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Dienstag, 22. Oktober 2013

Ist Wissen ein Beruhigungsmittel?

Vorwegg die Worte eines buddhistischen Weisen aus dem 7./8. Jahrhundert mit Namen Shantideva (Sanskrit 'Shanti' = "Erleuchteter", Sanskrit 'deva' = "göttlicher", und ist verwandt mit lat. 'deus' = "Gott" und dem gr. "Zeus") und dessen Gedanken zu einem Zustand Namens Bodhicitta:

Möge ich ein Arzt, eine Medizin und ein Helfer für all jene sein, die an Krankheit leiden, bis Jeder geheilt ist. Möge ich Jedem einfachen Lebewesen beweisen, dass ich Anteil nehme an seinem Schicksal. Möge ich der Beschützer sein für Alle, die ohne Schutz sind, möge ich eine Brücke sein, ein Boot, ein Schiff, für Alle Jene, die das Wasser überqueren wollen. Möge ich in Zeiten der Hungersnot Nahrung und Getränk für all die armen Leidenden sein. [...]"

Kurze Worterklärung: die Wörter 'Bodhi' und 'citta' kommen ebenfalls aus dem Sanskrit und bedeuten: 'bodhi' = „erleuchtet“ oder „erwacht“, ist also das Eigenschaftswort zu 'Shanti', 'citta' bedeutet „Geist“ oder auch „Herz“. Der ganze Ausdruck bezieht sich auf den Wunsch, Erleuchtung zum Wohle aller fühlenden Wesen zu erlangen.

Mag Oliver-August Lützenich das?

Klingt wunderbar, unzweifelhaft, aber ...

Auch nur für diese Anderen, denen ich ein Arzt, eine Brücke oder Nahrung bin, was jedoch ist für mich? Selbst-Lose Hilfe kann nicht der Weisheit letzter und auch nicht der Weisheit erster Schluss sein.

Mir ist das zu pathetisch und etwas zu passiv, auch wenn es auf einen guten Teil-Zustand hinweist, auf die Friedlichkeit und das unbedingt notwendige Mit-Empfinden, für ein gelungenes Erleben in der Vielfalt des DaSein.
Doch diese Weisheit überhebt den "Geist" (Vernunft, Verstand, Denken, Bewusst-Sein, Klugheit, fällt Ihnen noch ein weiteres Wort dafür ein?) und schwächt das "Fleisch" (Körper). Ohne zu bedenken, dass das "Geist" aus "Fleisch" ist und auf der Arbeit und der Ernährung des "Fleisches" beruht.

Buddhismus ist für *mich eine beruhigende ErlebensAnsicht, eine dämpfende ErlebensArt, ohne dass sie zugibt, oder ganz klar offen legt, dass es zu einem gelingenden und auch fröhlichen Erleben, das Leiden des Fleisches braucht (*ich habe bereits formuliert, dass für mich die Lebendigkeit aus LEID UND FREUDE (das UND ist dabei Nicht nur ein BindeWort ohne Inhalt, Nein, es ist etwas DaZwischen) ist, wobei bisher aber vielleicht - ich weiss es noch nicht so genau? -, das LEID die FREUDE überwiegt und dominiert. Wahrscheinlich ist es auch wichtig, dieses Un-Gleich-Gewicht im DaSein zu "heilen" und ein Gleichgewicht der beiden grossen GefühlsBereiche zu stabilisieren?).

Allein die geistige Überhöhung und Lösung von der irdischen Arbeit erbringt keine allgemeine Freude. Sie können dazu gerne einen Blick in die Völker richten, die den Buddhismus bereits länger erleben, auch gerne nach Bhutan, mit dem allseits diskutierten BruttoSozialGlück. Viel Fassade und erdachte "Klugheit" und jeweils nur Wenige kommen dabei wirklich gut wegg. Der grosse Rest der buddhistischen Gesellschaften ist, wie noch stets, pyramidisch (hierarchisch) geordnet, ist das "Fleisch" und muss für das "Futter" der wenigen Mönche sorgen.
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Goldener Oktober
und Herbst-Dämmerung
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Mein Blick in die Wirklichkeit ist getrübt, die Wahrnehmung der Wirklichkeit ist stark eingeschränkt. Jeder Test, egal ob beim Zauberer, vor der Glaskugel, oder in der Röhre des MRT beweisen das immer und immer wieder. W-Es behauptet, das Wirklichkeit in Gänze zu [er]kennen würde lügen, tut aber kein-Es, oder doch?

Jetzt ist aber alles verändern, forschen und bearbeiten des DaSein, z.B. fast (!) die gesamten menschlichen Techniken, auf eine Ausweitung, Verbindung und Erklärung der Erkenntnis in/aus das Wirklichkeit aus.

Egal ob es die Erhöhung der Speicherkapazitäten von Chips, schnellere Datenleitungen, stärkere Verbindungen in den Neuronen, das komplettere Ausnutzen von nahrhaften Stoffen in der Nahrung, grössere Teleskope, GPS, die Ausforschung aller, wirklich ALLER, bisherigen Entwicklungen des DaSein (Chemie, Biologie, Bionik Astronomie, ...), darin auch Wir Menschen, "denkende", vielleicht sogar fortpflanzungsfähige Maschinen sind, und so weiter und so fort ...

In Allem ist für *mich der drängende Wunsch zu erkennen, Wissen zu wollen, ja gar Wissen zu müssen! Je weiter der Blick zurück reicht - nach Vorne können Wir, wie *ich in meinen Beiträgen immer wieder bemerkt habe, noch nicht allzuweit blicken, vielleicht gerade mal ein paar Stunden; also, umso weiter der Blick zurück reicht -, umso klarer wird mir, dass es dem DaSein und seinen Geschöpfen um Erkenntnis geht, nicht nur um eine bloss zufällige Aneinander-Reihung von sinnlosen Ereignissen.

Das DaSein ist wie ein Spielfeld, so wie Kinder im Spiel das Erleben erlernen, also meist sinnvoll spielen, mit Ertrag für eine noch zu erlebende Zukunft, so spielt auch das DaSein meist (meist, weil selbstverständlich auch manches Spiel sich in den Unsinn verirrt und aufgegeben wird), auch mit und auch in Uns.
Sind Wir Menschen ein unsinniges Spiel?

DaSein ist Wissen müssen.

Wie bereits beschrieben, ist das keine persönliche Überzeugung - denn die kommt aus dem Glauben und will mit dem "Über" auch überwältigen -, sondern ist eine, durch alle gewonnenen Ergebnisse aller *mir habhaften Forschung, allen persönlichen Erlebens und Erleidens und Umschau, gewonnene Sicherheit.
DaSein möchte Wissen.
Muss es vielleicht sogar?

DaSein möchte - das weiss auch *ich inzwischen - dem Glauben, also der Unwissenheit, aus das Es entstammt, entwachsen und entwicklen, hinein in die WEITE des SEIN, "hinauf" und "hinunter" in die je verschiedenen Grössen-Ebenen der Substanz und Struktur des DaSein und damit auch des ErLebens: vom Feinsten zum Gröbsten, vom Kleinsten zum Grössten, vom Einzelsten zum Kompaktesten, vom Losesten zum Verbundensten, vom Nichts (schlechtestenfalls nur Eines!) zum ALLES und damit hinein oder hinaus in die enormen  gigantischen Weiten des RaumZeit.
Aber das Ganze nicht einfach(!) so, sondern mit Wissen und Klarheit.
Was ist und Was geht und Was noch - und:
Was tun Wir dann konkret damit?

Und Was dann? Wenn ALLES getan und nichts mehr gelassen ist?
Dann geht es von Vorne los, mit anderen Grundlagen und Bedingungen.
Was Heute noch glaubt, es gäbe nur eine Art und Weise von Voraussetzungen und Möglichkeiten für ein erLebenswertes DaSein, das irrt.
Bekanntlich beruht dieses Universum auf etwa 33 bisher bekannten Fein-Einstellungen ("NaturKonstanten", u.a., als fast wichtigsten Parametern, die Stärke der Anziehung zwischen Materie (Gravitation), das Plancksche Wirkungsquantum, die Geschwindigkeit des Lichts in der unverstellten (Vakuum) RaumZeit und noch ganze 30 Parameter mehr), die das Geschehen in diesem Universum und das ErLeben darin begrenzen, aber diese Parameter sind fein eingestellt, also alles andere als unveränderlich.

Das DaSein ist begrenzt.
In Haut.
Was für eine Erkenntnis.

Wird auch nur Eines dieser Parameter verändert, wird dieses Universum und damit Unser DaSein aufgelöst. Puff. Oder Plopp, oder auch nur einfach(!) Zisch und wegg sind Wir AllEs und All-Es.
Wieder(?) aufgelöst im SEIN.

Bereitet *mir diese Begrenztheit Angst?

Dass ich sterbe, dass AllEs und All-Es im DaSein ein Verfalls-Datum ist? Nein.
Hat es noch nie. Vielleicht, weil ich immer schon fühlte, dass das ganze Erleben auf einer RaumZeit-lichen Beschränkung gegründet ist.
Die Angst vor dem Tod wäre somit die Angst ... ja wie? Vor? Vor was?
Die Angst vor dem Tod ist unmöglich, weil das Tod, also die RaumZeit-liche Begrenzung in das ErLeben eingewebt ist, weil das Tod in Allem DaSein bereits als begründendes enthalten ist, so wie das Leben, also -> die Energie ->, die zur steten Veränderung drängt und neigt:
Leben + Tod = ErLebendigkeit.

So lautet für mich diese Gleichung.
Tod ist eine Voraussetzung der Lebendigkeit und kein Ende, aber das mag jed-Es für das Selbst anders argumentieren.
Das Tod steckt in Oliver-August Lützenich genauso drinn, wie das Leben.

Das Mensch, wie das DaSein, ist eine DaZwischen-Wesenheit.
Täglich "sterben" in mir Milliarden von Zellen, damit ich als Gesamtheit in der Lebendigkeit bestehen bleibe. So ist das geregelt, was bitte soll mir dabei Angst vor dem Sterben machen?
Vielleicht ist die Angst, die viele als Angst vor dem Tod benennen oder auch empfinden falsch benannt, es ist vielleicht vielmehr eine Angst zu früh zu sterben, also keine vor dem Sterben, dem Tod, in-s ich, sondern eine vor dem "zu früh", dem unvorbereitet?
Die Spanne der Lebendigkeit in der RaumZeit ist für die einzelne menschliche Lebendigkeit noch längst nicht ausgereizt und liegt wohl kurz vor 200 Erde-Mond Umkreisungen der Sonne. Vielleicht sogar noch mehr, Was weiss das bis Heute schon?

Die Angst, zu früh zu sterben, ist sehr begründet, so wie Wir momentan noch miteinander umgehen. Das ist der reine Raubbau an der uns Menschen möglichen ErLebendigkeits-RaumZeit. Und die liegt vielleicht bei Milliarden irdmondlichen Sonnenumkreisungen.
Wir verletzen und töten einander noch gerne, und tun das auch um Uns herum. Gerne? Aber weitgehend ohne Skrupel.
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Ed Ruscha, "The major and the minor"
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Gerne?
Na, Wir tun es auf jeden Fall täglich und öfter.
Wenn es auch meist unbeabsichtigt und unbewusst geschieht, so geschieht es alltäglich. Wenn nicht "Gerne", warum tun Wir es dann täglich und öfter, auch indirekt?
Z.B.: durch unseren Konsum werden riesige Flächen gerodet und ...
Wir tun es also meist nicht Selbst, indem wir Selbst Hand anlegen, Wir lassen es tun.

Jetzt eine Wendung zum Positiven.
Das war aber auch schon mal schlechter, heisst, dass es besser geworden ist, dass es friedlicher wird und freundlicher. Wir gehen von RaumZeit-Epoche, von gesellschaftlicher Weiterentwicklung zur nächsten aufmerksamer und achtsamer miteinander um. 
Aber noch wird, nicht nur in Spielen, fasst wahllos verletzt und getötet, verachtet, beleidigt und misshandelt.

Auch *mir kleinem Lebewesen hier, geht es darum herauszufinden, wie Wir den Prozess der Befriedung, der Erweiterung der Aufmerksamkeit für-Einander und der Achtsamkeit auf-Einander, schneller erreichen. Auch geht es mir darum, wie weit Wir die Aggression und die Gewalt beibehalten müssen, weil sie vielleicht ...
Weil das LEID das darin und dahinter steckt, wichtig ist?
Wie Wir aber diese Gewalt und die Aggression, - soweit sie für Uns "gesund" und erhaltend sind -, ausleben können, ohne damit die FREUDE, die Wir auch sind, zu dimmen?

Und jetzt komme ich wieder zur Vernunft, zum Bewusst-Sein und zum Wissen.
Der Weg der Befriedung der Gewalt, ist der Weg der Erweiterung des Wissens.

Je klarer (Wahrhaftigkeit), grösser (WortAnzahl) und weiter (Umfeld) das Bewusst-Sein in einem menschlichen Lebewesen ist, umso mehr Eines ein deutliches und klares Selbst ist, Selbst-Bewusst und Selbst-Sicher, umso weniger Gewalt und Aggression geht von diesem Menschen aus. Das korrespondiert nicht unbedingt mit der Lebendigkeits-Dauer, aber ich vermute, dass diese Menschen auch insgesamt länger erleben.

Wissen ist KEINE Macht, das ist dummes Zeug.
Wissen kann, wie AllEs und All-Es im DaSein miss-braucht werden, denn, wenn *ich die "Mächtigen" in der Menschheit bespüre, dann entdecke *ich hier sehr sehr sehr wenig Wissen in diesen "Mächtigen", aber jede Menge triebhafte DurchsetzungsKraft, Besserwisserei, GruppenZwang und Alltagsbanalität und jede Menge Überforderung.

Macht kann durch Wissen angereichert und gezielter genutzt werden, aber es braucht sie nicht: Macht kommt ohne Wissen aus und Wissen kommt und Ist auch ohne Macht Da. 
Wissen kann in die Macht eingelagert werden, aber das Wissen ist ohne Macht, ohne jegliche Macht. So erspüre *ich das hier. Aber prüfen Sie gerne mal die Entscheidungen, die täglich um Sie herum und in den weiten der Erde von das Mächtiges getroffen werden auf deren Grundlage und deren aktuellen Wissensgehalt; und *ich denke, Sie werden schnell bemerken, dass ... Ja, was? Das überlasse ich Ihnen.

Wenn ich die Nachrichten lese, höre und schaue, wird mir regelmässig schwummrig, übel, aber auch einfach mal wütend, von all dem ignorieren und verdrängen von einander und von neuesten und jederzeit überprüfbaren Ergebnissen der Forschung, egal in welchem Gebiet.
Statt zu öffnen und mit Freude zu erleben und auch zu Aller Freude zu verändern/anzupassen, wird immer noch allzugerne be-/verhindert, verschlossen und ausgeschlossen, bis zur gegenseitigen Tötung (siehe oben). Statt die aktuellen Ergebnisse zu nutzen, zumindest Allen öffentlich zu machen (DaZwischen-Netz, BILD, Tagesschau, Handzettel für jeden Haushalt, ...), sie vorzustellen, zu erklären und abzuwägen, wird verheimlicht (nur in "Fach"-Zeitschriften) und unterdrückt, wegen ökonomischer "Zwänge" und wegen Kontrollverlust (Na Super! Was wird da wohl kontrolliert? Na, die Beibehaltung des LEID, denn, die FREUDE kommt ohne Kontrolle aus. Aber weiter), bis zum Sterben von vielen Lebewesen.

Heimlichkeiten und Grüppchengetue noch und nöcher und das alles nicht zu Unser Aller Nutzen, sondern fast immer zum Schaden der Mehrheit, zum Schaden der UmWelt, denn diese beständige Verweigerung neue Erkenntnisse in das aktuelle Geschehen einzubeziehen, und die Heimlichkeiten und starken Gruppenidentitäten (Familie, Stammtisch, Geschlecht, Nationen, Religionen, Kontinente u.ä.), diese ganze Ge-/Verschlossenheit, behindern Uns jeweils Alle und sie nutzen keiner Gruppe. Die einen überfressen-s ich bis zum Platzen und die anderen verhungern in ihrer Ausschliesslichkeit.

Das nur mal kurz geschrieben, worum es mir hier geht: um glasklare, nachprüfbare und wahre Erkenntnis und um deren Umsetzung, in einem von Uns Allen verantwortlich gewählten Sinn. Uns Alle, ist zuerst mal nur das Mensch - so egoistisch bin auch *ich -, aber im weiteren, wenn Wir Wege und Möglichkeiten gefunden haben, gilt es auch die Mit-Lebewesen miteinzubeziehen, dann sind es auch ALLE MitLebenwesen.
Sie können mich ruhig für bescheuert halten, gerne.
Alles noch etwas schludrig ausformuliert und ungenau, aber das wird schon noch.

Danke und noch einen schönen Tag.

PS: Noch ein paar Blog-Zahlen vom 22./23. Oktober 2013, von 12:00 - 12:00.

Danke.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Sss-ich

Morgen werde ich in der SprechLichtung erneut einen Beitrag um aber auch in ein Essay von David Gelernter (http://de.wikipedia.org/wiki/David_Gelernter) schreiben und dichten. Aus dem Grund "hebe" ich nun einen schon vor einem Jahr veröffentlichten Beitrag um einen Text von Ihm, hier in das Verantworten-Blog hinein.

Noch kurz, bevor es los geht: ich weiss, Oliver-August Lützenich reite hier unablässig auf etwas herum, nämlich auf der Benutzung von Wörtern und Bildern, die - so vermute ich mal - wichtig für Unser Selbst-Verständnis sind.
Tut Ihnen das gut?

Tut Uns der, von *mir angenommene, Miss-Brauch von Wörtern und Bildern gut, oder verführt es Uns noch stets in die falsche Richtung: zurück?, oder hält es Uns in einem zu engen, zu kleinen Bereich gefangen?
Sie werden diese Fragen später auch noch in meinen Kommentaren wiederfinden, ich habe sie hier vorangestellt, weil Sie als Hintergrund für meine Arbeit hier in diesen Blogs wichtig sind.
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Seit Monaten geht es auch in diesen Blogs immer wieder um eine auch von *mir bemerkte Selbst-Verweigerung des Menschen und die Folge davon, also den Übertrag eines nur gedachten Ich auf Maschinen oder ins "Netz", in den Gedanken von David Gelernter und Anderen wird aus der Maschine sogar bloss eine Festplatte oder ein Chip.

Wobei ich gleich anmerken möchte, dass *ich das Selbst wesentlich weiter fasse, als es viele ander-Es tun, die "bloss" das Bewusst-Sein, oder lediglich einen kleinen Neuronen-Cluster darumherum, als das eigentliche Selbst eines daSein, das "ich", begreifen können. Für mich ist das Selbst - somit auch jed-Es von Ihnen - das gesamte Organismus innerhalb einer fassbaren Aussen-Haut, somit das ganze Körper, und nicht bloss dessen Gedanken, wo auch immer diese in dem jeweiligen Körper ge-form[ulier]t werden.

Diese Ansicht vermisse *ich bei so viel-Es, die etwas zu diesem Thema äussern, deren "ich" ist so klein, so beschränkt, so eng und klein innerhalb der Haut, die jed-Es "ich" für mich als Ganzes ausmacht.
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Bergmann Ecke Zossener, in der Dämmerung
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Aus Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 19.10.2012, von David Gelernter

Titel: Das religiöse Ich Seelen-Sharing geht nur analog
Untertitel: Verschiedene Theorien wollen uns einreden, man könne uns klonen oder auf eine Festplatte laden - mitsamt unserem Bewusstsein. Das ist Unsinn. Ein Plädoyer für mehr Spiritualität.

Die Bedeutung des Ich steht derzeit im Mittelpunkt von drei verwandten, meiner Ansicht nach irrigen futuristischen Ideen. Manche Theoretiker glauben, der Mensch könne ewig leben, wenn sein „Gehirn-“ beziehungsweise „Bewusstseinsstatus“ oder eine Art umfassender digitaler Schnappschuss ins Internet hochgeladen und anschließend, wie jede beliebige Software, in Betrieb genommen würde. Andere glauben, wir könnten als Klone, als exakte biologische Kopien unserer selbst, nach dem Tod weiterleben.

{Bin ja mal gespannt, wann Wir einander als GANZE Personen anerkennen, statt stets nur das "Gehirn" als "eigentliches" Selbst herauszunehmen, das Selbst somit auf eine kleine Fähigkeit und eine Struktur, die diese Fähigkeit erregt, zu verengen. Ja, Wir sind in Masse noch sehr sehr Engstirnig, das Vernunft (Geist, Seele, Bewusst-Sein, ...) ist noch stark beschränkt - fast nur im Gehirn, statt dass Es den gesamten Körper als Verursachendes, Versorgendes und Schützenswertes erfühlt und erspürt, also begreift. Ohne dass ich verkennen würde, dass das Selbst (Jedes einzelne "ich") sterblich ist, aber die Ideen, Erkenntnisse, Erlebnisse und Vorstellungen (dabei auch die Phantasien) dieses Selbst in einer anderen Form (z.B. der Sprache, als Bilder, als Gegenstand (Maschine) oder auch als Skulptur) darüber-hinaus bestehen bleiben können; wenn sie es denn Wert sind? Was jeweils Wir Alle entscheiden. Und da Wir, somit auch Jedes ich sterblich ist, besteht auch daraus eine Un-Lust, das ich un-sterblich zu machen, zu machen, zu machen, und wenn es als Maschine ist, was kein ich mehr ist, aber das ist noch egal, weil kaum ein ich bisher anscheinend begreift, was ich ist: nämlich Einmal-ich und Sterbl-ich. Für mich kann daraus nicht folgen, dies einmalige körperliche ich in oder auf Maschinen zu übertragen, sondern dieses "Einmal-ich" und "Sterbl-ich" so Erkenntnis-weit und so Erlebnis-reich und so Gefühl-voll, wie es diese Einmal-ich-keit und Sterbl-ich-keit zulässt.}

Die dritte Idee ist komplizierter. Einige Physiker vermuten, dass es in unendlich vielen anderen Universen (oder besser „Multiversen“) unendlich viele exakte Kopien unserer Welt gibt, in denen jeweils eine exakte Kopie von uns existiert. Wenn es, wie manche Physiker sagen, viele Kopien von uns in vielen unterschiedlichen Universen gibt, so ist das „Ich“ mehr als nur eine Person. Diese Kopien sind ebenfalls Ich. Sie sind alle gleichermaßen authentisch und identisch.

All diesen Diskussionen liegt eine grundsätzliche Annahme über das Wesen des Ich zugrunde. Für viele Wissenschaftler ist das Ich etwas Beobachtbares und Messbares. Indem ich über meine Beobachtungen nachdenke, erfahre ich etwas über das Ich anderer Personen. Das ist das „objektive Ich“. Für viele Nichtwissenschaftler (und auch einige Forscher) steht fest, dass das Ich nur von innen heraus und auch nur von einer einzigen Person erkannt werden kann. Nur ich selbst weiß, was in meinem Inneren vorgeht - was ich denke, mir vorstelle, woran ich mich erinnere, was ich noch einmal durchlebe. Jeder von uns ist in seinem eigenen Ich eingeschlossen, jeder beobachtet das Universum aus seinem eigenen Ich heraus. Das ist das „subjektive Ich“.

{"... in seinem eigenen Ich eingeschlossen, ..." Die Schloss-Metapher, Schloss, Schlüssel, oder als Homonym auch das Schloss (Palast) in das Eines eingesperrt ist, oder wie Manch-Es es wohl eher empfinden "eingekerkert" ist, dann ist das Schloss nicht eines an der Aussen-Tür, sondern das Schloss ist ein Kerker im Keller im Dunkel der Verliesse ... Dann wird es aber mal RaumZeit, die Verliesse und Kerker, in die das Ich wegggesperrt ist, an die AussenWände des "ICH" heranzuführen und auch den noch Klein-Geistern und Kerker-Meistern zu fühlen und zu spüren zu erlauben, wieviel Wind durch die Haut kommt, also wie [Ergebnis]Offen und Weit[reichend] das Schloss ..., ach Schluss mit dieser öden, ängstlichen und egozentrischen Metapher des Schlosses!
Ja, Jedes Ich ist einmalig und davon gab und gibt es schon SEHR Viele und beständig wird nach"produziert", weil das DaSein aus den Ich besteht, ohne Ich kein DaSein, ohne Selbst kein DaSein. So empfinde ich das. DaSein ist Selbst-Sein. Selbst-Sein ist ich. Wie Sie vielleicht gelesen haben (in "Willkommen bei einem fremden Selbst") habe ich, weil so Viele ich existieren, für-m ich, in [*mir], einen einmaligen Namen gewählt, einfach um die Tatsache an zu erkennen, dass ich zwar ALLE sind, aber Jed-Es ich auch einmalig also besonders ist, da verdient Es doch auch eine kleine Einmal-ich-keit in-s ich, oder?
Und behalten Sie das "Subjekt-Sein" im HinterGedanken, dazu komme ich gleich noch.}

Das große Schweigen

Ich glaube an das subjektive Ich. Das subjektive Ich ist gewissermaßen ein Strahl in der Raumzeit, der bei der Geburt beginnt und mit dem Tod endet, der sich so lange ausdehnt, wie man ununterbrochen durch die Zeit fällt, bis man am Ende stirbt. Das Ich befindet sich im Innern dieses Strahls, es existiert nur, weil es diesen Innenraum gibt - wie der Raum einer hohlen Kugel, der nur existiert, weil die Kugel existiert. Man kommt nie heraus, und andere kommen nie hinein. Daher die oft beschriebene existentielle Einsamkeit des Menschen. Die meisten Menschen sprechen nie und können vielleicht auch nie über das sprechen, was für sie am wichtigsten ist. Diese Dinge, Fakten und Gedanken verlassen nie das große Schweigen des Ich.

{"Ich glaube an das subjektive Ich." Was Oliver-August Lützenich vom "g/Glauben" halte, habe ich schon öfter hier erschrieben (vor kurzem etwas ausführlicher in diesem Beitrag: http://sprechlichtung.blogspot.de/2012/10/vom-glauben-die-eindeutigkeit.html ), so könnte Mensch auch formulieren: ich weiss vom subjektiven Ich; aber dann bliebe noch das "subjektiv" und viele von den Leses werden wahrscheinlich noch wissen, was "sub-jektiv" vom Ursprung her bedeutet: lat. 'sub' = "unter", lat. 'i[a]cere' = (die Grundform des Verbs (Infinitiv)) "werfen", ist somit das [Dar]unter-geworfene, oder als sprachlicher Term ein "Grundbegriff, Satzgegenstand".
Da ich damit grosse Schwierigkeiten bin (nicht: habe, weil kein Ding, sondern ein Gefühl), Sie oder auch mich als "Unterworfenes" oder "Satzgegenstand", wenn auch für die Meisten unkenntlich gemacht: als "Subjekt", zu bezeichnen, bleibt nach diesem Satz ein schlechter Geschmack hängen.

Ich weiss, dass Oliver-August Lützenich bin, dazu fehlt mir jeglicher Glaube.
Und das auch Sie sind, weiss ich ebenso, dazu brauche ich nicht das g/Glauben bemühen.

Obschon ich sehr wohl weiss, dass ich g/Glaube, dass ich noch wesentlich mehr glaube, als ich je wissen werde, denn, was weiss ich schon, von dem, was zu Wissen ist? 
Sehr sehr wenig, weiss ich, im Vergleich zum Beispiel mit einem so grossen Wisser, wie Umberto Eco, aber auch dieser Mensch ist Einer des Glaubens, denn auch Er weiss wenig im Vergleich mit dem, was zu Wissen ist: ALLES.
Und ALLES können Wir nicht Wissen, denn dann wäre: EINES = ALLES; und das geht wohl nicht, oder? Nein. 
Klar bin ich voller g/Glauben, denn Alles UnWissen ist g/Glauben; also g/Glaube auch ich überwiegend, aber eben nicht: dass Oliver-August Lützenich bin, oder dass Sie sind, das weiss ich. Punkt.
So einfach ist das. Und vom Strahl und der Kugel als Metaphern für die einzelne Lebendigkeit in/und der RaumZeit halte ich wenig, vergessen Sie's.
Wenn überhaupt bebildert, dann ist die Lebendigkeit ein mit-wandernder, beweglicher Bereich innerhalb der RaumZeit, ein Ort, aber auch diese Analogie finde ich problematisch, weil zu eng. Wir sind viel weiter und vernetzter, als es so ein Bild kenntlich machte.}

Der Blick auf die Außenwelt wird immer durch die eigene Persönlichkeit verzerrt. Aber viele Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Wände des Ich grundsätzlich durchsichtig sind. Das ist ein elementarer, fundamentaler Irrtum in unserem Bild vom Menschen. Wer so denkt, verkennt die Dynamik des Ich.

{"verzerrt"? Ja, aber die Verzerrungen werden immer weniger, genau dazu betreiben Wir Wissenschaft in alle Richtungen des DaSein im SEIN, um die Verzerrungen des kleinen Lebewesens Mensch und mit Uns der Lebendigkeit zu entzerren, aufzuklären.
Verkenne Oliver-August Lützenich die "Dynamik des Ich", indem ich die AussenHaut eines Lebewesens für sehr durchlässig achte, die Strahlen des Lichts durch die Augen, die Töne der Lebendigkeit durch die Ohren, die Düfte z.B. der Verbindlichkeit durch die Nase und dann erst die AussenHaut von jedes Selbst, Wow!, so voller Gespür, verkenne ich?}

Die Einzigartigkeit des Ich

Jedes Kind weiß, dass die kristallklaren Wände des Ich im Laufe des Tages - man wird müde, man geht bald schlafen - allmählich trüber werden. Und wenn man schließlich eingeschlafen ist, kann man überhaupt nicht mehr durch die Wände sehen. Man ist sich der Außenwelt nur vage bewusst. Wenn man träumt, bewohnt man eine halluzinatorische Welt, die nur aus Erinnerungen besteht. Wer schläft und träumt, bewohnt nicht die Welt, sondern das eigene Ich.

{Da haben Sie das Beispiel für die »Verengung« des Selbst und damit des "ich", auf das Bewusst-Sein, auf den Bereich der Aufmerksamkeit und Achtsamkeit in eines Jedes Selbst. Als sei das "ich" nur im "wachen Zustand" wesenhaft und im Schlaf unwesentlich, oder was bedeutet: "... bewohnt nicht die Welt"? Empfinde ich das zu str-eng?
Dazu sage Oliver-August Lützenich ganz deutlich: "ich" ist auch im Schlaf, oder im Rausch "ich" UND in der Welt, so lange und so da, wie auch das Körper, welches "ich" ist, da ist. Was ist das für ein "ver-/entrückter" Glaube, das Selbst, das "ich-Sein" auf das "Wach-sein" zu beschränken oder auch nur auf die Fertigkeit des Bewusst-Sein? Als gälte die Körperlichkeit nichts, als gälte das TrägerMaterie des ich als WeggwerfArtikel (als Objekt, von lat 'ob' = "gegen, entgegen, nach, hin-" und s.o., also dt. "entgegen-werfen, hin-werfen" oder substantiviert: Hingeworfenes. Betrachten Wir einander so?).
Aber, Sie werden vielleicht Jetzt weinen, doch genau so gehen Wir miteinander um. So gehen Wir ineinander um, das Selbst zählt nur als und in Gedanken, das Trägermaterie, das Körper zählt wenig. Das zeigt auch dieser Artikel von Herrn Gelernter, denn die Körperlichkeit ist wohl kaum in einen Chip zu pressen oder auf eine Festplatte zu "verBITten", oder doch? Aber vielleicht tue ich da den Bemühungen von David Gelernter, um eine Erhöhung der Bedeutung des Ich, auch unrecht?}

Im Zusammenhang mit Energie und Aufmerksamkeit sprechen wir wie selbstverständlich von „Konzentration“. Wenn wir müde sind, lässt unsere Konzentrationsfähigkeit nach. So ergibt sich ein treffendes Bild: Der scharf fokussierte Strahl eines kraftvollen, wachen Geistes dringt durch die Wände des Ich und beleuchtet die Außenwelt. Je unschärfer dieser Lichtstrahl wird, desto weniger ist er in der Lage, die Wände zu durchdringen; und wenn wir schlafen, beleuchtet das unfokussierte Licht nur die Innenwelt.

Was im Außen passiert, ändert nichts an der Existenz und Einzigartigkeit des Ich. Man weiß, wer man ist, wo man sich im Raum-Zeit-Kontinuum befindet. Ein anderer Mensch oder ein anderes Ding kann sich für mich ausgeben. Ein Schauspieler kann behaupten, er wäre ich. Aber noch so viele Schauspieler, die vorgeben, ich zu sein, ändern nichts daran: Man weiß, wer man ist und wo man ist, selbst wenn sich alle anderen von einem Schauspieler täuschen lassen.

{"man ist" solange "man isst", ich darf doch wohl auch mal etwas Spass haben, so mittendrinnn;-); aber ernsthaft, könnte ein Schauspieler Sie->"ich" auch nur im Ansatz ersetzen? Ersitzen? Die Erkenntnis vom "ich" ist die, dass Jedes "ich" ein eindeutiges Ort, ein klar erkenntliches Bereich in der RaumZeit ist, eben ein Selbst.
Und diese Selbst "h a b e n" zwar viele Gleiche[n], aber es ist stets nur EIN Selbst. Aber ich entnehme den Worten und der Dringlichkeit darin, dass es noch an Uns ist, an Jed-Es von Uns ist, das persönliche Selbst ganz klar zu erkennen und zu verorten, Was (Er + Sie = Was) und Wo ein-Es ist. Überlassen Wir das Bitte nicht Maschinen! Das ist Aufgabe von und Arbeit in Jed-Es von Uns Selbst.}

“Simulant“ ist kein Lob

Kehren wir jetzt zu den eingangs erwähnten Theorien zurück. Die Sache mit der Unsterblichkeit per Internet ist ganz besonders dürftig, aber hochintelligente Leute glauben daran. Warum? Angenommen, John Piffl muss sich einer Operation unterziehen. Er wird in Narkose versetzt und liegt, sagen wir, eine Stunde bewusstlos da. Nach der Operation wacht er auf. Eine Stunde ist aus seinem Leben verschwunden. Aber er ist derselbe, der er vor der Operation war. Wir machen nun eine exakte digitale Kopie von Piffls Gehirn. Unmittelbar, nachdem wir dieses „Gehirnbild“ angefertigt haben, stirbt er. Wir laden das Foto auf einen Computer, auf dem bereits Gehirnsimulator-Software installiert ist. Der Simulator nimmt das Foto als Input und entwickelt daraus immer neue Gehirnaktivitäten.

{"Eine Stunde ist aus seinem Leben verschwunden." Wohin? Wenn das wache Bewusst-Sein das "Leben" ist und die Bewusstlosigkeit "verschwundenes Leben" ist, was ist dann mit den vielen Stunden und Tagen und Jahren des Schlafes und des Rausches? Wie alt ist dann ein-Es, wenn Es mit 80 stirbt und davon vielleicht 30 oder mehr Jahre geschlafen hat und zwei oder auch drei Jahre im Rausch verbracht hat, mehr oder weniger bewusst-los? Hmm, mal rechnen?
Bitte! Selbstverständlich ist mir klar, was Herr Gelernter aussagen möchte, aber warum in so verschrobenen Worten und Bildern? Warum wird die Wesenheit eines Wesens, von Vielen von Uns, bloss auf eine Wahrnehmungs-Leistung reduziert? Warum ist ein Schlafendes, ein Träumendes, ein Unbewusstes (ein Selbst) in den Worten von so Viel-Es un-wesen-tlich? Wir haben wahrscheinlich echte und tiefe Probleme mit der Körperlichkeit der An-Wesen-heit, der materiellen Form des DaSein. Also mit dessen Verletzlich- und der Sterblichkeit. Denn, sind Ideen, sind Gedanken, - ist also das Stoff das im Bewusst-Sein entsteht -, verletzlich und sterblich?}

Zu Piffls Gehirnbild gehört jede seiner Erinnerungen, die Gesamtheit des Lebens, wie er es erfahren hat. Wird der heraufgeladene Gehirnstatus nicht in dem Moment „aufwachen“, in dem wir den Gehirnsimulator einschalten? Und das Gehirn wird sich, kaum erwacht, für Piffls Gehirn halten (so wie Piffl wusste, wer er war, als er aus der Narkose erwachte). Unser neuer „Cyber-Piffl“ wird feststellen, dass er keinen Körper mehr hat, wird aber als körperloser Geist weiterleben, die Außenwelt beobachten, kommunizieren und denken, genau wie der reale Piffl, wenn der noch am Leben wäre.

Ist Piffl also nicht unsterblich geworden? Was unterscheidet den realen, lebenden Piffl von dem Cyber-Piffl? Der erste Unterschied liegt auf der Hand. Unser Cyber-Piffl wacht nie auf. Forscher behaupten, Software könne menschliches Denken simulieren. Bislang ist aber noch nicht schlüssig belegt worden, dass Software Bewusstsein entwickelt. Das kann, soweit uns bekannt, nur ein organisches menschliches Gehirn in einem menschlichen Körper. Simuliertes Bewusstsein erzeugt genauso wenig Bewusstsein, wie eine simulierte Explosion eine Explosion erzeugt.

{Ich leiste Abbitte, denn das Körper kommt ins Spiel.}

Klonen ohne Lohn

Kommen wir nun zur zweiten Idee, der mit dem identischen Klon. Nehmen wir einmal an, dieser Klon ist genauso alt wie man selbst und hat genau dieselben Erinnerungen. Kurz nachdem man gestorben ist, wird dieser Klon lebendig gemacht, und er führt dann das Leben weiter, das man selbst bis dahin geführt hat. Niemand weiß, dass man gestorben ist. Für alle anderen ist man der, der man schon immer war.

Aber die wichtigste Person in dieser Geschichte sind wir selbst. Jeder von uns weiß, wer er ist, und wenn jemand etwas anderes sagt, irrt er sich, und man weiß es. Die Wahrheit ist ja nicht weniger wahr, nur weil andere Menschen sie für unwahr halten (nicht einmal, wenn alle sie für unwahr halten). Wenn man stirbt, verschwindet der Bewusstseinsstrahl des Ich wie ein Loch im Wasser, die Leere der Raumzeit schließt sich, und das ist das Ende. Beziehungsweise, falls es tatsächlich weitergeht, dann in Form eines Lebens im Jenseits, wie es das Christentum in Aussicht stellt oder, nicht ganz so eindeutig, das Judentum.

{"die Leere der Raumzeit schliesst sich, und das ist das Ende." Die RaumZeit leer? Sind Wir hier alle Leere, wie Wir ja ALLE auch RaumZeit sind? Mir ist von Anfang an klar, worauf Herr Gelernter hinaus will, aber die Worte und Bilder, die Er verwendet, führen wenigstens mOliver-August Lützenich hier eher in die Irre.}

Gleiches gilt für die dritte Idee. Vielleicht gibt es in anderen Universen unendlich viele exakte Kopien von uns allen, die genauso leben wie wir. Das ändert aber nichts an der Realität des einen Bewusstseinsstrahls, der nur einem selbst gehört - und der allein das Ich ist. Wenn unendlich viele andere Personen in anderen Universen behaupten, sie seien man selbst, ist das nichts anderes, als wenn viele Schauspieler sich als unser Ich ausgeben. Die wachsende Neigung von Wissenschaftlern, sich auf das objektive Ich zu konzentrieren und dem fühlenden inneren Ich nur eine untergeordnete Bedeutung beizumessen, ist für viele Menschen irritierend.

{"... des einen Bewusstseinsstrahls, der nur einem selbst gehört - und der allein das Ich ist."  Ich weiss, ich reite hier unablässig auf etwas herum, auf der Benutzung von Wörtern und Bildern, die - vermute ich - wichtig für Unser Selbst-Verständnis sind.
Tut Ihnen das gut?
Tut Uns der von mir angenommene Miss-Brauch von Wörtern und Bilder gut, oder verführt es Uns noch stets in die falsche Richtung, oder hält es Uns in einem zu engen, zu kleinen Bereich gefangen? Vermutlich werden Wir erst das Ganze ansprechen und bebildern, wenn Wir das Ganze fühlen und spüren.
Das Ganze Selbst ist jeweils sehr viel mehr, als die Meisten glauben und Glauben, als die Meisten annehmen: an-nehmen.
Zumindest mir ist bewusst, dass die Zehen, die Oliver-August Lützenich auch bin, an jedem Handeln und somit auch Denken mit-beteiligt sind, und das ich, egal was ich gerade tue oder lasse, anwesend bin, wach oder versunken, und das ich kein Strahl bin und kein nur Bewusst-Sein bin, das alleine Ich ist.
Da taucht die Frage auf - da auch Wir Menschen ja noch weitgehend von den Prägungen, den  Geschehnissen, Gesetzlichkeiten und Bedürfnissen des DaSein bestimmt sind -, ob dem DaSein die Körperlichkeit unwichtig ist, das Körper ein WeggwerfArtikel ist und nur die Ideen zählen, wie Plato schon formulierte, oder auch erkannte oderob auch die einzelnen zufälligen Verbindungen, die Jed-Es einzelne von Uns ist, zählen? Und wertvoll sind. Was ist wichtig für das DaSein im SEIN: das Wort oder DAS, was es spricht?}

Nichts schafft die menschliche Verantwortung ab

Wie falsch eine intellektualisierte, szientistische Auffassung vom Ich und seinem Innenleben ist, zeigt Cynthia Ozick in ihrem jüngsten Roman „Foreign Bodies“: „Wenn Introspektion Nachdenken ist, dann war Marvin kein introspektiver Mensch.“ Nachdenken in einem analytischen, rationalen Sinn war nicht seine Sache. „Die Verachtung, die ihm entgegenschlug, erlebte er als unmittelbare Empfindung, als Hitze - Hitze in den Ohren, hinter den Augen . . .“ Unmittelbare Empfindung: Ein Bewusstseinszustand kann nur von innen heraus erfahren werden.

Wir können nicht wissen, wie ein anderer empfindet. Anderswo arbeitet eine Figur an einem „Wörterbuch der Empfindungen. Stimmungen. Gerüche. Gefühle, die jeder einmal registriert hat, für die es aber keine Bezeichnung gibt.“ Das Empfinden - Bewusstsein, Wahrnehmung - ist der Angelpunkt des Ich. Aber viele Wissenschaftler und Neurophilosophen haben die zentrale, unhintergehbare Realität von Empfinden und Erleben nicht verstanden.

Dass ich diese Ideen für falsch halte, hängt natürlich mit meinem Glauben an ein nichtobjektives Ich zusammen. Diese subjektive Sehweise ist letztlich religiös. Aus Sicht der jüdischen und der christlichen Religion ist jeder Mensch einzigartig, das unverwechselbare Geschöpf Gottes. Was immer irgendwo passieren mag, es ändert nichts an der Verantwortung des Menschen gegenüber seinen Mitmenschen und Gott. „Wähle das Leben“, heißt es in der Bibel (5. Mose 30,19), also: Ehre und schütze den fragilen kristallinen Bewusstseinsstrahl, den die Seele ex nihilo erschafft.

{Verantwortung ist ein wichtiges Thema in und von mir, hier im Verantworten-Blog habe ich dazu bereits einiges für mich grundlegendes verfasst.
"Wir können nicht wissen, wie ein anderer empfindet." Wissen können Wir es, indem das Ander-Es davon spricht, davon künden Milliarden Erzählungen und Berichte, aber erspüren können Wir es nur schwerlich. Zur RaumZeit bin Oliver-August Lützenich Schmerzen in der linken Schulter, ziemlich heftig manchmal, aber wenn ich so an den Mit-Menschen vorbei laufe oder auch ganz in der Nähe von Ander-Es sitze, spüren Die meine Schmerzen nicht, wenigstens mir geht es so, dass ich die Schmerzen von Ander-Es erst "spüre", wenn Sie mir davon berichten und dann auch nur in einem gedämpften Ausmass.
Wenn Wir das Ganze begreifen möchten, dann ist auch diese Fertigkeit wichtig, das ErFühlen des Ganzen, als Auszug daraus vielleicht erst mal das Erfühlen nur Eines Ander-Es im DaSein,  - so oft schon angedacht und in Worte gefasst, aber bisher nur von sehr Wenigen ansatzweise geschafft. Wann kann ich die Schmerzen der Gicht einer Nachbarin fühlen und wann spüren Sie meinen Schulterschmerz? Was das für schöne Folgen hätte, wäre Stoff für ein dickes oder mehrere dicke Bücher. Ja!: "schöne Folgen", denn, würden Wir noch weiterhin so grob miteinander umgehen, wenn Wir das Ander-Es im Selbst er-fühlten? Können tun Wir es.
Zur Bibelstelle: "Wenn du aber dein Herz abwendest und nicht hörst, wenn du dich verführen lässt, dich vor anderen Göttern niederwirfst und ihnen dienst - heute erkläre ich euch: Dann werdet ihr ausgetilgt werden; ihr werdet nicht lange in dem Land leben, in das du jetzt über den Jordan hinüberziehst, um hineinzuziehen und es in Besitz zu nehmen. Den Himmel und die Erde rufe ich heute als Zeugen gegen euch an. Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen. Liebe den Herrn, deinen Gott, hör auf seine Stimme und halte dich an ihm fest; denn er ist dein Leben" AT, 5. Mose, 30,17 ff.
Kann ich da von: "aus dem Zusammenhang gerissen", schreiben? Sind BibelZitate für dieses Thema noch RaumZeit-gemäss? Ist es nicht genau das Festhalten am g/Glauben, das solche seltsamen Ideen hervorbringt, wie die, dass das Mensch den Menschen oder das, was Es dafür hält, auf Maschinen oder gar nur Maschinenteile übertragen könnte? Ist es das "Neid-Gefühl", das Wünsche, Ideen, und Vorstellungen noch Jedes Erfind-Es oder Entdeck-Es weit überlebt haben, das Uns zu solchen Blüten treibt?}

Der Glaube ans Leben

Viele Menschen, die weder an die Seele noch an Gott glauben, akzeptieren trotzdem die subjektive Vorstellung vom Ich. Heutzutage spielen die Naturwissenschaften eine überragende Rolle, und mangels Alternative scharen sich die meisten denkenden Menschen im Westen (in Europa mehr als in Amerika) um sie. Sie können nicht das Banner der Religion hochhalten, weil sie keine Gläubigen sind.

{"Du liebst alles, was ist, und verabscheust nichts von allem, was du gemacht hast, denn hättest du etwas gehasst, so hättest du es nicht geschaffen." AT, Weisheit, 11,24.
Dieser Satz bedeutet nicht, dass keine Veränderung möglich oder gewünscht ist, es bedeutet zu [be]achten, was ist. Und daraus etwas zu machen, was möglicherweise besser ist. Und ist das Maschine besser als "ich", nur weil Es haltbarer ist?}

Und so kommen sie zu einem Weltbild, in dessen Mittelpunkt die menschliche Maschine steht und nicht die menschliche Kreatur, die Maschine und nicht der Mensch mit absoluten moralischen Verpflichtungen gegenüber dem Mitmenschen. Die Vertreter dieser Anschauung tun die Größe und Tragik der menschlichen Existenz mit einem Schulterzucken ab. In den vergangenen Jahren hat die Wissenschaft eine Verachtung gegenüber den Religionen gezeigt, die sich deutlich unterscheidet von dem Respekt und der Aufgeschlossenheit älterer Generationen.

{Dem stimme ich fast vollkommen zu.}

Aber die meisten Menschen, auch wenn sie an die Wissenschaft glauben und von wissenschaftlichem Denken überzeugt sind, verachten die Religion keineswegs. Sie akzeptieren durchaus das Prophetenwort: „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott“ (Micha 6,8). Vor allem glauben sie an das Leben, an die Heiligkeit und spirituelle Bedeutung des subjektiven Ichs, des eigenen und desjenigen der Mitmenschen. Und an die Notwendigkeit, um fast jeden Preis den fragilen Strahl von Raumzeit zu schützen, der das menschliche Leben ist.

{Sie wissen inzwischen, was mir an den Religionen missfällt - auch wenn ich deren Wert und deren Wichtigkeit für Uns und unsere Entwicklung hoch achte -: die Unterwerfung.
Die Religionen, besonders die monotheistischen Religionen, verlangen die Unterwerfung unter. Daher auch das "Sub-jekt". Alles eine Folge der Hierarchien des DaSein (Natur). Wir unter-werfen gerne, das steckt im DaSein drinn, aber die Heterarchie ist im Kommen, es ist die Ablösung der Unter-Ordnungen.} 

Wie bezeichnen wir solche Menschen? Sie glauben nicht an Gott und sind keine praktizierenden Christen oder Juden. Aber das spirituelle Licht der Religion begleitet sie auf ihrem (unvollkommenen) Weg durch gefährliche moralische Leere und Gleichgültigkeit. Statt solche Menschen mangels Alternative in das szientistische Lager zu zwingen, brauchen wir ein neues Banner auf dem intellektuellen Feld, die Fahne der atheistischen Gläubigen, die mit ihrer Skepsis und ihrem spirituellen Ernst von großer Bedeutung für die Zukunft der westlichen Gesellschaften sind.

{Eine weitere Bibelstelle: "Töricht waren von Natur alle Menschen, denen die Gotteserkenntnis fehlte. Sie hatten die Welt in ihrer Vollkommenheit vor Augen, ohne den wahrhaft Seienden erkennen zu können. Beim Anblick der Werke erkannten sie den Meister nicht, sondern hielten das Feuer, den Wind, die flüchtige Luft oder die Himmelsleuchten (also Götzen) für die weltbeherrschenden Götter ..., denn von der Grösse und Schönheit der Geschöpfe lässt sich auf ihren Schöpfer schliessen." AT, Weisheit, 13,1 ff.
Wir haben die Vollkommenheit nicht bloss "vor Augen", Wir sind jeweils ein Bereich dieser Vollkommenheit, mit Aller FREUDE und Allem LEID (Jedem Spass/Glück und Jedem Schmerz/Grausamkeit), einer raumzeitlichen Jetzt-Vollkommenheit, Jetzt gerade in diesem Augenblick sind Wir Vollkommen, das gilt jedoch nur für Jetzt, nicht für das nächste Jetzt, das nächste Jetzt ist Veränderung und damit eine neue Vollkommenheit. Das Schönheit dieser Erkenntnis ist vollkommen und ist wahr. Wenn mir nach Ironie oder Witz zumute ist, mache Oliver-August Lützenich das deutlich.}

Warum überdauert religiöses Denken die Begründung, der sie entspringt, den Gottesglauben, der an stürmischen Tagen unser Briefbeschwerer war, der verhinderte, dass unsere Moral und unsere spirituellen Anschauungen durcheinanderwirbelten, wenn wir das Fenster öffneten? Wenn Gott tot ist, wie kann die Religion noch immer so viel Licht und Energie ausstrahlen? Sind das die letzten Momente eines verlöschenden Sterns? Oder ist es die leuchtende Korona einer kurzzeitig verdeckten Sonne? So oder so - wenn atheistische Gläubige sich ihrer Existenz bewusst werden, muss das zu einem Wandel in der westlichen Welt führen.

{Religiöses Denken überdauert - vermute ich - deshalb, weil die meisten Sprachen voll von alltäglichen Sätzen sind, die aus den jeweiligen religiösen Schriften stammen, und die die meisten Menschen wenig oder sogar unhinterfragt nutzen. Worte und ganze Wortkaskaden, die früh eingeübt, stets leicht aus dem Sprachbereich purzeln, allseits bekannt und immer gerne genommen, weil es leicht und unkompliziert verfügbar ist. Wahr oder Falsch ist kein Nutzungskriterium, Inhalt und Bedeutung kaum wichtig. Meist.
Sokrates war es wichtig, Kafka war es wichtig, Proust auch, Nietzsche auch, und ... auch.
Mir n-ich-t?}

Ende FAZ-Essay

Oben schrieb ich, dass zur Vollkommenheit [je]des Jetzt (also jedes einzelnen Augenblicks) im DaSein Alle Gefühlsbereiche zählen, hier zur Grundierung ein kleiner Erkenntnis-Artikel aus der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, vom 07.10.2012, Beilage "Wissenschaft", Seite 71.

Titel: Insekten-Theodizee
Ein kleines Detail zu der grossen Frage, warum die Welt ihre unschönen Seiten hat, liefern Biologen um Anurag Agrawal von der Cornell University in der neuesten Ausgabe von Science. Die Präsenz lästiger Insekten kann demnach unabdingbar sein, damit Pflanzen Stoffe produzieren, die für Kerbtiere schädlich, aber für Menschen nützlich sind. In entsprechenden Experimenten verloren Nachtkerzen deren Umgebung insektenfrei gehalten wurde, innerhalb von nur drei bis vier Generationen die Fähigkeit, Verbindungen ihres medizinisch wirksamen Öls zu produzieren.
Ende FAZ-Artikel.

Es scheint fast so zu sein, als sei all das LEID, das im DaSein enthalten ist, das dem DaSein mitgegeben wurde, ein wichtiges Treibmittel zur Entwicklung der FREUDE ist.
Nicht nur, dass das LEID ein Verschiedenheits-Merkmal ist, eine blosse gegenüber-Stellung ist, nötig, um überhaupt erst Distanz zu schaffen, sondern auch noch ein "Treib"-Mittel ist, notwendig zur vollen Entfaltung der FREUDE.
Schmerz als unabdingbare Grundlage zur Heilung?
Hier im Verantworten-Blog habe ich auch Beiträge mit dem HauptThema "das Böse" eingestellt, darin sind Aussagen von Peter-André Alt, dem Rektor der Freien Universität Berlin, der sich intensiv mit dem Bösen, dessen Herkunft und Wirkung auseinandergesetzt hat. Aber am besten lesen Sie bei Interesse am Bösen dessen Buch, denn meine Zitate von Ihm sind nur sehr oberflächlich. Tieferes finden Sie z.B. in der Bibel, und genaueres, wenn Sie nur kurz zurückgreifen wollen von Baruch de Spinoza (Ethik), J.W. von Goethe (Faust I,II), Friedrich Nietzsche (Jenseits von Gut und Böse), Robert Louis Stevenson (Dr. Jekyll und Mr. Hyde), Adolf Hitler (Mein Kampf) und vielen vielen ..., na, Sie wissen schon.

Freitag, 6. September 2013

GrundForderung Nummer Eins

Den Beitrag unterhalb des Vorworts habe ich am 27.09.2012 in der SprechLichtung eingestellt, als Abschieds-Be- und Erkenntnis von einer regel-mässigen "Tätigkeit" in den Blogs der FAZ.

VorWorte.
Da ich ja langsam nach und nach, je nachdem, ob mir etwas neues dazu einfällt, oder wenn es gerade vom RaumZeit-Punkt passt, die Beiträge aus der Aktualität der SprechLichtung hier in meine Verantwortungs-Box einstelle, je nachdem, ob die Beiträge die Erträglichkeits- und die VerträglichkeitsPrüfung mit dem Anspruch dieses Blogs erwiesen hat und die sind ja nun relativ niedrig, eines der Kriterien lautet ganz einfach:
Vermeide Schmerzen bei jeder Bewegung. 

Und mit einer Bewegung ist vom Denken bis zum Saugen eines "schwarzen Lochs" ALLES gemeint, was von einer Position zu einer nächsten wandert oder den Inhalt seiner Position umgeändert hat.
Vermeide Schmerzen bei jeder Bewegung.

Ist eine der einfachen GrundForderungen an Oliver-August Lützemich-Selbst, und es ist ja klar, dass *ich die UmWelt in diese GrundForderung einbeziehe, denn schliesslich erLebe *ich darin, wirke *ich darin und wird daraus/darin auch auf *mich eingewirkt, schliesslich gibt es im DaSein keine abgesonderten unzugänglichen Bereiche, auch die "schwarzen Löcher" sind zugänglich und geben auch ab, wenn auch manches indirekt, und *ich bin nun weit weit weit von einem schwarzen Loch entfernt, was ich einsauge, gebe ich in vollem Umfang wieder nach DrAussen ab, *mir ist einfach nicht danach, irgendetwas für-m ich zu behalten. Nein, warum auch, solange *ich diesen Grundsatz befolge, ist das doch in Ordnung und die Leses entscheiden mit. Was Sie nicht lesen möchten, wird einfach ignoriert, ob es *mir wichtig war und ist oder nicht, das ist Autonomie, das musst-e als Schreiberling erst mal ertragen, dass diese Mit-Menschen und im kleinsten auch die Mit-Leses anders entscheiden, als *ich entscheiden würde. Da kommt schon auch immer mal - zumindest am Anfang -, die Frage auf: Wie können Die nur? Das ist doch wichtig, da müssen Die doch hinlesen? Tun Sie aber nicht, nicht immer, weil Sie Alle anders sind, und *ich da auch erst mal lange in der Kinderfalle gesteckt bin, und fühlte, was ich wünschte muss doch geschehen. Bis ich das Verantwortung entdeckt habe und auf Das stand davon nichts drauf, dass ein-Es hier das Sagen hat und alle Ander-Es müssten brav folgen, nee, auf das Verantwortung habe ich mit anderem den Satz gefunden: Vermeide Schmerzen bei jeder Bewegung.


Vermeide!
Ich dachte Anfangs auch zu dicht, zu eng und hielt das "Vermeide" für "Keine!", aber dann spürte ich genauer hin und bemerkte, dass es ohne Schmerzen oft nicht ging, denn die Überwindung der Trägheit - und die ist nun mal eine ALLEM zuGrunde liegende "Kraft" - verlangt diese Schmerzen als Tribut für jede Erhebung aus der Trägheit und jede Bewegung darin -.

Darin ist die Trägheit bis zum Äussersten beharrlich: ohne Schmerzen gibt es KEINE Bewegung. Sie brauchen nur ein wenig herumzuspüren oder auch in das Selbst hinein zu fühlen, dann vermute *ich, würden Sie vielleicht auch erkennen, was *ich [er-?]gefunden habe, in der Verantwortung drinn: Nur immer der Dauer einer Generation wird dem ErLeben das bewegen leichter gemacht, ab dann wird zurückgezahlt was vorher leicht gemacht wurde, mit Schmerzen.

Auch das Sterben wird dieser Jugend leicht gemacht, je jünger je leichter wurde gestorben, so war das bisher, aber genug davon, sonst quatsche ich noch den ganzen Beitrag zu, den ich hier eigentlich nur ganz harmlos ankündigen wollte.
.
Wirklicher Mangel,
oder konstruiert?
.
Ab hier nun der Beitrag vom 27.09.2012:

Am gestrigen Beitrag habe ich inzwischen so viel geändert, dass ich ihn heute noch einmal und mit neuem Titel versehen einstelle, denn auch der hat mir nach ein wenig nachdenken und einer Nacht schlafen nicht mehr behagt. Der Begriff "Zukunft" ist inzwischen so ausgeleiert, wie der Begriff Liebe und somit eigentlich für Alles zu gebrauchen. Zwar schaue ich sehr gerne Science Fiction, aber ich weiss nun schon ziemlich lange, dass dort zwar von Zukunft geredet, geschrieben und dargestellt wird, aber nur Gestern, - bestenfalls Heute und allerbestenfalls ein paar winzigste Spritzer guter Ideen von einer möglichen und besseren Veränderung, für eine noch zu erlebende und zu erleidende RaumZeit-Phase - vorhanden ist, drinnen steckt. Somit ist die Zukunft von Heute, aber meistens doch noch von Gestern. So wie dieser Beitrag von Gestern, Heute nun fast ohne Zukunft war, oder so...?

Folgendes schrieb ich Gestern und fügte einiges Heute hinzu:

Gute Gewohnheiten soll ein-Es ja möglichst nicht ändern, ausser, sie behindern noch gutere, oder? In diesem Sinne habe ich meinen fast täglichen Blick in die FAZ-Blogs Heute beendet, um mich endlich auch mit dieser nun verfügbaren RaumZeitSpanne dem Schreiben eines Theater-Stücks zu widmen. Immer wieder suchte ich dort die Ablenkung und die Flucht, um nicht schreiben zu "müssen". Müssen? Möchte ich nicht? Doch, schon, aber, die gute Gewohnheit ... einfach sterben zu lassen, sterben? Naja, gut, dann eben aufzugeben, wenn das nun mal weniger dramatisch klingt. Traditionen aufzugeben ist dramatisch, auch Oliver-August Lützenich weiss selbstverständlich, wie schwer das Neue fällt, oder auch, wie leicht das Neue wieder hinunter fällt, während das Alte noch oben steht und nicht so leicht fällt, fallen will, wie das Neue schwer fällt. Ach, was solls, irgendwann kommt der Augenblick der Kraft und das Neue wird hoch gehoben, koste es Kraft, wie es wolle und nun fällt eben das Alte leicht hinunter. Lange Sätze kurzer Sinn: Abschied fällt schwer. Zum zweiten mal nehme ich eine Auszeit von der Fremd-Bloggerei.

Da auch dieser letzte Blog-Dialog ein interessanter und anregender war, stelle ich ihn auch Hier ein. Es ging eigentlich um die Gesichtserkennung von facebook, die nun vorerst eingestellt wurde, mäanderte dann aber, auch durch mich, in eine eher zukünftige Betrachtung. Aber Sie wissen ja, dass ich das nur zu gerne mache.

Hier die Adresse des FAZ-Blog-Beitrags: 
.
Welchen Weg nehmen Sie?
Aber keine Bange, da vorne ist ein Brücke,
Sie können also auch noch später um-entscheiden.
Park an der Böcklerstr. / Erkelenzdamm
.
Oliver-August Lützenich, 24. September 2012, 22:10


Früher hiess es bei einem Kreditkarten-Unternehmen: Ich zahle mit meinem "guten" Namen. Was damals noch ein dummer aber eingängiger Werbespruch war, ist heute bei vielen Netz-Unternehmen Wirklichkeit geworden. Mensch zahlt mit seinem Namen, ob gut oder schlecht, ist dem Netz egal, mehr noch, Mensch zahlt mit seiner blossen Anwesenheit: Riesige Server-Farmen und jede Menge Soft-Power. Aber Mensch zahlt nicht gerne, schliesslich wachsen auch die Äpfel, ohne dass Eines dafür geleistet (eingezahlt) hat. Aber das war ganz früher. Ich fange noch mal an, Mensch zahlt nicht gerne, für eine Leistung, die Es nicht ganz überblickt, die also fast im Geheimen abläuft. Daher vielleicht die Aufregung, um die Netz-Unternehmen und nicht nur die. Ich habe früher auch jede Menge Automaten und sonstige Gerätschaften aufgeschraubt und auseinander genommen, um das "Geheime" zu ergründen: das nenne ich Lebendigkeits-Lust, Andere mögen es die natürliche Neugier nennen. Heute nehmen Wir langsam aber sicher das Netz auseinander. Die Unternehmen sind Uns zur Transparenz verpflichtet. Was nehmen Sie von Uns und was erhalten Wir dafür als Leistung?

Ich bin mit den technischen Entwicklungen einverstanden, bis hin zum "gläsernen" DaSein, also dem vollkommenen Einblick in Alles, was ich wo tue, wenn das für Alle anderen auch gilt, also für Herrn Zuckerberg, Herrn Brin, Frau Merkel und Herrn Obama und Sie und all die Anderen Milliarden Netzteilnehmer in den vernetzten ErdBereichen; denn die Nicht-Netzteilnehmer in den weniger vernetzten ErdBereichen werden Wir wohl erst langsam einbeziehen können. Aber irgendwann, kann ich dann Jedes JederRaumZeit finden und erfahren, was Es wo gerade so macht. Die Privat-Sphäre geht dann unter die Haut, in die Haut. Dort ist sie bestens aufgehoben, bis Wir auch dafür technische Gimmicks erfunden haben.

Was dies für Science Fiction hält, braucht vielleicht eine neue "Brille", vielleicht die neue von Google? PrivatSphäre und sonstige Versteckspielchen sind ein Auslaufmodell, aber Wir laufen ja öfter noch gerne in Auslaufmodellen herum, anstatt die Vorteile des Neuen zu nutzen. Aber ich gebe zu, um das nutzen und geniessen zu können, braucht es auch eine gesellschaftliche Erneuerung, also mein Rat: zieht mal langsam die Demokratie und die ganzen -ismussen aus und schickt sie durch die Bio-Entsorgungs-Anlage. Es wird zu Unser Aller Nutzen sein, jedoch ich weiss auch, da "steht" noch die Riesen-Angst davor. Aber vorerst genug des Deus ex Machina, was Wir eindeutig mehr brauchen ist Deus in Machina, wenn mit Deus die Logik und die Vernunft gemeint sind.

Marco Settembrini di Novetre, 24. September 2012, 23:03
@Oliver-August Lützenich: So ganz vermag ich Ihre Zuversicht nicht zu teilen, dass die Vorteile des Neuen überwiegen werden. Selbst dass uns Privatsphäre noch unter der Haut dauerhaft erhalten bleibt, scheint mir nicht gottgegeben, wenn ich mir die technologische und neurowissenschaftliche Entwicklung der letzten Zeit so angucke und in die nahe Zukunft extrapoliere. Auch sehe ich - bei allen Unzulänglichkeiten des bestehenden politischen Systems - nicht so recht die Alternativen, die mich dazu bringen könnten, die repräsentative Demokratie hier und heute zum Auslaufmodell zu deklarieren. Kurz gesagt: Mag sein, dass da hinten irgendwo das gelobte Land kommt, in dem die Innovationen wirklich zu aller Nutzen sind, aber es wird uns nicht in den Schoß fallen. Wir werden es womöglich erkämpfen und dann auch verteidigen müssen gegen Totalitarismen, die wir hier und heute nur bruchstückhaft erahnen können.  

ThorHa, 25. September 2012, 11:13
@OAL: Ihre positive Sicht auf den gläsernen Menschen wird die Wohlhabenden und Mächtigen freuen. Die bezahlen für ihre Scheintransparenz Imageberater und nehmen im Gegenzug das freiwillige Nackigmachen ihrer Mitbürger gerne mit - je mehr ich über Menschen weiss umso einfacher sind sie manipulierbar.
Gruss, Thorsten Haupts

salonsurfer, 25. September 2012, 14:18
@ Meister Lützenich
Der Mensch ist sich selbst der größte Feind, wenn er Macht und Herrschaft keiner Kontrolle unterwirft. Auf einen arabischen Frühling kann auch ein blutiger Herbst oder Winter folgen. Zuviel Wissen in falschen Händen birgt ein Risiko für Webnutzer, die den Verlockungen der Gratiskultur nicht widerstehen können. Schon in der Schule sollte vermittelt werden: Der PC ist nur ein weiteres Werkzeug zur Aneignung von Wissen und zum Austausch von Informationen jeglicher Art.
.
@ThorHa
Stimme ihnen zu - der sogenannte mündige Bürger ist auch hier gefordert.

Oliver-August Lützenich, 25. September 2012, 14:31
@Marco...: In japanischen und US-amerikanischen Labors werden gerade Nano-Sensoren entwickelt, die so fein "geeicht" sind, dass sie auch KleinstMoleküle ermessen (erschnuppern) können, vielleicht sogar bald schon einzelne Atome. Je mehr speziell geeichte Sensoren sie in einen SpürKopf packen, umso genauer und umfangreicher ist damit das Messergebnis und der Messumfang. Und diese Spür(Mess-)Köpfe sind winzigst. Bald sind damit alle Moleküle und Molekülverbindungen in einer näheren und ferneren Umgebung zu erkennen, zu gewichten, zu bewerten und sogar zu lokalisieren (Herkunft). Und jetzt kommen die Smart-Phones ins Spiel; so einen kleinen SpürKopf aufgesteckt und Eines kann genau erkunden, was Es ausatmet und ausdünstet; Es bekommt genau angezeigt, was Es wann und wieviel getrunken und gegessen hat und, noch besser, was es gerade fühlt, in welcher Laune Es ist. Da, wie Sie wissen, auch die Gefühle über Moleküle und Molekülgruppen vermittelt werden, die natürlich auch nach Aussen transportiert werden, über den Schweiss und den Atem. Das haben Sie, @Marco ..., ja bereits angeschrieben. Selbstverständlich kann damit auch Jedes, Jedes Andere genau ermessen, in Zukunft werden sich also so nette Fragen, wie: Wie geht es dir?, wie war dein Tag? Was hast/haben Du/Sie so gemacht? und noch einige mehr, erübrigen, dazu schaut Eines nur noch kurz auf sein Display. SmallTalk ade. Macht Ihnen das Angst? Dann ist die Frage, auf was legen Sie mehr Wert, auf Misstrauen, oder auf Vertrauen? Vertrauen, welches durch die wahrhafte Erkenntnis und die Aufrichtigkeit wächst und nicht durch Versteckspiele und Heimlichkeiten. Das gilt ganz besonders erst einmal für Jedes Selbst, die alte Frage: Was und Wie bin ich? Was die nicht stellt oder stellen mag, hat freilich Angst vor und bei der Erkenntnis. Doch was ist "Menschlich"? Ein befangenes und unwissendes, fremdgesteuertes Tier zu bleiben, oder doch eher ein Lebewesen der Aufklärung, der Unbefangenheit und der Verantwortung? Unsere Forschung zeigt in die Richtung: Vertrauen, Befreiung und Verantwortung durch Erkenntnis; der Glaube zeigt zurück in Richtung Tier. Ich persönlich gehe lieber voran, wegg vom Tier-Sein, diese Richtung ist mir lieber.
.
@ThorHa: Sie gehen noch davon aus, dass nur immer einige Wenige, vielleicht die sogenannten "Mächtigen", die Erkenntnisse nützen können und diese Offenheit immer den OhnMächtigen abfordern, aber Bitte schauen Sie doch, als geschichtsbewusster Mensch mal nur ganz kurz in die Vergangenheit und dann wieder in die heutigen Medien. Was wussten die Menschen früherer Epochen voneinander, auch von den "Mächtigen", und was wissen oder können Wir Heute voneinander wissen, auch von Obama, Merkel, Zuckerberg ... Selbstverständlich ist mir klar, dass diese Werkzeuge der Erkenntnis auch von und für ALLE genutzt werden und somit jegliche Fremdsteuerung und -bestimmung auflösen werden. Das ist doch längst der Weg. Aber ich bin doch nicht naiv, deshalb weiss ich, dass dies auch umfangreicher gesellschaftliche Veränderungen bedarf. Davon schrieb ich im obigen Kommentar. Um diese für mich zu formulieren, werde ich von meinen Kommentaren hier Abschied nehmen. Danke fürs hinlesen. Schön war es mit Ihnen Allen. Servus!

Marco Settembrini di Novetre, 25. September 2012, 15:34
@Oliver-August Lützenich: Mag sein, dass Medien und vor allem das Internet die die Informationsasymmetrie etwas zu unseren Gunsten abgemildert haben, aber im Großen und Ganzen ist es doch immer noch so, dass der größere Erkenntnisgewinn da zusammenkommt, wo die Datenströme tatsächlich zusammenlaufen, und gemessen an den Gewinnen, die mit der Auswertung realisiert werden, werden wir alle, die wir mit unseren Schufa-Scores, Konsumprofilen und was weiß ich noch alles dazu beitragen, mit ein paar Glasperlen abgespeist. Vertrauen, das auf totaler Kontrolle beruht, ist kein Vertrauen, das diesen Namen verdient. Sondern nichts als totalitärer Konformitätsdruck. Ohne eine Rest Unsicherheit kann es kein Vertrauen geben, sondern nur erzwungenes Funktionieren. Ich möchte Ihnen in diesem Zusammenhang den Roman "Corpus Delicti" von Juli Zeh ans Herz legen. Da wird sehr anschaulich beschrieben, wie eine an sich wohlmeinende Transparenzgesellschaft, die vor allem die Gesundheit ihrer Bürger im Sinn hat und deren Ernährung und Stoffwechsel permanent überwacht, zwecks Systemerhalt irgendwann in eine repressive Diktatur umschlägt, allein um das System zu stabilisieren, das durch einen nicht so recht vorhersehbaren Grenz- und Präzedenzfall plötzlich in Frage gestellt wird. Für mich ist dieser Roman sio ziemlich das wichtigste Buch, das mir in den letzten Jahren in die Finger kam, und es hilft Ihnen vielleicht auch zu verstehen, wo ein paar strukturelle Hindernisse liegen auf dem Weg in die schöne neue Datenwelt, in der wir alle gleichermaßen von den Rationalisierungsgewinnen und Erkenntnissen profitieren. Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen beim Ausformulieren Ihrer Gedanken und würde mich freuen, wieder von Ihnen zu lesen.

Oliver-August Lützenich, 25. September 2012, 22:31
@Marco ...: Blöd gelaufen, für mich:-), ich hätte nicht mehr hier reinschauen dürfen, aber ich konnte nicht anders, dann kann ich aber auch noch auf Ihren Beitrag antworten. Das Buch von Frau Zeh habe ich gelesen. All diese Gedanken, auch die von Herrn Haupts gehen von einer Gesellschafts-Ordnung ähnlich der heutigen aus. Von einer mehr oder weniger pyramidisch strukturierten Menschheit, mit nur scheinbarer Rechts-, Stimmen- und WahlGleichheit, mit Klüngelwirtschaft (auch Korruption genannt) und völliger UnGleichheit menschlicher Lebensverhältnisse, annähernd festgefroren in sogenannten Nationalstaaten oder auch in mässig akzeptierten Staatenbünden. Davon gehe ich in meinen Betrachtungen nicht mehr aus. Diese traditionellen, auf unseren tierischen Wurzeln strukturierten Gesellschaften (Sie können das gerne bei Frans de Waal nachlesen), sind nicht mehr mit Unseren Erkenntnissen und Unseren technischen Entwicklungen zu vereinbaren. Sie sind vor allem nicht mehr mit Unserem Selbst-Verständnis und Unserer stetig wachsenden Fähigkeit des Mit-Empfindens (Empathie) und sogar des Mit-Gefühls vereinbar. Wie lange wollen Wir noch weggspüren (darin auch das sehen) während um Uns Europäer herum Millionen Mit-Menschen ausbeuten und ausgebeutet werden, terrorisieren und terrorisiert  und betrogen und belogen werden, oder gar zu Hunderttausenden verhungern? Hauptsache Uns Hier gehts gut? Nein, die wachsende Fern- und Umsicht jedes einzelnen Menschen verlangt und gebietet den Abbau der traditionellen Herrschafts-Verhältnisse mit einem winzigen "Oben" und einer riesigen Masse von "Unten" und das schöne ist, die Technik macht es möglich, Unsere Erkenntnisse ermöglichen eine bessere Bildung, schnelleren Kontakt, ganz andere Entscheidungs-Strukturen, eine völlig anders aufgebaute Versorgung mit ALLEM, was für Uns und auch für die Mit-Lebewesen nötig ist, neue Nahrungsmittel, neue Bekleidung, neue Behausungen, ohne jeglichen Verlust für Einzelne. Wenn Wir die Erkenntnisse nutzen, stehen Uns Energie und Rohstoffe im Überfluss zur Verfügung. Und nun lesen Sie diesen vorherigen Satz noch einmal und lassen ihn auf der Zunge zergehen; und? Jetzt seien Sie ganz Herrschafts-Tier und fühlen Sie in-s ich hinein. Was werden Sie fühlen, bei dem Gedanken, dass es keine Engpässe mehr gibt? Den Verlust von Macht, der Macht "über" Andere, denn Macht braucht Mangel. Und nun kommt die Kontrolle ins Spiel: Macht ist Kontrolle, Macht braucht Kontrolle. Und auch die Kontrolle von Anderen fällt wegg, wenn reichlich vorhanden ist. Wir brauchen keine Kontrolle, die ist zwanghaft, wie Sie ja erwähnten, Wir brauchen Verantwortung. Jedes erstmal für das persönliche Selbst und gleichermassen für die Mit-Lebewesen. Und um die zu erleben, müssen Wir einander von dem Mangel an Lebensnotwendigem und Lebenserfreuenden befreien. Wenn Sie die technischen und historischen Erkenntnisse auswerten, werden auch Sie bemerken, dass das die Entwicklung ist, die Wir nehmen. Pathetisch gesagt: auf diese Reise ist die Lebendigkeit geschickt worden. Noch, ist das Heute von Gestern, wollen Wir wirklich, dass das so bleibt und auch das Morgen von Gestern sein wird. Der Mangel in fast jedem Bereich ist künstlich, ist zwanghaft, bloss um Herrschaftsstrukturen zu sichern - denken Sie nur an die Millionen Tonnen Abfall, dabei fast überwiegend auch Neues und kaum gebrauchtes, egal was es ist. Die einzigen "Mängel", die ich kenne, sind die Grösse der Erde und die Länge der RaumZeit für ein Lebewesen, von der WEITE des Universums muss ich noch schweigen, obwohl auch die in diesem Sinne ein Mangel wäre;-).

Frage zum Abschluss: Warum sitzen weltweit Milliarden Menschen arbeitslos und ungefordert herum, obwohl es für ALLE genug zu tun gäbe, denken Sie nur an die fehlende Infrastruktur in Ländern wie Somalia, Kongo oder Afghanistan und und und. Und? Mangelwirtschaft. Weil angeblich kein Geld da ist, Sie zu fördern und zu bezahlen, deshalb werden Sie vom Arbeiten abgehalten. Dürfen nicht, weil Geld-Mangel. Ha ha ha! Echt, ich kann da nur noch lachen, da lassen Wir viele Mit-Menschen untätig herumhängen, oder mit einer Kalaschnikov herumlaufen oder lassen Sie verhungern, weil Geld-Mangel.
Was sagt Uns denn eigentlich, das Wir nur etwas tun dürfen - für Uns und für die Gemeinschaft -, wenn Wir dafür auch bezahlt werden? Aber gleichzeitig müssen Wir etwas tun, um versorgt zu werden: betteln, stehlen, sterben oder töten, kuschen, oder auch brav arbeiten, was die zivilere Variante ist.
Nochmal: Es gibt nur SCHEINBAR Mangel. Und dieses SCHEINBAR nützt immer nur Wenigen. Augen auf im Verkehr und beim Verkehr, aber bisher ist noch verkehrt.

Ein Eingeständnis: ich lerne das Selbst erst gerade mit und in Schmerzen. Die Vernunft ringt mit dem Gefühl (auch die Triebe) um Mit-Entscheidung während der Lebendigkeit (Verkehr), bisher hat noch jedes mal das Gefühl gewonnen, das Heute ist noch von Gestern. Danke für die Aufmerksamkeit.

Ende FAZ-Blog-Dialog
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Kirchen"werbung" Heute.
Neben einer Kirche an der Annenstrasse.
Und, was alles so zum Götzentum zählt?
Gott, kann Mensch also nehmen?
Wie eine Ware. Ich kaufe Gott.
Vielleicht sogar umsonst?
Gott schaudert, wenn
es ein-Es gibt.
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Kein-Es hat gefragt, wie ich darauf komme, dass der Mangel nur SCHEINBAR ist. Scheinbar stimmen dem Alle zu, oder haben keine Lust die Mangel-Tradition aufzugeben. Auch hat kein-Es beklagt, dass *ich dem Glauben die tierische Rückbesinnung anhefte. Auch da scheint es einen Konsens zu geben, oder es war nur zu aufwendig davon zu diskutieren, vielleicht auch zu abweichend vom anfänglichen Blog-Thema?

Aber irgendwie, werde ich den Verdacht nicht los, dass die meisten, eigentlich fast Alle Menschen, von den wirklich wichtigen und weitreichendsten Themen nichts wissen wollen und erst recht nichts davon diskutieren möchten. So nach dem Motto, auch von Herrn Haupts: "... bis dahin bin ich sowieso schon tot." (siehe u.a. den FAZ-Blog-Kommentar von @ThorHa vom 26. September 2012, 13:37, im obigen FAZ-Blog-Beitrag).

Deshalb werden fast alle wichtigen Themen und Entscheidungen verschleppt, verschoben (ins religiöse Jenseits? Ja, ja, das Glauben will eigentlich nichts wissen, obwohl Es vom Wissen immer mehr erhellt wird und dadurch auch wärmer wird. Das Wissen heizt dem Glauben ein!) und dadurch auch von ander-Es entschieden, u.a. vom DaSein, von der Natur als Ganzem, also Fremd und Allgemein und nicht von einer Einzelheit der Natur -> für diese Einzelheit der Natur. Aber vielleicht soll das ja auch so sein und bleiben?