Samstag, 28. April 2012

Was ist das Allgemeine?

Sie werden in meinen Texten wenig oder gar keine Allgemeinheiten finden, präziser: Sie werden keine Allgemeinheiten finden, denen *ich irgendeine Besonderheit, quasi eine Persönlichkeit zuspreche, die bereits als eines von vielen Inhalten innerhalb dieser Allgemeinheit vorhanden ist.
Ein Beispiel: Alle Fahrradfahrer sind ..., besser: DIE Fahrradfahrer sind soundso, oder alle Autofahrer sind ... Ich bin gewiss, so einen Allgemeincharakter gibt es nicht, als Mischung ist im Allgemeinen immer Alles von Allem/n enthalten und eine besondere Ausprägung erfährt eine Allgemeinheit stets nur im Vergleich mit einer anderen Allgemeinheit, die ähnlich strukturiert und mit gleichem Inhalt gefüllt ist. Was wäre die Vergleichsmasse mit den Fahrradfahrern?
Oder mit den Menschen? Die Schimpansen?

Als also Frau Weisband in ihrem FAZ-Blog von Allgemeinheiten schwärmte, wurde ich hellwach! Ausserdem kam auch Gott vor, aber lesen Sie Selbst oder auch nur meinen Kommentar.
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Yves Klein, "Dessin sans titre, 7"
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Hallo Frau Weisband, ich schrieb einst (Aufgepasst, Poesie:), schonen Sie sich, denn ich schone Sie nich;-).
Sie wollen Kunst, also gut, hier bekommen Sie Kunst. Durch die Leitung geflogen, mitten rein ins Ge[d/s]icht; aber das Kunst, Einschränkung: das "gute" Kunst, hälts mit Oberflächlichkeit nicht lange aus, also weiter, durch die Augen mitten rein in die Innerlichkeit.

Also dahinein, wo gute Kunst erst entsteht; das beste Kunst geht noch weiter rein, noch näher hin, an die Stellen, an denen es funkt, an denen es blitzt, an denen erst entsteht, was Sache ist, dort, wo noch nichts war, ausser Potential, pures Potential, das noch keine Richtung und keine Ausprägung kennt, sondern ALLES ist: reines SEIN, noch ohne das uns ausmachende DaSein.
Bis dorthin geht das beste Kunst.
Oder von dort kommt Es, das weiss Mensch noch nicht so genau.

Aber erst einmal wieder zurück, mitten hinein ins pralle DaSein, mitten hinein in die Wüstenei der Worte ("wüsten" = verschwenderisch mit Etwas umgehen), in die Stofflichkeit der Worte. Nun kauen Sie mal schön:

"Die" Literatur hat einerseits den unbe-schreib-lichen Vorteil, dass Mensch "sie" ... (sie? wirklich? Bei so vielen Männern! 10 mal mehr als Frauen. Das ist Tatsache NICHT Wertung, ich machs mal neutral:), ... dass Mensch es mit Es  (das Literatur) treiben kann, wie Mensch es will.
Mensch kann Literatur anlesen, durchblättern oder nur anschauen und gleich wieder beiseite legen, das kann Mensch zwar auch mit anderes Mensch, aber dieses andere Mensch ist dann vielleicht beleidigt oder gar verletzt, wenn es einfach so angemacht, durchgeschaut wird, dabei ein wenig durchgeschüttelt wird, um dann schell wieder abbestellt zu werden, bei Nichtgefallen, Widerspruch oder Langeweile.

"Das Literatur" ist das unbekannt (ist das nun ein Vorteil, dass "das Literatur" als Un-Wesen auch keine besonderen Gefühle ist, also Ausdruckslos ist, wenn es auch alle Gefühle kennt, nennt und mehr schlecht oder auch herausragend be-schreibt?), deshalb ist Es (das Literatur) auch nicht beglückt, wenn ein-Es mit Feuer im Herzen ergriffen und an selbiges gedrückt wird, wenn ein-Es mit mindestens hundert Eselsohren, Speiseresten und Tränenflecken wieder im Regal oder auf dem Boden landet. Das Autor würd's freuen, aber Das bekommt oft nur Geld, oft auch nicht und das Geld ist, wie das Literatur: Ausdruckslos (Oder bedeutet: viel Geld  = viel Gefühl? Oder: viel Literatur = viel Gefühl? Ja schon, aber eben von ALLEM Etwas, also nichts besonderes).
Ausdruckslos kann also auch voller Gefühl sein, aber eben ohne Besonderheit, somit ist jedes Selbst zwar voller Gefühl, aber erst das besondere Gefühl gestaltet auch ein besonderes Selbst.

Das Selbst mag voller besonderer Gefühle sein, die Ver-Sammlung aller Selbst ist jedoch ohne diese Besonderheit, ist Ausdruckslos. Warum?
Weil in das Sammlung ALLES Gefühl enthalten ist, gleich-mässig, also von Ab-, bis ZuNeigung, von Himmelhoch, bis Mittellos, ... und wie nicht nur die Mathematik-Es wissen, ist das ALLES stets im vollkommenen AusGleich, bis auf kleinste, allerallerkleinste Dichte-Schwankungen, etwas Nichts (ein Gekreusel im SEIN; ist das DaSein?), aber bevor ich hier in die Physik abweiche, die ja auch in das Literatur Platz hat, möchte ich auf den Punkt kommen:
Das Literatur ist "die" Liebe Gleich (Ihre Frau Weisband genauso, wie meine, oder von Was und Wem auch immer) gültig mit das Fremdheit, allerdings enthält Es Liebesbriefe und Liebenswertes und auch sonst viel Wertvolles, wie es auch Wertloses, Schund und dürre Abschiedsbriefe enthält.

Vielleicht ist es da mit dem Gott gleich, denn Sie anbeten; Es, das Gott, nimmt ALLES an und auf und gibt auch ALLES wieder zurück, aber Sie wissen es auch, wie Es (Gott) ist, Es trifft oft genug, vielleicht sogar Meistens?, die "Falschen", wahrscheinlich genau deshalb, weil Es, wie Es eben ist, nichts Besonderes ist, also (k)ein klares Selbst ist, mit-besonderen-Gefühlen, sondern ALL-ES ist und ALL-Es nimmt und verteilt, was so ist, und so in Es hineingeglaubt wird.

Ist also das Gott von Herrn Hitler dasSelbe Gott, wie der Ihre, oder gibt es mehrere Gotts?

Ich sage Ihnen, Geist-sein ist nicht einfach, Gefühl-sein ist da vielfach einfacher, aber erst mit Geist wird das Gefühl etwas besonderes, also: mehr "Geist-mit-Gefühl", dann wird aus dem luftigen Geist die Vernunft und die brauchen Wir doch Alle in Zukunft, oder?

Donnerstag, 26. April 2012

Die mulmige Entdeckung des Selbst

Noch ein DiMonologos, von Eines, welches sich vielleicht von dem Krisengerede oder manchmal auch Krisengeschrei anstecken lässt. Gerade deshalb, weil Es die Krise in-s ich trägt und merkt, Es trägt die Krise vielleicht in-s ich, weil sie überall zuHause ist, weil sie in Allen Anderes auch ist, zumindest in den Meisten. Da kann doch was nicht richtig laufen, sagt das ich in-s ich, weil Es auch wunderschöne und ruhige und gelassene Momente und sogar grosse Phasen davon erlebt, im Selbst, aber auch Draussen? Aber erst mal gibt es der Krise und der ZukunftsAngst grossen Raum, aber glücklicherweise mit eines Begleites, das zweifelt und korrigiert, was ausufert, aber, weiss Eines das so genau?
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William Turner, "Das Sklavenschiff"
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A: Ich möchte einmal Gott spielen.
B: Ernsthaft?
A: Ja.
B: Sie vergreifen sich! Seien Sie vorsichtig, es sind Menschen schon für wesentlich weniger gehenkt worden. Die Kirchen hierzulande sind ja bereits einiges gewöhnt und werden ein solches Begehren als Überspanntheit oder, in Anführungsstrichen, dumme Provokation eines Einzelnen abtun, aber etwas weiter südlich, ... hören Sie auf, wenn ich nur daran denke, die werden über Sie herfallen, wie ein Rudel Wölfe und Sie zerreissen. Wie kommen Sie denn auf diese Idee?
A: Wir brauchen ein Gegenüber, ein respektiertes Gegenüber.
B: Wir? Sie sprechen von Uns als Menschheit?
A: Ja.
B: Und warum?
A: Jetzt spielen Sie mal nicht den Unbedarften, Sie wissen warum.
B: Ist die Natur, ist das Klima, sind die anderen Lebewesen um und in Uns nicht Gegenüber genug?
A: Sie sprechen nicht, deshalb verstehen Wir sie nicht, nicht mehr.
B: Sie sagen, das Wir inzwischen so sehr Sprach-Wesen geworden sind, das Wir die anderen Signale, der Wahrnehmung nicht mehr wahrnehmen?
A: Wahrnehmen schon, aber Wir überhören sie. Wir überspüren sie gewissermassen, das Geräusch der Sprache in und um Uns, ist so eindeutig, so mächtig, das Wir die etwas leiseren Signale, aber auch die lauteren, der UmWelt nicht mehr verstehen.
B: Haben Wir sie je verstanden?
A: Sie haben Recht, wahrscheinlich haben Wir das nie so richtig. Sie sprechen von: Verstanden! Das ist genau die richtige Abgrenzung, denke ich, denn wahrgenommen haben Wir sie stets, und Wir haben Uns auch danach gerichtet, sind vor manchem zurückgeschreckt, was Ekel in Uns erregt hat und sind Anderem gefolgt, das Uns gelockt hat, aber verstanden, das heisst: bewusst gemacht und festgehalten in Worten, das haben Wir bisher nicht.
B: Wir haben danach gehandelt und wurden davon behandelt?
A: Ja, Wir sind von den Bewegungen und Signalen der UmWelt fremdbestimmt worden und zwar von Innen, wie von Aussen.
B: Und jetzt sprechen Wir?
A: Ja, und das so deutlich und so bestimmt, das der Rest an Signalen dabei verschwimmt.
B: Die Technik.
A: Ja genau, auch die Technik trägt dazu bei, das Wir die Signale der UmWelt fast nur noch als Rauschen wahrnehmen, solange sie nicht spricht.
B: Und Sie möchten das jetzt übernehmen, aber warum als Gott, warum nicht als das, was Sie sind, als Mensch?
A: Gerade, weil ich Mensch bin. Wie könnte ich so dem Mensch ein Gegenüber sein, ein Spiegel, der zur Überprüfung des eigenen Tuns einlädt und auch einmal lobt und straft.
B: Brauchen Wir denn das noch? Sind Wir nicht längst, gerade in und durch die Sprache zur Selbstkontrolle, zur Selbst-Überprüfung fähig? Ist das nicht genau einer der Stärken der Sprache, die Möglichkeit der erfahrenen Reflexion, schliesslich ist die Sprache nicht ganz in Uns, sondern mehr zwischen Uns und somit auch zum Gegenüber fähig?
A: Es fehlt die Ernsthaftigkeit, es fehlt der distanzierte Standpunkt, es fehlt der menschlichen Sprache und einem Menschen der Abstand, die Fremdartigkeit, um ein objektives Gegenüber, um ein ernstgenommener Kritiker zu sein. Das befürchte ich. Sie haben recht, in der Sprache liegt auch die Möglichkeit zur Distanz und zur Reflexion, in der Sprache steckt vor allem die Möglichkeit der deutlichen, punktgenauen Verständlichkeit, während die Signale der UmWelt meistens sehr breit, aus vielen Richtungen und damit verschwommen daherkommen, somit ein Medium brauchen, eine Übersetzung und die fällt von Jahr zu Jahr schwerer, je mehr Wir die Technik, sowie die Sprache um Uns herum aufbauen.
B: Das ist alles richtig, aber ist das nicht vielleicht sogar von der UmWelt, wenn Sie so wollen, von Gott gewollt, das Wir Uns von der Fremdbestimmung emanzipieren und ein Selbst-Bewusstes DaSein innerhalb der Natur entwickeln? Denn, wozu sonst, hätte die Natur in Uns dieses Potential entwickelt? Dieses Potential zur Vereinzelung, also zur Individualität, aber auch zur Gemeinschaftsbildung, also zur Solidarität, aber vor allem das Potential zur Selbst-Entscheidung, also aus den vielen Richtungen, die zur Fortentwicklung und Weiterbildung möglich sind, die Uns angenehmsten auszuwählen.
A: Sind Wir dazu fähig, diese Richtungen wahrzunehmen und die für Uns passenden auszuwählen, ohne fremde Hilfe, also ohne ein anerkanntes Gegenüber?
B: Sie wollen zuviel an Sicherheit. Sie wollen Jemanden, der Uns mit dem Finger, oder mit der Sprache auf- und anzeigt, wo es überall langgeht, und wo Wir am Besten hingehen, damits nicht wehtut, Uns nicht und auch den Anderen Lebewesen nicht. Aber das ist doch langweilig! Das ist doch öde, wo bleibt Ihre Lust am Risiko? Ohne Risiko, kein Thrill und ohne Spannung geht die Mimi nicht ins Bett, das wissen Sie doch.
A: Sie schon wieder. Aber Sie liegen wohl richtig. Gott wäre wieder Etwas oder Eines, das Uns sagt, wo es langgeht, das bestimmt und Wir sollen folgen, der Gott des Glaubens, der HerrGott des BesserWissens, statt eines Gegenübers, das Uns wohlwollend prüft, bewertet und Hinweise gibt, die Uns weiterhelfen, statt zu kommandieren.
B: Sie sind ein Mensch der Sicherheit und der Ernsthaftigkeit. Sie brauchen wohlwollende Führung, das war es wohl, was Sie mit Gott, oder einem gottähnlichen Gegenüber suchten: einen wohlwollenden, überlegenen Berater. Aber ich bezweifle einfach, ob Wir so Etwas oder Eines, wie Sie sagen, finden und, ob Wir so etwas überhaupt brauchen.
A: Sie meinen, das können Wir auch selbst?
B: Ja. Nicht Alle und nicht Jedes, aber Einige können das wohl Heute schon tun. Wir forschen ja wohl genug und haben schon genug heraus- und hereingefunden und, wie Sie auch richtig bemerkten, genug Abstand voneinander und von der UmWelt, das Wir langsam in der Lage sind, eine unabhängige Selbst-Einschätzung vorzunehmen.
A: Es bleibt dabei, ich befürchte, das wird nicht reichen. Ein Mensch, schätzt den Menschen ein, das ist im Miteinander eine natürliche Methode zur Selbst- und Gesellschafts-Kontrolle, zur KulturBildung und An- und AufReibung, aber für Uns als Ganzes, als einer Art inmitten der Mit-Lebewesen, inmitten der Natur, ist das zu eingeschränkt. Ein Floh schätz den Floh immer als Floh ein, als Floh ein, mit dem ganzen Floh-Sein, aber Niemals von Aussen, als Fremdes Wesen, mit dem etwas anderen Blick, mit dem vielleicht sogar, Bestenfalls!, weiten, weiteren Blick. Es bleibt die Innensicht, mit ein wenig Aussen und das empfinde ich als zu wenig.
B: So verunsichert sind Sie?
A: So verunsichert sind Wir.
B: Na, ich kann nicht klagen, mir geht es gut, meine Rente ist gesichert, so viel wird nicht mehr passieren, auch klimamässig nicht, bis ich den Löffel abgebe und in den Sarg gelegt werde. Also was juckts mich? 
A: So denken Sie?
B: So fühle ich.
A: Und die zukünftigen Lebewesen?
B: Jetzt machen Sie aber mal halblang! Ihnen geht es doch auch gut. Auch Ihnen droht keine Katastrophe mehr, weder Materiell noch Universell, auch Sie liegen vor weiteren grösseren Umwälzungen längst verteilt unter einer Wiese oder in einer Urne, also was fürchten Sie? Die Nachkommen werden mit allem weiteren schon umzugehen wissen. Schliesslich verbessern auch Wir die Technik und die Ein- und Umsicht immer weiter und übergeben sie so an die Nachkommen. Damit sind die besser ausgestattet und vorbereitet, als Wir es waren und sind und werden noch besser mit allen Gefahren fertig. Ist doch so?
A: Wenn Sie meinen.
B: Ja, das meine ich. Mir ist die Zukunft nicht egal, aber ich denke, Wir, und damit meine ich auch die zukünftigen Menschen, werden mit den An- und Herausforderungen des DaSeins so umgehen, das stets bessere Lebensumstände entstehen. Ihren Pessimismus teile ich nicht.
A: Wir brauchen also kein Gegenüber?
B: Ich denke, das ist schon noch die UmWelt, die Natur, aber eben auf andere Weise, wie bisher.
A: Sie denken, sie wird das sprechen lernen?
B: Ich vermute, sie wird in Uns und durch Uns sprechen. Wir wissen und fühlen inzwischen so viel, das Wir die indirekten und breiten Signale, das Verschwommene, wie Sie meinten, bald ohne Medium verstehen.
A: Es bleibt das Selbst, das nicht fähig ist, das Selbst unabhängig zu beurteilen.
B: Aber wozu das Ganze? 
A: Wir drohen zu zerreissen, Wir sind inzwischen so dermassen verschieden, das ich befürchte, das Wir bald als Art zerfallen, dass der Mensch als Einheit verschwindet.
B: Ernsthaft?
A: Ja.
B: Das ist gefährlich, dieses Gefühl.
A: Weshalb?
B: Es ist die Vorstufe zum Rassismus, zur "Unter"teilung einer Art in eine, in Anführungsstrichen, Höhere und eine Niedere und das ist Verständnislos, das ist sogar gefährlich. Und jetzt fragen Sie nicht warum. Sie sind Deutscher, darum!
A: War schon klar.
B: Wenigstens das.
A: Kommen Sie wieder runter, das behagt mir mehr. Ich habe ein Gefühl geäussert, eine Spannung, die ich beim wahrnehmen der Mit-Menschen und der Umwelt spüre, und ich habe Angst dabei, aber ich bin weder Nationalist, noch gar Rassist. Ich suche nach einer Handlungsfolge, die ein Auseinanderbrechen verhindert, statt es abschätzig oder gleichgültig geschehen zu lassen oder sogar gutzuheissen, wie ein Rassist.
B: Ich sprach von einer Vorstufe. Mir ist schon bewusst, das Sie dieser Spagat innerhalb der Menschheit beunruhigt, aber Wir werden nicht zerfallen, auch wenn es grosse Unterschiede und Differenzen in Uns gibt.
A: Sie sind da sicher?
B: Ja. Ich vermute, Sie sind im Moment dabei, einen Abstand zwischen sich und der Mit-Welt zu erarbeiten. Sie bemerken diese Distanz auch gerade. Und jetzt verallgemeinern Sie diese, dehnen sie auf die Gesamtheit aus oder legen sie da hinein, veräussern sie quasi. Aber Ihre Angst, ist nicht eine der Menschheit, sondern eine der Persönlichkeit.
A: Hmm?
B: Wissen Sie, was ich meine?
A: Ja, ich habe Sie schon verstanden. Ich nehme mich, für das Ganze und spüre eine innere Distanz, die ich somit auch in das Ganze hineinlege.
B: Sie entwickeln eine Eigenheit, Sie entwickeln ein unabhängiges Selbst, das Sie früher nicht waren, früher waren Sie wohl fast gänzlich Fremdbestimmt. Jetzt sind Sie langsam ein wirkliches, ein eigenständiges Selbst. Aber noch macht Ihnen diese Trennung wohl Angst, schliesslich lebten Sie die Fremdbestimmung bis jetzt und empfanden sie als normal. Eine Neuorientierung macht wahrscheinlich immer erst mal unsicher und ängstlich, aber seien sie gewiss, diese Form der Weiterentwicklung ist gut für Sie, und ich stehe Ihnen da stets bei. Als wohlmeinendes Gegenüber.
Dazu brauchen Wir keinen Gott.
A: Vielleicht Maschinen?
B: Hoffentlich nicht.