Freitag, 24. Februar 2012

Zitate 04 «RaumZeit»

Augustinus von Hippo (354 - 430): "Was also ist die Zeit? Wenn niemand mich danach fragt, weiß ich's, will ich's aber einem Fragenden erklären, weiß ich's nicht.", aus «Bekenntnisse lib. 11.»
Das gilt für fast alle Fragen, irgenwie weiss ich es, aber beim Versuch es zu verWorten fallen nur Bruchstücke auf die Zunge und viele ähhs und mhhs aus dem Mund. Aber es wird besser, inzwischen schaffe ich schon zwei ähhs/sec, also fast unhörbar, der Rest ist dann reine Information;-)

Noch ein Zitat von dem katholischen Weisen: „Suche nicht draußen! Kehre in dich selbst zurück! Im Innern des Menschen wohnt die Wahrheit. ... Der Verstand schafft die Wahrheit nicht, sondern findet sie vor.“, aus «De vera religione 39, 72f.»
Dem ersten Block stimme ich eingeschränkt zu, genauso eingeschränkt, wie Jedes Wesen von einer Haut eingeschränkt ist. Stimmig ist, dass die Wahrheit überALL zu finden ist: Innen, wie Aussen. Da wollte ein-Er die Menschen aber wohl aus gutem Grund, vom NUR Sehen weggführen und auch mal die Aufmerksamkeit nach Innen lenken. Das ist ihm gelungen, insofern war Freud ein später Schüler von Augustinus.
Dem zweiten Block stimme ich unumwunden zu: findet sie vor (und findet sie heraus, aus all dem Durcheinander und der Verborgenheit.).

Übrigens! Eine Ableitung des ersten Zitats ist: "Was ich bin, weiss ich nicht, und was ich weiss, bin ich nicht mehr." Stark, oder? Ja, das nachhinken des Verstandes, immer den Geschehnissen hinterher, also all das nach-denken, ist schon lange vor den Nach-Weisen durch die Erkenntnisse der NeuroWissenschaft, vielen Menschen klar gewesen: Das Wissen ist nun mal bis eben, ein Gefühlsfolger, also der Schaum, der auf der Erregung mitschwimmt, aber vielleicht, wenn die Welle an die Küste bricht, sogar als Erstes da ist. 

Sie könnten jetzt fragen, an welche Küste bricht das DaSein denn irgendwann einmal, und ich antworte: Was weiss denn ich, aber wenn ich so nach-denk...
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Salvador Dali, "Die Beständigkeit der Erinnerung"
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Da ist mir noch ein RaumZeit-Irrtum aufgefallen!
In einem Spiegel-Interview (07/2012), mit dem Neuro-Wissenschaftler David Eagleman, lass ich von eben diesem folgendes Zitat: "Stellen Sie sich vor, die Zeit würde mitten in unserem Satz plötzlich stillstehen, eingefroren für 5000 Jahre, und dann wieder zu ticken beginnen. Davon würden wir gar nichts bemerken, die Unterbrechung gäbe es gar nicht."
Diese Wissenschaftler!?
Sind oft nicht gerade Spezialisten der Folgerichtigkeit, also der Logik und die sprachliche Ausformulierung sollten Sie meist auch den Spezialisten dafür überlassen, sonst kommt dabei nur Kuddelmuddel oder Verschleierung heraus.
Wenn das Raum(!)Zeit stillsteht (denn, ganz abgesehen davon, dass es die "Zeit" als EinzelGrösse gar nicht gibt, das ist spätestens seit Albert Einsteins spezieller Relativitätstheorie klar. Die Zeit ist nur mit Raum möglich, oder: ohne Raum keine Zeit, aber auch: ohne Zeit kein Raum.

Und was ist die Voraussetzung von RaumZeit?

Substanzen, also ETWAS.
Ohne das ETWAS vorhanden ist, braucht es weder Raum<noch>Zeit, erst aus dem Vorhanden-Sein von Etwas, ergibt sich das RaumZeit.
Das? RaumZeit. Wenn Oliver-August Lützenich so in das RaumZeit hineinspüre und auch in *mich hineinfühle, schliesslich bin auch *ich RaumZeit, dann fühle und spüre ich darIn kein besonderes Geschlecht, somit spricht das RaumZeit mehr oder weniger neutral zu *mir, aber die Leses können gerne einen anderen Artikel erfühlen und erspüren.

... wenn also das RaumZeit stillsteht ... einfach so ... Was misst dann die 5000 Jahre? 

Entweder steht das RaumZeit still, oder es vergehen mit dem "Ticken" des RaumZeit die 5000 Jahre. Denn, selbst wenn das RaumZeit in das WIR erLeben, in das Wir entstehen und vergehen, in ein anderes Medium eingebettet ist, also das RaumZeit in einer Haut in einem noch grösseren SEIN existiert, so zählen in diesem SEIN garantiert keine RaumZeit-Jahre, wie sie hier in diesem Sonnensystem zählen, oder?

Helvetius (1715 - 1771): "Die Menschen werden unwissend, aber nicht dumm geboren, dumm macht sie erst die Erziehung."
Welche? Zu was?
Zu Anpassung und Ein-/Unterordnung, zu Massenverträglichkeit oder zu blosser Gegen-Sätzlichkeit (Reaktanz)? Auf jeden Fall brauchen Wir eine neue Idee und ein neues Modell, wie die Fortsetzungen (Kinder) in die Lebendigkeit eingeführt werden, in eine Welt von Artefakten und verschiedenen ErLebensVorstellungen und evtl. -Weisen.

Protagoras (490 - 411): "Der Mensch ist das Mass aller Dinge."
Blödsinn. Das wird durch anmassende Wiederholung auch nicht wahrer. Ich hoffe, das haben auch die letzten EthnoZentristen und (nur) MenschenRechte-Verteidiger bald geschnallt, dass das Mensch eine ErLebensform in vielen ErLebensformen ist und darin Gleichheit ist, auch wenns schwer fällt, aber irgendwann fällt's auch dem Letzten ein.

Aristoteles (384 - 322), aus «Politische Theorie»: "Durch Handel erworbener Reichtum ist mit Recht verhasst, weil er unnatürlich ist."
Und: "Durch Wucherei (Zinsen erheben -> Bank) erworbener Reichtum ist verhasst, weil die Art des Erwerbs die aller naturwidrigste ist."
Wann wird dieser Mensch und seine Aussagen endlich vergessen!?

So zu messen und zu urteilen, zeigt nur, dass dieser Mensch wenig Ahnung von den Grundlagen menschlichen, natürlichen, DaSeins hatte und bloss einer persönlichen, einer schichtspezifischen (dem städt. Bürgertum und den Landbesitzern; aus ehemaligen Bauern) Vorstellung von Sitte und Moral gefolgt ist.
Und leider tun das bis Heute noch jede Menge Menschen und vergessen, das Handel und Banken elementar wichtig waren und sind, um Menschen und deren Gesellschaften zu verbinden und mit dieser Verbindung und dem Austausch, von Waren UND Ideen, auch für eine Befriedung und Weiterentwicklung zu sorgen.
Auswüchse, Betrügereien und Dummheiten bietet jedes Mensch und jede Menschen-Gruppe meist reichlich an, davon kann *ich hier zwei drei Liedchen singen, und die handeln von *meinen Blöd- und Unverschämtheiten hier, zu anderes Mensch hin.

Und was die (übliche?) Art von Klientel-Moral und Hass bewirkt hat, davon können Alle, die mit Handel und Zinsgeschäften ihren Lebensunterhalt verdient haben oder verdienen mussten, berichten.
Damit sind jedewede Verfehlungen von Menschen, die diese Organisationen bilden und repräsentieren, weder erklärt noch entschuldigt, es bleiben Verfehlungen, aber, wie oben angedeutet, welches Mensch ist frei davon?
Danke.

Montag, 20. Februar 2012

Kein Kommentar!

Der folgende Beitrag ist mein absolut erfolglosester gewesen, er hat nichts, aber auch gar nichts eingebracht; aber ich dachte, wenigstens kann ich Sie am Faschings- oh, ähh, Karnevals-Ausklang noch einmal ein wenig damit quälen:-), Mensch gönnt sich ja sonst nix, am Halloween habe ich die Chance leider verpasst, da hatte ich noch Hoffnung, aber selbst die ist mir inzwischen vergangen, also, was solls, wie heisst es so schön, hat Mann einmal die Hosen runter gelassen, kann Mann gleich nackt Sackhüpfen, oder so, war doch richtig, na ja, ist ja auch egal, treiben Sie es doch, wie Sie lustig sind, stülpen Sie von mir aus die Clownsmaske und übergeben Sie sich, also hier zu meiner Freude, mein erfolgloser Versuch Kommentare an zu erlocken: Der Adressat ist ein freundlicher junger Mensch, der Schreiber ein gutmeinender, etwas langweiliger MitMensch;-(

Du brauchst keine strukturierten, ausformulierten, tiefschürfenden und langatmenden Kommentare zu den Texten abgeben, du liebes bisschen, so viel Zeit hat doch heute kaum mehr Eines, nur eine kleine Einschätzung und Einordnung für den Schreiberling, das ist genug. 
Eine kleine Hilfestellung, wie das z.B. in aller Kürze möglich ist:

Ein/Wertschätzungen:

Gut, Spitze, Klasse, Wahnsinn!, Abgefahren, Mist, Blödsinn, Scheisse! Verpiss Dich!  ... von Fremden immer gerne genommen, aber das ist hier wohl eher selten der Fall, deshalb ein paar andere ganz kurze Kommentarworte, die dazwischen liegen, allerdings mit Inhalt!

"schnöde" = 'verächtlich, erbärmlich': Das mittelhochdeutsche (1050 - 1350) Adjektiv «smæde» = 'vermessen, rücksichtslos, verächtlich, erbärmlich, gering, dünn, behaart (von Pelzen)' und geht, wie das mittelneudeutsche (die Zeit um Luther herum) «snöde» = 'schlecht, elend', oder niederl. «snood» = 'niederträchtig, verrucht', von einer Grundbedeutung "geschoren" aus. Diese wird noch deutlich in den verwandten Adjektiven: norweg. «snau», altisl. «snaudr» = 'kahl, dürftig' und den ursprünglichen Partizipien altisl. «snodinn» = 'kahlköpfig, oder mittelhochdeutsch «besnoten» = 'knapp, spärlich', die zu einem verlorenen starken Verb gehören. Weitere Beziehungen der Wortgruppe sind ungeklärt.
Danke dem Herkunfts-Duden (2. Aufl. 1997), aus dem ich das abgeschrieben habe!
Abgefahren, oder? Die Mühe habe ich im weiteren aufgegeben. Witzig finde ich, das in Mittelhochdeutschland für "knapp und spärlich" «bes[t]noten» vergeben wurden, die 10, wenn Eines im Stringtanga herumgesprungen ist, womöglich aber nur im Winter, Was weiss das schon:-) Diese MittelhochDeutschen!, das waren schon welche, und Was hat dieses starke Verb verloren, wenn es doch so stark war?, aber gut ...

"Spröde" = Das gilt für Texte, bei denen Du zwar irgendwie erkennst, das sie einen irgendwie bedeutsamen Inhalt enthalten, der Dir aber weitgehend verschlossen bleibt. Du siehst ein Schillern, das Du noch nicht, Betonung liegt auf "noch" nicht, klar entziffern kannst, Du spürst einen Geschmack, der würzig ist, bei dem Du aber noch nicht erspürst, ob er Dir schmeckt, Du riechst einen Duft der irgendwie verführerisch ist, aber undeutlich. Alles Klar? Spröde halt. Gilt übrigens auch für so manche fremde Menschen.

"Brei-ig" = Das steht für einen Text dem deutlich der Biss fehlt, auf dem das Leser herumkaut, ohne mit der Zunge das Fleisch, wahlweise auch das knackige Gemüse zu finden. Nicht ganz eine Themaverfehlung, eher schon: mindestens einmal zu oft gegessen, da tadelt das Leser: ich möchte 'was Frisches!

"Schwammig" = Da tropft irgendwas raus, aber das ist wohl eher irgendwo dort hinten (hinter der Stirn) übergelaufen, ist dort zuviel gewesen, auf den Boden gelaufen, aufgesaugt worden und soll wohl jetzt entsorgt werden, ist aber kaum mehr geniessbar, weil vom Boden, und weil einfach eine Menge fehlt, also bitte lieber etwas weniger, aber dafür auf dem Teller, geniessbar, Danke.

"Derb!" = Also bitte; gehts auch ne' Nummer leiser. Das arme Subjekt/Objekt! Kann doch auch nichts dafür, das es so ist, wie es ist, brauchst Dich doch nicht gleich so aufzuregen deswegen, oder? Bitte etwas abkühlen, vielleicht mit einer kühlen Limonade. Mund abwischen, Augen reiben und dann nochmal anschreiben.

"Gehts noch!?" = Du hast wohl 'nen Vogel! Komm mal runter, das ist ja völlig abgehoben, sei nicht so überheblich, schliesslich bist Du auch nicht besser, und wenn, dann zeigs Uns, aber mit dem Text hast Du das nicht getan, alles klar!

"Hmmm!?" = Tja, irgendwie eine Menge Buchstaben, aber Mensch weiss nicht wozu, Mensch wundert sich, weil so viel Worte da stehen, ohne das die Zusammenstellung einen Sinn ergibt: Freitag hatte die Vergesslichkeit ohne den Vatertag in mageren Grenzwällen abgefangen, obzwar der Grundlosigkeit eine lederne Verbissenheit den Sattel umgehängt worden sein ... Ähh, wie bitte?

"Ja" = Ja, lässt sich aber noch steigern in "Ja!", oder "Ja!!" u.s.w. oder auch verringern in "Ja-", gesprochen "Ja minus", verringerbar bis zu "Ja---" , aber dann kannst Du auch gleich "Langweilig" schreiben, das ist dann noch deutlicher, denn darauf läuft es hinaus, gell?, Ja, der Text ist ganz gut, aber mei, so halt, nix schlechtes kann Mensch dazu sagen, viel gutes aber auch nicht.

"WoW" = Der Hund würde es bellen nennen, beim Menschen ist es so etwas, wie eine erstaunte Zustimmung: WoW! So hab' ich das noch nicht gesehen; wahlweise auch gehört, gelesen, gerochen, gespürt, gefühlt oder geschmeckt (hab ich alles?), Du weisst, was gemeint ist. WoW, scheisse Mann, ist das geil, so was von abgefahren aber auch, ich hätte das völlig anders geschrieben ... Hast Du aber nicht, trotzdem: Danke.

So, genug. Sonst schreib ich hier noch ewig; weil es sooooooo Viele Adjektive (Eigenschaftswörter) gibt und in Alle gäbe es noch etwas hinein zu packen, aber das machen Wir ganz ganz langsam, soooo viel Zeit haben Wir noch. Bitte.
(Übrigens, Sie dürfen ruhig lächeln, mir hats Spass gemacht)