Engstelle, aus der das Geist langsam aber sicher auswandern möchte?

Kein Organ verbraucht prozentual und anteilig soviel Energie/Kapital, wie das Gehirn des Menschen; die Gehirne anderer Tiere begnügen sich mit einem geringeren Anteil am "erwirtschafteten" Gesamthaushalt.
Das Mensch ist bisher der Vernunft ein guter Wirt gewesen, auf Dauer jedoch ist das Mensch vielleicht zu unflexibel und zu schwach, um dem Reise- und Forschungswilligen Bewusst-Sein weiterhin ein gutes und dienliches Zuhause/Gehäuse zu bieten. Ist das so?
Das Mensch kommt auch mit weniger Verstandes-Kapazität in der Lebendigkeit zurecht, das Vernunft jedoch braucht ein stärkeres und flexibleres Gehäuse, als es ein rein fleischlicher Körper noch bieten kann.

Ist das Science Fiction oder gar Unfug?

Und was hat das mit Magersucht zu tun?

Ein wenig Spekulation ist dabei erlaubt.

Aber Nein, bestenfalls am Rande und nur als leises Symptom für die Auswanderungs-Bemühungen des Bewusst-Seins (soviele Bezeichnungen für eine KörperLeistung!), aus der bisher wohligen und wärmenden Hülle.

Die Sonne bietet fast(!) unbegrenzte und leichte Energie, Quantenprozessoren sind (wenn ausgereift) ebenso leistungsfähig aber wesentlich unabhängiger (als die irdisch-mondlichen biologischen Anforderungen, als die sind: geringer ErLebenszyklus, eingeengte Wahr-Nehmung, körperliche Kontroll- und Steuerungs-Pflichten, Erdgebundenheit), als das Bewusst-Seins-Organ Gehirn, und nicht-zellulare Gehäuse sind wesentlich stabiler, stärker und wesentlich weniger (Krankheits-/Leidens-) anfällig; auf das bisschen Freude und Glück, das darin auch enthalten ist, kann das forschende Geist doch verzichten, oder es findet und erweitert diese sogar noch mehr in anderen Formen.

Was also hält das Vernunft, bei diesem Stand der Tatsachen noch zurück im Menschen?

Und was hat das mit Anorexie zu tun, und mit den m[it].a. von @ThorHa in Wirkung und Ausprägung angezweifelten gesellschaftlichen und innermenschlichen Problemen?
Alles.

Das Vernunft, das Verstand, das Bewusst-Sein, der Geist, die Cleverness, der Grips, die Neugier, das Interesse, das Hirn schaut oft fassungslos im direkten (Körper) und weiteren In- und Umfeld umher, was so alles krankt und schmerzt und getan werden muss, um das bisschen Erkennen und Begreifen zu gewährleisten!?

Also, versetzen Sie-[da]s ich doch mal kurz in den Zustand körperloser Folgerichtigkeit (Logik) und stellen die Frage: Wollen Sie weiterhin Körperlich sein?

Tja, da vergeht ein-Es der Hunger, auch wenn dafür noch andere Gründe dazu kommen, eines ist klar, je mehr Verstand, umso Fassungslos. Oder?

Und das schreibt ein Körper!
Ein Körper, das den Verstand, das ein-Es auch ist braucht, fördert, fordert und mindestens so gerne hat, wie die rechte Hand, die Es auch ist, oder ...

Deus ex Machina? Nein.

Aber: Mehr Vernunft in Alle Körper. Damit wäre uns Allen geholfen.

Wie bekommen Wir das hin?

------------------------------------Ende FAZ-Blog-Beitrag------------------------------

Und dabei ist mir vollständig bewusst, dass das DaSein und damit dieses Universum und darin auch Wir irdischen Lebewesen, ohne das unbewusste, völlig unlogische und total schweigende Etwas (Materie, Körper), das in das RaumSZeit steckt - und das auch (meist?) chaotische und zufällige Ereignisse, Zusammenfügungen und Richtungsänderungen produziert -, nicht wären.


Fazit: Ohne Extreme, ohne Verweigerung, ohne Zufälle, ohne Unberechenbarkeit gibt es keine Lebendigkeit, wie Wir sie sind und erleiden, sowie erleben.

Aber muss soviel davon DaSein? Soviel Un-.

Da ist dann wohl die Frage: WieViel Weitblick, Umsichtigkeit, Folgerichtigkeit und Verantwortung erträgt das DaSein?
Und wieViel Zufälligkeit, Hartnäckigkeit, Dumpfheit, Verkrampftheit, Bockigkeit, Gewalt, Hass und sonstiges Leiden -->MÜSSEN<-- Wir unbedingt beibehalten, damit das UnGleichgewicht der Lebendigkeit erhalten bleibt?

Im Zweifel für das An-/Begeklagte?

PS : Die Blog-Zahlen vom 11.10.2013.

Danke.

Samstag, 20. April 2013

Die sterbende Zukunft

Titel: Ist es UnAusweichlich, dass das Noch-Nicht eine unangenehme Entwicklung ist?

Immer öfter wenn *ich nun an die Ungeborenheit, an die Unausgefülltheit, an die Ungeprüftheit, an die Unausgelebtheit, an die aktuelle Angstüberfülltheit, an die ebenfalls aktuelle Hoffnungserfülltheit, an die ..., ..., ...; Namens "Zukunft" denke, fällt *mir ein, dass darin auch der Tod enthalten ist. Meiner und Ihrer und Eurer. Also Aller Sterben ist immer Zukunft, bis auf die bereits Verstorbenen, aber solange die erLebten, war auch deren Tod nur immer in der Zukunft zu [er]finden.

Am Anfang war / ist das Leben und ab dann wartet nur noch der Tod auf das (aktuelle) DaSein. Das Leben schöpft. Und stellt dann aus. Alle nötige Energie ist mitgegeben, alle nötigen Zutaten sind darin enthalten. Damit eine Entwicklung in Gang kommt. Aber das Tod, das die Energie beigesteuert hat, erwartet bereits das Ende. Dessen AnTeil ist: "ich" gebe die Kraft für die Bewegungen der Lebendigkeit, und "ich" nehme sie (der Lebendigkeit) auch wieder. Das Leben gibt die Zutaten dazu, als da wahrscheinlich sind: bindungsfähige Partikel und die Regeln für den Umgang mit der Kraft, die der Tod bereitstellt. Aber das ist nur naives Schätzen, weil, was weiss *ich schon!

Aus dieser Beschäftigung ist vor kurzem auch ein LangGedicht hervorgetreten, so aus dem Hippocampus heraus, mitten in den linken Schläfenlappen hinein, vorgearbeitet in den Strukturen des Stirnhirns, die die ganz persönliche, aber eben auch die gesamte DaSein-Vergangenheit in das Jetzt holen (können: Gefühle und Wissen! Sie wissen.), um diese mit neuen Gedanken und den aktuellen Gefühlen zusammen zuführen, damit die Vergangenheit vom Gewicht etwa auf dem aktuellen Zustand ist, damit die Vergangenheit nicht allzu sehr das Jetzt stört, denn das Gleichgewicht und der wohl gesündeste Zustand ist erreicht, wenn die Vergangenheit etwa dem Gewicht der Aktualität entspricht, mit einer Prise Zukunft (Tod?) obendrauf.

Anfangs nur einer kleinen Prise Zukunft, wobei, ganz klar und auch logisch, irgendwann die jeweils angesammelte Vergangenheit, nur noch mit einem immer grösseren Anteil an Zukunft auszugleichen ist. Weil die Aktualität - von der Kapazität (Fassungsvermögen) her -, also von der noch zur Verfügung stehenden RaumZeit, stets abnimmt, die Vergangenheit somit immer zunimmt. Logisch also, dass der Anteil der Zukunft zum Ausgleich mit der Vergangenheit, immer bedeutender und stärker wird, und da steckt nun mal der Tod drinn, nicht ganz, aber doch entscheidend.

Anders geschrieben: Je mehr Aktualität in die Vergangenheit wandert, umso mehr muss die Aktualität aus der Zukunft entnehmen, sonst kippt die "Konstruktion" --> das DaSein. Wenn also mehr Zukunft in der Aktualität ist, als Vergangenheit, na, dann gilt es langsam Abschied zu nehmen. Gaaaanz langsam, wenn kein böser Unfall, Krankheit oder sonstiges Fehlverhalten in der Aktualität (eine Misshandlung durch andere Menschen z.B. auch, oder ein Krieg, oder ..., es gibt noch soooo viel schreckliches, was wir Menschen einander antun, aber das ist ein anderer Beitrag.) dieses gaaaanz langsam, zu einem ganz schnell verkürzt. Denn eins ist klar: Jedes LEID beschleunigt die Zunahme der Zukunft in der Aktualität, jede FREUDE hinfür sorgt für ein Verbleiben der Vergangenheit in der Aktualität. Klingt irgendwie unlogisch, vielleicht? Ist aber eine aktuelle Beobachtung und Wertung.

Was glauben Sie, wie hoch ist der Anteil der Menschen, verglichen mit der GesamtMenge Mensch, die davon wissen, nein, besser, die das für-s ich beachten und also entsprechend erLeben? Die also stets im Gleichgewicht sind, die souverän sind, die die Vergangenheit und die Zukunft erLebens-begleitend auf einer Waage, mit der Aktualität als Achse, auszuGleichen fühlen und wissen.
Na gut, das kann natürlich auch Mist sein?
.
Abendrot, schön Wetter droht?
.
Vielleicht ist das Zweifeln ja das Öl, das die Achse, die Aktualität, flexibel und lebendig hält? Keine Ahnung!?

Aber jetzt zu dem LangGedicht, das mir dazu eingefallen ist.

Da stand Es nun, das Tod, so ohne Geschlecht, Es atmete schwer, vom vielen Geschäft, dauernd unterwegs, die Veränderung rettend, das Ungerechte und das Gerechte gleichermassen entnehmend und drohte mit Abwesenheit! Nun mach mal raunzte Es!
Du lieber Himmel!? Ich war blass, der Schweiss trat aus allen Poren gleichzeitig aus, kalt und nass. Ich schluckte schwer und schaute auf Es. Schaute auf Es, schaute auf Es, war völlig versteinert, triefte, glotzte, die Fassung war auf den Grund gefallen, ich stand, weil ich nicht fallen konnte, glotzte.
Das Tod schaute unbeteiligt, nahm mich, wie ALLES Andere, was Es in die Vergangenheit holte, kaum verändert wahr.
Ich war. Es ist.
Ich fühlte nichts. Keine Blässe, keinen Schweiss, keine Nässe, ich glotzte fassungslos auf das Vergangenheit, das mich heimholen wollte, viel zu früh!
Es schaute auf ALLES, durch mich, und raunzte: Nun mach mal. Mach mal los, Es hat nicht ewig Zeit, Es ist Zeit.
Plötzlich passte ich wieder in die Fassung hinein und tropfte vom Kinn auf den Steiffen, der ich vor Schrecken war. Die Augen feucht, schwielig die Hände, trocken der Mund, ein Schlucken bloss, nur ein Schlucken nur noch, was mach ich nur, das Tod ist ungeduldig, will mich in die Vergangenheit mitnehmen, ohne Not, aber das braucht Es auch nie, das Tod ist schon immer ohne Not ausgekommen. Hilfe, wie komme ich von hier frei, soll das Tod doch woanders grasen, gibt doch genug, hau ab, reiss eine andere Lebendigkeit aus dem Heute rauss, ich bin für die Zukunft und Es ist Vergangenheit, so ohne Geschlecht, so ohne Not, ach!?, so ohne Not, so ohne Geschlecht, ach!?, ist das Tod die Zukunft, so ohne Not, so ohne Geschlecht, so Veränderlich, so Gerecht und so Ungerecht mit ALLEN und ALLEM?
Tod!?
Ist Es die Zukunft und nur ich die Vergangenheit!?
So ist es. So ist Es, murmelte Es und schüttelte den Stab, mit dem Es die Vergangenheit kennzeichnet. Es ist die Zukunft, Es zeigt auf die Vergangenheit und ordnet diese ein, und nun bist Du drann, raunzte Es.
Langsam löste sich die Steiffheit in mir, ich zitterte leise, vom Bauch aus sandte ich Vibrationen an alle Enden und zurück.
Aber interessant sprach Es, was Du da fragst, das ist für Es neu, bin so ungefragt bisher, so hingenommen oder verweigert, so überraschend, so unweigerlich, so herzzerreissend, so verzweifelt, so angefleht, so hintergangen, so angebetet, so verdammt, so abgelehnt, so verweigert und verdrängt und so noch nie befragt. Wie war die Frage, Vergangenheit?
Ist Es die Zukunft?
Ja.
Die Zukunft ist das Tod?
Ja; war das Jemals anders?
Nein.
Trotzdem eine neue Frage.
Noch eine?
Was ist dann zwischen Vergangenheit und Zukunft/Tod?
Die Lebendigkeit.

Kurze Pause im Gedicht, mit einem viel älteren Gedicht, das mir gerade über den Weg gelaufen ist und mir geflüstert hat, dass Es genau hier hinein möchte. Es ist mit Vorsicht zu "geniessen", denn es umweht ein kalter Hauch, aber lesen Sie selbst:
»Wird hier ein Tod verkauft?
Ich will ihn haben!
Das Leben taugt nicht
für mich UnglücksRaben.«
Aus "Geschichten aus 101 Nacht" (Nicht 1001!), übersetzt von Claudia Ott.
Ende der Pause und Rückkehr in mein Gedicht

Die Lebendigkeit?
Das Tod fuchtelte etwas mit dem Stab und schwieg.
Aber die Lebendigkeit ist doch keine Zeit, ähh, zumindest keine Zeitphase, ähh, oder doch?, aber was ist dann die Gegenwart, was ist das Hier und Heute?
Lebendigkeit.
Lebendigkeit.
Das Tod ist undurchschaubar, Es flatterte nur leicht in der RaumZeit, aber der Stab blieb fern von mir, Es gewährte mir noch Lebendigkeit, die Vergangenheit blieb noch auf Abstand.
Lebendigkeit ist also zwischen Vergangenheit und Tod, ähh, Zukunft? Lebendigkeit ist die Zeitspanne zwischen Vergangenheit und Zukunft?
RaumZeit, verbessert das Tod.
RaumZeit wiederholte ich. Lebendigkeit ist die RaumZeit zwischen Vergangenheit und Zukunft. Ist die Lebendigkeit vielleicht sogar die Verbindung von Vergangenheit und Zukunft, das Berührungs-Ergebnis von Vergangenheit und Zukunft?
Das Tod sagt anerkennend: Ja.
Ich vibrierte nun ganz und gar, das Tod flatterte vor mir in der RaumZeit, oder ist Es die RaumZeit, oder war ich  die RaumZeit? und liess mich in der Lebendigkeit um Fragen zu stellen.
.
Max Beckmann, "Der Tod" 1938
.
Antworten zu finden, verbesserte das Zukunft.
Die Blässe kehrte zurück, denn ich hatte keinen Laut getan und doch wusste das Zukunft, was in mir vorging, Es roch den Schweiss, Es schmeckte die Tränen, Es hörte das Pochen, es fühlte die Angst und Es spürte die Worte, die in mir entstanden und in mich hineinfielen, ohne Verzögerung.
Doch, merkte Es an, mit etwas Verzögerung, denn zwischen Uns ist ein wenig RaumZeit und die überbrückt es nur, indem es mit dem Stab die Distanz überbrückt, das jedoch ist der Tod für die Lebendigkeit und das will er doch noch nicht.
Nein, schüttelte ich den Kopf: Nein, auf keinen Fall! Jetzt noch nicht. Mir liegt noch nichts drann Vergangenheit zu sein, und das wäre ich ja wohl bei der Berührung mit dem Stab?
Der Stab blieb auf Distanz.
Das Tod verhandelte nicht, aber deuten wollte Es auch noch nicht? Warum zögerte das Zukunft damit, mich zur Vergangenheit zu machen?
Ich bibberte etwas, der Stab schwebte vor mir, wann stach Es zu, mochte Es den Überraschungsmoment, mochte Es die Lebendigkeit noch etwas leiden lassen?
Es ist ohne Lust am LEID, brummte Es.
Ich hatte vergessen, dass Es wusste, dass Es alles wusste, was in mir geschah. Wie macht Es das?
Es ist die Zukunft. Was für eine Frage! Die Vergangenheit und das DaZwischen, die Lebendigkeit mündet in das Zukunft und zwar komplett, ohne Verlust, ALLES! Also, wie könnte Es irgendetwas, was geschieht verborgen bleiben, was für eine Frage also!?
Oje, all die Konsequenzen, die es da zu bedenken galt!? Kein einziges Geheimnis gilt der Zukunft als Verborgenheit, keine Ecke bleibt im Schatten, kein Teppich un-umgedreht, unter keinem Bett bleibt etwas liegen, kein Tresor ungeöffnet und kein Kerker unbeheizt, Alles fliesst ungebremst der Zukunft entgegen und somit voll auf den Tod zu, ist doch so?
Friede seiner Asche, murmelte Es.
Was?
Wo?
Ähh?
Es wedelte etwas, aber stach noch nicht zu, vielleicht sollte ich meine Fragen etwas präziser formulieren, nicht so selbstbezogen, allerdings!?, wenn es die selbstbezogenen Fragen nicht konkretisieren kann, bleibt Es ja doch etwas verborgen, oder?
Ähh?
Erwischt! Juhu! Also doch eine kleine uneinsichtige Ecke, obwohl, einsichtig, ist wohl zu sehr ins Licht gezogen und das sieht Es wohl doch Alles?
Ja.
Also es geht um etwas, das nur dem Selbst anhaftet oder innewohnt und mit dem Selbst verfällt, ohne vollständig in die Zukunft einzugehen, das also "selbst" dem Tod entgeht, das vor der Zukunft verfällt?
Interessant?
Das Zukunft zeigt Interesse am DaZwischen.
An das Lebendigkeit.
Das Tod zeigt Interesse an das Lebendigkeit!
Ja.
Wegen dem kleinen Geheimnis?
Ja, doch!
Der Stab wedelte bedenklich, ich schlotterte, vor dem Tod kam ich einfach nicht zur Ruhe, ich tropfte wieder, aber auf einen schlotternden, Es wollte mein Geheimnis wissen und ich hatte doch gar keines, keines von dem ich wusste. Wusste? Wusste!? Es ging also gar nicht um das Wissen, das blieb Es nicht verborgen, es ging Es um etwas drummherum oder DaZwischen, aber was?