Samstag, 7. April 2012

VolksVerhalten

Den folgenden Beitrag habe ich mitten in der "Griechenlandkrise" geschrieben (06.11.11), vielleicht können Sie noch erinnern, dass dort kurzfristig vom damaligen Premier Papandreou eine Volksbefragung zum Rettungspaket und den Sparmassnahmen versprochen war, die aber sofort nach dem Druck der Geldgeber wieder zurückgezogen wurde. Weil die Angst hatten, das Volk würde falsch entscheiden, nämlich pro Volk, statt pro Geldgeber, aber das geht selbstverständlich nicht.
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Lebensmittel Handel in der Bergmannstrasse
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Mein Punkt vor ein paar Monaten war aber nicht die vielleicht richtige Entscheidung der Mehrheit Mensch, sondern deren Fraglosigkeit, deren Teilnahmslosigkeit während all der langen RaumZeit vor der "Krise". Mensch ist im allgemeinen Desinteressiert an den grossen Fragen und Themen und lässt sich deshalb gerne "führen", wenn aber dann etwas schief läuft werden nicht die Teilnahmslosen wach und fragen, sondern die Desinteressierten hauen auf die "Führung" ein, weil sie denen so lange "vertraut" haben, weil sie denen so lange ihre Stimme und damit auch ihre Macht überlassen haben. Aber Griechenland ist, wie Sie alle wissen, nur eine Region in der Welt, in der dieses Volksverhalten normal ist. Mensch braucht Führung, ausserhalb. Noch.

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"Gelenkte VolksHerrschaft"? Ja, HersschafftZeiten! Wo lenkts ihr Uns denn hin!? Ihr. Ihr? Volk? Ja, Herrschafft-Zeiten! Volk führt und Volk folgt. Wohin aber geht die Reise? Will das wirklich ein-Es wissen?
Frag' ja nur.

Volksbefragung abgesagt. Ach!? Wirklich? Welches sind die beiden stärksten Parteien in Griechenland? Welche Parteien regieren Griechenland seit Ende der Militär-Herrschaft? Von wem wurden/werden die Parteien gewählt? Das Volk wählt die Führer, die es verdient.

Haben Wir so wenig verdient, das Uns Merkel/Obama/Putin "führen", oder ist das zuviel für Uns. Haben die Griechen Papandreou verdient? Soviele Fragen und soooooviele Antworten, aber sie liegen brach, in Uns, wenn Wir nur herausbekämen, wie wir sie hinausbekämen, die vielen Antworten auf unsere wenigen Fragen.

Glauben Sie bloss nicht, ich hätte eine Antwort darauf, ich bin gerade erst ein Narr geworden, der sich vorsichtig den Antworten annähert, habe aber noch keine wichtigen gefunden, aber ich grabe und schürfe weiter. Aber ich komme dem Volk und unserem Willen immer näher, ich nehme die Lupe zu Hilfe und zoome mich immer näher ran .... hmm?
Da ist nichts!

Ein philosophischer Schlussabsatz.

Wo ist den der ganze VolksWille hin, ausser ein wenig Selbst-Behauptung und noch ein wenig Fremd-Anpassung ist da kaum etwas zu finden, halt!, da ist noch was, ein paar Fragen noch, ohh, aber die stellen Wir doch schon sooo lange, warum liegen die denn noch hier herum?, du lieber Himmel!, schon etwas angegammelt, diese Fragen: Warum? Woher? Wohin? und Was ist Ich?, Mann! sind die schwer, kann ich kaum hochheben, so schwer liegen sie da herum, ja jetzt hilf mir halt ein-Es, k[aum]ein-Es da, na gut, ... ach, was steht denn da drauf?, auf dieser leeren Hülle: "die griechische Frage", da hat sich wohl schon Sokrates die Nägel abgekaut und die Hülle blieb unbefüllt und Platon hat seine Ideen hineingeblasen, aber die sind auch schon lange entwichen, und nun kommen Wir und wollen auf Alles eine Antwort, tja, die ist schwer, die kann Keines alleine tragen, da braucht es wohl das Ganze Volk, aber das will ja nicht. 

Will nur einfach da Sein, Fragen fallen so schwer, möchte Volk nicht heben, kostet so viel Kraft, einfach da Sein geht doch auch, oder?, aber Halt, was schmatz ich denn da, da kommen doch noch welche!, ja was ist denn jetzt los!?, es werden immer mehr, Wahnsinn?, so Viel Volk, ... Volk, was willst du? Wissen! Also gut, pack' ma's.

Mittwoch, 4. April 2012

Transparenz der Macht

Wann werden Beiträge unaktuell? Wenn der Inhalt, die Forderung(en) eines Beitrag entweder als verwegen und unhaltbar abgesetzt oder wenn sie ein- und umgesetzt wurden. Selbstverständlich gibt es auch ein DaZwischen, also einen riesigen gigantischen Zwischenbereich in dem Forderungen, Ideen und Möglichkeiten in Warteschleifen umherkreisen, auf dem Weg entweder zur Abfuhr oder auch, in selteneren Fällen, zur Aufarbeitung und Verwertung.

Das Folgende ist ein Betrag, der schon etwa länger kreist, aber ziemlich an der Oberfläche, also ziemlich oft die Synapsen kitzelt und aufschreckt. Ein Gefühl, ein Eindruck und Ausdruck, das ab und an ziemlich fordernd ins Bewusst-Sein drängelt und wieder einmal fragt: Bin ich nun schon drann?

Jackson Pollock,
"Shimmering Substance"

Zum Zusammenhang von der Zunahme der wechselseitigen Transparenz und der Abnahme der Macht in fremden Händen, also bei Wenigen, bei Administrationen, Organisationen ... 
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Die Macht sinkt gerade zu Boden, das ist das, was *ich empfinde.
Langsam zwar, ist schliesslich eine lange bewährte Methode des Überlebens gewesen, im freien Spiel der Kräfte; aber, je weiter Wir Lebewesen die Kräfte und Gesetze des DaSein frei (frei!) gelegt haben; und umso besser Wir damit umzugehen wissen, umso weniger brauchen Wir die Macht, als Schutz- und Trutzmittel der Masse.
Das ist die Macht doch, oder?

Die Frage lautete: Was Macht die Macht? Die Antwort: Die Macht Macht Mächtig was her, aber je mehr Wir die Macht wieder denen zurückgeben, von denen Sie stammt, umso weniger ist sie an einem Ort, oder bei wenigen konzentriert.

Das ist eine normale Folge: wenn Mensch von einem Haufen, auf den Mensch einstmals ein Vermögen geworfen hat, den persönlichen Anteil des Vermögens wieder zurücknimmt, wird der Haufen von Mensch zu Mensch kleiner.
Und Macht ist ein Vermögen (genaueres finden Sie in meiner Worterkundung (Herkunft) und Betrachtung (Inhalt) des Wortes/Begriffs: "Macht!"), das Jedes Einzelne Wesen an die Gesamtheit, die Masse, abgegeben hat, vor sehr langer RaumZeit und das wir Uns nun langsam Einzeln wieder zurückholen.

Aufklärung ist das Zauberwort!
Aufklärung, mmh!. Ich, als Hüter eines Bewusst-Seins bin ganz hin und wegg von der Fülle, die das Projekt Aufklärung Uns hier bietet. WunderVoll ist das DaSein, je mehr ich davon weiss, umso mehr komme ich von falscher Schwärmerei, von Mystizismus, von mutlosem Defätismus und sonstigem Unheilschwangeren im Hier und Jetzt und auch bei dem Blick nach Vorne ab.
Dabei ist klar, dass ich weder die Schrecken der Vergangenheit unter den Teppich kehre, noch das alltägliche Risiko ausblende, mir ist klar, dass mich jederzeit, wenn ich unaufmerksam bin erst recht, ein Unfall hinweggfegen kann, es bleibt jedoch die Gewissheit, dass die FREUDE insgesamt stärker zunimmt, als das LEID.

Transparenz ist eine Tendenz im DaSein, die mit einer Ernüchterung der Macht einhergeht. Beides bedingt einander. Die Macht hält noch an den Privilegien fest, die sie von der (noch) weitgehend unaufgeklärten Masse eingeräumt bekommen hat und bekommt, aber die Tendenz stimmt. Spüren Sie, aber vor Allem auch schauen Sie herum, überall wanken die Mächtigen und das Wissen wird immer populärer (aufbereitet). Ein Projekt, das auch dieser Blog verfolgt, und der rütteln und schütteln möchte, denn das braucht der Geist (... der stets verneint. Sie wissen), um zu erwachen. 

Was die Tendenz zur Transparenz angeht, und dem Absinken der Macht, das damit einhergeht, möchte ich etwas verbessern und präzisieren: Die Macht wird nicht weniger, sondern sie wird fairer und feiner verteilt. Und der Mechanismus, der diese Veränderung bewirkt, ist die zunehmende Transparenz, also die wechselseitige Einsichtnahme in und auf die Anderen, in Organisationen, Administrationen, in Regierungen, in Firmen ... und auch in und auf jedes einzeln-Es der ErMächtigten. Denn, was braucht die Lebendigkeit, um Souveränität und Wohlgefühl zu erleben? Vertrauen. Genau das bewirkt ein Mehr an wechselseitiger Offenheit und Wissen voneinander.

Wir sprechen von den Mächtigen und die Augen gehen nach Oben, also ist die Macht Oben, also bauen Wir immer höhere Häuser und die Mächtigen nehmen konsequenterweise in den oberen Stockwerken Platz und schauen auf die Machtlosen herunter. Die Tendenz, die *ich nun spüre und beobachte, ist, dass die Macht immer mehr aufgeteilt wird, dass sie von einem Kulminationspunkt aus, den Wir in D mit Adolf Hitler erreicht haben, auf dieJenigen zurückgeht, die diese Macht abgegeben haben.

Da ich nicht weiss, was Sie in das Wort "Macht" alles hineinfüllen und -fühlen, beschreibe ich kurz, was es mir bedeutet:
Macht ist eine grösstenteils ausserkörperliche Handlungs- und Steuerungskompetenz, ist Handlungsfreiheit in Raum und Zeit, die Tiere, und das sind Menschen auch, in Gruppen, also sozial lebende Wesen, an wechselnde Einzelne oder Minderheiten abgeben, die damit beauftragt sind, die Ausgestaltung, die Organisation und die Entwicklungsrichtung der Gesamtgruppe zu gestalten.
"Ausserkörperlich", weil die lebensaufbauenden und -erhaltenden Prozesse des Körpers von einer Beherrschung durch Fremde[s] weitestgehend unabhängig ablaufen: Auslieferung behindert nur im schlimmsten Fall, dass die inneren Kreisläufe ins Stottern geraten, dass das Herz schneller pumpt, oder Stoffwechselprozesse in Unordnung geraten, der Körper mag ausgeliefert sein und insgesamt tun, was Andere wollen, aber im Inneren funktioniert weiterhin das Meiste reibungslos. Dass das so ist, beweist auch, dass die Abgabe von Macht ein weitgehend "natürlicher" und akzeptierter Zustand war.
War? Noch weitgehend ist. 

Macht ist Gestaltungskraft, die die Mehrheit in sozialen Gesellschaften an Minderheiten abgibt. Das war und ist der Stand der Macht. Macht ist also die Möglichkeit einer Gruppe oder auch Einzelner innerhalb einer Gemeinschaft, Andere "fremd-zu-bestimmen", zu manipulieren, zu dirigieren.
Soweit stimmen Wir wahrscheinlich noch überein.
Diese Möglichkeit wurde den Mehreren abgenommen, weil sie von der Möglichkeit der Selbst-Initiative, also den Wahl- und Entscheidungs-möglichkeiten, welche die Lebendigkeit und die Freiheit, die das Bewusst-Sein birgt, noch nichts wissen/wussten.
Den meisten Menschen ist deshalb bis Heute das Agens, die volle HandlungsFreiheit und -Vollmacht noch fremd, das ReAgens, also die Unterdrückung dagegen ist "normal" also akzeptiert, somit auch die Umstände, die zu diesem Zustand der Un-Gleich-Verteilung der Selbst-Er-Mächtigung führt.
Die Masse gibt die Gestaltung und Lenkung des DaSeins noch weitgehend "frei"-willig an wenige Andere ab, die sich selbstverständlich dann auch REICHlich bedienen.

Kann Mensch den Mächtigen das übelnehmen?
Einerseits ja, vom Standpunkt eines langsam erwachenden Selbst aus, welches fühlt, dass mehr da und drinn ist, als es kann/darf. Andererseits nein, vom Standpunkt der Er-Mächtigten aus, die sich einfach bei denen bedienen, die mit dem Selbst (noch) nichts anzufangen wissen, also geführt und bestimmt werden.
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Das Versteckspielen und Täuschen, das Manipulieren, Insistieren und Intrigieren, all die Heimlichkeiten und Un[ge]Wiss[en]Heiten im Selbst und in den Anderen, die die Fremd-Beherrschung auch möglich machen, finden bald ein Ende. Dieses "auch" bedeutet, dass ich selbstverständlich nicht die Willkür, die Drohungen durch grössere Körperkraft, durch bessere Technik, oder durch die grössere Anzahl an "Unterstützern" vergesse, die ebenfalls Macht auslösen und die völlig ohne Heimlichkeit oder Lüge auskommen. 
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Was brauchen Wir, um die Macht feiner und fairer zu verteilen, sie also all Jenen zukommen zu lassen, die sie bis Heute brav! abgeben, sich führen und lenken zu lassen, sich sagen lassen, was zu tun und was zu lassen ist?

Ich denke: Erstens, die gesicherte und lebenslange Versorgung mit allen Notwendigkeiten der Lebendigkeit, für Jedes Lebewesen und Zweitens, die wechselseitige Aufrichtigkeit (also Wahrhaftigkeit und Transparenz).

Beide Entwicklungen, so empfinde *ich das, laufen bereits seit langem, sowohl in der technischen Richtung (die grossartigen Erkenntnisse und Ergebnisse der Natur-Wissenschaften, u.a. das WWW), als auch in der Ausweitung des Gefühls jedes Einzelnen auf die Mit-Welt, und der Selbst-Erkenntnis (der Gruppe und des Einzelnen), also der Ausweitung nach Innen (Geistes-Wissenschaften, insb. Geschichte, Soziologie und Psychologie).

Die Verantwortung für das Selbst zu übernehmen, von den Mächtigen, ist mühevolles arbeiten und braucht vor allem Eltern und eine Gesellschaft, die diese Selbst-Ermächtigung vorerLeben; und nacherLeben lassen. Also einen FreiRaum und eine FreiZeit schaffen und ermöglichen, die LEID(für die Masse)er bis Heute nur sehr sehr sehr wenige Menschen geniessen.