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Dienstag, 17. Dezember 2013

Null-Druck-Material

Zügeln Sie bitte ihren Ernst.
Hier reitet die Lachhaftigkeit.
Geht noch weniger als 0 (Null)?
Die Meisten werden spontan sofort verneinen. Weniger als gar nichts, werden Diese spüren ist nichts drinn. Nur die Ökonomen werden leise lächeln und wissend den Kopf neigen und insgeheim die Schulden summieren, die ihre Bilanzen zieren. Hihihi, ja klar geht weniger als da ist und ein-Es hat, genau darauf sind doch die Banken und im weiteren die inzwischen ganzen VolksWirtschaften aufgebaut, auf Miesen, auf weniger als Null, auf Schulden. Und ich kann Ihnen da DrAussen schreiben, ach, das wissen Sie ja bereits genauso wie ich, Wir haben inzwischen Schulden angesammelt, in diesem kleinen Planeten-System, die kann ein-Es alleine gar nicht mehr aufzählen, soooo viele Nullen hängen da vor dem Komma oder dem Punkt drann, das kann ein Mensch nicht mehr [er]fassen.

Also: Geht noch weniger als 0?
Klar, es geht immer was, auch wenn Nichts mehr da ist, dann erfinden Wir eben etwas, BitCoins zum Beispiel, oder auch Goldpluffs oder von mir aus auch Stiebeldruggs, zwei Stiebeldruggs, ergeben dann 1 Goldpluff und schon gehts los, aus Nichts wird ruckzuck Etwas, vielleicht sind Wir - und damit meine *ich hier das gesamte DaSein - auch so aus dem Nichts gezaubert worden, manche PhysikEs behaupten das ja bereits seit JahrZehnten, und die MathematikEs geben Diesen dann auch gleich die entsprechenden Gleichungen an die Tafeln: 0 = Irgendwas. Muss ja nichts konkretes sein, so wie die Ökonomie ja auch eigentlich nichts konkretes ist. Aber wichtig. Und: Irgendwas <= (kleiner gleich) Null; ist auch Etwas und sogar besonders wichtig.  Oder liege ich da falsch?
Ja, bestimmt; und wie komme ich jetzt auf diesen Beitrag, aus der SprechLichtung, den ich Heute hier etwas modernisiert einstelle?

Ab hier: Der Beitrag war solala erfolgreich (< 100 Ansichten), mit dem Titel: Plasmatiker.
Ein Plasma ist ein unaufgeladener, weitgehend neutraler Zustand der Materie, also z.B. ionisiertes Gas, das sind GasMoleküle, die weitgehend von den Elektronen entzweit oder auch befreit sind. Materie, die aus der Form gerät, die die Stabilität verliert, die die Haut verliert und das fliessen beginnt.
Das Quark-Gluonen-Plasma (QGP) ist dann die völlige Auflösung jeder Form und Farbigkeit, Materie wird zum wabernden unsichtbaren ?
Kann ich Brei dazu schreiben? Denn ein Brei ist ja noch etwas Konkretes, für Uns Menschen sogar essbares, aber ein Plasma ist fast ohne Konkretion und ganz und gar nicht essbar, also würde die Metapher des Breis ziemlich danebengehen, eine falsche Vorstellung erregen.
Plasma, gerade das QGP ist pure Möglichkeit, ist Potential für ...; für eigentlich fast AllEs und All-Es, was wir Menschen uns so vorstellen können. Aus einem Plasma aus Wasserstoff- und Helium-Atom-Kernen und noch einer Winzigkeit Stickstoff-Atom-Kernen, mit einer enormen Menge an freien beweglichen Elektronen[-Energie], sind Wir entstanden, soweit so bekannt und mit Wir sind das gesamte Material gemeint, welches auch wir Menschen sind, und für Uns mit unseren Händen greifbar und mit unseren Augen sichtbar und mit der Zunge schmeckbar und mit der Nase riechbar ist.

Aber da ist noch mehr, mehr als Wir bisher ersinnen und damit auch einigermassen verworten können, was Wir vielleicht erfühlen und erspüren und davon beeinflusst und bestimmt werden, was aber noch im un-bewussten ist. Vielleicht? Ich bin kein Esoteriker, oder Mystiker oder gar Phantast. Wir sind eine sehr neugierige Lebensform, wir forschen und forschen und entdecken mehr und aufdecken noch mehr, was noch Momente vorher unbekannt und unfassbar und für viele sogar unvorstellbar war.

Das Plasma hat Form angenommen, Wir Erdmondlichen sind eine Vielfalt davon, Was weiss, was noch so Alles in den enormen WEITEN des Universums herum- und herausformt?
Plasma ist eine Übergangsförmlichkeit und nicht der Grundstoff, der Grundbaustein, besser: die Grundbestandteile der Wirklichkeit, genauer: der förmlichen Wirklichkeit.
Von den Uns bisher bekannten Plasma-Zuständen ist das QGP das Vielfachste, -> das Vielfachste deshalb, weil es die meisten Möglichkeiten zur Form- und Farbannahme enthält, es ist fast pures Materie-Potential ohne Einschränkung, fast ohne - denn die Einschränkungen kennen Wir noch nicht -. Die einfachsten Plasma-Zustände sind die von Gasen, also z.B. ionisiertes Argon-Gas.
Oliver-August Lützenich bin gebändigtes Plasma. Beschränktes Plasma.

Eine ZwischenIdee, oder auch ein Konzentrationsverlust, aber ich komme auf das Thema zurück, versprochen - verschrieben? -.
Immer wieder wird mir klar, dass die EsLebendigkeit im Grunde eine permanente Einengung ist, eine, die den Beschränkten, den Eingeengten versüsst wird, aber eben eine Spanne, eine Phase, Etwas mit Anfang und Ende, Etwas mit eingehegter Form und abgeregelter Farbigkeit.
DaSein ist gebändigtes SEIN.

Wissen die Leses, dass jeweils nur ein paar zehntausend Menschen den Alltag und die Grenzen des jeweiligen DaSein verlassen dürfen, um in die Weiten und Fernen ausserhalb der Haut zu fühlen und zu spüren (z.B. auch Denken), es ist stets nur einer ganz kleinen Anzahl gestattet, die Alltäglichkeit auszudehnen. Nicht zu verlassen, das geht nicht, aber die Haut ein wenig aus dem üblichen ins unübliche, ins unbekannte auszudehnen, wobei ganz klar ist, dass das Uns Allen möglich ist: Jedes Mensch ist die Fähigkeit dazu, aber die Fertigkeit ist jeweils nur wenigen gestattet.

Von diesen Wenigen, wäre *ich gerne Eines, ich versuche es gerade, aber ich tue es noch nicht, die Leses merken das, es bleibt beim Versuch, die Tat ist mir noch verwehrt, ich stuppse die Haut noch an, ohne sie wirklich in ein Ausserhalb, ein Jenseits, ein Unfassbar oder gar ein Unvorstellbar auszudehnen, und ich würde es auch nur gerne machen, wenn Alle mir dabei folgen möchten, ich bin so ein Vorsichtiger, ein Schüchterner, aber vielleicht ist das ja genau die Grundvoraussetzung dafür, denn ein Alpha-Irgendwas wirkt ja jeweils nur auf die Innenwelt einschüchternd und einhegend, dem Alpha fehlt aber jeweils der Mut zur Neuerung, bitte, zur wirklichen ErNeuerung!, nicht einer Revolution, also einem blossen Umkrempeln der gegebenen Verhältnisse, ein Schrank, der neu eingeräumt wird, die Hemden diesmal in die rechte Schublande und die Hosen weiter nach oben, oder so ähnlich, nur als unzulängliches Kurzfilmchen.

Alpha-Irgendwas ist für mich als Beobachter: Über-mut, und Sie wissen, der tut selten gut. Mir geht es um Mut, nicht Unter-mut, also Feigheit, mir geht es um den guten Mut, der mit gesättigtem Vertrauen durch reichlich erlebtes Fühlen und umfangreiches Wissen vom DaSein und aus dem DaSein und mit gedämpfter Angst, also mit Vorsicht, einfühlt und ausspürt und spekuliert.

Dabei bin Oliver-August Lützenich gerne "nur" ein Ζήτα (Minuskel: ζ), die Kennes in(mitten von) den Leses wissen, das ist der 7. Buchstabe des griechischen Alpha(na ja, ist halt so benannt)bets. Es steht in der Mathematik als Zeichen für die Riemannsche Funktion und in der Meteorologie für die Wirbelstärke eines Systems. Mir genügt es, das Siebte (ζ) zu sein, noch, aber ist Άλφα nur immer das Stärkste, das Bestimmende, das Andere »hemmende«, was es bisher ist, wenigstens so bezeichnet wird.
Meist natürlich - oder sollte ich "Selbst-verständlich" schreiben? -, die »Männchen« einer Spezies, seltener auch die »Weibchen«, bei Spinnen zum Beispiel. Das Stärkste hemmt die Schwachen, schüchtert sie ein, marschiert voran und stirbt im Kampf oder siegt, Alpha ist kämpfen, ich bin für Mut und Achtung, ich bin für das aufmerksame und respektvolle Erforschen des Bekannten und des Vielleicht.

Wie komme ich jetzt zum Plasma zurück?

Plasma ist Möglichkeit. Noch ungestalt und alle Farben.
Kennen Sie eine bereits bekannte aber noch anfängliche Technik: die 3D-Drucker?
Aus Masse Form gewinnen, aber anders, als Uns das bisher möglich war, also aus einem Block (Erz, Stein, Holz, ...) eine Form schmelzen, fräsen oder herausmeisseln, oder wie aus einem Rasierschaum- oder Sahnespender eine Form spritzen, sondern aus einem Materi[e/-al]mix, fast in Atome zerlegt, neue Materialien oder auch bekanntes Material Punkt für Punkt, Struktur für Struktur aufzubauen. Der Anfang für ganz neue Techniken, Dinge zu fertigen und zu gestalten. Zum Beispiel auch Lebensmittel.

Noch eine ferne und unbekannte Melodie, vielleicht etwas misstönend in den Ohren oder gar kratzig im Hals, aber bestimmt bald keine phantastische Theorie mehr. Alles, was aus Materie besteht, also aus ... ?
Die Leses wissen schon, ist bald mit den weiterentwickelten Methoden der Nano (= 10−9), oder bald auch der Piko (10−12) oder gar Femto (10−15)-Technologie herstellbar, aus einer blossen Plasma-Wolke oder einem -Saft, aus den jeweils benötigten Materiebestandteilen.
Wir brauchen bald keine Mit-EsLebewesen mehr "züchten" und töten und keine grossen Flächen für Gemüse und Obst und ... zu »bebauen«, um für feinste und reichhaltigste Nahrung zu sorgen.

Kommt den Treckies das bekannt vor? Klar. Was (Er + Sie + ? = Was) hätte das gedacht, dass das nicht blosse Einbildung oder Phantasterei ist und bleibt, sondern mit den geeigneten Werkzeugen, der Technik und vor allem: dem geeigneten Wissenstand, auch umsetzbar ist.
Der Anfang ist bereits gemacht, lesen Sie dazu vielleicht auch den folgenden Artikel:

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DaZwischen der Blog-Autor
Vielleicht etwas unvorteilhaft, aber im Licht.
Lächeln Sie, aber lachen Sie nicht.
Foto vom Oktober 2012.
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Aus Der Tagesspiegel, vom 28.10.2012, von Markus Fischer
Titel: Revolution oder Humbug: Koteletts zum Ausdrucken
Untertitel: 3-D-Drucker können Alltagsgegenstände herstellen. Bald sollen sie gar Lebensmittel drucken können. Skeptiker halten das für Spinnerei. Andere hingegen glauben an eine neue industrielle Revolution.

Es ist der 3. Oktober 2032 morgens um zehn Uhr. Kaffeeduft in der Küche, man setzt sich. Dann fällt auf: Es ist Feiertag und keiner hat daran gedacht, Eier zu kaufen. Aber der Ärger währt nur kurz, denn einen Moment später erscheint auf dem Laptop die Internetseite des Supermarkts. Dann noch den Küchendrucker anschalten, der die Mikrowelle ersetzt hat. Ein Klick auf „Drucken“, und mit einem leisen Surren setzt sich der Druckkopf des Küchendruckers in Bewegung. Die Eiweißmoleküle werden herausgepresst und langsam, Schicht um Schicht, baut der Drucker die Schale, Eiweiß und Eigelb. Nach ein paar Minuten ist das Ei fertig und kann gegessen werden.

Das Frühstück ist gerettet.

So könnte die Zukunft aussehen, wenn sich das sogenannte „Bioprinting“ im Alltag durchsetzt. In den USA haben Mitarbeiter des Biotechnolgie-Start-ups Modern Meadow angeblich bereits ein Schweinekotelett ausgedruckt, gebraten und gegessen. Das künstliche Stück Fleisch besteht aus Schweinezellen aus der Petrischale, die Muskelfleisch formen, wenn sie richtig zusammengesetzt werden. Bioprinting soll die Ökobilanz der Fleischesser aufbessern: Das entstandene Kotelett hat weder Unmengen an Weidefläche verbraucht noch wurde ein Tier auf engstem Raum in Industrie-Ställen gehalten.

„Das ist ein Werbe-Gag“, sagt Zukunftsforscher Robert Glaßner vom Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung aus Berlin. Er ist skeptisch, ob Bioprinting den Lebensmittelbereich in der Masse revolutionieren könnte. „In einem Bioreaktor Tonnen von Tierzellen zu produzieren und zu ernähren, ist schwierig“, sagt Glaßner. Zudem fielen Unmengen von Abfallprodukten an, die entsorgt werden müssten. Glaßner hält den Ansatz in der Lebensmittelproduktion nicht für wirtschaftlich. Bioprinting sei in naher Zukunft eher in Spezialbereichen wie der Medizin relevant. Seit der japanische Mediziner Makoto Nakamura vor knapp zehn Jahren feststellte, dass die Tröpfchen von Tintenstrahldruckern dieselbe Größe wie menschliche Zellen haben, träumt die Wissenschaft davon, dass man mithilfe von Stammzellen menschliche Ersatzorgane quasi ausdrucken kann.

Während Ersatzorgane und gedrucktes Essen doch noch eher Science-Fiction sind, begeistern 3-D-Drucker immer mehr ambitionierte Hobbybastler. Sie drucken Schmuckstücke, Spielzeuge oder Modelle aus Kunststoff. Inzwischen kosten Heimdrucker, die selbst zusammengebaut werden müssen, weniger als 1000 Euro – mit ihnen kann man aber nur wenige Zentimeter große Objekte drucken.

Die 3-D-Drucker ähneln vom Prinzip her den herkömmlichen Druckern: In der günstigeren Variante werden aus Druckerpatronen Kunststofftröpfchen gepresst, ein Metallarm fährt dazu über eine Platte und druckt das Objekt mikrometergenau Schicht für Schicht aus. Der Prozess kann mehrere Stunden dauern. Teurere Varianten können mehr: Hier wird durch eine bewegliche Leiste ein Polymer-Gips, der an Mehl erinnert, von einer Wanne in eine andere geschoben. Dort verklebt dann ein weiterer Metallarm, an dem eine Druckerpatrone befestigt ist, das Material und kann es auch mit Farbe versehen. Wird statt dem Gips ein Metallpulver verwendet, braucht man ein noch teureres Gerät, dass mithilfe eines Lasers das Material in Form bringt.

Chris Anderson, Chefredakteur der amerikanischen Technologiezeitschrift „Wired Magazine“ und Autor des Buches „Makers – The New Industrial Revolution“, prognostiziert, dass 3-D-Drucker in naher Zukunft in jedem Haushalt zu finden sein werden. In Zukunft könne deshalb die Warenproduktion von Asien wieder in den Westen zurückkehren, denn man brauche kein Heer von billigen Arbeitern mehr, sondern Designer. In das gleiche Horn stößt die US-amerikanische Denkfabrik Atlantic Council – sie sieht durch 3-D-Drucker eine zweite industrielle Revolution heraufziehen.

Es werde so bald keine 3-D-Drucker für zu Hause geben, sagt dagegen Bernhard Voslamber vom Berliner 3-D-Modelle-Drucker Object-Plot, das sei noch etwas für Freaks. Mit den billigsten Druckern, die für Hobbybastler produziert würden, könne man ohnehin nichts Sinnvolles drucken. Hinzu komme, dass der Heimanwender in der Lage sein muss, mit einem 3-D-Programm am Computer eine Vorlage für den Drucker zu erstellen, die dieser dann auch ausdrucken kann. „Es ist naiv zu glauben, der 3-D-Drucker sei ein Massenprodukt“, sagt Voslamber entschieden, weder für zu Hause noch in der Wirtschaft. „Wir werden nicht erleben, dass plötzlich nur noch 3-D-Drucker zur industriellen Produktion eingesetzt werden, um Werkzeuge oder Ersatzteile herzustellen, der herkömmliche Spritzguss ist viel günstiger und schneller.“ Für den professionellen Einsatz kann das Material für den Druck einige hundert bis tausend Euro kosten. Der Hobbydrucker zahlt für ein Kilo PLA knapp 30 Euro.

Häufig verwendete Kunststoffe für den 3-D-Druck sind Polylactide (PLA), sie werden aus Milchsäure hergestellt. PLA wird auch bei Prothesen oder Verhütungsmitteln benutzt, weil sie keine giftigen Abbauprodukte enthalten. Einer ihrer Grundstoffe ist Milchsäure, die zum Beispiel durch die Vergärung von Milch oder Molke gewonnen werden kann.
Die Nachfrage nach Biokunststoffen wie PLA ist bislang gering: Knapp 1,1 Million Tonnen wurden 2011 weltweit produziert, sagt der Branchenverband European Bioplastics, gegenüber etwa einer Million im Jahr 2010. Mehr als ein Drittel der weltweiten PLA-Produktion findet in Asien statt, was an der These von der industriellen Revolution, welche die Arbeit wieder zurück in den Westen bringt, zweifeln lässt. Vielmehr bleibt alles beim Alten: Die Geräte stehen hierzulande und die Rohstoffe kommen aus Entwicklungs- und Schwellenländern.
Ende Tagesspiegel-Artikel

Seit dem ich den Beitrag: "Die Jetzt-Welle", im Oktober 2012, geschrieben hatte, bin ich verunsichert, ob die allgemeine Auffassung der RaumZeit-Richtung noch stimmt, diese allgemeine Auffassung ist, dass die RaumZeit aus einer Vergangenheit kommend oder stammend, zu einer Zukunft entwickelt, geformt wird und Wir DaSeienden stets an der Vorderfront dieser Entwicklung esLeben und esLeiden, im mitschwingenden Jetzt.
Die Vergangenheit als das Zurückliegende und die Zukunft als das VorausDaSeiende, aber ist diese Vorstellung, Einstellung passend?

Wenn das DaSein eine Projektion ist, also das Ergebnis einer bereits vorauslaufenden Entwicklung, eines bereits erzielten Ergebnisses, dann wäre die Zukunft nicht Ergebnis-offen, sondern weitgehend beschlossen und fertig, die Freifläche, die winzige veränderliche RaumZeit-Phase, läge dann in dem DaZwischen, zwischen dem Projektor und der Projektionsfläche, in den dort herumfliegenden Staubpartikeln oder der Atemluft, die ein leichtes Flirren in die Projektion einwebt. Aber wo ist dann die Richtung? Wenn die Vergangenheit und die Zukunft weitestgehend geschehen sind?

Noch einmal kurz zurück an den Anfang dieses Beitrags.
Ist es nicht phantastisch, das Wir nichts konkretes Wissen, weder woher AllEs und All-Es kommt, noch worin Wir hier Alle sind, noch wohin das AllEs und wir All-Es hin entwickeln und doch tun wir leidig bis fröhlich dahin und daher und machen aus Nicht jede Menge Etwas und hinterlassen vielleicht einen riesigen gigantischen Schulden- oder Müllberg, ohne den Hauch einer Ahnung von das ALLES. 
Also wenn das nichts ganz und gar phantastisch ist, na dann weiss ich nichts, oder?
Aber genau so isses.
....au.

Mittwoch, 14. August 2013

Ernst-lichkeit

Knips die Nachrichten an. Und schon geht es los.
Wenn *ich auf den Strassen herumgehe. Lachen, rempeln, pöbeln, hetzen, ...
Unbewusstes tun.

Die Vernunft ist ein Drohpotential?
Oder ist es die Vergangenheit, die Biologie, die ganze lange Herkunfts- und Wachstums-Geschichte der Spezies und die Traditionen der Heimatregionen?
Steckt die Furcht und die Befürchtung in der Logik oder im Gefühl, was hebt den Zeigefinger fuchtelt bei jeder "falschen" Bewegung?

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Weihnachts- oder Jahresend-
Deko in der Brezel Bar
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Ein subrealer Dialog:

A: Wollen Wir mal ernsthaft sein?
B: Sind Wir das nicht immer?
A: Ständig.
B: Gut, also ständig. Anständig?
A: Nein.
B: Was gefällt Ihnen daran nicht?

A: Stehen Sie gerne irgendwo an, so wie früher, um ein paar Kartoffeln, einen Günstig-Computer, oder ein Teuer-HandPCTelefon, ich nicht. Und ich mag auch die Vorstellung von anständig nicht, auch andächtig ist sehr unbeliebt in mir. Anständig hat etwas unterwürfiges, etwas demütig abwartendes. Das ist einfach überholt in einem Selbst, das bewusst ist, was für eines Selbst und für andere Selbst notwendig, friedlich, aufmerksam, mit-empfindend und fair ist. Die Anständigkeit wartet auf Anweisungen und braucht sie auch, das ist etwas für Kinder oder für in Anführungsstrichen Erwachsene. War das ernst genug?

B: Grandios, wie Sie bei manchen Themen auf die Pauke hauen. Grandios, wirklich. Ihre Ernsthaftigkeit ist dabei unerbittlich, mir ist fast so als stünde ein Lehrer der Vergangenheit mit Rohrstock vor mir, den Rohrstock langsam und dadurch umso bedrohlicher durch die Hand gezogen. Ja. Wenn Sie mal loslegen, sind Sie unerbittlich, aber ich vermisse dann ein wenig Verständnis für all die Unzulänglichkeiten, der Unsicherheit dem Misstrauen und dem Chaos, in denen Wir ebenso baden, wie in der Vernunft und der Folgerichtigkeit.

A: Und wie lange tun Wir das noch?
B: Wie lange Wir noch baden?
A: Wenn Sie es so bebildern wollen, ja.
B: Ich ahne es noch nicht, aber so, wie es jetzt ist, noch etwas länger.
A: Baden in Unzulänglichkeiten, Misstrauen und ohne viel Vernunft. Was für ein Bild?

B: Haben Sie den Verdacht, dass Wir dabei in den Spass abgleiten, in die Wollust und das reine Vergnügen?
A: In den Spass, ja, aber das Vergnügen und die Wollust halte ich für sehr ernsthaft. Das Vergnügen und die Wollust sind keine Unzulänglichkeiten oder gar ein Spass, diese Unterscheidung ist mir wichtig.
B: Also ernst?

A: Es bereitet Ihnen Vergnügen, oder?
B: Dass es Ihnen Ernst ist? Ja, dass Ihnen die Wollust ernst ist bereitet mir etwas Vergnügen, das gebe ich gerne zu, aber ich empfinde keinen Spass dabei.
A: Sie sind ein Scherzkeks.
B: Aber auf hohem Niveau.
A: Zugegeben. Ich habe schon weit schlechter gelacht.
B: Ernsthaft?
A: Mit Ihnen macht es Spass ernst zu sein, oder besser, es ist ein Vergnügen mit Ihnen Ernst zu sein.
B: Das mit dem Spass, nehme ich Ihnen aber Ernst, dass Sie es wissen! Beinahe wäre es Ihnen gelungen, mich zu demütigen und das ist unanständig, ohne Spass.
A: Gut, wollen Wir also nun ernsthaft sein?
B: Schlecht. Ich meine, ich kann Ihnen schlecht etwas abschlagen, wenn Sie es Ernst meinen. Also seien Wir ernst. Mit was möchten Sie beginnen?

A: Mit einem Rätsel.
B: Ohh, spannend! Und wie lautet es?
A: Es ist eine Suche nach der Frage.
B: Ach!? Naja, das klingt wieder weniger spannend, klingt eher ernsthaft. Es ist Ihnen also ernst?
A: Ganz und gar, weil es die Frage ist, weil es die Frage verlangt.
B: Und wie lautet die Frage?
A: Sie Scherzkeks, das ist doch das Rätsel ... ach, ich falle noch immer auf Sie rein.
B: Na, solange Sie nicht über mich fallen, oder gar über mich herfallen, ist es mir ein Vergnügen. Also, Sie geben mir eine Antwort und ich soll dann die Frage dazu stellen, wie in einem Kinderspiel?
A: Vielleicht ist es ja ein Kinderspiel, aber die Frage ist trotzdem ernst.
B: Bei Ihnen nehme ich das auch an, aber Scherz beiseite, wie ist die Antwort?

A: Die Antwort ist: «Triebhaft, Schmerzvoll, UnAchtsam, Beschränkend, Selbst-Kritik-los». Wie lautet also die Frage?
B: Keine besonders vorteilhafte Reihung. Ist wohl eine wirklich ernste Frage?

A: Eine Frage der angenommenen Position in der RaumZeit, zu Anderen MitGliedern in der RaumZeit, eine Frage der Ursache und Freiheit der Handlungsweise, eine des aufgenommenen und begriffenen Wissens, also der Bildung, eine Frage der Sicherheit im Umgang mit der RaumZeit, sowie eine Frage der Aufmerksamkeit und der Achtung im persönlichen Selbst, für das jeweilige Selbst und die UmWelt, also eine der Klarheit und Selbst-Entschiedenheit in der Richtung des persönlichen Tuns und Lassens.
B: Das ist ja ziemlich harter Stoff, den Sie hier auffahren! Wen wollen Sie denn damit erschrecken?

A: Erschrecken?
B: Lassen Sie es mich so sagen: das versteht doch kaum Ein-Es. Das mögen ja alles gute, vielleicht sogar passende Worte und Einschätzungen sein, aber was hilft's, wenn es K[aum]ein-Es versteht und es somit abgewehrt wird oder einfach durchrauscht?
A: Wenig.
B: Na, übertreiben Sie da mal nicht so.
A: Sie sind einfach ein Witzbold.
B: Danke, aber: "Eine Frage der Ursache und Freiheit der Handlungsweise ..." und so weiter. Und dann diese Antwort!? Wenn das mal kein Grund ist, sofort dicht zu machen, kehrt zu machen, und Ihnen noch nicht mal einen guten Abend zu wünschen. Was lässt-s ich denn schon solche grossgeschriebenen Eigenschaftswörter in die Ohren stopfen und dann auch noch gerne? Na, mir brauchen Sie damit auf jeden Fall nicht kommen, da stehe ich ja selbst beim Therapeuten auf und such mir einen, der mir ein paar weniger vorhält.

A: Und wenn die Antwort stimmt?
B: Na, Sie werden doch wohl auch ein paar nette Sachen anbringen können, oder? Dann stellen Sie die Frage eben etwas anders, dass dabei nicht nur solche Klöppse rausrutschen. Du bist blöd, ist ja gerade noch erträglich, aber, du bist blöd, öd, unwichtig und überflüssig, ist in einem Satz einfach mehr als Zuviel des Schlechten, selbst wenn es im Einzelfall stimmen mag.

A: Stimmt.
B: Bringen Sie es ein bisschen weniger eng auf den Punkt. und wir kommen vielleicht zusammen. Ich mag ja zugeben, dass einiges nicht gerade zu Besten bestellt ist, aber sooo schlecht ist es nun auch nicht und die vielen schönen Facetten, die es unzweifelhaft auch gibt, sollten Sie dann auch mit einflechten, sonst gibt es ein sehr schiefes Bild und das mag auch die Kunst nur seltenst.

A: Aber die Frage gibt davon nun mal wenig her, so wenig, dass das Bild schief wäre, die Antwort also unstimmig, wenn ich auch noch die paar wirklich anderen Facetten hineinquetschen würde. Ich kann ja wohl schlecht auf die Frage nach den Farben eines Stoffes, auch noch die Menge aller anderen Farben, die nicht oder kaum enthalten sind, in die Antwort füllen, das wäre dann doch Beliebigkeit und dem Frager wäre nicht geholfen, aber das ist doch wohl der Sinn einer Frage: die Hilfe, also ein Bedürfnis befriedigen, einen Mangel beseitigen. Wenn das DaSein auf jede Frage mit allem antwortet, das nur entfernt mit der Frage zu tun hat, wäre noch kein DaSein, dann wäre alles blosses Allerlei, also blosses SEIN, aber kein konkretes Etwas, also kein DaSein, keine Lebendigkeit, denn die braucht Bestimmung, braucht Eingrenzung, braucht also eine fühl- und sichtbare Haut, sonst wäre da nur Nichtigkeit.
B: Aha, so ist das, ohne Einschränkung keine Lebendigkeit?
A: Ja.
B: Und ohne Einschränkung keine Frage, sondern nur Antworten.

A: Eine Antwort.
B: Nur Eine?
A: Ja.
B: Wieso?
A: Erst die Frage verlangt eine Verengung und Verdeutlichung auf eine Antwort. Die Frage ist gleichsam die Spitze eines Zeigestocks, der auf einen Punkt, in der ansonsten punktlosen Masse deutet und diesen damit erst zu etwas besonderen macht.
B: Dazu braucht es aber Zwei, eine Masse und einen Stock mit Träger, also ein Gegenüber.
A: Sie sagen es, erst durch eine Trennung wird es möglich aus dem SEIN ein DaSein zu lösen, oder wahrscheinlich besser: Im SEIN ein DaSein zu schaffen, denn ich vermute, dass das DaSein ein Prozess ist, der im SEIN stattfindet.
B: Aha, das ist aber jetzt pure Philosophie, ein wenig Science Fiction, mit einer grossen Prise Phantasie und ein bisschen Wunschdenken, aber, was hat das mit der Wirklichkeit zu tun?

A: Das ist die Wirklichkeit.
B: Halt mal, das nehmen Sie an, Sie sprechen ja auch von "wahrscheinlich", denn Niemand weiss, wie die die ganze Sache wirklich aufgebaut ist, woher das kommt und was das alles soll? Alles nur Vermutungen, also bleiben Sie mal ruhig im Konjunktiv.
A: Warum?
B: Weil nichts klar ist, weil, "nichts genaues weiss man nicht".

A: Sie sind und ich bin.
B: Ja, gut und schön, aber Sie sprachen vom SEIN und vom DaSein und von den Beziehungen miteinander und zueinander, das ist wesentlich weniger konkret, als wir Beide, und was sind wir Beide denn, sind wir wirklich so konkret, wie es uns scheint, oder sind wir für Etwas anderes kaum unterscheidbare Masse? Ich vermute, nichts ist so klar, wie es Ihnen scheint, und ausserdem kommen wir mit dem Schein ganz gut zurecht. Wir haben Städte, das Internet, wir fliegen zum Mars, in den Labors wird geschuftet und probiert, dass wir bald 140 Jahre leben und, wer weiss, was wir noch so alles auskochen und ausbrüten? Vielleicht haben wir ja bald alle menschlichen Probleme gelöst und dann können wir uns den Fragen widmen, die Sie da so eifrig stellen, nach dem grossen Ganzen und so?

A: Die menschlichen Probleme?
B: Ja.
A: Welche wären das?
B: Na, die drei Ks.
A: Die drei Ks? Klären Sie mich bitte auf.
B: Kriege, Krisen, Klima.
A: Und da ist alles enthalten, was zwischen und um Uns so schief läuft?
B: Ja. Oder fällt Ihnen sonst noch etwas ein?

A: Die vier As.
B: Die vier As?
A: Amerika, Australien, Asien und Afrika.
B: Was ist daran problematisch?
A: Sind Sie schon mal geflogen?
B: Ach, jetzt hören Sie aber mal auf, klar sind das menschliche, von mir aus auch künstliche Grenzen und Benennungen, aber das ist doch kein Problem, wenigstens keines das wirklich auf den Nägeln brennt. Die UnGleichverteilungen und Nöte der Menschheit sind doch nicht gelöst, nur weil wir die Grenzen auflösen. Dann nennen Wir halt alles WeltStaat oder nur Welt, deshalb bleiben doch die KlimaUnterschiede, die KulturUnterschiede, die InfrastrukturUnterschiede, die BildungsUnterschiede, die WirtschaftsUnterschiede und und und. Die lösen Sie doch nicht, indem sie einfach die gewachsenen Grenzen auslöschen.

A: Wenn Sie mehrere Flüssigkeiten durch Dämme trennen und diese Dämme dann auflösen, was passiert dann?
B: Dann fliessen die Flüssigkeiten ineinander, aber wenn sie das mit Menschen machen, herrscht ruckzuck Chaos und Gewalt. Die ärmeren Menschen werden in die reicheren Länder kommen wollen, und dann wir hier alles den Bach runter gehen, was hier aufgebaut wurde. Nein, das ist nicht hilfreich, wir kommen hier bei menschlichen Problemen nicht mit Physik oder reiner Mathematik weiter. Dazu sind die menschlichen Gegebenheiten und Probleme zu komplex. Wir sind keine verschiedenfarbigen Flüssigkeiten, die man nur ein wenig zu vermischen braucht und schon sind die UnGerechtigkeiten, Unachtsamkeiten und sonstigen Probleme ausgeglichen, das klappt so nicht.

A: Ich fände es schon hilfreich, wenn Wir Alle klar darüber sind, dass diese Grenzen künstlich sind und Wir somit auch die einzigen Grenzen anerkennen, die es wirklich zu achten und zu schützen gilt.
B: Sie meinen die jeweilige Haut?
A: Ja, die jeweils persönliche Haut eines Lebewesens. Sie ist eine wirkliche Grenze, sie ist spürbar und fühlbar und verletzlich. Länder- oder KontinentGrenzen sind es nicht.
B: Sagen Sie.
A: Wieso?

B: Ich denke da erstmal nur an die 60 oder mehr Millionen Toten des letzten Weltkrieges. Der wurde auch oder hauptsächlich um, in Anführungsstrichen, künstliche Grenzen geführt. Also sind auch künstliche Grenzen verletzlich und bluten, wenn Mensch sie einfach so mit Gewalt überschreitet.
A: Ja, Sie liegen richtig, der Unterschied ist eben, das diese künstlichen Grenzen veränderlich sind und zwar jederzeit und ohne Blutvergiessen, während die persönliche Haut weder jedesRaumZeit noch ohne Blutvergiessen veränderlich ist. Die Haut ist eine wirkliche, fassbare Grenze, die Grenzen von Gemeinden, Ländern und Kontinenten sind unfassbar, sie sind mitten in die Landschaft gemalt oder auch an einem Meeressaum, einem Flussrand, einer Sprache entlang gezogen. Jederzeit variabel, jederzeit aufhebbar und oft genug geschehen.
B: Gut und was soll das bringen, dass wir die künstlichen Grenzen abschaffen und nur noch die persönlichen, die fassbaren Grenzen anerkennen?

A: Nähe. Wirkliche ungekünstelte Nähe, Verständnis für die persönliche Verletzlichkeit und Position in der RaumZeit UND die der Anderen, der GleichWertigen darin.
B: Ist das nicht ein bisschen zuviel verlangt, ist das nicht eine ziemliche Überforderung des Einzeln-Es, so allein auf-s ich und das Andere Ich zu achten?
A: Das kommt doch wohl auf einen Versuch an, oder? Ausserdem passiert und geht das sowieso nicht von Heute auf Morgen, das braucht einiges an Vorbereitung, Arbeit und Mit-Arbeit Aller, bis es soweit ist.
B: Und Sie meinen, das braucht's, das ist sogar nötig?
A: Ja, denken Sie an die Frage.
B: Ach, ja, die Frage auf die Antwort.
A: Stellen Sie sie mir?
B: Gerne: Wie gehen Wir Menschen miteinander um?
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BlütenPracht in Berlin-TierGarten
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Ist das Einzelne friedlich? 

st die Entwicklung, die Wir gerade erkennen, also die fortschreitende Individualisierung des DaSein, die Vereinzelung der Lebendigkeit, ein Entwicklung hin zu mehr Vertrauen, Bewusst-heit und Friedlichkeit?

Gruppe-Sein braucht fürchterliche Abgrenzung, braucht Drohung nach Aussen, wie nach Innen (Nestbeschmutzer, Whistleblower, Verräter) und die auch gewalttätige Verteidung oder sogar aggressive Vergrösserung des Gruppe-Sein.


Selbst-Sein ist Einzelheit, nicht verdoppelbar, braucht auch Schutz und Verteidigung, aber nur dann, solange Gruppe-Sein existiert, wenn Alle Selbst Gruppen-Frei sind, Zu-Gehörigkeits-los sind, dann ist das Selbst-Sein friedlich, weil anerkannt und allgemein.
Ist das so?


Ist das Einzelne von Grund auf friedlich und konkurrenzlos glücklich?
Oliver-August Lützenich fühle: Ja.

Dienstag, 23. Juli 2013

B[l]ockig-keit

Gedanken zur Vorbereitung eines theatralischen Stücks, in dem ich ganz gerne ein Lebewesen entstehen lassen möchte, das mal als Mensch gezeugt wurde, Es aber nach einer Selbst-Entscheidung und einer Selbst-Wandlung nicht mehr ist. 

Als Mensch gezeugt und geboren, als Mensch geprägt und gewachsen, und eines Jahres entschieden, weiter zu gehen, als "nur" bis zum Menschen, weil eines Jahres erkannt, dass mehr geht, als Mensch-Sein, viel mehr geht als Mensch-zu-sein. Und warum kam diese Idee in diesem ehemaligen Menschen auf, weil ... 

*ich vermute, Ihnen fallen schon im Selbst ein paar gute und sogar nach vollziehbare Gründe ein, warum es vielleicht etwas besseres noch [er]geben könnte, als ein Mensch zu sein. Oder ist das jetzt doch zu verwegen? Aber kein Roboter oder ein anderer menschen[nach]gemachter Unsinn, nein, eine wirkliche und deutliche Veränderung und Verbesserung der stabilen eingehäuteten Mensch - Lebendigkeit.
.
Fluss, Zaun, Baum, Fuss in Blättern, 
auf dunkler trockener Erde,
mit etwas Grün drinn
.
Titel: Die phantastische Wandlung eines Un-Menschen. Un- = Nicht!

Die Verhandlungen mit ES.
Warum Kein-Mensch-mehr?
Nur ein paar Gründe für mich.
Hören Sie auf Argumente?

Und *ich meine gute Argumente und bewiesene Tatsachen?
Schauen Sie nur mal im neuen Umweltministerium in Berlin an der Stresemannstrasse vorbei. Ein "Umwelt"ministerium, das völlig ohne moderne Umwelttechnik auskommt. Keine Solarzellen auf dem Dach auch keine Bepflanzung, keine Gebäudehaut die "atmet" oder vor zuviel Hitze oder Kälte schützt, keine Spitzentechnik der Klimaregulierung weder im Keller, noch sonstwo und nirgendwo irgendwo etwas aktuelle Spar- und Komforttechnik zu finden; und  das Gebäude schaut aus wie eine sandgesteinte Wehrburg (ein Foto dieses Gebäudes finden Sie auch hier:
http://verantworten.blogspot.de/2012/06/pfingstspaziergang-2012-2-teil.html

Mir geht es hier aber weder um Äusserlichkeiten noch Innerlichkeiten eines Gebäudes, *mir geht es um den Aktualitätsbezug und die argumentative Zugänglichkeit der aktuellen Lebewesen und deren Verwalter und dieses Gebäude schreit nach dem Vorgestern, es wimmert in der Aktualität herum und es ist das - UMWELTMINISTERIUM - der deutschen Menschen.

Welchen Menschen, möglicherweise ausserhalb Europas, möchten Sie dieses Gebäude zeigen und Sie daran erinnern, dass Wir Menschen vielleicht noch etwas länger auf diesem Planetensystem (Erde-Mond) erleben wollen und Was (Sie + Er + als was auch immer ein-Es daSein möchte = Was) wollen Sie mit dieser technischen Nichtichkeit und baulichen Redundanz von europäischer Technik und Fortschrittlichkeit beeindrucken?

Aber als Mensch, bewirken Sie beim Menschen mit den besten Argumenten meist nur !? und ein schütteln. Ich bin sehnsüchtig nach Aufgeklärtheit und erleide nur Zurückweisung und das verbleiben in der Altertümlichkeit, in Traditionalismen, in Verstocktheit, die dauernd und lichtschnell bis zur Panik reicht, wenn es darum geht etwas zu verändern.

Noch ein schon jahrelanges weltpolitisches Beispiel mächtig verbohrter Trotzigkeit: der UN-Sicherheitsrat. Ein Gremium mit Vetorecht, das nach den Verheerungen des zweiten Weltkriegs den Siegermächten gegönnt wurde, als MachtZuckerl. Das Heute, 2013, aber sowas von VorGestern ist; für *mich zu erleiden nun schon bereits seit Beginn der "Nordwestlichen Feldzüge" um das arabische Öl, und noch verschärft seit Beginn der "Revolutionen" in Nordafrika und der Levante. Syrien schreit seit Anbeginn der inneren Revolte, um Hilfe und verständnisvolle Intervention!

Das Ergebnis aber ist sture Blockade und die politische Unfähigkeit der Menscheit, der menschliche Weltgemeinschaft, mit jeglicher Konflikt-Linderung, und der AnPassung an die aktuellen Gegebenheiten, z.B. auch in den Gremien - gerade in deren Zusammensetzung -. Das Ergebnis in Syrien sind inzwischen weit über einhunderttausend Tote und ein weitgehend verheertes Land. Die fehlerhafte Zusammensetzung dieses "Rates" ist seit fast zwei Jahrzehnten, spätestens seit Ende des "kalten Krieges" bekannt, was ist in dieser RaumZeit passiert? ...

Sie wissen, dass das nur einige winzige Beispiele für unser verkrampftes Festhalten an alten Gegebenheiten sind, was ja bei manchem auch ganz schön ist - als ex-Bayer denke *ich gerade im Sommer auch an die schöne Tradition der Biergärten -; was aber gerade in den vielen Misshandlungen zwischen Menschen enorm viel Leid verursacht.

Derweil ist es doch so einfach zu unterscheiden, zwischen Traditionen, die zur Pflege und zur Freude der Lebendigkeit beitragen und die zu bewahren ein Glück ist; und all dem Leid, was durch dumme, weil unsensitive und verständnislose Sturheit, durch Trägheit und Blockaden, wie auch die der Beibehaltung der UN-Strukturen und der Zusammensetzung des UN-Sicherheitsrates, verursacht wird.

Und, verdammt!!!, ich gebe das gerne zu: in Oliver-August Lützenmir tobt dieser Abwehr-Kampf und diese Bockigkeit genauso, schliesslich bin *ich ebenso Mensch, wie Sie.
Trägheit, KleinGeistigkeit und Feindverteidigung sind dabei die obersten Gebote.
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Und dann kommt vielleicht ein "fremdes" ErLebewesen und schaut mich an.
Schaut mich an und lacht und ist warm, fragt, ob Es mich berühren darf, und ich flüstere Ja und es fasst zu mir und ist angenehm und wärmt mich und freut mich und gleich steigt die Panik an, nur nicht loslassen, bitte!; weiter anfassen, dableiben, erhelle mich und Es bleibt und ich brauche einige Momente, um zu geniessen und zu feiern, dass es so angenehm ist, so weit ist und so warm ist, das freundliche Fremde Es. Wie heisst Es?
Braucht Es einen Namen?
Wo Es doch so angenehm ist, den Ein- und den Ausblick so weitet, das Wesen so beruhigt ohne zu lullen, wo Es weiss ohne zu gewissen, wo Es glaubt ohne zu beglaubigen, wo Es offen ist ohne leer zu sein, wo es freundlich ist ohne die Häme zu verbergen, die Es auch ist, wo Es doch die fast reine FREUDE ist, ohne beständig mit dem LEID zu drohen, das es ebenso ist.
Es ist.
Aus dem Mensch-Sein ist Es geworden, hat das Mensch-Sein abgestreift, ist ES.
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Wand-Kunst in
Berlin-Mitte
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Ja, verzeihen Sie bitte, ich kloppe hier meine ganze Verzweiflung vor dem Bildschirm in die Tastatur drüber und Sie als Leses dürfen es dann einnehmen, einfach so, .... meine Verzweiflung, aber wo soll ich sonst damit hin?
Schliesslich kommt diese Verzweiflung unter der Bockigkeit (soll ich besser Beharrlich-keit schreiben?) aus einem Menschen heraus und von anderen Menschen her.

In Oliver-August Lützenmir staunt eine Vernunft inmitten all der Altbackenheit und Verstocktheit, die ich nunmal hauptsächlich bin und schüttelt (den Kopf? Nein, nur die paar Neuronen und alles andere, was zur Vernunft zählt, also auch ein wenig in der linken kleinen Zehe) und schüttelt, aber es hat keinen Zweck, es schüttelt umsonst. Der ganze Menschen-Mann, ich, steckt immer noch in der Vergangenheit (in der DaSein-Kindheit und Jugend-RaumZeit) drinn und ist bis zum Trotz und der bornierten Wut: Vergangenheit, Gesetzestreu und Regelkonform.

Und doch ist KeinEs erfolgreich, gut versorgt und wohl-gefü[h/l]lt, wenn es den aktuellen (vergangenen) Vorgaben, Regeln und Gesetzen sklavisch folgt, kein PolitikEs, kein RichtEs, kein PolizistIn, kein ÖkonomIn, kein KünstlEs, kein ErLebens-KünstlEs; Kein-Es!

Derweil braucht es nur ein paar Regeln im Miteinander und Alle kämen unverletzt und zufrieden miteinander aus: ein wenig mehr wechselseitige Anerkennung, gegenseitige Aufmerksamkeit, selbstbestimmten Abstand und interessierte Förderung.
Vielleicht braucht der eine oder andere Punkt noch etwas Genauigkeit und Beschreibung, aber, wenn Wir in dieser Form Aufrichtig und wahrhaftig miteinander umgehen, sollte Uns eine glänzende Zukunft gelingen, vermute ich.

Nur, Oliver-August Lützenich hänge noch im persönlichen Altertum fest und komme zwar gedanklich und vernünftig weiter, aber das Gefühl, die Triebe, was auch immer, blockt ab.
Wenigstens habe ich jetzt eine Möglichkeit diese Einsichten auszuschreiben, vielleicht schaffe ich damit eine kleine Weiterung und Änderung. Mal sehen.

Aber die theatralische Idee des "nicht mehr Mensch sein", eines ganz als Mensch gezeugten, werde *ich weiter verfolgen, so im Hintergrund, während ich Vordergründig mit Menschen handle und ein-Es davon ganz und gar bin.

Und vergessen Sie dabei bitte bitte all die guten oder auch schlechten Zukunfts-Bücher oder auch -Filme, von Alien, über ..., und Species, bis Zardoz, keines davon und darin habe ich dabei im Sinn.


Danke.

Freitag, 17. Mai 2013

Die 2012 genobelte Chemie

Diesen Beitrag habe *ich aus der SprechLichtung hier archiviert, weil die Wissenschaft hier besser repräsentiert ist, finde ich. Fast alle Wissenschaften haben hier schon eine lobende Erwähnung gefunden, nun also auch die Chemie.
Falls Sie den Artikel noch einmal lesen möchten, bitte, ansonsten: Schöne Pfingsten.

Ein wenig Selbst-Bestätigung und Freude über so manch gelungene Formulierung und die dabei gelungene Umsetzung von wissenschaftlichen Ergebnissen in Sprache, darf manchmal schon sein.

In vielen Beiträgen versuche *ich die Worte, gerade auch die der inneren wie äusseren Bewegungen (Empfindungen, Gefühle) genauer zu fassen, sie von Ballast und Doppeldeutigkeiten zu befreien, und einige male ist auch *mir das schon ganz gut gelungen, aber es gibt sicherlich noch einiges zu tun, bis die Worte treffender sind, als sie es jetzt tun.
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Wandmosaik an der Friedrichsgracht Ecke
Sperlingsgasse in Berlin-Mitte
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Sie haben vielleicht noch den gestrigen Text ein wenig in Erinnerung, auch darin ging es ja um sprachliche "Einhäutungen" und Heute also die Artikel zum aktuellen Chemie-Nobelpreis und die Kurzfassung der Forschungsergebnisse. Treffend, gerade was auch die gestrigen Formulierungen angeht.

Ja, es geht hier um Selbst-Erkenntnis, es geht um ALLES und ein-Es, um Nichts sollen-s ich AnderEs kümmern. Wie sind Wir aufgebaut, wie funktionieren Wir und welche blinden Stellen gibt es, die auszuforschen noch lohnt?
Wichtig?

Immer wieder und wieder die Begegnung mit und die Berichte von Menschen, die die Lebendigkeit herunter-erleben / erleiden ohne auch nur die WEITE und die Höhen, auch die Tiefen zu erahnen, die als "Teilnehm-Es" der Lebendigkeit erleb- und auch erleidbar sind, deren Freude genauso in engen Grenzen bleibt, wie auch das Leid nur dazu verführt Ruhe "haben" zu wollen, statt zu geniessen und auszukosten in vollen Zügen, was die Lebendigkeit und vor allem die menschliche Lebendigkeit in diesem Kleinplanetensystem Erde-Mond zu bieten hat. Das ist für mich schrecklich, so viele vergeudete und soooo... viele eingedämm[pf]te Wesen zu bemerken.

Und dabei zu erahnen, was ALLES geht, wenn Wir Wissen, Was Wir sind, Wie Wir sind und Was Wir daraus Alles tun und erleben können, statt in Hütten, in Bretterbuden, unter Zeltplanen, dem "freien" Himmel oder auch in Häusern die erLebens-RaumZeit zu verdaddeln oder gar zu vergeuden. Hohe Ansprüche, ist mir klar und auch so lange nicht erfüllbar, wie Wir so wenig aus dem Wissen machen, dass Uns schon Jetzt zur Verfügung steht. So viele Schulen und so viele Menschen kommen aus diesen Schulen und wissen ...? zumindest wenig, viel zu wenig: Was Sie sind und Was Hier "gespielt" wird. Was wusste ich nach der Schulzeit? Na, damit möchte ich gar nicht erst anfangen.

Was weiss ich Heute?; und warum weiss ich es Heute?
Bildung ist für die Mächtigen noch eine Maske, die gerne aufgesetzt wird, und Abends im Schreibtisch verschwindet, weil auch gar nicht gewusst wird und bewusst ist, was Bildung ist, was der Inhalt von Bildung sein könnte, und wie leicht Wir lernen könnten, wenn Wir nur von Anfang an dürften und gefördert und gefordert würden, statt "nur" auf den Kapitalismus vorbereitet zu werden und das auch mehr schlecht als recht.

In mir hängt mehr und mehr schwer der Verdacht, dass bessere Bildung den Mächtigen eher den Schlaf raubt, als dass Sie dafür kämpfen würden.

Aber genug der persönlichen Erschöpfung, zurück zu dem heutigen Hoffnungsschimmer und den Durchlässen in [je]der Haut, die das Innen vom Aussen informieren und das Innen mit dem Aussen abstimmen und umgekehrt selbstverständlich. Von den kleinen Windungen, die eine Durchlässigkeit ermöglichen, ohne dass das Innen dabei ausläuft oder einläuft und die ein "Gespräch" und eine "Abstimmung" zwischen Getrenntem schaffen. Und das in 7 Windungen? 7? Was hat das wohl zu bedeuten?
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Ist das die Aufgabe vom SEIN an das DaSein?
David Shrigley, "You are an Explorer"
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Aus Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.10.2012, von Reinhard Wandtner
Titel: Über sieben Wendeltreppen musst du gehen
Untertitel: Der Nobelpreis für Chemie 2012 geht an die amerikanischen Forscher Robert J. Lefkowitz und Brian K. Kobilka. Sie erhalten den Preis für ihre Arbeit mit Zellrezeptoren. Auf der Grundlage ihrer Forschung können passgenauere Arzneien mit weniger Nebenwirkungen entwickelt werden.

An diesem Mittwoch haben Robert Lefkowitz und Brian Kobilka ihr Forschungsgebiet sicherlich am eigenen Leibe zu spüren bekommen. Die Nachricht aus Stockholm, dass ihnen der diesjährige Nobelpreis zuerkannt wurde, dürfte sie gehörig in Aufruhr versetzt und ihren Puls sowie ihren Blutdruck hochgetrieben haben. Gewiss fluteten Adrenalin und andere Stresshormone in beträchtlicher Konzentration durch ihren Körper. Wenige Menschen wissen so genau wie Lefkowitz und Kobilka, was dann auf zellulärer Ebene geschieht. Denn die beiden Forscher haben in bahnbrechenden Arbeiten jene Antennen auf der Oberfläche von Zellen identifiziert, welche die Nachricht der chemischen Boten annehmen und ins Zellinnere weiterleiten. Das hat nicht nur die Neugier von Wissenschaftlern befriedigt. Vielmehr ergaben sich mannigfaltige Ansätze für die Entwicklung von Medikamenten, die sich diesen Antennen anlagern und den Nachrichtenfluss fördern oder unterbinden.

Der Organismus ähnelt einem wohlorganisierten Staat. Alle seine Bürger, Billionen von Zellen, tragen zum Funktionieren des Gemeinwesens bei. Zellen sind in gewisser Weise Individuen. Jede ist in einen Mantel gehüllt, in eine Doppelmembran aus Phospholipiden. Diese fetthaltige Hülle sorgt für die nötige Abgrenzung zur wässrigen Umgebung. Ganz für sich dürfen die Zellen aber nicht bleiben, denn dann könnten sie nicht aktiv zum Gemeinwohl beitragen. Sie müssen auf ihre Umwelt reagieren. Das setzt voraus, dass chemische Nachrichten durch die Membran in das Zellinnere übermittelt werden.

Ein potenter chemischer Botschafter, mit dem Forscher schon Ende des neunzehnten Jahrhunderts zu experimentieren begannen, ist das Adrenalin. Man beobachtete, dass dieses Hormon den Herzschlag beschleunigt, den Blutdruck ansteigen lässt und die Pupillen erweitert. Später ergaben sich Hinweise auf zwei unterschiedliche Arten von zellulären Adrenalin-Bindungsstellen - alpha und beta genannt-, was zur Entwicklung von Betablockern als Herzmedikament führte.

Die Rezeptoren blieben aber im Wesentlichen ein abstraktes Konzept, denn ihre Natur gaben sie nicht preis. Das rief Ende der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts einen amerikanischen Medizinstudenten namens Robert Lefkowitz auf den Plan. Während seines Militärdienstes an den National Institutes of Health kam er auf die Idee, Hormone mit einer radioaktiven Substanz zu versehen und auf diese Weise die Bindungsstellen zu finden.

Als Kandidaten wählte er ein Hormon, das seinerseits die Produktion von Adrenalin anregt. Nach mehreren bitteren Rückschlägen kam er schließlich doch ans Ziel. Im Jahr 1970 berichtete er in renommierten Wissenschaftsjournalen über die Entdeckung eines aktiven Rezeptors. Mit seiner Arbeitsgruppe, die er anschließend an der Duke University in North Carolina aufbaute, gelang ihm die Identifizierung weiterer Rezeptoren.

Ein kühner Entschluss
In den achtziger Jahren fasste Lefkowitz einen Entschluss, den man angesichts des damaligen Wissensstandes durchaus als kühn bezeichnen darf. Der Forscher wollte nun im Erbgut des Menschen das Gen für den Beta-Rezeptor ausfindig machen. Da fügte es sich, dass mit Brian Kobilka ein engagierter junger Mediziner in das Team eintrat. Tatsächlich kam man dem genetischen Code für die Adrenalin-Bindungsstelle auf die Schliche. Der Rezeptor, so wurde deutlich, besteht aus einer langen Eiweißkette, die sich siebenmal abwechselnd von außen nach innen durch die Zellmembran windet. Siebenmal - das war für die Forscher ein Aha-Effekt. Denn diese siebenfache Wendel kannte man schon von einem ganz anderen Rezeptor, dem Rhodopsin im Auge.

Sollten die beiden Rezeptoren verwandt sein, obwohl der eine auf ein Hormon, der andere auf Licht anspricht? Diese Vermutung bewahrheitete sich. Inzwischen kennt man eine ganze Familie ähnlicher Rezeptoren.

Als Signale wirken neben Hormonen und Licht unter anderen auch Duftstoffe und Neurotransmitter. Gemeinsam ist diesen Rezeptoren auch der Mechanismus, mit dem das Zellinnere über die außen aufgenommene Botschaft informiert wird. Als Bindeglieder fungieren sogenannte G-Proteine. Wird der Rezeptor angeregt, ändert er seine Form. Dadurch werden im Innern G-Proteine angelockt und aktiviert, was die Zelle dazu veranlasst, den Befehl auszuführen.

Mit der Isolierung des Gens gab sich Kobilka freilich nicht zufrieden. Nach seinem Wechsel an die Stanford-Universität wollte er Adrenalinrezeptoren, meist Adrenozeptoren genannt, auch „sichtbar“ machen. Für das auf der Beugung von Röntgenstrahlen beruhende Verfahren benötigt man reine Kristalle des zu untersuchenden Eiweißes. Ausgerechnet aus jenen Proteinen, die wie der Adrenalinrezeptor in die Zellmembran integriert sind, lassen sich nur schwer reine Kristalle züchten. Mit seiner Arbeitsgruppe nahm Kobilka diese Hürde. Im vergangenen Jahr konnte er als Krönung sogar „Momentaufnahmen“ des Rezeptors präsentieren. Mehrere Forschergruppen nutzen jetzt die von Kobilka entwickelte Technik dazu, auch von anderen medizinisch interessanten Rezeptoren scharfe Bilder zu erzeugen.
Ende Artikel

desgleichen, aber auch etwas anders:

Aus Süddeutsche Zeitung, 11.10.2012, von Christina Berndt
Titel: Die Moleküle der Sinnlichkeit
Untertitel: Ohne sie könnte der Mensch weder riechen noch sehen und auch nicht auf Gefahren reagieren. Nun gibt es für die Erforschung der G-Protein-gekoppelten Rezeptoren den Chemie-Nobelpreis.

Wenn es wieder einmal gut schmeckt, wenn sich ein unwiderstehlicher Duft in der Nase ausbreitet, wenn der Vollmond eine romantische Atmosphäre zaubert - dann sollte man einen Moment innehalten und an den diesjährigen Chemie-Nobelpreis denken. Es gilt, sich jener kleinen Moleküle zu erinnern, die sich im Inneren jedes Menschen herumschlängeln und die genau dann, wenn es schön duftet, leuchtet oder schmeckt, ihre Arbeit verrichten. Ohne sie wäre der Mensch um vieles ärmer.
Diese Moleküle zu erschließen, die den wenig gefühlvollen Namen G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCR) tragen, dazu haben die beiden diesjährigen Chemie-Nobelpreisträger wesentlich beigetragen. Es handelt sich um den 69-jährigen Mediziner Robert Lefkowitz von der Duke University in North Carolina und um den 1955 geborenen Biochemiker Brian Kobilka von der Stanford-Universität in Kalifornien.

"Das Wissen über die GPCR gehört zum größten Gewinn der Menschheit", lobte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften, als sie am Mittwoch die Preisträger verkündete. Etwa ein Drittel aller Medikamente wirke über diese Moleküle, darunter Betablocker, Entzündungshemmer und Psychopharmaka. Die GPCR sorgen auf vielfältige Weise für die Interaktion des Menschen mit der Umwelt - nicht nur, was Sinneseindrücke betrifft. Auch Hormone und hormonähnliche Botenstoffe wie Adrenalin, Serotonin, Histamin und Dopamin wirken über GPCR.

Weglaufen, wenn es gefährlich wird? Dazu muss das Herz schneller schlagen, der Blutdruck steigen, das Blut rein in die Muskeln. All das regeln die GPCR. Sowohl dass als auch wie sie es tun, haben Lefkowitz und Kobilka in mühevoller Arbeit herausgefunden.

Die Gemeinschaft der GPCR-Forscher ist begeistert über die Wahl. "Gestern auf einer Tagung in Würzburg haben wir noch gesagt, die beiden hätten es wirklich verdient", erzählt die Biochemikerin Annette Beck-Sickinger von der Universität Leipzig. Auch Peter Gierschik von der Universität Ulm, der in jungen Jahren mit Lefkowitz zusammengearbeitet hat, sagt: "Beide haben es extrem verdient." Lefkowitz habe bereits Ende der 1960er-Jahre mit seiner Arbeit zur Wirkung von Adrenalin begonnen, sagt Gierschik: "Und er ist bis heute ganz vorne mit dabei." Wenn er sich auf den neuesten Stand bringen wolle, schaue er zuerst, was Lefkowitz publiziert hat.

Die schlangenartigen GPCR-Moleküle durchziehen im Körper die Umhüllung der Zellen. Weil ein Teil von ihnen außen aus der Zelle herausragt und ein Teil innen, können sie Signale, die die Zellen etwa durch Hormone von außen erhalten, ins Zellinnere vermitteln. Ist das Hormon außen angedockt, bindet innen zunächst das namengebende G-Protein - und danach, das weiß man heute, eine Reihe weiterer Moleküle. "Es ist eine ganze Kaskade von Prozessen, die da abläuft", sagt Gierschik. Sie führt dazu, dass sich der Stoffwechsel der Zelle ändert und so Prozesse wie das Sehen oder das Riechen in Gang kommen.

Dass Adrenalin den Körper in Aufruhr versetzt, ist schon seit mehr als 100 Jahren bekannt. Aber wie nur kann dieses Hormon seine mannigfache Wirkung auf den Körper ausüben? Dieser Frage, die ihn gar nicht besonders interessierte, sollte Robert Lefkowitz Ende der 1960er-Jahre nachgehen. Damals hatte der Sohn eines Buchhalters gerade sein Medizinstudium beendet, manche seiner Freunde kämpften in Vietnam. Lefkowitz blieb das erspart, er durfte seinen Militärdienst forschend an den National Institutes of Health absolvieren.

Forschung - das war für den jungen Mann aus der Bronx, der schon als Kind seinen Hausarzt mit dem Stethoskop bewundert hatte und der Kardiologe werden wollte, besser als Krieg. Aber nur ein bisschen. "Ich hasste es ", erzählt er gerne. Ein Jahr lang mühte er sich ab, ohne etwas zu finden. Aber als dann doch der Erfolg kam und er erstmals eine Signalvermittlung mit Hilfe radioaktiv markierter Hormone nachweisen konnte, fing er Feuer. Seitdem ist Lefkowitz verrückt nach Forschung: "Ich verbringe den Tag damit, meine Mitarbeiter in den gleichen Wahnsinn zu treiben, in dem ich mich befinde", sagte er einmal.
Schon bald wurde er Gruppenleiter an der Duke University und stellte 1984 Brian Kobilka ein. Zusammen gelang es den beiden, das erste Gen eines GPCR zu klonieren. Was daraus abzuleiten war, begeisterte sie: Offenbar schlängelte sich dieses Molekül siebenmal durch die Hüllmembran der Körperzellen. So eine Struktur kannten sie doch? Sie erinnerte an Rhodopsin, jenes Seh-Pigment in der Netzhaut. Offenbar handelte es sich bei diesen Molekülen um eine ganze Familie! Die Interaktion des Menschen mit seiner Umwelt - vermittelt von sich siebenmal durch Zellmembranen windenden Proteinen. "Das war ein Heureka-Moment", erinnert sich Lefkowitz.
Inzwischen weiß man: Es ist sogar eine Großfamilie. Etwa 800 GPCR sind allein beim Menschen bekannt. Etwa die Hälfte von ihnen empfängt Gerüche, ein Drittel hormonähnliche Subtanzen; manche nehmen Lichtsignale auf und andere Geschmack. Wie aber muss man sich diese Schlangenungetüme genau vorstellen?

Dieser Frage widmete sich Brian Kobilka mit voller Hingabe, nachdem er 1989 selbst Professor geworden war. Man kann solche Moleküle nicht einfach unter dem Mikroskop anschauen. Dazu sind sie zu klein. Man muss viele Millionen von ihnen feinsäuberlich aus Zellen herauslösen und so dicht packen, dass sie einen Kristall bilden, durch den man Röntgenstrahlen schickt. Aus der Brechung der Strahlen lässt sich dann die dreidimensionale Struktur der Moleküle herauslesen.

Doch die Arbeit ist gerade mit Molekülen aus Zellmembranen unendlich mühsam. "Weil diese Moleküle Signale weiterleiten, sind sie nicht starr, sondern wackelig", erzählt Peter Gierschik. Erst 2007 gelang Brian Kobilka sein Lebensprojekt. Da hatten ihn seine Sponsoren schon aufgegeben. Aber Kobilka machte weiter: "Ich möchte einfach wissen, wie diese Proteine arbeiten; ich weiß auch nicht warum", sagte der Bäcker-Sohn. Ans Aufgeben habe er nie gedacht.

Wie in jedem Jahr wird die Verleihung des Chemie-Nobelpreises am 10. Dezember in Stockholm stattfinden. Robert Lefkowitz, da sind sich Forscherkollegen einig, wird den Tag genießen.

Und der äußerst zurückhaltende Brian Kobilka? "Es wird teuflisch werden, ihn nach Stockholm zu kriegen", prophezeit ein Weggefährte. Kobilka scheut das Rampenlicht. Er habe "furchtbar Angst", mit der Presse zu sprechen, hat er noch im vergangenen Jahr einer Journalistin des Magazins Nature gestanden. Er tue es nur, weil er "sicherstellen wollte, dass die Beiträge meines Labors und meiner Mitarbeiter wertgeschätzt werden". Dessen kann er sich jetzt sicher sein.
Ende Artikel

Warum Sieben? 
Mir ist klar, dass diese Zahl, diese Anzahl, etwas zu bedeuten hat, wenn es auch vielleicht nur eine "un"-bedeutende mathematisch-geometrische Kleinigkeit ist, eine kleine Verflechtung mit einer der 33 Universalien?

Fühlen (Innen (Triebe (incl. Sex), Hunger und andere Bedürfnisse)), Spüren (nach Aussen: Licht, Töne, Moleküle (Geruch und Geschmack), Materie (Tasten)) und was noch?

Haben diese verschiedenen WahrnehmungsReize vielleicht je eigene Sensoren? 
Wahrscheinlich ist es nicht so einfach aufzuteilen, sondern eher ein Mischmasch aus verschiedenen Molekülgruppen, die einander überschneiden und ergänzen.

Das werden Wir alles noch herausfinden.