Freitag, 2. November 2012

Von der Zeugung des Bewusst-Seins

"Insoweit als die Religion ein Quell des Trostes ist, ist sie ein Hindernis für den wahren Glauben: in diesem Sinne ist der Atheismus eine Läuterung. Ich soll Atheist sein mit dem Teil meiner selbst, der nicht für Gott gemacht ist. Unter den Menschen, bei denen der übernatürliche Teil ihrer selbst nicht erweckt ist, haben die Atheisten recht, und die Gläubigen haben unrecht."
Von Simone Weil, aus »Schwerkraft und Gnade«, Kösel Verlag, 1952, Seiten 210-211.

Die Schwerkraft des Glaubens möchte keinen Trost spenden, das ist gut beobachtet, die Schwerkraft des Glaubens möchte die Macht (in Gestaltung und Richtung des DaSein) der »Un-Bewusst-Heit« bewahren.
Wie Sie aus den Erkenntnissen der NeuroWissenschaften und der SozialWissenschaften und aus den sonstigen aufmerksamen Beobachtungen der Lebendigkeit entnehmen können, ist das DaSein ein fast zu hundert Prozent unbewusster Prozess, geleitet von der Zusammensetzung (dem Aufbau) der Grundsubstanzen und den Gesetzen (Kräfte, Wechselwirkungen und Grenzen) im Zusammenwirken der Grundsubstanzen - während der RaumZeit-Phase des DaSein.

Eine interne MitWirkung bei der Gestaltung und der Richtung der Entwicklung des DaSein, der Natur, ist zwar vom Grundsatz vorgesehen, sonst gäbe es die Möglichkeit "Bewusst-Sein" nicht, aber sie ist bisher noch in der Zeugungsphase. So bemerke ich das.

Bewusst-Sein ist dabei die Möglichkeit einzugreifen in ein erkanntes Geschehen, ist die Möglichkeit von Innen aus - das Innen und das Aussen - zu gestalten, indem Prozesse gehemmt werden, indem Wirkungen genutzt werden, indem vorhandenes neu kombiniert und damit auch die Richtung und Ausgestaltung des Geschehens eine Richtungsänderung erfährt.

Bisher wird Uns diese Richtung vorgegeben, von Etwas, das Ausserhalb des DaSein war, aber auch im Innen vorhanden ist - aus dem das Innen (das DaSein) vielleicht besteht. Die Gestaltungskraft ist dem Gesamten DaSein mitgegeben, und liegt damit auch in Uns Irdischen Lebensformen, so empfinde ich das.

Das Glauben ist für mich der Bereich der unbewussten Steuerung, "anhand" von Vorgaben aus dem Vor-DaSein, und Es ist mächtig und Es kennt keinen Trost, Es kennt Aufgaben und Es folgt einer Richtung.
Aber Es hat Gefühle und nimmt wahr, sonst wären diese nicht auch in Uns, aber diese sind nicht auf den Erhalt und die Bereicherung von einzeln-Es im DaSein gerichtet, sondern auf das Ganze, auf den Erhalt und die Weiterentwicklung des Ganzen. Die Chance, vom Ganzen auch für Jedes Einzelne Selbst zu profitieren, ist Uns gegeben, ist das eine gute Idee, oder ist es Unfug.
Zweifeln Sie. Aber...

... nun von der Ein- und der Ausbildung des Bewusst-Seins (dazu noch ein NachWort von Friedrich Nietzsche, ganz unten in diesem Beitrag) zu einer wirklichen Grösse, die der Macht des Glaubens standzuhalten vermag; das Glauben zu würdigen, ist eine Grösse zu Beginn, jedoch ...

... wie wollen Wir dem Wissen - und dessen Wirkung in und für Uns - noch entkommen?

Mir macht das, was ich im folgenden kurz anreisse und beschreibe, auch Angst, das garantiere ich Ihnen, ich bin jedoch andererseits nicht bereit vor irgendeiner Angst gleich zu kapitulieren, nur dann, wenn die Gefahr, auf die die Angst weisst, mich direkt und sofort schmerzhaft bedroht: also vor einem gezückten Messer oder gar einer Pistole würde ich sofort kapitulieren. Die Angst, die ich aus dem Wissen und aus dem Glauben spüre, lässt mich zwar erschrecken, aber sie bringt mich auch dazu, oder hält mich nicht davon ab, noch ein Stück näher hinzuspüren, oder auch mehr darIn zu fühlen.

Vieles davon ist auch so weit entfernt, dass ich, wie die Allermeisten, denken könnte, das betrifft mich nicht, also kümmerts mich auch nicht, -> könnte - tut es oft auch -, aber dann aber packt es mich und die grosse Lust - oder auch [Neu]Gier, ist da -> Fern zu schauen, Nein, nicht bloss zu schauen, Fern zu spüren, also auch zu denken, auch wenn es mich vielleicht nicht betrifft.

Aber Sie erkennen schon an dem Titel dieses Blogs, dass ich Verantwortung in mir fühle und die Verantwortung ist, für mich, ein Gefühl und eine Handlungsweise, die stets in etwas noch ungemachtes und unerlebtes weist; soll ich das Zukunft nennen?

Verantwortung ist für mich die "tatenvolle" Frage nach der möglichst konkreten Folge einer Jetzt-Handlung. Was folgt aus dem Geschehen des Jetzt, was setzen Wir da ins Voraus-Sein hinein?
Aus diesem Gefühl heraus, schreibe ich in diesen Blogs und forsche ins Jetzt und stochere in die "Zukunft"? In das Unbekannte in mir und das Unbekannte Ausser-mir.

Eine kurze Episode aus dem Film «Barbara», von Christian Petzold, hat mich auch zu diesem Text angeregt.
Die titelgebende Person, Barbara, wird von ihrem neuen Chef, Andre, nach Hause gefahren; der kennt den Weg bereits genau, ohne Sie vorher nach dem Weg gefragt zu haben. Barbara: "An der Kreuzung hätten Sie mich fragen müssen, wo ich wohne. Aber das wissen Sie ja bereits. Sie sind doch präpariert."

Früher war Wissen «Herrschaftswissen», das u.a. zur Überwachung eingesetzt wurde, deshalb die spitze Bemerkung der Hauptperson in diesem Film.

Was ist, wenn Wir ALLE[S] wissen?
Sie fragen zuRecht: Was ist ALLES? Gut, ich vermute, sobald Etwas an die Grenze kommt, ALLES zu Wissen, ist ES das SEIN Selbst und ist ohne Frage. Sie könnten weiter fragen: Warum dann das DaSein, wenn das SEIN ALLES weiss und ALLES ist; Warum dann eine Struktur, ein Bereich darin, der voller Fragen ist?
Darauf weiss das DaSein bisher -Selbst- keine Antwort, schätze ich mal.

Wir erforschen das gesamte DaSein aus und damit auch einen Bereich des SEIN, vom Allerwinzigsten bis zum ALLERRIESIGSTEN!, also werden Wir bald sehr viel mehr über und von Uns Menschen wissen, als Uns vielleicht lieb ist, viel mehr, als Andre in diesem Film von Barbara wusste und wissen konnte und zwar Jedes von Jedes, JedesRaumZeit.
Wenn Uns die Technik bald alle Mittel zur Verfügung stellt, fast Alles über unsere jeweilige Umgebung und unseren aktuellen Umgang (Mit-Menschen und andere Lebewesen) zu wissen, zu erkennen; was ist daran schlecht? Die Angst davor mal etwas beiseite geschoben und erst recht gefragt.

Das heisst auch, aus der «Überwachung» herauszuwachsen, denn Überwachung ist die «Kontrolle/Einblick» Einzelner oder Weniger "über" andere Einzelne oder Wenige, ohne deren Wissen und Einwilligung.
Wissen ist dann «GUT», wenn es Jedes nutzen kann. Wenn Wir also wechselseitig Informationen von Allen, mit denen Wir zu tun haben, einsehen und zur Vertrauenserhöhung im Miteinander nutzen können. Wir sind dazu auf dem Weg und sparen dabei längst Niemanden mehr aus. Das grosse Bedürfnis nach Vertrauen und Geborgenheit sind dabei die Schubkräfte.

Beispiele für die nahe Zukunft:

In einigen Laboren hantieren die Forsches (Menschen -> Wir) inzwischen mit den Bausteinen der Materie, sie verschieben einzelne Atome aus Verbindungen (Moleküle) heraus und übertragen sie gezielt auf/in andere Materialien. Ein Material ist z.B. Glas. Durch den Zusatz von Silber wird Glas Schmutzabweisend. Jeder Wasserguss wäscht die Schmutzteilchen vom (Silber-)Glas gänzlich ab.
Messfühler auf Nanoniveau (Nano = 1 Milliardstel Meter, ist kleiner als 10 hoch minus 9) können bald jedes Element oder Molekül aus der Vielfalt der Luft oder auch festen Stoffen identifizieren. Ein Träger (z.B. eine Mess-Folie oder ein -Fühler), der besetzt ist mit den gewünschten NanoSensoren kann - angeschlossen an ein AuswertungsGerät, beispielsweise an ein MobilTelefon -, Auskunft davon geben, in welcher Umwelt das Mensch sich gerade befindet, wie genau oder ungenau, - je nach Ausstattung mit NanoSensoren -, die direkte oder auch weitere UmWelt zusammengesetzt ist. Welche Substanzen und Lebewesen darin enthalten sind und in welchem Zustand die Materie und die Lebewesen sind, also auch was ein Mensch kürzlich getrunken und gegessen hat (aus der Zusammensetzung der Atemluft und der Schweissabsonderung). Die NanoSensoren und die AuswertungsGeräte werden so günstig sein, dass sie für Jedes auch verfügbar sind.

Es ist also bald möglich, dass Jedes von jedes Anderes den Inhalt und den Zustand umfassend kennt, auch den von der UmGebung in das Eines eingebettet ist. Sie merken, das geht weit über das hinaus, was Wir jetzt aus GoogleMaps, dem Gefühls- und Augeneindruck, den Medien, Karten und anderen Stadt- und LandschaftsDiensten bereits geliefert bekommen.
Wir holen Uns also Fähigkeiten hinein oder zurück, die andere Lebewesen längst sind, die in anderen Lebewesen zu grosser Vollkommenheit entwickelt wurden. Der Geruchsinn von Hunden ist dem von Menschen weit überlegen. Manche Insekten riechen Konkurrenten, die Hormone von Sexualpartnern oder auch Nahrung über mehrere hundert Meter oder sogar Kilometer hinwegg.
ZinkoxydFäden geben/setzen bei Druck und Verbiegen Elektronen frei (Elektrizität). Eingebaut in die Kleidung, könnten diese Strukturen elektrische Geräte (MobilTelefon) mit Dauerstrom versorgen. An-/Aufgebracht an Stoffe oder flexible Materialien (Büsche, Bäume) im Freien, könnte das Material Uns bei jeder Windbewegung mit Strom versorgen, egal wo Eines gerade ist.
Da NanoSensoren alle Substanzen und Lebensformen erkennen und melden können (s.o.), sowie auch bald in der Lage sind, unsere Umwelt (Luft, Wasser, Boden, Materie) zu reinigen, also störende/kränkende Fremdstoffe zu entfernen, könnten sie Uns nicht nur vor Fremdstoffen und Krankheitserregern, wie Viren und Bakterien warnen, sondern sie auch gleich töten und Uns so vor, zumindest bekannten, Krankheiten bewahren. Das Töten muss aber gar nicht sein, denn Wir könnten Uns auch stärken, Uns vielleicht sogar mit den Mit-Lebewesen dieser irdischen Welt einigen, um die Galaxien zu erforschen. Spinnerei?

Eine bessere Welt.

Oder möchten Sie ein Fragezeichen setzen?
Es ist also bald möglich, dass Eines, - ausgestattet mit Nano-Bio-Sensoren -, jedes andere Eines genau ausmessen und untersuchen kann: anhand des Atems, der Temperatur und der Zusammensetzung des Schweisses, ist der genaue Zustand jedes Einzelnes bis in kleinste Details möglich (Stimmung, hormonelle Ausstattung, Sättigung u.v.m.), also auch, was Eines in den vergangenen Stunden und Tagen geraucht, getrunken, gegessen oder sonstwie konsumiert hat.
Und das so günstig, dass es für Jedes zu haben ist.
Angeschlossen an alle mitgeführten Geräte, ist auch eine Zustandsmessung aus der Ferne (von Stadt zu Stadt) für Jedes möglich. Wir könnten also genau wissen, wie die Gesprächs- und sonstigen Partner im Augenblick der Begegnung gestimmt und zusammengesetzt sind.

Ich möchte betonen, dass es eine Technik für Jedes ist, keine der «Über»Wachung, UND dass es Techniken sind, die bereits vorhanden und vielleicht -bald- verfügbar sein werden, also weder Phantasie noch Science Fiction.

Wenn also die Szene aus dem Film «Barbara» eine der aufgedeckten Überwachung war und daher für die Überwachten unangenehm, wie ist es, wenn Wir FAST Alle[s] von FAST Allen wissen, was Wir vom mit- und voneinander wissen möchten?
Ist das erkannte Mensch die Zukunft.
Zumindest bald Wirklichkeit.

Krankheiten und Stimmungsänderungen erkennen Wir dann in Uns und bei den direkt UmSeienden, schon im Ansatz und können entsprechend handeln, also gegensteuern oder verstärken, je nach Lust und Wunsch. Gefahren werden sofort entschärft. Das wechselseitig Versteckspielen, die grossen Unsicherheiten und damit das Misstrauen in und um Uns, sind dann vorbei. Wir werden, wenn Wir die neuen Techniken ausbauen und verteilen, so sicher und gleichbleibend gesund leben, wie es heute noch "unvorstellbar" ist.

Vielleicht ist diese
Un-Vorstellbarkeit genau das, was Uns bei der Vorstellung ängstigt?
Was gewinnen Wir, wenn das Misstrauen weiter gedämpft wird und Wir einander erkennen und wechselseitig begreifen, so ganzheitlich und umfangreich, wie es bisher nicht möglich war? Wir beantworten u.a. die Frage/n: Was sind Wir und Wer bin Ich?

Meine Angst hat aber noch nicht abgenommen, weil ich eben noch ein Mensch des Abstands und der Geheimhaltung bin, und mir nur allzu bewusst bin, dass diese Techniken, wenn sie denn für Alle vorhanden und eingeführt sind, auch ein Verhaltensänderung bewirken werden. Und zwar wahrscheinlich keine geringe.

Vielleicht in die richtige Richtung, richtig im Sinne von mehr Gelingen und mehr Freude und damit weniger ... und ... , aber Sie wissen bescheid. Vielleicht?

Nachgestellt, noch eine Kritik an mir und meinen Ansichten, von einem der besten Nach-Denker der Menschheit.


Von Friedrich Nietzsche, aus »Zur Genealogie der Moral«, erschienen 1887 in Leipzig, daraus die: Dritte Abhandlung: was bedeuten asketische Ideale?
Abschnitt 23.

Das asketische Ideal hat nicht nur die Gesundheit und den Geschmack verdorben, es hat noch etwas Drittes, Viertes, Fünftes, Sechstes verdorben — ich werde mich hüten zu sagen was Alles (wann käme ich zu Ende!). Nicht was dies Ideal gewirkt hat, soll hier von mir an’s Licht gestellt werden; vielmehr ganz allein nur, was es bedeutet, worauf es rathen lässt, was hinter ihm, unter ihm, in ihm versteckt liegt, wofür es der vorläufige, undeutliche, mit Fragezeichen und Missverständnissen überladne Ausdruck ist. Und nur in Hinsicht auf diesen Zweck durfte ich meinen Lesern einen Blick auf das Ungeheure seiner Wirkungen, auch seiner verhängnissvollen Wirkungen nicht ersparen: um sie nämlich zum letzten und furchtbarsten Aspekt vorzubereiten, den die Frage nach der Bedeutung jenes Ideals für mich hat. Was bedeutet eben die Macht jenes Ideals, das Ungeheure seiner Macht? Weshalb ist ihm in diesem Maasse Raum gegeben worden? weshalb nicht besser Widerstand geleistet worden? Das asketische Ideal drückt einen Willen aus: wo ist der gegnerische Wille, in dem sich ein gegnerisches Ideal ausdrückte? Das asketische Ideal hat ein Ziel, — dasselbe ist allgemein genug, dass alle Interessen des menschlichen Daseins sonst, an ihm gemessen, kleinlich und eng erscheinen; es legt sich Zeiten, Völker, Menschen unerbittlich auf dieses Eine Ziel hin aus, es lässt keine andere Auslegung, kein andres Ziel gelten, es verwirft, verneint, bejaht, bestätigt allein im Sinne seiner Interpretation (— und gab es je ein zu Ende gedachteres System von Interpretation?); es unterwirft sich keiner Macht, es glaubt vielmehr an sein Vorrecht vor jeder Macht, an seine unbedingte Rang-Distanz in Hinsicht auf jede Macht, — es glaubt daran, dass Nichts auf Erden von Macht da ist, das nicht von ihm aus erst einen Sinn, ein Daseins-Recht, einen Werth zu empfangen habe, als Werkzeug zu seinem Werke, als Weg und Mittel zu seinem Ziele, zu Einem Ziele… Wo ist das Gegenstück zu diesem geschlossenen System von Wille, Ziel und Interpretation? Warum fehlt das Gegenstück?… Wo ist das andre „Eine Ziel“?… Aber man sagt mir, es fehle nicht, es habe nicht nur einen langen glücklichen Kampf mit jenem Ideale gekämpft, es sei vielmehr in allen Hauptsachen bereits über jenes Ideal Herr geworden: unsre ganze moderne Wissenschaft sei das Zeugniss dafür, — diese moderne Wissenschaft, welche, als eine eigentliche Wirklichkeits-Philosophie, ersichtlich allein an sich selber glaube, ersichtlich den Muth zu sich, den Willen zu sich besitze und gut genug bisher ohne Gott, Jenseits und verneinende Tugenden ausgekommen sei. Indessen mit solchem Lärm und Agitatoren-Geschwätz richtet man Nichts bei mir aus: diese Wirklichkeits-Trompeter sind schlechte Musikanten, ihre Stimmen kommen hörbar genug nicht aus der Tiefe, aus ihnen redet nicht der Abgrund des wissenschaftlichen Gewissens — denn heute ist das wissenschaftliche Gewissen ein Abgrund —, das Wort „Wissenschaft“ ist in solchen Trompeter-Mäulern einfach eine Unzucht, ein Missbrauch, eine Schamlosigkeit. Gerade das Gegentheil von dem, was hier behauptet wird, ist die Wahrheit: die Wissenschaft hat heute schlechterdings keinen Glauben an sich, geschweige ein Ideal über sich, — und wo sie überhaupt noch Leidenschaft, Liebe, Gluth, Leiden ist, da ist sie nicht der Gegensatz jenes asketischen Ideals, vielmehr dessen jüngste und vornehmste Form selber. Klingt euch das fremd?… Es giebt ja genug braves und bescheidenes Arbeiter-Volk auch unter den Gelehrten von Heute, dem sein kleiner Winkel gefällt, und das darum, weil es ihm darin gefällt, bisweilen ein wenig unbescheiden mit der Forderung laut wird, man solle überhaupt heute zufrieden sein, zumal in der Wissenschaft, — es gäbe da gerade so viel Nützliches zu thun. Ich widerspreche nicht; am wenigsten möchte ich diesen ehrlichen Arbeitern ihre Lust am Handwerk verderben: denn ich freue mich ihrer Arbeit. Aber damit, dass jetzt in der Wissenschaft streng gearbeitet wird und dass es zufriedne Arbeiter giebt, ist schlechterdings nicht bewiesen, dass die Wissenschaft als Ganzes heute ein Ziel, einen Willen, ein Ideal, eine Leidenschaft des grossen Glaubens habe. Das Gegentheil, wie gesagt, ist der Fall: wo sie nicht die jüngste Erscheinungsform des asketischen Ideals ist, — es handelt sich da um zu seltne, vornehme, ausgesuchte Fälle, als dass damit das Gesammturtheil umgebogen werden könnte — ist die Wissenschaft heute ein Versteck für alle Art Missmuth, Unglauben, Nagewurm, despectio sui, schlechtes Gewissen, — sie ist die Unruhe der Ideallosigkeit selbst, das Leiden am Mangel der grossen Liebe, das Ungenügen an einer unfreiwilligen Genügsamkeit. Oh was verbirgt heute nicht Alles Wissenschaft! wie viel soll sie mindestens verbergen! Die Tüchtigkeit unsrer besten Gelehrten, ihr besinnungsloser Fleiss, ihr Tag und Nacht rauchender Kopf, ihre Handwerks-Meisterschaft selbst — wie oft hat das Alles seinen eigentlichen Sinn darin, sich selbst irgend Etwas nicht mehr sichtbar werden zu lassen! Die Wissenschaft als Mittel der Selbst-Betäubung: kennt ihr das?… Man verwundet sie — Jeder erfährt es, der mit Gelehrten umgeht — mitunter durch ein harmloses Wort bis auf den Knochen, man erbittert seine gelehrten Freunde gegen sich, im Augenblick, wo man sie zu ehren meint, man bringt sie ausser Rand und Band, bloss weil man zu grob war, um zu errathen, mit wem man es eigentlich zu thun hat, mit Leidenden, die es sich selbst nicht eingestehn wollen, was sie sind, mit Betäubten und Besinnungslosen, die nur Eins fürchten: z u m   B e w u s s t s e i n   z u   k o m m e n …

Samstag, 27. Oktober 2012

Willkommen bei einem fremden Selbst

Titel: Ver-rückt-Es

Oft tauchen an solchen Zeitpunkten, wie dem Ende eines Jahres, weitreichende Fragen auf, Ergebnisse einer Jahresende-Stimmungsverdunkelung, und in meinem Fall auch einer zehrenden Ungeduld bei persönlichen Fortschritten. Fragen, wie die nach dem Forschen und Schreiben in diesen Blogs. Durchaus nützliche Fragen.

Als Leser, auch der Philosophie, weiss ich selbstverständlich, dass fast Alles schon geschrieben wurde, das hindert mich jedoch noch nicht, es selbst in Worten zu formulieren, die von meinem Verstehen und Begreifen vom DaSein und dem (hier persönlichen) Selbst künden und auch eine persönliche Entwicklungs-Richtung anzeigen.

Dieses Blog und ebenso »Luetzen*ich« und die »SprechLichtung«, enthalten sehr viele Texte, deren ZielRichtung und auch Er- / Begründung, durch das Folgende eine Aufhellung und Klärung erfahren.

Die neueren Veröffentlichungen, ab Januar 2014, stehen alle in meinem neuen Blog: »http://Luetzenich.blogspot.de«.
Danke.
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Aber nun Viel Freude beim Lesen.
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Entscheidung sForderung!
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Erste Frage:

Was soll das Alles? Hier.

Warum tue Oliver-August Lützenich das?
Warum dieses ständige forschen und suchen nach Erkenntnis in Oliver-August Lützenich, noch tiefer hinein in das persönlichen Selbst, in der nächsten Umgebung herum und weiter und Weiter hinaus, bis an die Grenzen des menschlichen Erkennens?

Warum diese Genauigkeit, dieses Beharren auf Logik, auf Eindeutigkeit und Klarheit? Warum die Eigentümlichkeit in das Sprache und der Zusammenführung der verästelten Wissens- und Forschungsgebiete?
Warum erzähle Oliver-August Lützenich hier nicht einfach nur schöne oder auch schreckliche Geschichten?

Diese letzte Frage ist gleich jetzt beantwortet: weil es noch schwer fällt, weil das Forschen und Fragen noch so drängend ist.

Für die anderen Fragen gilt: Weil es geht, wäre die einfachste Antwort.
Aber das trifft auf Viele zu, die tun es jedoch nicht, also hat es einen persönlichen Grund: Der Wunsch nach Veränderung. Mehr als ein einfacher Allgemeiner, ist es ein Wunsch nach persönlicher nach umfangreicher, nach sehr radikaler Veränderung.

Und dazu möchte / muss Oliver-August Lützenich verstehen, erkennen und begreifen: Was ist? Diese Frage ist kurz, die Antwort ist lang, sehr lang.
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Rötl-*ich
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Dazu stelle Oliver-August Lützenich alles in Frage und alles auf den Prüfstand: Innen und Aussen! Dazu gab und gibt es für mich keine Tabus; in Gedanken.
Im Handeln gibt es die selbstverständlich.
Die Grenze ist, das jeweils andere Selbst -> SIE - deshalb auch die permanente Voranstellung meines Namens (dazu auch der nächste Abschnitt) - , aber das Ganze, also die Gesellschaft[en] und deren Aufbau, Verbindung und Wirkung[sWeise?] (Organisation), ist kein Tabu, da Oliver-August Lützenich ein MitGlied dieser Gesellschaft bin und somit auch von ihr abhängig bin, ihr ausgeliefert und von der Gesellschaft geprägt bin.

Nebenbei (für Sie <- ; für mich Elementar): Warum betone Oliver-August Lützenich, so sehr, dass Oliver-August Lützenich hier spricht und schreibt?
Um Jed-Es (der + die + (und) als Was auch immer ein-Es daSein möchte = -Es) Leses klar zu signalisieren, dass dieses «ich» ein ganz persönliches und von Ihnen Fremdes ich ist. Keine falschen Übernahmen, kein einfaches Einnehmen, sondern klare Distanz.
Hier schreibe und formuliere Oliver-August Lützenich und nicht ein irgendwie allgemeines ich.
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Bebrillt-*ich
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Trotzdem Oliver-August Lützenich klar bin, dass das für Sie schwer zu nehmen ist, wahrscheinlich Abwehr erregt und / oder Desinteresse, weil Wir nun mal Alle gemeinsam hier sind und kein ich (kein-Es) normalerweise so einfach absondern darf, und gerade nicht ein-Es, das mittendrin ist; jedoch, es ist für das, was Oliver-August Lützenich brauche und wünsche wichtig.

In diesem Punkt brauche Oliver-August Lützenich Distanz zu Ihnen Anderen "ich", genauso brauche Oliver-August Lützenich Distanz zur persönlichen Vergangenheit und damit auch ein wenig Distanz zur gesamten Vergangenheit, denn:

Oliver-August Lützenich möchte die persönliche Prägung auflösen.

Sie missfällt Oliver-August Lützenich!
Und dazu zähle Oliver-August Lützenich mehr, viel mehr, als Sie vielleicht im ersten Moment denken. Sie können zum Hintergrund auch den Beitrag "geschlagenes Vorgestern" hier in diesem Blog lesen.

Oliver-August Lützenich bin die Enge der Triebe und Traditionen satt, bin die Zwänge der Familiengeschichte und der Oliver-August Lützenich-Eltern satt (mehr dazu, im ersten Abschnitt des Beitrags: "Adolf Hitler bräunt in Sibirien. Anarchie am Ende?"), bin die Auslieferung an das "Unter"-Bewusste und das Allgemeingültige satt. Kein-Es wird gefragt: Ob, Wo, als Was und in Wen ein-Es gezeugt werden möchte. Es passiert EINFACH. Und was dann mit ein-Es passiert, ist auch fast gänzlich UN-gefragt. So ist das nun mal, ist die EINFACHe Antwort. Ja, so ist das. Bis Jetzt.

Oliver-August Lützenich möchte verstehen, warum Oliver-August Lützenich bin, warum Ich ist, warum ich handelt, wie ich handelt, warum Oliver-August Lützenich handelt, wie Oliver-August Lützenich handelt, und Oliver-August Lützenich, mache es Oliver-August Lützenich nicht einfach, das merken Sie, so oft, wie Oliver-August Lützenich "Oliver-August Lützenich" schreibe, ohne etwas zu kopieren und auch immer wieder die Farbe ändere, aber es ist auch eine Übung in Selbst-Findung und Selbst-Erkenntnis.

Wer von Ihnen bis hierher durchgehalten hat, ist ein starkes -ich-. 
Beneidenswert.
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Septemberl-*ich
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Oliver-August Lützenich bin es noch nicht. Oliver-August Lützenich schwanke noch sehr, bin sehr leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen und brauche diese Form der Distanz, um nicht zu sehr Anlehnung zu finden und festzuklammern, um in diesem Schwanken in der Distanz, im Selbst Halt zu finden, um durch dieses Schwanken hindurch und dabei Orientierung zu finden, in diesem allgemeinen DaSein und dem persönlichen der->daSein.

Ein persönliches Schwanken in der RaumZeit, durch die RaumZeit, ganz besonders, da Oliver-August Lützenich inzwischen so weit wegggerückt bin, vom ich. Das ich gibt in der Gemeinschaft noch allgemeinen Halt, aber je weiter ein-Es davon abrückt, umso mehr sucht das persönl[ich]e (ich), im hier schreibenden: das Oliver-August Lützenich, einen Halt und Orientierung im Innen; auch im Aussen, aber wenig in Anderen da Draussen, sonst stürzte Es ständig wegg vom persönlichen (ich).

Übrigens: Dieses sehr persönliche (ich), ist in mir - in Gedanken - ein ganz besonderes Name, den Oliver-August Lützenich zwar hier in diesem Text, mit meinem Namen verbinde / darstelle, das aber völlig anders lautet. Es ist eine Kombination aus Buchstaben und Zahlen, wie ein handelsübliches Schlüsselwort, aber, wie es diese sein sollten, einzig und zutiefst individuell, nur Oliver-August Lützenich heisse so, obwohl schon mein öffentlicher (üblicher) Name ziemlich einmalig ist. Und Oliver-August Lützenich nenne diese Selbst-Bezeichnung nur im Inneren, für Aussen bin (ich), - ganz gewöhnlich -, Oliver-August Lützenich.
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Bräunl-*ich
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Zuviel (ich) für Sie-ich?

Warum Oliver-August Lützenich die Prägung satt bin, ist dabei zweitrangig und für Sie auch uninteressant, weil der Grund dieser Sättigung Nichts Neues an Informationen oder Geschichten bietet, als sie schon dutzende male erzählt wurden, manche gar schon millionenmal, denn, eins ist vollkommen klar, Oliver-August Lützenich bin, was das angeht: NICHTS Besonderes.
Deshalb lohnt es auch nicht, die immer gleichen oder ähnlichen Hinter- und Untergrund-Geschichten, für einen je persönlichen Überdruss und ein Leiden am Selbst im / und am DaSein wiederaufzuführen, das ist langweilig. Das Einzige, das nicht gähnt, bin dabei Oliver-August Lützenich, weil es eben meine Geschichte ist, ohne dass sie deshalb einmalig ist.
Ist sie nicht.

Wie Viele Andere, bin auch Oliver-August Lützenich in eine Form gepresst worden, und der Inhalt dieser Form ist auf so engstirnige und ängstliche (= engstliche) Art "[v]erzogen" worden, dass es entweder zu geschäftigen Anpassung in den jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnissen reicht, oder die Lebendigkeit nach dem kurzen Sturm der Jugend in einer mit-leid-igen Leidens-RaumZeit ausläuft. Die oft genug kürzer ist, als die Jugend.

Oliver-August Lützenich weiss auch nicht, ob die Distanzierung von der Prägung und von der Umgebung so einmalig ist, wie Oliver-August Lützenich es noch empfinde, -- vielleicht haben schon Millionen den Versuch gewagt: Alles, was war, in Frage zu stellen und Alles, - Was ist? - auszuforschen, um Alles, was ein-Es ist, Alles, was in der Haut ist, neu zu orientieren, neu und anders auszurichten und zwar so tiefgreifend, dass auch die Triebe und Gefühle und Empfindungen drann glauben müssen, weil eben Alles miteinander verbunden ist und, wenn ein-Es nur eins verändert, dieses eine sofort wieder aufgebaut wird, weil die anderen ein-Es es nur im alten Zustand er- und anerkennen. 

Prägung ist sehr, sehr komplex, in allen Dimensionen und über alle RaumZeit-Phasen mit Vielem verbunden --, egal, dann versuche *ich es eben zum ?millionsten mal. Es braucht viel Einblick und Feingefühl, um nicht dauernd zu stürzen oder auch nur zu schwanken, als sei ein-Es betrunken, wenn ein-Es, in diesem Fall Oliver-August Lützenich, aufrecht bleiben möchte, den Alltag gesund regeln möchte, ohne zu kippen und auch Schlaf finden möchte. 
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Herbstl-*ich
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Um diese Änderungen zu erreichen braucht es den Abstand, das geht nur, ohne den ander-Es zu nahe zu kommen, sonst ist die Beeinflussung zu stark, sonst ist die ganz normale Tätigkeit der Eindämmung von Veränderung zu stark. Denn, nicht nur die verschiedenen inneren Bereiche, wollen jedwede Veränderung vermeiden, um das gewohnte, das aufgeprägte Gleichgewicht (eine persönliche, und in meinem Fall zu sehr verzerrte Homöostase) bewahren, AUCH die äusseren Bereiche, also auch Sie, die MitMenschen, möchten möglichst das Gewohnte bewahren und üben ständig dämpfenden und konservierenden / bewahrenden Einfluss aufeinander / ineinander aus. --> Nur keine Veränderung, auch keine kleineren, sonst erkennt Mensch einander ja nicht mehr, <-- ist die innere und äussere Logik dabei. Das Fremde entsetzt!

Und dieses Fremde fängt ja bereits in jedes Selbst an, wozu sonst die fast alltägliche Frage: Was (Sie + Er + als Was auch immer ein-Es daSein möchte = Was) bin ich?
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Sommerl-*ich
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Davon etwas frei zu kommen, ist schmerzhaft und zusätzlich leidvoll, neben dem Leid, das ein-Es sowieso schon aufgeladen bekam, aber es ist im Sinne des Veränderungswunsches unvermeidlich und dadurch, dass es Selbst-gewünscht ist, auch erträglich. Erträglicher.

Ihnen mag das Alles naiv oder überspannt oder gar ver-rückt vorkommen, ent-rückt ginge auch noch, vielleicht auch unerheblich, oder gar unerträglich, *mir auch; manchmal.

Manchmal fühle / denke Oliver-August Lützenich auch, was soll das denn alles, ist das wirklich mein Ernst?, lass' doch einfach alles, wie es ist, kamst doch einigermassen klar damit und so schlimm war es doch auch nicht und für so etwas radikales (Sie wissen bestimmt, das "radikal" von 'Wurzel' kommt, also -Grundsätzlich- meint. <- Das nur, weil Radikalität den Meisten Angst macht - mir auch; noch -.), ist die Lebendigkeit doch eindeutig zu kurz und so weiter und so fort ... , ist eben schmerzhaft so Fern der Normalität, der GleichGültigkeit der Masse, und Einsam, aber die wahre Freude und das wohlige Glück werde Oliver-August Lützenich mit der alten Prägung und der daraus entstehenden Gefühls-, Empfindungs- (darin auch das Bewusst-Sein) und somit Handlungsweise nicht erreichen.
Dazu bin Oliver-August Lützenich zu verkrampft und zu mutlos (miss?)geprägt worden. Oliver-August Lützenich bin bisher der Untertaucher, der Abtaucher, der mit der Tarnkappe, der Unauffällige, der Zurückhaltende; und zwar fast alles schöne und lustvolle zurückhaltende! Das zu verändern, dieses Alte aufzulösen, darum geht es Oliver-August Lützenich. Und mehr.

Davon und vom "neu" aufbauen: stabiler, sicherer, freier, freundlicher, aufmerksamer, "radikaler", davon erzählen die Beiträge in meinen beiden Blogs.
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Grusel-*ich oder
Verängst-*ich-t
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Vielleicht ist es weniger das Bewusst-Sein eines konkreten Menschen, das hier mit-schreibt, - also ein Bereich der Wahrnehmung, der auch allgemeine Fragen und Sehnsüchte aufnimmt und verarbeitet - , sondern das "Fleisch", in einem persönlichen Körper, das das Bewusst-Sein ermöglicht und erhält, welches das begreifen möchte, was ein-Es ist, worin Es ist, warum ein-Es ist und wohin Es geht?

Das "Fleisch", besser: das gesamte Körper möchte insgesamt Bewusst-Sein, als bloss in einem kleinen Bereich, ohne grosse Wechsel-Wirkung. Dazu braucht es die umfängliche, gleichwertige, verständliche und zu jedes RaumZeit wahrhaftige Verbindung Dessen was INNEN ist, was ein-Es ist, in das Haut, - vom AUSSEN gehalten aber auch besonders: eine (1) Selbst-Bewusst-Heit.

Wenn Sie die Beiträge in meinen Blogs mit diesem Hintergrund lesen, dann vermute  Oliver-August Lützenich, ist einiges besser verständlich.
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Dunkel-*ich
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Zum Abschluss noch ein kleines Gedicht:

Die Ex-trovertierten und die In-trovertierten Menschen!? Und das Berufsleben. Die Ex-perten und die Im-pertinenten Menschen. Und die Medien. Die Ex-tremen und die In-terpreten. Und der Alltag.
Also ich mag Schubladen. Denken. Nur, ich pass so selten in eine alleine rein, ich brauch immer fast die ganze Kommode oder auch den Aktenschrank, aber ehrlich, ich mag Schubladen. Kann Mensch so gut Sachen verstauen, muss Mensch nicht mehr gross nachdenken, um sie zu [er]finden, aber ich pass' einfach nicht nur in eine rein, also wirklich, ich mag Schubladen, aber ich halt mich da lieber raus!
Ja, und das bekommt mir bis jetzt ganz gut, ja, wirklich, auch wenn es DrAussen schon ziemlich staubig ist und meist viel kälter als es nun mal Innen ist.
Manchmal geht mir das Klima hier schon gewaltig auf die Nerven, ist einfach so, aber was kann ein-Es schon daGegen machen, das war doch eigentlich schon immer umsonst, das ganze DaGegen-Sein, kannst da doch schon schenken, immer nur Drücken und drauf rum hau'n oder reiten, bringt doch nichts ein; also bin *ich lieber DaFür: Für den Erhalt der Lebendigkeit in diesem kleinen PlanetenSystem Erde-Mond, in diesem RIESIGEN GIGANTISCHEN Universum, rund um Uns herum, das kann Mensch doch noch gar nicht begreifen, wie RIESIG und ENORM das AllEs und ALL-Es da DrAussen noch ist, Ausser eines Selbst.

Das ist schon noch überwältigend da DrAussen, wenigstens für die Meisten, und deshalb überwältigt m*ich das schon auch noch, aber eben nur meistens, und dann ist das ErLeben schon ganz gut auszuhalten, -> in den Phasen, wo ich meistens bin, nicht, dann ist einfach AllEs und ALL-Es da draussen überwältigend, ja quasi nieder-schmetternd, kaum auszuhalten, wie für die Meisten, aber Mensch ist dann halt so Da, ist Da, Isst Da, und da ALL-Es einen Spiegel hat, der auch: Da Is[s]t, also mit einem kleinen Riss d'rinn, der das Isst Da, vom Da I[s]st im Spiegel verschieden macht.
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Ärgerl-*ich
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Und meistens schau ich halt nur in den Spiegel, und nur selten schau ich zurück, und dann gefällt mir schon, was ich Da so sehe. Die Qualität stimmt: Das Da-Is[s]t kann-s ich sehen lassen, ja, wenn das nicht schön wär, was dann, was kann ein-Es denn fairer-weise auch sagen, wenn's stimmt, Mensch kann's aushalten, wenn Mensch wenigtens ab und Zu mal zurück-schaut, so aus dem Spiegel, auf das Ganze.
Kann Mensch doch mal machen.
Und *ich sag Ihnen, so ein Ganzer Blick auf AllEs und ALL-Es ist ganz erholsam, so entspannend.
Dass Mensch Es kaum aushalten und eben Meistens nur Da sind, Da iss, hat schon was, oder? Ach, jetzt hab ich das "t" vergessen, ja, das geht auch den Meisten so, Wir sind so verdammt vergesslich, ja, da jammern Wir auch schon Ewigkeiten, dass Wir so vergesslich sind, aber das will ja auch k[aum]ein-Es hören ..., wo war *ich stehengeblieben ...
Ach Ja, bei der Überwältigung und bei der Vergesslichkeit, ja, ist halt so, aber es ist spannender, als einfach entspannt da[zu]Sein, deswegen hat Mensch das auch DaSein benannt, das klingt nach was, deswegen hört ein-Es ja kaum (auf) ein ander-Es mehr, weil inzwischen ALL-E. immer DaZwischen schreien, ... 

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Künstler-*i[s]ch
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... Mensch kann k[aum]ein-Es mehr wirklich heraushören, dann muss ein-Es doch ab und An mal auf die Pause-Taste drücken, um einen kleinen Schritt zurück zu treten, um das DaSein von vorne zu betrachten ..., ähh?, Nein, wenn ein-Es zurücktritt, dann sieht Es doch die anderen-Es nur von hinten, ..., ahh!, das hab' ich bisher falsch gemacht, ich hab Euch immer auf den Rücken geschaut, auf den Arsch und den Hinterkopf, und das war irgendwie falsch, besser: es war zu einseitig, aber ich wusste ja bisher auch gar nicht, dass Es Vorne überhaupt gibt, ich sah Meistens nur krumme Rücken und ausgestellte Ärsche, Verzeihung, wirklich, aber ich bin eben immer nach Hinten getreten, weil ich von Vorne überhaupt nichts wusste, aber Gut, jetzt trete ich mal von Vorne raus und schau Euch mal von Vorne, zumindest ins Gesicht, weil, weiter kann ich noch nicht zurücktreten, da muss ich mir erst ZuTritt verschaffen; und momentan mach ich's halt wie die Meisten und trete nun zurück, weil, ich bin noch nicht wirklich nach Vorne gekommen, irgendwie bin ich immer irgendwo hängen geblieben, auf dem Weg nach Vorne, also Vorne war ich auf jeden Fall noch nicht, aber gut, Morgen hab ich ja wieder eine Wahl und vielleicht schaff' ich's dann weiter nach Vorne, bisher bin ich schon ziemlich weit gekommen, hier bin *ich auf jeden Fall schon mal.
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Blum-*ich's
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Danke.