Samstag, 26. Oktober 2013

Kinder-Glück

Die Selbst-Erkenntnis ist ja ganz mein Ding - nicht so sehr die des Mensch-Sein, die auch, wie die Leses ja ausgiebigst wissen -, die persönliche Selbst-Erkenntnis. Warum?
Habe Oliver-August Lützenich wahrscheinlich bereits geschildert, weil *mir nach mehr ist, als *ich bisher bin, aber daran massiv durch PrägeKräfte behindert bin, mehr in dem persönlichen DaSein zu schaffen und zu erreichen, als es *mir bisher möglich ist. Dabei ist *mir Selbst-verständlich auch daran gelegen zu erkennen, wie die Behinderungen in *mich kamen oder welche inneren Zwänge gef(o/ö)rdert wurden, wie die Zwänge wirken und wie *ich sie aus dem Weg räumen kann. Wenn dabei auch eine allgemeine menschliche Erkenntnis dabei rausspringt, ist das umso weiter, als nur *ich.
Dummerweise merke *ich immer wieder auch, wie zäh und hartnäckig die ersten paar gemeinsamen Sonnenumkreisungen wirken und wie wenig daran bewusst willentlich zu verändern ist. Das Vernunft hat keine weitergehende Macht im umgebenden Selbst; Macht als Einfluss und sowohl als Selbst-Erregungs- als auch BewegungsMittel verstanden. Oder aber, *ich verwende das "Geist" im Bewusst-Sein bisher falsch, kann ja auch sein.
So, aber für's erste genug davon.
Zu einem Artikel, den ich bereits vor knapp mehr als einem Jahr in der SprechLichtung platziert habe, und den ich nun etwas aufgehübscht und entzerrt hier hinüber platziere.

Ab hier:
"Selbst-Erkenntnis ist der beste Weg zur Besserung", so geht ein bekannter Spruch. Hat Irgend-ein-Es geahnt, wie kraftaufwändig dieser Weg ist und hat Irgend-ein-Es je formuliert, was diese Besserung ist, die diesem Wunsch und Weg als Ziel dient?

Ja, bestimmt, daran haben-s ich schon Einige versucht; aber ist es Denen auch gelungen, sowohl den Weg kraftvoll zu gehen, zu überstehen, als auch das Ziel zu schaffen?
Nein. Sie glauben mir nicht, na, dann lesen Sie folgendes:

Aus Süddeutsche Zeitung, 08.10.2012, von Sebastian Herrmann
Titel der gedruckten Ausgabe: Kleine Menschen, grosse Sorgen
Untertitel: Eltern unterschätzen chronisch das Ausmass der Ängste ihrer Kinder und projizieren ihre eigene Gefühlswelt auf den Nachwuchs

Man kennt das von Spielplätzen und Elternabenden: Die meisten Mütter und Väter sind von ihren Kindern entzückt. Der rosige Blick auf den Nachwuchs hat jedoch eine tragische Seite: Eltern unterschätzen die Ängste und Sorgen ihrer Kinder. 

Eltern leben einfach auf einem anderen Planeten als ihre Kinder. Anders lässt sich der meist penetrant rosige Blick, den Menschen auf ihren Nachwuchs haben, gewiss nicht erklären. Irgendwie sind alle Eltern überzeugt, ihre Tochter oder ihr Sohn seien besonders begabt, besonders hübsch und besonders umgänglich. Psychologen um Kristin Lagattuta von der University of California in Davis haben nun einen weiteren Hinweis für diesen positiv verzerrten elterlichen Blick gefunden (Journal of Experimental Child Psychology, Bd. 113, S. 211, 2012).

Ihr Befund lässt sich allerdings nicht einfach als weitere Anekdote über nervige Eltern abtun, die ihre Kinder überhöhen. Vielmehr liegt in den Ergebnissen eine tragische Note: Eltern unterschätzen demnach chronisch den Grad jener Ängste und Sorgen, unter denen die eigenen Kinder leiden. Positive Emotionen ihrer Kleinen überschätzen sie hingegen. Und noch dazu gelingt es Müttern und Vätern demnach nicht, den Gemütszustand ihrer Kinder unabhängig von ihrem jeweils eigenen emotionalen Zustand zu bewerten.

Lagattuta und ihre Kollegen testeten das Einfühlungsvermögen von Eltern in drei verschiedenen Versuchen, an denen mehr als 500 Kinder im Alter zwischen vier und elf Jahren teilnahmen. Doch können Kinder im Alter von vier Jahren überhaupt Auskunft geben, wenn sie nach dem Grad ihrer Sorgen oder Angst gefragt werden? Das war "das große Hindernis, das wir überwinden mussten", sagt Lagattuta, denn für Kinder in diesem Alter existieren kaum wissenschaftlich validierte Abfragemöglichkeiten. Die Forscher behalfen sich, indem sie den Kindern verschiedene Symbole vorlegten - Dreiecke, die mit verschiedenen Farben ausgefüllt waren -, die für verschiedene emotionale Zustände stehen sollten. Außerdem trainierten die Forscher so lange mit den jungen Probanden, bis diese die Aufgabe offensichtlich verstanden hatten.

Dann fragten die Psychologen in zwei Versuchen ab, wie sehr soziale Ängste, die Furcht allein zu sein, panische Zustände, schlechte Träume sowie andere Ängste oder Sorgen die Kinder plagten. Anschließend baten sie die Eltern - in den meisten Fällen die Mutter - einzuschätzen, wie stark ihr Kind von derlei negativen Emotionen verfolgt werde.

Die Einschätzungen lagen weit auseinander, die Kinder äußerten sehr viel mehr Sorgen, als die Eltern für möglich hielten. Das gleiche Ergebnis erzielten Lagattuta und ihre Kollegen, wenn sie die Eltern aufforderten, ebenfalls mithilfe der Symbole das Gefühlsleben der Kinder einzuschätzen. Um ihre Ergebnisse abzusichern, testeten die Psychologen mit umgekehrten Vorzeichen: Diesmal galt es, den Grad des empfundenen Optimismus einzuschätzen. Dabei schrieben die Eltern ihrem Nachwuchs ein sonnigeres Gemüt zu, als die Kleinen selbst angaben.

Die Psychologen werten ihre Ergebnisse als weiteren Hinweis auf den sogenannten "positivity bias" (positive Verzerrung), der den Blick von Eltern auf ihre eigenen Kinder beeinträchtige. Belege für diese Eigenschaft von Müttern und Vätern lassen sich nicht nur täglich auf Spielplätzen und Elternabenden sammeln. Auch die Forschung hat in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Hinweise darauf geliefert.

So berichteten Psychologen um Jerome Sattler im Fachmagazin Psychology in the Schools, dass Eltern die Lese- und Sprachfähigkeit ihrer Kinder systematisch überschätzen. Ähnliche Ergebnisse haben Forscher zu mathetischen Fähigkeiten publiziert. Und die Geschwindigkeit, mit der Kinder markante Entwicklungsstufen erreichen, überschätzen Eltern sowieso. Scott Miller fasst das Probleme schon in den 1980er-Jahren im Fachblatt Child Development zusammen: Mütter und Väter setzten das generelle kognitive Vermögen ihrer Kleinen zu hoch an.

Lagattuta und ihre Kollegen berichten in ihrer aktuellen Studie aber zusätzlich von einem Effekt, der sie besonders aufhorchen ließ: Eltern schließen offenbar stark von sich auf ihre Kinder. Die Mütter und Väter, die an der Untersuchung teilnahmen, wurden zusätzlich aufgefordert, ihre eigenen Gemütszustände zu dokumentieren. Diese stimmten auffällig häufig mit denen überein, die sie ihren Kindern zuschrieben. Platt gesagt, wenn die Eltern gut gelaunt sind, gehen sie davon aus, dass ihre Kinder ebenfalls fröhlich und sorglos sein müssen.

"Unsere Daten legen nahe, dass selbst Eltern in intakten Familien ohne psychische Auffälligkeiten nicht in der Lage sind, ihre emotionale Perspektive von der ihrer Kinder zu trennen", schreiben die Autoren. Der Blick von Eltern sei nicht nur von einer positiven, sondern auch von einer egozentrischen Verzerrung getrübt, argumentiert Lagattuta.

Auch dieser Befund steht auf einem Fundament früherer Studien. So berichteten unter anderem Forscher um Kathryn Lester von der britischen Universität Sussex 2008 im Fachmagazin Behaviour Research and Therapy, dass der Blick von Eltern mit Angststörungen auf die eigenen Kinder negativ getrübt ist. So bewerteten depressive Mütter oder Väter das Seelenleben und das Verhalten ihrer Kinder schwärzer und schlechter als neutrale Beobachter.

Womöglich spielt aber auch ein weiterer Effekt eine Rolle: Menschen neigen dazu, komplexe Fragen durch einfache zu ersetzen. Und es ist viel einfacher zu erklären, wie es einem selber geht, als stattdessen die Gemütslage des Sohnes oder der Tochter zu erläutern. Zumal wenn die Antwort auf der Hand liegt: Den Kindern muss es prächtig gehen, da sie doch so großartige, ausgeglichene und gut gelaunte Eltern haben - oder?
Ende SZ-Artikel.

Frage: Nehmen Sie diese Ergebnisse ernst und als einigermassen wahr an?
Oder fühlen und denken Sie, das ist Unfug! Das stimmt so nicht, die ForschEs haben da irgendeine Grösse vergessen oder haben falsch gemessen oder die falschen Fragen gestellt. 
Nein, meine Eltern haben mich stets passend eingeschätzt und ich tat, tue es bei meinen Kindern auch, da gibt es überhaupt keinen Zweifel. Punkt!
Sie glückliches. Na, dann wünsche ich Ihnen noch einen schönen Tag, dann lohnt es für Sie wohl nicht mehr weiter zu lesen.
Servus.
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Schul-Hintereingang mit Pflanze
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Wenn die Leses ebenfalls - wie ich - diese Ergebnisse begrüssen, weil auch in Ihnen die Erkenntnis über die Jahre, oder sogar schon in der Kindheit gereift ist, dass Wir einander weniger verstehen und gar begreiffen, als es Uns scheint, dann wünsche ich Ihnen noch etwas mehr Kraft, als Sie wahrscheinlich sowieso schon benötigten, um diese vergangenen und anhaltenden Enttäuschung zu ertragen.

Denn vielleicht kommt es für Sie noch klarer und deutlicher im Folgenden und das kann ja öfter erst mal etwas niederdrücken im Gefühl. Die Watte der schönen Vorstellungen, die Anforderungen und die kleinen und grossen Fluchten, die der Alltag reichlich bieten, trägt so Manches einigermassen lächelnd durch die Lebendigkeit, aber meist erstirbt dieses Lächeln viel zu früh,  - ich vermute Dirk Bach (der Tod dieses Menschen war vor einem Jahr gerade geschehen) war ein-Es, dem das (Dauer-)Lächeln die Kraft für eine lange Lebendigkeit geraubt hat, aber das ist nur eine Vermutung eines Menschen, der von Herrn Dirk Bach weit weit entfernt ist, Ihn nur aus den Medien kannte.

Von der Vermutung zurück zu den Ergebnissen der Sozial-Forschung.
Wie geschrieben, mir ist dieses Ergebnis Bestätigung einer Vermutung, fast noch mehr, einer Gewissheit.
Wenn ich an meine Kindheit und mein Verhältnis zu den Eltern erinnere, ist das noch viel klarer und krasser, als die Ergebnisse es aussagen. Je mehr ich Menschen beim Umgang mit Kindern beobachte, egal ob Eltern, Verwandte, "Erziehes" (Er-zieher, ziehen, Ziehung, Erziehung, ziehen, zeihen; Verzeihung, aber warum ziehen die Deutschen die Kinder und woran? An den Ohren vielleicht, oder an den Haaren? Warum nicht einfach aufwachsen und lernen lassen, Sie, die jeweils kleinen und sehr jungen Menschen wollen doch und das sogar freiwillig, weil eingebaut; aber die deutschen Menschen [er]ziehen noch, die anderen Menschen leider auch, nur wohin?), oder LehrEs, umso mehr ist in mir die Gewissheit gewachsen, dass die Missverständnisse teils enorm sind.
Von gering, was ich nur äusserst selten erspürte, bis zu krassestem Missbrauch, ja sogar der Verweigerung allen Mit-Empfindens, bis zur Verletzung und Tötung, aber meistens ist es Selbst-verständlich der Bereich DaZwischen, in dem Wir Menschen einander begegnen und miteinander umgehen.
Gleichgültig. Und dieses Gleich-... ist bis gerade Jetzt ziemlich unaufmerksam und ..., aber das hatte *ich ja schon des öfteren. Schön und Zukunftsweisend wäre, wenn in diesem "Gleich-..." die freundlich zugeneigte Aufmerksamkeit, die wechselseitige Hilfsbereitschaft, die erlebens-lang gewährte Versorgung und der friedliche Umgang in einem Me[e]hr von  Fremdheit und Verschiedenheit (DaSein) enthalten ist.
Das ist als Mensch alles bereits erlebbar und vermittelbar, aber eben weit von Mehrheiten oder gar von Standard entfernt. Leider, für fast All-Es von uns Menschen.

Zurück zu dem SZ-Artikel.
Mutter und Vater glauben also, wie es den Kindern geht, ohne es zu wissen.
Die Kinder wachsen also mit der - allerdings meist nur gefühlten und NICHT verworteten - Prägung/Erkenntnis auf, dass die nächsten Menschen, denen Sie anfänglich vollständig ausgeliefert sind, - von deren Annahme, Wohlwollen und Aufmerksamkeit das Selbst-[Lebendigkeits-]Gefühl, das -Vertrauen und die weitgehende Innen- und Aussen-Ausstattung abhängt -, Sie falsch wahrnehmen, Sie falsch einschätzen, Ihre Bedürfnisse verkennen. Und das ist ja nicht bloss eine reine Erkenntnis, also eine oberflächliche Wahrnehmung, sondern diese Missachtung und somit Fehlbeurteilung, wird sehr bald zum Grundgefühl. Zur alltäglichen Handlungsart.
Bitte bedenken Sie, dass weder die Eltern noch gar die Kinder dieses Missverstehen und diese wissenschaftlich nun nachgewiesene Selbst-Distanz bewusst erkennen oder erfahren. Es passiert[e] einfach. Das DaSein hat es so geprägt.
Wir sind ja nun erst seit sehr sehr kurzer RaumZeit-Spanne imstande, uns Selbst so detailliert und wirkungsvoll zu kritisieren (+ und -).

Noch gehen wir Menschen so mit Kindern um, wie Wir auch sonst mit Gleichaltrigen oder auch Älteren umgehen. Sie ahnen vielleicht, dass ich Sie damit auf die jüngsten Beiträge hinweise.
Aber Miss-Verständnisse und Fehlbeurteilungen sind Normal, Sie kennzeichnen Unseren Umgang im MitEinander, warum sollten Wir mit den Kindern und seien Wir auch die Eltern, die Sie erzeugt und als Frauen auch ausgetragen haben, auch anders umgehen, das ändert aber erst mal wenig an den bestehenden Verhältnissen.

Ja, Wir erkennen noch wenig Verschiedenheit an und in Uns und zwischen Uns. Wir geben dieses Verhältnis/Verhalten, das Uns kennzeichnet, also fast(! Weil, die Fehlerhaftigkeit, die Ungenauigkeit, das Zweifeln und das Chaos sind nun mal in AllEs und All-Es eingebaut, weil Stillstand oder gar Perfektion verträgt dieses DaSein einfach nicht, oder?) ungebremst an die Nachkommen weiter, auch die Nachkommen werden im Missverstanden-Sein empfangen und werden damit und davon geprägt.

Da ich nun diese Erkenntnis bin, gebe ich gerne zu, dass sehr wohl eine Verbesserung dieser Verhältnisse erkennbar ist, sonst hätte ich diese Sätze nie formulieren können, wenn Wir einander weiter konsequent auf Gefühls-Abstand halten würden.
Nein, Wir rücken langsam auch im Gefühl näher, Wir werden "wärmer" miteinander, die Miss-Verständnisse werden geringer, die Gefühle werden dabei geWahrer und werden so auch vermittelt, und auch Unser Gespür fürEinander steigt ebenfalls an, das ist es, was *ich spüre und fühle. Aber ...

Sie wissen, die Lebendigkeit hält stets ein ABER bereit, sonst wäre ES nicht, also, aber noch ist es Normal, dass Wir einander falsch einschätzen und auch Uns Selbst damit falsch beurteilen: von katastrophal falsch, bis nahe drann, ist die Spanne. Die Meisten sind wohl so Mittendrinn und liegen nur ziemlich daneben in der Selbst-Einschätzung, aber nicht ganz und gar. Liege ich damit falsch?

Sie könnten jetzt selbstverständlich fragen, warum habe ich nicht gefragt: Liege ich damit richtig? Die eine Frage läuft auf Negativ hinaus, die andere auf ein Positiv, oder ist es umgekehrt. Das beurteilen Sie.

Mir ist fast vollkommen bewusst und klar gefühlt, dass diese Form der Selbst-Erkenntnis, die einen Schatten oder auch einen blinden Fleck bei der DaSein-, oder auch Wirklichkeits-Wahrnehmung aufzeigt, im ersten Moment schwer fällt.

Was weiss ich von *mir, von dem Selbst, welches *ich bin, was fühle *ich?
Schätze *ich das richtig ein, ist das Alles, was ich zu fühlen imstande bin, ist das Alles, was ich zu spüren in der Lage bin, nehme ich das Umfeld in vollem Umfang und in allen Einzelheiten wahr, geht das überhaupt?
Was geht dort noch, und was geht noch im Inneren, was sind dort noch für Gefühle und Höhen sowie Tiefen zu erleben und auch zu erleiden?

Der Druck auf das Einzelne in der Masse ist gross und die Erkenntnis ist die, dass auch *ich ja nur ein Masseteilchen bin, also auch ich Druck zur Anpassung und Einengung auf die Mit-Lebewesen ausübe. Ich werde gedrückt und ich drücke, ich zwinge und werde gezwungen und es gibt nur wenige, die dem Druck und dem Zwang der Masse ausweichen dürfen, jeweils nur wenige.
Und Oliver-August Lützenich zähle noch nicht dazu.
Schönen Sonntag.

Dienstag, 22. Oktober 2013

Ist Wissen ein Beruhigungsmittel?

Vorwegg die Worte eines buddhistischen Weisen aus dem 7./8. Jahrhundert mit Namen Shantideva (Sanskrit 'Shanti' = "Erleuchteter", Sanskrit 'deva' = "göttlicher", und ist verwandt mit lat. 'deus' = "Gott" und dem gr. "Zeus") und dessen Gedanken zu einem Zustand Namens Bodhicitta:

Möge ich ein Arzt, eine Medizin und ein Helfer für all jene sein, die an Krankheit leiden, bis Jeder geheilt ist. Möge ich Jedem einfachen Lebewesen beweisen, dass ich Anteil nehme an seinem Schicksal. Möge ich der Beschützer sein für Alle, die ohne Schutz sind, möge ich eine Brücke sein, ein Boot, ein Schiff, für Alle Jene, die das Wasser überqueren wollen. Möge ich in Zeiten der Hungersnot Nahrung und Getränk für all die armen Leidenden sein. [...]"

Kurze Worterklärung: die Wörter 'Bodhi' und 'citta' kommen ebenfalls aus dem Sanskrit und bedeuten: 'bodhi' = „erleuchtet“ oder „erwacht“, ist also das Eigenschaftswort zu 'Shanti', 'citta' bedeutet „Geist“ oder auch „Herz“. Der ganze Ausdruck bezieht sich auf den Wunsch, Erleuchtung zum Wohle aller fühlenden Wesen zu erlangen.

Mag Oliver-August Lützenich das?

Klingt wunderbar, unzweifelhaft, aber ...

Auch nur für diese Anderen, denen ich ein Arzt, eine Brücke oder Nahrung bin, was jedoch ist für mich? Selbst-Lose Hilfe kann nicht der Weisheit letzter und auch nicht der Weisheit erster Schluss sein.

Mir ist das zu pathetisch und etwas zu passiv, auch wenn es auf einen guten Teil-Zustand hinweist, auf die Friedlichkeit und das unbedingt notwendige Mit-Empfinden, für ein gelungenes Erleben in der Vielfalt des DaSein.
Doch diese Weisheit überhebt den "Geist" (Vernunft, Verstand, Denken, Bewusst-Sein, Klugheit, fällt Ihnen noch ein weiteres Wort dafür ein?) und schwächt das "Fleisch" (Körper). Ohne zu bedenken, dass das "Geist" aus "Fleisch" ist und auf der Arbeit und der Ernährung des "Fleisches" beruht.

Buddhismus ist für *mich eine beruhigende ErlebensAnsicht, eine dämpfende ErlebensArt, ohne dass sie zugibt, oder ganz klar offen legt, dass es zu einem gelingenden und auch fröhlichen Erleben, das Leiden des Fleisches braucht (*ich habe bereits formuliert, dass für mich die Lebendigkeit aus LEID UND FREUDE (das UND ist dabei Nicht nur ein BindeWort ohne Inhalt, Nein, es ist etwas DaZwischen) ist, wobei bisher aber vielleicht - ich weiss es noch nicht so genau? -, das LEID die FREUDE überwiegt und dominiert. Wahrscheinlich ist es auch wichtig, dieses Un-Gleich-Gewicht im DaSein zu "heilen" und ein Gleichgewicht der beiden grossen GefühlsBereiche zu stabilisieren?).

Allein die geistige Überhöhung und Lösung von der irdischen Arbeit erbringt keine allgemeine Freude. Sie können dazu gerne einen Blick in die Völker richten, die den Buddhismus bereits länger erleben, auch gerne nach Bhutan, mit dem allseits diskutierten BruttoSozialGlück. Viel Fassade und erdachte "Klugheit" und jeweils nur Wenige kommen dabei wirklich gut wegg. Der grosse Rest der buddhistischen Gesellschaften ist, wie noch stets, pyramidisch (hierarchisch) geordnet, ist das "Fleisch" und muss für das "Futter" der wenigen Mönche sorgen.
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Goldener Oktober
und Herbst-Dämmerung
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Mein Blick in die Wirklichkeit ist getrübt, die Wahrnehmung der Wirklichkeit ist stark eingeschränkt. Jeder Test, egal ob beim Zauberer, vor der Glaskugel, oder in der Röhre des MRT beweisen das immer und immer wieder. W-Es behauptet, das Wirklichkeit in Gänze zu [er]kennen würde lügen, tut aber kein-Es, oder doch?

Jetzt ist aber alles verändern, forschen und bearbeiten des DaSein, z.B. fast (!) die gesamten menschlichen Techniken, auf eine Ausweitung, Verbindung und Erklärung der Erkenntnis in/aus das Wirklichkeit aus.

Egal ob es die Erhöhung der Speicherkapazitäten von Chips, schnellere Datenleitungen, stärkere Verbindungen in den Neuronen, das komplettere Ausnutzen von nahrhaften Stoffen in der Nahrung, grössere Teleskope, GPS, die Ausforschung aller, wirklich ALLER, bisherigen Entwicklungen des DaSein (Chemie, Biologie, Bionik Astronomie, ...), darin auch Wir Menschen, "denkende", vielleicht sogar fortpflanzungsfähige Maschinen sind, und so weiter und so fort ...

In Allem ist für *mich der drängende Wunsch zu erkennen, Wissen zu wollen, ja gar Wissen zu müssen! Je weiter der Blick zurück reicht - nach Vorne können Wir, wie *ich in meinen Beiträgen immer wieder bemerkt habe, noch nicht allzuweit blicken, vielleicht gerade mal ein paar Stunden; also, umso weiter der Blick zurück reicht -, umso klarer wird mir, dass es dem DaSein und seinen Geschöpfen um Erkenntnis geht, nicht nur um eine bloss zufällige Aneinander-Reihung von sinnlosen Ereignissen.

Das DaSein ist wie ein Spielfeld, so wie Kinder im Spiel das Erleben erlernen, also meist sinnvoll spielen, mit Ertrag für eine noch zu erlebende Zukunft, so spielt auch das DaSein meist (meist, weil selbstverständlich auch manches Spiel sich in den Unsinn verirrt und aufgegeben wird), auch mit und auch in Uns.
Sind Wir Menschen ein unsinniges Spiel?

DaSein ist Wissen müssen.

Wie bereits beschrieben, ist das keine persönliche Überzeugung - denn die kommt aus dem Glauben und will mit dem "Über" auch überwältigen -, sondern ist eine, durch alle gewonnenen Ergebnisse aller *mir habhaften Forschung, allen persönlichen Erlebens und Erleidens und Umschau, gewonnene Sicherheit.
DaSein möchte Wissen.
Muss es vielleicht sogar?

DaSein möchte - das weiss auch *ich inzwischen - dem Glauben, also der Unwissenheit, aus das Es entstammt, entwachsen und entwicklen, hinein in die WEITE des SEIN, "hinauf" und "hinunter" in die je verschiedenen Grössen-Ebenen der Substanz und Struktur des DaSein und damit auch des ErLebens: vom Feinsten zum Gröbsten, vom Kleinsten zum Grössten, vom Einzelsten zum Kompaktesten, vom Losesten zum Verbundensten, vom Nichts (schlechtestenfalls nur Eines!) zum ALLES und damit hinein oder hinaus in die enormen  gigantischen Weiten des RaumZeit.
Aber das Ganze nicht einfach(!) so, sondern mit Wissen und Klarheit.
Was ist und Was geht und Was noch - und:
Was tun Wir dann konkret damit?

Und Was dann? Wenn ALLES getan und nichts mehr gelassen ist?
Dann geht es von Vorne los, mit anderen Grundlagen und Bedingungen.
Was Heute noch glaubt, es gäbe nur eine Art und Weise von Voraussetzungen und Möglichkeiten für ein erLebenswertes DaSein, das irrt.
Bekanntlich beruht dieses Universum auf etwa 33 bisher bekannten Fein-Einstellungen ("NaturKonstanten", u.a., als fast wichtigsten Parametern, die Stärke der Anziehung zwischen Materie (Gravitation), das Plancksche Wirkungsquantum, die Geschwindigkeit des Lichts in der unverstellten (Vakuum) RaumZeit und noch ganze 30 Parameter mehr), die das Geschehen in diesem Universum und das ErLeben darin begrenzen, aber diese Parameter sind fein eingestellt, also alles andere als unveränderlich.

Das DaSein ist begrenzt.
In Haut.
Was für eine Erkenntnis.

Wird auch nur Eines dieser Parameter verändert, wird dieses Universum und damit Unser DaSein aufgelöst. Puff. Oder Plopp, oder auch nur einfach(!) Zisch und wegg sind Wir AllEs und All-Es.
Wieder(?) aufgelöst im SEIN.

Bereitet *mir diese Begrenztheit Angst?

Dass ich sterbe, dass AllEs und All-Es im DaSein ein Verfalls-Datum ist? Nein.
Hat es noch nie. Vielleicht, weil ich immer schon fühlte, dass das ganze Erleben auf einer RaumZeit-lichen Beschränkung gegründet ist.
Die Angst vor dem Tod wäre somit die Angst ... ja wie? Vor? Vor was?
Die Angst vor dem Tod ist unmöglich, weil das Tod, also die RaumZeit-liche Begrenzung in das ErLeben eingewebt ist, weil das Tod in Allem DaSein bereits als begründendes enthalten ist, so wie das Leben, also -> die Energie ->, die zur steten Veränderung drängt und neigt:
Leben + Tod = ErLebendigkeit.

So lautet für mich diese Gleichung.
Tod ist eine Voraussetzung der Lebendigkeit und kein Ende, aber das mag jed-Es für das Selbst anders argumentieren.
Das Tod steckt in Oliver-August Lützenich genauso drinn, wie das Leben.

Das Mensch, wie das DaSein, ist eine DaZwischen-Wesenheit.
Täglich "sterben" in mir Milliarden von Zellen, damit ich als Gesamtheit in der Lebendigkeit bestehen bleibe. So ist das geregelt, was bitte soll mir dabei Angst vor dem Sterben machen?
Vielleicht ist die Angst, die viele als Angst vor dem Tod benennen oder auch empfinden falsch benannt, es ist vielleicht vielmehr eine Angst zu früh zu sterben, also keine vor dem Sterben, dem Tod, in-s ich, sondern eine vor dem "zu früh", dem unvorbereitet?
Die Spanne der Lebendigkeit in der RaumZeit ist für die einzelne menschliche Lebendigkeit noch längst nicht ausgereizt und liegt wohl kurz vor 200 Erde-Mond Umkreisungen der Sonne. Vielleicht sogar noch mehr, Was weiss das bis Heute schon?

Die Angst, zu früh zu sterben, ist sehr begründet, so wie Wir momentan noch miteinander umgehen. Das ist der reine Raubbau an der uns Menschen möglichen ErLebendigkeits-RaumZeit. Und die liegt vielleicht bei Milliarden irdmondlichen Sonnenumkreisungen.
Wir verletzen und töten einander noch gerne, und tun das auch um Uns herum. Gerne? Aber weitgehend ohne Skrupel.
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Ed Ruscha, "The major and the minor"
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Gerne?
Na, Wir tun es auf jeden Fall täglich und öfter.
Wenn es auch meist unbeabsichtigt und unbewusst geschieht, so geschieht es alltäglich. Wenn nicht "Gerne", warum tun Wir es dann täglich und öfter, auch indirekt?
Z.B.: durch unseren Konsum werden riesige Flächen gerodet und ...
Wir tun es also meist nicht Selbst, indem wir Selbst Hand anlegen, Wir lassen es tun.

Jetzt eine Wendung zum Positiven.
Das war aber auch schon mal schlechter, heisst, dass es besser geworden ist, dass es friedlicher wird und freundlicher. Wir gehen von RaumZeit-Epoche, von gesellschaftlicher Weiterentwicklung zur nächsten aufmerksamer und achtsamer miteinander um. 
Aber noch wird, nicht nur in Spielen, fasst wahllos verletzt und getötet, verachtet, beleidigt und misshandelt.

Auch *mir kleinem Lebewesen hier, geht es darum herauszufinden, wie Wir den Prozess der Befriedung, der Erweiterung der Aufmerksamkeit für-Einander und der Achtsamkeit auf-Einander, schneller erreichen. Auch geht es mir darum, wie weit Wir die Aggression und die Gewalt beibehalten müssen, weil sie vielleicht ...
Weil das LEID das darin und dahinter steckt, wichtig ist?
Wie Wir aber diese Gewalt und die Aggression, - soweit sie für Uns "gesund" und erhaltend sind -, ausleben können, ohne damit die FREUDE, die Wir auch sind, zu dimmen?

Und jetzt komme ich wieder zur Vernunft, zum Bewusst-Sein und zum Wissen.
Der Weg der Befriedung der Gewalt, ist der Weg der Erweiterung des Wissens.

Je klarer (Wahrhaftigkeit), grösser (WortAnzahl) und weiter (Umfeld) das Bewusst-Sein in einem menschlichen Lebewesen ist, umso mehr Eines ein deutliches und klares Selbst ist, Selbst-Bewusst und Selbst-Sicher, umso weniger Gewalt und Aggression geht von diesem Menschen aus. Das korrespondiert nicht unbedingt mit der Lebendigkeits-Dauer, aber ich vermute, dass diese Menschen auch insgesamt länger erleben.

Wissen ist KEINE Macht, das ist dummes Zeug.
Wissen kann, wie AllEs und All-Es im DaSein miss-braucht werden, denn, wenn *ich die "Mächtigen" in der Menschheit bespüre, dann entdecke *ich hier sehr sehr sehr wenig Wissen in diesen "Mächtigen", aber jede Menge triebhafte DurchsetzungsKraft, Besserwisserei, GruppenZwang und Alltagsbanalität und jede Menge Überforderung.

Macht kann durch Wissen angereichert und gezielter genutzt werden, aber es braucht sie nicht: Macht kommt ohne Wissen aus und Wissen kommt und Ist auch ohne Macht Da. 
Wissen kann in die Macht eingelagert werden, aber das Wissen ist ohne Macht, ohne jegliche Macht. So erspüre *ich das hier. Aber prüfen Sie gerne mal die Entscheidungen, die täglich um Sie herum und in den weiten der Erde von das Mächtiges getroffen werden auf deren Grundlage und deren aktuellen Wissensgehalt; und *ich denke, Sie werden schnell bemerken, dass ... Ja, was? Das überlasse ich Ihnen.

Wenn ich die Nachrichten lese, höre und schaue, wird mir regelmässig schwummrig, übel, aber auch einfach mal wütend, von all dem ignorieren und verdrängen von einander und von neuesten und jederzeit überprüfbaren Ergebnissen der Forschung, egal in welchem Gebiet.
Statt zu öffnen und mit Freude zu erleben und auch zu Aller Freude zu verändern/anzupassen, wird immer noch allzugerne be-/verhindert, verschlossen und ausgeschlossen, bis zur gegenseitigen Tötung (siehe oben). Statt die aktuellen Ergebnisse zu nutzen, zumindest Allen öffentlich zu machen (DaZwischen-Netz, BILD, Tagesschau, Handzettel für jeden Haushalt, ...), sie vorzustellen, zu erklären und abzuwägen, wird verheimlicht (nur in "Fach"-Zeitschriften) und unterdrückt, wegen ökonomischer "Zwänge" und wegen Kontrollverlust (Na Super! Was wird da wohl kontrolliert? Na, die Beibehaltung des LEID, denn, die FREUDE kommt ohne Kontrolle aus. Aber weiter), bis zum Sterben von vielen Lebewesen.

Heimlichkeiten und Grüppchengetue noch und nöcher und das alles nicht zu Unser Aller Nutzen, sondern fast immer zum Schaden der Mehrheit, zum Schaden der UmWelt, denn diese beständige Verweigerung neue Erkenntnisse in das aktuelle Geschehen einzubeziehen, und die Heimlichkeiten und starken Gruppenidentitäten (Familie, Stammtisch, Geschlecht, Nationen, Religionen, Kontinente u.ä.), diese ganze Ge-/Verschlossenheit, behindern Uns jeweils Alle und sie nutzen keiner Gruppe. Die einen überfressen-s ich bis zum Platzen und die anderen verhungern in ihrer Ausschliesslichkeit.

Das nur mal kurz geschrieben, worum es mir hier geht: um glasklare, nachprüfbare und wahre Erkenntnis und um deren Umsetzung, in einem von Uns Allen verantwortlich gewählten Sinn. Uns Alle, ist zuerst mal nur das Mensch - so egoistisch bin auch *ich -, aber im weiteren, wenn Wir Wege und Möglichkeiten gefunden haben, gilt es auch die Mit-Lebewesen miteinzubeziehen, dann sind es auch ALLE MitLebenwesen.
Sie können mich ruhig für bescheuert halten, gerne.
Alles noch etwas schludrig ausformuliert und ungenau, aber das wird schon noch.

Danke und noch einen schönen Tag.

PS: Noch ein paar Blog-Zahlen vom 22./23. Oktober 2013, von 12:00 - 12:00.

Danke.