Freitag, 15. Februar 2013

Wasser, Papst und etwas Braunes

Da es in den beiden Beiträgen, die ursprünglich in der SprechLichtung einstanden, auch und sogar vorwiegend um Verantwortung geht, habe *ich sie nun hier zusammengeführt, ob Sie es glauben oder nicht.

Wenn das Geist scheisst, was scheisst Es dann?
Ist doch eine berechtigte Frage, denn das Gehirn, in dem das Geist ja vermutet wird, oder auch wirklich zu er-finden ist, frisst ja auch grosse Mengen an Energie, die dem Körper - in dem es isst - ja auch erst mal zugeführt werden müssen. Und so, wie das Körper isst und daraufhin auch scheisst, sollte doch auch das Geist, welches isst, auch irgendwas scheissen. Nur was?

Dass diese Ausscheidungen nicht die Selbe, ja noch nicht mal die Gleiche Form sind, wie jenes, welches vom Mund aus zum Arsch wandert und dabei braun eingefärbt wird, wenn es auch vielleicht blau in den Mund kommt, ist irgendwie klar. Nur, welche Form und Farbe nimmt das Ergebnis des Verarbeitungs-Prozesses der Energie, die da innerhalb des Schädelknochen benutzt und "verbraucht" wird, an?

Na, Sie sagen wahrscheinlich jetzt: Das, was das Gehirn verarbeitet, wird auch wieder dem Darm zugeführt und ist in dem Braunen, das daraus hervor kommt dann mit drinn. Das denken Sie doch und sagen es vielleicht auch, aber ist das Alles? Produziert also auch das Gehirn letztlich nur Scheisse?

Nun, sagen Sie schon, das kann doch nun wirklich nicht alles sein, dass Wir Lebendigen fast nur Scheisse produzieren, auch wenn Mensch es beim Rundumblick in diesem kleinen Planeten und auch ein wenig darüber hinaus, fast bestätigt bestätigt findet. Überall Müll und Abfall, vom Weltraum-Schrott, um diesen kleinen Planeten herum, bis in die Erde hinein, und ich meine die braunen Krumen, die Sie vielleicht neben dem Teer oder Beton auch noch so unter-s ich finden, und bis in das Wasser hinein, das Wir täglich brauchen um zu überleben, Wir Gas-WasserLebewesen Wir.

Gestern sah ich eine Doku auf arte, die davon berichtete, dass fast das gesamte Wasser des Planeten inzwischen voller chemischer Verbindungen ist, die Wir entweder direkt in die Gewässer kippen, oder die Wir zuerst einnehmen, in der Nahrung und in fast Unmengen an Arzneien und dann, manche fast unverändert, auch wieder ausscheiden, also auch als etwas Braunes und somit auch in das Wasser hinein, ohne dafür zu sorgen, dass das wieder herausgefiltert wird.
Das "dumme" daran ist, laut den befragten WissenschaftlerInnen, dass die Gleichung: Mehr = Mehr, für die meisten der chemischen Verbindungen nicht gilt, dort gilt auch: Weniger = Mehr. Mehr Wirkung nämlich. Je kleiner die Portion, umso stärker ist die eingetragene Wirkung im Körper.

Und Wir haben inzwischen über hunderttausend verschiedene chemische Verbindungen geschaffen, davon ein Grossteil ziemlich giftig, von schmerzhaft, über körperlich und damit auch psychisch verändernd, bis tödlich. Nur die wenigsten chemischen Verbindungen sind wirklich förderlich und heilsam für uns Säuger (*ich betone die menschliche Einbettung in die LebeWesen-Gruppe der SäugeTiere, weil die von Uns ausgespülten und eingetragenen chemischen Verbindungen alle Mit-Lebewesen gleichermassen schädigen, wenn sie denn schädigen, denn, die Moleküle und Hormone, die in jedes Mensch wirken, bewirken ähnliches oder sogar dasSelbe in unseren Familienangehörigen, also in Hunden, Katzen, Schweinen ..., auch in Fischen und so weiter und so fort) und für die anderen Mit-Lebewesen in diesem kleinen Planeten-System Erde-Mond.

Und diese Moleküle sind vielfach nicht giftig im herkömmlichen Sinne, also verletzend oder gar zerstörerisch im Leib, nein, sie sind verändernd; aber eben in eine meist nicht sehr förderliche Richtung. Denn es sind Moleküle, die den Säugetier-Molekülen, also auch den in uns Menschen benötigten und wirkenden Hormonen und Transmittern (Boten-, Reiz- und Dämpfstoffen, wie Adrenalin, NorAdrenalin, Dopamin, Gaba, ...) sehr ähnlich sind und diese teils verdrängen oder auch verändern und damit schleichend auch Uns verändern.

Uns Lebewesen, vom Einzeller, bis zum Menschen. 
Das ist ein Faktum.
Und was tut das allgemeine Mensch?
Es macht weiter. So.

Die Versuche nachhaltiger und biologisch abbaubarer StoffKreisläufe werden von Konzernen und den meisten Politikern behindert (das Geld, Sie wissen! Dort wo die Güte, die Umsicht, die wechselseitige Hilfe, die Vernunft, die Folgerichtigkeit und die Verantwortung gefragt sind, versagt das Geld immer. Dort gab und gibt es stets k[aum]eines mehr, leider) und von den ALLERmeisten Menschen gar nicht wahrgenommen.

Das Geist scheisst auch nur etwas braunes, oder?
Aus all der Energie, die das Verstand, Vernunft, Bewusst-Sein, das Geist verbraucht, entsteht also kaum etwas wirklich Neues, etwas Verbesserndes, etwas Kreatives, sondern annähernd zu 100% nur Scheisse.
Kein Wunder also, dass diese (natürliche!) Ignoranz gegeneinander, das verletzen und töten nicht aufhört, sondern munter weitergeht.
Aber Halt.
Nein.

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Künstlicher Wasserfall im
Viktoriapark in Berlin-
Kreuzberg
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Ein Selbst-Gespräch:
Sei nicht so verdammt düster, nur weil Oliver-August Lützenich gestern so eine Doku gesehen habe, es wird schon besser, schau nur wieder etwas genauer hin.
Und tu nicht den Fehler, immer gleich ALLES ändern zu wollen, denn ALLES immer sofort ändern zu wollen, ist ändern »müssen« und ändern müssen, ist Zwang.

Sei also bitte nicht so zwanghaft, Bitte, und versteh die natürliche Vorgehensart, die ist erst ganz ganz langsam auf dem Weg zur Vorgehensweise. Zur VorangehensWeise mit offenem Gespür und der dazu nötigen Um- und Einsicht. Das braucht alles seine (SEIN?) RaumZeit und die ist noch längst nicht zuEnde, oder vor dem Kollaps, wie es oft schon in mir schreit. 
Nein, nein, es läuft schon ganz gut, alles ist prima.
Oder?

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Der Autor beim Blumenküssen
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Und nun zum Rückzug des Papstes vom Amt.
Vom Amt? Das PapstAmt. Einfach ein Amt, das Papst-Sein und *ich dachte, das sei ein Bürde, eine Berufung, sogar eine von und vor Gott, dem Schöpfes des ALLES, aber ...

Seit wann geht denn das, dass ein Papst einfach zurücktritt? Der Stellvertreter Gottes auf Erden, kann doch nicht so einfach mir nix Dir nix diese Stellvertretung aufgeben, das geht doch nicht, zumindest nicht ohne Absprache mit seinem Arbeitgeber, oder? Also muss der Papst mit Gott gesprochen haben, anders darf Der das nicht. Der hat Gott sein LEID geklagt, seine Altersbeschwerden vorgetragen und auch nebenbei fallenlassen, dass auch die Muslime langsam immer mehr von Es (das Gott, oder doch ein Er, also ich hab noch nie mit Gott gesprochen immer nur brav gebetet, wurde aber nicht erhört, weil ...? Vielleicht war Es zu viel beschäftigt, ich weiss es nicht?) abrücken und ihr irdisches Ding durchziehen und überhaupt, dass Es doch einfach das Internet übernehmen soll, da sind doch sowieso bald alle zu er-finden, und da kann Es dann seine guten oder auch schlechten Dinge auch ohne ihn, den Papst, tun, auf ihn, den Papst, hört doch sowieso k[aum]ein-Es mehr, die Eminenzen machen sowieso schon jeweils ihr eigenes Ding, und es kommen doch von Tag zu Tag weniger in die Kirchen und auch immer weniger auf den Petersplatz, die müssen doch dort schon bald Statisten anfordern und bezahlen, Jubelclaqueuere, extra für alle Fernsehübertragungen und auch für die paar Kirchenangestellten, die noch hinpilgern, damit die nicht so einsam auf dem RiesenPlatz herumstehen müssen, na ist doch wahr oder!?, hat der Papst zu Gott gesagt, was kann ich denn noch machen, hört eh Niemand mehr hin, wenn ich die Pille verbiete oder den Pariser von einem Penis runterreisse, damit sie vögeln, damit dabei auch 'was rauskommt, aus den Frauen, nicht nur Unsinn, weil die Frauen machen doch ohne die Männer sowieso nur Unsinn, hat der Papst dem Gott ein Liedchen gesungen, mit der Macht der Männer sinkt auch die Macht der Kirche zu Boden, weil die Frauen brauchen eigentlich keine Kirche, die Küche brauchen sie bald auch nicht mehr und der Papst kann jetzt auch einfach so zurücktreten, oder Gott?

Und Gott sprach?
Zum Papst hat das Gott gesprochen: Geh, aber geh mit Gott!
Mit dem Papst tritt also also auch das Gott nun zurück, das Gott geht mit dem Papst nun einen trinken, oder auch einen Lammbraten essen, Mensch weiss es noch nicht so genau, weil darüber hat der Papst noch nichts fallen lassen, aber mit Gott hat Er sich vorher auf jeden Fall abgestimmt, weil sonst könnte Er nicht einfach so zurücktreten, ausser das Gott hat zum Papst gesprochen: "Es ist MIR eine FREUDE, dass du zurücktrittst und einem jüngeren Mann, es muss aber ein Mann sein!, dass das klar ist!, die Stellvertreterschaft übergibst, möglichst einem aus dem Süden, die wissen doch noch zu ErLeben, so unter Palmen und mit mehr Musse, oder?", so könnte Gott doch mit dem Papst gesprochen haben? Wenn Gott nicht, wie oben kurz erwähnt auch aus dem Ring tritt, seinen Hut nimmt, und den Mantel überstreift und eine Kreuzfahrt antritt, mit anderen älteren Göttern (steht doch auch in der Bibel: "Du sollst keine anderen Götter (Plural!) haben neben mir", also gibt es doch noch Andere, die wurden Uns bloss bisher vorenthalten, oder?; Was weiss, was Die alles sonst noch so glauben?) und das Nirvana, oder auch das Paradies - ich weiss es nicht so genau, was es da so alles gibt -, durchstreift, um noch ein paar Gläubige einzufangen, oder neue Gläubige zu suchen, die Es vom Baum der Erkenntnis abhalten kann, denn Wir Erdmondlichen hier, haben den Baum der Erkenntnis doch längst besiedelt, Wir haben ihn an die Elektrizität angeschlossen und mit Lampen dekoriert und sitzen nun auf seinen Ästen und essen seine Früchte, die Süssen; und Gott sucht eine nächste Gemeinde, die Es zum Glauben verkehren - oder war es bekehren? -, kann, was ja für Uns eine ganze RaumZeit lang ziemlich nützlich war, weil Wir ja eigentlich nichts wussten, und dann braucht ein-Es ja den Glauben ganz ganz dringend, weil sonst ist eines jedes Geist, Verstand, Vernunft, Bewusst-Sein - so viele Namen! - doch völlig leer, und das ist ein Mangel, den doch k[aum]ein-Es wirklich auf längere Dauer aushalten kann. Weil das - so viele Namen! - ist doch so enorm gross, da muss doch was rein gefüllt werden und wenn es gefillte Fisch ist, dann muss es da rein, in diesen riesigen leeren Platz in eines Jed-Es drinn, also warum nicht für den Anfang ein wenig Glaube, ist doch auch mal erst ganz nützlich, wenn ein-Es das Wissen noch fehlt, kann doch auch nicht Schaden, der Papst weiss jetzt genug und legt den Glauben jetzt zu Gott zurück, damit DAS weiterziehen kann, mit seinem Sack (ist doch ein Mann, oder?) und Andere Leere mit ein bisschen Glauben auffüllen kann und so einigen leeren Versprechern, oder waren es Versprechungen?, mehr.

Und Wir hier, wir erdmondlichen LebeWesen bleiben nun mit weniger Mangel zurück, weil Wir langsam k[aum]ein-Es mehr g/Glauben, das erzählt, dass die Er-Füllung nur woanders zu er-finden ist, das hat auch der Papst inzwischen erkannt und hat dem Gott gesagt, gib mir die Fülle; und schon bin *ich bei dem Hinweis, den *ich Ihnen eigentlich geben wollte, nämlich bei dem Hinweis, dass ich den Beitrag zur Mangel-Bewirtschaftung, in der SprechLichtung, mit einem kleinen aktuellen Artikel angereichert habe und noch ein paar Extra-Sätze hinzugefügt habe, die Sie vielleicht interessieren könnten, wenn Sie nicht mit so vielem anderen bereits angefüllt sind, kann ja sein.

Und *ich habe auch dem vorhergehenden Beitrag zur Sprache noch eine kleine Referenz und Quell hinzugefügt, aber lesen Sie Selbst.

Mittwoch, 13. Februar 2013

Die Entwicklung des Sprache[n]

Vorwegg eine Bemerkung und schöne Herleitung des natürlichen Wissensdurstes und der Entdeckerlust, als gemeinsame (auch!) menschliche Eigenheit.
»Schon das Kind sehnt sich über die Hügel, die Gebirge, die Seen, die Meere hinaus, die seine enge Heimath umschliessen, und sich dann gleich wieder pflanzenartig zurück, wie das überhaupt das Rührende und Schöne im Menschen ist, dass Sehnsucht nach Erwünschtem und nach Verlorenem ihn immer bewahrt, ausschliesslich am Augenblicke zu haften. So, festgewurzelt in der innersten Natur des Menschen, und zugleich geboten durch seine höchsten Bestrebungen, ist jene wohlwollend menschliche Verbindung des ganzen Geschlechts eine der grossen leitenden Ideen in der Geschichte der Menschheit.«
Wilhelm von Humboldt, 1828, aus "Über die Verschiedenheiten des menschlichen Sprachbaues".

Das Sprache braucht Veränderung.
Es braucht Veränderung ebenso, wie ALLES Andere ebenso in Veränderung ist.
Eine platte "Weisheit": DaSein ist stetes AndersSein. Was ich eben war, bin ich Jetzt nicht mehr, oder wie Franz Beckenbauer mal gesagt hat (und er hat es auch nur übernommen): "Was interessiert mich mein Geschwätz von Gestern". Klar, die / das Sprache ist in Veränderung, Heute gibt es Wörter und Wortzusammenstellungen, die vor / in ? Jahren kaum ein-Es verstehen würde, aber ... Es gibt immer ein Aber.

Aber, ist das die richtige Richtung?
Immer mehr Bedeutungen und Farben in ein und dasSelbe Wort zu packen (siehe dazu auch den Beitrag: "Die Freiheit der Liebe", vom 02. März 2012, in diesem Blog)? Und somit, wie *ich meine, die Worte zu entsozialisieren.

Ein Wort wie: Wahrheit, hat bald keinen allgemein verständlichen Sinn und Inhalt. Jed-Es verwendet das Wort mit einem anderen Inhalt, einer anderen Aussage und einer anderen Färbung, wenn es dann beim ander-Es ankommt, füllt Jen-Es wiederum eine ganz eigene Bedeutung ein und somit sprechen und schreiben Zwei dasSelbe Wort, meinen aber jeweils etwas fast völlig verschiedenes.

Heute las *ich beim Spaziergang durch die Berliner Glinkastrasse folgendes Schild an einem Zaun:
"Botschaft der Demokratischen Volksrepublik Nordkorea".
Nun, was bedeutet zumindest für die Nord-Koreaner das Wort: Demokratie?:
»EinFamilienDynastie«Für Nordkorea ist in dem Wort "Demokratie" nur die Familie Kim enthalten und viel Militär, Hunger und unerschütterliche Folgsamkeit.

Was bedeutet den Leses das Wort "Demokratie"?

Ich denke, Wir sind von der ursprünglichen Bedeutung der Demokratie, nämlich, dass Alle Bürger / MitGlieder einer Gesellschaft gemeinsam entscheiden und abstimmen, was in und mit der Gesellschaft passiert, noch ein gutes Stück entfernt.
Das waren auch die Griechen, die dieses Wort gebildet hatten. Dort galten nur Männer und nur aus wenigen Familien als die Gesellschaft (Volk), der Rest der Menschen sollte Schweigen und Folgen, also eher das heutige Nord-Koreanische Modell.

Vielleicht geht es also bei der Weiterentwicklung der Sprache eher um Entschlackung, um Reduzierung, um Verdeutlichung von Begriffen, die mehr oder weniger Alles um einen kleinen Kern herum bedeuten können. So, wie in dem Begriff Demokratie auch die EinFamilienHerrschaft steckt, als sei das Volk nur eine Familie und der Rest sind "Sklaven" und "Frauen", also nicht-stimmberechtigte Menschen.

Dass die Beschäftigung mit der Genauigkeit und dem Inhalt von Sprache, schon mit dem Aufflammen der Sprache begonnen hat, zeigt mit anderem der Platonische Dialog "Kratylos" (weiteres dazu hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Kratylos); *ich möchte aber eine neuere Auseinandersetzung damit wieder vor Sie und m*ich hinstellen, eine von zweien meiner Vorbilder, aber zuerst ein passendes Gemälde:
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Ort des Sprachen und des Denkens
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Zitat: »Die Hauptelemente der Sprache, die Wörter, sind es vorzüglich, die von Nation zu Nation überwandern. Den grammatischen Formen wird dies schwerer, da sie, von feinerer intellektueller Natur, mehr in dem Verstände ihren Sitz haben, als materiell und sich selbst erklärend an den Lauten haften. Zwischen den ewig wechselnden Geschlechtern der Menschen und der Welt der darzustellenden Objekte stehen daher eine unendliche Anzahl von Wörtern, die man, wenn sie auch ursprünglich nach Gesetzen der Freiheit erzeugt sind, und immerfort auf diese Weise gebraucht werden, eben sowohl, als die Menschen und Objekte, als selbständige, nur geschichtlich erklärbare, nach und nach durch die vereinte Kraft der Natur, der Menschen und Ereignisse entstandene Wesen ansehen kann. Ihre Reihe erstreckt sich so weit in das Dunkel der Vorwelt hinaus, daß sich der Anfang nicht mehr bestimmen läßt; ihre Verzweigung umfaßt das ganze Menschengeschlecht, so weit je Verbindung unter demselben gewesen ist; ihr Fortwirken und ihre Forterzeugung könnte nur dann einen Endpunkt finden, wenn alle jetzt lebende Geschlechter vertilgt und alle Fäden der Überlieferung auf einmal abgeschritten würden. Indem nun die Nationen sich dieser schon vor ihnen vorhandenen Sprachelemente bedienen, indem diese ihre Natur der Darstellung der Objekte beimischen, ist der Ausdruck nicht gleichgültig und der Begriff nicht von der Sprache unabhängig. Der durch die Sprache bedingte Mensch wirkt aber wieder auf sie zurück, und jede besondere ist daher das Resultat drei verschiedener zusammentreffender Wirkungen: der realen Natur der Objekte, insofern sie den Eindruck auf das Gemüt hervorbringt, der subjektiven der Nation, und der eigentümlichen der Sprache durch den fremden ihr beigemischten Grundstoff und durch die Kraft, mit der alles einmal in sie Übergegangene, wenn auch ursprünglich ganz frei geschaffen, nur in gewissen Grenzen der Analogie Fortbildung erlaubt. Durch die gegenseitige Abhängigkeit des Gedankens und des Wortes von einander leuchtet es klar ein, daß die Sprachen nicht eigentlich Mittel sind, die schon erkannte Wahrheit darzustellen, sondern weit mehr, die vorher unerkannte zu entdecken. Ihre Verschiedenheit ist nicht eine von Schällen und Zeichen, sondern eine Verschiedenheit der Weltansichten selbst. Hierin ist der Grund und der letzte Zweck aller Sprachuntersuchung enthalten. Die Summe des Erkennbaren liegt, als das von dem menschlichen Geiste zu bearbeitende Feld, zwischen allen Sprachen und unabhängig von ihnen in der Mitte; der Mensch kann sich diesem rein objektiven Gebiet nicht anders, als nach seiner Erkennungs- und Empfindungsweise, also auf einem subjektiven Wege, nähern. Gerade da, wo die Forschung die höchsten und tiefsten Punkte berührt, findet sich der von jeder besonderen Eigentümlichkeit am leichtesten zu trennende mechanische und logische Verstandesgebrauch am Ende seiner Wirksamkeit, und es tritt ein Verfahren der inneren Wahrnehmung und Schöpfung ein, von dem bloß so viel deutlich wird, daß die objektive Wahrheit aus der ganzen Kraft der subjektiven Individualität hervorgeht.«
Wilhelm von Humboldt in einem Vortrag, ca. 1830 gehalten, an der Universität Berlin, überliefert in 1927 von Hugo von Hofmannsthal, in einem Aufsatz mit dem Titel: "Wert und Ehre deutscher Sprache", in den Münchener Neuesten Nachrichten.

Signifikant: Das Bewusst-Sein spricht. Das Bewusst-Sein spricht in Worten. Sprache. Welch ein Wunder!? Einfach so entstanden? Ein so mächtiges Werkzeug! Das ist doch eine Frage wert. Seit Wir Menschen sprechen, ist die Entwicklungsgeschwindigkeit sowohl der gesellschaftlichen Verhältnisse, als auch der Technik exponentiell abgehoben. Abgeflogen, oder auch Aufgeflogen! Das Körper kommt dabei kaum mehr mit. Und bremmst.
Was verständlich ist. Denn, was versteht das Körper von Sprache? Nun, Es spricht und versteht Sprache, aber wie weit reicht das, in das Körper hinein? Lesen Sie der linken Hand, wahlweise auch dem linken Knie, das Sie auch sind, einmal folgende Zeilen vor:

"Also ist der Poet wahrhaftig ein Dieb des Feuers. Er ist beladen mit der ganzen Menschheit, sogar mit den Tieren. Er muss, was er erdichtet entdeckt, fühlbar machen, tastbar, hörbar, und wenn das, was er von da unten heraufholt, Form besitzt, so gibt er es als Form; ist es formlos, dann gibt er das Formlose. - Eine Sprache finden - und wenn schliesslich jedes Wort ein Gedanke ist, dann kommt auch die Zeit einer Universalsprache! Man muss schon Akademie-Mitglied sein - mehr tot als ein Fossil -, um ein Wörterbuch zu verfassen, in welcher Sprache auch immer. Wenn Schwächlinge anfangen, über den ersten Buchstaben des Alphabets nachzudenken, können sie ganz schnell dem Wahnsinn verfallen! Diese Sprache wird von der Seele kommen und zur Seele gehen und alles zusammenfassen: Düfte, Töne, Farben und den Gedanken, der dem Gedanken folgt und ihn weiterführt. Der Poet bestimmt dann das Ausmass des Unbekannten, das zu seiner Zeit in der Allseele erwacht: er gäbe mehr - als die Formel seines Gedankens, als die Aufzeichnung seines Weges zum Fortschritt! Indem er das Ungewöhnliche zum Gewöhnlichen macht und alle es aufnehmen in sich, würde er in der Tat zu einem Vervielfacher des Fortschritts!".
Arthur Rimbaud in einem Brief an Paul Demeny, vom 15.Mai 1871. 

Nun kommt ein ganz persönlicher "Shitstorm", eine Verzweiflungstat, die das Selbst genauso beklagt und das Andere anklagt, wie es hilflos ist, die passenden, weil verständnisvollen und hilfreichen Worte zu finden, aber es musste mal raus, egal, ob es *mir oder Ihnen gefällt:

Signifikat: Hat die Hand diese Gedanken ergriffen, hat sie sie gar begriffen, oder sind nur Regionen im Gehirn damit befeuert worden? Was weiss der Magen von der Welt, (von) ausser was Es isst? Wo bleibt da das Bewusst-Sein? DaDa! Das Mensch denkt, aber die Gedanken reichen meist wenig weit, nur nah und sind ebenso schnell oft genug vergessen. Den besten Wünschen mangelt es fast zu 100% an Übersetzung in Körperkraft. Was weiss das mehr zu würdigen? Das Leben oder mehr das Tod? Beide leuchtet das Sprache aus. Beide schätzen das bisher wenig. Der Funktionsraum (lat. "fungi" = 'verrichten, vollbringen') der Sprache, das Denken, wird an der sehr kurzen Leine gehalten.

Ein Klärungsversuch: "Unser Gehirn scheut das Denken, weil es eine wahnsinnig energieraubende Tätigkeit ist. Wer nachdenkt dessen Grosshirnrinde verbraucht ungeheuer viel Zucker und Sauerstoff. Deshalb versucht unser Hirn, möglichst wenig nachzudenken und alles Mögliche zu automatisieren. Das ist billiger."
Prof. Dr. Gerhard Roth, in 'Der Spiegel', 2/11 (Titel: "Die zerhackte Zeit").

Zitat: "Unser" Gehirn scheut {also} das Denken?"

Was sagt "Unser" Magen dazu?
Was "unsere" rechte Arschbacke?
"Unser" GeHirn unterliegt also der geringen Versuchung wenigstens zu denken, weil das eine wahnsinnig ungeheuer raubende Tätigkeit ist, das ist billiger. Geiz ist Geil. Weniger ist mehr. Jetzt ist alles klar, oder? Warum beschneiden Wir Menschen zuerst immer die Kunst- und Bildungsausgaben?
Es ist billiger.

Und es läuft einfach alles besser (voll-)automatisch. Die Wissenschaft hat also endlich bewiesen, was den Politikern und Potentaten schon lange Recht ist, oder? Nein. Keine Schelte der Po's, Wir Menschen sind Alle schnell dabei,
!Einschränkung!: fast Alle, schnell dabei, jegliche physischen Ausgaben für den Wissenserwerb, die Fremdenerfahrung, eine Erlebniseinordnung und die Verantwortungs-Erweiterung zu begrenzen oder zurückzunehmen, wenn gespart werden muss. Bisher kommt der Eigennutz weitgehend ohne das Fremde aus. Und gespart werden muss dauernd, oder?

Es lebe die Ignoranz!
Die Frage der Bewertung stellt sich dann gar nicht. Und die Huldigung der Intuition ist vergesslich, sie vergisst, dass die Intuition zwar im Augenblick des intuitiven Handelns ohne den Verstand auskommt, das Denken aber, in der Vorbereitung des "Handelns ohne Worte", sehr wohl braucht, ohne zu Vergessen, dass in der Intuition auch mehrere Millionen / Milliarden Jahre der Erfahrung stecken.

Intuition ohne Verstand schlägt (einfach) zu.

Und das ist noch Menschenweiter Normalzustand.