Samstag, 5. Oktober 2013

Links Schulter Rechts

Recht so.
Oder auch: Links = Rechts.
DaSein ist im AusGleich sein.
DaSein ist Seitenbändigung. DaSein ist die Verbindung zwischen den Extremen. Sie wussten das bereits! Na dann, aber für mich ist es besser, ich wiederhole das solange, bis ich auch im Alltag und den Wahrnehmungen und auch den längeren Eindrücken darin, diesen Grundsatz immer in die Auslegung, Bewertung und Einordnung (Interpretation) dessen, was ich da so einnehme (von den Augen bis zu den Zähnen) und auch nur aus der Nähe oder gar weitester Ferne mitbekomme, einbeziehe.
Die DaSein-Gleichung: Leben = Sterben.
Mathematisch: DaSein = Leben + Sterben.
Das irdische Lebendigkeit ist das + DaZwischen.
Ja, Sie können jetzt gerne Schmunzeln oder gar Lachen, aber so einfach ist das nun mal.
Wenn Sie bis Jetzt ein-Es waren, das die Zeichen nicht ernst oder gar nicht wahr genommen hat, dann heisst es für Sie: Aufgewacht.

Ganz gemächlich Bitte, aber Sie glaubten doch wohl nicht im Ernst, dass in die Zeichen DaZwischen (zwischen den Werten. In der Mathematik auch Zahlen benannt) jenes, was davor oder dahinter, oder daneben oder darunter, oder auch darüber steht oder liegt, ohne Wirkung ist. Dann ist Ihnen vielleicht bis Jetzt entgangen, was die Zeichen bedeuten, kann ja sein? Eins und Eins ist Zwei. Eins Eins Zwei. Was ist bedeutender?
Sie erkennen, die Bedeutung wächst durch die Zeichen DaZwischen.
Jedes Zeichen bringt Bedeutung mit, auch wenn es nur kleine Zeichen sind.

Dieses hier: + zum Beispiel wertet auf, es bringt teils viel mehr mit, als vor dem Zeichen da war und das tut es oft genug noch, ohne dass es Selbst besonders auffällt, derweil ... Und dieses Zeichen hier: »=« das weitaus bedeutendste, denn es stellt gleich-RaumZeit-ig eine stabile Verbindung her, weil Es eine eindeutige Bewertung ist, weil es eine Klärung ist, wo vorher manches Schwere und Unverständliche stand, bringt Es Erleichterung und Verständnis mit und dieses Zeichen = gleich-RaumZeit-ig für ALLES offen, ohne Scheu und Vor-Urteil, Es geht mit Jedes und Alles eine halt- und belastbare Verbindung ein, bis auf das Chaos, das immer ein wenig an diesem Zeichen nagt und manchmal mit Dingen daherkommt, die einfach unver-Gleich-lich sind, die einfach nicht abge-Gleich-en werden wollen, weil zu Diesem einfach kein Ver-Gleich vorhanden ist, da hat Selbst das Gleich-HeitsZeichen noch nichts gefunden, da geht Es keine Verbindung mit ein, da lässt es die Schmusehärchen wegg, weil Da könnt ja Jed-Es kommen und mit ein-Es Gleich sein, Nein, sagt das Chaos, ich bin einzig, zu mir fehlt Gleichung. Danke.

Oder, kurz Zusammengefasst, überspüren Sie die Zeichen nicht: Jed-Es ist bedeutend.
Wenn auch der Wert manchmal nur verschwindend gering ist, oder Ihnen sein mag, so ist das Wert, »das«, weil, hat Wert ein Geschlecht, also, das Wert von ein-Es und einEs manchmal an dieser Gleichung gering, und an einer anderen Gleichung, geht dasSelbe Wert fast bis ins unermesslich Weite! Das = lässt fast Alles zu, wenn es Gleich ist, aber kann Mensch das Chaos berechnen?
Wie soll Mensch dann aber das Chaos beGleichen, wenn Mensch dessen Wert nicht genau kennt, nur so ungefähr halt. Aber das Mensch einfach noch nicht be-Gleich-en, oder auch an-Gleich-en mag, mit irgendwas was Mensch eben nicht genau kennt.
Chaos aber kennt noch k[aum]ein Mensch, auch wenn Mensch immer daran schnuppern möchte und so tut als ob, so kennt kein Mensch wirkliches Chaos. Das ist für Uns noch unermesslich, da verweigern Wir jede Gleich-Setzung mit. Strikte Ablehnung!
Mit das Chaos wollen Wir Nichts zu tun haben, und Sie wissen, das Nichts geht jeweils von 1 bist fast unendlich, kommt immer darauf an, was gerade fehlt oder ein-Es nicht kennt oder nicht mehr kennen möchte. Wir sind weitgehendst ohne Chaos, aber Es versucht es immer wieder, irgendwas mit Uns zu verbinden und zu tun, aber das lassen wir Menschen nicht zu.

Oder, hab' ich nicht Recht?

In den vergangenen Beiträgen habe ich auch ein paar Sätze zum Recht fallen lassen, z.B. das Recht ist eine Strukturierung der UngeRechtigkeit, oder hatte ich das vergessen zu erwähnen? Sie kennen ja bestimmt die Gleichung des Glaubens:
Recht = UnRecht.

Gesprochen: die Menge des Rechts ist Gleich der Menge des UnRechts.
Dies ist kein Witz, oder gar blosse Ironie, Sie können die Lippen wieder hängen lassen, das Recht ist immer im AusGleich mit dem, was Es behandelt.  Das Recht ist eine AusGleichs-Handlung. So gilt dieser Satz auch für die andere Seite der Gleichung: Das UnRecht ist eine AusGleichshandlung des Recht.

Und da dies eine Gleichung des Glaubens ist, ist auch niemals mit Klarheit zu sagen, zu bestimmen, welcher Paragraph oder welches Wort oder gar Satz des Rechts wozu zählt, zum Recht oder zum UnRecht, richtig oder falsch ist (wobei dazu auch erst einmal zu klären ist: für Was?). Was bei den Nazis Recht war, war schon einen Tag später UnRecht und die Richtes verurteilten am Vortag noch ein-Es zum Tode, was am Folgetag ein Held war. Recht kommt von lat. 'regere' = "strecken, aufrichten, zeigen" und das taten meist die Starken, die mandelten sich auf und zeigten den Anderen, wo es ihrer Meinung nach lang ging und die Masse volkte meist brav, bis zur nächsten Revolution (was auch nur "Umkehrung" bedeutet, von lat 're' = zurück, wieder, um" und lat. 'vertere' = "kehren, wenden", das war ursprünglich die Bewegung, die ein Pflug mit der Erde vollführt) und dann galt, wie tausende male geschehen nichts mehr, als noch vor dem "kehren" galt. Aber wenn Sie dem Recht trotzdem vertrauen, dann liegen Sie auch genau richtig, denn auch das Vertrauen kommt ja aus dem Glauben, wie das Recht.
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Ed Ruscha, "Burning Standard", 1968
Stark!
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Sollten Sie RechtsAnwalt sein und Ihnen das hier geschriebene nicht passen, können Sie ja auch LinksAnwalt werden, ist sowieso seltsam, warum der gegnerische Anwalt des Rechtsanwalts Staatsanwalt genannt wird und nicht LinksAnwalt. Oder hat das Recht nichts mit dem Rechts zu tun? LinksAnwalt gegen RechtsAnwalt, DaZwischen sitzt das MittelAnwalt, Heute noch Richtes genannt, oder auch Richter, obwohl inzwischen die meisten Richte"r" Frauen sind, zumindest an den "unteren" Gerichten. Ja, "unteren", womit ich gleich auch beim aktuellen Gesellschaftsaufbau bin, bei unseren pyramidischen Gesellschaften, in denen Alles von Oben nach Unten oder auch umgekehrt (revolutionär) geregelt ist. Was hat das mit dem Aufbau der menschlichen Körper zu tun, fragen Sie vielleicht? Gute Frage. Wo sitzt Unser Steuer-, Kontroll- und Aufmerksamkeits-Organ? Welche Frage, sagen Sie? In der rechten Ferse, oder wie J. Beuys einmal flapsig meinte, im Knie. Naja, Hahaha, ich weiss, nicht witzig, es "sitzt", na gut, es befindet sich "oben" und "unten" sind die Füsse, ausser ein-Es liegt, oder hängt umgekeht, dann kann das Gehirn auch mal "unten" sein. Wo war ich ...? Ach ja, bei den pyramidischen Gesellschaften. Ja, sie sind Körpergerecht aufgebaut, dem Inneren nachempfunden, schliesslich hat Uns die Natur mit diesem Aufbau eine gute Blaupause geliefert, nach der Wir auch das Äussere strukturiert haben. Meine Güte, was hätten Wir denn sonst nehmen sollen als Strukturvorlage, als nur Uns Selbst! Oben "sitzt" die Spruchkammer, Unten wird fleissig gearbeitet oder auch mal getreten, mittendrinn heftig Scheisse produziert, etwa soviel, wie oben hineingeschoben, oder auch, für die Lateiner, konsumiert wird. Unsere Gesellschaften sind sozusagen Ganzkörperlich. Ganz Körperlich.
Aber nun kurz der Herr Hegel.

Aus: »Grundlinien der Philosophie des Rechts«, Frankfurt am Main 1972, S. 14. In der Vorrede äußert G.W.F. Hegel zum Verhältnis der Philosophen zur gesellschaftlichen Wirklichkeit folgendes:

    „…; die Eule der Minerva beginnt erst mit der einbrechenden Dämmerung ihren Flug.

Etwas umständlich, bildschwanger und altbacken, aber so war das damals in griechisch-römisch "gebildeten" Kreisen (Nichts gegen griechisch-römische Bildung, Nein!, aber Mensch kann es auch klar und verständlich formulieren, aber vielleicht gelingt das auch erst Uns heutigen.). Kurz gesagt, es bedeutet: die Erkenntnis gesellschaftlicher Verhältnisse ist erst dann möglich, nachdem diese Verhältnisse längst wirken, gewirkt haben und sich schon fast wieder erneuern. Die Erkenntnis von/aus einer RaumZeit-Epoche schließt also diese Epoche ab und begründet sie nicht etwa. So hat auch G.F.W. Hegel gefunden (gemerkt), dass das Denken noch stets ein Nachdenken war, bis auf ganz ganz seltene Ausnahmen. Aber diese bestätigen ja bekanntlich die Regel: die Erkenntnis von Etwas folgt stets dem Geschehen nach.
Zu dem obigen halbsatz-Auzug noch kurz: Die römische Göttin Minerva (der römische Name für die griechische Göttin (Pallas) Athene) war die Hüterin des Wissens, der Kunst, des Handwerks und des Kampfes (besonders der Strategie, also der Vorbereitung und Leitung des Kampfes) und hatte als mythologisches Attribut den Vogel der Weisheit, die nachtaktive Eule. Pallas Athene, wie auch die römische Bezeichnung Minerva, galt als Göttin der Weisheit und der Hand. Laut der griechischen Mythologie ist Sie (Athene) von Hephaistos, dem Gott des Feuers und der Schmiede, mit einer Axt aus dem Kopf ihres Vaters Zeus befreit worden. Athene ist also eine "Kopfgeburt", oder wie andere Erzähler berichten, ist Sie auch aus dem Mund des Zeus hervorgekommen, könnte also auch als die Gottheit der Sprache gelten. Zeus hatte zuvor die Mutter von Pallas Athene und einem Geschwister, die Göttin Metis, verschlungen, da ihm geweissagt wurde, dass eines der gemeinsamen Kinder, die in Metis heranwuchsen, ihn stürzen würde. Nach dem "Essen" der Metis bekam Zeus heftige Kopfschmerzen, von denen ihn Hephaistos mit dem Hieb der Axt in seinen Kopf (der oberste Gott kann so einen "EinGriff/Operation" überstehen) und der "Geburt" der wehrhaften, kampfbereiten Athene, befreite. Somit war die Entstehung der Vernunft, der Klugheit, der Weisheit, des Handwerks und der Kunst eine Folge der Angst vor dem Sturz, vor der Ablösung des Alters, war aber zugleich unausweichlich, weil der Schmerz der Verhinderung der Ablösung stärker war/ist, als die Furcht vor dem Sturz, vor der Ablösung des Alten. Was für eine Erkenntnis der damaligen Griechen und was für eine schöne Geschichte um diese Erkenntnis herum.

Somit hinkt die Erkenntnis von Etwas, also auch die von den Strukturen, dem Geschehen und der Wirkung einer Gesellschaft, noch stets dem jeweiligen Etwas, dem jeweils Betrachteten hinterher.

Die Erkenntnis ist stets nur ein Zurückblicken.

Noch etwas zum Recht:
Also Oliver-August Lützenich kann nur von *mir schreiben, also *mir ist es am Liebsten, wenn Sie da DrAussen *mir Gleich sind, weil dann brauchen Wir nicht weiterhin dieSelben zu sein, die Gleichen Menschen, alle Gleich, die Einen ein bisschen reicher, die meisten kommen gerade so zu Recht, ohne dabei billig zu sein, das ist inzwischen wichtig, so weit sind Wir inzwischen, dass Wir das Recht nicht so billig daher geben, Nein, das Recht wird immer teurer, auch wenn immer weniger auch wirklich etwas davon haben, vom Recht, ja Recht haben Sie immer, das ist Ihr gutes Recht, das ist billig, -end in Kauf genommen, aber ein Recht folgt daraus noch lange nicht, nein, behalten Sie das Recht für-s ich, ich achte das, aber brauche ich es auch zu be-achten, nein, das nicht, aber so behandeln Wir das bis Jetzt, aber Es soll mir Recht sein, was kann Es auch anderes?
War auch ein Beitrag zum Gleich-HeitsZeichen.

So genug für Heute. Bitte.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Sss-ich

Morgen werde ich in der SprechLichtung erneut einen Beitrag um aber auch in ein Essay von David Gelernter (http://de.wikipedia.org/wiki/David_Gelernter) schreiben und dichten. Aus dem Grund "hebe" ich nun einen schon vor einem Jahr veröffentlichten Beitrag um einen Text von Ihm, hier in das Verantworten-Blog hinein.

Noch kurz, bevor es los geht: ich weiss, Oliver-August Lützenich reite hier unablässig auf etwas herum, nämlich auf der Benutzung von Wörtern und Bildern, die - so vermute ich mal - wichtig für Unser Selbst-Verständnis sind.
Tut Ihnen das gut?

Tut Uns der, von *mir angenommene, Miss-Brauch von Wörtern und Bildern gut, oder verführt es Uns noch stets in die falsche Richtung: zurück?, oder hält es Uns in einem zu engen, zu kleinen Bereich gefangen?
Sie werden diese Fragen später auch noch in meinen Kommentaren wiederfinden, ich habe sie hier vorangestellt, weil Sie als Hintergrund für meine Arbeit hier in diesen Blogs wichtig sind.
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Seit Monaten geht es auch in diesen Blogs immer wieder um eine auch von *mir bemerkte Selbst-Verweigerung des Menschen und die Folge davon, also den Übertrag eines nur gedachten Ich auf Maschinen oder ins "Netz", in den Gedanken von David Gelernter und Anderen wird aus der Maschine sogar bloss eine Festplatte oder ein Chip.

Wobei ich gleich anmerken möchte, dass *ich das Selbst wesentlich weiter fasse, als es viele ander-Es tun, die "bloss" das Bewusst-Sein, oder lediglich einen kleinen Neuronen-Cluster darumherum, als das eigentliche Selbst eines daSein, das "ich", begreifen können. Für mich ist das Selbst - somit auch jed-Es von Ihnen - das gesamte Organismus innerhalb einer fassbaren Aussen-Haut, somit das ganze Körper, und nicht bloss dessen Gedanken, wo auch immer diese in dem jeweiligen Körper ge-form[ulier]t werden.

Diese Ansicht vermisse *ich bei so viel-Es, die etwas zu diesem Thema äussern, deren "ich" ist so klein, so beschränkt, so eng und klein innerhalb der Haut, die jed-Es "ich" für mich als Ganzes ausmacht.
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Bergmann Ecke Zossener, in der Dämmerung
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Aus Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 19.10.2012, von David Gelernter

Titel: Das religiöse Ich Seelen-Sharing geht nur analog
Untertitel: Verschiedene Theorien wollen uns einreden, man könne uns klonen oder auf eine Festplatte laden - mitsamt unserem Bewusstsein. Das ist Unsinn. Ein Plädoyer für mehr Spiritualität.

Die Bedeutung des Ich steht derzeit im Mittelpunkt von drei verwandten, meiner Ansicht nach irrigen futuristischen Ideen. Manche Theoretiker glauben, der Mensch könne ewig leben, wenn sein „Gehirn-“ beziehungsweise „Bewusstseinsstatus“ oder eine Art umfassender digitaler Schnappschuss ins Internet hochgeladen und anschließend, wie jede beliebige Software, in Betrieb genommen würde. Andere glauben, wir könnten als Klone, als exakte biologische Kopien unserer selbst, nach dem Tod weiterleben.

{Bin ja mal gespannt, wann Wir einander als GANZE Personen anerkennen, statt stets nur das "Gehirn" als "eigentliches" Selbst herauszunehmen, das Selbst somit auf eine kleine Fähigkeit und eine Struktur, die diese Fähigkeit erregt, zu verengen. Ja, Wir sind in Masse noch sehr sehr Engstirnig, das Vernunft (Geist, Seele, Bewusst-Sein, ...) ist noch stark beschränkt - fast nur im Gehirn, statt dass Es den gesamten Körper als Verursachendes, Versorgendes und Schützenswertes erfühlt und erspürt, also begreift. Ohne dass ich verkennen würde, dass das Selbst (Jedes einzelne "ich") sterblich ist, aber die Ideen, Erkenntnisse, Erlebnisse und Vorstellungen (dabei auch die Phantasien) dieses Selbst in einer anderen Form (z.B. der Sprache, als Bilder, als Gegenstand (Maschine) oder auch als Skulptur) darüber-hinaus bestehen bleiben können; wenn sie es denn Wert sind? Was jeweils Wir Alle entscheiden. Und da Wir, somit auch Jedes ich sterblich ist, besteht auch daraus eine Un-Lust, das ich un-sterblich zu machen, zu machen, zu machen, und wenn es als Maschine ist, was kein ich mehr ist, aber das ist noch egal, weil kaum ein ich bisher anscheinend begreift, was ich ist: nämlich Einmal-ich und Sterbl-ich. Für mich kann daraus nicht folgen, dies einmalige körperliche ich in oder auf Maschinen zu übertragen, sondern dieses "Einmal-ich" und "Sterbl-ich" so Erkenntnis-weit und so Erlebnis-reich und so Gefühl-voll, wie es diese Einmal-ich-keit und Sterbl-ich-keit zulässt.}

Die dritte Idee ist komplizierter. Einige Physiker vermuten, dass es in unendlich vielen anderen Universen (oder besser „Multiversen“) unendlich viele exakte Kopien unserer Welt gibt, in denen jeweils eine exakte Kopie von uns existiert. Wenn es, wie manche Physiker sagen, viele Kopien von uns in vielen unterschiedlichen Universen gibt, so ist das „Ich“ mehr als nur eine Person. Diese Kopien sind ebenfalls Ich. Sie sind alle gleichermaßen authentisch und identisch.

All diesen Diskussionen liegt eine grundsätzliche Annahme über das Wesen des Ich zugrunde. Für viele Wissenschaftler ist das Ich etwas Beobachtbares und Messbares. Indem ich über meine Beobachtungen nachdenke, erfahre ich etwas über das Ich anderer Personen. Das ist das „objektive Ich“. Für viele Nichtwissenschaftler (und auch einige Forscher) steht fest, dass das Ich nur von innen heraus und auch nur von einer einzigen Person erkannt werden kann. Nur ich selbst weiß, was in meinem Inneren vorgeht - was ich denke, mir vorstelle, woran ich mich erinnere, was ich noch einmal durchlebe. Jeder von uns ist in seinem eigenen Ich eingeschlossen, jeder beobachtet das Universum aus seinem eigenen Ich heraus. Das ist das „subjektive Ich“.

{"... in seinem eigenen Ich eingeschlossen, ..." Die Schloss-Metapher, Schloss, Schlüssel, oder als Homonym auch das Schloss (Palast) in das Eines eingesperrt ist, oder wie Manch-Es es wohl eher empfinden "eingekerkert" ist, dann ist das Schloss nicht eines an der Aussen-Tür, sondern das Schloss ist ein Kerker im Keller im Dunkel der Verliesse ... Dann wird es aber mal RaumZeit, die Verliesse und Kerker, in die das Ich wegggesperrt ist, an die AussenWände des "ICH" heranzuführen und auch den noch Klein-Geistern und Kerker-Meistern zu fühlen und zu spüren zu erlauben, wieviel Wind durch die Haut kommt, also wie [Ergebnis]Offen und Weit[reichend] das Schloss ..., ach Schluss mit dieser öden, ängstlichen und egozentrischen Metapher des Schlosses!
Ja, Jedes Ich ist einmalig und davon gab und gibt es schon SEHR Viele und beständig wird nach"produziert", weil das DaSein aus den Ich besteht, ohne Ich kein DaSein, ohne Selbst kein DaSein. So empfinde ich das. DaSein ist Selbst-Sein. Selbst-Sein ist ich. Wie Sie vielleicht gelesen haben (in "Willkommen bei einem fremden Selbst") habe ich, weil so Viele ich existieren, für-m ich, in [*mir], einen einmaligen Namen gewählt, einfach um die Tatsache an zu erkennen, dass ich zwar ALLE sind, aber Jed-Es ich auch einmalig also besonders ist, da verdient Es doch auch eine kleine Einmal-ich-keit in-s ich, oder?
Und behalten Sie das "Subjekt-Sein" im HinterGedanken, dazu komme ich gleich noch.}

Das große Schweigen

Ich glaube an das subjektive Ich. Das subjektive Ich ist gewissermaßen ein Strahl in der Raumzeit, der bei der Geburt beginnt und mit dem Tod endet, der sich so lange ausdehnt, wie man ununterbrochen durch die Zeit fällt, bis man am Ende stirbt. Das Ich befindet sich im Innern dieses Strahls, es existiert nur, weil es diesen Innenraum gibt - wie der Raum einer hohlen Kugel, der nur existiert, weil die Kugel existiert. Man kommt nie heraus, und andere kommen nie hinein. Daher die oft beschriebene existentielle Einsamkeit des Menschen. Die meisten Menschen sprechen nie und können vielleicht auch nie über das sprechen, was für sie am wichtigsten ist. Diese Dinge, Fakten und Gedanken verlassen nie das große Schweigen des Ich.

{"Ich glaube an das subjektive Ich." Was Oliver-August Lützenich vom "g/Glauben" halte, habe ich schon öfter hier erschrieben (vor kurzem etwas ausführlicher in diesem Beitrag: http://sprechlichtung.blogspot.de/2012/10/vom-glauben-die-eindeutigkeit.html ), so könnte Mensch auch formulieren: ich weiss vom subjektiven Ich; aber dann bliebe noch das "subjektiv" und viele von den Leses werden wahrscheinlich noch wissen, was "sub-jektiv" vom Ursprung her bedeutet: lat. 'sub' = "unter", lat. 'i[a]cere' = (die Grundform des Verbs (Infinitiv)) "werfen", ist somit das [Dar]unter-geworfene, oder als sprachlicher Term ein "Grundbegriff, Satzgegenstand".
Da ich damit grosse Schwierigkeiten bin (nicht: habe, weil kein Ding, sondern ein Gefühl), Sie oder auch mich als "Unterworfenes" oder "Satzgegenstand", wenn auch für die Meisten unkenntlich gemacht: als "Subjekt", zu bezeichnen, bleibt nach diesem Satz ein schlechter Geschmack hängen.

Ich weiss, dass Oliver-August Lützenich bin, dazu fehlt mir jeglicher Glaube.
Und das auch Sie sind, weiss ich ebenso, dazu brauche ich nicht das g/Glauben bemühen.

Obschon ich sehr wohl weiss, dass ich g/Glaube, dass ich noch wesentlich mehr glaube, als ich je wissen werde, denn, was weiss ich schon, von dem, was zu Wissen ist? 
Sehr sehr wenig, weiss ich, im Vergleich zum Beispiel mit einem so grossen Wisser, wie Umberto Eco, aber auch dieser Mensch ist Einer des Glaubens, denn auch Er weiss wenig im Vergleich mit dem, was zu Wissen ist: ALLES.
Und ALLES können Wir nicht Wissen, denn dann wäre: EINES = ALLES; und das geht wohl nicht, oder? Nein. 
Klar bin ich voller g/Glauben, denn Alles UnWissen ist g/Glauben; also g/Glaube auch ich überwiegend, aber eben nicht: dass Oliver-August Lützenich bin, oder dass Sie sind, das weiss ich. Punkt.
So einfach ist das. Und vom Strahl und der Kugel als Metaphern für die einzelne Lebendigkeit in/und der RaumZeit halte ich wenig, vergessen Sie's.
Wenn überhaupt bebildert, dann ist die Lebendigkeit ein mit-wandernder, beweglicher Bereich innerhalb der RaumZeit, ein Ort, aber auch diese Analogie finde ich problematisch, weil zu eng. Wir sind viel weiter und vernetzter, als es so ein Bild kenntlich machte.}

Der Blick auf die Außenwelt wird immer durch die eigene Persönlichkeit verzerrt. Aber viele Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Wände des Ich grundsätzlich durchsichtig sind. Das ist ein elementarer, fundamentaler Irrtum in unserem Bild vom Menschen. Wer so denkt, verkennt die Dynamik des Ich.

{"verzerrt"? Ja, aber die Verzerrungen werden immer weniger, genau dazu betreiben Wir Wissenschaft in alle Richtungen des DaSein im SEIN, um die Verzerrungen des kleinen Lebewesens Mensch und mit Uns der Lebendigkeit zu entzerren, aufzuklären.
Verkenne Oliver-August Lützenich die "Dynamik des Ich", indem ich die AussenHaut eines Lebewesens für sehr durchlässig achte, die Strahlen des Lichts durch die Augen, die Töne der Lebendigkeit durch die Ohren, die Düfte z.B. der Verbindlichkeit durch die Nase und dann erst die AussenHaut von jedes Selbst, Wow!, so voller Gespür, verkenne ich?}

Die Einzigartigkeit des Ich

Jedes Kind weiß, dass die kristallklaren Wände des Ich im Laufe des Tages - man wird müde, man geht bald schlafen - allmählich trüber werden. Und wenn man schließlich eingeschlafen ist, kann man überhaupt nicht mehr durch die Wände sehen. Man ist sich der Außenwelt nur vage bewusst. Wenn man träumt, bewohnt man eine halluzinatorische Welt, die nur aus Erinnerungen besteht. Wer schläft und träumt, bewohnt nicht die Welt, sondern das eigene Ich.

{Da haben Sie das Beispiel für die »Verengung« des Selbst und damit des "ich", auf das Bewusst-Sein, auf den Bereich der Aufmerksamkeit und Achtsamkeit in eines Jedes Selbst. Als sei das "ich" nur im "wachen Zustand" wesenhaft und im Schlaf unwesentlich, oder was bedeutet: "... bewohnt nicht die Welt"? Empfinde ich das zu str-eng?
Dazu sage Oliver-August Lützenich ganz deutlich: "ich" ist auch im Schlaf, oder im Rausch "ich" UND in der Welt, so lange und so da, wie auch das Körper, welches "ich" ist, da ist. Was ist das für ein "ver-/entrückter" Glaube, das Selbst, das "ich-Sein" auf das "Wach-sein" zu beschränken oder auch nur auf die Fertigkeit des Bewusst-Sein? Als gälte die Körperlichkeit nichts, als gälte das TrägerMaterie des ich als WeggwerfArtikel (als Objekt, von lat 'ob' = "gegen, entgegen, nach, hin-" und s.o., also dt. "entgegen-werfen, hin-werfen" oder substantiviert: Hingeworfenes. Betrachten Wir einander so?).
Aber, Sie werden vielleicht Jetzt weinen, doch genau so gehen Wir miteinander um. So gehen Wir ineinander um, das Selbst zählt nur als und in Gedanken, das Trägermaterie, das Körper zählt wenig. Das zeigt auch dieser Artikel von Herrn Gelernter, denn die Körperlichkeit ist wohl kaum in einen Chip zu pressen oder auf eine Festplatte zu "verBITten", oder doch? Aber vielleicht tue ich da den Bemühungen von David Gelernter, um eine Erhöhung der Bedeutung des Ich, auch unrecht?}

Im Zusammenhang mit Energie und Aufmerksamkeit sprechen wir wie selbstverständlich von „Konzentration“. Wenn wir müde sind, lässt unsere Konzentrationsfähigkeit nach. So ergibt sich ein treffendes Bild: Der scharf fokussierte Strahl eines kraftvollen, wachen Geistes dringt durch die Wände des Ich und beleuchtet die Außenwelt. Je unschärfer dieser Lichtstrahl wird, desto weniger ist er in der Lage, die Wände zu durchdringen; und wenn wir schlafen, beleuchtet das unfokussierte Licht nur die Innenwelt.

Was im Außen passiert, ändert nichts an der Existenz und Einzigartigkeit des Ich. Man weiß, wer man ist, wo man sich im Raum-Zeit-Kontinuum befindet. Ein anderer Mensch oder ein anderes Ding kann sich für mich ausgeben. Ein Schauspieler kann behaupten, er wäre ich. Aber noch so viele Schauspieler, die vorgeben, ich zu sein, ändern nichts daran: Man weiß, wer man ist und wo man ist, selbst wenn sich alle anderen von einem Schauspieler täuschen lassen.

{"man ist" solange "man isst", ich darf doch wohl auch mal etwas Spass haben, so mittendrinnn;-); aber ernsthaft, könnte ein Schauspieler Sie->"ich" auch nur im Ansatz ersetzen? Ersitzen? Die Erkenntnis vom "ich" ist die, dass Jedes "ich" ein eindeutiges Ort, ein klar erkenntliches Bereich in der RaumZeit ist, eben ein Selbst.
Und diese Selbst "h a b e n" zwar viele Gleiche[n], aber es ist stets nur EIN Selbst. Aber ich entnehme den Worten und der Dringlichkeit darin, dass es noch an Uns ist, an Jed-Es von Uns ist, das persönliche Selbst ganz klar zu erkennen und zu verorten, Was (Er + Sie = Was) und Wo ein-Es ist. Überlassen Wir das Bitte nicht Maschinen! Das ist Aufgabe von und Arbeit in Jed-Es von Uns Selbst.}

“Simulant“ ist kein Lob

Kehren wir jetzt zu den eingangs erwähnten Theorien zurück. Die Sache mit der Unsterblichkeit per Internet ist ganz besonders dürftig, aber hochintelligente Leute glauben daran. Warum? Angenommen, John Piffl muss sich einer Operation unterziehen. Er wird in Narkose versetzt und liegt, sagen wir, eine Stunde bewusstlos da. Nach der Operation wacht er auf. Eine Stunde ist aus seinem Leben verschwunden. Aber er ist derselbe, der er vor der Operation war. Wir machen nun eine exakte digitale Kopie von Piffls Gehirn. Unmittelbar, nachdem wir dieses „Gehirnbild“ angefertigt haben, stirbt er. Wir laden das Foto auf einen Computer, auf dem bereits Gehirnsimulator-Software installiert ist. Der Simulator nimmt das Foto als Input und entwickelt daraus immer neue Gehirnaktivitäten.

{"Eine Stunde ist aus seinem Leben verschwunden." Wohin? Wenn das wache Bewusst-Sein das "Leben" ist und die Bewusstlosigkeit "verschwundenes Leben" ist, was ist dann mit den vielen Stunden und Tagen und Jahren des Schlafes und des Rausches? Wie alt ist dann ein-Es, wenn Es mit 80 stirbt und davon vielleicht 30 oder mehr Jahre geschlafen hat und zwei oder auch drei Jahre im Rausch verbracht hat, mehr oder weniger bewusst-los? Hmm, mal rechnen?
Bitte! Selbstverständlich ist mir klar, was Herr Gelernter aussagen möchte, aber warum in so verschrobenen Worten und Bildern? Warum wird die Wesenheit eines Wesens, von Vielen von Uns, bloss auf eine Wahrnehmungs-Leistung reduziert? Warum ist ein Schlafendes, ein Träumendes, ein Unbewusstes (ein Selbst) in den Worten von so Viel-Es un-wesen-tlich? Wir haben wahrscheinlich echte und tiefe Probleme mit der Körperlichkeit der An-Wesen-heit, der materiellen Form des DaSein. Also mit dessen Verletzlich- und der Sterblichkeit. Denn, sind Ideen, sind Gedanken, - ist also das Stoff das im Bewusst-Sein entsteht -, verletzlich und sterblich?}

Zu Piffls Gehirnbild gehört jede seiner Erinnerungen, die Gesamtheit des Lebens, wie er es erfahren hat. Wird der heraufgeladene Gehirnstatus nicht in dem Moment „aufwachen“, in dem wir den Gehirnsimulator einschalten? Und das Gehirn wird sich, kaum erwacht, für Piffls Gehirn halten (so wie Piffl wusste, wer er war, als er aus der Narkose erwachte). Unser neuer „Cyber-Piffl“ wird feststellen, dass er keinen Körper mehr hat, wird aber als körperloser Geist weiterleben, die Außenwelt beobachten, kommunizieren und denken, genau wie der reale Piffl, wenn der noch am Leben wäre.

Ist Piffl also nicht unsterblich geworden? Was unterscheidet den realen, lebenden Piffl von dem Cyber-Piffl? Der erste Unterschied liegt auf der Hand. Unser Cyber-Piffl wacht nie auf. Forscher behaupten, Software könne menschliches Denken simulieren. Bislang ist aber noch nicht schlüssig belegt worden, dass Software Bewusstsein entwickelt. Das kann, soweit uns bekannt, nur ein organisches menschliches Gehirn in einem menschlichen Körper. Simuliertes Bewusstsein erzeugt genauso wenig Bewusstsein, wie eine simulierte Explosion eine Explosion erzeugt.

{Ich leiste Abbitte, denn das Körper kommt ins Spiel.}

Klonen ohne Lohn

Kommen wir nun zur zweiten Idee, der mit dem identischen Klon. Nehmen wir einmal an, dieser Klon ist genauso alt wie man selbst und hat genau dieselben Erinnerungen. Kurz nachdem man gestorben ist, wird dieser Klon lebendig gemacht, und er führt dann das Leben weiter, das man selbst bis dahin geführt hat. Niemand weiß, dass man gestorben ist. Für alle anderen ist man der, der man schon immer war.

Aber die wichtigste Person in dieser Geschichte sind wir selbst. Jeder von uns weiß, wer er ist, und wenn jemand etwas anderes sagt, irrt er sich, und man weiß es. Die Wahrheit ist ja nicht weniger wahr, nur weil andere Menschen sie für unwahr halten (nicht einmal, wenn alle sie für unwahr halten). Wenn man stirbt, verschwindet der Bewusstseinsstrahl des Ich wie ein Loch im Wasser, die Leere der Raumzeit schließt sich, und das ist das Ende. Beziehungsweise, falls es tatsächlich weitergeht, dann in Form eines Lebens im Jenseits, wie es das Christentum in Aussicht stellt oder, nicht ganz so eindeutig, das Judentum.

{"die Leere der Raumzeit schliesst sich, und das ist das Ende." Die RaumZeit leer? Sind Wir hier alle Leere, wie Wir ja ALLE auch RaumZeit sind? Mir ist von Anfang an klar, worauf Herr Gelernter hinaus will, aber die Worte und Bilder, die Er verwendet, führen wenigstens mOliver-August Lützenich hier eher in die Irre.}

Gleiches gilt für die dritte Idee. Vielleicht gibt es in anderen Universen unendlich viele exakte Kopien von uns allen, die genauso leben wie wir. Das ändert aber nichts an der Realität des einen Bewusstseinsstrahls, der nur einem selbst gehört - und der allein das Ich ist. Wenn unendlich viele andere Personen in anderen Universen behaupten, sie seien man selbst, ist das nichts anderes, als wenn viele Schauspieler sich als unser Ich ausgeben. Die wachsende Neigung von Wissenschaftlern, sich auf das objektive Ich zu konzentrieren und dem fühlenden inneren Ich nur eine untergeordnete Bedeutung beizumessen, ist für viele Menschen irritierend.

{"... des einen Bewusstseinsstrahls, der nur einem selbst gehört - und der allein das Ich ist."  Ich weiss, ich reite hier unablässig auf etwas herum, auf der Benutzung von Wörtern und Bildern, die - vermute ich - wichtig für Unser Selbst-Verständnis sind.
Tut Ihnen das gut?
Tut Uns der von mir angenommene Miss-Brauch von Wörtern und Bilder gut, oder verführt es Uns noch stets in die falsche Richtung, oder hält es Uns in einem zu engen, zu kleinen Bereich gefangen? Vermutlich werden Wir erst das Ganze ansprechen und bebildern, wenn Wir das Ganze fühlen und spüren.
Das Ganze Selbst ist jeweils sehr viel mehr, als die Meisten glauben und Glauben, als die Meisten annehmen: an-nehmen.
Zumindest mir ist bewusst, dass die Zehen, die Oliver-August Lützenich auch bin, an jedem Handeln und somit auch Denken mit-beteiligt sind, und das ich, egal was ich gerade tue oder lasse, anwesend bin, wach oder versunken, und das ich kein Strahl bin und kein nur Bewusst-Sein bin, das alleine Ich ist.
Da taucht die Frage auf - da auch Wir Menschen ja noch weitgehend von den Prägungen, den  Geschehnissen, Gesetzlichkeiten und Bedürfnissen des DaSein bestimmt sind -, ob dem DaSein die Körperlichkeit unwichtig ist, das Körper ein WeggwerfArtikel ist und nur die Ideen zählen, wie Plato schon formulierte, oder auch erkannte oderob auch die einzelnen zufälligen Verbindungen, die Jed-Es einzelne von Uns ist, zählen? Und wertvoll sind. Was ist wichtig für das DaSein im SEIN: das Wort oder DAS, was es spricht?}

Nichts schafft die menschliche Verantwortung ab

Wie falsch eine intellektualisierte, szientistische Auffassung vom Ich und seinem Innenleben ist, zeigt Cynthia Ozick in ihrem jüngsten Roman „Foreign Bodies“: „Wenn Introspektion Nachdenken ist, dann war Marvin kein introspektiver Mensch.“ Nachdenken in einem analytischen, rationalen Sinn war nicht seine Sache. „Die Verachtung, die ihm entgegenschlug, erlebte er als unmittelbare Empfindung, als Hitze - Hitze in den Ohren, hinter den Augen . . .“ Unmittelbare Empfindung: Ein Bewusstseinszustand kann nur von innen heraus erfahren werden.

Wir können nicht wissen, wie ein anderer empfindet. Anderswo arbeitet eine Figur an einem „Wörterbuch der Empfindungen. Stimmungen. Gerüche. Gefühle, die jeder einmal registriert hat, für die es aber keine Bezeichnung gibt.“ Das Empfinden - Bewusstsein, Wahrnehmung - ist der Angelpunkt des Ich. Aber viele Wissenschaftler und Neurophilosophen haben die zentrale, unhintergehbare Realität von Empfinden und Erleben nicht verstanden.

Dass ich diese Ideen für falsch halte, hängt natürlich mit meinem Glauben an ein nichtobjektives Ich zusammen. Diese subjektive Sehweise ist letztlich religiös. Aus Sicht der jüdischen und der christlichen Religion ist jeder Mensch einzigartig, das unverwechselbare Geschöpf Gottes. Was immer irgendwo passieren mag, es ändert nichts an der Verantwortung des Menschen gegenüber seinen Mitmenschen und Gott. „Wähle das Leben“, heißt es in der Bibel (5. Mose 30,19), also: Ehre und schütze den fragilen kristallinen Bewusstseinsstrahl, den die Seele ex nihilo erschafft.

{Verantwortung ist ein wichtiges Thema in und von mir, hier im Verantworten-Blog habe ich dazu bereits einiges für mich grundlegendes verfasst.
"Wir können nicht wissen, wie ein anderer empfindet." Wissen können Wir es, indem das Ander-Es davon spricht, davon künden Milliarden Erzählungen und Berichte, aber erspüren können Wir es nur schwerlich. Zur RaumZeit bin Oliver-August Lützenich Schmerzen in der linken Schulter, ziemlich heftig manchmal, aber wenn ich so an den Mit-Menschen vorbei laufe oder auch ganz in der Nähe von Ander-Es sitze, spüren Die meine Schmerzen nicht, wenigstens mir geht es so, dass ich die Schmerzen von Ander-Es erst "spüre", wenn Sie mir davon berichten und dann auch nur in einem gedämpften Ausmass.
Wenn Wir das Ganze begreifen möchten, dann ist auch diese Fertigkeit wichtig, das ErFühlen des Ganzen, als Auszug daraus vielleicht erst mal das Erfühlen nur Eines Ander-Es im DaSein,  - so oft schon angedacht und in Worte gefasst, aber bisher nur von sehr Wenigen ansatzweise geschafft. Wann kann ich die Schmerzen der Gicht einer Nachbarin fühlen und wann spüren Sie meinen Schulterschmerz? Was das für schöne Folgen hätte, wäre Stoff für ein dickes oder mehrere dicke Bücher. Ja!: "schöne Folgen", denn, würden Wir noch weiterhin so grob miteinander umgehen, wenn Wir das Ander-Es im Selbst er-fühlten? Können tun Wir es.
Zur Bibelstelle: "Wenn du aber dein Herz abwendest und nicht hörst, wenn du dich verführen lässt, dich vor anderen Göttern niederwirfst und ihnen dienst - heute erkläre ich euch: Dann werdet ihr ausgetilgt werden; ihr werdet nicht lange in dem Land leben, in das du jetzt über den Jordan hinüberziehst, um hineinzuziehen und es in Besitz zu nehmen. Den Himmel und die Erde rufe ich heute als Zeugen gegen euch an. Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen. Liebe den Herrn, deinen Gott, hör auf seine Stimme und halte dich an ihm fest; denn er ist dein Leben" AT, 5. Mose, 30,17 ff.
Kann ich da von: "aus dem Zusammenhang gerissen", schreiben? Sind BibelZitate für dieses Thema noch RaumZeit-gemäss? Ist es nicht genau das Festhalten am g/Glauben, das solche seltsamen Ideen hervorbringt, wie die, dass das Mensch den Menschen oder das, was Es dafür hält, auf Maschinen oder gar nur Maschinenteile übertragen könnte? Ist es das "Neid-Gefühl", das Wünsche, Ideen, und Vorstellungen noch Jedes Erfind-Es oder Entdeck-Es weit überlebt haben, das Uns zu solchen Blüten treibt?}

Der Glaube ans Leben

Viele Menschen, die weder an die Seele noch an Gott glauben, akzeptieren trotzdem die subjektive Vorstellung vom Ich. Heutzutage spielen die Naturwissenschaften eine überragende Rolle, und mangels Alternative scharen sich die meisten denkenden Menschen im Westen (in Europa mehr als in Amerika) um sie. Sie können nicht das Banner der Religion hochhalten, weil sie keine Gläubigen sind.

{"Du liebst alles, was ist, und verabscheust nichts von allem, was du gemacht hast, denn hättest du etwas gehasst, so hättest du es nicht geschaffen." AT, Weisheit, 11,24.
Dieser Satz bedeutet nicht, dass keine Veränderung möglich oder gewünscht ist, es bedeutet zu [be]achten, was ist. Und daraus etwas zu machen, was möglicherweise besser ist. Und ist das Maschine besser als "ich", nur weil Es haltbarer ist?}

Und so kommen sie zu einem Weltbild, in dessen Mittelpunkt die menschliche Maschine steht und nicht die menschliche Kreatur, die Maschine und nicht der Mensch mit absoluten moralischen Verpflichtungen gegenüber dem Mitmenschen. Die Vertreter dieser Anschauung tun die Größe und Tragik der menschlichen Existenz mit einem Schulterzucken ab. In den vergangenen Jahren hat die Wissenschaft eine Verachtung gegenüber den Religionen gezeigt, die sich deutlich unterscheidet von dem Respekt und der Aufgeschlossenheit älterer Generationen.

{Dem stimme ich fast vollkommen zu.}

Aber die meisten Menschen, auch wenn sie an die Wissenschaft glauben und von wissenschaftlichem Denken überzeugt sind, verachten die Religion keineswegs. Sie akzeptieren durchaus das Prophetenwort: „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott“ (Micha 6,8). Vor allem glauben sie an das Leben, an die Heiligkeit und spirituelle Bedeutung des subjektiven Ichs, des eigenen und desjenigen der Mitmenschen. Und an die Notwendigkeit, um fast jeden Preis den fragilen Strahl von Raumzeit zu schützen, der das menschliche Leben ist.

{Sie wissen inzwischen, was mir an den Religionen missfällt - auch wenn ich deren Wert und deren Wichtigkeit für Uns und unsere Entwicklung hoch achte -: die Unterwerfung.
Die Religionen, besonders die monotheistischen Religionen, verlangen die Unterwerfung unter. Daher auch das "Sub-jekt". Alles eine Folge der Hierarchien des DaSein (Natur). Wir unter-werfen gerne, das steckt im DaSein drinn, aber die Heterarchie ist im Kommen, es ist die Ablösung der Unter-Ordnungen.} 

Wie bezeichnen wir solche Menschen? Sie glauben nicht an Gott und sind keine praktizierenden Christen oder Juden. Aber das spirituelle Licht der Religion begleitet sie auf ihrem (unvollkommenen) Weg durch gefährliche moralische Leere und Gleichgültigkeit. Statt solche Menschen mangels Alternative in das szientistische Lager zu zwingen, brauchen wir ein neues Banner auf dem intellektuellen Feld, die Fahne der atheistischen Gläubigen, die mit ihrer Skepsis und ihrem spirituellen Ernst von großer Bedeutung für die Zukunft der westlichen Gesellschaften sind.

{Eine weitere Bibelstelle: "Töricht waren von Natur alle Menschen, denen die Gotteserkenntnis fehlte. Sie hatten die Welt in ihrer Vollkommenheit vor Augen, ohne den wahrhaft Seienden erkennen zu können. Beim Anblick der Werke erkannten sie den Meister nicht, sondern hielten das Feuer, den Wind, die flüchtige Luft oder die Himmelsleuchten (also Götzen) für die weltbeherrschenden Götter ..., denn von der Grösse und Schönheit der Geschöpfe lässt sich auf ihren Schöpfer schliessen." AT, Weisheit, 13,1 ff.
Wir haben die Vollkommenheit nicht bloss "vor Augen", Wir sind jeweils ein Bereich dieser Vollkommenheit, mit Aller FREUDE und Allem LEID (Jedem Spass/Glück und Jedem Schmerz/Grausamkeit), einer raumzeitlichen Jetzt-Vollkommenheit, Jetzt gerade in diesem Augenblick sind Wir Vollkommen, das gilt jedoch nur für Jetzt, nicht für das nächste Jetzt, das nächste Jetzt ist Veränderung und damit eine neue Vollkommenheit. Das Schönheit dieser Erkenntnis ist vollkommen und ist wahr. Wenn mir nach Ironie oder Witz zumute ist, mache Oliver-August Lützenich das deutlich.}

Warum überdauert religiöses Denken die Begründung, der sie entspringt, den Gottesglauben, der an stürmischen Tagen unser Briefbeschwerer war, der verhinderte, dass unsere Moral und unsere spirituellen Anschauungen durcheinanderwirbelten, wenn wir das Fenster öffneten? Wenn Gott tot ist, wie kann die Religion noch immer so viel Licht und Energie ausstrahlen? Sind das die letzten Momente eines verlöschenden Sterns? Oder ist es die leuchtende Korona einer kurzzeitig verdeckten Sonne? So oder so - wenn atheistische Gläubige sich ihrer Existenz bewusst werden, muss das zu einem Wandel in der westlichen Welt führen.

{Religiöses Denken überdauert - vermute ich - deshalb, weil die meisten Sprachen voll von alltäglichen Sätzen sind, die aus den jeweiligen religiösen Schriften stammen, und die die meisten Menschen wenig oder sogar unhinterfragt nutzen. Worte und ganze Wortkaskaden, die früh eingeübt, stets leicht aus dem Sprachbereich purzeln, allseits bekannt und immer gerne genommen, weil es leicht und unkompliziert verfügbar ist. Wahr oder Falsch ist kein Nutzungskriterium, Inhalt und Bedeutung kaum wichtig. Meist.
Sokrates war es wichtig, Kafka war es wichtig, Proust auch, Nietzsche auch, und ... auch.
Mir n-ich-t?}

Ende FAZ-Essay

Oben schrieb ich, dass zur Vollkommenheit [je]des Jetzt (also jedes einzelnen Augenblicks) im DaSein Alle Gefühlsbereiche zählen, hier zur Grundierung ein kleiner Erkenntnis-Artikel aus der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, vom 07.10.2012, Beilage "Wissenschaft", Seite 71.

Titel: Insekten-Theodizee
Ein kleines Detail zu der grossen Frage, warum die Welt ihre unschönen Seiten hat, liefern Biologen um Anurag Agrawal von der Cornell University in der neuesten Ausgabe von Science. Die Präsenz lästiger Insekten kann demnach unabdingbar sein, damit Pflanzen Stoffe produzieren, die für Kerbtiere schädlich, aber für Menschen nützlich sind. In entsprechenden Experimenten verloren Nachtkerzen deren Umgebung insektenfrei gehalten wurde, innerhalb von nur drei bis vier Generationen die Fähigkeit, Verbindungen ihres medizinisch wirksamen Öls zu produzieren.
Ende FAZ-Artikel.

Es scheint fast so zu sein, als sei all das LEID, das im DaSein enthalten ist, das dem DaSein mitgegeben wurde, ein wichtiges Treibmittel zur Entwicklung der FREUDE ist.
Nicht nur, dass das LEID ein Verschiedenheits-Merkmal ist, eine blosse gegenüber-Stellung ist, nötig, um überhaupt erst Distanz zu schaffen, sondern auch noch ein "Treib"-Mittel ist, notwendig zur vollen Entfaltung der FREUDE.
Schmerz als unabdingbare Grundlage zur Heilung?
Hier im Verantworten-Blog habe ich auch Beiträge mit dem HauptThema "das Böse" eingestellt, darin sind Aussagen von Peter-André Alt, dem Rektor der Freien Universität Berlin, der sich intensiv mit dem Bösen, dessen Herkunft und Wirkung auseinandergesetzt hat. Aber am besten lesen Sie bei Interesse am Bösen dessen Buch, denn meine Zitate von Ihm sind nur sehr oberflächlich. Tieferes finden Sie z.B. in der Bibel, und genaueres, wenn Sie nur kurz zurückgreifen wollen von Baruch de Spinoza (Ethik), J.W. von Goethe (Faust I,II), Friedrich Nietzsche (Jenseits von Gut und Böse), Robert Louis Stevenson (Dr. Jekyll und Mr. Hyde), Adolf Hitler (Mein Kampf) und vielen vielen ..., na, Sie wissen schon.