Donnerstag, 3. Mai 2012

IntelligentenSex

Was ist nur los, wenn zwei Menschen die Gefühle und Empfindungen aus der "Selbst"-Bestimmung hinaus öffnen und der Bestimmung überdrüssig werden, also einfach nur Selbst-Sein möchten;
ohne diese unbewusste, ohne diese so natürliche, weil ursprüngliche, Bestimmung, die zu so vielem einfach drängt und zu so vielem einfach zwängt und dadurch auch so vieles be- oder sogar verhindert?
Was ist also los, wenn das Körper (das Körper, weil Es sowohl weiblich, als auch männlich ist, oder?) das Vernunft (sic!) mehr benutzt, als es üblich ist, wenn das Körper das Verstand ausweitet und somit dem Geist mehr Platz im Selbst einräumt, als den Trieben?
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Was passiert dann mit dem Sex?
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David Hockney, "Baum"
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Das vielleicht?:

A: Schatz, was ist, wenn ich keine Lust mehr bin?
B: Ganz allgemein keine Lust mehr?
A: Keine Lust auf Sex.
B: Hast Du gerade daran gedacht?
A: Ja. Und der Gedanke kam mir so bizarr vor. Irgendwie fast ekelhaft. Der ganze Zauber von Gestern und vorGestern ist verflogen.
B: Nur vorübergehend?
A: Kann sein? Aber Anflüge davon hatte ich nun schon öfter.
B: Seit wann?
A: An das erste mal, habe ich keine Erinnerung, aber ich denke, dass es etwa vor einem Jahr begann.
B: Während dem Sex?
A: Nein, irgendwo dazwischen.
B: Witzig, teilst Du die Zeit in einen Sex-Rhythmus ein. Verzeih, aber in mir klang das so. Zwischen zweimal Sex, war mir ekelhaft. Vielleicht entwickelst Du ja ganz neue Erlebnishöhen und -tiefen? Das Leben ist ja irgendwie auch eine Welle und Deine Gefühle, Dein Frequenzspektrum, erfährt vielleicht gerade neue Höhen und Tiefen. Der Orgasmus erklimmt noch ungefühlte Höhen und dazwischen erreicht die Amplitude dafür ungeahnte Tiefen. Tiefen der Ablehnung und der Abscheu.
A: Das ist nicht witzig.
B: War auch nicht so gemeint, nur das Bild, das nach Deinem "irgendwo dazwischen" in mir aufschien war witzig, aber die Idee von den neuen Höhen und Tiefen ist ernstgemeint.
A: Du möchtest jetzt also wissen, ob das Sex im letzten Jahr intensiver geworden ist?
B: Wenn meine Idee an die Wirklichkeit heranreicht, sollte es so sein, oder?
A: Nein, ist es nicht. Es ist die normale Abfolge, mal schöner, mal weniger, mal länger, mal kürzer, aber keine besonderen neuen Höhen, eher nimmt die Befriedigung insgesamt langsam aber sicher ab.
B: Ohh, dann sinkt das Spektrum also ab, auf ein niedrigeres Frequenzband sozusagen?
A: Wenn Du so willst. Und es liegt nicht an Dir.
B: Ist klar. Jetzt sind Wir noch weit von einer Mittelalters-Krise entfernt, was könnte also die Ursache sein? Eine noch versteckte Depression?
A: Nein.
B: Wie kannst Du da so sicher sein?
A: Was spürst Du? Wie geht es mir, wie geht es Uns?
B: Gut. Wir lieben einander. Für mich bist Du das Schönste. Ich berühre Dich gerne und möchte Deine Nähe nur wenige Stunden missen. Und auch sonst haben Wir alles, was Wir brauchen.
A: Uns geht es gut.
B: Ja.
A: Was fühlst Du beim und zwischen dem Sex?
B: Zärtlichkeit, Hitze, nur Dich, volle Intensität für Unser Tun, Glück, Rhythmus, Kraft, heftiges Atmen, Schweisstropfen, Glühen, Wellen voller Zufriedenheit, Lachen, Schreien, Stöhnen, Lecken, Schmecken, Saugen, Küssen, Beissen, Riechen, Pumpen, Erlösung von den Schmerzen der Umgebung, nur Uns, Zärtlichkeit, Erschöpfung, Befriedigung, Übereinstimmung, wenig Ich, fast nur Wir Beide.
A: Schön.
B: Besser.
A: Ja.
B: Und Du empfindest nun Lustlosigkeit?
A: DaZwischen.
B: Bis jetzt.
A: Ja.
B: Das seltsame ist, dass es mir ähnlich geht. Dazwischen.
A: Und das sagst Du jetzt erst!?
B: Ja, ich habe für das Eingeständnis, erst Dein Verständnis gebraucht. Bei mir ist diese Unlust bei dem Gedanken an Sex, allerdings noch jünger.
A: Wie lange schon?
B: Das erste mal ist wohl so etwa 3, 4 Monate her. Beim Zwiebelschneiden.
A: Das weisst Du noch?
B: Ja. Aber das Zwiebelschneiden ist nicht die Ursache, Du weisst, ich meditiere bei den Kochvorbereitungen immer etwas und schweife dabei ab. Routine gewährt die Freiheit der Gedanken. Da flog auch einmal das Sex vorbei, und ich wollte es schnell wieder los sein. Ich spürte, dass es nichts mit dem unsexuellen Umstand der Essensvorbereitung zu tun hatte, sondern vom Sex, - von der Handlung, Nicht vom Trieb -, ausging. Es war seltsam. Du sagtest bizarr, das ist mir zu hart, es war einfach etwas unangenehm. Seltsam?
A: Routine gewährt die Freiheit der Gedanken. Schön gesagt.
B: Kann es sein, dass ich diese Unlust von Dir übernommen habe? Schliesslich leben Wir sehr intensiv zusammen.
A: Könnte sein? Vielleicht ist sie auch von Dir abgenommen, und Du spürst sie jetzt durch mich, Du weisst, versteckt! Vielleicht bin ich ja der Türöffner, für eine verborgene Empfindung in Dir?
B: Kann sein, kann aber auch sein, dass Du phantasierst, oder Dich über mich lustig machst?
A: Nein, ich bin einfach verunsichert, weil ich keine Ursache dafür finde. Wie Du, habe ich während dem Sex kein einziges schlechtes Gefühl, und ich möchte mit niemand Anderes zusammen sein, als mit Dir, und ich dürste nach Deinen Berührungen, Heute und Morgen.
B: Du dürstest. Das ist sehr schön.
A: Ja.
B: Was also passiert da mit Uns?
A: Ja, was geht da in und mit Uns vor?
B: Wenn Mensch drinn steckt, hat Es nicht die Draufsicht.
A: Du sagst es. Wir sind mitten in einer Veränderungsphase und können nicht erkennen, wohin die Reise geht. Das geht nur von Aussen.
A: Vielleicht sollten Wir eine Therapie machen, oder zum Psychologen gehen?
B: Ich habe kein schlechtes Gefühl neben und zwischen dieser Unlust, und ich empfinde es nicht als Kränkung oder Störung, weder von mir als Person, noch für unsere Beziehung, es ist, als würde mir Spinat nicht mehr schmecken, aber deshalb gehe ich nicht zum Arzt, sondern esse eben keinen Spinat mehr, wenigstens vorübergehend.
A: Gutes Beispiel. Es ist eine Unsicherheit, eine ungewöhnliche Neuigkeit, aber keine Gefahr. Weder für das Selbst, noch für die Beziehung, vor Allem, da wir es Beide ähnlich empfinden.
B: Vielleicht erreichen Wir gemeinsam eine weitere Stufe, eine noch engere Beziehung?
A: Eine, in der Sex unwichtig ist, ja sogar überflüssig?
B: Ich vermute, das Bizarre ist ein Gefühl, das nur in der Zeit des Übergangs aufkommt. Es soll wohl den Abstand vom Sex erregen und erreichen, wenn der dann gross genug ist, ist das Gefühl vorbei.
A: Du sprichst davon, als sei Dir das schon alles klar, als würde es genau so passieren. Soweit bin ich längst nicht. Es könnte auch eine vorübergehende Erscheinung sein, vielleicht altersbedingt, vielleicht hormonell, vielleicht?; ... ach ich weiss es nicht. Ich weiss nicht, ob ich es wieder weggwünschen soll, oder ob ich, wie Du meinst, mich auf eine Phase ohne Sex freuen soll?
B: Ich doch auch nicht. Es ist noch so neu und nur DaZwischen, nicht dabei. Noch nicht.
A: Wie ist es jetzt?
B: Wenn ich dich so anschaue, etwas länger ... spüre ich ... Du bist überaus schön und ich fühle ... Du bist aufregend begehrenswert ...
A: Aber?
B: ... im Moment habe ich keine Lust. Ist das so ein Moment dazwischen?
A: Nein, weil ich keinen Abscheu bei der Idee empfinde, nur keine Lust. Wenn mir das Sex bizarr vorkam, war ich frei von jeglicher anderer Lust. Es gab keinen Durst, keinen Hunger, kein Spiel, keinen Film, kein Buch, kein 'wasauchimmer', es gab nur das Aufblitzen des Wörtchens Sex und gleich darauf dieses schlechte Gefühl, so als sei irgendetwas faul, so wie ein schlechter Geruch, der Eines beim Spazierengehen in die Nase gelangt.
B:  Seltsam, dass ich dieses Gefühl das erste mal beim Zwiebelschneiden empfand? Kein schlechter Geruch, aber ein sehr scharfer, ein brennender Geruch, mit tränenden Augen, den ich jedes mal gerne vermeiden würde, der sich aber kaum vermeiden lässt, zumindest, wenn es frische und gute Zwiebeln sind.
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A: Was für eine Analogie zu meinem Gefühl. Dass mir das nicht schon vorhin aufgefallen ist?
B: Was für Bilder? Sex als schlechter Geruch, als brennender Geruch und das in zwei Menschen, die einander lieben. Wo doch immer die Rede davon ist, dass Sex die Erfüllung von Liebe ist?
A: Das höchste Gut der Liebe, der Beweis der Liebe.
B: Ja. Ist das also alles Unsinn?
A: Ich weiss nicht, es ist ja bisher nur DaZwischen und nicht währenddessen.
B: Nicht davor und nicht danach.
A: Nein. Ausserdem ist es ein neues Gefühl. Bisher war es vielleicht die höchste Erfüllung von Liebe?
B: Und jetzt geht das zuEnde?
A: Und was kommt dann?
B: Keine Ahnung. Irgendwie ist das Sex so unpersönlich.
A: Was soll das heissen?
B: Vor dem Sex, bin ich ganz bei Dir, nach dem Sex, bin ich ganz bei Dir, aber während dem Sex, bin ich Allein.
A: Ganz allein, ja.
B: Du kennst das auch?
A: Ja. Unpersönlich. Es ist sogar noch weniger, es ist so, als sei ich gar nicht da, als würde es einfach mit mir geschehen, ohne das es mich braucht.
B: Als würde es stören, sei ich oder Du persönlich anwesend.
A: Ja, es passiert, wenn Wir es einmal zugelassen haben, wie von selbst.
B: Zugelassen?
A: Zugelassen, ja, es ist wie etwas, das in Eines wartet, bis es von der Kette gelassen wird und wenn Es in Übereinstimmung geschieht, kann es ganz wundervoll sein, wenn nicht, dann ist es einfach nur schmerzhaft.
B: Genau. Ein Hund, das freundlich wedelt und bellt und wenn Es dann losgelassen wird, springt Es Eines an und leckt Eines ab und tollt dann springend und hüpfend herum.
A: Oder Eines, das die Zähne fletscht, knurrt, sabbert, das wütend an der Kette zerrt, und wenn die Kette reisst Eines dann anfällt und zerfleischt.
B: Genug, genug, es ist seltsam genug, dass Sex plötzlich so beunruhigend ist, ich möchte nicht auch noch den letzten Hauch an Schönheit zerstören.
A: Wir trennen gerade die Liebe vom Sex, merkst Du das? Bisher war das für mich fast Deckungsgleich, nicht vollkommen, weil es Menschen gibt, die ich liebe, ohne Sex, aber doch annähernd Gleich.
B: Es war so, dass der schönste Sex mit der stärksten Liebe in Eins ging, dass nur in diesen Momenten die Liebe ein vollkommenes Gefühl und das Sex eine notwendige Handlung ist.
A: War?
B: Sind Wir schon so weit?
A: Ich bin traurig. Ich bin sehr traurig!
... 
B: Und wenn Wir Kinder zeugen wollen?
A: Ich fürchte, dann wird das Sex zum technischen Akt werden.
B: Die Natur wird es hoffentlich noch eine Zeit lang versüssen, das Sex, zumindest bei Zwei, die einander lieben.
A: Und wenn nicht, dann gibt es andere Techniken, die Wir nutzen können.
B: So sei es.
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Nachklang:
Da könnte Mensch den Autor einfach fragen: Schreiben Sie mal!, haben Sie vielleicht 'was gegen Sex? Und der Autor schreibt: Nein, ich treibs gerne, aber bin ich deshalb behindert, die Hintergründe zu befragen, den Antrieb zu erforschen.
Zu fordern, den Sex zu verbessern, auch diese Handlungsweise weiter zu entwickeln und vielleicht die FortSexung davon zu trennen, vielleicht?
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Was geht, wenn das Vernunft die Handlungen als Selbst-Entschieden bewertet?

Dienstag, 1. Mai 2012

VorausSchau

Ich könnte ja sagen: mich betrifft das ja alles nicht mehr, was mache ich hier Gedanken von der Zukunft? Bin ich Science Fiction, oder was? Aber interessant ist es schon, wenn die "Gegenwart" so dahinläuft, ohne grosse Höhepunkte, grössere ja, aber Grosse, nein, also geht der Gedankenblick weit voraus. Und die Gedanken voller Fragen.
Jackson Pollock, "Shimmering Substance"

Was bleibt vom Menschen ohne das Tier?

Von Aldous Huxley stammt folgender Satz: "Diese wirklich revolutionäre Revolution lässt sich nicht in der äusseren Welt bewirken, sondern nur in den Seelen und Körpern der Menschen.", aus: "Schöne neue Welt."
Die Geschwindigkeit der technischen Entwicklungen wächst stetig, alle Entdeckungen und Erkenntnisse werden fast umgehend verbreitet und überprüft, es geht weder etwas verloren noch bleibt es unbeachtet. Allein, es bleibt Aussen. Und die Tendenz geht eher dahin, das Aussen, die Technik, nach Innen zu holen.  Das Mensch baut schon erste Artefakte in das Selbst ein. Das "Mensch" aus Stahl, Keramik und Plastik.
Aldous Huxleys Satz ins Heute transportiert, lautet: Dieser wirklich evolutionären WeiterEntwicklung reicht nicht die Wirkung nur in der äusseren Welt, es braucht auch die eingehende Veränderung in der inneren Welt.

Die Grundidee meiner Vision/Vorausschau ist, ein Mensch, das von sämtlichen Prägungen und Fremdbestimmungen frei ist, in die Aktualität zu stellen, und Es mit Uns Gegenwärtigen reagieren zu lassen, Uns von Es bespiegeln zu lassen. Es ist vielleicht ein Vorbild, es ist vielleicht ein Graus? Ein womöglich zukünftiges Mensch, dessen Triebe die Logik inhaliert haben, und dessen Gefühle die Vernunft einbezogen haben. Somit ein Organismus, das (der + die = das) dem Geist die Heimat entzogen hat, und ein Geist, das dem Körper nun die Gefolgschaft verweigert, folglich ein Organismus, das nun im Geist ist; mit einem Geist, das nun auch Darm ist und scheisst. Die Sprache als Individuum, das Körper als Masse?

Kann es einen "reinen, klaren, unabhängigen" Menschen geben, folglich ein Mensch ohne Familien-, Regional- oder auch Nationalidentität, auch ohne die Bürde, in den seltensten Fällen auch das Glück, einer Familien-, Regional- und Nationalgeschichte? 

Ein Mensch ohne Kultur. 

Ein Mensch also, das das Milieu und die Richtung, in die Es geboren wurde vollständig verlässt, mehr noch, von dem die Stimmung und Gemengelage, die aktuell die Menschheit bewegt und beherrscht, komplett abfällt? Ein Mensch, das nur eine Grenze anerkennt, die Haut eines Lebewesens, und keine nach Aussen oder auch weiter nach Innen gelegten Grenzen, das aber die weiteren oder engeren der Mit-Leben sehr wohl achtet? Ein Mensch, das in keinem Gefühl eingeengt oder herausgetrieben wird und in allen Richtungen mit Vorsicht offen und interessiert ist? Ein Mensch, das weder Auslieferung noch Abhängigkeiten erlebt? Ein Mensch, dessen Triebe und Leidenschaften (Überleben/Selbsterhalt, Herde/Familie, Fortpflanzung, Macht/Kontrolle, Spiel, Wissen, Freiheit, ...) im Geist aufgegangen sind, somit die Grenze vom Unbewussten zum Bewusst-Sein überschritten haben? Dessen Egoismus und Machtanspruch vollkommen in die persönliche Haut zurückgekehrt ist? Ein Mensch, das die Sprache, das Instrument, das Wir bisher fast aus(!)schliesslich zwischen Uns verwendet haben, das aber sehr selten tiefer oder weiter reichte, nach Innen genommen hat. So dass die Sprache, in dieses Mensch, einschliesslich für Triebe, Bedürfnisse, Gefühle, die Wahrnehmung, für Erfahrungen und Wünsche, und ausschliesslich für die/mit den Mit-Lebewesen spricht, statt zu, gegen oder an Ihnen vorbei? Sprache als Vermittlungsinstrument zwischen Eigen- und Fremdinteressen, zwischen Einfalt und Vielfalt? Ist dieses Mensch ausgereift? Ersteht da ein Mensch der Entscheidung, ohne ungesunde oder auch überwältigende (Fremd-/Selbst-)Bestimmung? Also weder ein Kaspar Hauser noch ein "Über"-Mensch?

Ein unbekannter Mensch.

So ein Wesen ist vorstellbar, aber ist so ein Mensch-Sein für ein Mensch(-lein?) überhaupt auszuhalten? Ist so ein Mensch für die Mit-Menschen und die Mit-Lebewesen auszuhalten? Ist das im momentanen Aufbau und Ausbau des Menschen lebbar? Hält die Sprache das aus? Ein Mensch, ohne die üblichen, gewöhnlichen, traditionellen, kulturellen, oder künstlichen Reaktionen, ohne eine Rolle zu füllen, ohne einen festen Platz zu haben, ohne ein Spiel zu spielen, ohne eine Aufgabe erfüllen oder einer Richtung folgen zu müssen.

Ist diese mögliche Weiterentwicklung, dieser Fortgang aus der Vergangenheit und ihrem hauchdünnen Fortsatz, der Gegenwart, erst die Basis für Verantwortlichkeit? 
Verantwortung, als die volle Bewusstheit, dass jedes Handeln wirkt und die mindestens halbe Bewusstheit, um die Folgen dieses Handelns und die Konsequenzen für alle Betroffenen. Klar ist dabei auch, dass die Lebendigkeit ein Wurfgeschoss des SEIN ist, dessen Ziel im Ungefähren liegt, das SEIN hat nur ungenau gezielt, dass steckt somit auch in Jeder Lebendigkeit drinn, also ist auch in Jeder Handlung das Risiko enthalten, kann die beste Verantwortung daneben liegen. Allerdings sind Wir Menschen von dieser besten Verantwortung noch, ... wie weit entfernt?
Was wäre Uns Menschen alles erspart geblieben mit Verantwortung, und auch den Mit-Lebewesen, die Uns fast immer gleich waren. Gleich sind?
Gleichzeitig ist aber auch die Frage berechtigt, was Uns Menschen mit mehr Verantwortung alles vorenthalten worden wäre? Vielleicht ist es einfach eine Frage des richtigen Zeitpunkts, die Verantwortlichkeit zu erhöhen, diese Fähigkeit nun zu steigern, damit Wir dazu fertig sind? Irgendein Gen, irgendein Umstand wirkt auf Uns ein und fordert Verantwortung! ein. Sei es, wie es sei. Es ist passiert.
Die Verantwortung ist aufgestanden und hat die Verfragung ergriffen. Oder die Abfragung? Das ist ernst, denn, was kommt zuerst, die Frage oder die Antwort?
Ist die Antwort vor der Frage da, oder folgt sie danach?
Wenn Sie kauen, und Sie werden gefragt: Was essen Sie da? Was war zuerst da?
Wenn Sie fragen: Was ist Morgen? Was ist zuerst da? Das Morgen ist die Frage von Gestern, die Antwort von Morgen ist von Heute. Bisher ist Morgen eine Entwicklung der Vergangenheit, also ist das Morgen fast 100% aus dem Gestern und Vorgestern. Fast!
Wieviel Freiheit steckt in der Antwort?
Wieviel Freiheit steckt also in Uns?

Möchten Sie mit mir die Worte befü[h/l]len? Ein- und Auffü[h/l]len. Stärken!