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Samstag, 21. Dezember 2013

Un-Markt-lich

Vor ein paar Wochen habe ich den folgenden Beitrag, noch ein wenig roh, in die SprechLichtung eingestellt, mit der Ankündigung, ihn noch etwas zu erweitern und mit neuem Titel wieder einzustellen, was hiermit geschieht.

Wie schaffe ich es nur, das Handeln, das zwischen den einzelnen Individuen stattfindet, also auch das gesamte Markt-Geschehen, das wir Menschen in einem grossen Teil-Bereich auch Kapitalismus nennen, mit dem in jedem Einzel-Wesen stattfindenden internen Handeln zu verbinden? Mir ist einleuchtend bis fast gewiss, dass DaZwischen eine starke Verbindung besteht. Warum?
Weil auch das [Markt-]Handeln keine bewusste oder gar geplante Entwicklung ist, sondern ein Geschehen ist, das vor JahrZehntausenden aus Uns heraus entstand.
Ein-Es hatte Etwas, was ein ander-Es gebrauchen konnte, z.B. einen zugespitzten Ast, oder einen angeschärften Stein, oder auch eine grössere Menge farbigen Pulvers. Und k[aum]ein-Es verschenkte Das, was -Es da hatte.
Dieses Aus- und Ver-Handeln ist in Uns. Auch Geschenke sind immer - gut, wenn die Leses wünschen, fast immer - an eine Vor-Leistung geknüpft oder mit einer Hoffnung oder gar einer gefühlten Erwartung verbunden.
Wie geht ein Spruch: "Auch das Tod ist nicht umsonst, es "kostet" das erLeben". Den habe *ich jetzt in meiner Schreibweise etwas umgeformt.
Jedes Geben ist mit einem Nehmen verknüpft, auch wenn beide Handlungen in das RaumZeit weiter auseinanderliegen mögen. So weit, so klar.

Das Kapitalismus ist kein Geschehen, das erst ausgedacht worden ist, sondern eines, das aus Uns herausgewachsen ist.
So bemerke Oliver-August Lützenich das.
Also keine HandlungsArt, die uns Menschen von anderen MitMenschen übergestülpt worden ist. Alle Modelle und Interpretationen des Marktes sind weit weit nachträglich nach-gedacht; z.B. die von Julius von Soden und von David Ricardo, über Adam Smith, Karl Marx, Werner Sombart, Ludwig von Mises, von Hayek, Max Weber und Vielen mehr, bis zu den unten im eingestellten F.A.Z.-Essay von Emanuel Derman erwähnten aktuellen Nobelpreisträgern. Mir wird das jetzt erst langsam alles klar, denn *ich nahm auch an, das Kapitalismus sei eine von Menschen erst vor kurzer RaumZeit erfundene WirtschaftsArt.

Das Kapitalismus ist wahrscheinlich gerade deshalb auch am erfolgreichsten, weil Es dem inneren {natürlichen (tierischen)} Handeln am nächsten kommt, und all die gut gemeinten Modelle, wie das Sozialismus, das Solidarismus und Kommunismus und andere Ideen und Visionen, eben nicht. Das Kapitalismus ist somit eine körperliche HandlungsArt, die anderen Modelle sind eher vernünftige, also nach-, ausgedachte Handlungsweisen, die dem allgemeinen inneren Treiben fast - oder auch etwas - widersprechen, zumindest nicht entsprechen und daher wohl auch verschwinden oder eben nur, wie auch das Vernunft, eine untergeordnete Rolle im zwischen-menschlichen Handeln spielen. Und eins ist auch klar, das Tarnen und Täuschen ist ebenso eine ganzkörperliche HandlungsArt.

Ein kleines Loblied:
Das Kapitalismus entspricht uns Menschen noch am Meisten, es fordert und fördert die Entwicklung, die Weiter-Entwicklung des Organismus und auch der Organismen (auch Menschen) bis Jetzt noch am Besten (erinnern die Leses noch meinen Beitrag "Kapitafixmus", in der SprechLichtung?). Alle anderen Vorstellungen und Ideen dienen wohl eher einem gepflegten Phlegma. Sozialismus führte zu Stillstand. Zu besichtigen war das in der UDSSR, der DDR, genauso, wie heute noch in Kuba, in ... ?; oder auf Kuba, was ist richtig? Wie das mit dem "gut gemeint" eben so ist.

Das Kapitalismus entspricht wohl am ehesten der Kombination Magen-Darm: Hunger, Verdauen und den Abfall etwas anreichern und rausscheissen. Oder? Von mir aus auch der Kombination Lunge-Herz-Niere-Leber-Blase: Hineinsaugen oder auch Pressen und dann in Umlauf bringen und etwas angereichert mit Abfallstoffen wieder hinausatmen oder -pissen. Das Kapitalismus macht noch gewaltig Dreck, nach ebenso gewaltigem Hunger.
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SchauFenster.
Keine Ahnung, wo ich das
aufgenommen habe? Irgendwo
in Berlin.
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Aus Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 06. November 2013, von Emanuel Derman, aus dem Englischen von Michael Bischoff.

Titel: Sie wollen alles vorhersagen 

Untertitel: Ist Ökonomie eine Wissenschaft? Selbstverständlich. Nur hat sie weniger mit den Naturwissenschaften gemein als mit der Philosophie und den Geisteswissenschaften. Zutreffender ist die Bezeichnung Protowissenschaft. 

Eugene Fama, Robert Shiller und Lars Hansen sind mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet worden. Um ihre Beiträge zu verstehen, habe ich einige ihrer Arbeiten nochmals gelesen.

Fama, Professor der Finanzwissenschaft, eines Teilgebiets der Wirtschaftswissenschaften, ist durch seine Effizienzmarkthypothese (EMH) aus den sechziger Jahren berühmt geworden. Diese Hypothese besagt, dass sich unmöglich voraussagen lässt, ob der Kurs einer Aktie im nächsten Augenblick steigen oder sinken wird. Famas Veröffentlichung aus dem Jahr 1965 war eine sorgfältige Untersuchung historischer Daten und eine Analyse der Voraussetzungen, die zu der These berechtigen, Aktienkurse seien nicht vorhersagbar. Aktienkurse, so behauptete er, bewegen sich so, dass „der zukünftige Weg des Kurses eines Wertpapiers ebenso wenig vorhersagbar ist wie der Weg einer Reihe kumulierter Zufallszahlen, das heisst, wie eine sogenannte Irrfahrt oder ein Random-Walk.“ Die Effizienzmarkthypothese war eine listige Antwort auf einen Teil der Wirtschaftswissenschaftler, eine Antwort, die eine Schwäche in eine Stärke zu verwandeln versuchte: Ich bin bei Vorhersagen erfolglos, also erhebe ich das zu einem Prinzip.

Der Aktienkurs ist eine Primadonna

Zweifellos lässt sich nur unglaublich schwer voraussagen, ob ein Kurs in einem bestimmten Zeitraum steigen oder fallen wird, und in diesem Sinne zerstören Märkte effizient unsere Fähigkeit, ihre Entwicklung vorauszusagen. Man könnte Famas Hypothese mit der Theorie der Evolution durch natürliche Selektion vergleichen, da sie eine prinzipielle Aussage trifft. Man könnte sie auch mit den Kepplerschen Gesetzen der Planetenbewegung vergleichen, da sie versucht, Bewegungsmuster zu erkennen. Aber diese Vergleiche wären allzu schmeichelhaft, denn Mendels Kreuzungsversuche und die Entdeckung der Bedeutung der DNA als Erbmaterial bieten eine Fülle von Bestätigungen und Mechanismen, und Keplers präzise mathematische Beschreibung der Planetenumlaufbahnen hält der Beobachtung sehr viel strenger stand, als das für die von Fama behaupteten Regelmässigkeiten gilt.


{Das ist doch zuckersüss, da wird also das Nicht-Wissen zum Prinzip (Grundlage, Grundsatz) erhoben, mehr noch, das Nicht-Wissen wird geadelt und dadurch auch All-Es, die zu bequem sind, nach wirklichen Gründen und Ursachen (Prinzipien) zu fahnden.

Denn eins ist *mir hier klar, es hat Gründe für das Auf und Ab und die allgemeine Entwicklung von Kursen und sonstigen Börsen- und Handels-Entwicklungen. Und diese Gründe liegen im Menschen, das dieses zwischenmenschliche Handeln gestaltet (Psychologie und Soziologie und verwandte Gebiete der Menschen-Forschung) und in den aktuellen erdmondlichen Umgebungs-Entwicklungen.
Also sowohl in der Entwicklung der MarktTeilnehm-Es (Menschen-Anzahl und deren Bildungs- und zwischenmenschlicher VerhaltensStand), als auch in der technischen Entwicklung (Robotik, Nanotechnologie, BioTechnik, ... Ganz allgemein, welche Industriezweige werden wachsen, welche werden verschwinden, welche Rohstoffe werden gebraucht, wieviel menschliche Arbeitskraft ist nötig u.s.w.), in der Menge der vorhandenen Ressourcen und auch der allgemeinen erdmondlichen Befindlichkeit (Klima!).
Aber klar, auch das - die Hände in den Schoss legen und einfach alles geschehen lassen -, ist ein häufig angewandtes erLebens-Stil. Und, *ich weiss, wovon *ich da schreibe, *ich tue es noch.}


Famas Mitpreisträger Shiller ist ein Wirtschaftswissenschaftler, der sich auf die Finanzwissenschaft spezialisiert hat. Sein Beitrag bestand darin, dass er gut fünfzehn Jahre nach der Formulierung der Effizienzmarkthypothese ein Loch in dieses Gebilde bohrte. Für Fama bildete die Effizienz die Garantie für die Nichtvorhersagbarkeit der Kursbewegungen. Shillers Publikationen aus den achtziger Jahren zeigten, dass Märkte in einem anderen Sinne ineffizient sind. Er demonstrierte, dass Kurse zwar unvorhersehbar fluktuieren, aber weitaus dramatischer nach oben und unten ausschlagen als die zukünftigen Dividenden, die sie den Aktienbesitzern am Ende einbringen. Das ist sonderbar, weil in einer rationalen Welt gerade die zukünftigen Dividenden die Belohnung für den Kauf der Aktie darstellen. Man könnte sagen, Aktienkurse sind Primadonnen, während Dividenden – um die Metaphern zu vermischen – lediglich Corps de ballet sind. Aktienkurse sind im Vergleich zu Dividenden bipolar, und es zeigt sich, dass sie am Ende fallen, falls sie zu hoch sind, und steigen, falls sie zu niedrig sind. Es gibt kaum Zweifel, dass Shiller gleichfalls ein zutreffendes Muster erkannte.


{Wäre es vortrefflich, wenn die ErLebeWesen fast nur von der Logik bestimmt wären? Die Frage ist ja: Was ist Logik? Was ist eine Folgerichtigkeit von Handlungen oder auch Bewegungen?

Ist das genau zu bestimmen, was eine folge richtige Bewegung ist, welche Handlung ganz logisch einer zuvor getanen Handlung folgen muss? Mir scheint immer mehr die Logik ein Wunschbild zu sein, fast schon eine Mär; je mehr *ich davon weiss, was wirklich passiert und wie auch wir in der Vergangenheit und aktuell handeln.
Aus was besteht das DaSein? Wieviel Prozent des DaSein ist Folgerichtigkeit und wieviel ist Chaos, oder Zufall, oder UnSinn, oder Unvorhersagbar; wie die Leses wollen?
Eines ist mir klar, das DaSein ist ein geräumiger Platz für jede Menge Unsinn und Zufälligkeit. Das ist sogar ein Muss. Vielleicht ist ja sogar das DaSein der einzige Platz in den unfassbaren WEITEn des SEIN, in dem auch das Un- sein Wesen aus-erLeben darf.
Dass es immer noch Menschen gibt, die "GLAUBEN"!, dass das Mensch in irgendeinem Bereich fast ganz rational handelt und darauf sogar Modelle und Erwartungen ausrichten, erzeugt in *mir Fassungslosigkeit. Was wissen diese Menschen und Menschen-Gruppen vom persönlichen Selbst? Wenig? Und wahrscheinlich noch weniger vom umgebenden DaSein.
Es ist ja bis Jetzt noch so, dass in allen Ökonomien und deren Schulen,  und fast allen Märkten, die Umwelt (also vielleicht auch das einzelne Mensch-Selbst?) als blosse Externalität (etwas Äusseres [Nebensächlichkeit?]) bezeichnet und ebenso behandelt - oder sollte ich schreiben "misshandelt" - wird. Derweil weiss und ist jedes nur halbwegs aufrichtiges Mensch klar, dass das Mensch ohne diese UmWelt Nichts ist. Die UmWelt und deren Mit-LebeWesen und Materialien, darin auch unser AtemGas, das Wasser, all unsere Nahrung und die Grundstoffe all unserer Produkte, sind absolute und vollkommene Notwendigkeit. Wieso müssen Ökonom-Es das noch lernen?
Gestern schrieb ich einen Beitrag mit dem Titel "Blasen-Wesen", *mir kommt es fast so vor, als würde uns All-Es ein wenig mehr Öffnung der Blasenhaut (Permeabilität) gut tun. Ein gesunder Egoismus ist für uns Menschen auf jeden Fall noch nicht erreicht.}


Ökonomie entzieht sich naturwissenschaftlicher Kausalität

Manche Kommentatoren vergleichen Fama und Shiller mit Newton und Einstein, aber das ist nicht gerechtfertigt. Newtons Bewegungs- und Gravitationsgesetze erklärten letztlich Keplers Muster; und Einstein verfeinerte später Newtons Begriffe der Zeit, des Raums, der Bewegung und der Gravitation, so dass sie besser funktionierten, mit Folgen wie Atombomben und iPhones, die von der Korrektheit dieser Begriffe abhängen.

Dagegen hat noch kein Finanzwissenschaftler – und Fama oder Shiller bilden da keine Ausnahme – ein Modell vorgelegt, das eine tatsächliche Erklärung des Verhaltens von Kursbewegungen böte. Damit möchte ich Famas und Shillers Leistung keineswegs schmälern; aber es ist einfach eine Tatsache, dass die Finanzwissenschaft viel schwieriger ist als die Physik.

{D'accord. Der Markt hat so viele "Teilnehmer", da kommt die Mathematik noch nicht mit. Die Mathematik schafft bis Jetzt gerade einmal die Berechnung des weiteren Verhaltens in "komplexen" Systemen mit 3 (in Worten: Drei) "Teilnehmern". Bei mehr Teilnehmern liefern die Berechnungen nur ungültige Ergebnisse (mehr dazu hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Mehrkörperproblem). Die Physik kommt damit bis Jetzt einigermassen aus, wie wir an unseren technischen Geräten und den ausserirdischen Flügen merken. In Vielteilchen-Systemen bleiben nur Wahrscheinlichkeiten übrig (aber auch damit arbeiten die ForschEs bis Jetzt grossartig). Auch das wohl ein Grund für die "Un-Berechenbarkeit" des Marktes.}

Andere Kommentatoren haben sich über diesen Nobelpreis lustig gemacht, weil er zwei gegensätzliche Beschreibungen zu ehren scheint. Und da das in den Naturwissenschaften nicht vorkommen kann, ziehen sie daraus den Schluss, dass die Wirtschaftswissenschaft keine Wissenschaft sei. Aber das ist nicht richtig. Fama und Shiller versuchen, das empirische Verhalten von Märkten zu beschreiben, und es ist durchaus möglich, dass beide in grosser Annäherung Regelmässigkeiten entdeckt haben.

{Herr Derman ist überaus freundlich und wahrscheinlich näher an der Realität der Märkte, als *ich, mit meiner Einschätzung? Wie weit bin *ich Idealist oder gar Träumer?}

Untrennbare Verbindung mit Philosophie und Politik

Fama und Shiller haben Beiträge auf dem Gebiet der Finanzwissenschaft geleistet, einem Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaften, das sich auf das Management und die Bewertung von Vermögenswerten konzentriert. Das heisst, dass die Mathematik hier selbstverständlich eine grosse Rolle spielt. Ich bin deshalb bereit, die Finanzwissenschaft als Wissenschaft zu bezeichnen, auch wenn ich glaube, dass Thomas Kuhns Begriff der Protowissenschaft hier wahrscheinlich angemessener wäre: Eine Protowissenschaft ist keine Pseudowissenschaft wie die Astrologie, ähnelt aber dennoch „in ihren Entwicklungsmustern eher der Philosophie und den Geisteswissenschaften als den etablierten Naturwissenschaften, etwa in der Weise wie die Chemie und die Elektrizitätslehre vor der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts“. Das ist wahrscheinlich eine zutreffende Einordnung der Finanzwissenschaft, die zwar umfangreichen Gebrauch von der mathematischen Syntax der Naturwissenschaften macht, aber eine deutlich geringere Effizienz aufweist.

Bei den Wirtschaftswissenschaften stehen die Dinge etwas anders. Der verstorbene Professor Lionel Robbins hat sie so definiert: „Die Ökonomie ist die Wissenschaft, die menschliches Verhalten als Verhältnis zwischen Zielen und knappen Mitteln mit alternativen Verwendungsweisen untersucht.“ Ich zöge es vor, den Ausdruck „Wissenschaft“ in diesem Satz durch einen Ausdruck wie „Gebiet“ oder „Feld“ zu ersetzen. Ziele und Zwecke werden von Menschen gewählt – das ist eines der letzten Rechte, die uns als Individuen vorbehalten bleiben. Obwohl die Finanzwissenschaft eng mit der Mathematik verbunden ist, sind Ziele und Ökonomie doch untrennbar mit Philosophie und Politik verknüpft. Der traditionelle PPE-Studiengang an britischen Universitäten (Philosophy, Politics, Economics) ist die angemessene Zusammenstellung. Die Ökonomie vermag sich nur als Wissenschaft zu verkleiden, indem sie entweder vorgibt, dass die Ziele offenkundig und universell seien, oder indem sie deren Rolle gänzlich ignoriert.

Keine Scheinwissenschaft

Naturwissenschaft verfährt reduktiv. Sie sucht nach Prinzipien, die das Verhalten beobachteter Systeme kausal erklären. Die auf diesen Prinzipien basierende Technik ist konstruktiv. Sie versucht Geräte und Vorrichtungen zu bauen, die so funktionieren, wie man es beabsichtigt hat. Die mechanische Technik basiert auf den Newtonschen Gesetzen, die Elektrotechnik auf den Maxwellschen Gleichungen u.s.w. Die Naturwissenschaft bietet die Autorität, auf deren Grundlage die Technik vorzugehen vermag.

Im Blick auf den Nobelpreis für Fama und Shiller hat Ray Chetty, Professor für Ökonomie in Harvard, kürzlich in der „New York Times“ einen Artikel mit dem Titel „Ja, die Ökonomie ist eine Wissenschaft“ veröffentlicht. In Chettys Biographie findet sich der Hinweis, er verbinde „empirische Forschung mit Wirtschaftstheorie, um eine effizientere staatliche Politik zu ermöglichen“. Zu Beginn seines Artikels äussert er die Sorge, die Menschen könnten meinen, die Ökonomie sei „ein wirres Fachgebiet, eine Scheinwissenschaft, deren Ergebnisse keine brauchbare Grundlage für politische Entscheidungen“ bieten könnten. Es bekümmert ihn, dass die Menschen die Fähigkeit der Ökonomie anzweifeln könnten, „politische Entscheidungen durch empirische Befunde statt durch Ideologie“ zu untermauern.

Manipulation durch politische Technologen

Warum legt Chetty solchen Wert darauf, dass die Ökonomie als Wissenschaft gilt? Weil er wie alle, die politische Technologie betreiben, darauf angewiesen ist, dass die Ökonomie als Wissenschaft gilt, um die Illusion aufrechtzuerhalten, dass politische Technologie auf einem gesunden und unwiderleglichen Fundament ruhe. Politische Technologen wie die „Nudgers“ brauchen die Illusion einer geistigen Verbindung zur echten Wissenschaft Newtons, Maxwells, Darwins und Einsteins, um den Universalitätsanspruch der von „ihnen“ für „andere“ entworfenen Politik zu untermauern, obwohl diese Politik keineswegs ideologiefrei ist.

Ich fürchte, viele Ökonomen wissen nicht sonderlich viel über echte Wissenschaft und deren Effizienz. Ich habe den Verdacht, dass einige von ihnen zu viel Zeit auf das inzestuöse Spiel mit ökonomischen Modellen verwenden, die sämtlich von zweifelhafter Zuverlässigkeit sind. Ich fürchte, wenn ihre Modelle überhaupt funktionieren, dann nur an einem bestimmten Ort, in einer bestimmten Gemeinschaft und zu einer bestimmten Zeit. Viele Ökonomen haben gar keinen Sinn für die Effizienz von Modellen, weil sie nie ein wirklich erfolgreiches Modell gesehen haben. Ich fände es gut, wenn alle Ökonomen verpflichtet würden, einen Kurs in Newtonscher Mechanik zu belegen, damit sie wissen, was ein wirklich gutes Modell zu leisten vermag, und sich danach Modellen menschlichen Verhaltens mit grösster Demut nähern.

Ziele und Zwecke sind nicht universell. Die Menschen sind nicht dazu da, ihr Verhalten von politischen Technologen manipulieren zu lassen. Auden hat einmal in einem etwas anderen Kontext geschrieben: „Wie alle Behavioristen wendet er seine Dogmen nicht auf sich selbst an.“
Ende FAZ-Essay.

Da habe *ich oben in meinen Zwischenkommentaren schon fast von Herrn Derman abgeschrieben. Oder bin zumindest ähnlicher Meinung.
Fakt ist, dass die Märkte bisher einigermassen gut funktionieren, nur für Wen und Was?

Denn die GrundFrage lautet doch: Was kann das zwischen-menschliche Handeln - also auch alles Dienstleisten, Produzieren (Nahrung und Waren), alles Forschen und alle Kunst - sicherstellen, gewährleisten und bewirken?
Und was davon leistet die aktuelle zwischen-menschliche Handlungsart?

Die Spanne reicht dabei wie in jedem Handlungsbereich von 0 bis 100 Prozent.
Vom verdursten, verhungern, von völliger Unbildung, persönlicher Entwicklungs- und allgemeiner Fortschritts-Behinderung, von der Verweigerung der Geborgenheit und Anerkennung als vollwertiges Mitglied der erdmondlichen EsLebens-Gemeinschaft, bis hin zu: "mir fehlt nur Eins, die Antwort auf die Frage: Was können Wir noch verbessern?".

Bisher sind viel zu viele MitMenschen weit unter 50% der bestmöglichen Versorgung mit Gefühlen, Waren und Kunst; viele unserer Mit-EsLebeWesen ebenso, manche vegetieren sogar nahe 0, sind also kurz vor dem Aussterben, oder nur noch "Fabrikware", zum Fressen gern.

Die längeren Leses wissen, dass in *meinen Sätzen kein Vorwurf enthalten ist, sondern ernstliches Interesse an einer Steigerung unseres erdmondlichen Wohlergehens.
Wie ich schon öfter hier geschrieben habe, ist mir klar, dass an kaum einer Ware, Ressource, Energie und Emotion ein Mangel ist. Allerdings gibt es bis Jetzt einen Mangel an Organisation und passender Bewertung des Geschehens und der Möglichkeiten im und vom DaSein.
Oder ist das falsch? Keine Ahnung.
Schönen Sonntag.

Dienstag, 17. Dezember 2013

Null-Druck-Material

Zügeln Sie bitte ihren Ernst.
Hier reitet die Lachhaftigkeit.
Geht noch weniger als 0 (Null)?
Die Meisten werden spontan sofort verneinen. Weniger als gar nichts, werden Diese spüren ist nichts drinn. Nur die Ökonomen werden leise lächeln und wissend den Kopf neigen und insgeheim die Schulden summieren, die ihre Bilanzen zieren. Hihihi, ja klar geht weniger als da ist und ein-Es hat, genau darauf sind doch die Banken und im weiteren die inzwischen ganzen VolksWirtschaften aufgebaut, auf Miesen, auf weniger als Null, auf Schulden. Und ich kann Ihnen da DrAussen schreiben, ach, das wissen Sie ja bereits genauso wie ich, Wir haben inzwischen Schulden angesammelt, in diesem kleinen Planeten-System, die kann ein-Es alleine gar nicht mehr aufzählen, soooo viele Nullen hängen da vor dem Komma oder dem Punkt drann, das kann ein Mensch nicht mehr [er]fassen.

Also: Geht noch weniger als 0?
Klar, es geht immer was, auch wenn Nichts mehr da ist, dann erfinden Wir eben etwas, BitCoins zum Beispiel, oder auch Goldpluffs oder von mir aus auch Stiebeldruggs, zwei Stiebeldruggs, ergeben dann 1 Goldpluff und schon gehts los, aus Nichts wird ruckzuck Etwas, vielleicht sind Wir - und damit meine *ich hier das gesamte DaSein - auch so aus dem Nichts gezaubert worden, manche PhysikEs behaupten das ja bereits seit JahrZehnten, und die MathematikEs geben Diesen dann auch gleich die entsprechenden Gleichungen an die Tafeln: 0 = Irgendwas. Muss ja nichts konkretes sein, so wie die Ökonomie ja auch eigentlich nichts konkretes ist. Aber wichtig. Und: Irgendwas <= (kleiner gleich) Null; ist auch Etwas und sogar besonders wichtig.  Oder liege ich da falsch?
Ja, bestimmt; und wie komme ich jetzt auf diesen Beitrag, aus der SprechLichtung, den ich Heute hier etwas modernisiert einstelle?

Ab hier: Der Beitrag war solala erfolgreich (< 100 Ansichten), mit dem Titel: Plasmatiker.
Ein Plasma ist ein unaufgeladener, weitgehend neutraler Zustand der Materie, also z.B. ionisiertes Gas, das sind GasMoleküle, die weitgehend von den Elektronen entzweit oder auch befreit sind. Materie, die aus der Form gerät, die die Stabilität verliert, die die Haut verliert und das fliessen beginnt.
Das Quark-Gluonen-Plasma (QGP) ist dann die völlige Auflösung jeder Form und Farbigkeit, Materie wird zum wabernden unsichtbaren ?
Kann ich Brei dazu schreiben? Denn ein Brei ist ja noch etwas Konkretes, für Uns Menschen sogar essbares, aber ein Plasma ist fast ohne Konkretion und ganz und gar nicht essbar, also würde die Metapher des Breis ziemlich danebengehen, eine falsche Vorstellung erregen.
Plasma, gerade das QGP ist pure Möglichkeit, ist Potential für ...; für eigentlich fast AllEs und All-Es, was wir Menschen uns so vorstellen können. Aus einem Plasma aus Wasserstoff- und Helium-Atom-Kernen und noch einer Winzigkeit Stickstoff-Atom-Kernen, mit einer enormen Menge an freien beweglichen Elektronen[-Energie], sind Wir entstanden, soweit so bekannt und mit Wir sind das gesamte Material gemeint, welches auch wir Menschen sind, und für Uns mit unseren Händen greifbar und mit unseren Augen sichtbar und mit der Zunge schmeckbar und mit der Nase riechbar ist.

Aber da ist noch mehr, mehr als Wir bisher ersinnen und damit auch einigermassen verworten können, was Wir vielleicht erfühlen und erspüren und davon beeinflusst und bestimmt werden, was aber noch im un-bewussten ist. Vielleicht? Ich bin kein Esoteriker, oder Mystiker oder gar Phantast. Wir sind eine sehr neugierige Lebensform, wir forschen und forschen und entdecken mehr und aufdecken noch mehr, was noch Momente vorher unbekannt und unfassbar und für viele sogar unvorstellbar war.

Das Plasma hat Form angenommen, Wir Erdmondlichen sind eine Vielfalt davon, Was weiss, was noch so Alles in den enormen WEITEN des Universums herum- und herausformt?
Plasma ist eine Übergangsförmlichkeit und nicht der Grundstoff, der Grundbaustein, besser: die Grundbestandteile der Wirklichkeit, genauer: der förmlichen Wirklichkeit.
Von den Uns bisher bekannten Plasma-Zuständen ist das QGP das Vielfachste, -> das Vielfachste deshalb, weil es die meisten Möglichkeiten zur Form- und Farbannahme enthält, es ist fast pures Materie-Potential ohne Einschränkung, fast ohne - denn die Einschränkungen kennen Wir noch nicht -. Die einfachsten Plasma-Zustände sind die von Gasen, also z.B. ionisiertes Argon-Gas.
Oliver-August Lützenich bin gebändigtes Plasma. Beschränktes Plasma.

Eine ZwischenIdee, oder auch ein Konzentrationsverlust, aber ich komme auf das Thema zurück, versprochen - verschrieben? -.
Immer wieder wird mir klar, dass die EsLebendigkeit im Grunde eine permanente Einengung ist, eine, die den Beschränkten, den Eingeengten versüsst wird, aber eben eine Spanne, eine Phase, Etwas mit Anfang und Ende, Etwas mit eingehegter Form und abgeregelter Farbigkeit.
DaSein ist gebändigtes SEIN.

Wissen die Leses, dass jeweils nur ein paar zehntausend Menschen den Alltag und die Grenzen des jeweiligen DaSein verlassen dürfen, um in die Weiten und Fernen ausserhalb der Haut zu fühlen und zu spüren (z.B. auch Denken), es ist stets nur einer ganz kleinen Anzahl gestattet, die Alltäglichkeit auszudehnen. Nicht zu verlassen, das geht nicht, aber die Haut ein wenig aus dem üblichen ins unübliche, ins unbekannte auszudehnen, wobei ganz klar ist, dass das Uns Allen möglich ist: Jedes Mensch ist die Fähigkeit dazu, aber die Fertigkeit ist jeweils nur wenigen gestattet.

Von diesen Wenigen, wäre *ich gerne Eines, ich versuche es gerade, aber ich tue es noch nicht, die Leses merken das, es bleibt beim Versuch, die Tat ist mir noch verwehrt, ich stuppse die Haut noch an, ohne sie wirklich in ein Ausserhalb, ein Jenseits, ein Unfassbar oder gar ein Unvorstellbar auszudehnen, und ich würde es auch nur gerne machen, wenn Alle mir dabei folgen möchten, ich bin so ein Vorsichtiger, ein Schüchterner, aber vielleicht ist das ja genau die Grundvoraussetzung dafür, denn ein Alpha-Irgendwas wirkt ja jeweils nur auf die Innenwelt einschüchternd und einhegend, dem Alpha fehlt aber jeweils der Mut zur Neuerung, bitte, zur wirklichen ErNeuerung!, nicht einer Revolution, also einem blossen Umkrempeln der gegebenen Verhältnisse, ein Schrank, der neu eingeräumt wird, die Hemden diesmal in die rechte Schublande und die Hosen weiter nach oben, oder so ähnlich, nur als unzulängliches Kurzfilmchen.

Alpha-Irgendwas ist für mich als Beobachter: Über-mut, und Sie wissen, der tut selten gut. Mir geht es um Mut, nicht Unter-mut, also Feigheit, mir geht es um den guten Mut, der mit gesättigtem Vertrauen durch reichlich erlebtes Fühlen und umfangreiches Wissen vom DaSein und aus dem DaSein und mit gedämpfter Angst, also mit Vorsicht, einfühlt und ausspürt und spekuliert.

Dabei bin Oliver-August Lützenich gerne "nur" ein Ζήτα (Minuskel: ζ), die Kennes in(mitten von) den Leses wissen, das ist der 7. Buchstabe des griechischen Alpha(na ja, ist halt so benannt)bets. Es steht in der Mathematik als Zeichen für die Riemannsche Funktion und in der Meteorologie für die Wirbelstärke eines Systems. Mir genügt es, das Siebte (ζ) zu sein, noch, aber ist Άλφα nur immer das Stärkste, das Bestimmende, das Andere »hemmende«, was es bisher ist, wenigstens so bezeichnet wird.
Meist natürlich - oder sollte ich "Selbst-verständlich" schreiben? -, die »Männchen« einer Spezies, seltener auch die »Weibchen«, bei Spinnen zum Beispiel. Das Stärkste hemmt die Schwachen, schüchtert sie ein, marschiert voran und stirbt im Kampf oder siegt, Alpha ist kämpfen, ich bin für Mut und Achtung, ich bin für das aufmerksame und respektvolle Erforschen des Bekannten und des Vielleicht.

Wie komme ich jetzt zum Plasma zurück?

Plasma ist Möglichkeit. Noch ungestalt und alle Farben.
Kennen Sie eine bereits bekannte aber noch anfängliche Technik: die 3D-Drucker?
Aus Masse Form gewinnen, aber anders, als Uns das bisher möglich war, also aus einem Block (Erz, Stein, Holz, ...) eine Form schmelzen, fräsen oder herausmeisseln, oder wie aus einem Rasierschaum- oder Sahnespender eine Form spritzen, sondern aus einem Materi[e/-al]mix, fast in Atome zerlegt, neue Materialien oder auch bekanntes Material Punkt für Punkt, Struktur für Struktur aufzubauen. Der Anfang für ganz neue Techniken, Dinge zu fertigen und zu gestalten. Zum Beispiel auch Lebensmittel.

Noch eine ferne und unbekannte Melodie, vielleicht etwas misstönend in den Ohren oder gar kratzig im Hals, aber bestimmt bald keine phantastische Theorie mehr. Alles, was aus Materie besteht, also aus ... ?
Die Leses wissen schon, ist bald mit den weiterentwickelten Methoden der Nano (= 10−9), oder bald auch der Piko (10−12) oder gar Femto (10−15)-Technologie herstellbar, aus einer blossen Plasma-Wolke oder einem -Saft, aus den jeweils benötigten Materiebestandteilen.
Wir brauchen bald keine Mit-EsLebewesen mehr "züchten" und töten und keine grossen Flächen für Gemüse und Obst und ... zu »bebauen«, um für feinste und reichhaltigste Nahrung zu sorgen.

Kommt den Treckies das bekannt vor? Klar. Was (Er + Sie + ? = Was) hätte das gedacht, dass das nicht blosse Einbildung oder Phantasterei ist und bleibt, sondern mit den geeigneten Werkzeugen, der Technik und vor allem: dem geeigneten Wissenstand, auch umsetzbar ist.
Der Anfang ist bereits gemacht, lesen Sie dazu vielleicht auch den folgenden Artikel:

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DaZwischen der Blog-Autor
Vielleicht etwas unvorteilhaft, aber im Licht.
Lächeln Sie, aber lachen Sie nicht.
Foto vom Oktober 2012.
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Aus Der Tagesspiegel, vom 28.10.2012, von Markus Fischer
Titel: Revolution oder Humbug: Koteletts zum Ausdrucken
Untertitel: 3-D-Drucker können Alltagsgegenstände herstellen. Bald sollen sie gar Lebensmittel drucken können. Skeptiker halten das für Spinnerei. Andere hingegen glauben an eine neue industrielle Revolution.

Es ist der 3. Oktober 2032 morgens um zehn Uhr. Kaffeeduft in der Küche, man setzt sich. Dann fällt auf: Es ist Feiertag und keiner hat daran gedacht, Eier zu kaufen. Aber der Ärger währt nur kurz, denn einen Moment später erscheint auf dem Laptop die Internetseite des Supermarkts. Dann noch den Küchendrucker anschalten, der die Mikrowelle ersetzt hat. Ein Klick auf „Drucken“, und mit einem leisen Surren setzt sich der Druckkopf des Küchendruckers in Bewegung. Die Eiweißmoleküle werden herausgepresst und langsam, Schicht um Schicht, baut der Drucker die Schale, Eiweiß und Eigelb. Nach ein paar Minuten ist das Ei fertig und kann gegessen werden.

Das Frühstück ist gerettet.

So könnte die Zukunft aussehen, wenn sich das sogenannte „Bioprinting“ im Alltag durchsetzt. In den USA haben Mitarbeiter des Biotechnolgie-Start-ups Modern Meadow angeblich bereits ein Schweinekotelett ausgedruckt, gebraten und gegessen. Das künstliche Stück Fleisch besteht aus Schweinezellen aus der Petrischale, die Muskelfleisch formen, wenn sie richtig zusammengesetzt werden. Bioprinting soll die Ökobilanz der Fleischesser aufbessern: Das entstandene Kotelett hat weder Unmengen an Weidefläche verbraucht noch wurde ein Tier auf engstem Raum in Industrie-Ställen gehalten.

„Das ist ein Werbe-Gag“, sagt Zukunftsforscher Robert Glaßner vom Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung aus Berlin. Er ist skeptisch, ob Bioprinting den Lebensmittelbereich in der Masse revolutionieren könnte. „In einem Bioreaktor Tonnen von Tierzellen zu produzieren und zu ernähren, ist schwierig“, sagt Glaßner. Zudem fielen Unmengen von Abfallprodukten an, die entsorgt werden müssten. Glaßner hält den Ansatz in der Lebensmittelproduktion nicht für wirtschaftlich. Bioprinting sei in naher Zukunft eher in Spezialbereichen wie der Medizin relevant. Seit der japanische Mediziner Makoto Nakamura vor knapp zehn Jahren feststellte, dass die Tröpfchen von Tintenstrahldruckern dieselbe Größe wie menschliche Zellen haben, träumt die Wissenschaft davon, dass man mithilfe von Stammzellen menschliche Ersatzorgane quasi ausdrucken kann.

Während Ersatzorgane und gedrucktes Essen doch noch eher Science-Fiction sind, begeistern 3-D-Drucker immer mehr ambitionierte Hobbybastler. Sie drucken Schmuckstücke, Spielzeuge oder Modelle aus Kunststoff. Inzwischen kosten Heimdrucker, die selbst zusammengebaut werden müssen, weniger als 1000 Euro – mit ihnen kann man aber nur wenige Zentimeter große Objekte drucken.

Die 3-D-Drucker ähneln vom Prinzip her den herkömmlichen Druckern: In der günstigeren Variante werden aus Druckerpatronen Kunststofftröpfchen gepresst, ein Metallarm fährt dazu über eine Platte und druckt das Objekt mikrometergenau Schicht für Schicht aus. Der Prozess kann mehrere Stunden dauern. Teurere Varianten können mehr: Hier wird durch eine bewegliche Leiste ein Polymer-Gips, der an Mehl erinnert, von einer Wanne in eine andere geschoben. Dort verklebt dann ein weiterer Metallarm, an dem eine Druckerpatrone befestigt ist, das Material und kann es auch mit Farbe versehen. Wird statt dem Gips ein Metallpulver verwendet, braucht man ein noch teureres Gerät, dass mithilfe eines Lasers das Material in Form bringt.

Chris Anderson, Chefredakteur der amerikanischen Technologiezeitschrift „Wired Magazine“ und Autor des Buches „Makers – The New Industrial Revolution“, prognostiziert, dass 3-D-Drucker in naher Zukunft in jedem Haushalt zu finden sein werden. In Zukunft könne deshalb die Warenproduktion von Asien wieder in den Westen zurückkehren, denn man brauche kein Heer von billigen Arbeitern mehr, sondern Designer. In das gleiche Horn stößt die US-amerikanische Denkfabrik Atlantic Council – sie sieht durch 3-D-Drucker eine zweite industrielle Revolution heraufziehen.

Es werde so bald keine 3-D-Drucker für zu Hause geben, sagt dagegen Bernhard Voslamber vom Berliner 3-D-Modelle-Drucker Object-Plot, das sei noch etwas für Freaks. Mit den billigsten Druckern, die für Hobbybastler produziert würden, könne man ohnehin nichts Sinnvolles drucken. Hinzu komme, dass der Heimanwender in der Lage sein muss, mit einem 3-D-Programm am Computer eine Vorlage für den Drucker zu erstellen, die dieser dann auch ausdrucken kann. „Es ist naiv zu glauben, der 3-D-Drucker sei ein Massenprodukt“, sagt Voslamber entschieden, weder für zu Hause noch in der Wirtschaft. „Wir werden nicht erleben, dass plötzlich nur noch 3-D-Drucker zur industriellen Produktion eingesetzt werden, um Werkzeuge oder Ersatzteile herzustellen, der herkömmliche Spritzguss ist viel günstiger und schneller.“ Für den professionellen Einsatz kann das Material für den Druck einige hundert bis tausend Euro kosten. Der Hobbydrucker zahlt für ein Kilo PLA knapp 30 Euro.

Häufig verwendete Kunststoffe für den 3-D-Druck sind Polylactide (PLA), sie werden aus Milchsäure hergestellt. PLA wird auch bei Prothesen oder Verhütungsmitteln benutzt, weil sie keine giftigen Abbauprodukte enthalten. Einer ihrer Grundstoffe ist Milchsäure, die zum Beispiel durch die Vergärung von Milch oder Molke gewonnen werden kann.
Die Nachfrage nach Biokunststoffen wie PLA ist bislang gering: Knapp 1,1 Million Tonnen wurden 2011 weltweit produziert, sagt der Branchenverband European Bioplastics, gegenüber etwa einer Million im Jahr 2010. Mehr als ein Drittel der weltweiten PLA-Produktion findet in Asien statt, was an der These von der industriellen Revolution, welche die Arbeit wieder zurück in den Westen bringt, zweifeln lässt. Vielmehr bleibt alles beim Alten: Die Geräte stehen hierzulande und die Rohstoffe kommen aus Entwicklungs- und Schwellenländern.
Ende Tagesspiegel-Artikel

Seit dem ich den Beitrag: "Die Jetzt-Welle", im Oktober 2012, geschrieben hatte, bin ich verunsichert, ob die allgemeine Auffassung der RaumZeit-Richtung noch stimmt, diese allgemeine Auffassung ist, dass die RaumZeit aus einer Vergangenheit kommend oder stammend, zu einer Zukunft entwickelt, geformt wird und Wir DaSeienden stets an der Vorderfront dieser Entwicklung esLeben und esLeiden, im mitschwingenden Jetzt.
Die Vergangenheit als das Zurückliegende und die Zukunft als das VorausDaSeiende, aber ist diese Vorstellung, Einstellung passend?

Wenn das DaSein eine Projektion ist, also das Ergebnis einer bereits vorauslaufenden Entwicklung, eines bereits erzielten Ergebnisses, dann wäre die Zukunft nicht Ergebnis-offen, sondern weitgehend beschlossen und fertig, die Freifläche, die winzige veränderliche RaumZeit-Phase, läge dann in dem DaZwischen, zwischen dem Projektor und der Projektionsfläche, in den dort herumfliegenden Staubpartikeln oder der Atemluft, die ein leichtes Flirren in die Projektion einwebt. Aber wo ist dann die Richtung? Wenn die Vergangenheit und die Zukunft weitestgehend geschehen sind?

Noch einmal kurz zurück an den Anfang dieses Beitrags.
Ist es nicht phantastisch, das Wir nichts konkretes Wissen, weder woher AllEs und All-Es kommt, noch worin Wir hier Alle sind, noch wohin das AllEs und wir All-Es hin entwickeln und doch tun wir leidig bis fröhlich dahin und daher und machen aus Nicht jede Menge Etwas und hinterlassen vielleicht einen riesigen gigantischen Schulden- oder Müllberg, ohne den Hauch einer Ahnung von das ALLES. 
Also wenn das nichts ganz und gar phantastisch ist, na dann weiss ich nichts, oder?
Aber genau so isses.
....au.

Freitag, 13. Dezember 2013

Das Übel der Gewöhnlichkeit?

Achtung! Dies ist eine übliche Überführung. Es besteht also keine Rutschgefahr.

Wahrscheinlich brauche ich für die Leses nicht mehr erwähnen, dass es für mich hier in diesen Blogs und auch im ausserbloggigen Drummherum, darum geht, der Üblichkeit zu entkommen, der Gewöhnlichkeit ein Schnippchen zu schlagen, wie es etwas aggressiver heisst. Die Gewöhnlichkeit, die ein-Es so schön einlullen kann, weil dieses Tun so sparsam ist, weil dieses Handeln so wenig Denken und Bewusst-Sein [ein]fordert und erst recht keines davon fördert: Mensch macht halt. Mensch tut halt, was Mensch immer so tut.
Und eines ist den Leses klar: Oliver-August Lützenich bin das Gewöhnl*ichste schlechthin.

Was würde das Mensch-sein, wenn Es mehr AusserGewöhnlichkeit wagt? 

Ab hier das Beitrag von 10/2012 aus der SprechLichtung
Das Übliche ist das Gewöhnliche, ist das Meiste, ist das Dauerrauschen, das überhört wird. 
Das Übliche bitte.
Die gewöhnliche Mitte, in die fast AllEs und All-Es drängt (drängen muss! --> Gravitation), die allgemeine Sitte, das normale Handeln. Bin ein wenig unsicher: Aber habe ich genug Beispiele zur Einführung erwähnt?

Das Übliche ist, dass ein Apfel fällt, das Übliche ist, dabei gewöhnlich und bestenfalls nur dem Fallen zuzusehen.
Das Un-Übliche ist, zu fragen: Warum fällt der Apfel nach "unten"?
Könnte ja auch davonfliegen.

Das Übliche ist, dass die Sonne jeden Tag im Osten aufgeht und es dann hell und heller wird, das übliche dabei ist, es gewöhnlich einfach hinzunehmen.
Das Un-Übliche ist, zu fragen: Warum geht die Sonne jeden Tag im Osten auf und noch un-üblicher ist die Frage: Warum ist dieses rundliche Etwas Da überhaupt am "Himmel" und warum ist das kugelige Etwas Da oben eigentlich so un-gewöhnlich hell!?

Ein bekannterer Philosoph hat dieses Phänomen einst in folgende Worte gefasst:
Ludwig Wittgenstein in "Philosophische Untersuchungen", PU 129: »Die für uns wichtigsten Aspekte der Dinge sind durch ihre Einfachheit und Alltäglichkeit verborgen. (Man kann es nicht bemerken, - weil man es immer vor Augen hat.) Die eigentlichen Grundlagen seiner Forschung fallen dem Menschen gar nicht auf. Es sei denn, dass ihm dies einmal aufgefallen ist. - Und das heißt: das, was, einmal gesehen, das Auffallendste und Stärkste ist, fällt uns nicht auf.«

Das Übliche ist ein tägliches Verlangen, welches Wir jedoch fast ALLE überspüren und auch noch überfühlen. Es verlangt Uns, aber Wir fühlen Es nicht, Wir spüren es nicht, nur eine winzig kleine Anzahl fühlt und spürt Es irgendwann und fragt: Was ist da und Warum?
Menschen kommen mit dieser Frage ins DaSein hinein, aber meist wird diesen jungen Menschen das Fragen ausgetrieben, ausgetrieben, ausgetrieben, weil *ich dabei auf  Kein-Es mit dem Finger zeige und schuldig rufe, sondern in *mich spüre und herausfinde, dass auch *ich vor lauter Alltagsbewältigung und Einordnung in die normale (übliche?) Menschlichkeit, das Fragen fast schon vergessen habe. Es braucht Arbeit und Genuss, um diese, im Vergleich mit der Gewöhnlichkeit, kleine Lust aufrecht zu erhalten.

Fast Alles ist üblich.
Üblich ist fast Alles.
Gewöhnlichkeit ist.
Ohne Üblich nichts.

Klar ist, dass ohne Gewöhnlichkeit Alles vorbei ist, weil das DaSein einfach üblich ist, weil die Lebendigkeit ohne Üblichkeit nicht ist, weil Natur einfach üblich ist.
Schwirrt Ihnen die Gedanken-RaumZeit vor lauter Üblichkeit? Auch mir schwirrt die Wort-RaumZeit, vor so häufiger Üblichkeits-WortBildung, und dabei noch die Nähe zur Übelkeit, da wird die Üblichkeit schnell zur Übelkeit, so nah wie die "beiden Lautfolgen" beieinander stehen.

Ist das DaSein entstanden aus Üblichkeit, oder doch aus Übelkeit? Nein.
Etymologie: Die Üblichkeit entstammt aus der Übung, also dem wiederholten Tun, um eine Fähigkeit zur Fertigkeit auszubauen; und die Übelkeit entstammt aus dem "über", dem mehr als genug, dem mehr als gut, dem mehr als üblich oder gewöhnlich erhältlich oder bekömmlich ist. Ist das "Über" inzwischen zur Gewöhnlichkeit geworden?
Verschmilzt gerade die Übelkeit mit der Üblichkeit zur Gewöhnlichkeit?

Genug der Fragen, die sind nicht üblich!
Hätte Isaac Newton doch nicht den Apfel befragt, oder war es die Erde, die Er befragte?
Hätte, wäre, könnte, wollte, sollte, würde nur die Gewöhnlichkeit DaSein, käme Nichts besonderes dabei heraus, stets nur das Übliche.
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Das ist üblich, oder? Noch?
(Ein Motto der Berliner Schaubühne
am Lehniner Platz, im Jahr 2012 .)
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Kleine Provokation (lat. 'pro-vocare' = "heraus-rufen"): Sind Sie üblich?
Bin Oliver-August Lützenich üblich? Ja, sehr, mir schaut kein-Es besonders nach, *ich errege keinerlei Aufsehen, wenn ich vor die Tür gehe, auch nicht bei Bekannnten, Freunden, Nachbarn, ich bin ein gewöhnliches Mensch.
Die Tatsache ist jedoch, dass *ich es gerne wäre: Ungewöhnlich. UnÜblich.

Aber bei dem Gedanken wird *mir etwas übel. Kein Wortspiel, Wirklichkeit. Daher lebe *ich die Un-Üblichkeit nur in Worten aus und da auch nur zart und vorsichtig, um ja nicht zu sehr anzuecken, ich bin wahrlich noch kein Jandl, oder ein Kafka, oder Beuys, oder gar ein Schlingensief.
Nein, Oliver-August Lützenich bin die Üblichkeit.

Aber wollen Wir nicht alle auch Un-Üblich sein, etwas abweichen von der Gewöhnlichkeit? 
Dabei ist anzumerken, dass die Üblichkeit keine vollkommene Uniformität bedeutet, wie Wir DeutschÖsterreichen das ja bereit ausprobiert hatten; NEIN!
Die Üblichkeit ist, wie alles im DaSein ein flexibler Bereich, kein Punkt oder Strich, die Üblichkeit ist eine Spanne von ..., bis ..., die der Masse erlaubt ist und von der Masse auch eingehalten wird, bis auf eben immer mal wieder ein paar Ausnahmen.
Bis auf ein paar Ausreisser, bis auf jeweils stets nur ein Paar, in unserem Fall, wenige Menschen, die in diese UnÜblichkeit geschickt werden, um mal etwas Neues auszuprobieren, und zwar etwas wirklich Neues, nicht bloss ein "neues" Leckerli, eine "neue" Maschine, oder auch einen bisher ungewöhnlichen Käse oder Rotwein.
Nein. Die etwas ausprobieren oder entwickeln, das bisher nicht gegeben war, und jetzt denken Sie bitte Nicht an Apple und diese iSachen, schauen Sie mal Star Treck und Sie werden den Designern und Phantasten dort danken, für all die iSachen, die es dort schon im "23. Jahrhundert" gab, so kleine Mobiltelefone und Tablet-PCs und 3D-Plotter/Drucker, das war ungewöhnlich. Apple, Google, facebook, Siemens, BMW, ... sind purer Konformismus, sind Sie jetzt enttäuscht, ich nicht, Irgendwas musste diese Ideen doch Strassentauglich machen, warum also nicht z.B. Apple.

Die Üblichkeit ist - wie ALLES innerhalb des RaumZeit - auch im Wandel, was Gestern üblich war, ist Heute ungewöhnlich, was Heute gewöhnlich ist, wird bereits über-Morgen unüblich sein.
Wir wachsen aus dem 2D-Dasein in ein 3D-Dasein hinein, das ist üblich, so ist das DaSein beschaffen, das muss Es tun: Wandeln, Wachsen, Wundern, aber meist "weiter so".
Das 3W-Dasein.

Und Wir erweitern dabei auch stets den Bereich des UnÜblichen aus, besser: das DaSein fordert in Uns Allen (LebeWesen) die Ungewöhnlichkeit auszubauen, so empfinde ich das, das Natur fordert auch uns Menschen zur UnÜblichkeit auf.

Für die Philosophen in(mitten von) Ihnen eine Spekulation: Für das SEIN ist das DaSein eine UnGewöhnlichkeit, eine - vielleicht - ErScheinung der Unüblichkeit, nämlich eine Form (FliessHindernis?), in der Formlosigkeit, im Wandel.
Aber bitte mit einem Tempo, das das SEIN diesem unüblichen Geschehen Da (in seiner Mitte?), folgen kann, also nur langsam die Einförmigkeit verlassen und zur VielFörmigkeit werden.

Ganz langsam, bitte, weil sonst platzt das ALLES (das SEIN) vielleicht auseinander, vielleicht, weil, wenn Etwas platzt, dann wohl nur in Etwas anderes hinein; und gibt es Etwas anderes, als das SEIN? Nein, also platzt DAS auch nicht, auch wenn ES schneller wandelt, oder?; oder gibt es einen anderen Faktor, der schnelles Wandeln nicht erträgt?

Irgendeinen muss es geben, sonst wäre nicht alles so behäbig, sonst wären die Kräfte der Beharrlichkeit im DaSein nicht so stark.
Oliver-August Lützenich wäre nicht so behäbig, so gewöhnlich, so beharrlich vergangen, so hartnäckig der frischen Luft, dem klaren Wasser, dem GrauBrot und den Weisswürsten und Ihnen und der Üblichkeit zugeneigt, und das bin ich. Punkt.
Ende der Spekulationen.

Bisher liegt die Ungewöhnlichkeit fast nur auf der Oberfläche, an den Rändern, ist auf die groben Einheiten des Ganzen verteilt, aber nur wenig in der Einzelheit - des Selbst - zu finden, es gibt Menschen mit hellerer Haut, mit dunklerer Haut, nur Menschen mit zwei Augen und diese auch nur mit derselben Formung, es gibt einheitliche Geschlechter, Sprachen, Religionen und Nationalitäten, aber es gibt so wenige oder noch gar keine Menschen mit brauner Nase und orangenen Ohren und einem grünen und einem roten Auge und einer runden Augeform links und einer mandelförmigen rechts und mit 5 Zehen links und sieben rechts und dem Herzen auf der Zunge und dem Magen in den Knien und Menschen, die mit dem Hintern denken, ohne dabei das UmSein aus den Augen zu verlieren.
Ganz selten vielleicht.

Unüblichkeit.
Warum gibt es die Üblichkeit, Sie haben es vielleicht gerade beim Lesen erfühlt, oder auch gespürt, vielleicht ein wenig Verwirrung, eine kleine Unsicherheit, wenn Sie näher in die Vorstellungen eingestiegen sind, fühlten Sie gewiss auch Angst, beim überfliegen ein wenig Spass, aber was wäre, es begegnete Ihnen ein Mensch ohne fixe Geschlecht(szugehörigkeit), ohne fixe Hautfärbung, ohne fixe Ausformung, na, was wäre dann?
Es wäre einfach noch ein Mensch, das spricht und fühlt und spürt und Wärme braucht und gibt, lernt (übt -> üblich) und tätig sein möchte für das Ganze, aber Jetzt unüblich?
Schwer zu ertragen, erstmal, fällt aus dem Rahmen, schwebt ausserhalb des Bereichs der gestatteten Unüblichkeit, den Wir meistens - gewöhnlich - einhalten.

Leicht gesagt: Lebe lieber ungewöhnlich, wenn diese Ungewöhnlichkeit bestenfalls eine Nettigkeit, ein überraschendes Entgegenkommen, oder auch ein brutaler Ausfall ist, alles im Rahmen der gelassenen Gewöhnlichkeit, aber wann wird es wirklich UnGewöhnlich?
Jetzt vielleicht?

Na, lieber noch nicht, besser noch eine Nacht drüber schlafen.
Oliver-August Lützenich hadere mit diesem zugestandenen Bereich.
Dieses Text ist ein weiterer Versuch den Bereich für *mich auszuweiten, nicht nur im Denken, also im versteckten und Minimal-Handeln, sondern auch im öffentlich einsehbaren und von Ihnen wahrnehmbaren Handeln.
Mal - ohne Kunststoffaufsatz - mit grüner Nase ausgehen und in den Augen so ein Blinken wenn ein interessantes Mensch auftritt, statt nur immer blau und beige; Scheisse Mensch beweg deinen Arsch und fliege aus der Üblichkeit hinein in Etwas voller FREUDE, statt noch ewig in diesem kleinen LEID festzuhängen.
Ohne Kommas und Ausrufezeichen.

Aber ich weiss, die Angst drückt mich noch ins Übliche zurück. LEIDer wird es momentan noch nichts mit der FREUDE, die muss noch warten, aber das ist ja nun auch völlig üblich für mich.

Wie ist es bei Ihnen gewöhnlich?
Nein, bestimmt nicht, nicht bestimmt, Nein.
Bleiben Sie mir ungewöhnlich treu(herzig).
Also, mit dem üblichen Gruss: von Tsch... bis ...üss.

Sonntag, 1. Dezember 2013

Liebes-Druck und Selbst-Fragen

Als ein-Es, das in der Kindheit und Jugend sehr oft, fast nur, gesagt bekommen hat, dass Es geliebt ist und danach ignoriert oder gar geschlagen wurde, werden die Leses bestimmt verstehen, warum Oliver-August Lützenich mit dem Wörtchen "Liebe" so etliche Probleme habe. Liebe ist also auch eine "Unterschrift" für Ignoranz und Gewalt. Liebe ist ein Wort, das *ich Selbst sehr oft benutzt habe, in gleicher Art wie *ich es kennengelernt habe, allerdings und das ist eine ganz wichtige Verschiedenheit!: OHNE Gewalt, aber ignoriert oder sogar abgelehnt habe *ich mit diesem Wort schon.

Ich liebe dich oder das, ist also oft und öfter ohne Gefühl, ohne besondere Bedeutung, ohne interessierte Verbundenheit, ohne wirkliche Aufmerksamkeit, Achtsamkeit, freundliche Hinwendung, freiwillige Hilfestellung, ohne das Bedürfnis aufrichtiger Nähe und langdauernder RaumZeit-Begleitung, von Zärtlichkeit und VorSichtigkeit im MitEinander, also ohne ein Gefühl der persönlichen Notwendigkeit Dessen, Was oder an/zu Wen ein-Es dieses Wort richtet. Die Liebe zu-/hinsagt oder schreibt oder eben auch schreit. (Diese zwei Sätze muss auch *ich zwei drei mal lesen, um den Zusammenhang zu behalten, aber *ich mochte darin hineinpacken, was das Wort "Liebe" im besten/schönsten Fall enthält.)

Mir ist vollkommen klar, dass das Literatur, das Theater, ..., allgemein also das Kunst und auch das Glauben und Hoffen meist etwas anderes transportieren wollen oder auch müsssen, jedoch für *mich hier ist die Wirklichkeit ein anderes einspüren.
Warum *ich dies hier schreibe? Es ist ein abarbeiten an diesen - nur für *mich hier vielleicht? - falschen Vorstellungen und Inhalten dieses Wortes.
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An einer Friedhofsmauer in B-Kreuzberg
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Es folgt ein leicht veränderter Beitrag aus der SprechLichtung von 10.2012.

Ein kleiner philosophischer Fluss, nein, ein Bach, der durch blühende baumbestandene Wiesen mäandert und dabei manchmal zufrieden gluckert, still geniesst, und sich an manchen Stellen auch einfach wundert. Was so alles aus den Bäumen herausfällt, oder von den Wiesen in den Bach hinein plätschert.

Der Ernst ist die Quelle, die Freude das Ziel.

Bin ich ein Freund des Bewusst-Sein?

Kann ich als ein-Es des EsLebewesen, welche mit Bewusst-Sein ausgestattet wurden - und die Leses wissen inzwischen, dass das für *mich Alle irdischen Lebewesen sind, also auch das Mensch - kann also ein EsLebewesen mit der Fähigkeit zur Bewusst-Heit, auch ein Freund des Bewusst-Sein sein? Ist also eine Freundschaft mit dem Selbst, eine ins Ich gespiegelte Freundschaft möglich? Eine Freundschaft, welche das Ich/Selbst nicht verlässt, das Selbst als Selbst-Freund, das Ich als ich-Freund?

Mir gefällt das nicht so richtig, weil Oliver-August Lützenich Probleme damit habe, die Liebe (Hin-/ZuNeigung, An-/ZuGehörigkeit, enge bis engste Verbundenheit) und damit auch die Freundschaft auf das Selbst zu beziehen.

Die Leses meines Beitrags "Hat das Mensch einen freien Willen?", hier im Verantworten-Blog, wissen, dass die Freund-schaft aus der Liebe entstammt, aus einem [über]starken, fast zwanghaften Verbundenheitsgefühl, das die Mitglieder eines Stammes, einer Sippe, oder Familie für-/zueinander empfanden.
Empfinden mussten, weil ohne diese Erregung der Liebe (Verbundenheit, auch Freund-schaft, Zuneigung, Hinwendung, Anlehnung, Hilfestellung), waren die damaligen Menschen in der Entstehungs-RaumZeit der Sprache verloren.
Ohne diese Erregung der starken Zuneigung und Hinwendung (weiteres s.o.) zu den Ander-Es der Gemeinschaft, drohte der Ausschluss und damit meist der sichere Tod.

Die neuen Leses, möchte ich auch auf einen weiteren Beitrag zu diesem Thema, hier im Verantworten-Blog hinweisen: "Die Freiheit der Liebe".

Die Liebe (ist - nur für *mich hier - mehr als das Verlangen nach Sex, wesentlich mehr als die Lust, obwohl ich immer wieder mit MitMenschen spreche, davon lese und und in Filmen bemerke, dass für sehr viele Menschen Liebe und Sex fast Deckungsgleich sind: Sex ist dort nicht mehr aber auch nicht weniger, als das auserregen der Liebe) ist für *mich eine Erregung, ein Gefühl, das immer mit einem Zwang zur Anpassung verbunden ist. Noch.

Bisher spüre und fühle *ich meist folgendes:

Für ein-Es, das aus dem starken Zwang, einer sehr [engen] Zugehörigkeit kommt, ist eine Liebe, die  w e n i g e r  Zwanghaft ist, auch schon eine Befreiung.

Kommt also stets darauf an, aus welcher Art von Verbindung und welchen Verhältnissen ein-Es entkommen ist, ob Es die Liebe [einengt] oder seltener auch b e f r e i t.

Und wie die Leses vielleicht an vielen Ereignissen in der aktuellen RaumZeit-Phase bemerken können, kann auch die Befreiung aus den Zwängen (UmKlammerung) der Liebe (Zugehörigkeiten z.B.: [Religions-/Dorf-]Gemeinschaft), so unangenehm sein, dass die Befrei-Es sogar zum Feind werden (die Leses, des Beitrags "Hat das Mensch ..." wissen wiederum, dass auch das Feind aus der Liebe entstammt) und der Zwang zur FestHaltung, Beibehaltung der Liebes-Prägung bis zur Tötung des/r Befrei-Es geht.

-Nebenbei: Verzeihen Sie mir bitte die vielen Einschübe und Klammern, aber *ich bin die Befürchtung, dass ich sonst die Hälfte nicht zu Ihnen transportiere, dass also die Informationen an einer Schranke zwischen sensorischem und Neo-Kortex (Sprach-Bewusst-Sein) und dem motorischen Kortex (Arm-Hand, des hier schreibenden Autors) irgendwie hängen bleiben, deshalb lieber ein bisschen mehr als zu wenig. Sie sind ja imstande, das Ihnen bereits geläufige zu überlesen. Danke.-

Die Liebe wird - wie alle anderen Gefühle und GefühlsKombinationen (z.B. Freundlichkeit) und alles Empfinden (also die Bewertung und Einordnung (Interpretation) des erspürten) auch  -, in ihrem er- und gelebten Umfang in den AnfangsJahren eines Lebewesens geprägt.
Und diese Prägung ist sehr mächtig, so mächtig, dass schon der leiseste Versuch der Veränderung (aktuell besonders deutlich und nahe zu beobachten auch in Russland und der Ukraine), egal ob enger oder weiter, auch zur aggressiven Ablehnung führen kann. 
Kommt ganz darauf an Was und Wie diese Veränderung angegangen und angetragen wird. Ob Wir in EU und den USA zum Beispiel die Veränderungen der EsLebensverhältnisse (Kultur) in Afrika oder auch in Mittelasien (Irak, Pakistan, Afghanistan), respekt- und achtungsvoll angehen, bezweifle ich dabei sehr.

Eine wichtige Frage:

Können die Leses vergangene und aktuelle Ereignisse eines EsLebewesens, besser: einer EsLebewesen-Form auch aus dessen Aufbau und Verhältnissen erklären, also in Unserem Fall, aus denen des Menschen?
Können die Geschehnisse einer Spezies auch aus dessen Biologie, Anatomie und den Umweltbedingungen erklärt werden, somit nicht nur aus und mit einem grossen Teil-Bereich, in Unserem Fall anhand von blossen Fakten, also auch von Regional-Ethiken (Mythen, Religionen), Regional-Prägungen (Moral, Recht) und/oder auch anhand von Gruppen-Wünschen, Ideen und Zielen?
All das weitestgehend ohne den Bereich der Gefühle (Emotionen), also den jeweils persönlichen inneren Bewegungen (z.B. auch die Triebe, wie Selbst-Erhalt, Fortpflanzung (auch von Kultur und Kunst), Stellung/Macht; Angst, aber auch EntdeckerDrang (NeuGier), sowie der Freude an der Individualität (Selbst-Bewusst-Heit)) und den ebenso persönlichen Empfindungen, also den Bewegungen zwischen den EsLebewesen; aber auch dem Spüren (Empfinden) des jeweils inneren Gefühls (im Bewusst-Sein).

In dem Beitrag "Die Erregung der Schönheit II" hier im Verantworten-Blog, bin ich näher auf die Verschiedenheit von Gefühl und Gespür eingegangen, so wie ich sie bewerte.

Können somit die biologischen und klimatischen Bedingungen eines EsLebewesens, einer EsLebensForm zur Erklärung der Entwicklung und dessen Verhaltens im MitEinander herangezoomt werden, müssen sie sogar, oder ist es unmöglich, vielleicht sogar verboten, die Verhältnismässigkeiten zwischen EsLebewesen mit deren Aufbau und Funktionen und deren Umgebungsverhältnissen zu bewerten und zu erklären?

Die Liebe ist eine körperliche Erregung und erfüllt auch im und zwischen den Menschen eine Funktion, ist eine Wirkung und ein Wirkstoff (z.B. Oxytocin und verschiedene Opioide). Sollte diese Erregung besser aus der Bewertung und Erklärung menschlichen Verhaltens excludiert werden?

Zweites Nebenbei: Es gibt die Bewegung der Transhumanisten, diese möchten den Menschen von seiner Körperlichkeit "befreien", um das Mensch vom Sterbenvom Tod zu erlösen und nebenbei auch noch zu optimieren, zu verbessern. Wenn ich diesen Menschen zulese und zuhöre, empfinde *ich Bedauern und auch Leid. Eines sagte wörtlich: "Wir müssen das Individuum von seinem fehlbaren Körper - diesem Fleischklumpen -, entkoppeln, um dem körperlichen Tod zu entkommen und ein Teil des Netzes zu werden."
In all dem erkenne ich keinerlei Individualität, keine tiefere und weitere Ahnung davon, sondern Kontrollwahn, Lebendigkeits-Einengung auf blosse maschinelle - also weder freudvolle noch leidgesättigte - Informations-Anhäufung und -Verwertbarkeit - jegliche EsLebendigkeit als Sache (WarenCharakter) - und jede Menge DaSeins- (auch Umwelt) und Selbst-Fremdheit.
Nenne ich das Selbst-Verblendung?
Im Netz ein-gegangen und von der Körperlichkeit ent-koppelt, wo bleibt da noch RaumZeit für die Verschiedenheiten jedes Einzeln-Es (Individuums).
In all den Ideen dieser Bewegung erkenne ich keine gereifte Individualität, keine Vielfalt, keine Verspieltheit, dafür aber viel Angst, also nur die gehemmte/erschreckte Form von Emotion.
Nenne ich das Selbst-Verstümmelung?

AbSchliessend:

Was wissen Wir Menschen inzwischen von Uns?
Was wissen Wir von unserer Herkunft, von den Bedingungen und auch Zwängen, in denen Wir entstanden sind, was Wissen Wir inzwischen von Unserem Aufbau, Unserer Funktions- und Wirkungsweise. Einzelne Viel, die Meisten nichts (... und Sie wissen, das "nichts" ist zumindest "wenig")?
Haben Wir inzwischen genug Mut, im (während des) DaSein genauer hinzuspüren und hineinzufühlen an und in Uns Selbst?

Es gibt noch so einige Tabus. Eines davon ist vielleicht die Liebe, als da sind auch andere Gefühle, wie Neid, Egoismus und Ignoranz, ..., ist der Sex, also die Fortpflanzung und das Geschlecht. Ist die Individualität auch so ein Tabu?
Nenne ich das Selbst-Verteidigung?

Wir wissen noch so wenig von Uns und sind schon eiffrig dabei, das wenige, das Wir wissen auf andere Materialien, die ein wenig haltbarer sind zu übertragen.
Was wird da wohl übertragen? Das ganze Selbst?
Nenne ich das Selbst-Flucht?

Ich bin das Gefühl und Empfinden, das Mensch flieht noch [etwas] vor dem Mensch-Sein in die Maschine und verkauft das dann, als die "Über-windung" des Todes und als Verbesserung und Optimierung der Lebendigkeit.
Braucht die Natur, das DaSein, die Hilfe des Menschen dazu?
Nenne ich das Selbst-Unterschätzung?

Warum flüchten so Viel-Es das Selbst, noch bevor Es wenigstens halbwegs er-/begriffen ist?

Klar, um zu funktionieren, um in Unserem aktuellen Alltag zurechtzukommen, braucht es keine weiter und näher reichenden Erkenntnisse vom Selbst. Da reicht es auch fernerhin aus, das Begreiffen des Selbst zu vermeiden.
Wir unterschätzen das Selbst noch gewaltig, wir können das Potential unserer Selbst noch gar nicht in Gänze aus"spielen", besser: ausEsleben, da Wir noch viel zu wenig von und in Uns wissen, erspüren und erfühlen, ergo: Begreiffen.
Wir sind in Allem noch ziemlich eng.
Was nenne ich Selbst-Befreiung?

Die Liebe mag eine schöne Erregung sein, aber auch die Liebe braucht Entwicklung und Erweiterung, erst wenn die Liebe wesentlich mehr RaumZeit und EntscheidungsFreiheit darin anbietet, bin *ich zur Liebe bereit, jetzt ist die [Liebe] meist ein Mittel der EinEngung, der Selbst-Zensur und sogar der Selbst-Dressur.

Jetzt bin ich vom Bewusst-Sein, von dem ich eigentlich schreiben wollte, aber völlig abgekommen und bei der Liebe gelandet, aber ich hole das Bewusst-Sein nach. Und von der Liebe gäbe es auch noch so einiges zu schreiben und zu fühlen und zu empfinden, auch das hole *ich aus dem persönlichen Selbst und vielleicht mit den Leses, aus Uns heraus und fülle es in Worte und Sätze und Geschichten, weil es wichtig und sooo wertvoll ist, weil Wir Menschen sooo wertvoll sind.
Viel zu wertvoll, als zu Metall und läppischen Bits und Bytes verhackstückt zu werden.
Nenne ich das Selbst-Vernichtung?

Warum schreit das Mensch in Ihnen nicht laut auf, bei der Vorstellung zur blossen Technik reduziert zu werden, von einem analogen zu einem binären Wesen (ich vergesse dabei die nächste Entwicklung der QuantenComputer beileibe nicht, aber auch die Eindampfung des Menschlichen in eine QuantenComputer-Materialität ist eine (derbe?) Reduzierung) umgestaltet zu werden, anstatt das riesige Potential, das Wir bereits und erst noch sind freizulegen und zu fördern?
Warum nur?

Wahrscheinlich genau deswegen, weil kaum Eines wirklich begreift, Was Wir sind, Wie Wir sind und Was aus Uns noch werden könnte, Nein, Wir machen es Uns "leicht und lassen Uns auf Chipgrösse eindampfen, weil vielleicht genau das die Grösse ist, die Wir von Uns und in Uns bisher wahrhaben und wahrnehmen?

Das meiste (im) Menschen ist scheints mit der Winzigkeit und "Un(?)-Wichtigkeit", das Es für die Masse ist und damit auch für das DaSein, zufrieden.
Oliver-August Lützenich möchte mehr, wesentlich mehr!
Nenne ich das Selbst-Bewusst-Sein?

Selbst-Erweiterung ist das nächste Ziel.
Aber jetzt Gute[n] ?

PS: Bleiben Sie mir gewogen, trotz der Kritik an der Liebe. Weil *ich daran zweifle?