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Sonntag, 29. Dezember 2013

Temperatur-Entwicklung

Vorsätze: Diesen und den "BruderBlog": SprechLichtung werde *ich nicht weiter beschreiben, das Warum habe ich in den letzten Beitrag der SprechLichtung eingestellt: Trauer-Arbeit. Den zufällig hier hinein geschneiten Leses, wünsche ich viel Freude beim schmökern in meinen beiden Blogs.

Die Leses werden beim folgenden lesen vielleicht bald denken, na und, was soll mich das interessieren! Das oder ähnliches, erfahre ich alltäglich im direkten Umfeld.

Und *ich gebe Ihnen fast vollkommen recht, denn wir Erdmondlichen sind bis gerade eben jetzt, komplett ohne diese Erkenntnisse mehr oder weniger gut zurecht gekommen, also wozu das ganze Wissen, von mehr, als Wir zum alltäglichen Erhalt und für ein bisschen Luxus brauchen?

Ja, genau! Aber wozu sammeln wir Erdmondlichen - uns Menschen mit ein begriffen - das Alles, wenn es für die Alltäglichkeit nicht nötig ist?
Keine Ahnung. Aber Wir tun es, und zwar immer eiffriger, also auch mit immer grösserem Aufwand.
Diese Antwort suche *ich: Warum tun wir teils wesentlich mehr, als wir zum Erhalt und der Fortsexung brauchen?

Nun also ein wenig Mehrwert.

Das Einstein-Bose-Kondensat (http://de.wikipedia.org/wiki/Bose-Einstein-Kondensat) ist auf elementarer Ebene die Aufgabe / Abgabe jeglichen erkennbaren Selbst-daSeins (Individualität), also der Verschiedenheit von Gleichen / -m.
Die Atome, also die einzelnen "Individuen" eines Elements, sind dabei in einem Zustand der - bis auf den jeweiligen RaumZeit-Ort - völligen Übereinstimmung. Alle "Beteiligten" tun dasSelbe. Ein Schwingungszustand einer Masse, in und aus der keinerlei "TeilnehmEs" mehr erkennbar für ein Äusser-Es herausragt.
Die alte Formulierung: "Alles ist EinEs", ist darin Wirklichkeit.

Die Temperatur ist dabei annähernd 0 Grad, also ist k[aum]eine Temperatur messbar. Und die Leses wissen, dass die "Temperatur" einfach die Beweglichkeit und die Bewegungen von Partikeln innerhalb eines (begrenzten) Bereichs im DaSein ist und misst. Je mehr Beweglichkeit, je heftiger die Bewegungen einer Substanz oder auch von enormen Mengen an Partikeln des DaSein, umso höher die Temperatur.

Das ist ganz einfach auch auf uns Menschen übertragbar. Wir erdmondlichen erLebeWesen sind entstanden und werden erhalten in einem sehr niedrigen Temperatur-Bereich des DaSein. Im Vergleich mit den möglichen HitzeGraden des DaSein, erLeben Wir hier fast völlig am unteren Ende der Temperaturskala.
Das erdmondliche daSein ist ein Kalt-daSein.

Der angenehme Temperatur-Bereich für uns Menschen umfasst in Etwa ganze 20 bis höchsten 25 Grad, so zwischen 300 und 320 Grad Kelvin, in Celsius zwischen 25 und 45 Grad. Darunter und darüber brauchen Wir entweder Kleidung oder Kühlung. Und die mögliche Temperatur im DaSein ist in der Höhe fast unendlich. Millionen Grad sind dabei fast Mittelwerte.

Am unteren Ende werden die Elemente also zu einer gleichschwingenden Einheit, in der sogar der RaumZeit-Ort verschwimmt und in den höchsten Höhen ist ebenso verschwommene nur noch brodelnde Einzelheit, allerdings in Form einer unfassbaren Flüssigkeit.
In der Tiefe der Skala engste Verbundenheit, in den höchsten Höhen der Skala absolute flüssige Unverbundenheit.

Worin ist mehr Freiheit zu finden, so wie die Meisten Menschen sie verstehen? 

Wir haben es schon ganz angenehm hier, hier in unserer kleinsten Schutzhülle irgendwo in den fast Unermesslichkeiten des DaSein. Und wie komme ich jetzt zu der unten eingestellten FAZ-Rezension? Das Thema ist ja die Evolution, vielleicht ist *mir deshalb die Einleitung eingefallen, so als Grundierung des Themas?
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Eine farbenfrohe Riesigkeit nicht sehr weit entfernt in der Galaxie.
Der Orion-Nebel, im gleichnamigen Sternbild
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Aus Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 12.11.12, von Thomas Weber.
Eine Rezension zu Enrico Coens Buch: "Die Formel des Lebens". Von der Zelle zur Zivilisation. Aus dem Englischen von Elisabeth Ranke.
Hanser Verlag, München 2012. 383 S., geb., €24,90 

Titel: Die Evolution würfelt immer und überall
Untertitel: Am Anfang die befruchtete Zelle und zuletzt die kulturelle Evolution: Enrico Coen findet zwar nicht die Lebensformel, hat aber ein lesenswertes Buch über Entwicklungsformen von Organismen geschrieben.

Obgleich die Biologie die Physik als Leitwissenschaft weitgehend abgelöst hat, leiden die Lebenswissenschaften unter einem beharrlichen Minderwertigkeitskomplex: Sie haben eben keine allgemeingültigen Naturgesetze zu bieten. Es gab zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts Versuche, eine "allgemeine Biologie" zu formulieren und in der Nachkriegszeit trat die Biologische Kybernetik mit dem Anspruch auf, Steuerung und Selbstregulation von Systemen zum leitenden Deutungsrahmen zu machen. Die Molekularbiologie und die Theorie des egoistischen Gens versprachen schließlich mit einem radikalen Reduktionismus, die Wissenschaftlichkeit der Biologie zu garantieren. All diese ehrgeizigen Versuche scheitern letztendlich an der Geschichtlichkeit des Lebens: Lebende Systeme sind in einem unheimlich komplexen historischen Zusammenspiel von Zufall und Notwendigkeit zusammengeschusterte Erscheinungen, die sich einer Unterwerfung unter eine biologische "theory of everything" bisher erfolgreich widersetzt haben.

Trotz dieser illustren, aber gescheiterten Vorläufer macht der britische Entwicklungsbiologe Enrico Coen einen neuen Versuch, eine solche allgemeine Theorie des Lebens zu entwerfen. Coen erkennt sieben Prinzipien - Variation, Beständigkeit, Verstärkung, Wettbewerb, Wiederholung, Kooperation und Vielfalt -, die Wandel auf sämtlichen Organisationsebenen des Lebens vorantreiben. Die ersten vier Prinzipien bilden die von Charles Darwin und Alfred Russel Wallace formulierte Grundlage der Evolution durch natürliche Auslese. Coen betont aber auch - wie schon andere vor ihm -, dass Wettbewerb allein nicht reicht, um evolutionären Wandel zu verstehen. Der Zusammenschluss von Genen zu Chromosomen, von Zellen zu Organismen und von Organismen zu Gesellschaften kann nur als kooperativer Prozess verstanden werden. Mit Wiederholung (Rekurrenz) beschreibt Coen das Phänomen, dass Anpassungen meist nur relativ sind und daher die Evolution nie eine Pause einlegen oder gar einen Abschluss finden kann. Der Kontext, in dem evolutionärer Wandel stattfindet, ändert sich ständig. Mit Vielfalt meint der Autor, dass der Raum der Möglichkeiten - ob nun genetisch oder kulturell - so groß ist, dass die Evolution nahezu unendlich viele Richtungen einschlagen kann. Coens "Formel des Lebens" beschreibt nun das vielschichtige Wechselspiel dieser sieben Prinzipien.

{Sieben? Da war doch kürzlich was? Erinnern Sie noch die GPC-Rezeptoren, das sind die Proteinketten, die in den Zellmembranen für den Transport aller Arten von Sinnes-Eindrücken zuständig sind (siehe auch den Beitrag "Die noble Chemie") und die dabei jeweils sieben mal gefaltet sind. Und denken Sie bitte auch an die sieben Todsünden, denen die sieben Tugenden gegenüberstehen und so einige Sieben mehr. Ein Zweifl-Es könnte jetzt schon mal die Kaumuskulatur lockern und die Mundwinkel hochheben, wobei vielleicht ein leichtes Grinsen erscheint und dabei denken: "Ja, genau, die dreizehnte Etage, die zwölf Jünger und Alle guten Dinge sind drei und wenn sie noch nicht gestorben sind, dann vielleicht Morgen, oder so, aber ... Sieben? Irgendwas bedeutet das, nur was?}

Coen macht sich an eine ausführlich Beschreibung, wie mit seiner Formel des Lebens die Entwicklung der befruchteten Eizelle zum ausgewachsenen Organismus, das individuelle Lernen und sogar die kulturelle Evolution zu fassen ist. Auf sicherem Grund bewegt sich Coen in seiner Heimatdisziplin, der evolutionären Entwicklungsbiologie. Er beschreibt fachkundig und gekonnt die Vielzahl der Prozesse, die die Individualentwicklung beeinflussen und steuern. Dabei zeigt er sich auch gegen die Gefahr gefeit, Genen zu viel Macht in diesen Prozessen einzuräumen. Gene sind neben physiko-chemischen Prozessen nur eine Ressource, die im sich entwickelnden Embryo wirksam sind. Das Zusammenspiel von genetischen und anderen Prozessen illustriert hervorragend das Prinzip der Vielfalt in der Individualentwicklung.

Ebenso gewandt und überzeugend beschreibt Coen das individuelle Lernen. Aber nur knapp und unzureichend analysiert Coen die kulturelle Evolution. So bleibt offen, ob der Begriff Evolution überhaupt geeignet ist, kulturellen Wandel zu beschreiben. Es wäre hilfreich gewesen, die denkbaren Verbindungen zwischen biologischem und kulturellem Wandel kritischer zu betrachten. Gerade Coens eigene Disziplin, die Entwicklungsbiologie, bietet Möglichkeiten, gängige Modelle der kulturellen Evolution zu kritisieren und neue Ideen zu entwickeln. So hat die evolutionäre Entwicklungsbiologie beispielsweise endlich eine befriedigende Antwort auf die Frage gefunden, was eigentlich die voneinander unabhängigen evolutiven Entwicklungslinien folgenden Merkmale eines Organismus auszeichnet.

Nahezu alle Theorien der kulturellen Evolution stellen sich nicht ernstlich der Frage, was eigentlich die entsprechenden "Merkmale" des kulturellen Wandels sind. Meme waren einst eine populäre Antwort, sie werden allerdings nur noch in der Popwissenschaft ernst genommen. Die beiden Philosophen James Griesemer und William Wimsatt haben erste wichtige Schritte unternommen, neue Konzepte für die Analyse kultureller Evolution zu entwerfen - Konzepte, die individuelles Lernen in seiner sozialen Einbettung berücksichtigen und auch erlauben, die Einheiten kultureller Evolution besser zu bestimmen. Allem Anschein nach kennt Coen weder diese noch andere wichtige Arbeiten auf diesem Terrain.

Gelingt es Coen also, eine allgemeine Theorie evolutionären Wandels zu entwickeln? Hier sind ernsthafte Zweifel angebracht, denn die Theorie bleibt zu sehr an der Oberfläche. Coen bietet eine Gruppe von Modellen an, die sich mit seinen sieben Prinzipien des Wandels auf einer rein formalen Ebene analog beschreiben lassen. Doch dies gestattet noch nicht, von einer allgemeingültigen Theorie zu reden.
Die Behauptung, partielle Differentialgleichungen seien die Theorie der Diffusion von Molekülen, der Wärmeleitung und der räumlichen Ausbreitung von Populationen, würde zu Recht als bestenfalls eigensinnig beurteilt werden. Als heuristisches Werkzeug hingegen, das Denken in neue Bahnen lenken kann, ist Coens Buch mit seinen leidenschaftlich formulierten Ideen und präzise beschriebenen Entwicklungsphänomenen durchaus lesenswert.
Ende FAZ-Rezension.

Die Formel des Lebens?
Das Streben nach Greifbarkeit und Einfachheit des DaSein. Machen Wir es Uns dabei nicht zuu Einfach? Scheuen Wir dabei vielleicht die Komplexität? Also, wenn ich Uns, also zum Beispiel *mich, so im Spiegel betrachte und dabei denke, dann fehlt mir jede Einfachheit, dann fühle ich ziemlich viel kompliziertes.
Ich bin es auf jeden Fall schon mal nicht - einfach -, oder mache *ich es nur kompliziert und die Such-Es nach der einfachen Weltformel, im bekannten Format von: "E = mc²", liegen richtig?

Noch ein paar EndeinSprengsel zur eventuell weiteren Mensch-Entwicklung


Die Leses werden es vielleicht nicht glauben, aber vielleicht ahn[t]en die Leses es auch bereits, das DaSein kennt keine Haltbarkeit, kennt keine dauerhafte Beschäftigung und kennt auch keine ewige Bestandsgarantie, ausser ein-Es nimmt diese Ewigkeit "bestenfalls" als Dauer einer Lebendigkeits-Spanne.
Also im besten Menschen-Fall, für etwa 80 oder ein paar mehr Sonnenumellipsungen. Und diese Haltbarkeits-Begrenzung gilt vom Kleinsten bis zum Grössten, ist also eine Binsenweisheit. Dieses Verhalten des DaSein steckt natürlich auch in allen Beteilligten drinn, also auch in Uns Menschen.

Auch in das Mensch steckt somit die Haltbarkeitsgrenze: die Entlassung, der Garantieverlust und der Verfall der Ewigkeit, vom Kleinsten, also Jedes Einzeln-Es, bis zur Gänze, also der Spezies. So einfach, so wahr, so umfassend, ein bisschen Gespür genügt, darin auch ein Blick. Auch alle unsere Produkte sind so gestaltet.
Alles pure Endlichkeit.

Seit ein paar Jahrzehnten gibt es eine Gruppe von Menschen, die diese Folgerichtigkeit aufgenommen haben und versuchen diese Folgerichtigkeit auszuhebeln. Diese wollen das DaSein "austricksen", dem DaSein eine Bestandsgarantie einpflanzen und die Ewigkeit als Endlichkeit abschaffen. Diese Menschen wollen einfach für immer DaSein, dauernd DaSein, unendlich festhalten am Ich.

Kann das sein im DaSein, für immer daSein?

Diese Jenigen wollen das Mensch quasi unhaltbar machen und das ausdauernd und garantiert. Ist das im DaSein enthalten, das DaSein "auszuhebeln", die Grundlegung des DaSein?

Die Eigenbezeichnung lautet: Transhumanisten (die "DarüberHinaus-Menschlichen", die "Durch-Menschlichen", die "Hindurch-Menschlichen", die "Wechsel-Menschlichen"?; keine Ahnung, wie Nicht-Lateiner das benennen könnten?).

Hier eine kleine Zusammenfassung (in Kürze) von Aussagen des Transhumanismus: 
"Ziel des Transhumanismus ist es, den Menschen, insbesondere das Individuum, von seinem fehlbaren, unvollkommenen, verfallenden Körper - diesem Fleischklumpen {hat ein-Es wirklich so formuliert.} -, zu befreien, zu entkoppeln, um die Beschränkungen der Körperlichkeit in Geschwindigkeit (z.B. der Weiterentwicklung) und Kapazität (z.B. WissensMenge) zu überwinden, und dabei ein Teil des Netzes zu werden (breitere Verbindung (gar Verschmelzung) mit den Anderen), um dem körperlichen Tod zu entkommen."

So in Etwa habe ich das aufgeschnappt, genaueres erfahren Sie, bei Interesse, auf den Seiten der Transhumanisten eben im Netz.
Ein bekannterer Mensch dieser Bewegung ist Ray Kurzweil.

Könnte Oliver-August Lützenich diese Ziel-Richtung, einer so gewünschten Selbst-Veränderung, als Selbst-Aufgabe, als Selbst-Flucht bezeichnen, oder gar als Selbst-Überwindung?
Das körperliche Mensch als Übergangs-Wesen, als blosse Entwickler-Entität für eine neue Spezies des DaSein, das körperliche Mensch also als Evolutions-Gehilfe, weniger noch, als blosses Evolutions-Werkzeug?

Bedeutet das, das Mensch gilt fast nichts im DaSein, das Mensch ist ausbaubar, aus-bau-bar, aus-tausch-bar, ein blosser WeggWerf-Artikel, wie unsere Plastik-Artikel. Das Mensch wird aus der Lebendigkeit entfernt -ausgebaut- und das "Nützliche", das in -Es enthalten war, wird in eine dauerhaftere und flexiblere Einheit eingebaut, eine "Einheit", die auch den Beschränkungen (Bedingungen) dieses Kleinst-Planeten-Systems Erde-Mond nicht mehr ausgeliefert ist, also der besonderen Schwerkraft, dem angenehm niedrigen Temperaturbereich, der Lufthülle (das Mensch ist ja auch noch ein GasWesen, das Neue ist es nicht (mehr)) und der Sonne, als Energiequelle und auch für die gute Laune.
Habe ich etwas vergessen?

Ach ja, die Vielfalt, die Gefühle und Triebe, all das Soziale und ..., die braucht das Neue dann wohl auch nicht mehr, oder nur noch eingedämmt auf das nötigste. 
Die Suche nach Perfektionierung, nach Optimierung, besserer Effizienz, höherer Effektivität, treibt diese Entwicklung voran und fordert und fördert den Transhumanismus.
Vielleicht ist ja genau diese Suche der Hintergrund der Evolution?

Denn, keine Spezies darf in der Entwicklung stehen bleiben, keine Einzelheit im Geschehen des DaSein darf auf kurze, erst recht auf lange Dauer unverändert bleiben. Um Uns herum ist beständiger Wandel, also sind auch Wir kleine Einzelheiten, in diesem Treiben, zu beständigem Wandel aufgefordert, mehr noch: gezwungen.
Denn der Wandel ist ja nicht nur UM Uns herum, sondern auch IN Uns drinn, wenn Viele das auch nicht glauben, aber die Leses wissen(!), was vom g/Glauben meist zu halten ist. Ab und zu erweist auch das g/Glaube[n] eine stimmige Wahrheit.

Dabei  bin Oliver-August Lützenich ein wahrer Gläubiger, bin ein sehr gläubiger Mensch, weil *ich sehr sehr sehr ... vieles einfach nicht weiss, deshalb glaube *ich noch fast Alles, ahne einiges und weiss wenig, aber eins weiss *ich, dass die Evolution, also die stete Entwicklung der Lebendigkeit, um Uns herum UND in Uns drinn weitergeht.

Na, wie dem auch sei: Gute/n Nacht/Tag.

Sonntag, 24. November 2013

Richtungs-Kampf

Ein weiterer aufgebesserter Übertrag aus der SprechLichtung.

Eine Gelegenheit, weiter die Frage zu stellen, wann Wir Menschen aus dem Wissen von Uns, von dem Wissen, wie Wir aufgebaut sind, wie ein-Es im DrInnen funktioniert (Funktion, stammt von lateinisch 'functio' = "Tätigkeit, Verrichtung") und wie Wir im Miteinander agieren, reagieren und interagieren, welches ja nun schon reichlich vorhanden ist, auch zum Vorteil von uns Allen profitieren. Von Uns Allen. Weil, bisher ist der Profit immer nur für wenige, die Meisten überLeben nur so hindurch.

Zuerst stelle Oliver-August Lützenich den "Kondensationskeim" für diesen Beitrag vor und dann stelle ich meine Gedanken dazu ein.

WortHerkunft: Da es in dem folgenden Gespräch auch um den Begriff »Moral« geht, hier ein paar Vorgedanken dazu:

Ethik ist im indoEurop.: "Eigenart, Eigenheit", und ist zu griech. "Sitte, Brauch" und dann zu griech./lat. "Gewohnheit, Herkunft" geronnen.
Moral ist im indoEuropäischen: "starken Willens sein, heftig begehren", und ist zu lat. "Sitte, Brauch; Gewohnheit, Charakter", mit der Grundbedeutung "Wille; genauer: der zur (persönlichen) Regel gewordene Wille." geworden.


Für *mich ist Ethik somit vom Ursprung eine traditionelle Gruppen- / Familien- oder Umgebungs-Handlungsweise und die Moral vom Ursprung eher die persönliche Handlungsweise. Der Ethos ist Sitte und Brauch aus Überlieferung, die Moral ist Sitte und Brauch aus selbst-erlebter/-erfahrener Vergangenheit (auch Prägung) oder familiärer Überzeugung.
Ethik ist also mehr Gruppe, Moral mehr Individuum. Die Moral ist somit in eine Ethik eingebettet. So lese ich auch ...

Das folgende ist eine Mischung aus der "Sonntags Zeitung" (Schweiz), vom 30.09.2012, und der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung", vom 14.10.2012, ein Gespräch von Hubertus Breuer mit dem US-amerikanischen Sozialpsychologen Jonathan Haidt, das in beiden Zeitungen leicht verschieden und gekürzt veröffentlicht wurde.

Ich habe beide Gespräche in der, denke *ich, passenden Reihenfolge und Länge zusammengestellt, ohne darin einzugreifen. Meine Kommentare und Zusätze stehen in Klammern und bleiben schwarz.

Titel: Konservative haben das realistischere Menschenbild

Untertitel: Konsenshalluzination. Über moralische Intuitionen und den Präsidentschaftswahlkampf in den Vereinigten Staaten.

Einführung: In den USA streiten Republikaner und Demokraten um die Präsidentschaft - und feinden sich an, als verkörpere die andere Partei den Leibhaftigen. Jonathan Haidt, renommierter Sozialpsychologe an der New York University, will den Grund dafür kennen. In seinem neuen Buch «The Righteous Mind» («Der gerechte Geist»; Pantheon, 448 Seiten) erklärt er, dass der moralische Kompass des Menschen sechs Grundintuitionen kenne. Konservative und links geneigte Wähler seien davon unterschiedlich geprägt - auch in Europa - und bildeten so zwei Lager, die sich unversöhnlich gegenüberstünden.
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Hubertus Breuer (HB): In Ihren Augen geht das extreme Lagerdenken in der US-Politik auf die Moral zurück. Wie das?

Jonathan Haidt (JH): Früher waren Parteien in den USA Koalitionen verschiedener Interessengruppen, etwa von Fabrikarbeitern aus dem Norden und Farmern aus dem Süden. Was sie einte, waren materielle, ökonomische und politische Interessen. Deshalb fand sich in jeder Partei und unter ihren Wählern eine moralische Vielfalt, von konservativen Christen bis hin zu progressiven Politikern.

HB: Wie kam es zum Wandel?

JH: Seit den 1960er-Jahren drehen sich die nationalen Debatten in den USA vor allem um Werte - um Rechte für Schwarze, die Hilfe für sozial Schwache oder die gleichgeschichtliche Ehe - und die Rolle, die der Staat dabei spielt. Das hat es vorher in der Geschichte der USA nicht gegeben. Deshalb bestimmt heute die moralische Weltsicht, welcher Partei man sich zugehörig fühlt.

HB: Was glauben Sie denn, was die Moral der Demokraten ist?

JH: Im moralischen Zentrum der politisch links stehenden Menschen in den USA steht die Sorge um die Schwachen. Ausserdem befürworten sie soziale Fairness und die Freiheit des Individuums.

HB: Das klingt doch vernünftig.

JH: Sicher, das halten auch viele Psychologen und selbst akademische Philosophen, die alle meist links stehen, für den Kern der Moral. Aber diese drei wichtigen Werte sind nur die halbe Wahrheit. Das moralische Spektrum des Menschen ist viel weiter gespannt.

HB: Das heisst?

JH: Bei Befragungen in den USA und in anderen Kulturkreisen haben wir herausgefunden, dass konservative Menschen zusätzlich drei weitere Dinge für sehr wichtig halten: den Glauben an Autorität, Gruppenloyalität und an die Unantastbarkeit bestimmter Symbole, in den USA zum Beispiel die Nationalflagge. Konservative haben deshalb ein realistischeres, weil vollständigeres Menschenbild. Deshalb fühlen sich viele Wähler der Mittelschicht von Republikanern auch besser vertreten, selbst wenn die Partei eine Wirtschaftspolitik vertritt, die gegen ihre Interessen geht.

HB: Aber selbst wenn man verschiedener {moralischer} Meinung ist, muss es nicht so feindselig zugehen, wie man es derzeit in den USA erlebt, oder?

JH: Das Problem ist, dass die Menschen die Gründe für diese Differenzen nicht erkennen {nicht wissen, woher die Verschiedenheiten kommen}. Sie leben meist inmitten von Menschen (in Gemeinschaften), die ihre moralischen Ansichten teilen. Ihre moralischen Intuitionen fühlen sich deshalb bald {Prägungso wahr an wie Aussagen der Mathematik. Es ist wie in dem Science-Fiction-Film «Matrix» - eine kollektive Konsenshalluzination.

HB: Da kann man doch diskutieren.

JH: Ja, aber so einfach ist das nicht. Moralische Intuitionen sind nicht rational. Sie beruhen auf dem Bauchgefühl. Und es ist schwer, andere von seinen Gefühlen zu überzeugen. Deshalb geraten Menschen, wenn sie ihre moralische Sicht begründen sollen, leicht ins Schwimmen.

HB: Können Sie ein Beispiel nennen?

JH: Wenn Republikaner erklären sollen, warum sie gegen die gleichgeschlechtliche Ehe sind, gehen ihnen schnell die Argumente aus. Die Ursachen unserer Urteile und die Gründe, die wir für sie nennen, haben eben wenig miteinander zu tun. Dabei ist sonnenklar, dass die Ablehnung schlicht mit einer Vorstellung von Ehe zu tun hat, die sie als unantastbar ansehen.

HB: Das sehen aber einige Moralphilosophen anders. Die sagen, die Vernunft entscheidet.

JH: Das ist wie der Streit zwischen dem Idealisten Immanuel Kant und dem Empiriker David Hume. Doch wer allein der Vernunft vertraut, gibt sich klar einer Illusion hin. Unsere moralischen Grundintuitionen sind keineswegs immer vernünftig.

HB: Kann man dann jemanden überhaupt je überzeugen, seine moralische Meinung zu ändern?

JH: Ja, aber es ist nicht einfach und dauert. Wie wir die Welt politisch und moralisch sehen, ist zu einem nicht vernachlässigbaren Grad angeboren. 

HB: Aber gegen die Biologie kommt man doch schlecht an.

JH: Unsere biologische Veranlagung erhöht nur die Wahrscheinlichkeit, das wir uns bestimmte moralische Werte zu eigen machen. Wir sind also nicht biologisch determiniert, eine bestimmte Meinung zu haben. Konkrete moralische Haltungen etwa können sich durchaus ändern. Das rationale Ich ist nur ein kleiner Reiter, der auf einem grossen Elefanten sitzt. Der Elefant entspricht unserem Unbewussten - und da liegen auch die Wurzeln unserer moralischen Intuitionen. Diesen Elefanten muss man massieren - dann ändert sich vielleicht etwas. So haben viele Menschen über Jahre ihre Meinung zur Homo-Ehe geändert, weil in Fernsehserien homosexuelle Paare auftreten und viele Prominente sich geoutet haben.

HB: Wäre es besser, wenn alle Mitglieder einer Gesellschaft die gleiche Moral teilten?

JH: Das ist wenig wünschenswert. Moral hilft Menschen, Gruppen zu bilden. Gruppen kooperieren aber am Besten, wenn es darum geht, im Wettbewerb gegen andere zu bestehen - und dabei helfen moralisch konkurrierende Weltentwürfe. Ich denke, es ist gut wenn die Bürger einer Nation Werte und eine kulturelle Identität teilen, die es ihnen erlaubt, sich gegenseitig zu vertrauen. in jeder Gesellschaft gibt es Leute mit eher konservativem Temperament, die daran arbeiten Institutionen und Traditionen zu bewahren, und solche, die mehr links stehen und die Dinge verändern wollen. Diese Konkurrrenz ist gesund, solange man sich nicht dämonisiert.

HB: Haben verschiedene Moralsysteme auch die Stammesgeschichte des Menschen vorangetrieben?

JH: Zweifellos. Aber nicht jedes Moralsystem ist überlebensfähig. Es sollte nicht nur das moralische Spektrum des Menschen so weit wie möglich bedienen, es muss die Kooperationen stärken. Bereits Darwin hat erkannt, dass die Gruppen, die zusammenhalten, Verbände von Egoisten schlagen. In aller Regel sind wir bereit, nicht nur für unser persönliches Interesse, sondern manchmal auch für die Gemeinschaft tätig zu werden.

HB: Welche Rolle spielt Religion dabei?

JH: Religion liefert das Stützskelett für ein Moralsystem - und ist darin oft sehr erfolgreich. Die Anweisungen eines Gottes sind eben verbindlich und lassen sich nicht beliebig in Frage stellen. Deshalb werfen religiöse Menschen Versuchen weltlicher Moralbegründung vor, auf Sand zu bauen. Aber eine säkulare Weltsicht kann quasireligiöse Symbole nutzen, eine Verfassung etwa oder einen Gründungsmythos.

HB: Moralisches Lagerdenken führt aber oft dazu,  seine Gegner zu erniedrigen.

JH: Sehen Sie, die Linke fühlt sich oft unwohl bei dem Gedanken an Konkurrenz zwischen Gruppen, die Rechte dagegen nicht. Experimente zeigen, dass man, werden Menschen willkürlich in Gruppen aufgeteilt, die Mitglieder seiner eigenen (willkürlichen) Gruppe mehr schätzt. Gleichzeitig hasst man andere Gruppen aber deshalb nicht mehr. Das sieht man schon im Mannschaftssport. Man glaubt an sein Team, aber man will den Gegner ja nicht vernichten. Deshalb kann man nach dem Spiel gemeinsam ein Bier trinken gehen. Manche vergessen freilich, dass man weiter miteinander leben muss. Hooligans etwa und manche Politiker.

HB: Eine naive Seele würde behaupten, es wäre doch nett, wenn man sich zur Abwechslung einmal verträgt.

JH: (lacht) Sicher. Denken Sie nur an John Lennons Lied «Imagine»: «Imagine there's no countries / It isn't hard to do / Nothing to kill or die for / And no religion too.» Das könnte die Hymne vieler Linker sein. Aber eine solche Welt würde zu Anarchie, nicht zu Glück führen. 
Wer Kinder hat, neigt dazu, konservativer zu denken. Ordnung und klare Konsequenzen für Handlungen beeinflussen das Verhalten Heranwachsender auf überraschende Weise. Der blinde Fleck der Linken ist, dass sie dieses moralische Kapital nicht verstehen. Man kann keine Gesellschaft nur auf Liebe, Vertrauen und Mitgefühl errichten. Man braucht Institutionen, Gesetze, Autoritäten, Normen und Grenzen. Der blinde Fleck der Linken ist, dass sie dieses moralische Kapital nicht so gut verstehen wie Konservative.

HB: Viele konservative Amerikaner bezeichnen die westeuropäischen Staaten abfällig als «sozialistisch».

JH: Die amerikanische Linke bewundert Europa und hat lange versucht, ihm das eigene Land ähnlicher zu machen. Nicht ohne Grund: Der europäische Sozialstaat der Nachkriegszeit schien zu funktionieren. Doch die Rechte hat seit den 1970er-Jahren erklärt, Wohlfahrtsstaaten europäischen Zuschnitts seien nicht finanzierbar. Jetzt sehen wir, dass sie recht haben.

HB: Das sehen viele sicher anders. Davon abgesehen wird der Wert sozialer Solidarität in Europa weit mehr betont als in den USA.

JH: Eine der stärksten Motivationsgründe für unser Handeln bleibt die Gruppenzugehörigkeit, eine homogene Gesellschaft fühlt sich wie eine Familie an - da ist man auch bereit zu helfen. Aber viele Parteien in Europa wollen kulturelle Vielfalt fördern und gleichzeitig die Bedeutung einer nationalen Leitkultur herunterspielen, - das ist eine Mischung, die langfristig wahrscheinlich dazu führt, dass die Steuerzahler nicht mehr bereit sind grosszügige Sozialstaaten zu finanzieren.

HB: Aber gerade die USA sind durch ihre Vielfalt geprägt.

JH: Richtig. Um so wichtiger ist es, dass wir Einheit stiftenden Dingen wie der Sprache, unseren Gründervätern oder der Nationalflagge einen hohen Stellenwert zusprechen.

HB: Sie hören sich wie ein strammer Konservativer an.

JH: Als ich das Buch zu schreiben anfing, war ich das, was man in Amerika einen «Liberalen» nennt, ein Demokraten-Wähler. Jetzt würde ich sagen, dass ich rechts der Mitte stehe. Das bedeutet keineswegs, dass ich Republikaner geworden bin - die Partei befindet sich heute in einem moralisch wie intellektuell völlig chaotischen Zustand. Ich beabsichtige daher, Obama zu wählen.

Ende FAS/Sonntags-Zeitung-Gespräch.
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Fern-Sehen auf dem "Insulaner"
in Berlin-Schöneberg
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<Linke sollen den Menschen also nicht in aller Komplexität verstehen, weil sie allzu gerne das unvernünftige (das unlogische) der Gefühle, der Biologie, der Religion, der Prägung, der Traditionen, des Rechts und der Moral ausblenden.

Bisschen viele Bereiche - wichtige Bereiche -, die ohne Folgerichtigkeit auskommen müssen - da stimmt doch was nicht, oder?

>Rechte tun das alles nicht, sie kommen mit der Sprunghaftigkeit und Unerklärbarkeit und all den Einseitigkeiten und Übervorteilungen der Vergangenheit und des noch gelebten Alltags gut zurecht.
Dafür blenden die Rechten eben die Logik (u.a. die aktuelle Wirklichkeit, also die Folgen der Vergangenheit) aus.

Die Frage für *mich ist also: Ist das so? Ist das so einfach?

Selbstverständlich komme ich nicht umhin zuzugeben, dass Wir Menschen noch "Lager-Wesen" sind, wenn es Ihnen besser gefällt: Wir sind GruppenWesen. Wir brauchen zum [Er-]Halt eine Gruppe, welcher Wir an-/zugehören.
Hörig, wie Wir zumeist noch sind: zu-gehörig. Ist einfach noch nötig, ich gehöre auch noch zu Europa und darin insbesondere zu Deutschland, aber ich bin KEIN "Deutscher" mehr, *ich bin ein Mensch, nötigstenfalls ein deutsches Mensch, aber Was (Sie + Er + Was auch immer ein-Es sein möchte = Was) sag ich das, Alle Ander-Es sagen, ich sei Deutscher, ich kann da nichts dafür und auch nichts dagegen machen.

Die Leses wissen ja vielleicht, das EsLebendigkeit ist eine DaSein-Form die NICHT Selbst-Entschieden ist, sondern noch Fremd-[Selbst-]Bestimmt. Somit sagen die Ander-Es mir *Selbst, wer *ich bin und was *ich bin, da kann *ich machen, was *ich will.
Die Ander-Es schauen *mich an und hören mir zu und sagen dann vielleicht: "Schwede?", aber wenn Sie dann genauer hingespürt haben, dann sagen Sie: "ach, ja, das war jetzt aber typisch ..." Schublade, da hilft auch keine Schuhcreme und ein anderer Dialekt, oft nicht, aber gut ...

Zurück an das Gespräch.

Die Linken sind also mehr oder weniger abgehobene oder vergangenheitsferne Träumer und die Rechten die verwurzelten, vielleicht sogar ganz geerdeten. Also sind die "Rechten" nicht die aus der Erde ins Licht oder Nacht ragenden - wie vielleicht die "Linken" -, aber dafür ein je Ganzes zusammenhaltenden EsLebendigkeits-Pragmatiker.

>Rechts ist also die Feste(Wasser)-Erde,
<Links ist die Luft(Wind)-Erde?

Was dieser Ansichten ist, steht auf welcher Seite?

Kann auch in der Mitte herumstehen.
Oder ist da 'was drann?

Ist auf jeden Fall innerhalb des gewohnten und des von der Forschung so gerne bestätigten Rechts-Links-Spektrums. Die Lebendigkeit und seine Inhalte, auch das Mensch, zwischen Rechts und Links ausgespannt, getrennt, aus-ver-teilt. 2-Dimensionales Denken und wohl auch Fühlen, denn die RaumZeit gibt mehr her, VIEL mehr her, als nur Links und Rechts und die Mitte, die unweigerlich DaZwischen drinn ist.

Darf Oliver-August Lützenich den sozialpsychologischen Forschungsvorgaben und deren Feldversuchen misstrauen? Sie befinden sich innerhalb eines gepflegten, traditionellen, biologischen, geprägten Freund-Feind-Gefühls und somit auch eines Denkens, das auch die Forschung und deren Versuchsaufbauten bestimmt, - und Bestimmung ist stets EinGrenzung oder AusGrenzung.

Und Ein-/AusGrenzung ist immer ein Mangel an Freiheit, die noch möglich ist, denn ausserhalb von [Selbst-]Bestimmungen ist immer noch etwas zu finden, wenn auch vielleicht manchmal nur wenig, aber immerhin. So esLebe *ich das nun schon seit Jahrzehnten, wahrscheinlich nicht nur *ich, allein, es bleibt ohne kurzfristige Konsequenzen, sowohl für das politische, als auch für das sonstige Handeln in das Menschheit. Die Entwicklung zur Erweiterung der Grenzen ist immer noch eine "Sache" des DaSein, der Evolution, und die handelt in sehr kleinen Schritten, so dass Erkenntnisse, die wir Menschen heute 2013 erkennen, erst vielleicht 2055 zu zaghaften Veränderungen wird? Oder noch später.

Das Denken ist, wie ich schon geschrieben habe, die Schaumkrone des Gefühls und in manchen Menschen ist das Gefühl ziemlich eng, beengt, wenig weit, wenig ausgebildet, wenig vielfältig, unbunt, einseitig, wenig vermischt und wenig beweglich. Da tut Selbst-Erkenntnis auch erstmal wenig weh, wenn so wenig davon da ist, so wenig Gefühl, so wenig WEITE und VIELFALT im Gefühl. (Ist das eher Links oder Rechts?)

Ja, Sie liegen richtig, ich zweifle an diesem Denken, ich zweifle an den Grundlagen dieses Denkens, also an dem Gefühl, das so ein Rechts-Links-Lagerdenken erschafft.
Also ich zweifle an der Tradition dieses Gefühls, an dem bisherigen Gebrauch, und an dessen Qualität (lat. 'qualis' = "wie beschaffen") und der Quantität (lat. 'quantas' = "wie gross, wie viele"). Darf ein Mensch am Gefühl zweifeln?

Am allgemeinen Gefühl, am im Menschen allgemein verbreiteten Gefühl, an Unserem Gefühlszustand? An dessen Qualität, Quantität, an dessen Umfang und Tiefe und dessen Gebrauch?
Darf ein Mensch daran und darin zweifeln?

Darf ich das Mensch als komplexere Lebensform betrachten?
Obwohl Oliver-August Lützenich selbst darIn stecke, also Selbst ein-Es bin, oder muss ich zuerst auswandern aus dem Mensch-Sein, um Es in aller Gänze und Komplexität zu erkennen? Erst recht, um es Frei vom Selbst-Sein zu begreifen.
Wie fasse ich das Mensch-Sein dann an?

Ganz vorsichtig!
Um Es, - das Mensch -, nicht in eine Richtung oder eine Form zu drängen, denn mir ist die Gänze wichtig, die Komplexität, das Schillernde, all die Vielfalt der Lebendigkeit, ob Mensch oder anderes Tier oder Pflanze oder Pilze, ist erst mal GleichGültig.

Die Leses wissen vielleicht, das Natur, dem DaSein, ist das Lebewesen Mensch GleichGültig, wenn Sie wollen: egal. Ob Wir aussterben oder noch lange und wie weiterleben, ist das Natur genauso wichtig, wie das der Tsetse-Fliege oder das Innenleben der Andromeda-Galaxie, es läuft so dahin; - von einem von Uns noch nicht gefundenen Mechanismus in Gang gesetzt und mit der Organisation und den Gesetzen der Mathematik und der Evolution ausgestaltet und auch fast gänzlich berechenbar.

Dabei ist das Einzelne, ob als Gruppe, Art, Spezies oder auch winzigste Einzelheit, - ein Selbst -, nicht wichtig, auch wenn Viele in[mitten von] Uns das lange und gerne behaupten. Es gibt keinen einzigen kleinsten oder auch grössten Fingerzeig - ausserhalb des reinen Glaubens -, das auch nur den Hauch einer Ahnung erkennen liesse, dass Wir Menschen, oder auch dieses Kleinst-PlanetenSystem Erde-Mond, oder auch diese Galaxie, in der auch Wir kreisen und reisen, etwas ausgezeichnetes, besonderes ist, auf das Irgendein-Es oder IrgendEtwas zeigt und deutet und "spricht": auf DAS da(sein) kommt es an. Oder so?

Für Uns Menschen Selbst sind Wir Menschen freilich etwas besonderes, es wäre wohl dumm, wenn es anders wäre, aber das behauptet eben auch das Erdhörnchen von-s ich, soweit es dazu in der Lage ist, also alles völlig normal.
Ja, Wir sind normal. Punkt.
Aber dem Gesamt-DaSein sind Wir egal.

Mir aber nicht.

Was Wir aus dem Potential, welches Wir verpasst bekommen haben, machen, ist dem DaSein vielleicht wurscht; Wir sind nur eine DurchgangsForm, eine ZwischenLösung, bestenfalls.
Wenn Sie die Billionen bedenken; können Sie Billionen bedenken? Billionen!
Dann wissen Sie oder erahnen zumindest - wie *ich - wie wichtig Wir für und in dem Ganzen sind, wenn ich auch hier schon etwas anderes formuliert habe und somit auch -- gefühlt -- habe, dass Wir ganz ganz wichtig sind, für die weitere Entwicklung der Bewusstheit der Lebendigkeit und damit des DaSein.

Nun, das DaSein hat noch andere Möglichkeiten und, um es in unserer Erfahrung zu formulieren: das DaSein (also das gesamte Geschehen der Wirklichkeit und der Kunst) hat noch andere Eisen im Feuer, noch andere Pfeile im Köcher, ... wie es Ihnen beliebt.
Das wiederum ist mir aber so was von wurscht!

Wir sind wichtig, also gehe *ich mit grösstmöglicher Vorsicht, Umsicht und Zartheit vor, beim erforschen und erkennen und esLeben und esLeiden der EsLebendigkeit, und dabei habe *ich entdeckt, dass die Gefühle, die Uns mitgegeben wurden und auf denen auch Unser Handeln und Denken beruht, noch ziemlich ausbaufähig sind.

Jetzt bin ich wieder bei obigen Gespräch und dem engstirnigen Lagerdenken, das darin besprochen und beforscht wird.
Ja, so war das und ist das bis Jetzt immer noch (Sie wissen vielleicht, dass von der Herkunft her, das Wort Jetzt "immerzu" bedeutet.) und wird es auch so bleiben, solange Jetzt für Alle gilt und auch die "Zukunft" einfach - Jetzt - bleibt.
Spitzfindigkeiten, denken Sie vielleicht. Gut, ja, ist eine Spitzfindigkeit, hoffentlich eine, die in etwas Neues hineinreicht.

Ja, klar, Konservative sind eher Gläubig und Bewahrend und Traditionsbewusst und National und Linke sind ..., setzen Sie was ein; und die in der Mitte stehen so herum und tuen Liberal, also GleichGültig, und alle Lebendigkeit findet auf einer Linie statt, - an einer Front -, die von Links über die Mitte nach Rechts reicht, ja genau, so ist bisher das Gefühl und auch die entsprechende Vorstellung und auch die dahingehend gefundenen Forschungsergebnisse:

Front-Lebendigkeit---------------------Mitte-------------------Rechts!

Und hinten ist die Vergangenheit und vorne das Unbegangene, Ungelebte, irgendwas Un- auf jeden Fall. Ja, genau. So muss es sein.
Muss es das? Ist es das?

Wenn Sie das so fühlen, und Sie dort drüben auch und Sie dahinten ebenfalls, und Sie hier vorne vor dem Computer auch, na, dann ist es wohl so, oder?
Oliver-August Lützenich bin da nicht mehr sicher.

Mir ist die Wirklichkeit weit weniger ein- und beschränkt, wie SIE (das Wirklichkeit?) es Uns zumeist noch ist. Hätte ich auch "scheint" schreiben können, na egal.
Sicher ist eher, dass das nicht Alles und Weiterhin so ist, sondern dass es so war und noch engstehend ist, ja, Wir bilden noch Lager, keine Konzentrationslager mehr, wenigstens nicht mehr in Deutschland, aber Wir fühlen und denken noch einfachheitshalber in (engen) Grenzen, die Wir selbstverständlich verteidigen, verteidigen müssen, dafür sind es ja nun mal Grenzen.

Grenzen müssen verteidigt werden. Lagerinsassen müssen verteidigen, selbst, wenn sie, wie in den Versuchen geschehen, willkürlich, zum Beispiel einfach an Farben gebildet werden, die blindlings aus einem Topf herausgegriffen wurden, oder haben Sie-s ich die Hautfärbung, die Sie sind ausgewählt?
Oder gar die Weltgegend in die Sie gezeugt wurden?

Ja. Na, Sie Glücklich-Es. Dann haben Sie allen Grund, das bis aufs Blut zu verteidigen, schliesslich sind es Ihre Grenzen. Danke.

Selbst-Erkenntnisse, Selbst-Bewusst-Heit, wann fliesst das in Unser Handeln ein?
Wahrscheinlich habe ich Sie jetzt Alle verscheucht, denn, Was will denn so was in diesen RaumZeiten lesen, aber "gleichgültig" (mei, so ist die Natur eben und somit auch ich) es musste einfach hinaus in die Tastatur hinein und fort damit nach Google.
Tschüss.

Montag, 28. Oktober 2013

Naivi-tat

Diesen Beitrag vom Oktober 2012 habe ich nun auch ein wenig angepasst und ausgebaut, aber ansonsten ist alles Gleich geblieben, wie auch die Situation auf den Bildern - ebenso von Anfang Oktober 2012 - zwischen dem Text fast Gleich geblieben ist. Es ist und bleibt ein Beitrag der Verwunderung eines "jungen" Forschend-Es, welches langsam verwortet, was Es - *ich - fühlt und spürt im persönlichen Selbst und im DaSein. Naivität.

Ab hier:
Ein bisschen Abstand gefällig?
Wo Wir doch ALLE eigentlich näherrücken wollen? 
Ist doch unser irdischer Trieb, oder?; das Näherrücken, das Verkürzen der Distanz[en], aber irgendwas bleibt und ist immer DaZwischen.

Die Leses wissen in-zwischen von meiner Neigung, stets das Mikroskop hinein in die Worte und die Taten; und das Makroskop um Alles, was auch Da-Hinter und Da-Zwischen ist anzulegen, manches mal fische ich dabei noch ziemlich im Trüben.

Aber aufGrund der oft herausragenden Denk-Es und Forsch-Es, die mir und Uns voraus-erLebt haben und teils noch erLeben, treffe ich oft auch ins "Schwarze" (Warum eigentlich "das Schwarze"?, ach ja, wegen dem schwarzen Zielpunkt auf jeder Zielscheibe; jetzt ist mir das auch klar.), weil sonst ...?

Heute sind mir ein paar Zeilen zur Verschiedenheit eingefallen.
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Bilder vom Zeltplatz der protestierenden Asylbewerber
 aus ganz Deutschland auf dem Oranienplatz in Berlin-
Kreuzberg. Wie gehen Wir miteinander um?
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Was empfinde *ich im Wort: Verschiedenheit?

Bisher ist die Verschiedenheit fast ausschliesslich zwischen den Menschen.
Ausserhalb.

Zwischen den einzelnen Menschen ist die Verschiedenheit zu finden.
Die Verschiedenheit, die eine Grösse ist, die eine kleine Portion ist, von Mensch zu Mensch, von Lebewesen zu Lebewesen, die ein ganz klar erkennbares Volumen ist, wird bisher noch stets nach Aussen getragen, ins Umfeld verlagert: als Besitz, als Einfluss bei Ander-Es, auf Ander-Es (Macht), als Oberfläche[-n-Spannung); und da das so ist, bleibt im Inneren, also im jeweiligen Selbst, fast nur die Gleichheit, die absolute Selbst-Ähnlichkeit zurück.

Und wird als Gleich-Gültigkeit ausagiert.

Verschiedenheit ist ein Grösse (keine Kleine) im DaSein, die bisher jedoch fast nur im DaZwischen zu [er]finden ist.
Innen ist fast immer AllEs und All-Es dasSelbe.
Innen ein (Selbst), Aussen viel (Es) Verschiedenheit (Es).

Noch geht es meist um das Haben, um den Haufen, um das zustellen oder dirigieren von Ander-Es, darin steckt noch die Verschiedenheit (fest) und im Selbst fehlt sie meist.
Klar sind Wir alle Verschieden, aber nicht worin, sondern woran?

Wir sind Verschieden an und in der Oberfläche, am An-Schein, am Kontostand und an Einfluss, aber weiter und auch tiefer ist die Verschiedenheit noch nicht gekommen.

Ein bisschen weiter und tiefer ist die Verschiedenheit in den demokratischen und wissens-stärkeren Bereichen (Gesellschaften) der Menschen-Gemeinschaften gekommen. Aber genau dort ist auch die Verlagerung der Verschiedenheit nach Aussen am stärksten. Das Band zwischen Verschieden und Selbst ist fast zum zerreissen gespannt. Die Gleichheit zum Platzen gedehnt. Die Übertreibung in/mit der Verschiedenheit im Aussen, weckt - in *mir -einen Widerstand und bewirkt eine Erkenntnis, eine Einsicht: 

Der Widerstand und damit verbunden die Einsicht, fördern ein Bewegung, nämlich die Verschiedenheit von Aussen abzuholen und diese Portion in die MitGlied-Es des DaSein einzubetten. Ja, Wir sind Alle Gleich, das meint jedoch auch, dass wir Alle verschieden sind. Dass wir Alle verscheiden. Verschieden und verscheiden, eine kleine Umstellung aber ein grosse Wirkung: Intimes der ErLebendigkeit.
Wenn auch erst mal nur im Deutschen.

Wir leben stets in Gruppen, in denen Konformität gilt, Gruppen die Anpassung einfordern, die automatisch einen Zwang zur EinHegung und Kappung der Verschiedenheit erregen. 

Gruppen sind in Haut gegossene Mengen.
Gruppen brauchen einen hohen Grad der Aus-Richtung an eine Mitte, eine stete Verkleinerung der Verschiedenheit.
Jedes ErLebewesen ist eine in Haut gegossene AnGleichung.

Das Mensch ist eine AnGleichung von aberBillionen von Zellen. Mit direktestem Kontakt, intensivster Verständigung und hoher Abstimmung: jede kleinste Muskelbewegung, jedes kleines Gedanke - z.B. - braucht Millionen-, Milliarden-, manches auch Billionenenfaches Abstimmen und Übereinstimmen (Kohärenz, Kompilation, Komposition, Kompetenz und Koordination, alles in ein-Es!). Banal, ich weiss.

Mensch-Sein ist in Gruppen-Sein.
Wir sind Gruppen-ErLebeWesen und das zwingt zur Anpassung, AnGleichung und Übereinstimmung. Wie weit geht da die Verschiedenheit vonEinander, inEinander?

Naivität: Kein Mensch ist allein, kein Mensch ist ganz und gar verschieden, also un-Gleich, also verschieden in einem nur phantasierbaren vollkommenen Sinne. Das gibt es im DaSein nicht, das DaSein ist enorme Massen an Selbst-Sein. Ist Gleichheit, mit einer grossen Portion Verschiedenheit, auch durch Verscheidenheit.

Fast Alle er-möglich[t]e Verschiedenheit ist bisher jedoch noch im Aussen ausgelagert, im DaZwischen der Menge des Selbst organisiert ausgelagert.
Organisiert, statt Individualisiert.
So empfinde ich das.

Oliver-August Lützenich ist lieber die Verschiedenheit etwas mehr einzuholen, ins Selbst, und damit auch die Freude und die Schönheit, die in Verschiedenheit ist und - was weiss *ich schon - vielleicht entlastet das auch die Verscheidenheit; und Wir erLeben damit etwas mehr und auch länger?
Naivitat Ende.