Posts mit dem Label Geld werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Geld werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Schwarz-Markt

Dies ist, nein, weil ab Jetzt: war ein, für meine Verhältnisse, überaus erfolgreiches Beitrag in der SprechLichtung, mit dem Titel "Die Dunkelheit auf dem Markt", vom Oktober 2012. Dort wurde es weit über einHundert mal angeklickt.
Und eine besondere Ausnahme war dieser Beitrag auch und schon deshalb, weil *ich dazu einen Kommentar erhalten habe. Den *ich selbstverständlich zusammen mit meiner Antwort unten hinzugefügt habe.
.
Diesen Beitrag übertrage ich auch, weil in den nächsten Tagen ein weiterer Beitrag zum Thema Markt und Marktgeschehen und MarktBerechnung[en], also in und um das System Kapitalismus hinein und herum (Gibt es überhaupt ein Geschehen ausserhalb des Kapitalismus? Ist doch eine Frage wert, weil, irgendwie ist doch Alles im DaSein ein Handel[n], sowohl mit Bekannten / Bekanntem als auch mit enorm vielen Unbekannten und somit auch Unbekanntem. Ist das DaSein eine Handels-RaumZeit, das System des von Uns so benannten Kapitalismus also eine Zwangsläufigkeit, eine Notwendigkeit, das alle anderen System-Ideen oder -Versuche sofort frisst? Und die Leses wissen: dieses "sofort" kann in universalen Massstäben tausende vielleicht sogar Millionen Sonnenumkreisungen sein. Für das Kleinigkeit Mensch sind es Minuten oder auch Sekunden, für das DaSein sind Wir hier vielleicht sofort wieder wegg. Kaum haben wir Menschen bemerkt, dass Wir DaSind und vielleicht sogar bemerkt, was so geht, Hier, schon ist wieder ein sofort Da und Wir wegg. Blödsinn, *ich weiss, also beende ich jetzt diese fast ewig lange Klammer sofort) in die SprechLichtung hineinwandert. Wieder um einen für mich sehr interessanten F.A.Z.-Essay herum.

Ein Nebenbei vom Ernst:
Haben die Leses auch meinen heutigen Beitrag in das SprechLichtung gelesen und gelacht?
Also Oliver-August Lützenich habe während und erst richtig nach dem Schreiben von "Freud-en[t]-Zug" fast Tränen gelacht, und die Leses? Und die längeren Leses wissen, dass die Beiträge hier kein Witz sind, nicht oberflächlich, und auch nicht Gesamtinhaltlich, aber in manchen Verbindungen und so manchen Zusammen-stellungen, erkenne *ich einen Schalk und eine Komik, bei dem *ich kaum mehr das Lachen zurückhalten möchte. Und das ohne den Ernst, der ganz klar hauptsächlich darin enthalten ist, zu entwerten und damit auch das Freude. Denn davon ist reichlich auch im Ernst vorhanden, wenn das auch eher eine seltene Entdeckung von Aussen ist. Aber im Ernst, nicht zu verwechseln mit Neutralität, Nüchternheit oder Langeweile im AusDruck, ist fast nur Freude enthalten. Allerdings wartet das Freude darIn, bis Heute, Jetzt, auf Entdeckung, aber fast AllEs und All-Es schaut beim Ernst meist nur von Aussen drauff hin, und sind schon wieder wegg.
Vielleicht, weil das Leid äusserlich oft mehr Spass verspricht, mit einem Lächeln vielleicht, gezwungener-Mássen wahrscheinlich, oder?; aber das nur nebenbei.
.
Ab hier:
Eigentlich geht es in dem Artikel, den ich in der Mitte eingefügt habe und der den Sätzen darumherum als Kondensationskeim diente, um den Markt, insbesondere, um die dunkle Seite des Marktes, aber genau dieses "Dunkle", dieses Unbekannte, ist doch genau der Stoff an dem das Bewusst-Sein saugt, oder?

Das ist doch genau die Füllung, die das Bewusst-Sein ersehnt, das Dunkle, der dunkle Stoff, aus dem das DaSein auch ist, das meiste DaSein ist; denn daIst ja auch noch das Licht, das das Meiste beleuchtet, was leuchtet, beleuchten könnte, das Verscheuchte, aber trotzdem ist es noch so dunkel, weil ...?

Vielleicht, weil das (Er-?)BeLeuchten soviel Energie braucht, aber die halten Wir noch lieber zurück, wollen diese fast-Unendlichkeit noch teuer verkaufen, oder haben dieses Faktum auch noch nicht entdeckt, die enormen Mengen Energie, die es gibt, die das DaSein ist und Uns auch frei geben würde, wenn ..., hmm ...?
Alles was Viel ist, kostet wenig. Und was noch viel mehr ist, hat bald gar keinen Preis mehr. Erst das fast-unendliche, wird dann wieder (richtig) teuer:
Die dunkle Energie, = massenhaft vorhanden, aber die Entdeckung ist enorm teuer, die dunkle Materie ebenfalls,  = enorm teuer, Sonnenenergie, massenhaft, = enorm teuer, Windenergie, massenhaft, = enorm teuer, Uran235, sehr selten, = enorm billig.
Oder gesellschaftlich / gemeinschaftlich wichtige Arbeiten, wie Strassenbau, Müllentsorgung, Kranken- / Kinder- / Alten-Pflege, Bildungs-Vermittlung / Wissens-Weitergabe, Transportwesen u.s.w.u.s.f. entweder Arbeitslos oder schlecht bezahlt; nebensächliches oder fast überflüssiges für das Gesellschaft oder den Betrieb und den Erhalt des Sozialwesens, "verdienen" Gehälter in Millionenhöhe pro Jahr, Hedgefonds, Personalberater, Firmenanwälte, Controling, Chefs, Präsidenten, Stars aller Bereiche. Auch da gilt also im Kapitalismus, das mehr oder weniger verzichtbare bekommt alles und mehr was -Es braucht geschenkt und zugeschoben, das sozial unverzichtbare die Brosamen, und die darf es dann auch noch vom Boden lecken. Oder?
Die Logik des allgemeinen (menschlichen) Wirtschaftssystems ist fast-unendlich und dadurch auch kaum zu fassen, wenigstens für *mich hier. Aber das nur zur Transparenz.

Kleine VorRede
Aber Sie können Jetzt auch schon unter das "Gemälde" scrollen, dort beginnt der F.A.Z.-Artikel; diese VorRede ist mir auch so aus dem Bewusst-Sein entwichen, war nicht aufzuhalten und ist mir fast etwas unangenehm, aber Es hat darauf bestanden, also ...
Wir sind ja schon länger dabei, das Bewusst-Sein zu entdecken. Das Mensch denkt und das Denken ist teuer (s.o.), es kostet wesentlich mehr Nahrung, vor allem Zucker und Sauer-Stoff (wieso eigentlich "Sauer"?), als jede andere körperliche Tätigkeit.
Das Un-Bewusste tun ist wesentlich günstiger.
Soweit die aktuellen Erkenntnisse. Also ist es eine Mär, dass das Mensch ein bewusstes Lebewesen ist? Das Mensch ist vielleicht nicht bewusster als ein Braunbär. Das Braunbär denkt: Wie komm ich an Honig und wo ist die Braunbär. Das Mensch denkt wahrscheinlich meist ähnlich;-)

Nun, die Leses dieser Blogs wissen, wie intensiv ich zur RaumZeit mit meinem (Unserem?) Bewusst-Sein beschäftigt bin, von Ihrem weiss ich jetzt nur vom Hörensagen, ist doch so;-) oder? Also, ich achte auf alle Beiträge, die mit dem Bewusst-Sein zu tun haben und stelle so einige auch hier ein, die noch frischesten sind: "Von der Tarnung der Wirklichkeit", hier im VerantwortenBlog und "Die Grösse des Bewusst-Seins", in der SprechLichtung.
Und alle künden davon, wie schwindend geringer der Anteil des Bewusst-Seins benötigt wird, für das alltägliche Handeln auch des Menschen. Die Erkenntnis lautet etwa: je näher Wir dem Bewusst-Sein kommen (dem Anteil dessen, an allem Handeln / Tun), umso kleiner wird es.
Bis es irgendwann im vielleicht Nirvana verschwunden ist ...

Nein, es wächst. Das nur zur Beruhigung.
Die Philosophie und die NeuroWissenschaften suchen nach einer Theorie des Bewusst-Seins. Einer Theorie des ... mit ... Darin enthalten gewiss auch mathematische Gleichungen, mit allen Werten, die das Bewusst-Sein ausmachen und die die einzelnen Vorgänge und Ergebnisse gestalten. Denn, die Mathematik erfasst Alles und Jedes.
Bloss, was tut die Mathematik, wenn da Nichts ist?
Also kaum etwas, weil: die Leses wissen ja, Nichts = (ist immer zumindest) > Eins, wenn Es auch gerade nicht da, nicht greifbar oder nicht wichtig ist: Nicht[s] ist!

Bewusst-Sein?
Je mehr Wir also davon wissen, umso weniger bleibt davon übrig. Puff!
Das Mensch als illusionsvoller Handlanger und bekommt als Zuckerle für seine Dienste ein wenig Freiheit ins Ohr geblasen, obwohl das Freiheit woanders und was anderes ist.
Ganz anders ist.
Und von dort lächelt Es freilich über das mehrheitlich menschliche Verhältnis zur Freiheit, vor allem über den menschlichen Glauben von der Freiheit und weiss von der menschlichen Bestimmtheit.
Bestimmt heut.
Bewusst-Heit.
.
Ich weiss ja nun, es (meines auf jeden Fall) ist knapp bemessen;-) aber eines weiss ich inzwischen gewiss: Erweiterung tut auf Dauer gut, auch wenn es erst mal ziemlich aufwändig ist, die Erkenntnis lautet:
Ich glaube wesentlich mehr, als ich weiss.
Das Glauben überragt das Wissen um Vieles.
Und was Wir von der Wirklichkeit glauben, ist mehr ein vages inneres Gefühl, als dass ein-Es sonderlich viel von das Umgebung mit bekommt: Ich bin, was ich fühle.

Dazu gibt es folgendes festzuhalten: Manche sind das (vom?) Vorteil (Glück?) in wohlige Verhältnisse hineingeboren zu sein und "wohligen" nun so vorm ich hin; und halten auch das Drummherum für mehr wohlig, und Andere wurden in miese Verhältnisse hineingeboren und halten nun das Drummherum für mehr Mies, als es vielleicht ist.

Die Frage lautet für Alle: Was ist?
Und im besonderen: Was ist ich und was ist um mich herum?
Klar gibt es auch ein DaZwischen, zwischen wohlig und mies, das ist selbstverständlich auch wesentlich weiter als die wohlige und die miese Spanne; und in diesem DaZwischen stecken die Aller-Meisten von Uns drinn.


Vielleicht haben die Leses schon bemerkt, dass *ich in den miesen Bereich hinein-geboren wurde (hier im VerantwortenBlog habe ich dazu einen Beitrag eingestellt, mit dem Titel: "geschlagenes Vorgestern") und mich gerade erst daraus hervorarbeite (-schreibe). Dem Neid war das eine reine Freude, dem Verständnis eine Last, inzwischen ist es in *mir umgekehrt.
Das nur zu Ihrer Information und einer Standortbeschreibung des Autors.

Nach all der VorRede, die eigentlich mit dem Folgenden kaum etwas zu tun hatte, oder doch, ja, doch ..., komme ich zu einem Fund, der schon ein paar Monate gereift ist und dadurch fast noch besser geworden ist, einem Artikel zum Markt, der Wir inzwischen Alle sind und dem Geschehen darin und dabei, vor Allem dem Geschehen, von dem Mensch nicht so recht weiss, warum Es so und warum Es überhaupt stattfindet, also der Dunkelheit in Uns und somit auch im Markt-Geschehen, welches ja nun von Uns bevölkert und gestaltet ist.

ZwischenAbregung:

Manchmal kann ich es gar nicht fassen, mit welcher Blauäugigkeit (das kommt von den immer-blauen Augen Neugeborener und deren unwissendem "Staunen" in das Wirklichkeit, ausserhalb der Blasen, in denen Wir die ersten paar Monate anwachsen) ... mit welcher Blauäugigkeit Wir das Leben bisher meistern?
Alles ist so wunderbar organisiert, na, obwohl, ..., wunderbar?, gut, es ist einigermassen wohl organisiert, und in manchen Bereichen erreichen Wir bereits Tiefen und Weiten, die den Meisten von Uns meist noch unfassbar oder auch ungehörig erscheinen, aber Wir esLeben noch, und Wir sind dabei die deutlichste Spezies in diesem Kleinst-Planeten-System.
Weil, deutlicher als das Mensch, räumt hier kein-Es auf und um.
Wir sind Was!!!
Wir sind Spitze.
Oder?
.
Schwarz-Markt?
.
Aber nun auf den Markt und dem darin auch enthaltenen Dunklen:

Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 09.08.2012, von Marco Herack
Titel: Politik mit Marktbeteiligung. Der Markt hat immer recht
Untertitel: Für politische Entscheidungen gilt heute die Maxime: Bloß die Märkte nicht nervös machen. Wir leben in einer Finanzdemokratie, in der uns das Demokratische immer mehr abhandenkommt.

"Der Markt“ ist seit dem Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2007 zu einem gebräuchlichen Euphemismus für alles geworden. Stets muss er bewahrt werden, sei es vor zu viel oder zu wenig Rettung. In bisher nicht gekannter Ambivalenz scheint das politische Personal der Bundesrepublik Deutschland damit beschäftigt, jegliche Entscheidungen von diesem Markt abhängig zu machen. Seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte der Marktfetischismus jüngst mit der Forderung, das Bundesverfassungsgericht möge doch bitte schneller entscheiden, damit „die Märkte“ nicht in Aufruhr versetzt würden.

Die vom Volke gewählten Politiker haben durch die Existenz des Marktes scheinbar nicht nur keine Wahl mehr in ihren Handlungen, sie werden zugleich auch von jeglicher Verantwortung entlastet. Wenn Angela Merkel betont, die Kanzlerin aller Deutschen sein zu wollen und Deutschland zu dienen, dann tut sie dies mittlerweile durch die Beruhigung der Märkte, denn sie weiß: „Der Markt hat immer recht.“

Eine geläufige Antwort auf die Frage, wer dieser „ominöse“ Markt sei, lautet: wir alle. Die Theorie geht dabei davon aus, dass jede existierende Person durch ihr Handeln am Markt teilnimmt und sich auf Basis der durch den Staat geschaffenen, kontrollierten und durchgesetzten Marktregeln ein angemessener Preis bildet. Die Preisbildung ist das Zusammenführen jedweder Interessen.

Im Zweifel zahlt der Staat

Das gilt nicht für den Finanzmarkt. In diesem sammeln größere Institutionen Geld ein, indem sie Produkte zur Altersvorsorge, Versicherungen, Zinsgewinnung oder sonstiger Investitions- und Spekulationsmöglichkeiten anbieten. Mit diesen eingesammelten Geldern agieren sie am Markt und handeln die Preise unter sich aus. Der eigentliche Geldgeber wird in seiner Entscheidungsmöglichkeit auf den Auswahlprozess zwischen den Anbietern und deren angebotenen Produkten reduziert. Wie weit diese Akkumulation von Geld führen kann, ist am weltweit größten Anleihen-Investor PIMCO sichtbar. Das Unternehmen agiert mit mehr als einer Billion Dollar.

Finanzdienstleister sind Versicherungen ebenso wie der Finanzvertrieb, die Fondsgesellschaft und in letzter Konsequenz auch jede Bank. Diese Institutionen bestimmen grundsätzlich über die Ausprägung unseres Lebens. Gewähren sie einen Kredit für den Haus- oder Autokauf, ist das für die Festigung des sozialen Status eines Individuums ebenso entscheidend wie die Erwirtschaftung einer ansehnlichen Rendite für das angesparte Geld der Altersvorsorge.

Wie wir als Gesellschaft in der Finanzkrise bitter lernen mussten, können wir nicht mehr begreifen, was hinter all dem steckt. Es geht um Milliarden, wahlweise Billionen, und im Zweifel zahlt der Staat und somit der Steuerzahler. Der Finanzmarkt scheint nur noch als Entität wahrnehmbar, deren Vorhandensein nicht bestritten werden kann, deren allgegenwärtige Existenz aber nur spürbar ist, und zwar durch das vielfache Eingreifen in den Markt. Manchmal reicht bereits ein Wort, um Ängste auszulösen, die Kurse bewegen und somit Bewertung verändern.

Mannigfaltige Möglichkeiten

Auf Dauer prägender ist das direkte Handeln dieser Gebilde, das einen unmittelbaren Geldzu- oder -abfluss in Branchen und Staaten zur Folge hat. Ein wesentlicher Teil des Geschäfts besteht darin, durch politisches Engagement Einfluss auf die Gesetzgebung zu nehmen. Dabei wird in der Zielstellung an die Renditeziele des Unternehmens gedacht.

Eine Stärkung erfuhren finanzmarktbasierte Unternehmen durch die Privatisierung der Altersvorsorge. Statt des Staates kümmert sich der Bürger zunehmend selbst um seine Rentenlücke. Der Gradmesser für seine Auswahl eines Produktes ist die zu erwartende Rendite, die sich gegebenenfalls aus der Historie herleiten lässt. Rendite steht zugleich für Risiko, das mindestens proportional, oftmals aber auch überproportional zur Rendite ansteigt. Entsprechend wird abgewogen zwischen dem Ertrag und dem vermeintlichen Risiko. Nicht thematisiert wird in diesem Prozess, was der anbietende Finanzdienstleister dafür tun muss, um diese Rendite zu erwirtschaften. Direkt oder indirekt kann durch die Zielsetzung einer hohen Rendite die Umwelt geschädigt werden, können Menschen ihr Hab und Gut verlieren oder kann wichtige Infrastruktur zu hohen Gebühren unterliegen. Die Möglichkeiten sind mannigfaltig und werden genutzt.

Der Anspruch einer hohen Rendite ist die Triebfeder jeder kapitalaffinen Entscheidung. Es ist ein im Kern auf die Sache reduziertes Anliegen, dessen Umsetzung Rationalität verspricht und dabei Verantwortung auf andere auslagert. Durch die Auslagerung verlieren wir die Kontrolle über das Geschehen. Wir bekommen keine spürbare Rückkoppelung von dem, was mit unserem Geld angerichtet wird, nur einen Kontoauszug, der es uns bestenfalls ermöglicht, im Bio-Supermarkt einzukaufen.

Ein Drang nach Vereinfachung

Unser Handeln hat dadurch keine Konsequenz, die über das persönliche Verlustrisiko hinausginge. Doch neben den gesellschaftlichen Schäden wird auch finanzielle und, in der Folge, politische Macht an Finanzdienstleister ausgelagert, deren moralische Ansprüche mit der Höhe der Rendite sinken. Der Finanzmarkt erscheint als dunkle Seite unseres Ichs, bei der die Bewusstseinsebene unseres Gewissens wegrationalisiert wurde.

Die dunkle Seite, die uns innewohnt und ein Teil des Menschseins ist, konnten wir innerhalb des sichtbaren Parts der Gesellschaft mittlerweile bändigen. Ein hohes Maß an Eskalation und Schmach war notwendig, um ein Maß des Erträglichen zu erreichen. Doch funktionieren unsere Mechanismen beim Thema Geld nicht, da es nicht nur unseres ist, das an dieser Stelle wirkt. So können die Institutionen, an die wir die Betreuung unseres Kapitals auslagern, ein Vielfaches dessen als Kredit aufnehmen und mit wesentlich mehr agieren, als sie haben. Die Investmentbank Goldman Sachs fühlte sich einst berufen, das Werk Gottes zu verrichten. Das entspringt dem Schöpfungsmoment des Geldes.

Es waren die politischen Entscheidungen der Kanzlerschaft Schröders, die in Deutschland Finanzmarktprodukte ermöglichten, von denen wir mittlerweile wissen, dass nur wenige Menschen sie wirklich verstanden, aber viele mit ihnen handelten. Die Kompliziertheit der Konstrukte verschärfte den Drang nach Vereinfachung, den Blick auf das Ergebnis. Die Rendite ist der einfachste Weg in einer komplizierten Welt voller Fragen.

Die Abhängigkeit von unserer dunklen Seite

Dieser in sich reduzierte Vorgang funktionierte am Anfang sehr gut. Erstinvestoren strichen ansehnliche Gewinne ein und fungierten dann als Multiplikatoren, die weitere Investoren anzogen, ein schleichender Prozess der Geldakkumulation, in dessen Konsequenz der Bürger sein Geld umschichtet und die politische Macht der Finanzinstitutionen nährte. Die wahre politische Macht des Finanzmarktes bemerken wir erst jetzt, in Krisenzeiten. Als es wirtschaftlich noch besser lief, waren es aber dieselben Institutionen, die für eine Lockerung der Regeln und weniger Kontrolle eintraten. Sie wurden nur weniger wahrgenommen, da alles funktionierte, und wenn etwas funktioniert, dann lässt die Politik es laufen oder beschleunigt es sogar noch.

In der Krise würde sie nun gerne Maßnahmen zur Entschleunigung treffen und tut es auch. Alles, was der Bändigung der Krise dient, hat das Ziel, Zeit zu kaufen. Dafür muss Geld aufgewendet werden, und es endet in einer Alternativlosschleife – moderiert von Angela Merkel, deren Hauptaufgabe es ist, einen Interessenausgleich zwischen unserem moralischen Anspruch als Gesellschaft und unserer als Finanzmarkt agierenden, dunklen Seite zu schaffen.

Die Alternativlosigkeit der Rettungsmaßnahmen für Banken und Staaten deutet darauf hin, dass unsere dunkle Seite gewinnt und alles dafür getan wird, um das fehlgeschlagene System zu retten. Dabei bleibt der gesellschaftliche Diskurs über uns selbst auf der Strecke. Für Parteien ist dieser Ausschluss systemkongruent, denn so wird ihre Macht nicht hinterfragt. Für uns als Bürger bedeutet dies die endgültige Unterwerfung unter die uns präsentierten Tatsachen.

In einer Demokratie müssten wir darüber diskutieren, was nötig ist, um die Abhängigkeit von unserer dunklen Seite zu lösen. Wir würden uns dann fragen, was unsere Ängste in einer ausbrechenden Krise sind, und Auffangmechanismen entwickeln – nicht für Banken, sondern für Bürger: Strom, Essen, warmes Wasser, also auch Dinge, die ein Staat als gesichert zur Verfügung stellen kann und die den Begriff der „Systemrelevanz“ im Vergleich zu heute stark verändern.
Ende FAZ-Artikel

NachRede:
Die dunkle Seite?
Die dunklen Seiten bedürfen der Beschriftung oder der Beleuchtung. Die dunklen Seiten, bedürfen der Erleuchtung?
Na gut, das ist zu gläubig, Erleuchtung ist doch eher etwas für [Er]Wartende, da bin ich doch mehr für das forschen und wühlen und nutze die Fackel, die Uns der Mythologie nach von Prometheus übergeben wurde.

Wir sind also noch sehr von unbekannten Kräften und Mächten bestimmte ErLebeWesen, die zwar eine Fähigkeit zur Bewusst-Heit und damit zum Handeln mit Bewusst-Sein, in die Gene eingebracht bekommen haben, aber diese ist noch - wie die Forschungs-Ergebnisse und auch dieser F.A.Z.-Artikel erweisen - weitgehend unbenutzt.

Das Bewusst-Sein wartet auf Herein-Bildung und Heraus-Spürung, zur Ausgestaltung der Fähigkeit zur Fertigkeit im DaSein. Noch ist vieles im Dunkeln, unbekannt und unbewusst.

Und dann fangen besonders eiffrige Menschen schon an, diese noch unfertige Fähigkeit auf Maschinen übertragen zu wollen?

Transhumanisten nennen sich Viele davon. Nun, diese werden scheitern, weil Sie vom Bewusst-Sein so wenig wissen, wie das Bewusst-Sein bisher von das Wirklichkeit weiss.

Mach[t] den Mensch zur Maschine, Mach! Kennen Sie Ernst Mach?
Tja, der Ernst und der Mach. Mal. Glauben Sie nur nicht, das seien blosse Wort-Spielereien, der Ernst Mach war ein herausragender Forscher, Physiker und Philosoph; und wenn Sie ihn und seine Texte und Ideen kennen, wissen Sie, was Er mit Obigem zu tun hat.

Ein Spass?

Darf ich zum Schluss noch einmal anmerken, dass ich ein überaus gläubiger Mensch bin, wenn auch nicht religiös, so doch einer des Glaubens: wesentlich mehr, als des Wissens. Von den Religionen weiss ich jedoch viel, deshalb kann ich davon nur noch wenig Glauben, daher bin ich auf den >Glauben vom Wissen< umgestiegen: *ich glaube einfach fest daran zu Wissen.

Fazit: Ich Glaube zu Wissen.

Gute[n] ?

PS: Hier noch der Kommentar und meine Antwort.


Kommentar von "Stefan Wehmeier":

Titel: Markt oder "Moral"
"Ihr habt gehört, dass gesagt ist: "Auge um Auge, Zahn um Zahn." Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar. Und wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel. Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so geh mit ihm zwei."

"Man sagt es harmlos, wie man Selbstverständlichkeiten auszusprechen pflegt, dass der Besitz der Produktionsmittel dem Kapitalisten bei den Lohnverhandlungen den Arbeitern gegenüber unter allen Umständen ein Übergewicht verschaffen muss, dessen Ausdruck eben der Mehrwert oder Kapitalzins ist und immer sein wird. Man kann es sich einfach nicht vorstellen, dass das heute auf Seiten des Besitzes liegende Übergewicht einfach dadurch auf die Besitzlosen (Arbeiter) übergehen kann, dass man den Besitzenden neben jedes Haus, jede Fabrik noch ein Haus, noch eine Fabrik baut."

Der Prophet Jesus von Nazareth war das größte Genie aller Zeiten. Er entdeckte als erster Denker in der bekannten Geschichte – fast 19 Jahrhunderte vor dem Sozialphilosophen Silvio Gesell – die einzige Möglichkeit, wie Menschen wirklich zivilisiert zusammenleben können: das Grundprinzip der absoluten Gerechtigkeit als Basis für die ideale Gesellschaft.

Wäre Jesus nur der moralisierende Wanderprediger gewesen, zu dem ihn die "heilige katholische Kirche" machte, wüssten wir heute nicht, dass es ihn jemals gegeben hat, denn die "Moral" ist eine irrelevante Größe. Solange es möglich ist, einen unverdienten Gewinn auf Kosten der Mehrarbeit anderer (Frucht vom Baum der Erkenntnis) zu erzielen, wäre selbst dann, wenn alle Menschen "gut" wären, der nächste Krieg unvermeidlich. Sind aber leistungslose Kapitaleinkommen in einer monopolfreien Marktwirtschaft eigendynamisch auf Null geregelt, bedeutet es prinzipiell das Beste für alle, wenn der Einzelne nur das Beste für sich anstrebt (Gemeinnutz = Eigennutz). Der Moralbegriff löst sich auf."

Meine Antwort:
Hallo Herr Wehmeier, Danke für Ihren ausführlichen Kommentar.
Als erste Antwort darauf, nehme ich zwei Sätze aus den Links, die Sie eingefügt haben.
Mit diesem Satz habe ich Schwierigkeiten: "Die Arbeitsteilung erhob den Menschen über den Tierzustand, und die Qualität der makro-ökonomischen Grundordnung bestimmt den Grad der Zivilisiertheit, die der Kulturmensch erreichen kann".

Warum? Weil die Arbeitsteilung ein Grundprinzip jeder Körperlichkeit ist. Schauen Sie in-s ich hinein und Sie werden bemerken, dass die erste Zelle, die Sie am Ende des Zeugungsaktes waren, die einzige Zelle, die Sie ganz am Beginn waren --> die Zygote, inzwischen zu tausenden verschiedenen Zellen geworden ist, zu Leberzellen, zu Herzzellen, zu Blutzellen, zu Knochenzellen, ..., und all diese verschiedenen Zellen arbeiten so eng zusammen, dass daraus ein Organismus entsteht, ein Lebewesen, wie Sie und ich eines sind, oder auch eine Ameise, oder auch eine der Myxomyceten, die ich so mag.
Und wie wir Menschen, arbeiten auch fast alle anderen Spezies der irdischen Lebendigkeit in Arbeitsteilung miteinander, es ist also kein besonderes Kriterium des Menschen: "die Zusammenarbeit in Arbeitsteilung", sondern es ist schon in den Grundaufbau allen irdischen Lebens eingewebt.
Und es geht noch tiefer, oder besser winziger, schon der Aufbau der Materie, ist ein Prozess der Arbeitsteilung der einzelnen verschiedenen Strukturelemente; so werden die fruchtbaren Funktionsweisen des DaSein von Stufe zu Stufe weitergereicht.

Auch damit habe ich Probleme: "... Mängel, die den Kapitalismus schufen, der zu seiner eigenen Verteidigung wieder den Staat ausbaute, wie er heute ist ..."?
Der Kapitalismus schuf den Staat?
Ist "der Kapitalismus" eine Person, ein Lebewesen, welches etwas erschaffen kann? Ich denke, Sie werden das ebenso verneinen, wie ich.
Das Kapitalismus ist eine Handlungsart des Menschen, eine Eigenart des Menschen, eine starke unbewusste, vielleicht triebgesteuerte Verhaltens- und Verhandlungsart des menschlichen Lebendigkeit, vielleicht noch nicht mal speziell des Menschen, das zeigen Experimente mit anderen Tieren (siehe die Versuche von Frans de Waal u.a.). Das Mensch entwickelte diese "Spielart" des Miteinander - und, wie ich vermute, wenn ich zurückblicke - zusammen mit den sozialen Verbindungen, als Gruppen, als Sippen, oder viel später, als Staaten; nicht das eine schuf oder baute das andere, sondern es ist ein gemeinsamer Prozess, so spüre ich das.
Nebenbei: ich bin auch mit vielem nicht einverstanden und auch wütend, aber ich vermute, dass Wir nur mit Verständnis und viel Erkenntnis und verarbeitetem, anerkannten Wissen und dem beruhigten Gefühl und Trieben, diese alten Verhaltensweisen, die Uns von der Natur, quasi als Starthilfe und Erst-Ausstattung übertragen wurden, ... ausbauen, erweitern und in eine, von UNS Allen gewünschte Richtung lenken können.

Somit in einen Umgang - also ein mit-Einander handeln - im MitEinander (DaSein), das von Aufmerksamkeit, Gleich-Wertigkeit aller LebeWesen, Mit-Arbeit im und am DaSein, Verantwortlichkeit und dem Interesse an einer friedlichen und gemeinsamen Weiterentwicklung geprägt ist.
Also weniger von der starken Konkurrenz (Egoismus) und Ausbeutung (Ignoranz) und Verdrängung (Trägheit), wie es seit Anbeginn der Fall ist.
Die Bezeichnung ist (glaube ich): [R]Evolution.

Diese Form der Bestimmung würde *ich gerne ändern.

Freitag, 15. November 2013

Kunst-Grenze

Diesen Beitrag trug ich seit einem Jahr in der SprechLichtung spazieren, dort wurde es auch ein paar mal aufgerufen, aber es brauchte inzwischen schon eine kleine Erweiterung in Richtung Genauigkeit und auch Selbst-Entblössung.
Denn, wenn Oliver-August Lützenich schon so DaZwischen-EndGültig urteile, muss *ich diese Kriterien auch bei *mir anlegen und dabei zugeben: Oliver-August Lützenich verfehle das Neue (noch) um Längen.
Noch sitze *ich hier bequem auf den vielen Künstl-Es und Philosoph-Es und Schreib-Es, die hinter *mir in die Vergangenheit abtauchen, während *ich hier Vorne noch nix richtig wahr-nehme; vielleicht weil *ich kurzsichtig bin?
Ausserdem möchte *ich hier in dieses Blog alle "Kunst"-Beiträge zusammenführen.

Vor ein paar Tagen wurde ein Triptychon von Francis Bacon für 142 Millionen US-$ versteigert. Eine Bestätigung. Eine Bestätigung nur für *mich und das, was *ich bereits seit Jahren ansteigend merke: die Kunst ist inzwischen insgesamt an eine Grenze gelangt, von der das Weiter nur ein Zurück ist, ein Weiter so, und, wie *ich bereits in meinem Geld-Gedicht erschrieb: das Geld ist mehr und mehr Ersatz für Fantasie und Weisheit.

Vielleicht ist es deshalb so reichlich vorhanden und wird damit auch in die Kunst gepumpt. Die davon inzwischen weitgehend frei ist. Die Fantasie wird auch aus der Kunst ins Geld gepumpt und dann daneben abgelegt. Die Bank nimmt Beides gerne. Geld-Kunst.

Diese Form der Geld-Kunst hat den Banken so einiges an phantastischen neuen Produkten beschert, die Reichen dabei reicher und die Ärmeren ärmer gemacht: Geld-Kunst ist RaubTier-Kunst. Die Fantasie, die in das Geld-Kunst enthalten ist, wird also zum fressen verwendet. Raubtiere fressen gerne. Dabei kommt allerdings selten mehr als nur Scheisse bei raus. Allerdings gibt es wiederum genug ErLebewesen, die nur Scheisse fressen können, also die Fliegen fliegen ganz froh, um die Geld-Kunst herum.

Damit ist aber auch ganz deutlich geschrieben, dass es eben gerade Jetzt hervorragende Kunst und Künstl-Es gibt - Banksy finde *ich zum Beispiel sehr aktuell, sehr wichtig und auch witzig und originell. Arcade Fire machen richtig gute Musik. Und Viel-Es mehr!


Alles selbst-verständlich mit dem Vorbehalt, dass *ich hier von allen menschlichen Künstl-Es vielleicht 0,0000... irgendkleines Promillchen kenne, also quasi k[aum]ein-Es. Und trotzdem schreibe *ich hier ein Urteil rein, schon irgendwie anmassend.

Na, und Oliver-August Lützenich hier bin auch nicht weiter, als bis zu dieser allgemeinen Grenze gekommen, *mein Weg kann also auch nur der Zurück sein. Weil *ich die Grenze zur ErNeuerung bisher nicht überschreiten konnte. Die Tür oder das Tor oder auch die Lücke, oder die Leiter oder den Spaten finde *ich bisher nicht, mit dem *ich unter oder über oder durch die Grenze hinwegg komme.

Ab hier nun der vorjährige Beitrag mit etwas Neuerem (oder schreibe *ich besser: mit etwas Älterem noch dazu? Nein, oder. Damit würde *ich die Leses nur verwirren) darein gemischt.

Immer öfter taucht beim ansehen, anhören und sonstigen bespüren von Kunst in *mir das Gefühl der Langeweile auf. Das Empfinden schon öfter - vielleicht schon dutzende male oder noch öfter -, Jenes, was da auftaucht - be- oder gespielt wird - oder erscheint, bereits erspürt und erfühlt zu haben. Und? Und weiter?

Was gibt Neues?
Dazu eine Frage:
Schon seit ziemlich langer Zeit, bin ich ein Bekannter.
Kann ich je ein Neuer[-Es] sein, gar ein ErNeuer-Es?
Ist einem (alten) Bekannten je das Neue möglich?
Ja, auf jeden Fall, irgendwie schon, denn, nur aus dem Alten kann das Neue wachsen, bisher ist das jedenfalls so.
Also ist das Neue immer schon Alt, bevor es Neu wird. Es ist also die Frage: Wie Neu ist das Alte, oder auch: Wie Alt ist das Neue?
Etwas völlig Neues, also Etwas, das ohne Altes auskommt, gibt es nicht. Banal, ich weiss.
Eine kurze Einleitung vor einer "künstlichen" Frage.

Hier zwei kleine Beispiele, von einer Erneuerung und einer angenehmen Fortführung des Alten von ein und demSelben Künstler.
.
Das ist Turner der Erneuerer:
.
William Turner, "Sunrise with Seamonsters", ca. 1845
.
und das ist Turner der Genre-Maler, fürs Geld:
(achten Sie auf die rote Boje (halbrechts unten), die gab
und gibt dem Bild das kleine UnGleichgewicht, das
das Besondere ausmacht und womit Turner bei
einem Salon vor einem Bild von John Constable
(http://www.wikipaintings.org/en/john-
constable/the-opening-of-waterloo-
bridge-seen-from-
whitehall-stairs)
gewann.)
.
William Turner, "Helvoetsluys", 1832
.
aber nun die Frage:

Wo ist die aktuelle Grenze für die Kunst?

Wie schon immer, ist die Masse der Kunst hässliche, vielleicht fehlerhafte, nette, brauchbare, bis sogar schöne und passende RaumZeit-Gestaltung. Die allermeisten Bilder sind Auflockerung von Wänden, handgemachte Tapeten und die allermeisten Skulpturen sind eine Halterung für ..., ein wenig Formung in den Kammern und auf den Plätzen der RaumZeit; das meiste Bühnengeschehen und -performen ist zur Unterhaltung und eine Gelegenheit mit Freunden oder Gleichgesinnten zusammenzukommen, und die Kunst der Mode zu zeigen; die schreibende Kunst schreibt sehr viel, auf Blätter und auf Wände und mit Licht, alles wunderbar und dann noch das Kunst-Handwerk, ganz ausgezeichnet, oder für Touristen, 99,999...% ist nett, belanglos bis überflüssig, aber für die Künstl-Es, hoffe ich, wenigstens ein Auskommen.
Für Einige - Künstl-Es wie Bekünstelt-Es -, ist die Künstlichkeit die Phase der Reifung und Erweiterung und für die Bekünstelt-Es ein wenig Freude oder auch Angeberei, so weit so bekannt. Eine weitere Binsenweisheit: die Kunst ist meist - bestenfalls - gelungene Innen-/AussenDekoration, Bei- und Schmuckwerk; aber wo ist die wenige/seltene Kunst, die aktuell aus dem Unbekannten berichtet?

Seit William Turner bot *mir kein Mal-Es mehr einen Blick aus den bekannten Grenzen hinaus und dann zurück hinein ins Licht, soweit das möglich ist, danach kam die langsame Flucht vor der Fotographie.
Es gab danach Maler, die *mich mit ihrer Kunst tief und nachhaltig beeindruckt haben, da wären Gustave Courbet (den ich hier zuHause am Arbeitsplatz direkt vor der Nase habe - als Zeitungsabdruck -, siehe unten), Georges Seurat und Francis Bacon, aber eine wirkliche Grenz-"Überschreitung" ist danach nur noch Marcel Duchamp gelungen, aber nicht als Maler, sondern als deutlicher Erweiterer der Kunst, mitten in den Alltag hinein und da auch gleich - als Zweites - zu unseren flüssigen Ausscheidungen hin. Ab dem Moment begann die Verwirrung und radikale Verbreitung und Verbreiterung der Kunst und dessen, was die Kunst ist. Hin zur Jetzt üblichen Geld-Kunst.

Marina Abramovic ist grosse Kunst, eine des Wenig-Es, die nach Innen geht, Tief hinein. Wo Jetzt  - und das bestimmt wohl die Geld-Kunst - fast AllEs und All-Es nach Aussen geht.

Und die Fotographie bietet Uns Heute die Flucht in die "Malerei", "Fotos" von Mondrian, Rothko und Klein durch Fotoshop, der ewige Aischylos und Sokrates, der dauernde Shakespeare und Kant und der besondere Brecht oder auch Nietzsche.
Der ein ErNeuerer war.

Und daneben viel Ge-Schocker, Geschrei, Nacktes, Alltägliches, Selbst-Gefälliges, Bilder-Bücher, Demos auf der Strasse und auf der Bühne, Langweiliges, austrainiertes GeHopse und jede Menge technischem Riesen-Super-Wahnsinns-Gespiele und Gedröhn, einschüchternd oder überfällig und eine fast schon unendliche Menge an bereits Währenddessen vergessenem.

Alles notwendig und ganz und gar unterstützens- und fördernswert!
Anders wäre auch ich gar nie nicht auf diesen Beitrag gekommen, wenn das alles nicht geschehen, gefordert und gefördert würde.

Oliver-August Lützenich war dumpf und eng und nur durch diese Menge an (alt-)bekannter Kunst, auch der langweiligen und bloss verschönernden und schnell vergessenen, bin *ich langsam aufgegangen und habe zaghaft entdeckt, was es Alles gibt und was Alles machbar und darstellbar ist und wie vielfältig und vielfarbig ich und das Drummherum ist, was ich alles noch kann und könnte und was Alles noch geht und ginge, wenn ..., oder auch Sie.
So, wie das Mensch zu 99,999...% Masse und nur zu einem sehr geringen Teil Klugheit und gar Weisheit ist, so ist auch die (alt-)bekannte, die aktuelle Kunst.

Die Vergangenheit ist voll von Hinausgreif-Es und Hereinhol-Es, so viele Namen, trotz der nur wenigen Promille des Ganzen, darin auch die bereits oben erwähnten, aber wo und Was (Er und Sie + Alles DaZwischen und DaNeben = Was) ist das aktuelle Mensch, das aus den Eingeweiden des Lichts - also auch eines Menschen - oder aus den Weiten, in die Unser Licht (noch) nicht reicht, berichtet oder bereits davon träumt? Und Was das Innenleben des DaSein auch nur für einige Momente zu verlassen imstande ist, um vom unentdeckten, vom gänzlich Neuen und Unerfahrenen zu schreiben, zu zeichnen, zu formen, zu benoten, zu beformeln (fx=h1+y?), zu tanzen, zuzurufen oder etwas ganz Neues vom Ganz Neuen?
Keine Phantasie, sondern neue Wirklichkeit: Voraus-Gefühlt/Gespürt.

Vielleicht bin Oliver-August Lützenich ja auch blind und taub und dumm, aber ich entdecke nur (alt-)bekanntes und wiederholtes in dem "Neuen", das mir aktuell dargeboten wird. Menschenweit.
Aber klar, ich bin nicht überall und bekomme auch nicht alles mit, was so an- und dargeboten wird, aber das, was mir so an- und dargeboten wird, ist nur Bekanntes und schon Vorhandenes, bestenfalls mal mit einem Kleckselchen hier, mit einem Zipfelchen da, mit einem Tönchen dort und ein wenig anderem Rhythmus, das etwas anders ist, als bereits vorher an- und dargeboten, aber eben doch schon Bekanntes.

Was vorher getrennt oder verschieden war, wird nun eiffrig ver- und gemischt, schön und gut; und geht auch in die Beine oder lässt den Kopf wippen. Ja, wunderbar. Mancher Text ist anrührend, viele Informationen einem Selbst unbekannt, aber alles andere als Neu. 
Inzwischen ist mir zumindest [fast?] alles bekannt, über fünf Ecken vielleicht und manches nur aus der Ferne, aber Bekanntes.
Alles Schön und Gut, ich bin wahrlich alles Andere, als ein Kunst-Kritiker in irgendeinem Bereich, aber ich urteile trotzdem, ganz öffentlich, und bemerke:

Keine aktuelle Kunst ist - *mich - überraschend, oder über das übliche hinaus spannend.

Mischmasch (Crossover), Altes, Aufgehübschtes bis schreiend überbetont oder entkleidet, und so einiges mehr kunstvoll verändert und verformt, jedoch nirgendwas Neues.

Alle Kunst ist Bekanntes.
.
Können Sie das Bild von Gustave Courbet erkennen?
"Portrait de l'artiste, dit Le Désespéré"
.
Ist die Wissenschaft auch Kunst?
Ja.
Seit Einstein, Pauli, Schrödinger und Feynman keine neue Kunst mehr.
Nobelpreise für Kunst-Handwerker.
Zu 99,999...% für Kunst-Handwerker.

Primo Levi bekam keinen, Jean Améry bekam keinen. Obwohl sie mit den Fingern jenseits des Bekannten waren. Aber eben im Schmerz, im wirklich schwer verletzenden, im derben Schmerz; aber die Preise bekommen die Menschen, die im romantischen Schmerz zu Hause sind, allseits Nobel, aber eben wenig Tief.

Gut, der Nobelpreis ist ein Preis für gutes Kunst-Handwerk, geschenkt, ich vergesse stets, die 99,999...%-Regel des DaSein. Eine wichtige Regel!
Doch irgendwie, fehlt mir inzwischen der kleine aber feine Rest zu 100%.
Ich vermisse die Spitzen, das Herausragende aus der Masse, wo ich auch hinspüre und auch in mich hineinfühle, ich fühle und spüre immer Masse, nur den Rest fühle und spüre ich nicht. Vielleicht -noch- nicht, vielleicht auch in meiner RaumZeit-Spanne gar nicht.
Was weiss das schon?

Die Langeweile nimmt zu, derweil bin *ich jedoch noch zu jung für den Ausklang der ErLebendigkeit, für ein dement langweiliges, gefüttertes, sabberndes, infusionstropfend kunstvolles die Jahrzehnte-auslaufen-lassen.

Wo und Was ist die Überraschung, das UnBekannte, das erschütternd Neue aus/von einem Bereiche der Wirklichkeit, das noch UnMenschlich ist, das UnTierisch ist, das jede unserer Vorstellungen und Erwartungen und Hoffnungen und Gelübde und Wünsche und Phantasien sprengt; na, vielleicht nicht sprengt, weil das zu gewalttätig ist, nein; das brauchen Wir nicht!; also etwas, das Alles Bekannte und Befreundete und bereits Gefühlte und Gespürte mit einem mal auch als solches fühlbar und spürbar macht: als Alt eben.

Das Maschine ist Alt,
Was ist das Neue.
Das Mensch ist Alt.
Was ist das Neue.
Das Kunst ist Alt.
Was ist das Neue?
Diese Welt ist Alt,
Wo ist eine Neue?
Dieses Universum ist ALT!
Woher kommt das Neue?
Und bitte mit Vorsicht!
Wir sind sehr zerbrechliche Wesen.

Dass das klar ist, bevor hier ein-Es auf die Idee zu Gewaltaktionen, also zu Auf-Brüchen, oder gar zu Vor-Schlägen kommt, Nein!; Wir brauchen weder Erbrochenes noch gar Erschlagen[d]es; Wir brauchen Futter für eine freudige Erweiterung, für eine wohlige ErNeuerung.

Kriege und Gemetzel und Ignoranz und "mir ist alles andere egal" und ein - über die Klinge springen lassen -, und ein - nur zu meinem/unseren Vorteil - u.s.w., hatten Wir schon mehr als gut tat/tut, das hat Uns nie besonders weit gebracht.
Jede Form der Gewalt ist Ur-Alt.

Das Neue ist entweder Alle Zufriedenstellend und Freudig, oder es ist Leid-bekannt Altes und langweilig, aber das Alte Leid kauf ich kein-Es mehr ab, da sche... ich drauf, bestenfalls.
Also, ...?
Was in Ihnen ist Neu, lassen Sie es doch endlich mal raus, tut auch nicht weh.
Aber *ich hab gut reden, von Ihnen verlangen und selbst verweigern.
Nein, das geht nicht, also, vergessen Sie es.
Zuerst komm ich und dann Sie.
In diesem Sinne, bey bey ...,
obwohl, das ist auch nicht neu,
also, ok oc bü ....

Dienstag, 24. Juli 2012

Das Glaube in das Geld

Was ist vom g/Glauben zu halten?
Wenig, oder?
Vom Wissen, vom Tatsachen-Wissen, viel, oder?
Vertrauen ist ein Option im Glauben, im Wissen braucht es kein Vertrauen, denn das Wissen ist klar, oder?
Das bloss als kurzes VorRede. 

Gestern - das Beitrag ist fast gänzlich von 2012 - las ich eine Rezension in der F.A.Z., die mich aufhob und etwas wohlig schüttelte, weil ich darin Bestätigung für einige meiner Worte und Sätze in dem Gedicht bekam, von unerwarteter Seite, eigentlich völlig unerwartet und Sie wissen vielleicht, wie das ist mit etwas, das Mensch selbst schöpft, meist ist Mensch damit unsicher: Ist das gut so, ist das richtig so, gefällt das, passt das?

Selbstverständlich geht es auch *mir mit jeden Satz so, und *ich bin jeweils sehr froh und manchmal auch sehr glücklich, wenn *ich Zustimmung oder auch einfach nur Aufmerksamkeit (Klicks) erfahre, für einen Beitrag, den *ich geschrieben habe. Ich denke, da sind Sie Alle mit *mir einig, dass das schön ist.

Nun gut, Gestern lass *ich also diese Rezension und war ganz hin und wegg, aber warum eigentlich?

Ist doch klar, dass auch *ich nur in ein allgemeines Gemurmel eingebettet bin, und hier und dort ein-Es aus diesem Gemurmel aussteigt, die Hand hebt, vielleicht, wenn -Es oder es besonders wichtig ist, auch mit den Fingern schnippt und ganze Sätze spricht, ob richtig oder falsch, ob passend oder daneben, ist dabei erst mal unwichtig. Hauptsache es ist für ander-Es verständlich, ohne Genuschel.

So auch *ich und dabei, auch wenn *ich durch die Rezension etwas Bestätigung erhalten habe, ist noch längst nicht geklärt, ob das, was *ich geschrieben habe, über den Zusammenhang von Fantasie und Geld, und Glaube und Kapitalismus, dem Wirklichkeit entspricht, oder eben blosses Fantasie ist, allerdings, wenn es falsch ist, eine dumme Fantasie und keine wissende?
.
.
Pracht-Baum am
Chamissoplatz.
.
Aber genug Vorgerede, hier nun die gestrige Rezension und im Anschluss für Sie noch einmal das Geld-Gedicht und eine heutige NachRede.

Titel: Aus dem Evangelium des Marktes

Untertitel: Der Kapitalismus denkt nicht: Christina von Braun zeigt in ihrer Kulturgeschichte des Geldes, warum wir uns seinem ambivalenten Charakter aussetzen - und wie nahe wir damit der Theologie kommen.

Von LENA SCHIPPER, aus der Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 23.07.2012.

Anfang Juni bildeten sich vor den griechischen Bankautomaten lange Schlangen besorgter Bürger: Nach einer unentschiedenen Parlamentswahl sollte es Neuwahlen geben. Ihr Ausgang würde über das Schicksal des Landes entscheiden - Euro oder Drachme, Stabilität um den Preis der Souveränität oder Selbstbestimmung um den Preis sämtlicher Sicherheiten. Aus Angst, dass das zweite Szenario Wirklichkeit werden könnte, holten die Leute ihr Geld von der Bank und versteckten es unter Matratzen, hinter Kleiderschränken und in Blumentöpfen.

Die Ausgangssituation wie auch die Reaktionen der griechischen Bankkunden bestätigen die zentrale These, die Christina von Braun in ihrer eben erschienenen Kulturgeschichte des Geldes vertritt. Geld ist eine abstrakte Größe, sein "Realwert" somit eine Illusion {Warum bin ich da erst jetzt drauf gekommen!?}. Die Existenzgrundlage der modernen Geldwirtschaft ist schlicht der Glaube ans Geld. Entgegen einer weitverbreiteten Ansicht speist sich dieser Glaube aber nicht aus sich selbst, sondern ist für seine Überzeugungskraft auf eine letzte Deckung angewiesen: das menschliche Leben. Einerseits bietet die auf Geld basierende Wirtschaftsordnung unserer Gesellschaft so enorme Chancen, ihren Wohlstand zu vermehren, und ist erst die Voraussetzung für die vielfältigen individuellen Entfaltungsmöglichkeiten, die ihren Bürgern mittlerweile offenstehen. Andererseits zahlen wir dafür jedoch den Preis ewiger Unsicherheit. Sobald das Geld in eine Krise gerät, fühlen wir die Folgen ganz konkret: durch Arbeitslosigkeit, Armut, die Zerschlagung von Lebensträumen. Weil die Funktion des Geldes auf Illusion und Irrationalität beruht, sind Krisen jedoch nur schwer vorhersehbar - die Beglaubigung des Geldes durch das menschliche Leben funktioniert nur retrospektiv. Die Vorstellung, dass es zu einer Situation kommen könnte, in der keiner mehr ans Geld glaubt, löst deswegen enorme Ängste aus {Somit haben Wir die Fantasie zwar ausgelagert, jedoch die Angst im Selbst behalten, ein "SelbstBehalt", wie bei einem Kredit oder einer Versicherung, ohne zu begreiffen, dass Wir damit auch das Korrektiv und den Platz für die Dämpfung der Angst ausgelagert haben, denn das ist die Phantasie, oder?}. Genau daraus speist sich seine Fähigkeit, das menschliche Leben gleichermaßen möglich zu machen und in seinen Dienst zu stellen.

Zu diesem Schluss kommt von Braun auf der Grundlage einer Tour de Force durch die Kulturgeschichte des Geldes, die eine Vielzahl herkömmlicher Beglaubigungsformen des Geldes als Illusion entlarvt. Während die Deckung des Geldes durch materielle Werte wie Gold oder andere Edelmetalle nur so lange funktionierte, wie diese mit theologischem Symbolwert aufgeladen waren, bot die Deckung durch staatliche Autoritäten statt Verlässlichkeit vielfältige Gelegenheiten zu Betrug und Schummelei. Stattdessen identifiziert von Braun das symbolische Opfer als die einzig überzeugende Deckung des Geldes, wodurch frappierende Ähnlichkeiten zwischen der christlichen Heilsbotschaft und dem Versprechen des Geldes deutlich werden. "Die Finanzwirtschaft", so von Braun, "steht keinem ,Fachgebiet' so nahe wie der Theologie."

Diesen Schluss verdeutlicht die Autorin anhand der Ursprungsgeschichte des Geldes, wobei sie Narrative aus Psychoanalyse, Philosophie und Soziologie mit Einsichten aus Wirtschafts-, Kultur- und Geschichtswissenschaft zu einem erhellenden intellektuellen Panorama verbindet. Sie erläutert einleuchtend, wie das symbolische Opfer der männlichen Fruchtbarkeit in der Antike die abstrakte Fruchtbarkeit des Geldes, also seine Vermehrung, ermöglichte, wodurch Männer zu "Agenten" des Geldes und das Geld männlich besetzt wurde. Dieses symbolische Opfer findet sich in der modernen Finanzwelt ganz konkret wieder: Finanzschwache Amerikaner bezahlten in der Subprime-Krise für den allgemeinen Verlust des Vertrauens ins Geld mit dem Verlust von Hab und Gut und Zukunftsperspektiven. Fondsmanager, Investmentbanker und andere moderne Agenten des Geldes hingegen opfern ihre Zeit und ihre Entscheidungsfreiheit für den Dienst am Geld und werden dafür mit seinem Besitz entschädigt. Es ist fraglich, ob dieser Umstand tatsächlich die exorbitanten Gehälter und den geringen Frauenanteil in der Finanzbranche erklärt, wie von Braun meint. Interessant ist der Ansatz jedoch allemal. {Sie könnten dazu auch noch einmal den Beitrag: "Von der Tarnung der Wirklichkeit", vom 21.07.2012, lesen.}

Einleuchtender muten die Parallelen an, welche die Autorin zwischen Theologie und Ökonomie zieht. Wenn die Grundlage der Geldwirtschaft der Glaube ist, so wird wie im Christentum der Zweifel zum größten Frevel. Nicht umsonst begründen Politiker und Ökonomen ihre Entscheidungen und Handlungsempfehlungen zunehmend mit der Angst vor einer negativen Reaktion der Märkte. Die Märkte repräsentieren die alltägliche Macht des Geldes, Zweifel an der Gültigkeit ihrer "Entscheidungen" führen möglicherweise in die nächste Katastrophe.

Anders als etwa der Berliner Kulturwissenschaftler Joseph Vogl, der dem Geld vor zwei Jahren in seiner Polemik "Das Gespenst des Kapitals" diese Nähe zur Theologie zum Vorwurf machte, findet von Braun den Umstand an sich nicht problematisch, soweit wir uns die damit einhergehenden Dynamiken bewusstmachen, eröffnet das Geld doch gerade dank seines abstrakten Charakters neue Perspektiven und Möglichkeiten zur zivilisatorischen Entfaltung. So betrachtet von Braun die modernen Intellektuellen ebenso als ein Produkt des Kapitalismus wie den Feminismus und andere emanzipatorische Bewegungen des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts.

Der Kapitalismus denkt nicht {Naja, also bitte! Ein wenig schon.}; er {kein Wunder, dass ich so wenig Frauen darin und zur Kommentierung gefunden habe, siehe auch "Von der Tar..."} ist für die Erzeugung seines "Geistes" auf seine Kritiker angewiesen. Die finden ihr Auskommen wiederum nur darin, dass das System, das sie kritisieren, weiterhin besteht, um nicht in den Status ihrer Vorgänger zurückzufallen, deren Leben an der Großzügigkeit der Machthabenden hing. Der Feminismus wiederum ist mit Schumpeter eine "ihrem ganzen Wesen nach kapitalistische Erscheinung" - ein Resultat der Individualisierungstendenzen, die mit der industriellen Revolution aufkamen und traditionelle Gemeinschaftsstrukturen durch eine von Individuen dominierte Gesellschaft ersetzten.

In beiden Fällen zahlen die betroffenen Gruppen allerdings wiederum den "Preis" des Geldes, denn die alte Abhängigkeit wird durch eine neue ersetzt: Intellektuelle wie Feministinnen unterliegen nun anstatt überkommenen Rollenbildern der Logik der Märkte. Von Brauns radikalere Kolleginnen dürften wohl argumentieren, dass dies zumindest im Fall des Feminismus nur weitere Abhängigkeiten geschaffen hat, während die alten ungehindert fortbestehen.

Es ist der Autorin hoch anzurechnen, dass sie diese charakterliche Ambivalenz des Geldes durch das gesamte Buch hindurch verfolgt. So erteilt sie im Schlusswort den Utopisten, die das Geld und damit seine Krisen abschaffen wollen, eine eindeutige Absage. Man kann Irrationalität nicht besiegen, aber man kann damit umgehen lernen.
Ende F.A.Z. Rezension.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main.
Das Buch: Christina von Braun, "Der Preis des Geldes". Eine Kulturgeschichte.
Aufbau Verlag, Berlin 2012. 510 S., geb., 34,- €.

Und nun,

Poesie

Titel: Ein Geld-Gedicht:

Geld ist Materie mit viel Phantasie. Das ist doch Was!?
Materie mit Phantasie, damit der Schöpfung Gleich. Gleich ist Ähnlich!
Geld ist dem Menschen Gleich, jedoch nicht das Selbe.
Nur ein Mensch ist ein Selbst.
Jedes Mensch ist ein Selbst.
Geld ist ohne Selbst, aber mit viel Phantasie und aus Materie.
Ist Phantasie mit Materie, oder ist Phantasie ohne materielle Grundlage, ohne Gemüt, ohne "Herz"?
Das Mensch ist dem Geld Gleich, aber inzwischen fast ohne Phantasie.
Phantasie ist ein Vermögen und damit dem Geld Gleich.
Geld ist ein Vermögen und damit Gleich der Phantasie.
Geld ist phantastisch. Geld = Phantasie.
Was viel Geld hat, hat viel Phantasie, das dann aber im Selbst fehlt.
Die Phantasie steckt im Geld und fehlt im Selbst.
Im Geld ist die Phantasie Selbst-Los.
Ein Selbst ohne Phantasie, hat auch viel Geld.
"Künstler" ohne Phantasie, haben viel Geld.
Nur Menschen, die Phantasie für käuflich halten, haben viel Geld.
Die Phantasie steckt im Geld drinn.
Kapitalismus ist ein phantastisches Wirtschafts-System.
Das Mensch ist die Quelle und als solche fast unerschöpflich.
Das Geld wird mehr und mehr und mehr und mehr ...
Das Mensch gibt reichlich ab.
Je mehr Phantasie das Mensch in das Geld steckt, umso weniger bleibt für den Menschen.
Einfache Rechnung oder Spekulation?
Der Kapitalismus ist vom Menschen geschaffen worden, um von der Phantasie befreit zu sein.
Denn dem Glauben ist die Phantasie ein Greuel.
Und das Mensch glaubt lieber.
Dem Glauben ist die Phantasie fremd.
Denn, ist Gott eine Phantasie, oder ein Druckmittel?
Ist das Paradies eine Phantasie, oder eine Quelle der Scham?
Die Phantasie ist Leichtigkeit, dem Glauben ist das fremd.
Hier endet das Gedicht.

Poesie Ende

Hier beginnt das Phantasie:

Wenn Sie nachrechnen, hat auf etwa der Hälfte des gesamten Geldes der Menschheit und des darin und daneben angesammelten Vermögens, ungefähr EIN Prozent der jeweils existierenden Menschen die Hände drauf.

Die AnZahl des Geldes, welches zwischen den Banken und deren Computern und Börsen hin und her gerechnet und auf und abgezählt wird, ist inzwischen (2012) über 16 (sechzehn) mal höher, als die Summe aus allen menschenweit gezahlten Löhnen (etwa 42 Billionen Euro) und (+) dem Wert aller menschlicher Gewerke und Unternehmen (etwa 50 Billionen Euro). 

15oo Billionen geteilt durch 92 Billionen ist 16,304... 
Da steckt doch enorm viel Phantasie drinn, oder?
Und die fehlt in Uns Allen.

Und 2024 ist es sehr wahrscheinlich 3 bis 4 mal mehr?

Aber *mir ist nicht Bange, dass Wir das, was noch schwebt und das, was noch falsch verstanden ist, wieder auf den Boden und auf die Beine stellen, denn ein weiteres Erkenntnis habe *ich aus vielen Einsichten und Erlebnissen, und dem *mir zugänglichen Wissen erworben:

Wir lagern das Phantasie aus, und tun damit wenig wertvolles und kaum etwas für uns Alle vorteilhaftes. Warum?

Weil die Phantasie eine lebendige Grundlage braucht, die das Geld nicht bietet.

Warum haben die Allermeisten so viel Angst vor dem Phantasie?

Was folgt dem Kapitalismus, dem Geld-WirtschaftsSystem nach?

Oder gehen Wir damit unter (die Erde)? Lesen Sie dazu auch eine aktuelle Bewertung mit dem Titel "Von dem Tarnung des Wirklichkeit", vom Dezember 2024 hier:

Hiermit fordere ich die Phantasie auf in mich (zurück?) zu kommen. Wenn sie schon sonst anscheinend NieMensch brauchen kann, Oliver-August Lützenich kann. Danke.

Die Natur, das DaSein entwickelt stets die Unstände und Dinge, die es zum Wachstum und zur Verbesserung, zur Optimierung und Verschönerung braucht.

Die für Uns Menschen dabei bedeutende Frage ist nur: Wie lange braucht das DaSein Uns Menschen noch dazu?

Denn Eines denke *ich, fällt VIELEN in Uns noch sehr schwer zu begreiffen: w
ir Menschen sind nichts Besonderes, alles was Wir sind und können, sind und können Wir, nur durch, in und mit der Natur:

Bewusst-Heit 
und Fantasie sind Gaben des DaSein, keine Menschheits-(besonder-)Eigenentwicklung, wie Viele anscheinend GLAUBEN, aber wie Sie oben lesen und auch wissen, ist das mit dem Glauben so eine Sache.

Lesen Sie dazu auch:

Wissen Sie. Das ist besser, glauben :-) Sie mir.