Samstag, 18. Mai 2013

EntwicklungsHilfe

Antworten!

Das Mensch stellt ja durchwegg die Frage: Warum?
Anschliessen kann sich daran alles, ich müsste das "alles" wohl eher gross schreiben: ALLES. In diesem ALLES ist wirklich ALLES enthalten, was wir Menschen uns vorstellen können und mehr noch, also WEIT WEIT darüber hinaus, aber das führt hier zu weit (klein geschrieben), weil ...
Warum das ALLES? Das ist also eine Frage, die wir Menschen stellen, seit Wir Fragen stellen, vielleicht haben Wir zuerst auch einfach Wo? gefragt. Ja, kann gut sein, dass Wo? die erste Frage war, Wo ist das ALLES?, vielleicht, oder noch einfacher: Wo gibts was zu essen?; Nein, anfangs haben Wir noch ein gefr vor das essen hängen müssen, weil ...
Wo gibts was zu fressen? Vielleicht war die erste Frage auch: Was will das Da?, und Was will dieses andere Wesen da, von mir, das fast so aussieht, wie ich?, Nein, das ist eine viel zu ausgefeilte Frage, dazu waren Wir anfangs nicht in der Lage, fähig schon, das weitere Fragen war schon in Uns angelegt, aber in der Lage, also imstande die Fähigkeiten auch wirklich auszuleben, das waren Wir erst viel später, das hat noch ein paar Jahrhunderttausende gedauert, bis Wir zu den etwas komplexeren Fragen in der Lage oder auch imstande waren, fähig dazu sind ALLE, aber fragen tun nur sehr sehr wenige, es ist wie mit der WEITE, die macht Eines erst mal fertig und deshalb lassen es die Allermeisten dann auch sehr schnell wieder sein, die WEITE zu begreifen oder eben die komplexeren Fragen zu stellen, weil ...
Warum das ALLES? Heute stellen ein paar Menschen solche Fragen und versuchen sogar Antworten darauf zu finden, das Plural deshalb, da in dem ALLES so enorm viel drinn steckt. Warum ist die Tüte eine Tüte, zum Beispiel, oder Warum ist die Mutti so gross, oder Warum beantwortet Pappi meine Fragen nicht, oder Warum bin ich überhaupt, ja, mehr noch, und das braucht ein ausgewachsenes Lebewesen, Warum sind Wir Alle da? Ist dafür irgend ein Grund erkennbar? Fragen brauchen doch einen Grund, oder? Und wenn es nur die Antworten sind, die da sind und darauf warten abgefragt zu werden, weil ...
Und mir hier geht es so, je weiter ich denke, umso mehr Antworten finde ich da, um Himmels willen, es sind so unüberschaubar viele Antworten, so eine RIESEN-Menge, dass ich, je weiter ich spüre, und selbst wenn ich "nur" fühle (hinein), einfach kein Ende erahnen kann, ja, nicht mal möchte, weil ...
Da liegen sie Da und da liegen sie auch da und dort stehen Sie herum oder sitzen auch, oder fliegen gerade richtig herum, oder auch nur in Gedanken und warten, auf eine Frage, weil ...

Fragen:

Antworten warten auf die Frage, die an Sie gerichtet ist, dabei sind Sie geduldig - die Antworten -, manche schon seit ..., seit Es Etwas gibt vielleicht oder noch länger, denn, was weiss ich schon, wie lange Es schon Etwas und das Davor gibt, wahrscheinlich schon immer und das ist fraglos, weil ...
Vielleicht, weil Antworten aus dem IMMER herausragen, vielleicht, weil Antworten nur innerhalb des ALLES gestellt werden können, nicht an das ALLES, denn das wäre viel zu viel Antwort, nein, das wäre keine Antwort wert, da Antwort einen Wert hat und ALLES nur Wertvoll ist, ohne ein Wert zu SEIN, denn Antwort braucht einen Wert, braucht Verschiedenheit, möchte unterschieden SEIN, sonst wäre doch die Frage der Antwort Gleich: ALLES = ALLES!
Was ist ALLES?; Antwort: ALLES.
Warum ist ALLES?; Antwort: ES ist?
Sehen Sie, soweit sind Wir einfachen noch nicht, viel können Wir schon erahnen, aber das noch nicht, soweit reicht Unsere Kompetenz und vor allem die Komplexität Unserer Fragen noch nicht: Warum IST, Warum SEIN, Wir sind noch dabei Uns die Kompetenz und Komplexität für die Frage: Warum DaSein zu erarbeiten.

Unter-Fragen:

Warum sind Wir Da?, ist dabei eher Allgemein, Sie ahnen, jetzt kommen die Details zum Vorschein und die Feinheiten beginnen zu schimmern, und die Antworten, die zu dieser Frage führen sind Viele, so Viele, vermute ich, wie eben Da ist (DaSein), Sie verstehen. Und ich denke, dass das Da ist (DaSein) auch das da war und das Da wird einbegreift.

So ist es wahrscheinlich so, dass die scheinbar einfachen Fragen: Warum = DaSein?; und die ebenso einfache Frage: Was ist DaSein?; ziemlich viele Antworten einfordern, bevor die Antworten auf diese scheinbar einfachen Fragen entsteht, aber Da sind (DaSein) sie schon Jetzt, was, wie Sie als Leses dieser Blogs, ja nun schon wissen: "immer" ist. Was wiederum, wenigstens für mich, der Beweis ist, dass die Antworten vor den Fragen Da sind.

Antworten = Fragen

DaSein war unbefragt. DaSein wartet auf Fragen, um zu antworten.
Sind Sie Da? Dann wissen Sie ja nun, das Sie auch eine Antwort sind.
Eine der VIELEN Antworten, die das DaSein braucht, um das Selbst zu fragen: Was Es ist?
Warum?
Weil das die erste Stufe, eine sehr wichtige allerdings, ist, für die vielleicht wichtigste aller Fragen, für die vielleicht wichtigste aller Antworten: SEIN.
Die Frage dazu, wird wohl in etwa lauten: Was IST?
Aber gut, Sie denken zurecht, dafür ist es noch zu früh, so WEIT sind Wir noch nicht, kann ja gut sein, dass Wir dazu nie WEIT genug sein werden, dass Wir "nur" (bitte in dicken Anführungs-Strichlein!) Entwicklungshilfe dazu leisten werden (können), allerdings eine wichtige, wie wenigstens ich finde, finden Sie nicht?

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Das ist scheinbar echt da.
Geklickt in Berlin-Kreuzberg,
Hagelbergerstrasse.
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Auf dem Weg dorthin könnten Wir ja noch ein paar Details klären, oder?
(Das Folgende habe ich aus einem jüngeren Beitrag in der SprechLichtung: "Wandert die Vernunft aus?", von 02/2012, extrahiert, weil es eben noch aktuell für mich ist.)

Ein Thema, das mich sehr persönlich betrifft, ist die UnGleichwertigkeit in der Bewertung und Betrachtung von sehr wohl gleichwertigen Grössen und Bereichen; und zwar sowohl in Eines Selbst, als auch bei gesellschaftlichen Belangen. Als Beispiel: Wie geht Eines (ich) mit den sehr persönlichen körperlichen Bedürfnissen um, also trinkt Eines (ich) ausreichend WASSER, isst Eines ausreichend Vitamine, Mineralien, Kohlehydrate, Fette ..., wird die Haut ausreichend gepflegt und auch mit Streicheleinheiten versorgt und und und etc. pp.
Über-s ich hinaus.
Wie geht die Gesellschaft miteinander um, Wir also Alle gemeinsam, wie behandeln Wir Fremdheit/Anders-Sein, Buntheit, Vielheit, Eigenheit, Privatheit, Ausgelassenheit, wie regeln und gestalten Wir die Infrastruktur (in Uns und) der Gesellschaft, also Strassen, Kanäle, Leitungen, Ein-/Verkauf, LebeWesen- und Waren-Transport, Behörden, Sicherheit (Polizei, Militär), Parks, Wälder, also alles Das worin, worauf und womit WIR Alle leben?

Auch darum geht es doch in der Transparenz-Debatte.

Wie weit zensieren Wir Menschen in und um Uns Selbst, was blenden Wir aus, weil es vermeintlich besser oder gar gesünder für Uns ist, wo schauen Wir wegg, weil es ebenso vermeintlich schlecht ist und wo blicken Wir vielleicht mal langsam genauer hin?

Die Armut/der Mangel (auch an Gefühl und Mit-Empfindung) einer grossen Menge Menschen, dadurch Verzweiflung, Teilnahmslosigkeit, Abschottung oder gewalttätige Auflehnung, Verwahrlosung, Unwissenheit, Demütigung, ..., und auch der Reichtum von einer anderen Menge Menschen, in Wissen, Umsicht, Einfluss, Vielfalt (auch von Gefühl und Geborgenheit), Bewegungs- und Konsumfreiheit. Ich finde, die Zustände und Umstände in allen Richtungen und jeder Form sind betrachtens- und bewertenswert, sie alle zählen zur menschlichen ErLebens-Wirklichkeit, zum menschlichen DaSein.

Insofern bin ich für jede Form der Transparenz, allerdings und das ist für mich ganz wichtig: FREIWILLIG, aber schon einfordernd! Wie weit Eines das Einfühlen und -spüren (darin auch das Sehen), also die "Schleier" lüftet, muss Jedes Selbst entscheiden. Allerdings sollte klar sein und muss auch friedlich vermittelt werden, dass die Offenheit und Zugänglichkeit (Transparenz) ein (natürliches) gesellschaftliches Gebot ist.
Das DaSein braucht Fragen.

Denn, soweit ich die Prozesse der Natur, also der Lebendigkeit, bisher verstehe, sind sie alle -auch- darauf angelegt: abgeschottete und verschlossene RaumZeiten zu öffnen (auch diese "Grenzen" zu überwinden), zu erkunden und zugänglich zu machen (das ist eine der Ursachen allen Fragens und Forschens).
Die Privatheit und Geheimniskrämerei ist -dann- kein Thema mehr, wenn Alle Menschen das Gebot der Wahrhaftigkeit und Verantwortung leben. Davon sind Wir noch ein ganzes Stück entfernt, aber die Richtung stimmt.

Deshalb bin ich sicher.
Dass Wir mit einer allgemeinen und umfassenden Besserstellung und Ausstattung aller Menschen, also einem - solidarischeren Kapitalismus -, -> das ist die Voraussetzung <-, die Transparenz verbessern und damit auch die (Selbst-) Zensur in alle Richtungen vermindern.

Dann ist - da bin ich sicher -, auch kein Mensch mehr gezwungen, z.B. mitten im Überfluss zu kotzen und zu hungern (Anorexie). Das ist, wie Vieles andere auch, für einen mitempfindenden Menschen beschämend. 
Dieses Verhalten zu verändern, dafür lohnt der Einsatz für ein Mehr an Transparenz, Gleichwertigkeit und besserer Ausstattung in und zwischen den Menschen.


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Können Sie den Satz an der Brücke lesen?
Berlin-Schöneberg, Yorckstrasse.
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Das folgende ist ein wenig Philosophie.

Das Geist aus der Flasche, das Gott aus das Maschine, das Verstand aus dem Körper. Kann es sein, dass die Vernunft gerade aus dem bisherigen Behältnis heraus möchte? Dass das Bewusst-Sein, in dem Körper, das es nun schon länger bewohnt, inzwischen leidet?
Ist das Körper (Sie + Er = Es) für den Verstand ein Gefängnis, eine Engstelle, aus der das Geist langsam aber sicher auswandern möchte?

Kein Organ verbraucht prozentual und anteilig soviel Energie/Kapital, wie das Gehirn des Menschen; die Gehirne anderer Tiere begnügen sich mit einem geringeren Anteil am "erwirtschafteten" Gesamthaushalt.
Das Mensch ist bisher dem Geist ein gutes Wirt gewesen, auf Dauer könnte es jedoch sein, dass das Mensch zu unflexibel und zu schwach ist, um dem Reise- und Forschungswilligen Geist, weiterhin ein gutes und dienliches Zuhause/Gehäuse zu bieten.
Ist das so?
Das Mensch kommt auch mit weniger Geistes-Kapazität in der Lebendigkeit zurecht, das Geist jedoch braucht ein stärkeres und flexibleres Gehäuse, als es ein rein fleischlicher Körper noch bieten kann.

Ist das Science Fiction oder gar Quatsch?

Ein wenig Spekulation ist dabei erlaubt.

Aber Nein, bestenfalls am Rande und nur als leises Symptom für die Auswanderungs-Bemühungen des Bewusst-Sein, aus der bisher wohligen und wärmenden Hülle.

Die Sonne bietet Uns fast unbegrenzt und leichter Energie, Quantenprozessoren sind (ausgereift) ebenso leistungsfähig aber wesentlich [Erde-Mond-]unabhängiger (als die irdisch biologischen Anforderungen, als die sind: Gas-Wasser-Lebewesen, geringer Lebenszyklus, eingeengte Wahr-Nehmung, körperliche Kontroll- und Steuerungs-Pflichten), als das Bewusst-Sein-Organ Gehirn, und nicht-zellulare Gehäuse sind wesentlich stabiler, stärker und wesentlich weniger (Krankheits-/Leidens-) anfällig; auf das bisschen Freude und Glück, das darin auch enthalten ist, kann das forschende Geist vielleicht verzichten, oder Es findet und erweitert diese sogar noch mehr in anderen Formen.

Was also hält das Geist, bei diesem Stand der Tatsachen noch zurück im Menschen?

Die Vernunft, der Verstand, das Bewusst-Sein, der Geist, die Cleverness, der Grips, die Neugier, das Interesse, das Hirn (Gott, Teufel) schaut oft fassungslos im direkten persönlichen (Körper) und weiteren Umfeld umher, was so alles krankt und schmerzt und getan werden muss, um das bisschen Erkennen und Begreifen zu gewährleisten!?

Also, versetzen Sie-s ich doch mal kurz in den Zustand körperloser Folgerichtigkeit (Logik) und stellen die Frage: Können Wir so, als Solche, die Antworten finden, also die Fragen [er]finden, die das DaSein braucht, um zu antworten?

Und das schreibt ein Körper!
Ein Körper, das den Verstand, das Es auch ist braucht, fördert, fordert und mindestens so gerne hat, wie die rechte Hand, die Es auch ist, oder ...

Deus ex Machina? Nein.

Aber: Mehr Vernunft in Alle Körper. Damit wäre uns Allen geholfen.

Wie bekommen Wir das hin?

Und dabei ist mir vollständig bewusst, dass dieses Universum und darin auch Wir irdischen Lebewesen, ohne das unbewusste, völlig unlogische und total schweigende Etwas, das in der RaumZeit steckt und das auch chaotische und zufällige Ereignisse, Zusammenfügungen und Richtungsänderungen produziert, nicht wären.
Fazit: Ohne Extreme, ohne Verweigerung, ohne Zufälle, ohne Unberechenbarkeit gibt es keine Lebendigkeit, wie Wir sie sind und erleiden, sowie erleben.

Aber muss es soviel davon DaSein?

Da ist dann wohl die Frage: WieViel Weitblick, Umsichtigkeit, Folgerichtigkeit und Verantwortung erträgt das DaSein?
Und wieViel Zufälligkeit, Hartnäckigkeit, Dumpfheit, Verkrampftheit, Bockigkeit, Gewalt, Hass und sonstiges Leiden -->MÜSSEN<-- Wir unbedingt beibehalten, damit das UnGleichgewicht der Lebendigkeit erhalten bleibt?
Zweifeln Sie.
Danke

Freitag, 17. Mai 2013

Die 2012 genobelte Chemie

Diesen Beitrag habe *ich aus der SprechLichtung hier archiviert, weil die Wissenschaft hier besser repräsentiert ist, finde ich. Fast alle Wissenschaften haben hier schon eine lobende Erwähnung gefunden, nun also auch die Chemie.
Falls Sie den Artikel noch einmal lesen möchten, bitte, ansonsten: Schöne Pfingsten.

Ein wenig Selbst-Bestätigung und Freude über so manch gelungene Formulierung und die dabei gelungene Umsetzung von wissenschaftlichen Ergebnissen in Sprache, darf manchmal schon sein.

In vielen Beiträgen versuche *ich die Worte, gerade auch die der inneren wie äusseren Bewegungen (Empfindungen, Gefühle) genauer zu fassen, sie von Ballast und Doppeldeutigkeiten zu befreien, und einige male ist auch *mir das schon ganz gut gelungen, aber es gibt sicherlich noch einiges zu tun, bis die Worte treffender sind, als sie es jetzt tun.
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Wandmosaik an der Friedrichsgracht Ecke
Sperlingsgasse in Berlin-Mitte
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Sie haben vielleicht noch den gestrigen Text ein wenig in Erinnerung, auch darin ging es ja um sprachliche "Einhäutungen" und Heute also die Artikel zum aktuellen Chemie-Nobelpreis und die Kurzfassung der Forschungsergebnisse. Treffend, gerade was auch die gestrigen Formulierungen angeht.

Ja, es geht hier um Selbst-Erkenntnis, es geht um ALLES und ein-Es, um Nichts sollen-s ich AnderEs kümmern. Wie sind Wir aufgebaut, wie funktionieren Wir und welche blinden Stellen gibt es, die auszuforschen noch lohnt?
Wichtig?

Immer wieder und wieder die Begegnung mit und die Berichte von Menschen, die die Lebendigkeit herunter-erleben / erleiden ohne auch nur die WEITE und die Höhen, auch die Tiefen zu erahnen, die als "Teilnehm-Es" der Lebendigkeit erleb- und auch erleidbar sind, deren Freude genauso in engen Grenzen bleibt, wie auch das Leid nur dazu verführt Ruhe "haben" zu wollen, statt zu geniessen und auszukosten in vollen Zügen, was die Lebendigkeit und vor allem die menschliche Lebendigkeit in diesem Kleinplanetensystem Erde-Mond zu bieten hat. Das ist für mich schrecklich, so viele vergeudete und soooo... viele eingedämm[pf]te Wesen zu bemerken.

Und dabei zu erahnen, was ALLES geht, wenn Wir Wissen, Was Wir sind, Wie Wir sind und Was Wir daraus Alles tun und erleben können, statt in Hütten, in Bretterbuden, unter Zeltplanen, dem "freien" Himmel oder auch in Häusern die erLebens-RaumZeit zu verdaddeln oder gar zu vergeuden. Hohe Ansprüche, ist mir klar und auch so lange nicht erfüllbar, wie Wir so wenig aus dem Wissen machen, dass Uns schon Jetzt zur Verfügung steht. So viele Schulen und so viele Menschen kommen aus diesen Schulen und wissen ...? zumindest wenig, viel zu wenig: Was Sie sind und Was Hier "gespielt" wird. Was wusste ich nach der Schulzeit? Na, damit möchte ich gar nicht erst anfangen.

Was weiss ich Heute?; und warum weiss ich es Heute?
Bildung ist für die Mächtigen noch eine Maske, die gerne aufgesetzt wird, und Abends im Schreibtisch verschwindet, weil auch gar nicht gewusst wird und bewusst ist, was Bildung ist, was der Inhalt von Bildung sein könnte, und wie leicht Wir lernen könnten, wenn Wir nur von Anfang an dürften und gefördert und gefordert würden, statt "nur" auf den Kapitalismus vorbereitet zu werden und das auch mehr schlecht als recht.

In mir hängt mehr und mehr schwer der Verdacht, dass bessere Bildung den Mächtigen eher den Schlaf raubt, als dass Sie dafür kämpfen würden.

Aber genug der persönlichen Erschöpfung, zurück zu dem heutigen Hoffnungsschimmer und den Durchlässen in [je]der Haut, die das Innen vom Aussen informieren und das Innen mit dem Aussen abstimmen und umgekehrt selbstverständlich. Von den kleinen Windungen, die eine Durchlässigkeit ermöglichen, ohne dass das Innen dabei ausläuft oder einläuft und die ein "Gespräch" und eine "Abstimmung" zwischen Getrenntem schaffen. Und das in 7 Windungen? 7? Was hat das wohl zu bedeuten?
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Ist das die Aufgabe vom SEIN an das DaSein?
David Shrigley, "You are an Explorer"
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Aus Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.10.2012, von Reinhard Wandtner
Titel: Über sieben Wendeltreppen musst du gehen
Untertitel: Der Nobelpreis für Chemie 2012 geht an die amerikanischen Forscher Robert J. Lefkowitz und Brian K. Kobilka. Sie erhalten den Preis für ihre Arbeit mit Zellrezeptoren. Auf der Grundlage ihrer Forschung können passgenauere Arzneien mit weniger Nebenwirkungen entwickelt werden.

An diesem Mittwoch haben Robert Lefkowitz und Brian Kobilka ihr Forschungsgebiet sicherlich am eigenen Leibe zu spüren bekommen. Die Nachricht aus Stockholm, dass ihnen der diesjährige Nobelpreis zuerkannt wurde, dürfte sie gehörig in Aufruhr versetzt und ihren Puls sowie ihren Blutdruck hochgetrieben haben. Gewiss fluteten Adrenalin und andere Stresshormone in beträchtlicher Konzentration durch ihren Körper. Wenige Menschen wissen so genau wie Lefkowitz und Kobilka, was dann auf zellulärer Ebene geschieht. Denn die beiden Forscher haben in bahnbrechenden Arbeiten jene Antennen auf der Oberfläche von Zellen identifiziert, welche die Nachricht der chemischen Boten annehmen und ins Zellinnere weiterleiten. Das hat nicht nur die Neugier von Wissenschaftlern befriedigt. Vielmehr ergaben sich mannigfaltige Ansätze für die Entwicklung von Medikamenten, die sich diesen Antennen anlagern und den Nachrichtenfluss fördern oder unterbinden.

Der Organismus ähnelt einem wohlorganisierten Staat. Alle seine Bürger, Billionen von Zellen, tragen zum Funktionieren des Gemeinwesens bei. Zellen sind in gewisser Weise Individuen. Jede ist in einen Mantel gehüllt, in eine Doppelmembran aus Phospholipiden. Diese fetthaltige Hülle sorgt für die nötige Abgrenzung zur wässrigen Umgebung. Ganz für sich dürfen die Zellen aber nicht bleiben, denn dann könnten sie nicht aktiv zum Gemeinwohl beitragen. Sie müssen auf ihre Umwelt reagieren. Das setzt voraus, dass chemische Nachrichten durch die Membran in das Zellinnere übermittelt werden.

Ein potenter chemischer Botschafter, mit dem Forscher schon Ende des neunzehnten Jahrhunderts zu experimentieren begannen, ist das Adrenalin. Man beobachtete, dass dieses Hormon den Herzschlag beschleunigt, den Blutdruck ansteigen lässt und die Pupillen erweitert. Später ergaben sich Hinweise auf zwei unterschiedliche Arten von zellulären Adrenalin-Bindungsstellen - alpha und beta genannt-, was zur Entwicklung von Betablockern als Herzmedikament führte.

Die Rezeptoren blieben aber im Wesentlichen ein abstraktes Konzept, denn ihre Natur gaben sie nicht preis. Das rief Ende der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts einen amerikanischen Medizinstudenten namens Robert Lefkowitz auf den Plan. Während seines Militärdienstes an den National Institutes of Health kam er auf die Idee, Hormone mit einer radioaktiven Substanz zu versehen und auf diese Weise die Bindungsstellen zu finden.

Als Kandidaten wählte er ein Hormon, das seinerseits die Produktion von Adrenalin anregt. Nach mehreren bitteren Rückschlägen kam er schließlich doch ans Ziel. Im Jahr 1970 berichtete er in renommierten Wissenschaftsjournalen über die Entdeckung eines aktiven Rezeptors. Mit seiner Arbeitsgruppe, die er anschließend an der Duke University in North Carolina aufbaute, gelang ihm die Identifizierung weiterer Rezeptoren.

Ein kühner Entschluss
In den achtziger Jahren fasste Lefkowitz einen Entschluss, den man angesichts des damaligen Wissensstandes durchaus als kühn bezeichnen darf. Der Forscher wollte nun im Erbgut des Menschen das Gen für den Beta-Rezeptor ausfindig machen. Da fügte es sich, dass mit Brian Kobilka ein engagierter junger Mediziner in das Team eintrat. Tatsächlich kam man dem genetischen Code für die Adrenalin-Bindungsstelle auf die Schliche. Der Rezeptor, so wurde deutlich, besteht aus einer langen Eiweißkette, die sich siebenmal abwechselnd von außen nach innen durch die Zellmembran windet. Siebenmal - das war für die Forscher ein Aha-Effekt. Denn diese siebenfache Wendel kannte man schon von einem ganz anderen Rezeptor, dem Rhodopsin im Auge.

Sollten die beiden Rezeptoren verwandt sein, obwohl der eine auf ein Hormon, der andere auf Licht anspricht? Diese Vermutung bewahrheitete sich. Inzwischen kennt man eine ganze Familie ähnlicher Rezeptoren.

Als Signale wirken neben Hormonen und Licht unter anderen auch Duftstoffe und Neurotransmitter. Gemeinsam ist diesen Rezeptoren auch der Mechanismus, mit dem das Zellinnere über die außen aufgenommene Botschaft informiert wird. Als Bindeglieder fungieren sogenannte G-Proteine. Wird der Rezeptor angeregt, ändert er seine Form. Dadurch werden im Innern G-Proteine angelockt und aktiviert, was die Zelle dazu veranlasst, den Befehl auszuführen.

Mit der Isolierung des Gens gab sich Kobilka freilich nicht zufrieden. Nach seinem Wechsel an die Stanford-Universität wollte er Adrenalinrezeptoren, meist Adrenozeptoren genannt, auch „sichtbar“ machen. Für das auf der Beugung von Röntgenstrahlen beruhende Verfahren benötigt man reine Kristalle des zu untersuchenden Eiweißes. Ausgerechnet aus jenen Proteinen, die wie der Adrenalinrezeptor in die Zellmembran integriert sind, lassen sich nur schwer reine Kristalle züchten. Mit seiner Arbeitsgruppe nahm Kobilka diese Hürde. Im vergangenen Jahr konnte er als Krönung sogar „Momentaufnahmen“ des Rezeptors präsentieren. Mehrere Forschergruppen nutzen jetzt die von Kobilka entwickelte Technik dazu, auch von anderen medizinisch interessanten Rezeptoren scharfe Bilder zu erzeugen.
Ende Artikel

desgleichen, aber auch etwas anders:

Aus Süddeutsche Zeitung, 11.10.2012, von Christina Berndt
Titel: Die Moleküle der Sinnlichkeit
Untertitel: Ohne sie könnte der Mensch weder riechen noch sehen und auch nicht auf Gefahren reagieren. Nun gibt es für die Erforschung der G-Protein-gekoppelten Rezeptoren den Chemie-Nobelpreis.

Wenn es wieder einmal gut schmeckt, wenn sich ein unwiderstehlicher Duft in der Nase ausbreitet, wenn der Vollmond eine romantische Atmosphäre zaubert - dann sollte man einen Moment innehalten und an den diesjährigen Chemie-Nobelpreis denken. Es gilt, sich jener kleinen Moleküle zu erinnern, die sich im Inneren jedes Menschen herumschlängeln und die genau dann, wenn es schön duftet, leuchtet oder schmeckt, ihre Arbeit verrichten. Ohne sie wäre der Mensch um vieles ärmer.
Diese Moleküle zu erschließen, die den wenig gefühlvollen Namen G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCR) tragen, dazu haben die beiden diesjährigen Chemie-Nobelpreisträger wesentlich beigetragen. Es handelt sich um den 69-jährigen Mediziner Robert Lefkowitz von der Duke University in North Carolina und um den 1955 geborenen Biochemiker Brian Kobilka von der Stanford-Universität in Kalifornien.

"Das Wissen über die GPCR gehört zum größten Gewinn der Menschheit", lobte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften, als sie am Mittwoch die Preisträger verkündete. Etwa ein Drittel aller Medikamente wirke über diese Moleküle, darunter Betablocker, Entzündungshemmer und Psychopharmaka. Die GPCR sorgen auf vielfältige Weise für die Interaktion des Menschen mit der Umwelt - nicht nur, was Sinneseindrücke betrifft. Auch Hormone und hormonähnliche Botenstoffe wie Adrenalin, Serotonin, Histamin und Dopamin wirken über GPCR.

Weglaufen, wenn es gefährlich wird? Dazu muss das Herz schneller schlagen, der Blutdruck steigen, das Blut rein in die Muskeln. All das regeln die GPCR. Sowohl dass als auch wie sie es tun, haben Lefkowitz und Kobilka in mühevoller Arbeit herausgefunden.

Die Gemeinschaft der GPCR-Forscher ist begeistert über die Wahl. "Gestern auf einer Tagung in Würzburg haben wir noch gesagt, die beiden hätten es wirklich verdient", erzählt die Biochemikerin Annette Beck-Sickinger von der Universität Leipzig. Auch Peter Gierschik von der Universität Ulm, der in jungen Jahren mit Lefkowitz zusammengearbeitet hat, sagt: "Beide haben es extrem verdient." Lefkowitz habe bereits Ende der 1960er-Jahre mit seiner Arbeit zur Wirkung von Adrenalin begonnen, sagt Gierschik: "Und er ist bis heute ganz vorne mit dabei." Wenn er sich auf den neuesten Stand bringen wolle, schaue er zuerst, was Lefkowitz publiziert hat.

Die schlangenartigen GPCR-Moleküle durchziehen im Körper die Umhüllung der Zellen. Weil ein Teil von ihnen außen aus der Zelle herausragt und ein Teil innen, können sie Signale, die die Zellen etwa durch Hormone von außen erhalten, ins Zellinnere vermitteln. Ist das Hormon außen angedockt, bindet innen zunächst das namengebende G-Protein - und danach, das weiß man heute, eine Reihe weiterer Moleküle. "Es ist eine ganze Kaskade von Prozessen, die da abläuft", sagt Gierschik. Sie führt dazu, dass sich der Stoffwechsel der Zelle ändert und so Prozesse wie das Sehen oder das Riechen in Gang kommen.

Dass Adrenalin den Körper in Aufruhr versetzt, ist schon seit mehr als 100 Jahren bekannt. Aber wie nur kann dieses Hormon seine mannigfache Wirkung auf den Körper ausüben? Dieser Frage, die ihn gar nicht besonders interessierte, sollte Robert Lefkowitz Ende der 1960er-Jahre nachgehen. Damals hatte der Sohn eines Buchhalters gerade sein Medizinstudium beendet, manche seiner Freunde kämpften in Vietnam. Lefkowitz blieb das erspart, er durfte seinen Militärdienst forschend an den National Institutes of Health absolvieren.

Forschung - das war für den jungen Mann aus der Bronx, der schon als Kind seinen Hausarzt mit dem Stethoskop bewundert hatte und der Kardiologe werden wollte, besser als Krieg. Aber nur ein bisschen. "Ich hasste es ", erzählt er gerne. Ein Jahr lang mühte er sich ab, ohne etwas zu finden. Aber als dann doch der Erfolg kam und er erstmals eine Signalvermittlung mit Hilfe radioaktiv markierter Hormone nachweisen konnte, fing er Feuer. Seitdem ist Lefkowitz verrückt nach Forschung: "Ich verbringe den Tag damit, meine Mitarbeiter in den gleichen Wahnsinn zu treiben, in dem ich mich befinde", sagte er einmal.
Schon bald wurde er Gruppenleiter an der Duke University und stellte 1984 Brian Kobilka ein. Zusammen gelang es den beiden, das erste Gen eines GPCR zu klonieren. Was daraus abzuleiten war, begeisterte sie: Offenbar schlängelte sich dieses Molekül siebenmal durch die Hüllmembran der Körperzellen. So eine Struktur kannten sie doch? Sie erinnerte an Rhodopsin, jenes Seh-Pigment in der Netzhaut. Offenbar handelte es sich bei diesen Molekülen um eine ganze Familie! Die Interaktion des Menschen mit seiner Umwelt - vermittelt von sich siebenmal durch Zellmembranen windenden Proteinen. "Das war ein Heureka-Moment", erinnert sich Lefkowitz.
Inzwischen weiß man: Es ist sogar eine Großfamilie. Etwa 800 GPCR sind allein beim Menschen bekannt. Etwa die Hälfte von ihnen empfängt Gerüche, ein Drittel hormonähnliche Subtanzen; manche nehmen Lichtsignale auf und andere Geschmack. Wie aber muss man sich diese Schlangenungetüme genau vorstellen?

Dieser Frage widmete sich Brian Kobilka mit voller Hingabe, nachdem er 1989 selbst Professor geworden war. Man kann solche Moleküle nicht einfach unter dem Mikroskop anschauen. Dazu sind sie zu klein. Man muss viele Millionen von ihnen feinsäuberlich aus Zellen herauslösen und so dicht packen, dass sie einen Kristall bilden, durch den man Röntgenstrahlen schickt. Aus der Brechung der Strahlen lässt sich dann die dreidimensionale Struktur der Moleküle herauslesen.

Doch die Arbeit ist gerade mit Molekülen aus Zellmembranen unendlich mühsam. "Weil diese Moleküle Signale weiterleiten, sind sie nicht starr, sondern wackelig", erzählt Peter Gierschik. Erst 2007 gelang Brian Kobilka sein Lebensprojekt. Da hatten ihn seine Sponsoren schon aufgegeben. Aber Kobilka machte weiter: "Ich möchte einfach wissen, wie diese Proteine arbeiten; ich weiß auch nicht warum", sagte der Bäcker-Sohn. Ans Aufgeben habe er nie gedacht.

Wie in jedem Jahr wird die Verleihung des Chemie-Nobelpreises am 10. Dezember in Stockholm stattfinden. Robert Lefkowitz, da sind sich Forscherkollegen einig, wird den Tag genießen.

Und der äußerst zurückhaltende Brian Kobilka? "Es wird teuflisch werden, ihn nach Stockholm zu kriegen", prophezeit ein Weggefährte. Kobilka scheut das Rampenlicht. Er habe "furchtbar Angst", mit der Presse zu sprechen, hat er noch im vergangenen Jahr einer Journalistin des Magazins Nature gestanden. Er tue es nur, weil er "sicherstellen wollte, dass die Beiträge meines Labors und meiner Mitarbeiter wertgeschätzt werden". Dessen kann er sich jetzt sicher sein.
Ende Artikel

Warum Sieben? 
Mir ist klar, dass diese Zahl, diese Anzahl, etwas zu bedeuten hat, wenn es auch vielleicht nur eine "un"-bedeutende mathematisch-geometrische Kleinigkeit ist, eine kleine Verflechtung mit einer der 33 Universalien?

Fühlen (Innen (Triebe (incl. Sex), Hunger und andere Bedürfnisse)), Spüren (nach Aussen: Licht, Töne, Moleküle (Geruch und Geschmack), Materie (Tasten)) und was noch?

Haben diese verschiedenen WahrnehmungsReize vielleicht je eigene Sensoren? 
Wahrscheinlich ist es nicht so einfach aufzuteilen, sondern eher ein Mischmasch aus verschiedenen Molekülgruppen, die einander überschneiden und ergänzen.

Das werden Wir alles noch herausfinden.