Dienstag, 3. Januar 2012

Wuff!

Flockatti, Muskatti, Schluckauf, Haudrauf, aber bitte nur auf einen groben Klotz, nicht auf einen feinen Kerl, der ich bin, ein feiner Kerl, ein kleiner Kerl, ein bittersüsser Kerl,  von menschlicher Gestalt, in einer strengen Hülle, die presst, so presst, er presst, sie presst, die Presse presst es in mich hinein, so Gemein, gemeinsam sind Wir stark, also machen Wir was draus, aus diesen Bewegungen, die Wir sind, so bewegend und bewegt, von Wellen erregt, hinein ins DaSein, als Mensch-Lein, Mensch-Sein, hinein in die Häutung zur Läuterung, nur von was, wenn es mir auch so vor kommt, die Lebendigkeit ist zur Läuterung verkommen, vor kommen dabei nur wenige, die meisten bleiben nach, kommen tun Sie dabei Alle, aber ob das ein Vorteil ist, ist dahingestellt, so wie Wir Alle einfach dahingestellt sind, ob Wir wollen oder nicht, da wird Keines gefragt, ist das jetzt Poesie oder Profanie, so dahingeschrieben, ist schnell was, auch wenn es von seltenem Wert ist, seltsamem Wert ist, seltsam, wo Wir doch Alle sind, so einsam in einer Haut, so zweisam in zwei Häuten und so dreisam in Dreien, Jedes Haut, von vielen Farben und ganz allein darin vor kommend, voran kommend, voraus müssend, selten sorglos, meist arglos, nach kommend, den Vielen Voraus gegangenen, oder ist das verkehrt herum buchstabiert, ist es so, dass die nach kommenden, den vorher kommenden voraus sind? Wir sind Voraus.
Die Nachkommen sind im Voraus.
Nachkommenschaft ist Vorteilhaft.
Wer nach kommt ist immer Spitze.
Fragt sich Eines nur nach: Worin?
Seien Sie doch nicht so kritikasterhaft, sie Fragensteller, los!, geben Sie die Antwort her, ich will sie verkünden, ich will sie verlautbaren, so laut es geht: Wo sind Wir hier!!? Was gibt es hier, wo Wir sind, zu tun, oder müssen Wir hier nur so herumlümmeln? Lümmeln in der Pressung, er presst einen aus und wirft den Mit-Esser in die Spritzmaschine, er drückt ihn drauf und lässt ihn laufen, den Mit-Esser auf die Torte und hinein in die Fresse, die Presse, hineingesteckt und draufgedrückt, was habt ihr schon zu bieten, ihr räudigen Wölfe, ihr schwitzigen Lümmel, mit eurem Fimmel, wollt ihr in den Himmel, und mit dem Pimmel in die Semmel, Bockwurst, Blockwurst, Blockwart, Gegenwart, ja Wir warten meist brav auf die nächste Zeit, auf den nächsten Klick, auf den stärksten Kick, bis Wir im Strassengraben landen, dort landen Wir alle mal, allemal herhören!
Jetzt ist Schluss.

Ende der Reise in die Eingeweide der Bewusst-Seins-Rinde.
Wieder hinein ins kleine DaSein.
Hinaus aus mir. Los!
Wegg hier!
Wuff!

Montag, 2. Januar 2012

Daten sammeln für die Aufklärung

Titel: Ist es inzwischen so: Ich kommentiere, also bin ich?

David Hilbert hat zum Abschluss eines Radio-Interviews, in den 1920ern, einmal gesagt: "Wir müssen wissen, und Wir werden wissen!" - dieser Satz ist auch in seinen Grabstein gemeisselt; das nur zum Beweis, wie wichtig er Ihm war.

Damit hat er instinktiv oder auch empirisch begründet, benannt, was als eine der Triebkräfte des DaSeins längst allgemein bekannt sein sollte: der ungezügelte Wissensdurst und die genauso ungebändigte Entfaltungslust der Lebendigkeit.

Lebendigkeit ist ein ausgreifender Mangelzustand, das hat Gründe. Welche, das sind Wir dabei herauszufinden. Jetzt ist auch langsam klar, warum fast Alle Menschen bereit sind, mehr und mehr aus und von sich preiszugeben und immer grössere Sammelstellen entstehen, um diese Informationen zu lagern, zu ordnen, zu interpretieren und zu verwerten.

Wie Sie schreiben (dieser Beitrag ist einem "Gespräch entnommen, das *ich vor etwa 7 Jahren - heute ist 2018 in einem FAZ-Blog geführt habe), geht das in jede Richtung, also sowohl zu den Ungunsten von Einzelnen, Gruppen, oder sogar dem Ganzen, oder zu Aller Nutzen.

Letztlich aber zum Nutzen und zur Befriedigung des DaSeins, aber das ist noch WEIT vorausgeahnt, oder?
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@Marco Settembrini di Novetre: Bisher, wie Sie es auch schildern, geht das "Licht" der Aufklärung nur in eine Richtung, von gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Organisationen (Staat, Behörden, Firmen) aus, auf und in die Mehrheit hinein.

Es folgt einem hierarchischen Prinzip: von der Spitze in die Breite "hinunter", besser: hinein. Die Spitzen sind dabei austauschbar und wechseln auch beständig, die Richtung bleibt. Der Staat oder die Firmen beobachten und sammeln, lassen aber meist keine Einblicke von der beobachteten Seite aus zu. Es ist bisher eine Einbahnstrasse.

Wie geschrieben, das "Licht" geht von "Oben" aus, nach "Unten". Ich werde von Firmen und Behörden eingesammelt, geordnet, untersucht und verwertet, mir wird jedoch verwehrt, dasselbe mit den Behörden und Firmen zu tun. Ich würde gerne Kameras in den Observierungs-Einrichtungen von Staat und Firmen einrichten, also bei Bahn, Einkaufszentren, Polizei, Sicherheitsfirmen u.s.w., die ich im Internet auch anklicken kann, um zu beobachten, was dort so gesehen und aufgezeichnet wird, und ich hätte gerne den vollen Zugriff auf alle Datenbanken, in denen ich geführt werde.

Ich hätte es also gerne, dass das "Licht" auch in die andere Richtung zurückstrahlt. Wenn der Präsident mich beim Pinkeln beobachten kann, dann möchte ich auch den Präsidenten beim Scheissen beobachten können.
Gleichstand.

Aber, wie Sie schildern, verweigern Wir Uns noch dieser Transparenz und lassen die Heimlichtuerei und Wichtigtuerei der Wenigen geschehen.  W i r  tun das, ja, weil, wenn Wir das in der Mehrheit nicht mehr dulden, ist diese einseitige Fleischbeschau sehr schnell vorbei. 

Dann installiere ich, bei mir, in allen Räumen Kameras und Mikrophone und Alle Anderen, auch alle Behörden und Firmen, tun das auch. Wenn ich dann Lust darauf bin, dem Soundso beim frühstücken oder auch beim !?! zuzusehen, dann tue ich das, Er / Sie kann das dann bei mir auch. Das verstehe ich als Inhalt des Begriffs Transparenz.

Aber, wie Sie in sich bereits fühlen, wollen Wir das noch nicht, können Wir das noch nicht, deshalb geht das "Licht" wahrscheinlich noch längere Zeit nur in die eine Richtung.

Wir sind zum wieder-spiegeln noch nicht bereit.

Wir fordern zwar Transparenz, aber fast immer nur von Anderen; das Licht geht nur von Uns aus, wenn es Uns trifft, steigt die Scham und die Abwehr. Völlig natürlich; ich beobachte auch gerne Andere, aber wenn ich beobachtet werde, steigt der Schampegel sofort. Ich denke, da bin ich nicht allein.

Allerdings fühle ich die Bereitschaft, die Scham fallen zu lassen, wenn Alle anderen auch bereit sind die Schranken fallen zu lassen, wenn Wir alle in der Lage sind, einander zu beleuchten und zurückzustrahlen.

Aber das dauert noch, ich spüre es gerade wieder, die Scham bei der Vorstellung, dass mich, wer möchte, bei Allem beobachtet und hört. Da hilft auch nicht die Idee, dass ich das dann auch bei Allen tun könnte. Ziemlich versponnen, das.
Gleichstand?

Aber die Tendenz zur wechselseitigen Aufklärung und Beleuchtung ist unzweifelhaft vorhanden, Sie sind einer dieser "Zweifelhaften", die "wachkitzeln" wollen, und eine allzugrosse Einseitigkeit abbauen möchten, meine Unterstützung haben Sie bereits.

Ein Beitrag zu einem FAZ-Blog.