Montag, 18. November 2013

Das Kopf Schütteln

Die Leses bitte Oliver-August Lützenich um etwas Gnade. Es ist klar, dass *ich hier in diesen Blogs und den Beiträgen, die teils gleichen Themen und Phrasen oft wiederhole und durcharbeite; *ich denke Selbst beim wieder durchlesen meiner Beiträge: "Mann!; wie oft denn noch, wann habe *ich Dieses oder Jenes endlich abgehakt und begriffen, und brauche es nicht noch einmal erwähnen oder betrachten?

Aber *ich tue es konsequent, und so lange, wie das Thema und das Detail des DaSein *mich beschäftigt. Wenn E[twa]s begriffen ist und passend eingeordnet, dann verschwindet Es sowieso von der Themenliste. Aber manches ist einfach in *mir noch immer Kopfschütteln und solange es *mich schüttelt, schüttle *ich es auch über die Tastatur hier hinein.

Nach Google. Weil das Google alles abspeichert, was Es so findet, im DaZwischen-Netz, und *ich auch noch so freundlich bin, es direkt nach Google (Blogger/Blogspot ist ein Dienst von Google) zu schreiben, nach *mir muss Google also gar nicht suchen. Denn, *ich habe Google gefunden.
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Berlin, U6, Station Alt-Tempelhof
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Ab hier die Neu-, vielleicht besser Nach-Bearbeitung eines Beitrags von 10.2012, aus der SprechLichtung.
Sie wissen ja inzwischen, dass hier ein-Es die Wirklichkeit erkundet und dabei vor k[aum]einem Zerrbild zurückschreckt und auch nicht vor einem Süsswarenverkäufer, einer der ALLES befragt und wenn möglich daneben und dahinter spüren (= hören, tasten, sehen, riechen, schmecken; fehlt noch was?) möchte, wenn es ein DaNeben und ein DaHinter gibt; manchmal endet die Fragerei ja auch an einer Wand und da ist dann oft einfach nichts mehr DaHinter. Oder etwa doch? Gut, Wand passt nicht so gut, also eine wirkliche Grenze.

Ein Nein, liegt mir einfach nicht so.
Und das Wirklichkeit ist oft ziemlich beklommen und nicht einfach, deshalb habe ich auch hier so viele Leses;-) Hihi. Und dann verschrecke ich die Wenig-Es auch noch mit direkter Ansprache, so aus der Fremdheit heraus und hinein, und da macht Natur ja einfach erst mal dicht, bei sowas, oder?
Oder sind Sie nicht Natur?

Gut, Natur kann auch auf machen, wenn es unangenehm oder auch angenehm wird, aber das erkennt das Natur oft erst mal nicht, ach ja, *ich gleite schon wieder etwas ab, möchte Sie aber mit diesem Abgleiten auf den eigentlichen Grund dieses Beitrags einstimmen und der ist wieder mal nicht einfach zu ertragen, ausser, Sie wissen das schon längst, und bei den wenigen Leses, die hier sind, hier geblieben sind, ist fast anzunehmen, dass Sie inzwischen keines meiner persönl*ichen Befunde mehr scheuen und erst recht nicht schockiert.
Mich leider erst mal schon noch.

Manchmal bin ich einfach noch fassungslos, beim einholen von Antworten und Befunden des Wirklichkeit, mein Hals tut vom Schütteln schon ziemlich weh, Muskelkater im Hals, hatten Sie sowas schon mal?; also wissen Sie, es ist schon seltsam, da fragt Mensch-s ich manchmal wirklich, aber am besten lässt Mensch es an gewissen Tagen sein und schaltet einfach auf einfach und über-liesst, was so nach Selbst-Erkenntnis und Tiefen- sowie Breitenschürfung von und um ein-Es aussieht, oder überhört, wenn ein-Es von Ergebnissen aus das Wirklichkeits-Forschung erzählt, ... ausser, Es lächelt dabei, aber selbst das läutet oft eine niederschmetternde Facette ein.

Ach wissen Sie, wenn Sie gute Laune behalten wollen, oder nicht noch tiefer einzutauchen wünschen in einen herbstlichen DaSein-Frust, dann klicken Sie nun woanders hin, *ich habe ja auch hübsches und lustiges geschrieben, oder Sie klicken ganz woanders hin.
Tschö.
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Brunnen-"Installation", am Engelbecken in B-Kreuzberg
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Noch da? Es geht, wie so oft um die Frage: Wie gehen Wir Menschen miteinander um?

Diese Frage berührt, so weit ich diese Frage und das RaumZeit darin verstehe,  jedes Selbst im Inneren genauso, wie im Aussen. Die Antwort sagt also genauso viel über den jeweils persönlichen Umgang im Selbst, als auch den Umgang des Selbst im mitEinander.

Die Erkenntnis, die ich aus meinen Reisen und aus den Berichten aus aller Welt gewonnen habe, ist, dass Wir hier in MittelEuropa, genauer im westlichen MittelEuropa, schon ziemlich gut miteinander umgehen. Dachte ich.
Was ist für mich guter Umgang?

Zum guten Umgang (mit Fremden genauso, wie mit engsten Familien und Freunden) zählt: wechselseitige Aufrichtigkeit, Wahrhaftigkeit, Aufmerksamkeit für-Einander, also anschauen, zuhören, mit empfinden, aufeinander eingehen, auch das Gefühl des oder der  Andere-Es mitFühlen - den Ort und dessen Schwingungen mitgehen (Das geht nicht immer, aber wenn es geht, dann auch darauf einlassen.) -,  weder Übergriffe noch Übervorteilung, freundliche Nähe und respektvolle Distanz.

Vielleicht fällt Ihnen noch mehr ein, *ich werde das noch mal genauer in einen extra-Beitrag, oder auch auf mehrere verteilt, einfü[l/h]len.

Ja, und das machen Wir hier in MittelEuropa in Ansätzen schon ganz gut, wie ich das so empfinde, aber dann lese ich folgendes und lese die Einschätzung der Autorin, sowie des Anwalts und wache aus meinem kleinen Umkreis und aus meiner Betriebsblindheit auf:

Aus Süddeutsche Zeitung, Seite 3, vom 05.10.2012, von Annette Ramelsberger.
Titel: Die Zerstörung
Untertitel: Ein Lehrer wird von seiner Kollegin beschuldigt, sie vergewaltigt zu haben. Der Mann geht für Jahre ins Gefängnis. Dabei war alles frei erfunden.

Wenige Auszüge: "Die zuständige Strafkammer des Landgerichts Darmstadt ist nie am Tatort in der Schule gewesen, die Richter haben nie die Tat nachstellen lassen, es gibt keine DNA-Spuren. ... Das Urteil beruhte alleine auf den Aussagen der Lehrerin. ... Die Pause dauerte nur 15 Minuten, vier Minuten brauchte die Lehrerin alleine vom Ort der angeblichen Vergewaltigung bis zu ihrem Klassenzimmer. In elf Minute soll ein Gespräch, ein Kampf eine Vergewaltigung und eine Flucht stattgefunden haben. In diesen 11 Minuten will sich die Lehrerin auch noch im Hof erbrochen und im Gebüsch versteckt haben. Erbrochenes wurde nie gefunden. Und in der Klasse erschien sie rechtzeitig und makellos - keine roten Flecken im Gesicht, kein derangierter Rock. Danach hielt sie noch zwei Stunden Unterricht. Zwei Tage später musste sie zur Amtsärztin, wegen der anstehenden Verbeamtung und gab an völlig beschwerdefrei zu sein.
[...]
Mindestens drei Jahre dauert ein Wiederaufnahmeverfahren. Im Fall Arnold dauerte es 4 Jahre - alleine die Staatsanwaltschaft Darmstadt sass neun Monate auf den Akten, ohne sie an das zuständige Gericht weiterzuleiten. Und dann die Zeugen: Lierow {der Anwalt von Horst Arnold} musste die Lehrer überzeugen, dass es ihnen keine Nachteile bringt, wenn sie vor Gericht aussagen. Er musste lästig sein, immer wieder anrufen, dass sie sich endlich eine Aussagegenehmigung besorgen.
Und er wunderte sich, wie viel stärker als Logik und Anstand die Behäbigkeit derer ist, die einfach keinen Ärger haben wollen. Egal, ob ein Mensch unschuldig verurteilt wurde."
Ende SZ-Auszug.

In dem SZ-Artikel wird auch noch geschildert, dass Herr Arnold "selbstverständlich" nach seiner Entlassung aus der Haft, auch nach seiner vollständigen Rehabilitierung, keine Anstellung als Lehrer mehr gefunden hatte und wenige Jahre später, mit 50, in 2011, an Herzversagen verstorben ist. Die Lehrerin ist suspendiert und lebt mit halben Bezügen weiter in "Freiheit".
Die gesamten Umstände, aller Beteiligten, - die Vertrauenslehrerin, die die Lügen der Lehrerin aufgedeckt hat, den Anwalt und Herrn Arnold mal ausgenommen -, ist erschreckend. Desinteressierte Staatsanwaltschaften und Gerichte, eine Lehrerschaft die lieber weggschaut und schweigt, als zu helfen, lieber einen MitMenschen "über die Klinge springen lässt", als die eigene Bequemlichkeit zu überwinden.
Mich macht sowas fertig.

Soweit *ich das mitbekommen habe, ist die Lehrerin inzwischen auch vor Gericht gestanden, aber *ich habe den Prozess und den Ausgang nicht richtig verfolgt. Des weiteren ist ja auch der NSU-Prozess im Gange, auch das ein Indiz für die Wahrnehmungs-Schwäche oder Verzerrung beim EsLeben des DaSein. Auch von Oliver-August Lützenich. Darum geht es *mir ja in allen Texten, um möglichst genaue und stimmig eingeordnete WahrNehmung dessen, was so in und um *mich herum geschieht, also um Selbst-Erkenntnis.
Aber zurück zu dem obigen Geschehen.

Was mich dabei vor allem fertig macht, ist, dass dieses Verhalten völlig normal ist.
Warum möchte ich das nicht einfach akzeptieren, dass das Natur so ist, wie Es ist.
Dass Mensch ist eben so.
Und dass es nunmal nur sehr sehr wenige Ausnahmen von dieser Regel gibt.
Regel ist: Wurschtigkeit für das persönliche DaSein und ebenso für das Mit-Welt.
Und diese Wurschtigkeit ist angefüllt mit Dumpfheit und Unwissenheit und Grobheiten. Daher ist wohl auch die übliche Bezeichnung eines solchen Verhaltens passend: Gleich-Gültigkeit. Dem DesInteresse in das Selbst, entspricht dabei genau das DesInteresse in das Darum Herum. Alles mehr oder weniger Wurscht, oder auch egal. Fast Immer.
Darin sind Wir in das Masse wirklich alle GLEICH gültig.
Verdammt schade, das. Verdammt schade!

Ein weiteres Beispiel aus der heutigen, 06.10.2012, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Beilage: Bilder und Zeiten, einem Gespräch von Marco Schmidt mit Salma Hayek.

Ein kurzer Auszug: "FAZ: Sie engagieren sich seit langem für diverse humanitäre Zwecke - etwa als UNICEF-Botschafterin oder als Aktivistin gegen häusliche Gewalt. Glauben Sie, dass Prominente eine besondere Verantwortung haben?


Salma Hayek: Nein, ich wollte schon immer die Welt verbessern. Als Kind versorgte ich Obdachlose mit Essen und Kleidung und Spielzeug, mit sechzehn arbeitete ich als Freiwillige im Kinderkrankenhaus. Meine Mutter hatte mir vorgelebt, dass kleine Gesten Grosses bewirken können. Als ich meine Tochter noch gestillt habe und im Zuge einer Kampagne für die Tetanus-Impfung in Sierra Leone auf ein Baby traf, das vor Hunger schrie, weil seine Mutter keine Milch mehr hatte, da gab ich ihm kurzerhand meine Brust. Das löste in den USA einen Skandal aus und bescherte mir eine Flut von Hassbriefen. Aber für mich war das ganz selbstverständlich. Wenn ich helfen kann, dann tue ich das auch."
Ende FAZ-Auszug.


Klar, könnte Mensch Salma Hayek für diese Handlung Publicity-Getue unterstellen, oder Pornographie; oder Faschisten schreien auf, beim Anblick von Verschiedenheit, oder ..., oder ein Mensch sagt einfach: Grossartig!


Da ist ein Mensch, das ohne Umschweife und ohne falsche Hemmungen hilft, einfach mit dem aushilft, was gerade gebraucht wird und ein-Es (in diesem Fall: eine-Frau) gerade auch anzubieten hat und was folgt darauf: Hassbriefe.

Ein [Selbst-]ErklärungsVersuch:

So ist das Natur. Das irdische Natur läuft nur so durch in das RaumZeit, ohne auf die Einzelheiten, also auch die einzelnen EsLebewesen zu achten und darum besorgt zu sein.
Was zählt, ist nur und weit weit überwiegend die Masse, die Art.
Und da die meisten Menschen eben einfachste Natur sind und auch nur so mitlaufen, in aller Gleichgültigkeit, passieren diese Dinge andauernd: Bürgerkriege, Drogenkriege, Schlepperbanden, Diktaturen, [Massen]Arbeitslosigkeit, Mobbing, Menschenhandel, Terror, Stalking, Vergewaltigungen, oder eben auch Prozessverschleppung oder RechtsBlindheit, Falschfahrer, ... aber ich möchte Sie jetzt nicht mit einer dutzende Seiten langen Ansammlung an alltäglichen Selbst-Verletzungen und Grausamkeiten quälen.

Was tut dieses Wissen und dieses Geschehen einem Menschen an, das weiss, dass wir Menschen auch anders im mitEinander umgehen könnten, das weiss, dass die gesamte Organisation der Menge/Masse Mensch und des irdischen Es[Tod]Leben, in das Wir eingebunden sind, wesentlich freundlicher, aufmerksamer, achtsamer, gesünder und witziger ablaufen könnte, wenn Wir diese natürliche Gleichgültigkeit und natürlich eingeprägte Trieb-Steuerung und dadurch Selbst-Bestimmung aufgeben?

Also weitestgehend ohne Angst, ohne Lügen, ohne Selbst- und ander-Es-Betrug, ohne KleinTierHaltung und gegenseitige Bedrohung, Ausbeutung und die so natürliche Abscheu und das Misstrauen im vorEinander.
Es tut ander-Es noch viel mehr weh, als Es mir persönl*ich schon weh getan hat, dieses gleichgültiges Natur und dieses darIn ebenso gleichgültig ablaufende natürliche Geschehen.

Die Frage, die ein informiertes Mensch, ein schmerzempfindliches und einigermassen aufgeklärtes (auch logisches) Mensch, bei all dem WeltGeschehen des Menschen stellt, ist:
Möchte *ich so weiterhin Mensch sein?

SchlussFolgerungen:

Aber gleich darauf kommt die Einsicht: Mensch-Sein = Natur-Sein.
Genau darum kreisen fast alle meine Beiträge hier, dass ich ganz klar erkennen möchte, was Mensch-Sein ist und wie weit Mensch Natur ist, also in all die natürlichen Prozesse eingewebt und eingebunden ist - auch wenn einige Menschen seit ein paar tausend Jahren, oder auch länger, behaupten, wir Menschen seien so etwas wie eine Sonder- oder auch Spezial-Schöpfung. Sie und *ich wissen, dass kein einziges der umfangreichen Forschungen auch nur einen Hauch von Sonderanfertigung gezeigt hat, nicht den geringsten, sondern nur die natürlichen Verschiedenheiten von Spezies zu Spezies, also von Rose zu Tulpe oder eben von Pan Troglodytes zu Homo Sapiens, die ungefähr ein (1) Prozent im ansonsten für ALLE irdischen Es[Tod]Lebewesen gleichen GrundBauSystem ausmacht.
Und diese geringe Verschiedenheit besteht auch zwischen einem Frosch und einer Kröte.

Die Frage: Möchte *ich weiterhin Mensch sein, würde also darauf hinauslaufen, auf die erweiterte Frage: Und welches DNAchen hätten's denn gerne?
Und wieder landet das Mensch in das Natur.
Ändert also nix.

Dann bleibt ein-Es halt Mensch und spürt diesem Unsinn, dieser raubbauenden Schizophrenie und dieser paranoiden Gewalt- und Schmerzensorgie weiterhin zu; und hofft weiter auf eine langsame Besserung, die ja schon läuft, aber ..., dass diese eben noch zu seinen EsLebe-RaumZeit-en wenigstens eine kleine Veränderung zu mehr FREUDE bringt, statt so vergangenheitsversessen überwiegend dem LEID ausgeliefert zu bleiben.

PS: Noch die Blog-Zahlen vom 18./19. Oktober 2013, 01:00 bis 01:00. Danke.
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Freitag, 15. November 2013

Kunst-Grenze

Diesen Beitrag trug ich seit einem Jahr in der SprechLichtung spazieren, dort wurde es auch ein paar mal aufgerufen, aber es brauchte inzwischen schon eine kleine Erweiterung in Richtung Genauigkeit und auch Selbst-Entblössung.
Denn, wenn Oliver-August Lützenich schon so DaZwischen-EndGültig urteile, muss *ich diese Kriterien auch bei *mir anlegen und dabei zugeben: Oliver-August Lützenich verfehle das Neue (noch) um Längen.
Noch sitze *ich hier bequem auf den vielen Künstl-Es und Philosoph-Es und Schreib-Es, die hinter *mir in die Vergangenheit abtauchen, während *ich hier Vorne noch nix richtig wahr-nehme; vielleicht weil *ich kurzsichtig bin?
Ausserdem möchte *ich hier in dieses Blog alle "Kunst"-Beiträge zusammenführen.

Vor ein paar Tagen wurde ein Triptychon von Francis Bacon für 142 Millionen US-$ versteigert. Eine Bestätigung. Eine Bestätigung nur für *mich und das, was *ich bereits seit Jahren ansteigend merke: die Kunst ist inzwischen insgesamt an eine Grenze gelangt, von der das Weiter nur ein Zurück ist, ein Weiter so, und, wie *ich bereits in meinem Geld-Gedicht erschrieb: das Geld ist mehr und mehr Ersatz für Fantasie und Weisheit.

Vielleicht ist es deshalb so reichlich vorhanden und wird damit auch in die Kunst gepumpt. Die davon inzwischen weitgehend frei ist. Die Fantasie wird auch aus der Kunst ins Geld gepumpt und dann daneben abgelegt. Die Bank nimmt Beides gerne. Geld-Kunst.

Diese Form der Geld-Kunst hat den Banken so einiges an phantastischen neuen Produkten beschert, die Reichen dabei reicher und die Ärmeren ärmer gemacht: Geld-Kunst ist RaubTier-Kunst. Die Fantasie, die in das Geld-Kunst enthalten ist, wird also zum fressen verwendet. Raubtiere fressen gerne. Dabei kommt allerdings selten mehr als nur Scheisse bei raus. Allerdings gibt es wiederum genug ErLebewesen, die nur Scheisse fressen können, also die Fliegen fliegen ganz froh, um die Geld-Kunst herum.

Damit ist aber auch ganz deutlich geschrieben, dass es eben gerade Jetzt hervorragende Kunst und Künstl-Es gibt - Banksy finde *ich zum Beispiel sehr aktuell, sehr wichtig und auch witzig und originell. Arcade Fire machen richtig gute Musik. Und Viel-Es mehr!


Alles selbst-verständlich mit dem Vorbehalt, dass *ich hier von allen menschlichen Künstl-Es vielleicht 0,0000... irgendkleines Promillchen kenne, also quasi k[aum]ein-Es. Und trotzdem schreibe *ich hier ein Urteil rein, schon irgendwie anmassend.

Na, und Oliver-August Lützenich hier bin auch nicht weiter, als bis zu dieser allgemeinen Grenze gekommen, *mein Weg kann also auch nur der Zurück sein. Weil *ich die Grenze zur ErNeuerung bisher nicht überschreiten konnte. Die Tür oder das Tor oder auch die Lücke, oder die Leiter oder den Spaten finde *ich bisher nicht, mit dem *ich unter oder über oder durch die Grenze hinwegg komme.

Ab hier nun der vorjährige Beitrag mit etwas Neuerem (oder schreibe *ich besser: mit etwas Älterem noch dazu? Nein, oder. Damit würde *ich die Leses nur verwirren) darein gemischt.

Immer öfter taucht beim ansehen, anhören und sonstigen bespüren von Kunst in *mir das Gefühl der Langeweile auf. Das Empfinden schon öfter - vielleicht schon dutzende male oder noch öfter -, Jenes, was da auftaucht - be- oder gespielt wird - oder erscheint, bereits erspürt und erfühlt zu haben. Und? Und weiter?

Was gibt Neues?
Dazu eine Frage:
Schon seit ziemlich langer Zeit, bin ich ein Bekannter.
Kann ich je ein Neuer[-Es] sein, gar ein ErNeuer-Es?
Ist einem (alten) Bekannten je das Neue möglich?
Ja, auf jeden Fall, irgendwie schon, denn, nur aus dem Alten kann das Neue wachsen, bisher ist das jedenfalls so.
Also ist das Neue immer schon Alt, bevor es Neu wird. Es ist also die Frage: Wie Neu ist das Alte, oder auch: Wie Alt ist das Neue?
Etwas völlig Neues, also Etwas, das ohne Altes auskommt, gibt es nicht. Banal, ich weiss.
Eine kurze Einleitung vor einer "künstlichen" Frage.

Hier zwei kleine Beispiele, von einer Erneuerung und einer angenehmen Fortführung des Alten von ein und demSelben Künstler.
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Das ist Turner der Erneuerer:
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William Turner, "Sunrise with Seamonsters", ca. 1845
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und das ist Turner der Genre-Maler, fürs Geld:
(achten Sie auf die rote Boje (halbrechts unten), die gab
und gibt dem Bild das kleine UnGleichgewicht, das
das Besondere ausmacht und womit Turner bei
einem Salon vor einem Bild von John Constable
(http://www.wikipaintings.org/en/john-
constable/the-opening-of-waterloo-
bridge-seen-from-
whitehall-stairs)
gewann.)
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William Turner, "Helvoetsluys", 1832
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aber nun die Frage:

Wo ist die aktuelle Grenze für die Kunst?

Wie schon immer, ist die Masse der Kunst hässliche, vielleicht fehlerhafte, nette, brauchbare, bis sogar schöne und passende RaumZeit-Gestaltung. Die allermeisten Bilder sind Auflockerung von Wänden, handgemachte Tapeten und die allermeisten Skulpturen sind eine Halterung für ..., ein wenig Formung in den Kammern und auf den Plätzen der RaumZeit; das meiste Bühnengeschehen und -performen ist zur Unterhaltung und eine Gelegenheit mit Freunden oder Gleichgesinnten zusammenzukommen, und die Kunst der Mode zu zeigen; die schreibende Kunst schreibt sehr viel, auf Blätter und auf Wände und mit Licht, alles wunderbar und dann noch das Kunst-Handwerk, ganz ausgezeichnet, oder für Touristen, 99,999...% ist nett, belanglos bis überflüssig, aber für die Künstl-Es, hoffe ich, wenigstens ein Auskommen.
Für Einige - Künstl-Es wie Bekünstelt-Es -, ist die Künstlichkeit die Phase der Reifung und Erweiterung und für die Bekünstelt-Es ein wenig Freude oder auch Angeberei, so weit so bekannt. Eine weitere Binsenweisheit: die Kunst ist meist - bestenfalls - gelungene Innen-/AussenDekoration, Bei- und Schmuckwerk; aber wo ist die wenige/seltene Kunst, die aktuell aus dem Unbekannten berichtet?

Seit William Turner bot *mir kein Mal-Es mehr einen Blick aus den bekannten Grenzen hinaus und dann zurück hinein ins Licht, soweit das möglich ist, danach kam die langsame Flucht vor der Fotographie.
Es gab danach Maler, die *mich mit ihrer Kunst tief und nachhaltig beeindruckt haben, da wären Gustave Courbet (den ich hier zuHause am Arbeitsplatz direkt vor der Nase habe - als Zeitungsabdruck -, siehe unten), Georges Seurat und Francis Bacon, aber eine wirkliche Grenz-"Überschreitung" ist danach nur noch Marcel Duchamp gelungen, aber nicht als Maler, sondern als deutlicher Erweiterer der Kunst, mitten in den Alltag hinein und da auch gleich - als Zweites - zu unseren flüssigen Ausscheidungen hin. Ab dem Moment begann die Verwirrung und radikale Verbreitung und Verbreiterung der Kunst und dessen, was die Kunst ist. Hin zur Jetzt üblichen Geld-Kunst.

Marina Abramovic ist grosse Kunst, eine des Wenig-Es, die nach Innen geht, Tief hinein. Wo Jetzt  - und das bestimmt wohl die Geld-Kunst - fast AllEs und All-Es nach Aussen geht.

Und die Fotographie bietet Uns Heute die Flucht in die "Malerei", "Fotos" von Mondrian, Rothko und Klein durch Fotoshop, der ewige Aischylos und Sokrates, der dauernde Shakespeare und Kant und der besondere Brecht oder auch Nietzsche.
Der ein ErNeuerer war.

Und daneben viel Ge-Schocker, Geschrei, Nacktes, Alltägliches, Selbst-Gefälliges, Bilder-Bücher, Demos auf der Strasse und auf der Bühne, Langweiliges, austrainiertes GeHopse und jede Menge technischem Riesen-Super-Wahnsinns-Gespiele und Gedröhn, einschüchternd oder überfällig und eine fast schon unendliche Menge an bereits Währenddessen vergessenem.

Alles notwendig und ganz und gar unterstützens- und fördernswert!
Anders wäre auch ich gar nie nicht auf diesen Beitrag gekommen, wenn das alles nicht geschehen, gefordert und gefördert würde.

Oliver-August Lützenich war dumpf und eng und nur durch diese Menge an (alt-)bekannter Kunst, auch der langweiligen und bloss verschönernden und schnell vergessenen, bin *ich langsam aufgegangen und habe zaghaft entdeckt, was es Alles gibt und was Alles machbar und darstellbar ist und wie vielfältig und vielfarbig ich und das Drummherum ist, was ich alles noch kann und könnte und was Alles noch geht und ginge, wenn ..., oder auch Sie.
So, wie das Mensch zu 99,999...% Masse und nur zu einem sehr geringen Teil Klugheit und gar Weisheit ist, so ist auch die (alt-)bekannte, die aktuelle Kunst.

Die Vergangenheit ist voll von Hinausgreif-Es und Hereinhol-Es, so viele Namen, trotz der nur wenigen Promille des Ganzen, darin auch die bereits oben erwähnten, aber wo und Was (Er und Sie + Alles DaZwischen und DaNeben = Was) ist das aktuelle Mensch, das aus den Eingeweiden des Lichts - also auch eines Menschen - oder aus den Weiten, in die Unser Licht (noch) nicht reicht, berichtet oder bereits davon träumt? Und Was das Innenleben des DaSein auch nur für einige Momente zu verlassen imstande ist, um vom unentdeckten, vom gänzlich Neuen und Unerfahrenen zu schreiben, zu zeichnen, zu formen, zu benoten, zu beformeln (fx=h1+y?), zu tanzen, zuzurufen oder etwas ganz Neues vom Ganz Neuen?
Keine Phantasie, sondern neue Wirklichkeit: Voraus-Gefühlt/Gespürt.

Vielleicht bin Oliver-August Lützenich ja auch blind und taub und dumm, aber ich entdecke nur (alt-)bekanntes und wiederholtes in dem "Neuen", das mir aktuell dargeboten wird. Menschenweit.
Aber klar, ich bin nicht überall und bekomme auch nicht alles mit, was so an- und dargeboten wird, aber das, was mir so an- und dargeboten wird, ist nur Bekanntes und schon Vorhandenes, bestenfalls mal mit einem Kleckselchen hier, mit einem Zipfelchen da, mit einem Tönchen dort und ein wenig anderem Rhythmus, das etwas anders ist, als bereits vorher an- und dargeboten, aber eben doch schon Bekanntes.

Was vorher getrennt oder verschieden war, wird nun eiffrig ver- und gemischt, schön und gut; und geht auch in die Beine oder lässt den Kopf wippen. Ja, wunderbar. Mancher Text ist anrührend, viele Informationen einem Selbst unbekannt, aber alles andere als Neu. 
Inzwischen ist mir zumindest [fast?] alles bekannt, über fünf Ecken vielleicht und manches nur aus der Ferne, aber Bekanntes.
Alles Schön und Gut, ich bin wahrlich alles Andere, als ein Kunst-Kritiker in irgendeinem Bereich, aber ich urteile trotzdem, ganz öffentlich, und bemerke:

Keine aktuelle Kunst ist - *mich - überraschend, oder über das übliche hinaus spannend.

Mischmasch (Crossover), Altes, Aufgehübschtes bis schreiend überbetont oder entkleidet, und so einiges mehr kunstvoll verändert und verformt, jedoch nirgendwas Neues.

Alle Kunst ist Bekanntes.
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Können Sie das Bild von Gustave Courbet erkennen?
"Portrait de l'artiste, dit Le Désespéré"
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Ist die Wissenschaft auch Kunst?
Ja.
Seit Einstein, Pauli, Schrödinger und Feynman keine neue Kunst mehr.
Nobelpreise für Kunst-Handwerker.
Zu 99,999...% für Kunst-Handwerker.

Primo Levi bekam keinen, Jean Améry bekam keinen. Obwohl sie mit den Fingern jenseits des Bekannten waren. Aber eben im Schmerz, im wirklich schwer verletzenden, im derben Schmerz; aber die Preise bekommen die Menschen, die im romantischen Schmerz zu Hause sind, allseits Nobel, aber eben wenig Tief.

Gut, der Nobelpreis ist ein Preis für gutes Kunst-Handwerk, geschenkt, ich vergesse stets, die 99,999...%-Regel des DaSein. Eine wichtige Regel!
Doch irgendwie, fehlt mir inzwischen der kleine aber feine Rest zu 100%.
Ich vermisse die Spitzen, das Herausragende aus der Masse, wo ich auch hinspüre und auch in mich hineinfühle, ich fühle und spüre immer Masse, nur den Rest fühle und spüre ich nicht. Vielleicht -noch- nicht, vielleicht auch in meiner RaumZeit-Spanne gar nicht.
Was weiss das schon?

Die Langeweile nimmt zu, derweil bin *ich jedoch noch zu jung für den Ausklang der ErLebendigkeit, für ein dement langweiliges, gefüttertes, sabberndes, infusionstropfend kunstvolles die Jahrzehnte-auslaufen-lassen.

Wo und Was ist die Überraschung, das UnBekannte, das erschütternd Neue aus/von einem Bereiche der Wirklichkeit, das noch UnMenschlich ist, das UnTierisch ist, das jede unserer Vorstellungen und Erwartungen und Hoffnungen und Gelübde und Wünsche und Phantasien sprengt; na, vielleicht nicht sprengt, weil das zu gewalttätig ist, nein; das brauchen Wir nicht!; also etwas, das Alles Bekannte und Befreundete und bereits Gefühlte und Gespürte mit einem mal auch als solches fühlbar und spürbar macht: als Alt eben.

Das Maschine ist Alt,
Was ist das Neue.
Das Mensch ist Alt.
Was ist das Neue.
Das Kunst ist Alt.
Was ist das Neue?
Diese Welt ist Alt,
Wo ist eine Neue?
Dieses Universum ist ALT!
Woher kommt das Neue?
Und bitte mit Vorsicht!
Wir sind sehr zerbrechliche Wesen.

Dass das klar ist, bevor hier ein-Es auf die Idee zu Gewaltaktionen, also zu Auf-Brüchen, oder gar zu Vor-Schlägen kommt, Nein!; Wir brauchen weder Erbrochenes noch gar Erschlagen[d]es; Wir brauchen Futter für eine freudige Erweiterung, für eine wohlige ErNeuerung.

Kriege und Gemetzel und Ignoranz und "mir ist alles andere egal" und ein - über die Klinge springen lassen -, und ein - nur zu meinem/unseren Vorteil - u.s.w., hatten Wir schon mehr als gut tat/tut, das hat Uns nie besonders weit gebracht.
Jede Form der Gewalt ist Ur-Alt.

Das Neue ist entweder Alle Zufriedenstellend und Freudig, oder es ist Leid-bekannt Altes und langweilig, aber das Alte Leid kauf ich kein-Es mehr ab, da sche... ich drauf, bestenfalls.
Also, ...?
Was in Ihnen ist Neu, lassen Sie es doch endlich mal raus, tut auch nicht weh.
Aber *ich hab gut reden, von Ihnen verlangen und selbst verweigern.
Nein, das geht nicht, also, vergessen Sie es.
Zuerst komm ich und dann Sie.
In diesem Sinne, bey bey ...,
obwohl, das ist auch nicht neu,
also, ok oc bü ....