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Sonntag, 24. November 2013

Richtungs-Kampf

Ein weiterer aufgebesserter Übertrag aus der SprechLichtung.

Eine Gelegenheit, weiter die Frage zu stellen, wann Wir Menschen aus dem Wissen von Uns, von dem Wissen, wie Wir aufgebaut sind, wie ein-Es im DrInnen funktioniert (Funktion, stammt von lateinisch 'functio' = "Tätigkeit, Verrichtung") und wie Wir im Miteinander agieren, reagieren und interagieren, welches ja nun schon reichlich vorhanden ist, auch zum Vorteil von uns Allen profitieren. Von Uns Allen. Weil, bisher ist der Profit immer nur für wenige, die Meisten überLeben nur so hindurch.

Zuerst stelle Oliver-August Lützenich den "Kondensationskeim" für diesen Beitrag vor und dann stelle ich meine Gedanken dazu ein.

WortHerkunft: Da es in dem folgenden Gespräch auch um den Begriff »Moral« geht, hier ein paar Vorgedanken dazu:

Ethik ist im indoEurop.: "Eigenart, Eigenheit", und ist zu griech. "Sitte, Brauch" und dann zu griech./lat. "Gewohnheit, Herkunft" geronnen.
Moral ist im indoEuropäischen: "starken Willens sein, heftig begehren", und ist zu lat. "Sitte, Brauch; Gewohnheit, Charakter", mit der Grundbedeutung "Wille; genauer: der zur (persönlichen) Regel gewordene Wille." geworden.


Für *mich ist Ethik somit vom Ursprung eine traditionelle Gruppen- / Familien- oder Umgebungs-Handlungsweise und die Moral vom Ursprung eher die persönliche Handlungsweise. Der Ethos ist Sitte und Brauch aus Überlieferung, die Moral ist Sitte und Brauch aus selbst-erlebter/-erfahrener Vergangenheit (auch Prägung) oder familiärer Überzeugung.
Ethik ist also mehr Gruppe, Moral mehr Individuum. Die Moral ist somit in eine Ethik eingebettet. So lese ich auch ...

Das folgende ist eine Mischung aus der "Sonntags Zeitung" (Schweiz), vom 30.09.2012, und der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung", vom 14.10.2012, ein Gespräch von Hubertus Breuer mit dem US-amerikanischen Sozialpsychologen Jonathan Haidt, das in beiden Zeitungen leicht verschieden und gekürzt veröffentlicht wurde.

Ich habe beide Gespräche in der, denke *ich, passenden Reihenfolge und Länge zusammengestellt, ohne darin einzugreifen. Meine Kommentare und Zusätze stehen in Klammern und bleiben schwarz.

Titel: Konservative haben das realistischere Menschenbild

Untertitel: Konsenshalluzination. Über moralische Intuitionen und den Präsidentschaftswahlkampf in den Vereinigten Staaten.

Einführung: In den USA streiten Republikaner und Demokraten um die Präsidentschaft - und feinden sich an, als verkörpere die andere Partei den Leibhaftigen. Jonathan Haidt, renommierter Sozialpsychologe an der New York University, will den Grund dafür kennen. In seinem neuen Buch «The Righteous Mind» («Der gerechte Geist»; Pantheon, 448 Seiten) erklärt er, dass der moralische Kompass des Menschen sechs Grundintuitionen kenne. Konservative und links geneigte Wähler seien davon unterschiedlich geprägt - auch in Europa - und bildeten so zwei Lager, die sich unversöhnlich gegenüberstünden.
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Hubertus Breuer (HB): In Ihren Augen geht das extreme Lagerdenken in der US-Politik auf die Moral zurück. Wie das?

Jonathan Haidt (JH): Früher waren Parteien in den USA Koalitionen verschiedener Interessengruppen, etwa von Fabrikarbeitern aus dem Norden und Farmern aus dem Süden. Was sie einte, waren materielle, ökonomische und politische Interessen. Deshalb fand sich in jeder Partei und unter ihren Wählern eine moralische Vielfalt, von konservativen Christen bis hin zu progressiven Politikern.

HB: Wie kam es zum Wandel?

JH: Seit den 1960er-Jahren drehen sich die nationalen Debatten in den USA vor allem um Werte - um Rechte für Schwarze, die Hilfe für sozial Schwache oder die gleichgeschichtliche Ehe - und die Rolle, die der Staat dabei spielt. Das hat es vorher in der Geschichte der USA nicht gegeben. Deshalb bestimmt heute die moralische Weltsicht, welcher Partei man sich zugehörig fühlt.

HB: Was glauben Sie denn, was die Moral der Demokraten ist?

JH: Im moralischen Zentrum der politisch links stehenden Menschen in den USA steht die Sorge um die Schwachen. Ausserdem befürworten sie soziale Fairness und die Freiheit des Individuums.

HB: Das klingt doch vernünftig.

JH: Sicher, das halten auch viele Psychologen und selbst akademische Philosophen, die alle meist links stehen, für den Kern der Moral. Aber diese drei wichtigen Werte sind nur die halbe Wahrheit. Das moralische Spektrum des Menschen ist viel weiter gespannt.

HB: Das heisst?

JH: Bei Befragungen in den USA und in anderen Kulturkreisen haben wir herausgefunden, dass konservative Menschen zusätzlich drei weitere Dinge für sehr wichtig halten: den Glauben an Autorität, Gruppenloyalität und an die Unantastbarkeit bestimmter Symbole, in den USA zum Beispiel die Nationalflagge. Konservative haben deshalb ein realistischeres, weil vollständigeres Menschenbild. Deshalb fühlen sich viele Wähler der Mittelschicht von Republikanern auch besser vertreten, selbst wenn die Partei eine Wirtschaftspolitik vertritt, die gegen ihre Interessen geht.

HB: Aber selbst wenn man verschiedener {moralischer} Meinung ist, muss es nicht so feindselig zugehen, wie man es derzeit in den USA erlebt, oder?

JH: Das Problem ist, dass die Menschen die Gründe für diese Differenzen nicht erkennen {nicht wissen, woher die Verschiedenheiten kommen}. Sie leben meist inmitten von Menschen (in Gemeinschaften), die ihre moralischen Ansichten teilen. Ihre moralischen Intuitionen fühlen sich deshalb bald {Prägungso wahr an wie Aussagen der Mathematik. Es ist wie in dem Science-Fiction-Film «Matrix» - eine kollektive Konsenshalluzination.

HB: Da kann man doch diskutieren.

JH: Ja, aber so einfach ist das nicht. Moralische Intuitionen sind nicht rational. Sie beruhen auf dem Bauchgefühl. Und es ist schwer, andere von seinen Gefühlen zu überzeugen. Deshalb geraten Menschen, wenn sie ihre moralische Sicht begründen sollen, leicht ins Schwimmen.

HB: Können Sie ein Beispiel nennen?

JH: Wenn Republikaner erklären sollen, warum sie gegen die gleichgeschlechtliche Ehe sind, gehen ihnen schnell die Argumente aus. Die Ursachen unserer Urteile und die Gründe, die wir für sie nennen, haben eben wenig miteinander zu tun. Dabei ist sonnenklar, dass die Ablehnung schlicht mit einer Vorstellung von Ehe zu tun hat, die sie als unantastbar ansehen.

HB: Das sehen aber einige Moralphilosophen anders. Die sagen, die Vernunft entscheidet.

JH: Das ist wie der Streit zwischen dem Idealisten Immanuel Kant und dem Empiriker David Hume. Doch wer allein der Vernunft vertraut, gibt sich klar einer Illusion hin. Unsere moralischen Grundintuitionen sind keineswegs immer vernünftig.

HB: Kann man dann jemanden überhaupt je überzeugen, seine moralische Meinung zu ändern?

JH: Ja, aber es ist nicht einfach und dauert. Wie wir die Welt politisch und moralisch sehen, ist zu einem nicht vernachlässigbaren Grad angeboren. 

HB: Aber gegen die Biologie kommt man doch schlecht an.

JH: Unsere biologische Veranlagung erhöht nur die Wahrscheinlichkeit, das wir uns bestimmte moralische Werte zu eigen machen. Wir sind also nicht biologisch determiniert, eine bestimmte Meinung zu haben. Konkrete moralische Haltungen etwa können sich durchaus ändern. Das rationale Ich ist nur ein kleiner Reiter, der auf einem grossen Elefanten sitzt. Der Elefant entspricht unserem Unbewussten - und da liegen auch die Wurzeln unserer moralischen Intuitionen. Diesen Elefanten muss man massieren - dann ändert sich vielleicht etwas. So haben viele Menschen über Jahre ihre Meinung zur Homo-Ehe geändert, weil in Fernsehserien homosexuelle Paare auftreten und viele Prominente sich geoutet haben.

HB: Wäre es besser, wenn alle Mitglieder einer Gesellschaft die gleiche Moral teilten?

JH: Das ist wenig wünschenswert. Moral hilft Menschen, Gruppen zu bilden. Gruppen kooperieren aber am Besten, wenn es darum geht, im Wettbewerb gegen andere zu bestehen - und dabei helfen moralisch konkurrierende Weltentwürfe. Ich denke, es ist gut wenn die Bürger einer Nation Werte und eine kulturelle Identität teilen, die es ihnen erlaubt, sich gegenseitig zu vertrauen. in jeder Gesellschaft gibt es Leute mit eher konservativem Temperament, die daran arbeiten Institutionen und Traditionen zu bewahren, und solche, die mehr links stehen und die Dinge verändern wollen. Diese Konkurrrenz ist gesund, solange man sich nicht dämonisiert.

HB: Haben verschiedene Moralsysteme auch die Stammesgeschichte des Menschen vorangetrieben?

JH: Zweifellos. Aber nicht jedes Moralsystem ist überlebensfähig. Es sollte nicht nur das moralische Spektrum des Menschen so weit wie möglich bedienen, es muss die Kooperationen stärken. Bereits Darwin hat erkannt, dass die Gruppen, die zusammenhalten, Verbände von Egoisten schlagen. In aller Regel sind wir bereit, nicht nur für unser persönliches Interesse, sondern manchmal auch für die Gemeinschaft tätig zu werden.

HB: Welche Rolle spielt Religion dabei?

JH: Religion liefert das Stützskelett für ein Moralsystem - und ist darin oft sehr erfolgreich. Die Anweisungen eines Gottes sind eben verbindlich und lassen sich nicht beliebig in Frage stellen. Deshalb werfen religiöse Menschen Versuchen weltlicher Moralbegründung vor, auf Sand zu bauen. Aber eine säkulare Weltsicht kann quasireligiöse Symbole nutzen, eine Verfassung etwa oder einen Gründungsmythos.

HB: Moralisches Lagerdenken führt aber oft dazu,  seine Gegner zu erniedrigen.

JH: Sehen Sie, die Linke fühlt sich oft unwohl bei dem Gedanken an Konkurrenz zwischen Gruppen, die Rechte dagegen nicht. Experimente zeigen, dass man, werden Menschen willkürlich in Gruppen aufgeteilt, die Mitglieder seiner eigenen (willkürlichen) Gruppe mehr schätzt. Gleichzeitig hasst man andere Gruppen aber deshalb nicht mehr. Das sieht man schon im Mannschaftssport. Man glaubt an sein Team, aber man will den Gegner ja nicht vernichten. Deshalb kann man nach dem Spiel gemeinsam ein Bier trinken gehen. Manche vergessen freilich, dass man weiter miteinander leben muss. Hooligans etwa und manche Politiker.

HB: Eine naive Seele würde behaupten, es wäre doch nett, wenn man sich zur Abwechslung einmal verträgt.

JH: (lacht) Sicher. Denken Sie nur an John Lennons Lied «Imagine»: «Imagine there's no countries / It isn't hard to do / Nothing to kill or die for / And no religion too.» Das könnte die Hymne vieler Linker sein. Aber eine solche Welt würde zu Anarchie, nicht zu Glück führen. 
Wer Kinder hat, neigt dazu, konservativer zu denken. Ordnung und klare Konsequenzen für Handlungen beeinflussen das Verhalten Heranwachsender auf überraschende Weise. Der blinde Fleck der Linken ist, dass sie dieses moralische Kapital nicht verstehen. Man kann keine Gesellschaft nur auf Liebe, Vertrauen und Mitgefühl errichten. Man braucht Institutionen, Gesetze, Autoritäten, Normen und Grenzen. Der blinde Fleck der Linken ist, dass sie dieses moralische Kapital nicht so gut verstehen wie Konservative.

HB: Viele konservative Amerikaner bezeichnen die westeuropäischen Staaten abfällig als «sozialistisch».

JH: Die amerikanische Linke bewundert Europa und hat lange versucht, ihm das eigene Land ähnlicher zu machen. Nicht ohne Grund: Der europäische Sozialstaat der Nachkriegszeit schien zu funktionieren. Doch die Rechte hat seit den 1970er-Jahren erklärt, Wohlfahrtsstaaten europäischen Zuschnitts seien nicht finanzierbar. Jetzt sehen wir, dass sie recht haben.

HB: Das sehen viele sicher anders. Davon abgesehen wird der Wert sozialer Solidarität in Europa weit mehr betont als in den USA.

JH: Eine der stärksten Motivationsgründe für unser Handeln bleibt die Gruppenzugehörigkeit, eine homogene Gesellschaft fühlt sich wie eine Familie an - da ist man auch bereit zu helfen. Aber viele Parteien in Europa wollen kulturelle Vielfalt fördern und gleichzeitig die Bedeutung einer nationalen Leitkultur herunterspielen, - das ist eine Mischung, die langfristig wahrscheinlich dazu führt, dass die Steuerzahler nicht mehr bereit sind grosszügige Sozialstaaten zu finanzieren.

HB: Aber gerade die USA sind durch ihre Vielfalt geprägt.

JH: Richtig. Um so wichtiger ist es, dass wir Einheit stiftenden Dingen wie der Sprache, unseren Gründervätern oder der Nationalflagge einen hohen Stellenwert zusprechen.

HB: Sie hören sich wie ein strammer Konservativer an.

JH: Als ich das Buch zu schreiben anfing, war ich das, was man in Amerika einen «Liberalen» nennt, ein Demokraten-Wähler. Jetzt würde ich sagen, dass ich rechts der Mitte stehe. Das bedeutet keineswegs, dass ich Republikaner geworden bin - die Partei befindet sich heute in einem moralisch wie intellektuell völlig chaotischen Zustand. Ich beabsichtige daher, Obama zu wählen.

Ende FAS/Sonntags-Zeitung-Gespräch.
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Fern-Sehen auf dem "Insulaner"
in Berlin-Schöneberg
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<Linke sollen den Menschen also nicht in aller Komplexität verstehen, weil sie allzu gerne das unvernünftige (das unlogische) der Gefühle, der Biologie, der Religion, der Prägung, der Traditionen, des Rechts und der Moral ausblenden.

Bisschen viele Bereiche - wichtige Bereiche -, die ohne Folgerichtigkeit auskommen müssen - da stimmt doch was nicht, oder?

>Rechte tun das alles nicht, sie kommen mit der Sprunghaftigkeit und Unerklärbarkeit und all den Einseitigkeiten und Übervorteilungen der Vergangenheit und des noch gelebten Alltags gut zurecht.
Dafür blenden die Rechten eben die Logik (u.a. die aktuelle Wirklichkeit, also die Folgen der Vergangenheit) aus.

Die Frage für *mich ist also: Ist das so? Ist das so einfach?

Selbstverständlich komme ich nicht umhin zuzugeben, dass Wir Menschen noch "Lager-Wesen" sind, wenn es Ihnen besser gefällt: Wir sind GruppenWesen. Wir brauchen zum [Er-]Halt eine Gruppe, welcher Wir an-/zugehören.
Hörig, wie Wir zumeist noch sind: zu-gehörig. Ist einfach noch nötig, ich gehöre auch noch zu Europa und darin insbesondere zu Deutschland, aber ich bin KEIN "Deutscher" mehr, *ich bin ein Mensch, nötigstenfalls ein deutsches Mensch, aber Was (Sie + Er + Was auch immer ein-Es sein möchte = Was) sag ich das, Alle Ander-Es sagen, ich sei Deutscher, ich kann da nichts dafür und auch nichts dagegen machen.

Die Leses wissen ja vielleicht, das EsLebendigkeit ist eine DaSein-Form die NICHT Selbst-Entschieden ist, sondern noch Fremd-[Selbst-]Bestimmt. Somit sagen die Ander-Es mir *Selbst, wer *ich bin und was *ich bin, da kann *ich machen, was *ich will.
Die Ander-Es schauen *mich an und hören mir zu und sagen dann vielleicht: "Schwede?", aber wenn Sie dann genauer hingespürt haben, dann sagen Sie: "ach, ja, das war jetzt aber typisch ..." Schublade, da hilft auch keine Schuhcreme und ein anderer Dialekt, oft nicht, aber gut ...

Zurück an das Gespräch.

Die Linken sind also mehr oder weniger abgehobene oder vergangenheitsferne Träumer und die Rechten die verwurzelten, vielleicht sogar ganz geerdeten. Also sind die "Rechten" nicht die aus der Erde ins Licht oder Nacht ragenden - wie vielleicht die "Linken" -, aber dafür ein je Ganzes zusammenhaltenden EsLebendigkeits-Pragmatiker.

>Rechts ist also die Feste(Wasser)-Erde,
<Links ist die Luft(Wind)-Erde?

Was dieser Ansichten ist, steht auf welcher Seite?

Kann auch in der Mitte herumstehen.
Oder ist da 'was drann?

Ist auf jeden Fall innerhalb des gewohnten und des von der Forschung so gerne bestätigten Rechts-Links-Spektrums. Die Lebendigkeit und seine Inhalte, auch das Mensch, zwischen Rechts und Links ausgespannt, getrennt, aus-ver-teilt. 2-Dimensionales Denken und wohl auch Fühlen, denn die RaumZeit gibt mehr her, VIEL mehr her, als nur Links und Rechts und die Mitte, die unweigerlich DaZwischen drinn ist.

Darf Oliver-August Lützenich den sozialpsychologischen Forschungsvorgaben und deren Feldversuchen misstrauen? Sie befinden sich innerhalb eines gepflegten, traditionellen, biologischen, geprägten Freund-Feind-Gefühls und somit auch eines Denkens, das auch die Forschung und deren Versuchsaufbauten bestimmt, - und Bestimmung ist stets EinGrenzung oder AusGrenzung.

Und Ein-/AusGrenzung ist immer ein Mangel an Freiheit, die noch möglich ist, denn ausserhalb von [Selbst-]Bestimmungen ist immer noch etwas zu finden, wenn auch vielleicht manchmal nur wenig, aber immerhin. So esLebe *ich das nun schon seit Jahrzehnten, wahrscheinlich nicht nur *ich, allein, es bleibt ohne kurzfristige Konsequenzen, sowohl für das politische, als auch für das sonstige Handeln in das Menschheit. Die Entwicklung zur Erweiterung der Grenzen ist immer noch eine "Sache" des DaSein, der Evolution, und die handelt in sehr kleinen Schritten, so dass Erkenntnisse, die wir Menschen heute 2013 erkennen, erst vielleicht 2055 zu zaghaften Veränderungen wird? Oder noch später.

Das Denken ist, wie ich schon geschrieben habe, die Schaumkrone des Gefühls und in manchen Menschen ist das Gefühl ziemlich eng, beengt, wenig weit, wenig ausgebildet, wenig vielfältig, unbunt, einseitig, wenig vermischt und wenig beweglich. Da tut Selbst-Erkenntnis auch erstmal wenig weh, wenn so wenig davon da ist, so wenig Gefühl, so wenig WEITE und VIELFALT im Gefühl. (Ist das eher Links oder Rechts?)

Ja, Sie liegen richtig, ich zweifle an diesem Denken, ich zweifle an den Grundlagen dieses Denkens, also an dem Gefühl, das so ein Rechts-Links-Lagerdenken erschafft.
Also ich zweifle an der Tradition dieses Gefühls, an dem bisherigen Gebrauch, und an dessen Qualität (lat. 'qualis' = "wie beschaffen") und der Quantität (lat. 'quantas' = "wie gross, wie viele"). Darf ein Mensch am Gefühl zweifeln?

Am allgemeinen Gefühl, am im Menschen allgemein verbreiteten Gefühl, an Unserem Gefühlszustand? An dessen Qualität, Quantität, an dessen Umfang und Tiefe und dessen Gebrauch?
Darf ein Mensch daran und darin zweifeln?

Darf ich das Mensch als komplexere Lebensform betrachten?
Obwohl Oliver-August Lützenich selbst darIn stecke, also Selbst ein-Es bin, oder muss ich zuerst auswandern aus dem Mensch-Sein, um Es in aller Gänze und Komplexität zu erkennen? Erst recht, um es Frei vom Selbst-Sein zu begreifen.
Wie fasse ich das Mensch-Sein dann an?

Ganz vorsichtig!
Um Es, - das Mensch -, nicht in eine Richtung oder eine Form zu drängen, denn mir ist die Gänze wichtig, die Komplexität, das Schillernde, all die Vielfalt der Lebendigkeit, ob Mensch oder anderes Tier oder Pflanze oder Pilze, ist erst mal GleichGültig.

Die Leses wissen vielleicht, das Natur, dem DaSein, ist das Lebewesen Mensch GleichGültig, wenn Sie wollen: egal. Ob Wir aussterben oder noch lange und wie weiterleben, ist das Natur genauso wichtig, wie das der Tsetse-Fliege oder das Innenleben der Andromeda-Galaxie, es läuft so dahin; - von einem von Uns noch nicht gefundenen Mechanismus in Gang gesetzt und mit der Organisation und den Gesetzen der Mathematik und der Evolution ausgestaltet und auch fast gänzlich berechenbar.

Dabei ist das Einzelne, ob als Gruppe, Art, Spezies oder auch winzigste Einzelheit, - ein Selbst -, nicht wichtig, auch wenn Viele in[mitten von] Uns das lange und gerne behaupten. Es gibt keinen einzigen kleinsten oder auch grössten Fingerzeig - ausserhalb des reinen Glaubens -, das auch nur den Hauch einer Ahnung erkennen liesse, dass Wir Menschen, oder auch dieses Kleinst-PlanetenSystem Erde-Mond, oder auch diese Galaxie, in der auch Wir kreisen und reisen, etwas ausgezeichnetes, besonderes ist, auf das Irgendein-Es oder IrgendEtwas zeigt und deutet und "spricht": auf DAS da(sein) kommt es an. Oder so?

Für Uns Menschen Selbst sind Wir Menschen freilich etwas besonderes, es wäre wohl dumm, wenn es anders wäre, aber das behauptet eben auch das Erdhörnchen von-s ich, soweit es dazu in der Lage ist, also alles völlig normal.
Ja, Wir sind normal. Punkt.
Aber dem Gesamt-DaSein sind Wir egal.

Mir aber nicht.

Was Wir aus dem Potential, welches Wir verpasst bekommen haben, machen, ist dem DaSein vielleicht wurscht; Wir sind nur eine DurchgangsForm, eine ZwischenLösung, bestenfalls.
Wenn Sie die Billionen bedenken; können Sie Billionen bedenken? Billionen!
Dann wissen Sie oder erahnen zumindest - wie *ich - wie wichtig Wir für und in dem Ganzen sind, wenn ich auch hier schon etwas anderes formuliert habe und somit auch -- gefühlt -- habe, dass Wir ganz ganz wichtig sind, für die weitere Entwicklung der Bewusstheit der Lebendigkeit und damit des DaSein.

Nun, das DaSein hat noch andere Möglichkeiten und, um es in unserer Erfahrung zu formulieren: das DaSein (also das gesamte Geschehen der Wirklichkeit und der Kunst) hat noch andere Eisen im Feuer, noch andere Pfeile im Köcher, ... wie es Ihnen beliebt.
Das wiederum ist mir aber so was von wurscht!

Wir sind wichtig, also gehe *ich mit grösstmöglicher Vorsicht, Umsicht und Zartheit vor, beim erforschen und erkennen und esLeben und esLeiden der EsLebendigkeit, und dabei habe *ich entdeckt, dass die Gefühle, die Uns mitgegeben wurden und auf denen auch Unser Handeln und Denken beruht, noch ziemlich ausbaufähig sind.

Jetzt bin ich wieder bei obigen Gespräch und dem engstirnigen Lagerdenken, das darin besprochen und beforscht wird.
Ja, so war das und ist das bis Jetzt immer noch (Sie wissen vielleicht, dass von der Herkunft her, das Wort Jetzt "immerzu" bedeutet.) und wird es auch so bleiben, solange Jetzt für Alle gilt und auch die "Zukunft" einfach - Jetzt - bleibt.
Spitzfindigkeiten, denken Sie vielleicht. Gut, ja, ist eine Spitzfindigkeit, hoffentlich eine, die in etwas Neues hineinreicht.

Ja, klar, Konservative sind eher Gläubig und Bewahrend und Traditionsbewusst und National und Linke sind ..., setzen Sie was ein; und die in der Mitte stehen so herum und tuen Liberal, also GleichGültig, und alle Lebendigkeit findet auf einer Linie statt, - an einer Front -, die von Links über die Mitte nach Rechts reicht, ja genau, so ist bisher das Gefühl und auch die entsprechende Vorstellung und auch die dahingehend gefundenen Forschungsergebnisse:

Front-Lebendigkeit---------------------Mitte-------------------Rechts!

Und hinten ist die Vergangenheit und vorne das Unbegangene, Ungelebte, irgendwas Un- auf jeden Fall. Ja, genau. So muss es sein.
Muss es das? Ist es das?

Wenn Sie das so fühlen, und Sie dort drüben auch und Sie dahinten ebenfalls, und Sie hier vorne vor dem Computer auch, na, dann ist es wohl so, oder?
Oliver-August Lützenich bin da nicht mehr sicher.

Mir ist die Wirklichkeit weit weniger ein- und beschränkt, wie SIE (das Wirklichkeit?) es Uns zumeist noch ist. Hätte ich auch "scheint" schreiben können, na egal.
Sicher ist eher, dass das nicht Alles und Weiterhin so ist, sondern dass es so war und noch engstehend ist, ja, Wir bilden noch Lager, keine Konzentrationslager mehr, wenigstens nicht mehr in Deutschland, aber Wir fühlen und denken noch einfachheitshalber in (engen) Grenzen, die Wir selbstverständlich verteidigen, verteidigen müssen, dafür sind es ja nun mal Grenzen.

Grenzen müssen verteidigt werden. Lagerinsassen müssen verteidigen, selbst, wenn sie, wie in den Versuchen geschehen, willkürlich, zum Beispiel einfach an Farben gebildet werden, die blindlings aus einem Topf herausgegriffen wurden, oder haben Sie-s ich die Hautfärbung, die Sie sind ausgewählt?
Oder gar die Weltgegend in die Sie gezeugt wurden?

Ja. Na, Sie Glücklich-Es. Dann haben Sie allen Grund, das bis aufs Blut zu verteidigen, schliesslich sind es Ihre Grenzen. Danke.

Selbst-Erkenntnisse, Selbst-Bewusst-Heit, wann fliesst das in Unser Handeln ein?
Wahrscheinlich habe ich Sie jetzt Alle verscheucht, denn, Was will denn so was in diesen RaumZeiten lesen, aber "gleichgültig" (mei, so ist die Natur eben und somit auch ich) es musste einfach hinaus in die Tastatur hinein und fort damit nach Google.
Tschüss.

Montag, 18. November 2013

Das Kopf Schütteln

Die Leses bitte Oliver-August Lützenich um etwas Gnade. Es ist klar, dass *ich hier in diesen Blogs und den Beiträgen, die teils gleichen Themen und Phrasen oft wiederhole und durcharbeite; *ich denke Selbst beim wieder durchlesen meiner Beiträge: "Mann!; wie oft denn noch, wann habe *ich Dieses oder Jenes endlich abgehakt und begriffen, und brauche es nicht noch einmal erwähnen oder betrachten?

Aber *ich tue es konsequent, und so lange, wie das Thema und das Detail des DaSein *mich beschäftigt. Wenn E[twa]s begriffen ist und passend eingeordnet, dann verschwindet Es sowieso von der Themenliste. Aber manches ist einfach in *mir noch immer Kopfschütteln und solange es *mich schüttelt, schüttle *ich es auch über die Tastatur hier hinein.

Nach Google. Weil das Google alles abspeichert, was Es so findet, im DaZwischen-Netz, und *ich auch noch so freundlich bin, es direkt nach Google (Blogger/Blogspot ist ein Dienst von Google) zu schreiben, nach *mir muss Google also gar nicht suchen. Denn, *ich habe Google gefunden.
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Berlin, U6, Station Alt-Tempelhof
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Ab hier die Neu-, vielleicht besser Nach-Bearbeitung eines Beitrags von 10.2012, aus der SprechLichtung.
Sie wissen ja inzwischen, dass hier ein-Es die Wirklichkeit erkundet und dabei vor k[aum]einem Zerrbild zurückschreckt und auch nicht vor einem Süsswarenverkäufer, einer der ALLES befragt und wenn möglich daneben und dahinter spüren (= hören, tasten, sehen, riechen, schmecken; fehlt noch was?) möchte, wenn es ein DaNeben und ein DaHinter gibt; manchmal endet die Fragerei ja auch an einer Wand und da ist dann oft einfach nichts mehr DaHinter. Oder etwa doch? Gut, Wand passt nicht so gut, also eine wirkliche Grenze.

Ein Nein, liegt mir einfach nicht so.
Und das Wirklichkeit ist oft ziemlich beklommen und nicht einfach, deshalb habe ich auch hier so viele Leses;-) Hihi. Und dann verschrecke ich die Wenig-Es auch noch mit direkter Ansprache, so aus der Fremdheit heraus und hinein, und da macht Natur ja einfach erst mal dicht, bei sowas, oder?
Oder sind Sie nicht Natur?

Gut, Natur kann auch auf machen, wenn es unangenehm oder auch angenehm wird, aber das erkennt das Natur oft erst mal nicht, ach ja, *ich gleite schon wieder etwas ab, möchte Sie aber mit diesem Abgleiten auf den eigentlichen Grund dieses Beitrags einstimmen und der ist wieder mal nicht einfach zu ertragen, ausser, Sie wissen das schon längst, und bei den wenigen Leses, die hier sind, hier geblieben sind, ist fast anzunehmen, dass Sie inzwischen keines meiner persönl*ichen Befunde mehr scheuen und erst recht nicht schockiert.
Mich leider erst mal schon noch.

Manchmal bin ich einfach noch fassungslos, beim einholen von Antworten und Befunden des Wirklichkeit, mein Hals tut vom Schütteln schon ziemlich weh, Muskelkater im Hals, hatten Sie sowas schon mal?; also wissen Sie, es ist schon seltsam, da fragt Mensch-s ich manchmal wirklich, aber am besten lässt Mensch es an gewissen Tagen sein und schaltet einfach auf einfach und über-liesst, was so nach Selbst-Erkenntnis und Tiefen- sowie Breitenschürfung von und um ein-Es aussieht, oder überhört, wenn ein-Es von Ergebnissen aus das Wirklichkeits-Forschung erzählt, ... ausser, Es lächelt dabei, aber selbst das läutet oft eine niederschmetternde Facette ein.

Ach wissen Sie, wenn Sie gute Laune behalten wollen, oder nicht noch tiefer einzutauchen wünschen in einen herbstlichen DaSein-Frust, dann klicken Sie nun woanders hin, *ich habe ja auch hübsches und lustiges geschrieben, oder Sie klicken ganz woanders hin.
Tschö.
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Brunnen-"Installation", am Engelbecken in B-Kreuzberg
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Noch da? Es geht, wie so oft um die Frage: Wie gehen Wir Menschen miteinander um?

Diese Frage berührt, so weit ich diese Frage und das RaumZeit darin verstehe,  jedes Selbst im Inneren genauso, wie im Aussen. Die Antwort sagt also genauso viel über den jeweils persönlichen Umgang im Selbst, als auch den Umgang des Selbst im mitEinander.

Die Erkenntnis, die ich aus meinen Reisen und aus den Berichten aus aller Welt gewonnen habe, ist, dass Wir hier in MittelEuropa, genauer im westlichen MittelEuropa, schon ziemlich gut miteinander umgehen. Dachte ich.
Was ist für mich guter Umgang?

Zum guten Umgang (mit Fremden genauso, wie mit engsten Familien und Freunden) zählt: wechselseitige Aufrichtigkeit, Wahrhaftigkeit, Aufmerksamkeit für-Einander, also anschauen, zuhören, mit empfinden, aufeinander eingehen, auch das Gefühl des oder der  Andere-Es mitFühlen - den Ort und dessen Schwingungen mitgehen (Das geht nicht immer, aber wenn es geht, dann auch darauf einlassen.) -,  weder Übergriffe noch Übervorteilung, freundliche Nähe und respektvolle Distanz.

Vielleicht fällt Ihnen noch mehr ein, *ich werde das noch mal genauer in einen extra-Beitrag, oder auch auf mehrere verteilt, einfü[l/h]len.

Ja, und das machen Wir hier in MittelEuropa in Ansätzen schon ganz gut, wie ich das so empfinde, aber dann lese ich folgendes und lese die Einschätzung der Autorin, sowie des Anwalts und wache aus meinem kleinen Umkreis und aus meiner Betriebsblindheit auf:

Aus Süddeutsche Zeitung, Seite 3, vom 05.10.2012, von Annette Ramelsberger.
Titel: Die Zerstörung
Untertitel: Ein Lehrer wird von seiner Kollegin beschuldigt, sie vergewaltigt zu haben. Der Mann geht für Jahre ins Gefängnis. Dabei war alles frei erfunden.

Wenige Auszüge: "Die zuständige Strafkammer des Landgerichts Darmstadt ist nie am Tatort in der Schule gewesen, die Richter haben nie die Tat nachstellen lassen, es gibt keine DNA-Spuren. ... Das Urteil beruhte alleine auf den Aussagen der Lehrerin. ... Die Pause dauerte nur 15 Minuten, vier Minuten brauchte die Lehrerin alleine vom Ort der angeblichen Vergewaltigung bis zu ihrem Klassenzimmer. In elf Minute soll ein Gespräch, ein Kampf eine Vergewaltigung und eine Flucht stattgefunden haben. In diesen 11 Minuten will sich die Lehrerin auch noch im Hof erbrochen und im Gebüsch versteckt haben. Erbrochenes wurde nie gefunden. Und in der Klasse erschien sie rechtzeitig und makellos - keine roten Flecken im Gesicht, kein derangierter Rock. Danach hielt sie noch zwei Stunden Unterricht. Zwei Tage später musste sie zur Amtsärztin, wegen der anstehenden Verbeamtung und gab an völlig beschwerdefrei zu sein.
[...]
Mindestens drei Jahre dauert ein Wiederaufnahmeverfahren. Im Fall Arnold dauerte es 4 Jahre - alleine die Staatsanwaltschaft Darmstadt sass neun Monate auf den Akten, ohne sie an das zuständige Gericht weiterzuleiten. Und dann die Zeugen: Lierow {der Anwalt von Horst Arnold} musste die Lehrer überzeugen, dass es ihnen keine Nachteile bringt, wenn sie vor Gericht aussagen. Er musste lästig sein, immer wieder anrufen, dass sie sich endlich eine Aussagegenehmigung besorgen.
Und er wunderte sich, wie viel stärker als Logik und Anstand die Behäbigkeit derer ist, die einfach keinen Ärger haben wollen. Egal, ob ein Mensch unschuldig verurteilt wurde."
Ende SZ-Auszug.

In dem SZ-Artikel wird auch noch geschildert, dass Herr Arnold "selbstverständlich" nach seiner Entlassung aus der Haft, auch nach seiner vollständigen Rehabilitierung, keine Anstellung als Lehrer mehr gefunden hatte und wenige Jahre später, mit 50, in 2011, an Herzversagen verstorben ist. Die Lehrerin ist suspendiert und lebt mit halben Bezügen weiter in "Freiheit".
Die gesamten Umstände, aller Beteiligten, - die Vertrauenslehrerin, die die Lügen der Lehrerin aufgedeckt hat, den Anwalt und Herrn Arnold mal ausgenommen -, ist erschreckend. Desinteressierte Staatsanwaltschaften und Gerichte, eine Lehrerschaft die lieber weggschaut und schweigt, als zu helfen, lieber einen MitMenschen "über die Klinge springen lässt", als die eigene Bequemlichkeit zu überwinden.
Mich macht sowas fertig.

Soweit *ich das mitbekommen habe, ist die Lehrerin inzwischen auch vor Gericht gestanden, aber *ich habe den Prozess und den Ausgang nicht richtig verfolgt. Des weiteren ist ja auch der NSU-Prozess im Gange, auch das ein Indiz für die Wahrnehmungs-Schwäche oder Verzerrung beim EsLeben des DaSein. Auch von Oliver-August Lützenich. Darum geht es *mir ja in allen Texten, um möglichst genaue und stimmig eingeordnete WahrNehmung dessen, was so in und um *mich herum geschieht, also um Selbst-Erkenntnis.
Aber zurück zu dem obigen Geschehen.

Was mich dabei vor allem fertig macht, ist, dass dieses Verhalten völlig normal ist.
Warum möchte ich das nicht einfach akzeptieren, dass das Natur so ist, wie Es ist.
Dass Mensch ist eben so.
Und dass es nunmal nur sehr sehr wenige Ausnahmen von dieser Regel gibt.
Regel ist: Wurschtigkeit für das persönliche DaSein und ebenso für das Mit-Welt.
Und diese Wurschtigkeit ist angefüllt mit Dumpfheit und Unwissenheit und Grobheiten. Daher ist wohl auch die übliche Bezeichnung eines solchen Verhaltens passend: Gleich-Gültigkeit. Dem DesInteresse in das Selbst, entspricht dabei genau das DesInteresse in das Darum Herum. Alles mehr oder weniger Wurscht, oder auch egal. Fast Immer.
Darin sind Wir in das Masse wirklich alle GLEICH gültig.
Verdammt schade, das. Verdammt schade!

Ein weiteres Beispiel aus der heutigen, 06.10.2012, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Beilage: Bilder und Zeiten, einem Gespräch von Marco Schmidt mit Salma Hayek.

Ein kurzer Auszug: "FAZ: Sie engagieren sich seit langem für diverse humanitäre Zwecke - etwa als UNICEF-Botschafterin oder als Aktivistin gegen häusliche Gewalt. Glauben Sie, dass Prominente eine besondere Verantwortung haben?


Salma Hayek: Nein, ich wollte schon immer die Welt verbessern. Als Kind versorgte ich Obdachlose mit Essen und Kleidung und Spielzeug, mit sechzehn arbeitete ich als Freiwillige im Kinderkrankenhaus. Meine Mutter hatte mir vorgelebt, dass kleine Gesten Grosses bewirken können. Als ich meine Tochter noch gestillt habe und im Zuge einer Kampagne für die Tetanus-Impfung in Sierra Leone auf ein Baby traf, das vor Hunger schrie, weil seine Mutter keine Milch mehr hatte, da gab ich ihm kurzerhand meine Brust. Das löste in den USA einen Skandal aus und bescherte mir eine Flut von Hassbriefen. Aber für mich war das ganz selbstverständlich. Wenn ich helfen kann, dann tue ich das auch."
Ende FAZ-Auszug.


Klar, könnte Mensch Salma Hayek für diese Handlung Publicity-Getue unterstellen, oder Pornographie; oder Faschisten schreien auf, beim Anblick von Verschiedenheit, oder ..., oder ein Mensch sagt einfach: Grossartig!


Da ist ein Mensch, das ohne Umschweife und ohne falsche Hemmungen hilft, einfach mit dem aushilft, was gerade gebraucht wird und ein-Es (in diesem Fall: eine-Frau) gerade auch anzubieten hat und was folgt darauf: Hassbriefe.

Ein [Selbst-]ErklärungsVersuch:

So ist das Natur. Das irdische Natur läuft nur so durch in das RaumZeit, ohne auf die Einzelheiten, also auch die einzelnen EsLebewesen zu achten und darum besorgt zu sein.
Was zählt, ist nur und weit weit überwiegend die Masse, die Art.
Und da die meisten Menschen eben einfachste Natur sind und auch nur so mitlaufen, in aller Gleichgültigkeit, passieren diese Dinge andauernd: Bürgerkriege, Drogenkriege, Schlepperbanden, Diktaturen, [Massen]Arbeitslosigkeit, Mobbing, Menschenhandel, Terror, Stalking, Vergewaltigungen, oder eben auch Prozessverschleppung oder RechtsBlindheit, Falschfahrer, ... aber ich möchte Sie jetzt nicht mit einer dutzende Seiten langen Ansammlung an alltäglichen Selbst-Verletzungen und Grausamkeiten quälen.

Was tut dieses Wissen und dieses Geschehen einem Menschen an, das weiss, dass wir Menschen auch anders im mitEinander umgehen könnten, das weiss, dass die gesamte Organisation der Menge/Masse Mensch und des irdischen Es[Tod]Leben, in das Wir eingebunden sind, wesentlich freundlicher, aufmerksamer, achtsamer, gesünder und witziger ablaufen könnte, wenn Wir diese natürliche Gleichgültigkeit und natürlich eingeprägte Trieb-Steuerung und dadurch Selbst-Bestimmung aufgeben?

Also weitestgehend ohne Angst, ohne Lügen, ohne Selbst- und ander-Es-Betrug, ohne KleinTierHaltung und gegenseitige Bedrohung, Ausbeutung und die so natürliche Abscheu und das Misstrauen im vorEinander.
Es tut ander-Es noch viel mehr weh, als Es mir persönl*ich schon weh getan hat, dieses gleichgültiges Natur und dieses darIn ebenso gleichgültig ablaufende natürliche Geschehen.

Die Frage, die ein informiertes Mensch, ein schmerzempfindliches und einigermassen aufgeklärtes (auch logisches) Mensch, bei all dem WeltGeschehen des Menschen stellt, ist:
Möchte *ich so weiterhin Mensch sein?

SchlussFolgerungen:

Aber gleich darauf kommt die Einsicht: Mensch-Sein = Natur-Sein.
Genau darum kreisen fast alle meine Beiträge hier, dass ich ganz klar erkennen möchte, was Mensch-Sein ist und wie weit Mensch Natur ist, also in all die natürlichen Prozesse eingewebt und eingebunden ist - auch wenn einige Menschen seit ein paar tausend Jahren, oder auch länger, behaupten, wir Menschen seien so etwas wie eine Sonder- oder auch Spezial-Schöpfung. Sie und *ich wissen, dass kein einziges der umfangreichen Forschungen auch nur einen Hauch von Sonderanfertigung gezeigt hat, nicht den geringsten, sondern nur die natürlichen Verschiedenheiten von Spezies zu Spezies, also von Rose zu Tulpe oder eben von Pan Troglodytes zu Homo Sapiens, die ungefähr ein (1) Prozent im ansonsten für ALLE irdischen Es[Tod]Lebewesen gleichen GrundBauSystem ausmacht.
Und diese geringe Verschiedenheit besteht auch zwischen einem Frosch und einer Kröte.

Die Frage: Möchte *ich weiterhin Mensch sein, würde also darauf hinauslaufen, auf die erweiterte Frage: Und welches DNAchen hätten's denn gerne?
Und wieder landet das Mensch in das Natur.
Ändert also nix.

Dann bleibt ein-Es halt Mensch und spürt diesem Unsinn, dieser raubbauenden Schizophrenie und dieser paranoiden Gewalt- und Schmerzensorgie weiterhin zu; und hofft weiter auf eine langsame Besserung, die ja schon läuft, aber ..., dass diese eben noch zu seinen EsLebe-RaumZeit-en wenigstens eine kleine Veränderung zu mehr FREUDE bringt, statt so vergangenheitsversessen überwiegend dem LEID ausgeliefert zu bleiben.

PS: Noch die Blog-Zahlen vom 18./19. Oktober 2013, 01:00 bis 01:00. Danke.
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Dienstag, 12. November 2013

Integrations-Losung

Zwei Daten haben mich zu diesem Beitrag bewegt. Zwei Daten, die eigentlich unvereinbar scheinen, aber eben sehr sehr nah beieinanderliegen. Einmal der 09. November. Und da besonders das Ereignis im Jahr 1938. Und ein Ereignis das seit zumindest ein paar Jahrzehnten, wenn nicht sogar schon länger gefeiert wird, der 11. November, der Beginn der Karnevals-Saison.
Die "ReichsSynagogeninBrandsteckenNacht" und alles was darum herum an Plünderungen und Verfolgungen und Morden an den jüdischen Deutschen passierte; und eine Gelegenheit mit anhaltenden fast winterlangen Feiern die Düsterkeit ein wenig auf zu hellen, und damit die winterliche MissStimmung (Depression) nicht allzu tief sinken zu lassen.

Kann ein-Es es wagen, diese beiden Ereignisse, das eine einmalig, das andere immer wieder kehrend, in einen Beitrag zu packen? - Wobei der 09. November und das Geschehen darum herum, nur unterschwellig in diesem Beitrag mitschwingt, und auch nur in diesen VorSätzen direkt erwähnt wird, von *mir. - Die Leses urteilen Selbst.

Aber nun erst mal zu etwas gaaanz anderem:

Erkennen Sie in dem folgenden Bild die Komik, oder auch die Schrägheit, vielleicht sogar Zynismus, vielleicht auch Ignoranz und Tappsigkeit, erkennen Sie darin sogar die Schwierigkeiten soziale und in[t/n]ermenschliche Probleme zu lösen; ohne darin auch zu erkennen, dass Wir sie lösen möchten, nur eben noch nicht wissen, wie?

Oder erkennen Sie darin, die Grossartigkeit und Weitsicht der Berliner Behörden-Architektur?

Na, Sie werden gleich die Zwiespältigkeit (Ambivalenz) erkennen und, wie ich, vielleicht, ganz neue Einsichten in Uns und unsere insgeheime (natürliche) Klugheit und Zukunftsfähigkeit gewinnen.
Also, gewinnen Sie:
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Berlin-Kreuzberg, Oranienstrasse
und der Autor
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Das Integral entstammt aus dem lat. 'in' = "nicht, nein" ('in' hat selbstverständlich auch die Bedeutung "hinein" und "innen", aber in diesem Fall ist es das 'In-' von InTransparenz) und dem lat. 'tangere' = "berühren" (davon abgeleitet die Tangente: das ist eine Gerade, die eine gekrümmte Linie in einem Punkt berührt, NUR in einem!), daraus wurde im weiteren Sprachverlauf lat. 'integer' und daraus wiederum lat. 'integrare' ="heil, unversehrt machen, wiederherstellen; ergänzen", und es geht noch weiter, die mittel-lat. machten daraus auch 'integralis' = "ein Ganzes ausmachend" oder auch 'integratio' = Wiederherstellung eines Ganzen".

Die Integration ist also das Heil machen (Ohh deutsche Geschichte!?) und wenn Mensch noch tiefer hineinspürt in das Wörtchen "Integration", dann hört Mensch die Worte: "nicht, nein" und "berühren", die Integration ist also als die Kunst des »nicht-berührens«, oder auch der NUR einmaligen kurzen Annäherung und dann nichts wie wegg.
Das haben wir deutschen Menschen hier 12 Jahre in-tensivst versucht und ...? Vergeblich? Berührt wird also inzwischen, oder? Aber jeweils nur einmal! Ganz kurz nur.

So bemerken die Leses, dass Oliver-August Lützenich mit diesem Begriff und in diesem Zusammenhang, so meine Schwierigkeiten habe und fast mutmasse, dass unsere Gefühle darin schon die passenden Begriffe suchen. Die Integration und dessen Inhalt geleiten uns Menschen nicht zu einer Gleich-Wertigkeit und einem Abbau der Selbst-Fremdheit im DaSein. Das tun andere Begriffe und andere Erfordernisse.
Die Annahme jedes Menschen von jedes andere Mensch als Gleich-Bedürftiges und vielfarbiges Ebenbild ist eine Folge unserer starken Vermehrung und der allseits steigenden Bewusstheit, dass Wir Alle (ErLebeWesen) gemeinsam in einem geradezu winzigsten "RaumZeit-Schiff" in der noch unermesslichen Kälte, Dunkelheit und Grösse des DaSein erLeben.

Aber zurück zum Heil[e] machen: Was haben die "nicht-deutschen" damit zu tun, die 'in-tedeschi'? Sollen die auch Heil machen, brauchen denn die nicht-deutschen eine Wiederherstellung? In Deutschland? (Ohne überhaupt ein Antwort auf die Frage [an]zu[er]kennen: Was ist so besonders in/am deutschen-DaSein?) Sind die "Fremden" versehrt und werden durch eine Integration in ein Land, eine Nation, in ein Volk, ein ... wiederhergestellt?
Das Innen ist Heil, das Aussen ist Fremd?
Denn die Integration betrifft ja alle Länder, Nationen, Staaten, Völker, ..., alles Innen, die etwas von Aussen einnehmen, hineinnehmen. Wenn Sie so in die Sprache hineinleuchten entdecken Sie wahrhaft seltene und auch seltsame Blüten.
Die Integration ist also vom Ursprung her das Heilemachen, das Wiederherstellen eines Ganzen. Dabei möchte ich "nicht" unerwähnt lassen, wie *ich oben bereits anklingen liess, dass dieses lat. 'in' auch "hinein, aufnehmen" bedeuten kann, so wie auch das deutsche 'in' zugleich »hinein« ist: "inwendig, innig, intim", und »falsch« ist: "inkorrekt, indirekt, indifferent". Aber zurück zum Heil[e]machen.

Ahh, jetzt verstehe ich, es ist also eher so, dass die Integration genau anders herum gemeint ist: ein separater Bereich, z.B. ein "Volk" (Gross-, Sprach-Familie?), eine Gruppe, also eine selbst-erklärte abgegrenzte Besonderheit wird durch die Integration, also die Aufnahme von "Fremdem/n" für die Gesamtheit und Vielheit der Menschheit geöffnet.
Es ist also mehr ein Prozess der Binnenöffnung, als einer der Akzeptanz, des Respekts und der Hereinnahme von Fremdem, von Anderem.
Na, das ist doch was!, so schafft die Natur ganz klammheimlich und tief in der Sprache versteckt die AnGleichung von Zerfallendem, von allzu viel Verschiedenheit (horizontal) und Unterschied (vertikal), innerhalb eines grossen Ganzen.
Das Ganze wird somit Heil gemacht, nicht bloss ein kleiner Bereich darin, kein Wunder also, dass diese ganze Heil[ruf]erei weder bei den Lateinern, noch bei den Tedeschi geklappt hat, das war die falsche Richtung, nach Innen, statt nach Aussen.

Aber was haben die Frauen damit zu tun?

Das mit der Arbeit in diesem Zusammenhang, verstehe ich ja einigermassen, denn die Integration ist mit einiger Arbeit verbunden, nach Innen, wie nach Aussen und im Aussen drumm herum, aber die Frauen? Sind die Frauen nicht schon integriert?

Ahh, ich verstehe erneut, es ist wieder anders herum: die Männer brauchen die Integration, die Männer brauchen die Wiedereingliederung in das Ganze. Du liebes bisschen ist das kompliziert, ich rauf mir hier schon die frischgewaschenen Haare, aber langsam kapiere ich die grossartige Zusammenstellung des Berliner Senats.
Phantastisch und so zukünftig zünftig.

Berlin, Berlin, Wir fahren nach Berlin, juchei.
Kein Wunder also auch, dass diese beiden Bereiche in einem Haus zusammen sind:
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Hoffentlich können Sie es lesen.
Stark, oder?
Wenn ich noch mal ganz kurz auf die Tangente verweisen darf, die in nur einem Punkt eine gekrümmte Linie berührt, was sind dann Wir: die Gerade oder die Gekrümmte?

Heil?

Und in diesem Satz hier steckt nun die Verbindung zwischen 09. und 11. November drinn.

Da fällt mir noch eine ebenfalls ambivalente kleine Episode ein.
Sie Alle kennen vielleicht die SchlussLosung von Versammlungen im Dritten Reich, auf die ich ja oben anspiele:

Parole des Redners: Sieg!
Losung der Anwesenden: Heil!

Ein besonders pfiffiger Karnevalist, - leider fällt mir der Name nicht mehr ein, vielleicht weiss ihn ja ein-Es von den Leses -, wollte Anfang der 1970er bei einer Karnevalssitzung in Köln wissen, wie tief die Versammelten noch im Dritten Reich steckten. Während einer BüttenRede, - das Publikum schweifte bereits etwas vom Redner ab, trank und schwatzte -, wollte Er die Menschen wieder einbeziehen, indem er, wie damals üblich, begann Parolen ins Publikum zu rufen, also legte Er los:

Parole: Zicke Zacke, Zicke Zacke!
Antwort [Losung]: Hoi, hoi, hoi!
Parole: Zicke Zacke, Zicke Zacke!
Antwort: Hoi, hoi, hoi!
Parole: Hipp, hipp!
Antwort: Hurra!
Parole: Hipp, hipp!
Losung: Hurra!
Parole: Sieg!
Losung: Heil!

Uh!
Betretenes Schweigen.
Vereinzeltes verlegenes Lachen.

Hier ein Link: https://www.youtube.com/watch?v=46QYGsf9IGs
Ist Heute am FaschingsDienstag, 04.03.2014, in fb eingestellt worden, als Reaktion auf die Nachricht, dass die Rektorin einer Mittelschule, die Kinder bei einer Sportveranstaltung mit dem "Ansporn": Sieg Heil, auf den Wettbewerb einstellte.
Dabei habe *ich entdeckt, dass meine Wiedergabe oben nicht ganz stimmt, macht aber nichts, aber: knapp daneben ist auch vorbei.

Damals antworteten noch fast Alle Anwesenden mit der "richtigen" Losung.
Oliver-August Lützenich wäre neugierig, wie Vielen noch Heute diese Losung (wenn Sie jetzt die zweite Bedeutung dieses Wortes kennen, garantiere ich für einen Lachanfall) auf diese Parole herausfällt, in diesem Sinne: Sieg!