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Samstag, 24. August 2013

Die Trauer; Kurz vor der Wahl

Dieses Beitrag hatte *ich schon vor über einem Jahr eingestellt.

Ist bald klar, warum *ich es jetzt wieder aus dem UnterGrund hervorhole, um es noch einmal ganz oben einzubringen. Weil ich überprüfen möchte, ob ich noch dazu stehe, oder ob *ich inzwischen anderer Meinung dazu bin.

Da bin ich aber mal selbst gespannt!
Das Neue, falls es etwas gibt, färbe ich so ein.
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SommerBlumen vor StadtTheater.
Hat was mit dem Beitrag zu tun.
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¡Aus-LinksMit[?]teRechts-sen!
Ein politischer Zirkelschluss.

Was die Linke auflösen möchte, muss (und das möchte ich sofort vorwegg betonen, für mich steckt im "müssen" viel mehr Freiheit, als es nach Zwang klingt, das steckt dem "muss" schon in den Wurzeln drinn - fragen Sie dazu Ihren EthnoLinguisten oder ein gutes Herkunfts-Lexikon - inzwischen haben Wir schon ziemlich viele Chancen, die in Massen im "muss" drinn waren, verspielt, geblieben ist fast nur noch das bisschen Zwang, der ja nun auch in jeder Bewegung enthalten ist, und wegen unserer Chancenverwertung und die ist nun mal überaus grosszügig und irgendwann ist jedes Wort drann, den Reiz zu verlieren und nur noch schwer über die Lippen zu entkommen, und das gelingt vorwiegend noch für) die Rechte überwinden und die Mitte ausdörren.

Was die "Extreme" ablösen möchte, muss für eine andere Aufhängung / Einhegung der Einzeln-Es in der Gesellschaft sorgen. Das einzeln-Es braucht Geborgenheit und Perspektive, aber keine Fremd-[Selbst-]Bestimmung oder eine Abgabe der Möglichkeiten des SELBST, an der "Garderobe" der Gesellschaft. 

Anarchie (Obrigkeitslosigkeit) alleine ist deshalb nicht die Lösung, sondern nur eine Verschiebung auf später (Was habe ich bei diesem Satz gedacht? Ich weiss es nicht mehr, aber ich lasse den Satz erst einmal so stehen, vielleicht fällt mir später noch etwas dazu ein, falls, werde ich es so einfärben).

Demokratie ist ein Zwischenschritt in der Entwicklung des Zusammenerlebens von Einzelwesen, diese Übertragung von Entscheidungen und der Verantwortung dafür, auf Wenige, auf Andere, auf die "Gesellschaft" ist vorübergehend.
Und die Anarchie wird ein politisches Kunstwerk bleiben: an die Wand damit. (Hmm!?)

Eine kleine politische Selbst-Erkundung:

Für was steht Links, oder fällt es gerade?
Für Soziales, für Solidarisches, für Fortschritt, für Geringbesitzer und -verdiener, für die Sorge um die HabeNichtse, für die Aufhebung von Grenzen im Inneren, wie auch im Umfeld, für die Internationalität, für das "gehobene" Mittelstandskind, das gegen die Armut und Ausbeutung kämpft, um damit die "Oberschicht" auszuheben, es ist auch gerne Grün, steht also für ein Schein-Interesse zur persönlichen Aufstiegsbefriedigung, aber auch für die bessere Aufklärung der persönlichen Herkunfts-Gruppe, ist für mehr Stadt, für mehr Kunst, für links überholen, für ein mehr an Freiheiten, besonders für die Klein- und Mittel-Bürgerlichkeit.

Für was steht Rechts, oder wankt es jetzt?
Für Besitztum, sogar für Reichtum, für das Land, für Landbesitz, kauft gerne Kunst, ist auch inzwischen gerne Grün, für stabile Unbeweglichkeit; ist für das Aufrichten, den Schutz und die Verteidigung von Grenzen nach Innen, wie nach Aussen, also für die Absonderung von Anderen, für die Zugangsbehinderung der EinRichtungen innerhalb der Grenzen und für die striktere Hemmung des Eintritts von Ausserhalb, für die Beschränkung des Aufstiegs der Anderen, für die Beschränktheit der Mehrheit, für die rechte Standspur, für alle Freiheiten für einen und ein paar wenige andere Selbst, genommen vom Freiheitskonto der Anderen.

Für was steht die Mitte?
Die nimmt, was gerade angesagt ist, aus / in der Mehrheit, dort gilt der Grundsatz: „Omnis determinatio est negatio.“ (Baruch de Spinoza, Epist. 59) = "Alle Bestimmung ist eine Negation", deshalb liegt in der Mitte die "Klarheit" in der Bestimmtheit der Verneinung und der Unbestimmtheit der BeJahung, um die Mitte ist stets Betrieb, da kommen fast Alle mal durch, meistens sind dort die grössten Ein- und Ausgänge, die Kantinen sind fast immer nahe der Mitte, auch sind dort am häufigsten die Waschräume und die Toiletten zu finden. In D sind Links wie Rechts ziemlich ausgedünnt, fast Alle stehen inzwischen in der Mitte herum, mal etwas linkser, mal etwas rechtser, mal grüner oder auch ein klein wenig unentschiedener, wie die Liberaldemokraten. Liberaldemokraten? Wo hatte ich die denn her? Falls damit die FDP gemeint war, dann war das eine falsche Einschätzung von mir, denn die FDP ist eine streng rechte Partei, die in der Mitte nur das Wort durchführt, weil sie rechts aussen, wo sie vom Gefühl her fest steht, seit Gründung, kaum mehr etwas sagen kann, bei unserer Vergangenheit, ohne Sturm zu ernten, aber das Denken ist doch noch frei, oder, denkt die FDP, ohne zu bemerken, dass das Denken (Gefühl?) auch in das Handeln einfliesst und da ist für Aufmerksame die Position im Spektrum der FDP nach ein wenig Beobachtung kenntlich. Für mich hat die FDP nur sehr wenig Mitte zu bieten, auch wenn die Mitglieder dort immer gerne durchlaufen; weil dort die Fressnäpfe stehen, vielleicht. Einen bemerke ich, der die FDP als Rechte wieder kenntlich machen könnte, Christian Lindner, aber noch ist die Stimmung nicht reif für dieses "Coming Out". Dieser Instinkt geht diesem Menschen nicht ab, ich freu mich drauf, auf diese klare Positionierung, denn Fressnäpfe und deren Abflüsse kann Mensch doch auf auf der rechten Seite anbringen, oder?

Für was steht die Liberalität? Die steht für nichts Gerade, nimmt aber von Rechts mit, was sie so kriegen kann und klopft links gerne auf Schultern, das kostet wenig, aber treibt es ansonsten lieber mit allen in der Mitte, dabei ist dann kaum Haltung nötig, da ist Anlehnung genug vorhanden, denn dort stehen im Moment eigentlich Alle und suchen Nähe und was zum Mampfen (Cash, Dienstwägen und Aufmerksamkeit, für dasJenig-Es, was mich noch missversteht), hihihi. Oder? Liberale gibt es also sowohl Links, als auch Rechts, wie in Grün, aber die Meisten treiben etwas flüchtig in der Mitte herum.

Ja, wir deutschen Menschen sind inzwischen ein ziemlich mittiges Volk geworden, Extreme sind uns, klar warum, im Augenblick eher unangenehm, die Scham fordert das von uns, wenn wir die auch mal langsam wieder loswerden wollten, aber ...
Sie wissen, dieses vermaledeite "aber", keine Festigkeit und Dauerhaftigkeit im DaSein, nicht mal für 5 Minuten, was wollte ich schreiben? Ach ja, aber die Scham werden wir erst los, wenn wir deutschen Menschen uns lückenlos zu dem Schrecken, dem Terror und der Vernichtung bekannt haben, den wir DeutschÖsterreichen vor 3 Generationen begonnen haben, wenn wir anerkannt und begriffen haben, was wir da auch mit uns und an unseren Nächsten und Mit-Bewohnern an Furcht, Elend, Gemetzel und Trauma angerichtet haben. Die Scham wird erst einer pausbäckigen fröhlichen DaSein-Freude weichen, wenn wir deutschösterreichischen Menschen und da beziehe ich auch die deutschösterreichischen Menschen ein, die ausserhalb der deutschen Sprache gezeugt und / oder geboren wurden oder deren Vorfahren ausserhalb der deutschen Grenzen geboren wurden (Wenn ich da weit genug zurückgehe, bleibt auch von dem "deutschen" bald nichts mehr übrig, da bleibt dann bloss noch das Mensch übrig, rein und klein und unbedarft, aber soweit müssen Wir erst wieder kommen, dass Wir diese überland- und spreches-Grenzen weniger wichtig nehmen können, als es Heute noch Fakt ist.), wenn also wir deutschösterreichischen Menschen endlich trauern, trauern, mit den vielen Mit-Menschen, die wir "deutschösterreichischen" Menschen verjagt, gequält und in Massen getötet haben. Trauern! Nicht fassungslos oder belämmert vor oder in Gedenkstätten herumstehen ,in schwarzen Klamotten ,und wohlfeile Bekümmerungs-Reden halten. Das ist Scham-Geklinker und -Getue, aber kein Mit-Einander trauern. Uns fehlt - und nebenbei, das gilt für fast alle europäischen Nach-Kolonial-Menschen - die Aufrichtigkeit des Mit-Empfindens, uns fehlt die Grösse im Gefühl und damit auch die Grösse im Bewusst-Sein, was wir im Dritten Reich  - oder schon weit davor - den "fremden", anderen oder auch beneideten Menschen in und um uns herum, angetan haben, bis Heute, eben, Jetzt. Aber die Trauer ist nun mal menschenweit das beängstigendste und meist unterdrückte Gefühl. Vom  LEID (nicht nur Schmerz) wird die Trauer unterdrückt, von der FREUDE wird die Trauer überspielt. Warum?
Vielleicht, weil die Trauer das innigste Gefühl der Nähe zueinander ist, das stets erregt ist, wenn diese Nähe weicht, wenn also der Abstand zueinander und voneinander weiter wird. Der Tod, ich präzisiere: der plötzliche Tod, ist dabei die extremste Form der Erregung, sowohl der von nahen Mit-Menschen, aber auch der persönliche Abschied von der einmaligen menschlichen Lebendigkeit erregt die Trauer.
Die Scham würde also, nach meiner Erkenntnis, erst dann weichen, wenn Wir den Abstand voneinander erweitern und diese Erweiterung angemessen betrauern, und eben auch genau das, was wir deutschösterreichischen Menschen gemeinsam getan und angetan haben, den "Feinden" und auch denen, die wir für nicht-deutschösterreichische Menschen gehalten haben, oder erst dazu machten.
Eins möchte ich dabei aber auch noch betonen: Mit merklicher also noch nicht einmal sehr bedeutender Freiheit, hatte das deutsche Handeln bisher recht wenig zu tun, das ist auch klar. Die "Deutschen" waren immer in die Umgebung eingebettet und davon auch stark beeinflusst - wie alle anderen Menschen und MenschenGruppen -, deshalb ist ein wichtiger Prozess bis zur aufrichtigen und wirkungsvollen Trauer des "deutschen" Menschen, sicherlich der, die Mit-Erregungen an den deutschen Miss- und Handlungen aus der nahen und ferne[re]n Umgebung mit einzubeziehen, in die Scham. Vielleicht ist das ja mit ein Grund, warum wir deutschen Menschen bisher nur bis zur äussersten Scham erregen/fühlen und mit-empfinden können, weil die Umgebung ihren Anteil an "unserem" Tun nicht anerkennt oder bestenfall halbherzig. Aber Sie, die Leses hier, wissen, es ist nun mal bis Heute so, das immer das Messer oder der Mörder schuld sein muss, alle Anderen sind stets fein raus, atmen auf und denken dabei "Gott sei Dank!" oder ähnliches, in schā'a llāh vielleicht, was weiss ich hier schon, ich Tropf, und weil Kein-Es irgendeinen Einfluss von Ander-Es spürt, obwohl das Fakt ist, oder?, spüren will und weil wir also einander so nahe sind, ohne es zu wissen, gelingt die Trauer nicht. Also schlecht, dann bleiben Wir eben in der Scham stecken, müssen Wir nicht trauern, dass Wir langsam auseinandergehen, und zwar in fast jede Richtung, dann fehlt Uns halt weiter dieses Eingeständnis. Dass Wir zwar tun und merken, jedoch einfach nicht bemerken wollen, also im Bewusst-Sein eingestehen und dann auch einfach mal losheulen. Also gut, das ist jetzt zu einfach geschrieben, ich gebe es gerne zu, da braucht es schon noch die Klärung so mancher Kleinigkeit und Grossigkeit im Mit-Einder des Menschen, bis Wir soweit sind, Unsere Erweiterung hin zu mehr Freiheit mit- und von-Einander zu betrauern. Aber das wird wohl noch sehr lange dauern, denn, wenn ich ein wenig in die Ferne blicke, so nahe an Europas Süd-Osten, dann spüre ich dort kaum ein Ein-Verständnis mit-Einander, sondern gewaltvolle FlurBereinigung, mit allem nur möglichen Eiffer und Terror, das einen europäischen Menschen doch sehr an die Bedingungen hier in Europa vor nicht ganz 400 Sonnenumkreisungen erinnert, dass die Entwicklung Dort etwas schneller hin zu der Friedlichkeit, GleichGültigkeit (Sie bemerken bitte, dass ich die GleichGültigkeit als etwas sehr GUTES und Befreiendes beAchte, Danke) und Bedachtheit ablaufen wird, weiss ich auch, Wir sind schliesslich ein Vorbild, das den europäischen Menschen damals fehlte.
Aber genug der Einfügungen, sind ja schon mehr, als der ursprüngliche Beitrag, also ...

Politik ist KEIN Witz, aber so wird sie meist beTRIEBen.
Politik ist im besten Fall die aufrichtige und umsichtige Sorge, um die Mitglieder der jeweiligen Gesellschaft und deren Fortentwicklung zu mehr Wohlergehen, bestmöglicher persönlicher Aufgeklärtheit und Souveränität; Politik schafft sich im besten Fall also auf Dauer ab, um den Einzelnen, wenn diese Aufklärung im persönlichen und allgemeinen DaSein erreicht ist, wenn Jedes Einzelne die Selbst-Entscheidung übernimmt, und Jedes MitGlied die Mit-Verantwortung für die Gemeinschaft begriffen hat. Aber das ist nur ein Ideal. Fakt ist, Politik ist, wie die Menschen und die sind von diesem Ideal noch meist weit entfernt, aber Mensch träumt ja gerne, auch grün;-) Aus der Traum! Zurück ins Hier und Jetzt und Heute.

Wie steht es mit den Extremen?
Die Extremitäten sind in alle Richtungen und Ausprägungen ziemlich Gleich, fast austauschbar. In der Ignoranz der Verhältnisse, in einer trotzigen Verweigerungshaltung, in einer total verkrampftem Ablehnung abweichender DaSein-Entwürfe und DaSein-weisen, in einer kräftigen, teils brutalen, mörderischen Abwehr jeden Versuchs der Öffnung und Erweiterung der STAND-Punkte.
Die Extremitäten sind die Klammer, die Verbindung zum Äussersten, an ihnen, zwischen ihnen, ist die Lebendigkeit aufgehängt; die Extremisten sind das jeweils Äusserste [je]der gesellschaftlichen Organisation (Politik), sie sind die Klammer zur Verhinderung der Gesellschafts-Auflösung, dazwischen hängen die verschiedenen anderen Ausgestaltungs-Modelle und Farben. Deutschland hat eines der extremsten Modelle und Farben gelebt und erlitten. Die Folgen sind bekannt und bis Heute nicht (heil-sam (ist "gesundend" besser?)) aufgearbeitet, weder für die Getöteten, die Leidenden, noch für die Mörder, oder die Profiteure dieses "deutschösterreichischen" Extremismus.

Wann sind Wir bereit das Lagerdenken zu beenden?
Wann lösen Wir die Gesellschaften innerhalb des Ganzen (der Menschheit, der Spezies) auf? Wann nehmen Wir das Ganze an? Die Frage ist dann jedoch, selbst wenn alle "Unterorganisationen" der Menschheit in einer Gesamtgesellschaft aufgehen, löst das das "Problem" des Extremismus?

Aber *ich gebe zu, das zu denken oder gar anzugehen, ist verdammt schwierig, denn im Moment sind die freien, emanzipierten, wissenden, friedlichen und egalitären Menschen von anderen Menschen umgeben, die das (freier, offener denkend und handelnd) weniger oder sogar noch weniger sind, statt Gesellschaftsformen und -Modelle inFrage zu stellen, sind sie gerade erst dabei grössere (Nationen, Staaten) zu bilden und zu festigen, mit allen Extremen, die z.B. Wir in Europa bereits getan und gelebt haben.
Wie wollen Wir damit umgehen?

Ist diese Bewertung überheblich?
Nicht von *mir. Sie ist nüchtern, da mir in / mit jeder Faser klar ist, dass *ich gleich-wertig mit allen anderen Menschen bin, ohne die nüchterne Summierung von Fakten und deren Analyse davon beeinflussen zu lassen. Ich brauche weder ein Tal noch einen Berg, zum Betrachten der MitLebeWesen, mir reicht die selbe Ebene.  

Samstag, 28. Juli 2012

Selbst-Zufriedenheit

Ist die Selbst-Zufriedenheit eine Deutsche Grösse?

Bestimmt, aber eher weniger in den Deutschen Dichtern: "... denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht.", oder?

In den deutschen Dichtern - egal aus welcher RaumZeit-Phase, wenn sie etwas weiter gereist waren, also etwas herumgekommen sind in Europa oder sogar noch weiter wegg -, legte sich bei der Heimkunft jeweils so ein Schleier der Larmoyanz über die HeimatLiebe, ach und och und weh ...

Trunken vor Freiheitsdurst und -lust ward das Mensch sobald Es das heimatliche Ei verlassen hatte; und konnte das Anders-daSein kaum erwarten.

Und manchmal auch kaum aushalten, dass ander-Es Mensch-Sein, als deutsches Mensch-Sein, fränzösisches Mensch-Sein zum Beispiel, römisches Mensch-Sein, auch gerne griechisches Mensch-Sein (verzeihen Sie, aber *ich spreche auch von einer RaumZeit-Phase auch vor der Krise, und die ist wesentlich länger, als die RaumZeit-Phase der momentanen Krise und da galt das Griechische und Römische ganz vergangenheits-trunken und aktualitäts-vergessend, als die nächste Nähe zum Paradies).

Ziemlich unausstehlich wurde einem der Rückblick oft von GrossBritannien aus, so frei dort, so weit, so derb, aber auch so zart, wirklich zart!
Nicht dieses blümerante "zart" sein, wo ein-Es vor lauter drögen Andeutungen fast erstickt, ja von Ferne gefror ein-Es oft der Blick und wenn ein-Es dann wieder zurück kam, in die Kleinheit, in die Enge des ehemaligen Zuhause, passierte vielleicht auch folgendes mit einer Dichterseele; einem DichterVerstand lief dann gerne auch mal das Fass über:
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Friedrich Hölderlin
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Aus Friedrich Hölderlins: „Hyperion“

"So kam ich unter die Deutschen. Ich forderte nicht viel und war gefasst, noch weniger zu finden. 
[...] 
Barbaren von Alters her, durch Fleiss und Wissenschaft und selbst durch Religion barbarischer geworden, tiefunfähig jedes göttlichen Gefühls, verdorben bis ins Mark [...], in jedem Grad der Übertreibung und der Ärmlichkeit beleidigend für jede gutgeartete Seele, dumpf und harmonielos, wie die Scherben eines weggeworfenen Gefäßes - das, mein Bellarmin, waren meine Tröster. 
Es ist ein hartes Wort, und dennoch sag ichs, weil es Wahrheit ist: ich kann kein Volk mir denken, das zerrissener wäre, wie die Deutschen. Handwerker siehst du, aber keine Menschen, Denker, aber keine Menschen, Priester, aber keine Menschen, Herrn und Knechte, Jungen und gesetzte Leute, aber keine Menschen - ist das nicht, wie ein Schlachtfeld, wo Hände und Arme und alle Glieder zerstückelt untereinander liegen, indessen das vergossene Lebensblut im Sande zerrinnt? 
Ein jeder treibt das Seine, wirst du sagen, und ich sag' es auch. Nur muss er es mit ganzer Seele treiben, muss nicht jede Kraft in sich ersticken, wenn sie nicht gerade sich zu seinem Titel passt, muss nicht mit dieser kargen Angst, buchstäblich heuchlerisch das, was er heisst, nur sein, mit Ernst, mit Liebe muß er das sein, was er ist, so lebt ein Geist in seinem Tun, und ist er in ein Fach gedrückt, wo gar der Geist nicht leben darf, so stoss ers mit Verachtung weg und lerne pflügen! Deine Deutschen aber bleiben gerne beim Notwendigsten, und darum ist bei ihnen auch so viel Stümperarbeit und so wenig Freies, echt erfreuliches. Doch das wäre zu verschmerzen, müssten solche Menschen nur nicht fühllos sein für alles schöne Leben, ruhte nur nicht überall der Fluch der gottverlassnen Unnatur auf solchem Volke. - 
Die Tugenden der Alten sei'n nur glänzende Fehler, sagt' einmal, ich weiss nicht mehr, welche böse Zunge; und es sind doch selber ihre Fehler Tugenden, denn da noch lebt' ein kindlicher, ein schöner Geist, und ohne Seele war von allem, was sie taten, nichts getan. Die Tugenden der Deutschen aber sind ein glänzend Übel und nichts weiter; denn Notwerk sind sie nur, aus feiger Angst, mit Sklavenmühe, dem wüsten Herzen abgedrungen, und lassen trostlos jede reine Seele, die von Schönem gern sich nährt, ach!, die verwöhnt vom heiligen Zusammenklang in edleren Naturen, den Misslaut nicht erträgt, der schreiend ist in all der toten Ordnung dieser Menschen. 
Ich sage dir: es ist nichts Heiliges, was nicht entheiligt, nicht zum ärmlichen Behelf herabgewürdigt ist bei diesem Volk, und was selbst unter Wilden göttlich rein sich meist erhält, das treiben diese allberechnenden Barbaren, wie man so ein Handwerk treibt, und können es nicht anders, denn wo einmal ein menschlich Wesen abgerichtet ist, da dient es seinem Zwek, da sucht es seinen Nutzen, es schwärmt nicht mehr, bewahre Gott!, es bleibt gesetzt, und wenn es feiert und wenn es liebt und wenn es betet und selber wenn des Frühlings holdes Fest, wenn die Versöhnungszeit der Welt die Sorgen alle löst, und Unschuld zaubert in ein schuldig' Herz, wenn von der Sonne warmem Strahle berauscht, der Sklave seine Ketten froh vergisst und von der gottbeseelten Luft besänftiget, die Menschenfeinde friedlich, wie die Kinder, sind - wenn selbst die Raupe sich beflügelt und die Biene schwärmt, so bleibt der Deutsche doch in seinem Fach' und kümmert sich nicht viel ums Wetter! 
Aber du wirsts richten, heilige Natur! Denn wenn sie nur bescheiden wären, diese Menschen, zum Gesetze sich nicht machten für die Bessern unter ihnen! wenn sie nur nicht lästerten, was sie nicht sind, und möchten sie doch lästern, wenn sie nur das Göttliche nicht höhnten! - 
Oder ist nicht göttlich, was ihr höhnt und seellos nennt? 
[...] 
Es ist auch herzzerreißend, wenn man eure Dichter, eure Künstler sieht, und alle, die den Genius noch achten, die das Schöne lieben und es pflegen. Die Guten! Sie leben in der Welt, wie Fremdlinge im eigenen Hause, sie sind so recht, wie der Dulder Odysseus, da er in Bettlergestalt an seiner Türe sass, indes die unverschämten Freier im Saale lärmten und fragten, wer hat uns den Landläufer gebracht? 
Voll Lieb' und Geist und Hoffnung wachsen seine Musenjünglinge dem deutschen Volk' heran; du siehst sie sieben Jahre später, und sie wandeln, wie die Schatten, still und kalt, sind, wie ein Boden, den der Feind mit Salz besäte, dass er nimmer einen Grashalm treibt; und wenn sie sprechen, wehe dem!, der sie versteht, der in der stürmenden Titanenkraft, wie in ihren Proteuskünsten den Verzweiflungskampf nur sieht, den ihr gestörter Geist mit den Barbaren kämpft, mit denen er zu tun hat. 
Es ist auf Erden alles unvollkommen, ist das alte Lied der Deutschen. Wenn doch einmal diesen Gottverlassnen einer sagte, dass bei ihnen nur so unvollkommen alles ist, weil sie nichts Reines unverdorben, nichts Heiliges unbetastet lassen mit den plumpen Händen, dass bei ihnen nichts gedeiht, weil sie die Wurzel des Gedeihens, die göttliche Natur nicht achten, dass bei ihnen eigentlich das Leben schaal und sorgenschwer und übervoll von kalter stummer Zwietracht ist, weil sie den Genius verschmähen, der Kraft und Adel in ein menschlich Tun, und Heiterkeit ins Leiden und Lieb' und Brüderschaft den Städten und den Häusern bringt. 
Und darum fürchten sie auch den Tod so sehr, und leiden, um des Austernlebens willen, alle Schmach, weil Höheres sie nicht kennen, als ihr Machwerk, das sie sich gestoppelt. 
O Bellarmin! wo ein Volk das Schöne liebt, wo es den Genius in seinen Künstlern ehrt, da weht, wie die Lebensluft, ein allgemeiner Geist, da öffnet sich der scheue Sinn, der Eigendünkel schmilzt, und fromm und gross sind alle Herzen und Helden gebiert die Begeisterung. Die Heimat aller Menschen ist bei solchem Volk' und gerne mag der Fremde sich verweilen. Wo aber so beleidigt wird die göttliche Natur und ihre Künstler, ach!, da ist des Lebens beste Lust hinweg, und jeder andere Stern ist besser, denn die Erde. Wüster immer, öder werden da die Menschen, die doch alle schöngeboren sind; der Knechtsinn wächst, mit ihm der grobe Mut, der Rausch wächst mit den Sorgen, und mit der Üppigkeit der Hunger und die Nahrungsangst; zum Fluche wird der Segen jedes Jahres und alle Götter fliehn. 
Und wehe dem Fremdling, der aus Liebe wandert, und zu solchem Volke kömmt, und dreifach wehe dem, der, so wie ich, von großem Schmerz getrieben, ein Bettler meiner Art, zu solchem Volke kömmt! - 
Genug! du kennst mich, wirst es gut aufnehmen, Bellarmin! Ich sprach in deinem Namen auch, ich sprach für alle, die in diesem Lande sind und leiden, wie ich dort gelitten.

Ich wollte nun aus Deutschland wieder fort. Ich suchte unter diesem Volke nichts mehr, ich war genug gekränkt, von unerbittlichen Beleidigungen, wollte nicht, dass meine Seele vollends unter solchen Menschen sich verblute. 
Aber der himmlische Frühling hielt mich auf; er war die einzige Freude, die mir übrig war, er war ja meine lezte Liebe, wie konnt' ich noch an andre Dinge denken und das Land verlassen, wo auch er war?".

Jetzt verwechseln Sie *mich bitte bloss nicht mit diesem Menschen!
Aber nachempfinden kann *ich das schon, so manchmal, als ein-Es, das auch etwas herumgekommen ist und andere EsLebensarten und -weisen und Wetterarten und Handlungsarten und Freundesweisen kennen gelernt hat.
Und *ich lese diesen Text auch als: vor dem Dritten Reich, *ich bin ja nun auch Eines derJenig-Es, das gerne Wissen und Ergründen möchte:
Warum Hier und Warum so Viele?

Da lastet Etwas in uns deutschen Menschen und das möchte entlastet sein, aber das nur am Rande. Ich frage beim Lesen dieses und vieler anderer Heimkehrer-Texte auch einen Verlust heraus, einen Verlust der Eigenheit, einen Verlust der Vielfalt.

Warum wollen wir deutschen Menschen nicht mehr so herzergreifend Leiden und mit dem Deutsch-Sein so unerquicklich unzufrieden sein, warum wollen wir deutschen Menschen die grunzende Selbst-Bemitleidung so dringend aufgeben, warum den stechenden Selbst-Hass aufgeben?

Ich frage Sie, als deutsches oder anderes Mensch, warum sollen Wir das aufgeben, es hat Uns doch bisher so deutlich geziert, oder etwa nicht?
"HerrGott"! noch mal, ich mag das, mich als deutsches Mensch ewig um den Schmerz bekümmern, täglich ein wenig über das vergangene Leid wimmern und Alle anderen um deren Anders-Sein beneiden, ausser vielleicht, Sie sind Afrikaner, oder Afghane, oder Bengale ... aber sonst.
Ist das Bohren in der Tiefe nicht etwas typisch Deutschöstereichisches, ist das nicht vielleicht sogar unsere Aufgabe im DaSein, die Tiefenbohrung?
Es sind doch schon genug Ander-Es dabei, in der Nähe, der Ferne oder gar der Weite herumzustreifen, des deutschen Menschen Frust ist es also vielleicht tiefer zu gehen und noch ein wenig tiefer, in das Leiden des Mensch-Seins, nicht etwa in die Freuden. Nein, das überlassen Wir [un]gern auch den Briten, Nein Wir bohren in den Schmerz, immer tiefer, aber ...

Tja, gehts noch? Kommen Sie mal wieder hoch hier, Hierher, bitte. Schauen Sie mal zurück, in das Loch, das Sie da mit mir nun gebohrt haben ... Sehen Sie das? Mhh? Aber ich Bitte Sie, Sie sehen doch wohl das Licht dort unten, Sie sind doch schon fast durch gewesen, fast wären Sie hinausgefallen, so einfach hinaus aus dem Leiden, das geht doch nicht, ist doch schon genug, jetzt bleiben Sie mal hier und machen eine längere Pause, genug gebohrt, reicht schon ... einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen, wollen Sie was trinken, vielleicht ein Nutella-Brot?

Es bleibt die Frage: Wenn das deutsche Mensch nicht mehr unzufrieden sein darf, nicht mehr nur Zweiter sein darf, nicht mehr tiefer sein darf, als selbst die russischen Menschen es noch sind, was bleibt dann noch Deutsch, sind Wir irgendwann alle US-amerikanische Menschen, voll mit der Zukunft versöhnt, voll bewaffnet und abgeschnürt von der Herkunft?
Fortsetzung folgt.

Samstag, 7. April 2012

VolksVerhalten

Den folgenden Beitrag habe ich mitten in der "Griechenlandkrise" geschrieben (06.11.11), vielleicht können Sie noch erinnern, dass dort kurzfristig vom damaligen Premier Papandreou eine Volksbefragung zum Rettungspaket und den Sparmassnahmen versprochen war, die aber sofort nach dem Druck der Geldgeber wieder zurückgezogen wurde. Weil die Angst hatten, das Volk würde falsch entscheiden, nämlich pro Volk, statt pro Geldgeber, aber das geht selbstverständlich nicht.
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Lebensmittel Handel in der Bergmannstrasse
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Mein Punkt vor ein paar Monaten war aber nicht die vielleicht richtige Entscheidung der Mehrheit Mensch, sondern deren Fraglosigkeit, deren Teilnahmslosigkeit während all der langen RaumZeit vor der "Krise". Mensch ist im allgemeinen Desinteressiert an den grossen Fragen und Themen und lässt sich deshalb gerne "führen", wenn aber dann etwas schief läuft werden nicht die Teilnahmslosen wach und fragen, sondern die Desinteressierten hauen auf die "Führung" ein, weil sie denen so lange "vertraut" haben, weil sie denen so lange ihre Stimme und damit auch ihre Macht überlassen haben. Aber Griechenland ist, wie Sie alle wissen, nur eine Region in der Welt, in der dieses Volksverhalten normal ist. Mensch braucht Führung, ausserhalb. Noch.

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"Gelenkte VolksHerrschaft"? Ja, HersschafftZeiten! Wo lenkts ihr Uns denn hin!? Ihr. Ihr? Volk? Ja, Herrschafft-Zeiten! Volk führt und Volk folgt. Wohin aber geht die Reise? Will das wirklich ein-Es wissen?
Frag' ja nur.

Volksbefragung abgesagt. Ach!? Wirklich? Welches sind die beiden stärksten Parteien in Griechenland? Welche Parteien regieren Griechenland seit Ende der Militär-Herrschaft? Von wem wurden/werden die Parteien gewählt? Das Volk wählt die Führer, die es verdient.

Haben Wir so wenig verdient, das Uns Merkel/Obama/Putin "führen", oder ist das zuviel für Uns. Haben die Griechen Papandreou verdient? Soviele Fragen und soooooviele Antworten, aber sie liegen brach, in Uns, wenn Wir nur herausbekämen, wie wir sie hinausbekämen, die vielen Antworten auf unsere wenigen Fragen.

Glauben Sie bloss nicht, ich hätte eine Antwort darauf, ich bin gerade erst ein Narr geworden, der sich vorsichtig den Antworten annähert, habe aber noch keine wichtigen gefunden, aber ich grabe und schürfe weiter. Aber ich komme dem Volk und unserem Willen immer näher, ich nehme die Lupe zu Hilfe und zoome mich immer näher ran .... hmm?
Da ist nichts!

Ein philosophischer Schlussabsatz.

Wo ist den der ganze VolksWille hin, ausser ein wenig Selbst-Behauptung und noch ein wenig Fremd-Anpassung ist da kaum etwas zu finden, halt!, da ist noch was, ein paar Fragen noch, ohh, aber die stellen Wir doch schon sooo lange, warum liegen die denn noch hier herum?, du lieber Himmel!, schon etwas angegammelt, diese Fragen: Warum? Woher? Wohin? und Was ist Ich?, Mann! sind die schwer, kann ich kaum hochheben, so schwer liegen sie da herum, ja jetzt hilf mir halt ein-Es, k[aum]ein-Es da, na gut, ... ach, was steht denn da drauf?, auf dieser leeren Hülle: "die griechische Frage", da hat sich wohl schon Sokrates die Nägel abgekaut und die Hülle blieb unbefüllt und Platon hat seine Ideen hineingeblasen, aber die sind auch schon lange entwichen, und nun kommen Wir und wollen auf Alles eine Antwort, tja, die ist schwer, die kann Keines alleine tragen, da braucht es wohl das Ganze Volk, aber das will ja nicht. 

Will nur einfach da Sein, Fragen fallen so schwer, möchte Volk nicht heben, kostet so viel Kraft, einfach da Sein geht doch auch, oder?, aber Halt, was schmatz ich denn da, da kommen doch noch welche!, ja was ist denn jetzt los!?, es werden immer mehr, Wahnsinn?, so Viel Volk, ... Volk, was willst du? Wissen! Also gut, pack' ma's.

Samstag, 10. März 2012

Zitate 03 «Darwins Leckereien sind Caput»

Für Neu-Einsteiger: mir geht es beim ganz persönlichen DaSein, beim dahinlebendigen und beim auf- und einnehmen von Erfahrung und Wissen, immer auch um den ursprünglichsten Begriff der ProVokation, des HerausRufens, der HerausForderung einer Reaktion, einer Aktion. Was passiert in mir, wenn ich diese Erfahrung, dieses Erlebnis begreife, ergreife, also vereinnahme und im und für das persönliche Selbst ein-/umsetze, und was, wenn ich ein Wissen betaste, ob es stimmt, ob es falsch ist, ob es relevant oder unwichtig ist? Was passiert in mir und mit mir? Ich provoziere gerne. So auch, wenn ich schreibe und vor Sie hinstelle: also, fühlen Sie sich provoziert, im Besten Fall wirklich herausgefordert, einer Facette des Lebens nachzugehen, nach zu denken. Ich hoffe, für mich, ich schaffe es irgendwann einmal auch WIRKLICH voraus zu denken. Was das aber bedeutet, muss ich erst noch in Worte fassen, um es dann auch tun zu können, also bis bald. Und nun zum gestrigen Beitrag:
Als Nachschub zum (vor)gestrigen Beitrag, habe ich noch ein paar passende Leckereien gefunden und stelle sie nun also vor Sie hin, einfach so. Beginnen möchte ich mit dem AufFinder der Evolution, mit Charles Darwin und seinen Nöten.

Aus der Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 17.01.11, von Caspar Hirschi.
Titel: «Ohne Reputation ist alles nichts»:
Kurzer Auszug: " ... Die Antworten zielen auf den ganzen Menschen: „Was lernen wir über Darwin, wenn wir lesen, dass 'seine Gedärme laut und stinkend' seien, oder wenn wir uns seine Besorgnis vergegenwärtigen, dass jede Aufregung 'solche Blähungen hervorruft, dass ich eigentlich nirgendwo hingehen kann'?‟ Der hohe Ton ist da in der Tat verschwunden, aber ob uns Darwins Furzzwang hilft, die Evolutionstheorie geschichtlich einzubetten, steht auf einem anderen Blatt. ..."
Ende Auszug.
Grosse Entdeckungen werfen also ihre Blähungen hinaus, auch Albert Einsteins Magen-Darm-Zuckungen sind dokumentiert. Also, falls Sie auch ein klein wenig blähen, seien Sie sorglos, bei Ihnen kommt das Grosse immer noch unten hinaus, wenn Sie aber richtig-gehend blasen, feucht und warm, sollten Sie immer einen Stift oder einen Tablet bei der Hand haben, bei Ihnen kommt das Grosse oben heraus, oder auch nicht; dann haben Sie schlichtwegg Pech gehabt, dann drückt es "nur" von unten.  Sie können das ändern, indem Sie Darwin, Einstein, Lévi-Strauss, Eco (Semiotik), Cantor, Penrose, Sartre, Arendt und Primo Levi und mehr intensiv studieren und alles was noch an WeltWissen zu begreifen ist, dann kommen Sie irgendwann, bis zur Freisetzung einer GROSS[artig!]EN Theorie, nicht mehr aus der Wohnung, oder so;-)

Ein kleines Häppchen habe ich noch, für die Fetischisten in ihnen.
Aus meinem Bewerbungsschreiben als Porno-Drehbuch-Schreiber: "Ahh, du bist so geil! Lass mich von dir lecken und über dein Arschloch urinieren. Ahh!" Oder so;-)
Aber genug der Leckereien, mir stinkts jetzt langsam, zurück zur gehobenen Kunst.

Wir nehmen dazu den Fahrstuhl und fahren aus dem Unterbauch langsam nach Oben, oder wo auch immer bei Ihnen gerade der Kopf ist (vielleicht liegen Sie ja?) und verweilen noch kurz für ein paar Worte vor der Brust, knapp unter dem Hals.
Aus der Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 14.12.10, von Rudolf Sternberg.
Titel: «Lehren aus Stuttgart21».
Kurzer Auszug: "Zu bedenken ist schliesslich, dass auch bei direktdemokratischen Entscheidungen nicht "das" Volk entscheidet, sondern in der Regel eine sehr kleine Minderheit, welche die zur Entscheidung gestellte Frage formuliert, der wiederum eine mehr oder weniger kleine Minderheit akklamiert. Solche Minderheiten sind jedoch anders als die Organe der Repräsentativ-Verfassung weder dem Gemeinwohl verpflichtet, noch können sie für die Folgen ihrer Entscheidung(en) verantwortlich gemacht werden."
Ende Auszug.
Oha, da hält Einer aber grosse Stücke auf die (Repräsentativ-) Vertreter des Volkes! Wieviele von den aktuellen Repräsentanten des Volkes sind verantwortlich dem Gemeinwohl verpflichtet?
Es ist schon ein Kreuz, überall herrschen die Minderheiten! Nur eines beherrscht die Mehrheiten, der Glaube[n] und der ist bekanntlich ohne viel Wissen.

Wenn Sie bis hierher durchgehalten haben, können Sie inzwischen die Hand von der Nase nehmen, Wir sind auf Augenhöhe angekommen, egal ob sie stehen, sitzen, liegen oder aufgehängt sind. Die Lateiner könnten jetzt: "WinkeWinke!", für 13 Zeilen, aber ...

Eine Frage, mit Vorbereitung: lateinisch
'caput' = "Spitze, Kopf, Haupt(sache); lat. 'capitellum = "Köpfchen"
    ↓   ➥ 'capitulare' = Hauptpunkte (eines Vortrages, Vereinbarung) verhandeln
    ↓  ↓        ➥ 're-capitulare' = wiederholen, zusammenfassen ➡ rekapitulieren
    ↓   ➥ 'capitulum' = "Kopf-, Hauptabschnitte[e] ➡Kapitel
    ↓   ➥ 'capitalis' = "hauptsächlich, vorzüglich ➡ zu it. 'Capitale' = "Hauptstadt"
    ✛➞       ↓   ➥  urspr. Bez. der Kopfzahl einer Viehherde, also von "Reichtum"
    ↓            ➥ Kapital = ein Vermögen; ➡ aber auch: kapitaler Bock/Fehler
    ↓                     ↓   ➥ in der Bed.: 'herausragend, schwerwiegend' = "Kapitalverbr."
    ↓                     ↓   ➥ it. 'Capo' = "Spitze"➡ Oberhaupt ➡ frz. "Chef" ➡ "Kapitän"
     ➥                   ➥ Kapitalismus  ➡ 'ismus' = "Tendenz, Richtung, Einstellung"
                                     ↓                     ➥ 'istik' = "Erscheinungs-, Darstellungs-Form
                                      ➥ Haupt-Richtung, Kopf-Tendenz, Spitzen-Einstellung (???)

Oder auch:
Spitzen-Richtung, Kopf-Einstellung (wie doppeldeutig!), Haupt-Tendenz?
Wie Sie wollen.
Die Frage: Was ist, wenn der Kapitalismus kapituliert?
Wenn die Haupt-Richtung zur blossen Richtung wird, die Kopf-Tendenz den Kopf verliert, oder gewinnt sie ..., gewinnt erst der Kopf, die Vernunft, indem sie die Richtung, die Tendenz, die feste Einstellung verliert und etwas frag-würdiger wird. Ohne Fragezeichen.

Samstag, 3. März 2012

AbGesang der politischen Farbenlehre

¡Aus-LinksMit[?]teRechts-sen!
Ein politischer Zirkelschluss.

Selbst-Erkentnis: Was die Linke auflösen möchte, muss die Rechte überwinden und die Mitte ausdörren.

Was die Extreme ablösen möchte, muss für eine andere Aufhängung / Einhegung der Einzelnen in der Gesellschaft sorgen. Das Einzelne braucht Geborgenheit und Perspektive, aber keine Fremd{Selbst}-Bestimmung oder eine Abgabe der Möglichkeiten des SELBST, an der "Garderobe" der Gesellschaft. Anarchie alleine ist deshalb nicht die Lösung, sondern nur eine Verschiebung auf später. Demokratie ist ein Zwischenschritt in der Entwicklung des Zusammenlebens von Einzelwesen, diese Übertragung von Entscheidungen und der Verantwortung dafür, auf Wenige, auf Andere, auf die "Gesellschaft" ist vorübergehend. Und die Anarchie wird ein politisches Kunstwerk bleiben: an die Wand damit.

Eine kleine politische Selbst-Erkundung:
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Für was steht Links, oder fällt es gerade? Für Soziales, für Solidarisches, für Fortschritt, für Geringbesitzer und -verdiener, für die Sorge um die HabeNichtse, für die Aufhebung von Grenzen im Inneren, wie auch im Umfeld, für die Internationalität, für das "gehobene" Mittelstandskind, das gegen die Armut und Ausbeutung kämpft, um damit die "Oberschicht" auszuheben, ist auch gerne Grün, steht also für ein Schein-Interesse zur persönlichen Aufstiegsbefriedigung, aber auch für die bessere Aufklärung der persönlichen Herkunfts-Gruppe, für mehr Stadt, für mehr Kunst, für links überholen, für ein mehr an Freiheiten, besonders für die Klein- und Mittel-Bürgerlichkeit.
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Für was steht Rechts, oder wankt es jetzt? Für Besitztum, sogar für Reichtum, für das Land, für Landbesitz, kauft gerne Kunst, ist auch gerne Grün, für stabile Unbeweglichkeit; für das Aufrichten, den Schutz und die Verteidigung von Grenzen nach Innen, wie nach Aussen, also für die Absonderung von Anderen, für die Zugangsbehinderung der EinRichtungen innerhalb der Grenzen und für die strikte Hemmung des Eintritts von Ausserhalb, für die Beschränkung des Aufstiegs der Anderen, für die Beschränktheit der Mehrheit, für die rechte Standspur, für alle Freiheiten für einen Selbst, genommen vom Freiheitskonto der Anderen.
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Für was steht die Mitte? Die nimmt, was gerade angesagt ist, aus/in der Mehrheit, dort gilt der Grundsatz: „Omnis determinatio est negatio.“ (Spinoza, Epist. 59) = "Alle Bestimmung ist eine Negation", deshalb liegt in der Mitte die "Klarheit" in der Bestimmtheit der Verneinung und der Unbestimmtheit der BeJahung, um die Mitte ist stets Betrieb, da kommen fast Alle mal durch, meistens sind dort die grössten Ein- und Ausgänge, die Kantinen sind fast immer nahe der Mitte, auch sind dort am häufigsten die Waschräume und die Toiletten zu finden. In D sind Links wie Rechts ziemlich ausgedünnt, fast Alle stehen in der Mitte herum, mal etwas linkser, mal etwas rechtser, mal grüner oder auch ein klein wenig unentschiedener, wie die Liberaldemokraten.
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Für was steht die Liberalität? Die steht für nichts Gerade, nimmt aber von Rechts mit, was sie so kriegen kann und klopft links gerne auf Schultern, das kostet wenig, aber treibt es ansonsten lieber mit allen in der Mitte, dabei ist dann kaum Haltung nötig, da ist Anlehnung genug vorhanden, denn dort stehen im Moment eigentlich Alle und suchen Nähe. Liberale gibt es also sowohl Links, als auch Rechts, wie in Grün, aber die Meisten treiben etwas flüchtig in der Mitte herum.
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Politik ist KEIN Witz, aber so wird sie meist beTRIEBen.
Politik ist im besten Fall die aufrichtige und umsichtige Sorge, um die Mitglieder der jeweiligen Gesellschaft und deren Fortentwicklung zu mehr Wohlergehen, bestmöglicher persönlicher Aufgeklärtheit und Souveränität; Politik schafft sich im besten Fall also auf Dauer ab, um den Einzelnen, wenn diese Aufklärung im persönlichen und allgemeinen DaSein erreicht ist, wenn Jedes Einzelne die Selbst-Entscheidung übernimmt, und Jedes MitGlied die Mit-Verantwortung für die Gemeinschaft begriffen hat. Aber das ist nur ein Ideal. Fakt ist, Politik ist, wie die Menschen und die sind von diesem Ideal noch meist weit entfernt, aber Mensch träumt ja gerne, auch grün;-) Aus der Traum!
Zurück ins Hier und Jetzt und Heute.
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Wie steht es mit den Extremen?
Die Extremitäten sind in alle Richtungen und Ausprägungen ziemlich Gleich, fast austauschbar. In der Ignoranz der Verhältnisse, in einer trotzigen Verweigerungshaltung, in einer total verkrampftem Ablehnung abweichender DaSein-Entwürfe und DaSein-Formen (Kulturen), in einer kräftigen, teils brutalen, mörderischen Abwehr, jeden Versuchs der Öffnung und Erweiterung der "eigenen" STAND-Punkte.
Die Extremitäten sind die Klammer, die Verbindung zum Äussersten, an ihnen, zwischen ihnen, ist die Lebendigkeit aufgehängt; die Extremisten sind das jeweils Äusserste [je]der gesellschaftlichen Organisation (Politik), sie sind die Klammer zur Verhinderung der Gesellschafts-Auflösung, dazwischen hängen die verschiedenen anderen Ausgestaltungs-Modelle und Farben.
Deutschland hat eines der extremsten Modelle und Farben gelebt und erlitten. Die Folgen sind bekannt und bis Heute nicht (heil-sam (ist "gesundend" besser?)) aufgearbeitet, weder für die Getöteten, die Leidenden, noch für die Mörder, oder die Profiteure dieses "deutschen" Extremismus.
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Wann sind Wir bereit das (natürliche) Lagerdenken zu beenden?
Wann lösen Wir die (abschottenden) Gesellschaften / Gruppierungen innerhalb des Ganzen (der Menschheit, der Spezies) auf? Wann nehmen Wir das Ganze an? Die Frage ist dann jedoch, selbst wenn alle "Unterorganisationen" der Menschheit in einer Gesamtgesellschaft aufgehen, löst das das "Problem" des Extremismus?
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Aber *ich gebe zu, das zu denken oder gar anzugehen, ist verdammt schwierig, denn im Moment sind die freien, emanzipierten, wissenden, friedlichen und egalitären Menschen von anderen Menschen umgeben, die das (freier, offener denkend und handelnd) weniger oder sogar noch weniger sind, statt Gesellschaftsformen und -Modelle inFrage zu stellen, sind sie gerade erst dabei grössere (Nationen, Staaten) zu bilden und zu festigen, mit allen Extremen, die z.B. Wir in Europa bereits getan und gelebt haben.
Wie wollen Wir damit umgehen?
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Ist diese Bewertung überheblich? Nicht von *mir. Sie ist möglicherweise nüchtern, da mir in / mit jeder Faser klar ist, dass *ich gleich-wertig mit allen anderen Menschen bin, ohne die nüchterne Summierung von Fakten und deren Analyse davon beeinflussen zu lassen. Ich brauche weder ein Tal noch einen Berg, zum Betrachten der Mit-LebeWesen, mir passt die selbe Ebene.  

Montag, 23. Januar 2012

Schicht, Stützen, Klamotte und Freiheit

Erneut ein Doppel-Kommentar aus zwei verschiedenen FAZ-Blog-Seiten, die aber erneut thematisch zusammenpassen. Wahrscheinlich sucht sich ein gesellschaftliches Thema stets mehrere Wege um an die Oberfläche zu blubbern, wie Luftblasen unter Wasser, deshalb bringe auch ich gesellschaftliche Standpunkte und Überlegungen auch jeweils in mehreren, anscheinend verschiedenen Themenbereichen unter. Kann auch sein, dass ich es unbedingt unterbringen will, weil es mir auf der Zunge liegt und unbedingt(!) runter will, raus will, weil die Zunge für anderes wieder die Unbelastetheit braucht. Kann sein, kann aber auch der erste Ansatz sein?

Ein Beitrag, @Don Alphonso (aus dem Blog "Stützen der Gesellschaft"), in dem Sie von Menschen berichten, die vieles haben, aber wenig sind. 

Ein Psychogramm, das in mir folgende Zustandsbeschreibungen der beschriebenen "Schicht" hervorruft: Desinteresse, Beschränktheit, Gleichgültigkeit, ist Teilnahmslosigkeit das Gleiche?, das Nachlaufen hinter Entwicklungen (das im Vergleich mit anderen Weltgegenden immer noch ein Vorauslaufen ist; zugegeben!), die Beklemmung in der Abgeschiedenheit, Mutlosigkeit, Nassauertum, ist Schmarotzer dasSelbe?, eine mitleidlose Freudlosigkeit und ... kein Wunder also, dass Sie das in Verbindung mit der Schilderung von Selbstötung bringen.

Inside "Ober-Mittelschicht" ist also Ideenlosigkeit, Absonderlichkeit und viel Selbstmitleid. Tragisch. Jetzt kann ich Boris Becker und Guttenberg und Rösler und die Stein- und Wulff ... besser verstehen (Frau Merkel ausgenommen). Aber was haben Sie dort zu suchen? Was hält Sie dort noch? Ihre Kundschaft hier in diesem Blogoversum, so klein und fein, so unverschämt, so ausgezeichnet, so "links" und "rechts", so arm (wohl eher wenige) und so reich (dasGleiche), so "oben" und so "unten"?, ich z.B. bin im Hasenbergl aufgewachsen, "unten", wie üblicherweise eingeschätzt wird, aber, wenn ich die "oben" so anschaue, blicke ich meistens nach unten, nicht so sehr wegen der (Körper)Grösse, ich messe 1.82, sondern wegen des Verhaltens und der fehlenden Kunst-Fertigkeiten (aber das nur nebenbei, zu all den (nützlichen?) Stereotypen), also ihre Leser würden Ihnen wahrscheinlich auch woanders hin folgen, ich jedenfalls.
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Eine Stütze ist doch dazu da, sie abzulegen, wenn der innere Halt so weit stabilisiert ist, das Mensch diesen äusseren Halt nicht mehr braucht. Brauchen Wir diese "Stützen der Gesellschaft" noch? So, wie Sie diese Stützen beschreiben, Inside out, sind sie eher eine Belastung und sollten abgelegt werden, um der Gesellschaft wieder Luft zum atmen zu gewähren: zieht der Gesellschaft die Korsage aus, sie engt zu sehr ein! Widersprechen Sie mir, Sie und die Mit-Kommentatoren: ist die Gesellschaft inzwischen so weit, die Stützen abzulegen, oder sind Wir noch so eng, so (s.u.), dass Wir sie noch brauchen? Nun, ich fühle, Sie werden noch gebraucht. Leider. Denn, wie Sie berichten, ist deren Zustand bejammernswert, selbst für einen armen Schlucker, wie ich einer bin. Und dass sie noch gebraucht werden, besagt was, vom inneren Zustand der Gesellschaft? Haltlosigkeit? Orientierungslosigkeit? Sinnlosigkeit?
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Wie dem auch sei, noch sind die "Stützen der Gesellschaft" vonnöten, so wenig mir das gefällt, weil ich mehr WEITE wünschte, aber noch gibt es die Kirche und den Islam und den Kapitalismus und den Obrigkeitsismus und Unterlegenheitsmitmuss in und um Uns herum, also Vivat Tegernsee, sie leben hoch!
[Ergänzung: Warum sind die "Stützen der Gesellschaft", also die Mittel- und Oberschicht noch nötig und eine wirklich gleichgestellte Gesellschaft bestenfalls in Vorbereitung? Weil sie befriedend in der Gesellschaft wirken, weil sie den Bildungsschatz bewahren und noch immer mehr vorangehen und Freiheit und Interesse leben, als es die Meisten anderen Menschen können und dürfen (Mangel an Ausstattung, Wissen und Wärme) und somit immer noch ein Vorbild der Masse sind, wenn auch mit Schattenseiten (Abgrenzung, Arroganz, Besitzstandswahrung, Ignoranz), aber die sind allgemein Menschlich, treffen auch auf die Masse zu, und sind deshalb keinen Vorwurf wert.]

EinBlicke sind manchmal schmerzhaft. Zertrümmert die Spiegel und Röntgengeräte und Scanner und lasst und wieder Tiere sein, einfache Tiere sein und übereinander herfallen und Uns die Augen ..., ach, einfach alle Sinne auskratzen, damit Wir einander nicht mehr spüren und nicht mehr so weit voraus und herum kommen! Nun habe ich mich anstecken lassen, von der Stimmung Ihres Beitrags. Aber gut ...

Aus dem FAZ-Blog.

(Aus dem Blog "Deus ex Machina", mit dem Thema: passende Kleidung im Zeitalter des CAD und der maschinellen Serienfertigung.) Soso, dann stehen Sie also eher auf die steiffe Klamotte und auf "Werte", die eine Lupe brauchen, oder den absoluten Kennerblick. Frack? Du lieber Himmel!? Die Etikette des 19.Jhts. und einer "Schicht", die für eine Jacke so viel ausgegeben haben, wie eine andere "Schicht" im halben Jahr für Nahrung. Smoking, der Raucheranzug, auch von vorGestern und alles nur Nachts zu tragen? Steiff eben und angebunden an die Nachtzeit. Da haben Wir in einem langen umkämpften Prozess, mit Millionen Toten und Verwundeten, die Freiheit auch der Klamottenwahl erkämpft und doch gibt es immer noch Menschen, die dieser steiffen und abgeschotteten Vergangenheit nachtrauern, statt die Unabhängigkeit von Direktiven und Moden und Stilen und Etiketten und Vorschriften zu feiern und solche absonderlichen Schichtenkleidungen dort zu bewundern, wo sie meiner Meinung nach bestens aufgehoben sind: im Museum. Wenn bei einer Hose die 50 Euro gekostet hat, nach 3 Jahren die Nähte aufplatzen, oder das Gesäss abgewetzt ist, na und? Ich bin froh, dass die bucklige Arbeit von SchneiderInnnen und Knöpfe-AnnäherInnen langsam vollständig von Maschinen übernommen wird. Ich hoffe nur und arbeite daran, ein Gesellschaftsmodell zu entwerfen, dass diese Menschen, u.a. in Vietnam, auch weiterhin mit einer allerdings würdigeren Arbeit den Lebensunterhalt bestreiten können. Aber, Wem es Freude macht, kann sich ja weiterhin den Rücken krumm nähen, bloss um der "besseren" Qualität wegen. In diesem Sinne, lassen Sie das Steiffe sausen, @Sophia ..., viel Freiheit dabei, auch im Geldbeutel, es gibt wichtigeres zu unterstützen, auch in Asien, besonders in Afrika, aber auch in Europa, vermitteln Sie das doch auch dem Ex mit dem Kleider-/Schuhschrank, oder reicht dessen Weitblick nur bis zu den Schnürsenkeln, kann ja sein? Verzeihen Sie die Offenheit, aber ...

Aus dem FAZ-Blog.

Samstag, 7. Januar 2012

Adolf Hitler bräunt in Sibirien. Anarchie am Ende?

Danke.
Bis Heute hiess der Beitrag dann: "Durch Adolf Hitler zur Anarchie", aber irgendwie klang das so, als ob Mensch so eine Zwangslage / Engstelle, wie das Dritte Reich bräuchte, um zum Anarchisten zu werden, aber das ist Unfug. Deshalb habe ich den Beitrag nun zum dritten mal umbenannt. Ja, da gärt sichtlich etwas in Oliver-August Lützenich und wird es wohl noch etwas länger, obwohl ich ein "SpäterGeborener" bin und fröhlich sagen könnte: Was gehen mich der Adi und die Nazi an! Na, Nichts.

Die Verdammtheit ist aber die, dass *ich weiss und schon ausführlich beschrieben habe, dass dieses Nichts nichts Nichts ist, sondern Nichts schlechtestenfalls ein-Es ist und bestenfalls ALLES bis auf ein-Es, also immer ETWAS ist. Kurze Rede, langer Sinn: Klar, geht auch mich der Adi und die Nazi ETWAS an. Aber das trifft entfernt auch auf einen Sonnenbankpfleger in Irkutsk zu, weil der Adi ein Mensch war und weil Nazi eine Mensch-Erscheinung war / ist, mal mehr mal weniger.

Aber selbstverständlich besonders, für ein deutsches Mensch und gar für ein-Es, das so kurz nach dem Dritten Reich gezeugt und geboren wurde, von Eltern, die darin fast vollständig geprägt wurden, von Grosseltern, die von Kaiser, Volk und Vaterland vor / im 1. Weltkrieg geprägt wurden, und das steckt irgendwie alles auch in Oliver-August Lützenich drinn. Irgendwie. Ziemlich. Und gärt.

Wie wäre *mir wohl, wenn es gar ist, und wenn es dann gegessen ist? Sehr wohl. Daran arbeite Oliver-August Lützenich, davon sprechen meine Blogs.
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Piet Mondrian: "Komposition mit Grau
und hellem Braun"

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Zur Entwicklung dieses Beitrags:

Nachtrag vom 22.12.11:
Der Beitrag hiess zuerst: "Sex mit Adolf Hitler", aber ich gebe zu, das passte nicht zusammen und es ist zu reisserisch, das passt eher zu Adolf Hitler, als zu mir, deshalb habe ich den Titel leicht abgeändert, aber sonst alles unverändert gelassen, also lockern Sie die entsprechenden Muskel- und HirnZell-Gruppen, denn Adolf Hitler war auch lächerlich, oder?
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Nachtrag vom 24.12.11:
Dann habe ich dem Beitrag den Titel: "Lachen ohne Adolf Hitler" gegeben. Der nunmehr dritte Titel wird dem Text wohl am besten gerecht, denn am Ende ist die braune Herrschaft durch den Darm abgeführt und landet in der Anarchie. Daran ermesse ich, dass das "Dritte Reich" in mir immer noch gärt, immer noch ungeklärtes bereithält.

Meine Eltern waren Kinder und Jugendliche in diesen Jahren, geprägt durch deren Eltern aus der Kaiserzeit und dem ersten Weltkrieg, und wurden dann geprägt in Hitlerjugend und BDM, dann kam der Schock und dann irgendwann Oliver-August Lützenich. Grosseltern also 1. Wk, Eltern im 2. Wk, *ich durch den "Kalten" 3. Krieg. Was für einen Schaden habe *
ich davon mitbekommen und Heute noch zu verarbeiten?
Wow!
Abarbeitung und Ab-Führung ist gefragt. Mehr und mehr.

Davon mehr in diesen Blogs.

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Mark Rothko: "Braun und Grau"
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Aber hier nun der Beitrag, um den es geht und der Anfangs, wie erwähnt, den Titel trug: "Sex mit Adolf Hitler". Anal-Sex vielleicht, aber wurscht, es geht auf jeden Fall um etwas Braunes.
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20.12.11:
Ich vermute, dass dieser Beitrag sehr bald den WillkommensGruss an der Spitze der meistgelesenen Beiträge dieses Blogs (Der WillkommensGruss im WortWahl-Blog wurde immerhin 150 mal aufgerufen!) ablösen wird. Es ist einfach ein extremer Titel (Da war es noch der erste, s.o.). Und ich halte die Leses dieser Blogs für zumindestens klug, denn auch ich würde bei einem solchen Titel sofort klicken, verbindet er doch zwei eigentlich weit auseinanderliegende Erfahrungen, oder auch Erwartungen: den Orgasmus und den Geruch von etwas Braunem. Und das, obwohl die Ein- beziehungsweise Ausgänge der Beiden, sehr nah beieinanderliegen. Oder zusammenstehen? Mensch nennt den kurzen Hautabschnitt zwischen Vagina/Penis und After »Steg
«. Eine Brücke verbindet also die Zeugung (und die flüssige Abfallentsorgung) mit der braunen Abfallentsorgung. Aber was hat nun Herr Hitler mit Scheisse zu tun, ausser, dass seine Bewegung etwa gleich braun war? Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Herr Hitler entweder Dünnschiss austropfte oder steinharte Kötteln auswarf, härter als die eines Kaninchens, woran Mensch wieder einmal bestätigt wird, dass dieser Mensch nur Extreme lebte, auch in den Exkrementen; und womit Wir fast wieder beim Sex wären, denn, Was verbindet nicht, zumindest in der Jugend, den Sex mit Karnickeln, oder Hunden, oder auch gerne- wer unbedingt Grösse braucht - mit Pferden; immer ein Schocker für die Einen und ein Prusten für die Anderen. Herr Hitler hat es nie getrieben, weder wie ein Kaninchen, noch wie ein Pferd, auch das einfache Mensch-daSein, war ihm stets fremd geblieben, er hielt es eher mit Hunden. Blondie hiessen die Seinen. Aber selbst denen jagte er Angst ein. Wenn Mensch genau hinsieht (ich denke da an die Aufnahmen aus der Wolfschanze und dem Berghof), spürt Mensch Blondies Angst vor diesem Herr-chen. Nicht, weil der zu gross war, beileibe nein, sondern, weil er so laut stank. Herr Hitler roch aus allen Poren eher unangenehm. Aber Frau Braun war, wie die gleichnamige Bewegung, schon vom Namen her, diesen Geruch gewöhnt. Herr Hitler war gerne Braun, Innen und Aussen, nur mit der Konsistenz hatte er erhebliche Probleme, es gab für Ihn nur entweder oder, ein DaZwischen kannte er fast nicht, Kötteln oder Heissgetränk, - darüber konnte er nicht lachen, dazu fehlte ihm LEIDer der Verstand -. Frau Braun war das r/Recht, er fehlte ihr nicht, ihr fehlte er nicht, sie kam fast ohne ihn aus, sie hatte nur einen Berghof zu führen, er immerhin mehrere Bunker. Braune Bewegungen brauchen Extreme: manisch Himmelhoch jauchzend, ger-manisch zu Tode betrübt. DaZwischen rauschen sie nur Durch, ohne Anzuhalten, werden (stumm!)schreiend hindurchgeführt in Windungen, bis zum Ausfall. Eva und Adolf, Adolf und Eva, warum konnte Frau Schickelgruber den Sohn nicht Adam nennen, dann hätten Wir DeutschÖsterreichen auch Unser UrPaar gehabt, allerdings in einem umgekehrten Paradies. Adam und Eva wurden aus Erde vom Ackerboden geformt (1. Buch Mose, Genesis,2,7), vom Einfachen zum Komplexen. Adolf und Eva gingen den umgekehrten Weg und mit ihnen die DeutschÖsterreichen, von der Farbigkeit zur Bräune, von der Vielfalt zur ... Na gut, seis d[r]umm, dann heisst Unser Urpaar eben Adolf und Eva, die Braunen, zu Erde haben sie Uns gemacht und Uns durch Vieler Tod! ins Paradies? entlassen. Aus der Einfalt in die Vielfalt, aus einem deutschen Reich ins Himmelreich? Wir haben es immerhin schon zum Mond geschafft! Sie denken jetzt, nein, das waren die US-Amerikaner, aber Sie vergessen eins: Wer hat die Raketen gebaut? Kommen Sie, denken Sie es laut: Wernher von ...; Na, sehen Sie, das Braune liegt Uns DeutschÖstereichen einfach. Der Titel dieses Beitrages hätte also auch Braun-Au lauten können, aber das wäre dann doch zu platt gewesen, zu derb, zu braun, oder? Des DeutschÖsterreichen Seele ist also braun. Braun, wie die Ackerkrume, aus der Gott, oder Was auch immer, Uns geformt hat und aus der Wir nun in/nach immer mehr Farbigkeit durchstarten. Also ich bin heute Beige ausgegangen. Noch ziemlich gewagt, angesichts der Nähe zu Braun, allerdings war mein Grün noch in der Wäsche und das Blau war, zumindest heute Morgen am Himmel zu finden, das hat mir gereicht. Reicht so, Recht so. Wenn Mensch bedenkt, wo Es herkommt, dann ist das schon erstaunlich! Aus der Erde in die Bäume und zurück, dann wieder in die Erde und dann zum Mond, zumindest ein paar von Uns, und wieder zurück, Und wo solls als nächstes hingehen, weil führen lassen, wollen Wir uns ja nicht mehr? Vielleicht ein wenig Anarchie gefällig?; Sie wissen: Herrschaftslosigkeit!, oder ist das zu anstrengend, denn die wirkliche Anarchie, verlangt von Jedes die volle Vernunft und die ist bisher nur weit oberhalb der Bräune zu erfinden, ohne die Bräune zu verleugnen, die es kostet, den Verstand in Gang zu halten; die Frage ist nur, was leitet Unsere Schritte in die Zukunft, die Öffnungen zwischen unseren Beinen, oder die Erfahrungen und Erkenntnisse zwischen unseren Ohren? Und Eins ist mir inzwischen klar, mit der engen, beziehungsweise: dichten Führung des UnterBauchs, landen Wir bald im Graben oder auch in der Erde. Sie mögen jetzt denken, da landen Wir sowieso Alle irgendwann, richtig, aber wie lange ist die Spanne zwischen Zeugung und Tod? Ihnen mögen ja 80 Jahre genügen, mir nicht. Ich nehme gerne das Doppelte.
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Eine Seitengalerie des Flughafen
Tempelhof im Abendlicht
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Da ich gerade bei Herrn Adolf Hitler bin, fällt mir auch die "Macht" ein, also macht ich doch noch ein Gedicht d'raus:

Titel: UnterwerfungsGeist:

Ich höre da so ein flüstern: Wir holen uns von den "Mächtigen" zurück, was unser ist - die Selbst-Entscheidungs-Fertigkeit. Und wir tun es geschickt, weil wir inzwischen wissen, was Sache ist. Und wir machen es langsam, mit Geduld. Wir holen es uns EINZELN, zuerst in kleinen Paketen, aber die werden von Alleine grösSER, das ist so. Weil, so wie Früher, mit Aufmarsch und Gebrüll, ist bei den "Mächtigen" inzwischen ja nur noch ein Knopfdruck, z.B. auch mit Pfeffer. Das ist GEMEIN, dabei hätten Wir es doch oft noch so gerne, so wie Früher!

Auf Sie mit GEBRÜLL! Mit Viel GeKlirr, so wie Führer eben, ... ohh!?, da ist mir doch das "r" verrutscht. Ganz der Führer eben, dem ist das auch immer passiert. Immer hat Adolf Hitler dabei beim "r" den Platz vertauscht , statt: "Früher war es schön", hiess es bei Adolf Hitler: "FÜHRER sein ist Schön", denn der Früher, ähh, der Führer, war noch stets mindestens tausend Jahre neben der Zeit. Präsens war ihm Perfekt und Perfekt eben Präsens. Mit zusammengekniffenen Arschbacken und tausend Jahre entfernt von jedem Wohlwollen an der Wirklichkeit, nach allen Richtungen, pfiff Adolf Hitler: "Führer sein ist Schön!" Er fühlte das im totalen unerbittlichen Imperativ, es musste unbarmherzig so sein!; denn der unerschütterliche Imperativ war Herrn Hitler ein Genus, oder war es ein Genuss?
Und Wir deutschen Christen und Atheisten machten dabei eiffrig mit. Dazu musste er aber UNSER FÜHRER sein, Führer Wir Glauben Dir, Führer Wir volken Dir, anders wäre das Nicht gegangen, dass Adolf Hitler das fühlen durfte: den totalen UNTERWERFUNGsgeist, bis zum Untergang für VIELE! Und Adolf Hitler fühlte es, diesen totalen, unverbrüchlichen, felsenfesten UNTERWERFUNGsgeist, und Wir deutschen Christen fühlten mit ihm. UNTERWERFUNGsgeist, denn der Geist kommt bei jeglicher Unterwerfung noch stets zu kurz.

Und der Geist war bei Adolf Hitler viel zu klein geraten, aber die Meisten von Uns waren ihm führer selbst darin noch unterlegen: UNTERWERFUNGsGEIST. Wir standen einfach drunter, es ist so. Es war so. Mit einer Blindwütigkeit wurde (wird?) dieses Enge-Gefühl ausgelebt, in der Masse Mensch, die totale Unterwerfung der Mehrheit unter eine "verantwortliche" Minderheit.

Wann ist dieses Miss-Verhalten durch die (frei-willige?) AbGabe von Selbst-Verantwortung ausgeheilt?
Wenn die Unterwerfung den Geist freigibt?
Wenn der Geist von der Unterwerfung frei kommt: UNTERWERFUNGS Geist?

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Dazu und als braunen Nachgeschmack noch zwei deutsche Briefe an das braune Haus:

"An den Führer, Adolf Hitler.
Ein Waldmann bin ich, aus grüner Mark, zog oft und gern zu Holze, schoss manchen Hirschen, edel und stark, voll Freude und männlichem Stolze.

Mein Führer, der Mann aus grünem Land, der hat kein Gold zu vergeben, nur diesen Schmuck im braunen Gewand, möchte er Dir zu Füssen legen. (Brief als Beilage zu einem Paket mit einem kapitalen Zwölfender. Für die vielleicht braune Wand im Berghof?)
Von Treue soll er Dir künden, vom Volk, das in Knechtschaft und Nacht, in Wäldern und Bergen, in Schluchten und Schründen, mit der Hakenkreuzfahne hält Wacht."
Von Robert Pfisterer, Forstmeister, Mark Brandenburg, 1936

Und:

"Mein lieber Führer Adolf Hitler,
weil Sie nun auch im Krieg sind, wünsche ich Ihnen einen recht frohen Sonntag und schicke Ihnen diese (braune?) Schokolade. Mutti hat sie mir geschenkt, aber ich denke, Sie werden sich sehr freuen und darum will ich sie Ihnen so gern geben. Als ich hörte, Sie müssten nach Polen gehen, musste ich so weinen, weil ich Angst hatte, dass Sie totgeschossen werden. Aber Mutti sagt, der liebe Gott wird Sie schützen, wenn ich jeden Abend für Sie bete und das will ich immer tun, weil ich Sie lieb habe. Bleiben Sie bitte schön gesund und seien Sie bitte sehr vorsichtig."
Von Ilse Braun, 12 Jahre, aus Memel, 18.09.1939

Am Schluss bleibt mir nur ein laut gerufenes: "Braun-schweig!"
Bitte.